Irland: Brendan Murray und Rachel Goode sind die ersten beiden Acts für die Vorentscheidung 2022

Foto: Instagram (@brendanmurray96)

Irland war die letzten Jahre beim ESC eher erfolgslos. Die einstige „grande nation“ des ESC (immerhin ist Irland weiterhin unangefochten das Land mit den meisten Siegen) versucht für den kommenden Wettbewerb in Turin über einen Vorentscheid zu besseren Resultaten zurückzukehren, nachdem Lesley Roy (Aufmacherfoto) im vergangenen Jahr im ersten Halbfinale auf dem letzten Platz landete. In der RTÉ-Radioshow The Ryan Tubridy Show wurden heute Vormittag die ersten beiden Beiträge erstmals gespielt. Auch der ehemalige ESC-Teilnehmer Brendan Murray (2017 mit „Dying To Try“ in Kiew angetreten) kehrt zurück.

Die erste bestätigte Teilnehmerin ist Rachel Goode mit „I’m Loving Me“. Rachel durchlief eine professionelle Gesangsausbildung und singt einen Midtempo Popsong. Der Song bedient sich Synthpop-Elementen und bindet verschiedene Instrumente (etwa eine E-Gitarre) ein. Zum Ende des Songs gibt es einen Keychange vor dem großen Finale. Der Song wird in der Radiosendung als „80er-Jahre-Bonnie Tyler-Feeling“ beschrieben. Im letzten Jahr veröffentliche Rachel den Folk-Titel „Coal Miner’s Daughter“. Bei ihrem Vorentscheidungs-Titel handelt es sich vermutlich um den „mysteriösen skandinavischen Act“, der sich im Teilnehmerfeld befinden soll.

Ebenfalls in der Vorentscheidung dabei ist der ehemalige ESC-Teilnehmer Brendan Murray. 2017 schaffte er mit „Dying To Try“ in Kiew nicht den Finaleinzug. Nun will er wieder zum ESC und Irland ins Finale bringen. Sein Song „Real Love“ (ergänzen wir hier noch ein, sobald er verfügbar ist) ist eine Piano-Ballade, die sich im Laufe der drei Minuten langsam steigert. Die Klaviermelodie steht jedoch neben Brendans Stimme stets im Fokus.

Auch die Sängerin Janet Grogan wird unter den Acts des irischen Vorentscheids vermutet. 2014 nahm sie am britischen X-Factor teil und wurde dort Sechste. Außerdem nahm sie kürzlich an der Show „Last Singer Standing“ teil. Dort war auch Patrick O’Sullivan, der die Show gewann, mit von der Partie. Er soll sich ebenfalls im Line-up der Vorentscheidung befinden. Der Soulsänger Mile Graham soll sein Glück ebenfalls versuchen. „Late Late Show“-Host Ryan Tubridy, der die Radioshow moderiert, sagte, dass rund 330 Beiträge eingereicht und im Herbst eine Auswahl getroffen wurde.

Im Laufe der Woche sollen noch vier weitere Beiträge vorgestellt werden (je ein Song wird bis Freitag in der Radioshow vorgestellt), sodass insgesamt sechs Acts an dem Vorentscheid teilnehmen werden. Eurovision.tv vermeldete zunächst dass die Show, in der der irische Act für den ESC 2022 in Turin gekürt wird, noch im Januar stattfinden wird. Das Newsportal Sunday World vermeldete jedoch, dass „The Late Late Show: Eurovision Special“ am 4. Februar stattfinden soll. Dort wurden bereits in der Vergangenheit die irischen ESC-Acts präsentiert. In der Show soll der Gewinner durch eine internationale professionelle Jury und eine Publikumsabstimmung gekürt werden.

Freut Ihr Euch über die Rückkehr der irischen Vorentscheidung? Schreibt uns gerne Eure Meinung zu den irischen Vorentscheidungsplänen für 2022 in die Kommentare!


53 Kommentare

  1. Brendan Murray hat mir super gefallen, fand ich schade, dass er im Semi ausgeschieden ist. Bin auf seinen neuen Song gespannt.🙂

  2. „I’m loving me“ ist nicht mein Ding. Hat man sofort wieder vergessen und ist total profillos.

    „Real Love“ finde ich ganz schön, ich mag Brendans hohe Stimme gerne. Nur zündet es für einen ESC-Song auch nicht wirklich. Finde ich auf jeden Fall stärker als seinen letzten Versuch.

    Die Sängerin Brooke (auf Twitter @Brooke_Scullion) hat auch einen Snippet ihres Songs „That’s rich“ gepostet und da bin ich extrem gespannt drauf! Kommt am Mittwoch.

  3. Kann ja für Irland nur besser werden. Letzter im Halbfinal. Tiefer kann man ja gar nicht mehr sinken. Obwohl ich das Lied und den Auftritt gar nicht sooo schlecht fand.

  4. „I’m loving me“ gefällt mir sehr! Klingt nach herrlich konventioneller 80er Mucke oder wie die Musikrichtung heute genannt wird „Retro Wave“. Brendan ist ok, aber leider mehr nicht.

  5. „I´m loving me“ gefällt mir in der ersten Minute, danach verliert mich der Song komplett. Es passiert ja leider nicht mehr viel und der Key-Change reißt da auch nichts mehr raus. 5/10

    Finde es lustig, dass „The Ride“ letztes Jahr von den Fans zerissen wurde, der Song sich genauso anhört, da auch von den gleichen Songschreibern, aber als gut befindet wird. Nun ja…

    ***

    „Real love“ finde ich schön. Bewegt zwar nicht die Welt, aber Brendan kann was, was viele nicht können. Mit Emotionen singen und diese auch rüberbringen. Mir fehlt im Song leider eine Steigerung am Ende, sonst würde es mir noch besser gefallen. Von diesen zwei Songs ist auf jeden Fall „Real love“ mein Fave. 7,5/10

    ***

    „Real love“ wäre auch etwas, was die Jurys mögen könnten. Die Jury dürfte wohl auch Irlands einzige richtige Chance sein. Mal schauen was noch so kommt.

  6. Das reißt mich beides nicht vom Hocker.
    Bei Brendan gefällt mir der Song besser als vor fünf Jahren, aber dennoch ist mir das zu unspektakulär.
    Und Rachel Goode, um Himmels Willen, mehr Skandinavien geht wohl nicht, was an sich ja nicht schlecht wäre, aber der Song hört sich extrem nach „war fürs Mello nicht gut genug“ an.
    Neee Irland, so wird das nix. Aber Eskorten ja noch vier Songs und die Hoffnung…..usw…

    • Eskorten?! Schon wieder verdammte Autokorrektur
      …es kommen ja noch vier Songs….
      Ganz ohne Eskorte hoffentlich 🤣

  7. Die irische Musikproduktion ist meines Erachtens in einer anhaltenden Krise. Die Miserfolge beim ESC sind da zumindest in gewisser Weise schon folgerichtig. Es ist ja schon erstaunlich, dass nur 4 iriische Musikacts an Songs beteiligt sind, die in den aktuell in Irland meistgestreamten Apple Music Top 150 Titel vertreten sind. Irland hat eben keine eigene HipHop/Rap Musikproduktion. Im internationalen Vergleich und gemessen an der Größe des Landes sind 4 von 150 eine extrem schwache Performance. Einzig Lyra käme mir derzeit in den Sinn, die für Irland beim ESC völlt was reissen könnte Weiss aber nicht, wie die ‚Live‘ ist. Es ist schon sehr, sehr lange her, dass ein irischer ESC Beitrag in Irland in den Top 10 war. Seit Jedward ist das keinem irischem ESC Act mehr gelungen, was aber z.T. auch an den stark veränderten Marktgegebenheiten liegt.

  8. Der Song von Rachel Goode gefällt mir sehr gut. Gute Stimme, gute Musik und guter Text. Passt alles!
    Für jemanden wie mich, der nicht ständig nach was extrem Ausgefallenem oder Experimentellem verlangt, genügt so ein schöner Song schon um Happy zu sein.

  9. Beide Songs passen sehr gut ins irische Raster der letzten Jahre.
    „I’m Loving Me“ finde ich ein wenig besser als „The Ride“, da etwas wertiger produziert und von der Melodie her nicht ganz so eintönig; aber das ist nichts Spektakuläres und im Vergleich zu Raylees „Hero“ im selben Segment um Längen schlechter; nicht retro, sondern einfach nur abgedroschen. Und dann noch diese schreckliche Phrasendrescherei: „I am ready to fly, reach for the sky, finally I’m free, loving me!“ Really? Aber auf dem Gebiet scheint Irland ja sowieso schmerzfrei zu sein, wenn man nur an „Sunlight“ zurückdenkt.
    „Real Love“ fängt eigentlich ganz schön an, aber kippt dnn nach kurzer Zeit leider in so eine seichte Midtempo-Radio-Richtung und ist der Song fertig, hat man ihn direkt schon wieder vergessen.

      • @Matty: Nope, beim erwähnten Snippet geht es um Brooke Scullion und die wird als Teilnehmerin bei „Eurovision 2022 Late Late Show Special“, also dem irischen Vorentscheid gehandelt (steht aber noch nicht fest). Welche Brooke meinst Du eigentlich bei Malta? Ich finde keine im Lineup.

  10. Sorry Irland aber so wird das garantiert nix mit dem achten Titel!!

    Finde beide Songs maximal mittelmäßig. Mit Brendans hoher Stimme kann ich bis heute nichts anfangen und der Song ist mir viel zu flach, die Steigerung kommt auch viel zu spät zu einem Zeitpunkt wo ich schon längst das Interesse am Song verloren habe.

    Rachels Stimme gefällt mir da schon besser, aber die Lyrics sind ja wirklich dermaßen banal, als ob der Song in fünf Minuten während des Toilettenbesuchs geschrieben wurde. Den Song selber kann man sich zwar anhören, ist aber in ähnlicher Form schon häufiger und weniger abgedroschen existent und genauso schnell vergessen wie „Real Love“.

    Zu Brendans Beitrag 2017 habe ich auf ESCYounited auch meine Meinung dagelassen. Wems interessiert, hier bitte, bin der letzte Kommentar. 😉

    https://www.escunited.com/forum/threads/ireland-2017-brendan-murray-dying-to-try.14973/page-13

  11. „I’m Loving Me“ ist das billigste Stück Musik, das ich seit langem gehört habe. Steril, lieblos und ohne einen Funken Kreativität. „Real Love“ ist dagegen nur langweilig.

    • @togravus ceterum

      Wollte heute nicht so fies sein, aber du hast eigentlich exakt meine Gedanken zu den Songs niedergeschrieben. 🙂

    • Nach deinem Kommentar wusste ich vor dem ersten Hören, dass mir „I’m loving Me“ gefallen wird 😉😄.

      Er ist allerdings tatsächlich um Welten schlechter als Raylee. Und selbst der polnische Song (nicht die Performance) im letzten Jahr hat mir besser gefallen. „I’m loving Me“ ist lediglich nett.

      Bei „Real Love“ kann ich Dir zu 100% zustimmen. Langweilig. Wo da die KlavierMELODIE sein soll, erschließt sich mir auch nicht.

    • Ich muss ehrlich sagen Toggie du hast recht mit allem. Ich bin ziemlich bestürzt was Irland uns hier auftischt. Ich hoffe das da noch was besseres kommt sonst sehe ich schwarz fürs Finale

    • Das kann ich so unterschreiben, Toggie !

      Echt schlimm, daß so manchem Pleiteland ESC-mäßig gar nix mehr einfällt. Dabei gibt es aus Irland einen Topkünster, nämlich Hozier. Vielleicht kennt Ihr noch „Take me to church“….

  12. Also die sind schon sehr zuverlässig die Iren. Sie kommen aus Ihrer Zeitschleife einfach nicht raus…Boybandsound und immer zwanzig Jahre hinter dem Musiktrend. Was ich persönlich nicht so schlimm finde aber beim ESC klappt das einfach nicht mehr. Rachel Goodes Song finde ich unterhaltsam da er das 80er Thema gut aufgreift. Real love ist eher schwer zu ertragen. Schwacher Song und anstrengende Stimme….

  13. Sorry Flo…aber das Aufmacherfoto zeigt Brendan Murray und nicht Lesley Roy. Wäre auch egal, seine Pubertätsmädchenstimme nervt eh.

  14. RTÉ scheint in etwa so lernresistent, wie der NDR. Also bisher jedenfalls – es gibt ja jeweils noch Hoffnung …

    Der obligatorische Retro-80er-Sound ist zugegeben angenehm produziert, aber leider auch komplett uninspiriert zusammengedengelt. Da helfen auch die sauber( produziert-)en Vocals nicht.

    Brendan Murray hat zumindest aufgrund seiner speziellen Stimme einen gewissen Sympathie-Bonus, weshalb ich über den Song einfach hinwegsehe – fällt fürwahr nicht schwer.

  15. Davon gibt es aber nunmal zwei: Englisch und Irisch…

    RTE scheint genauso verknöchert zu sein wie die ARD – die bisher bekannten VE-Songs sprechen leider Bände, Langeweile pur. Dabei war Irland früher eines meiner Lieblingsländer (in Regel viel besser als GB). Aber das ist eine Ewigkeit her…

  16. Janet Grogan hat heute offiziell ihre Teilnahme am irischen ESC-Vorentscheid bestätigt und ihr Wettbewerbstitel heißt „Ashes if yesterday“.

    • Mir auch nicht….

      Bislang neben Litauen die schwächste Auswahl, sogar aus Rumänien und Malta gibt es Songs auf meiner Playlist.

      Shame on you, Ireland !

  17. „Ashes of Yesterday“ kann man auch direkt wieder vergessen. Klingt so harmlos-nett wie aus dem BBC-„Eurovision: You Decide“-Pool übriggeblieben.
    „That’s Rich“ ist zwar deutlich besser als die abderen drei, aber den Hype, den das Snippet ausgelöst hat, kann ich nicht so recht nachvollziehen. Ich finde den Song zienlich undynamisch und monoton; nach dreißig Sekunden passiert bis zum Schluss nichts mehr. Wirklich zeitgemäß ist die Elektro-Stampf-Produktion auch nicht. Brooke hätte bei ihrer Stimme besser was akustisch-folkiges gesungen.

    • @Schlippschlapp71

      Voll Zustimmung, todlangweilig, klingt wie schon 100 000 x gehört und dieses „halte durch“-Thema ist mittlerweile auch ziemlich abgedroschen.

      Der Song von Brooke ist auch nicht der Knaller, der Anfang ist zwar nicht so schlecht, nach spätestens 1:30 langweilt er mich aber nur noch.

      Anscheinend hat Irland auch dieses Jahr keine Ambitionen gut abzuschneiden oder gar zu gewinnen.

  18. Was soll ich sagen. Rachel Goods Song, hört sich genau so langweilig an wie Polen letztes Jahr.

    Brendan Murray ist jetzt auch nicht der große Springer.

  19. Kaum hat lrland seine ersten beiden Songs für den Vorentscheid präsentiert und scon wird gemeckert und alles schlechtgeredet! Manchmal möchte mit vei dem einen und anderen die Hand ausrutschen!

    Beide vorgestellten Titel können sich hören lassen und ich bin dankbar dafür, daß der siebenmalige ESC-Sieger einen nationalen Vorentscheid auf die Bühne bringt!

  20. Hübsch anzuschauen ist Brenda ja immer, aber das Lied ist nix. Da war „Trying to Die“ (ja, der Fehler ist Absicht) besser. Aber wenn er sich ein tanzendes Homo-Paar auf die Bühne stellt, dann könnte es vielleicht trotzdem klappen. Sein Nachfolger hatte mit einem ähnlich belanglosen Lied mit der Vorgehensweise ja ähnlichen Erfolg.

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