Irland: Alle sechs Vorentscheidungsbeiträge veröffentlicht – Welcher ist Euer Favorit?

Am 4. Februar will Irland seinen Act für den ESC 2022 auswählen – nun sind alle sechs Vorentscheidungsbeiträge veröffentlicht. Nach Brendan Murray und Rachel Goode am Montag wurden unter der Woche zunächst die Songs von Janet Grogan und Brooke und schließlich von Patrick O’Sullivan und X präsentiert.

Brendan Murray – Real Love

Einziger Rückkehrer der irischen Vorentscheidung ist Brendan Murray. 2017 schaffte er mit „Dying To Try“ in Kiew nicht den Finaleinzug. Nun will er wieder zum ESC und Irland ins Finale bringen. Sein Song „Real Love“ ist eine Piano-Ballade, die sich im Laufe der drei Minuten langsam steigert.

Brooke – That’s Rich 

Die Sängerin Brooke Scullion hat ebenfalls Talentshowerfahrung: 2020 nahm sie an The Voice UK teil und erreichte dort sogar das Finale. Im selben Jahr erschien ihre Debütsingle „Attention“. „That’s Rich“ ist eine Uptempo-Nummer, die mit einer ehemaligen Beziehung abrechnet. Brooke zeigt sich dabei selbstbewusst und unbeeindruckt.

Janet Grogan – Ashes of Yesterday

Janet Grogan stammt aus der irischen Hauptstadt Dublin und nahm 2016 bereits am britischen The X Factor teil. Janet hat zudem bereits ESC-Bühnenerfahrung, 2016 stand sie nämlich als Background-Sängerin mit Nicky Byrne („Sunlight“) auf der Bühne. 2018 war sie beim Auftritt von Ryan O’Shaughnessy ebenfalls dabei. Im vergangenen Jahr nahm sie an der irischen Show Last Singer Standing teil, wo sie den sechsten Platz erreichte. Ihr Song „Ashes (Of Yesterday)“ ist eine Power-Ballade, die mit einem motivierenden Songtext daherkommt.

Miles Graham – Yeah, We’re Gonna Get Out Of It

Der Singer-Songwriter Miles Graham veröffentlicht bereits seit einigen Jahren Musik, seine Songs wurden schon häufiger im irischen Radio und bei der BBC gespielt. Mit „Yeah, We’re Gonna Get Out Of It“ liefert Graham einen positiven Titel, der die Diversität verschiedener Gesichter und Orte besingt und Mut macht, sich auf in die Welt zu machen und all dies wahrzunehmen, auch wenn es gerade mal nicht so gut läuft.

Patrick O’Sullivan – One Night, One Kiss, One Promise

Patrick O’Sullivan (Aufmacherfoto) gewann die RTÉ-Show Last Singer Standing 2021 – wo er im Finale gegen Janet Grogan antrat, mit der er nun ebenfalls in der irischen Vorentscheidung antritt. Seit seinem Sieg will der Sänger, der zuvor in West-End-Produktionen in London auftrat, sich voll auf seine Musikkarriere fokussieren. So kommt es wenig überraschend, dass er den ESC als Sprungbrett nutzen will. Dafür hat er sich mit Nicky Byrne als einem der Songwriter hinter „One Night, One Kiss, One Promise“ prominente ESC-Unterstützung geholt und liefert für den Vorentscheid eine positive Uptempo-Nummer.

Rachel Goode – I’m Loving Me 

Rachel durchlief eine professionelle Gesangsausbildung und singt einen Midtempo Popsong. Der Song bedient sich Synthpop-Elementen und bindet verschiedene Instrumente (etwa eine E-Gitarre) ein. Zum Ende des Songs gibt es einen Keychange vor dem großen Finale. Der Song wird als „80er-Jahre-Bonnie Tyler-Feeling“ beschrieben. Im letzten Jahr veröffentlichte Rachel den Folk-Titel „Coal Miner’s Daughter“.

Die „The Late Late Show: Eurovision Special“ wird am Freitag, den 4. Februar, stattfinden. Dort wurden bereits in der Vergangenheit die irischen ESC-Acts präsentiert. In der Show soll der Gewinner durch einen Voting-Mix aus nationaler Jury, internationaler Jury und Publikumsvoting gekürt werden.

Welcher Beitrag der irischen Vorentscheidung ist Euer Favorit? Stimmt jetzt in unserer Umfrage ab!

Welcher der Beiträge der irischen Vorentscheidung ist Euer Favorit?

  • Rachel Goode - I'm Loving Me  (29%, 80 Votes)
  • Brooke - That's Rich  (25%, 70 Votes)
  • Patrick O'Sullivan - One Night, One Kiss, One Promise (16%, 45 Votes)
  • Miles Graham - Yeah, We're Gonna Get Out Of It (12%, 33 Votes)
  • Janet Grogan - Ashes of Yesterday (11%, 32 Votes)
  • Brendan Murray - Real Love (7%, 19 Votes)

Total Voters: 279

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Alle auf Spotify verfügbaren Titel der irischen Vorentscheidung findet Ihr in unserer Spotify-Playlist.


29 Kommentare

  1. Das ist leider alles mehr oder weniger nix – und kein Vergleich zur finnischen Auswahl. Am besten gefällt mir wegen dem Retro-Faktor noch Rachel Goode – I’m Loving Me. Aber selbst das würde das Semifinale nicht überleben…

  2. Mir hat Janet Grogan – Ashes of yesterday am meisten zugesagt. Patrick O’Sullivan ist auch okay, Janet gefällt mir aber besser.
    Der Rest war für mich nicht sehr interessant.

  3. Also ich muss schon sagen, das Irland mit diesem Vorentschied einen guten Schritt nach vorne gemacht hat, auch wenn leider die Hälfte der Songs äußerst belanglos ist. Besonders die drei Beiträge der männlichen Kandidaten sind echt schwach und zeigen, das sowohl Brendan Murray als auch der ach so bekannte Nicky Byrne (Songwriter bei Patrick O’Sullivan) nicht’s aus ihren ESC-Erfahrungen gelernt haben. Schade!
    Dafür haben die die Damen alle drei sehr ansprechende Songs erhalten, obwohl diese natürlich auch nicht das Rad neu erfinden. Aber sie können sehen sehen lassen.

    Hier mein Ranking:

    01 Brooke – That’s Rich (Ich denke an diesem Song führt kein Weg vorbei. Er ist modern, mit Anleihen von Lady Gaga und hat Potential auch außerhalb des ESC positiv aufzufallen.)
    02 Rachel Goode – I’m Loving Me (Auch wenn viele diesen Beitrag schlecht reden, finde ich ihn doch wirklich schön. Tolle Stimme trifft auf gut produzierte und arrangierte Retro-Klänge.)
    03 Janet Grogan – Ashes of Yesterday (Da haben wohl die Mamas aus Schweden ihre Hände im Spiel gehabt, was keinesfalls schlecht sein muss. Nett, aber nicht catchy genug. Typischer Jury-Favorit)
    04 Patrick O’Sullivan – One Night, One Kiss, One Promise (Textlich in Reinfall, Gesanglich Okay. Musik ist in Ordnung, aber haut einen nicht um)
    05 Miles Graham – Yeah, We’re Gonna Get Out Of It (Interessant sind die Kinderstimmen und der funkige Style und dann … verliert sich der Song im Nebel)
    06 Brendan Murray – Real Love (Es tut mir Leid, aber das ist gar nicht’s. Und es liegt nicht an Brendans wirklich einmaliger Stimme. Der Song hat keinen Wiedererkennungswert und ist einfach nur langweilig)

    • Deine Top 2 sind auch die beiden Titel, die mir gut gefallen. Brookes Stimme klingt an manchen Stellen etwas anstrengend, von daher könnte es Rachel Goode auf meine 1 schaffen, zumal die E-Gitarre weniger stört als ich befürchtet hatte.

    • „Anleihen bei Lady Gaga“ ,muß aber nicht unbedingt positiv sein – bei mir spielt die Dame nämlich gar keine Rolle. Eine extrem billige Variante gab es letztes Jahr aus Zypern….

  4. Patrick O’Sullivan scheint eine gute Stimme zu haben, seine Song finde ich von allen aber mit Abstand am seichtesten.
    Miles Grahams Sound ist dgegen sehr erfrischend, der Song aber so repetitiv, dass er mir schon beim ersten Hören auf die Nerven geht.
    Insgesamt leider eine recht dürftige Auswahl (das sollen die besten sechs von 330 Songs sein?), Brooke ist wohl die einzige mit zumindest theoretischen Chancen auf eine Finalteilnahme, „That’s Rich“ könnte aber noch einen massiven Revamp vertragen, in seiner jetzigen Form ist der Song eher flach.

  5. „Yeah, We’re Gonna Get Out Of It“ könnte mit einer guten Performance auf der Bühne ganz charmant wirken. „That’s Rich“ und „Ashes Of Yesterday“ gefallen mir auch gut, vor allem bei Letzterem wäre ich aber sehr skeptisch, was eine Finalqualifikation angeht.

  6. Ich wollte eigentlich für gar keinen Song Voten. Auweia Ir(r)land. Der einzig einigermaßen hörbare ist der von Patrick O‘Sullivan

      • Habe mir Miles versucht anzuhören ,aber ich musste nach einer Minute abbrechen weil es mir so auf die Nerven ging. Dieses Motivationsthema in Songs finde ich auch schon sehr abgedroschen.

        @Schippschlapp 71

        Du fragst dich was aus Irland geworden ist?? Nun ich habe da so meine Theorie.

        Ich denke dass die Verantwortlichen dort nach den vier Siegen und den vielen guten Platzierungen in den Neunzigern träge geworden sind und sich dachten dass würde immer so weitergehen mit dem Erfolg. Dabei haben sie aber übersehen dass die großen Erfolge ja alle noch zu Zeiten des reinen Juryvotings waren, und ich persönlich habe große Zweifel dass Songs wie „Why Me?“ oder „The Voice“ so gut abgeschnitten hätten wenn es damals schon Televoting gegeben hätte. Als sie dann gemerkt haben dass diese Song beim Publikum doch nicht so der Renner sind sind die Verantwortlicehn völlig kopflos geworden und probieren dann dieses und jenes, nur bisher ohne wirklichen Erfolg.

        Noch ist Irland nicht auf das Niveau Großbritanniens abgestürzt, aber viel Platz ist da nicht mehr zwischen den Ländern.

  7. Das ist schon sehr trostlos was uns Irland anbietet. Man spürt richtig, dass dortige aktuelle Autoren überhaupt keinen Bock auf ESC haben. Anders ist dieses maue Angebot im Jahr 2022 nicht zu erklären.

  8. Ich hab für Rachel Goode – I’m Loving Me gestimmt ,gefällt mir bisher am besten .
    Miles Graham war aber auch wählbar , das andere brauch ich alles nicht .
    Mal gespannt ob Irland mit irgendein Song davon das Finale erreicht .

  9. Ich hatte gehofft, dass die Auswahl nach dem Brexit besser wird, aber es scheint immer noch so, dass alle interessanten irischen Acts schnellstmöglich nach London fliehen.

  10. Es ist schon seltsam das Irland in den letzten Jahren so belanglose Songs bringt. Entweder interessiert sich in Irland keiner mehr für den ESC ,ansonsten kann ich mir den Qualitätsabfall der letzten Jahre nicht erklären.Die Songs dieses Jahres sind alle brav und nett und langweilig.

  11. Meines Erachtens waren die zahlreichen Erfolge der Iren in den 1990ern mit ein Grund, warum die Regel mit der Landessprache 1999 geändert worden ist. Einige Delegationen fühlten sich bestimmt benachteiligt, da sie nicht in Englisch singen durften.

    Was mich viel mehr erschreckt als diese Song-Auswahl von RTE, ist die Tatsache, dass ich über die 90er schreiben kann, weil ich alle ESCs von damals geschaut habe. Ich bin echt langsam alt… 😄

  12. Bei Miles Graham – Yeah, We’re Gonna Get Out Of It Frage ich mich, ob das eines der Beiträge für den Vorentscheid ist – oder das Titellied der irischen Version der Teletubbies (oh-oh) …

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