Live-Blog: Erste Durchlaufprobe des Finales des Eurovision Song Contest 2024

Foto: Alma Bengtsson / EBU

Die ESC-Woche 2024 biegt auf die Zielgerade ein: Morgen findet bereits das Finale des Eurovision Song Contest 2024 statt. Seit dem späten Donnerstagabend kennen wir auch die letzten zehn Finalist/innen. In der Nacht hat das schwedische Fernsehen SVT die Startreihenfolge der Songs bekanntgegeben, in der heute auch geprobt wird. Dazu bekommen wir einen ersten Einblick auf zumindest einige der Acts aus dem Rahmenprogramm. Wir bloggen für Euch die erste Durchlaufprobe live.

Zum gemunkelten Auftritt von ABBA, die in diesem Jahr ihr 50. Waterloo-Jubiläum feiern, soll es wohl nicht kommen – wie man in Malmö hört. Auch die bloße Versammlung aller sechs bisherigen schwedischen ESC-Siegeracts wird es wohl nicht geben, weil Måns Zelmerlöw am Samstagabend Verpflichtungen in Helsinki hat. Warten wir es ab – und lassen wir uns überraschen, was sich das schwedische Fernsehen für uns ausgedacht hat.

Als akkreditierte Presse dürfen wir diese erste Durchlaufprobe des Finales auch auf den Bildschirmen im Pressezentrum verfolgen und können so zum ersten Mal die Show in ihrer Gesamtheit jetzt mit allen Acts sehen. Die Inszenierungen als solche sind ja nun aus dem ersten und dem zweiten Halbfinale bekannt. Interessant ist aber natürlich das Zusammenspiel. Außerdem werden wir voraussichtlich die Eröffnungsnummer sowie verschiedene Intervallacts erleben. Dass Loreen dabei eine Rolle spielen wird, wissen wir bereits.

Hej aus der Malmö Arena! Ich melde mich aus der Halle und beobachte die ersten Acts von hier. Mit mir ist ein ziemlicher Journalisten-Tross mit in die Arena gekommen. Mal schauen, was uns allen geboten wird. Gerade kam schon die Ansage, dass es gleich losgeht. Nett ist auf jeden Fall, dass uns bereits ein musikalisches ESC-Vor-Programm geboten wird; kann ich mich so in früheren Jahren auch nicht dran erinnern.

Der Producer kündigt einen „interesting afternoon“ an. Denn jetzt müssen die neuen Auf- und Abbaue der 26 Beiträge geprobt werden, sowie die Intervall-Acts und Aufsagerpositionen der Moderatorinnen. Da ist die ESC-Fanfare – und dann passiert erstmal … nichts.

Einspieler: die Straßen sind leer, die Häuserfenster beleuchet. Europa wartet auf den ESC. Alle Lichter bewegen sich nach Malmö zur Arena. Und dann starten wir – nicht mit ABBA, sondern mit Björn Skifs! Er singt „Hooked on a Feeling“. Damit war er der erste Schwede, der einen Nummer 1-Hit in den USA hatte. Er selbst trat erst 1981 beim ESC an.

Zu weiteren internationalen Musikhits aus Schweden, die Stimmung machen, findet dann die Flaggenparade statt: Icona Pop „I Love It“, Ace of Base „It’s a Beautiful Life“, Roxette mit „The Look“, Lykke Li „I Follow Rivers“, Axwell/Ingrosso „Sun Is Shining“, ABBA „Gimme Gimme Gimme“. Zu ABBA „The Winner Takes It All“ werden die Moderatorinnen begrüßt. Applaus gab es bei Israel und vielen anderen Ländern, Jubel bei Irland.

Målin trägt ein weißes langes Kleid, Petra ein ebensolches in schwarz. Sie erinnern ein bisschen an Baccara. „Wir beenden die Show in drei bis acht Stunden.“ Wir haben ja die 68. Ausgabe des ESC. Für die, die die letzten 67 verpasst haben, gibt’s einen 20 sekündigen Superschnell-Rückblick – ikonische Momente, die wohl nur für Fans zu erkennen sind. Dann wird das Voting erklärt. Da ja bereits ab dem ersten Song abgestimmt werden kann, wird der Voting-Start-Counting bereits jetzt eingezählt. Kronprinzessin Victoria wird separat erwähnt – sie scheint also morgen in der Halle zu sein.

Und dann geht’s los in der offiziellen Startreihenfolge:

1. Schweden: Marcus & Martinus – Unforgettable

Ich habe in der Halle ja nicht viel vom Auftritt gesehen, weil ich seitlich von der Bühne sitze und da sind die Gestänge davor. Aber es klang erstaunlich gut – und dürfte genauso ausgesehen haben wie immer. Guter Auftakt für die Show.

2. Ukraine: alyona alyona & Jerry Heil – Teresa & Maria

Der Felsen wird auf die Bühne gefahren. Das warme Orange ist ein guter Kontrakt zu den kalten Farben der Schweden. Das sieht alles sehr schön aus. Beim Rapteil gehen die Journalisten mit. Das ist sehr kraftvoll gesungen. Hier finde ich die Größe der Bühne echt gut für die Nummer. Sehr stilvoll.

3. Deutschland: ISAAK – Always On The Run

Die Bühne steht in Flammen – also nach dem Auftakt. ISAAK singt natürlich sicher wie immer. Jetzt ist mir erst der Hintergrund mit den Flammen aufgefallen; dort gibt es auch eine brennende Tonne. Applaus von den Journalisten.

4. Luxemburg: TALI – Fighter

Also, dieser Tiger ist ja ein bisschen lächerlich. Aber gut, neue Technik – in diesem Fall in 3D – muss natürlich ausprobiert und integriert werden. Nach dem starken Auftakt mit Schweden und der Ukraine fällt der Spannungsbogen gerade etwas ab. Solide. Aber jetzt kommt ja gleich die Party zurück.

Erstmal ein Einspieler mit den lustigsten und absurdesten Spokespersons. Oh, jetzt wird erst Israel geprobt und noch nicht die Niederlande.

— 5. Niederlande: Joost Klein – Europapa — hat nicht stattgefunden. Der Act wurde offenbar nach der Flaggenparade von der Generalprobe ausgeschlossen

6. Israel: Eden Golan – Hurricane

Der Aufbau hat etwas länger gedauert. Eden ist bestens bei Stimme. Auch hier sitzt natürlich alles. Es ist erstaunlich, wie die Sängerin das alles wegsteckt. Sehr gute Präsentation, für viele sicher ein Gänsehautmoment am Samstagabend.

Weiter geht es auch jetzt nicht mit den Niederlanden, sondern Litauen. Da wir noch einen Moment warten müssen, kommt ein Einspieler, der der Frage nachgeht, wie sich Brighton durch den Sieg ABBAs dort vor 50 Jahren verändert hat. Kurzes Statement einer unbekannten Person: „It hasn’t really.“ Und weiter geht es.

7. Litauen: Silvester Belt – Luktelk

Der Litauer könnte es schwer haben mit seiner Platzierung hinter Israel. Der Sound und die Performance sind clubbig und sehr professionell. Allerdings ist es möglich, dass viele nach Israel dafür noch nicht wieder aufnahmefähig sind bzw. anderes diskutieren. Drücken wir die Daumen, dass der Einsatz belohnt wird.

Petra hat sich umgezogen und trägt jetzt einen bordeauxfarbenen Hosenanzug. Das kann aber auch nur jetzt für die Probe sein. Es folgt ein Lob auf Karin Falck, die Moderatorin des ESC 1975. Sie hatte mit einigen technischen Problemen zu kämpfen. Und jetzt wird Karin aus Stockholm zugeschaltet. Die Leitung war ein bisschen wackelig, es könnte aber sein, dass das voreingespielt war.

Petra erklärt nochmal die Regeln für die ESC-Beiträge – und dann die für Moderatorinnen, die natürlich die Basis für einen selbstironischen Gag sind.

8. Spanien: Nebulossa –  Zorra

Die Halle klatscht und singt natürlich mit. Der Hosenwechsel der Tänzer klappt heute. In der Halle merkt man natürlich auch, dass die Stimme von Mery nicht sehr kräftig ist, durch den Bass klingt es aber gar nicht schlecht. Jubel (der spanischen Fans) in der Arena.

9. Estland: 5 miinust x Puuluup – (nendest) narkootikumidewst ei tea me (küll) midagi

So ganz verstehe ich die Platzierung von Estland hinter Spanien nicht. Klar ist das musikalisch was ganz anderes, aber es sind schon eher Uptempo-Nummern. Nun denn. Vorteil: Keine Requisiten, die aufgebaut werden müssen. Selbten wurde das Publikum in der Halle so angefeuert, wie bei diesem Auftritt. Aber auch hier sitzt alles.

Jetzt mit dem Aufsteiger der Woche. Mittlerweile wird die Inszenierung auch bei den ESC-Partys hier auf der Tanzfläche nachgespielt – wie gestern Nacht im EuroFansCafé.

10. Irland: Bambie Thug – Doomsday Blue

Selbst für Zuschauer in der Halle ist die Nummer episch, obwohl sie ja fürs Fernsehen produziert wird. Hammer-Bilder. In der Halle ist die Stimme sogar nochmal eine Nummer stärker als ich sie am TV wahrgenommen hatte. Wieder von allen großer Jubel in der Halle. Ok, ich bin Fan von der Inszenierung, kein Zweifel. Mal schauen, wie sich das beim Televoting gegen Israel, Ukraine, Kroatien und Niederlande behaupten kann.

11. Lettland: Dons – Hollow

Nach Irland eine willkommene, ruhige Abwechslung, die aber auch komplett untergehen kann, weil die Leute über Bambie Thug sprechen müssen (was durchaus verständlich wäre). Dons hat mit seiner Finalqualifikation alle – bis auf Blogchef Benny – überrascht. Mal schauen, wie knapp das war – und was er am Samstag reißen kann. Heute singt er auf jeden Fall sicher.

12. Griecheland: Marina Satti – Zári

Der Wechsel zwischen Lettland und Griechenland macht auf jeden Fall Sinn. Die Halle geht beim Song richtig mit. Auch diese Inszenierung funktioniert super in der Arena und wirkt da nicht ganz so überladen wie auf dem Bildschirm. Aber das ist ja gewohlt – so für die TikTok-überfrachteten Gen-Z-ler.

13. Großbritanien: Olly Alexander – Dizzy

Für die Nummer würde ich jetzt gern vor der Bühne stehen, statt seitlich zu sitzen. Da sieht man nämlich nur die Box für den Anfang. Die ersten zwei Minuten muss ich auf den Screen schauen – und das sieht wirklich so toll aus. Ich fand auch seinen langen Ton hier in der Halle nicht schlimm, sondern ganz ok.

Einspieler mit Lynda Woodruff. Sie erklärt Käärijä und führt dann durch die Arena. Da steht sie auch an dem Platz, wo Martin Österdahl während der Show sitzt. Ihm hat sie den Song 27  gewidmet „You are good to go“. Dafür folgt dann ein ganzes Video. Sozusagen das Follow-Up zu „Love Love Peace Peace“.

Insgesamt eine recht lange Pause zwischen den beiden Acts. Das kann eigentlich nicht nur wegen der Werbung in einigen Ländern sein. Und der Aufbau für Norwegen beginnt erst danach.

14. Norwegen: Gåte – Ulveham

Das hat mich ja gerade gar nicht gefesselt. Das hat aber nichts mit dem Beitrag zu tun. Aber ich bin da wohl desensibilisiert. Mir ist nichts aufgefallen, alles gut. Habe aber leider verpasst, wie die Gitarre in die Luft geworfen wird. Sie scheint aber aufgefangen worden zu sein.

15. Italien: Angelina Mango – Lai noia

Breaking: Angelina trägt schwarze Schuhe. Hatte sie vermutlich beim Semi auch. Aber ich erinnere mich, dass ich bei der Semi-Durchlaufprobe Benny angesprochen hatte, weil sie da helle Schuhe trug. Der Thron könnte ja auch aus der Bambie-Thug-Performance stammen. Liegt das eigentlich an der Halle, als ob das bei (fast) allen super gesungen klingt? Hier auf jeden Fall auch.

16. Serbien: Teya Dora – Ramonda

Der Felsen steht, der Bodennebel ist rechtzeitig da. Ich hatte Teya erstmal gar nicht im Felsen erkannt. Schöne ruhige Nummer, bevor es gleich mit Finnland wieder rummelig wird. Aber alles sehr grau-lila, so wie eine unrenovierte Wohnung aus den 90er Jahren. Da würde doch eigentlich „We Will Rave“ besser zu passen. Aber toll gesungen. Natürlich.

Es gibt beim Umbau fast einen Stau auf der Bühne, weil Felsen und Jeans-Ei beide so groß sind und aneinander vorbei müssen.

17. Finnland: Windows95man – No Rules!

Was für eine verrückte Partynummer. So erstaunlich, wie der Windows95Man immer weißm wo genau er wann stehen muss. Für die Pyroschläuche wird eine extra Unterlege auf die Bühne gelegt, um diese zu schonen, vermute ich ich. Selbst in der Halle ohne die visuellen Effekte ein herrlicher Auftritt. Der Gesang? Egal.

Ich habe gerade auf dem Handy eines Kollegen gesehen, dass Aftonbladet schreibt, dass Joost Klein nicht zur Generalprobe erschienen sei. Ich habe leider kein Foto von ihm bei der Flaggenparade gemacht und bin jetzt verunsichert, ob er wirklich dabei war.

18. Portugal: Iolanda – Grito

Wieder ein schöner Kontrast zur Klamauknummer davor. Hochkultur und doch ergreifen. Sehr gut gesungen, auch wenn ich den Grito selbst in der Halle nicht so kraftvoll wahrgenommen habe. Sehr berechtigt im Finale.

19. Armenien: Ladaniva – Jako

Die dynamische Nummer macht Spaß und gute Laune. Dürfte mit dem Lalala ja auch international verständlich sein. Mir fehlt da aber noch des letzte Fünkchen mit Sondereffekten wie Bodennebel oder so. Der Flötenschlumpf da zwischendrin ist doch eher Schülertanzgruppe.

20. Zypern: Silia Kapsis – Liar

Sichere Nummer. Ist auch nicht so überladen wie Malta. Nett anzuschauen und ok gesungen. Keine Beschwerden.

Ich bin gerade abgelenkt, weil Malin hier ist und gleich ein Interview neben mir führen wird. Toll!

21. Schweiz: Nemo – The Code

Haben da eben zwei Menschen den Kreisel von Nemo bedient? Nein, das geht automatisch. Das sieht echt toll aus. Und der Gesang natürlich erwartungsgemäß sauber und kraftvoll. Alles in Ordnung.

Malin ist jetzt mit einem langen grünen Kleid im Publikum bei Christer Lindarw, der damals das Trickkleid von Lill Lindfors beim ESC in Göteborg kreiert hatte. Davor sitzt Malins eigene Schwiegermutter, Chrissy Wickham. Diese hat ikonische britsche Dress-Changes entwickelt. Und natürlich hat sie es immer noch drauf. Lasst Euch überraschen.

Malin Åkerman

22. Slovenien: Raiven – Veronika

Stimmgewaltiger Auftritt, bei dem ich aufgrund der Inszenierung über noch überrascht bin, wie er es ins Finale geschafft hat. Talking about ESC-Wunder. Ansonsten alles in Lot bei der Nummer. Keine Auffälligkeiten. Und eine gute Basis für den Favoriten:

23. Kroatien: Baby Lasagna – Rim Tim Tagi Dim

Bei diesem Auftritt wird allen in der Halle warm werden – dank der Flammenwerfer. Und weil sie die Dynamik spüren und richtig mitgehen. Von Sekunde 1 geht es voll nach vor. Ich finde manche Bewegungen ja etwas unausgereift, aber das macht die Nummer natürlich nur authentischer. Großer Jubel in der Halle.

24 Georgien: Nuza Busaladse – Fire Fighter

Hier sind den Produzenten wohl die langsamen Nummern ausgegangen. Denn auch hier gibt’s viel Dynamik und Feuerfontänen. Eine der stärksten Stimmen im Wettbewerb, auch wenn das Lied noch deutliches Potenzial nach oben hätte. Nuza wirkt aber auch so sehr sympathisch.

Jetzt der Beitrag, bei dem Blogfreundin Claudia gestern Siegervibes hatte.

25. Frankreich: Slimane – Mon amour

Ich kann leider nicht von der Seite sehen, ob das Mikrofon wieder vom Oberarm gerutscht ist wie in der Durchlaufprobe für das erste Halbfinale. Also ohne diese aufgesetzt-schmalzigen Bewegungen wäre das wirklich ergreifend. Aber klar, viele Leute holt genau das ab. Und ja, der Accapella-Teil ist extrem beeindruckend.

Ein weiterer Mini-Einspieler, wie der ESC-Sieg von ABBA in Brighton die Stadt in ihrer Entwicklung beeinflusst hat.

26. Österreich: Kaleen – We Will Rave

Dass Österreich mal mit einer 90er-Retro-Nummer das ESC-Final-Starterfeld abschließend darf – darauf hätte wohl kaum jemand gewettet. Das kann aber sehr gut funktionieren, muss die Leute noch einmal zum Feiern zu bringen.

Die Probe von Joost Klein mit „Europapa“ fehlt weiter. Benny hat hier parallel die aktuellen Infos zusammengetragen.

Die Moderatorinnen erinnern daran, dass bereits abgestimmt werden kann bzw. konnte. Der Countdown dafür war ja schon am Anfang der Sendung.

Bei ISAAK wird wieder das Finale des Songs im Schnelldurchlauf gezeigt – also mit den schiefhängenden Strahlern. Ach – sie spielen von Joost beim Schnelldurchlauf den Auftritt von gestern ein.

Die Moderatorinnen kündigen eine Band mit A an, die eigentlich nur ABBA sein kann. Aber: ALCAZAR ist back!! Sie wollten nie wieder zusammen auftreten – aber für den ESC machen sie es 🙂 Unter einer riesigen Discokugel singen sie „Crying at the Discotheque“. Die drei haben ca. 16 Tänzer/innen mit auf der Bühne. Dann werden sie abgebrochen – und es wird an die andere Gruppe mit A erinnert, die sich nie wieder vereinigen wollte.

Schalte nach London zu ABBA. Wir sehen das Bild nicht. So, ABBA hat einen kleine Auftritt in der Show. Scheint aufgezeichnet zu sein. Sie schauen sie alte Bilder an. Wir sehen den Film nicht, hören nur den Ton. Dann wird der Auftritt von „Waterloo“ von 1974 eingespielt. Die Kuben sind unten und zeigen anderes Footage der Band. Dann heben sich die Kuben und die drei angekündigten Diven erscheinen zum ABBA-Medley: Carola, Charlotte, Conchita.

Ohne weitere Ankündigung folgt ein weiterer Schnelldurchlauf – auch hier ist wieder Joost Klein mit drin. Danach geht es um den Kinder-ESC. Es werden bunte Auftritt eingespielt, wobei ich nicht weiß, ob das die Songs vom letzten JESC sind. Ich tippe: ja.

Schalte zu Petra in den Greenroom. Sie unterhält sich mit ein paar Acts. Dann verweist sie auf die Postkarten der Acts – und hat selbst eine gedreht. Selbst ironisch wie immer. Herrlich!

Loreens Intervall-Act: Von den Kuben hängen breite Platikfäden (also richtig viele). Sie sind kühl von oben beleuchtet. Dazwischen befindet sich die Künstlerin. Es gibt ein langes bombastisches Intro. Die Kuben erheben sich langsam und Loreen beginnt zu singen. Die Stimme ist sehr dünn, der Bass umso schnell. Sie sietzt auf einer Art geschwungenem Barhocker und scheint zu schweben. Der Gesang ist jetzt sehr kraftvoll. Nach drei Minuten geht es dann in einen Remix von „Tattoo“ über. Loreen befindet sich immer noch auf dem Hocker und macht akrobatische Übungen.

Schnelldurchlauf – diesmal in umgekehrter Reihenfolge. Und wieder mit Ausschnitt von Joost Klein. Das Podest wird in der Mitte der Bühne aufgestellt; die Moderatorinnen dahinter. Das Voting wird mit einem Countdown beendet. Die LED-Wand im Hintergrund wird geöffnet und der Greenroom sichtbar.

Ab jetzt übernehme kurz ich, Benny.

Wir starten mit dem Test-Jury-Voting – die Ergebnisse sind also nicht echt.

Die Ukraine gibt 12 Punkte an Slowenien.

Das Vereinigte Königreich gibt 12 Punkte an Slowenien.

Deutschland ist übrigens aktuelle Zweiter mit 20 Punkten. Und das nach nur zwei Votings…

Auch Luxemburg gibt 12 Punkte an Slowenien, aber dann hängt die Show und irgendwas funktioniert nicht. Wir sehen nur noch die Totale und jetzt muss der arme Fakepunktesprecher von 0 bis 100 zählen. Warum auch immer.

Okay, es geht zwar weiter, aber ich höre jetzt auf zu dokumentieren, denn ganz offensichtlich geben alle Länder 12 Punkte an Slowenien. Für Aserbaidschan gilt das jedenfalls auch.

Haha, okay – kaum habe ich das geschrieben, gibt San Marino 12 Punkte an Estland. Anyway, wir dokumentieren jetzt nicht alles weiter mit.

Und hier ist Douze Points wieder. Als letztes Land gibt Schweden seine Punkte. 10 Punkte bekommt Deutschland – und damit ingesamt 143 Punkte. 6. Platz. Das wäre doch mal was morgen Abend. Allerdings würde Malin dann trotzdem nicht im Greenroom zu ISAAK kommen, da sie nur die Top-Acts aufsucht.

Eigentlich ist jetzt schon das Televoting angekündigt; allerdings ist die Kamera erstmal nur auf Stühle gerichtet. Hier scheinen also Absprachen notwendig zu sein. Jetzt sind die beiden Moderatorinnen wieder zu sehen. Sie tragen jetzt beide sehr feierliche Glitzerkleider. Malins Outfit hat einen sehr tiefen Ausschnitt.

Die Punkte vom Televoting werden natürlich wieder von unten nach oben bekanntgegeben. UK bekommt 8 Punkte. Danach Israel 0 Punkte – darauf gibt es im Pressezentrum von einigen Applaus. 0 Punkte im Fake-Televoting für die Schweiz. So, Deutschland habe ich beim Kaffeeholen verpasst. ISAAK hat 174 Punkte gesamt, knapp in der Top 10. Es steht zwischen Griechenland und Slowenien. Griechenland gewinnt.

Die genauen Abläufe danach sind ja ohnehin immer etwas freestyle. Im Moment wird lange das Scoreboard gezeigt. Der Siegeract wird für den Auftritt fertig gemacht; dann geht’s nochmal auf die Bühne. Allerdings wird der Auftritt von Irland mit den Stand-Ins gezeigt. Naja, sicher ist sicher.

Damit verabschiede ich mich mit dem Live-Blog. Ich danke Euch fürs Lesen und Kommentieren. Der ESC 2024 bleibt spannend!

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der heutigen Durchlaufprobe besprechen wir dann heute Abend um 19:15 Uhr bei ESC kompakt LIVE auf YouTube.

Wir bloggen die erste Durchlaufprobe des Finales des ESC 2024 an dieser Stelle ab 13:30 Uhr live. Die Probe ist nur für die akkreditierte Presse zugänglich, es gibt also keinen Livestream. Vor, während und nach dem Live-Blog könnt Ihr natürlich trotzdem in den Kommentaren mitdiskutieren.



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276 Comments
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Anna01
Anna01
1 Jahr zuvor

Well, it’s truly „an interesting afternoon“

JoBi
JoBi
1 Jahr zuvor

Bei den Wettquoten zum Televotingewinner hat Israel, Kroatien an der Spitze überholt.

Quelle: https://eurovisionworld.com/odds/eurovision-tele

D. B.
Mitglied
D. B.
1 Jahr zuvor
Reply to  JoBi

Mich freuts. Wunderschönen Ballade.

Banana orgánach
Banana orgánach
1 Jahr zuvor
Reply to  JoBi

Leute, ihr fangt noch an zu hyperventilieren. Lasst die Leute, die ihr Geld für sowas ausgeben wollen, doch machen, wir werden sehen, wie es ausgeht.

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Jahr zuvor
Reply to  JoBi

so,so und warum ist kroatien dann noch so klar vorn beim gesamtsieg?
weil kroatien das juryvoting haushoch gewinnt?
das ist doch megabekloppt! 🤡

sam
sam
1 Jahr zuvor

Heute Abend um 19:30 Uhr soll es übrigens eine Pressekonferenz zum Junior ESC 2024 geben.

M996_
M996_
1 Jahr zuvor

Was ist denn mit schief hängenden Strahlern gemeint? Welche Stelle von Isaaks Song wird im Schnelldurchlauf gespielt?
Ich finde am besten eignet sich die Stelle „Run from the silence“.. also das Ende vom Song

Koala_Karl
Koala_Karl
1 Jahr zuvor

Schnelldurchlauf in umgekehrter Reihenfolge? Das klingt doch tatsächlich mal nach einer klugen Idee, um die Startreihenfolge immer unbedeutender zu machen.

Joris
Joris
1 Jahr zuvor

Hey, Weiß jemand ob die Party im Etage Club in Malmö ab 23 Uhr für alle (auch ohne Ticket) öffnet? Wir haben Tickets, aber wollen lieber draußen im Village schauen, später dann erst zur Party. Wenn wir da nach der Show nicht reinkommen trotz Ticketd wäre das doof.

Karsten K.
Karsten K.
1 Jahr zuvor

Beim Kaffee holen verpasst erinnert mich an Peter 🤣🤣

Amion
Amion
1 Jahr zuvor

Dieser Contest steht unter einem schlechten Stern.

Mich nervt es nur noch . Jetzt auch noch die ganzen Gerüchte. So viel Drama gabs lange nicht mehr.

Ich muss allerdings zugeben würde Niederlande disqualifiziert ,und Tschechien rückt als 11. nach würde es mich eher freuen .

Wichtig wäre aber das die EBU mal Stellung nimmt .

Diese ganzen Gerüchte bei ESC News sind nicht zum Aushalten .

AgnethaFrida
AgnethaFrida
1 Jahr zuvor

@ Benny und Douze Points
Könnt ihr die Reihenfolge posten, in der morgen die Juries abstimmen?

Malte (@mascho_)
Mitglied
Malte (@mascho_)
1 Jahr zuvor

Vielen Dank für die Einblicke und die große Mühe, die ihr euch immer macht!

Last edited 1 Jahr zuvor by Malte (@mascho_)
C aus P
Mitglied
C aus P
1 Jahr zuvor

Bei dem ganzen Drama bezüglich Israel, Krieg usw. bin ich dieses Jahr wirklich froh, den ESC nicht live vor dem TV zu verfolgen. Hier die großartigen Berichte bei ESC Kompakt zu verfolgen reicht mir diesmal völlig aus. Ich werde morgen Abend wahrscheinlich mal per Stream reinschauen, dann aber erst Sonntag früh alles lesen. Übrigens, meine Mama mag bisher Kroatien, Ukraine und Deutschland 😅