Israel beim ESC 2024: Text von „October Rain“ veröffentlicht – Meinungen zur politischen Aussage gehen auseinander

Foto: Sha Franco / Eurovision.tv

Die Diskussionen über den israelischen Beitrag für den Eurovision Contest 2024 und die mögliche Disqualifikation des Landes vom Wettbewerb gehen weiter. Heute sind zunächst Ausschnitte des Liedes „October Rain“ aufgetaucht, den Eden Golan (Aufmacherbild) im Mai in Malmö vortragen soll; am späteren Abend wurde dann der gesamte Songtext veröffentlicht. Während einige Beobachter mehr oder weniger versteckte politische Aussagen sehen, halten andere den Text einfach für lyrisch und wunderschön.

Einig sind sich die verschiedenen Quellen in den sozialen Medien dabei, dass „October Rain“ eine kraftvolle Ballade sein soll, die sich zum Ende hin steigert. Geschrieben wurde das Lied von Keren Peles (Musikerin und Jurorin The Rising Star For Eurovision), Avi Ohayon (erfolgreicher Songwriter) und Stav Beger (u.a. „Toy“ und „Golden Boy“). Das berichtet escbeat.com unter Berufung auf Israel Hayom. Während der Großteil des Songs auf Englisch gesungen wird, gibt es am Ende ein Outro auf Hebräisch.

Wiwibloggs veröffentlichte am Donnerstag den gesamten Text mit dem TV-Sender KAN als Quelle. Mittlerweile ist auf der Website von KAN der volle Text zu lesen. Demnach hat bei Wiwibloggs die erste Zeile („Geschichtsschreiber“) gefehlt:

Strophe:
Writers of the history (Geschichtsschreiber)
Stand with me (Steh zu mir)
Look into my eyes and see (Sieh in meine Augen und sieh)
People go away but never say goodbye (Menschen gehen weg, sagen aber nie auf Wiedersehen)
Someone stole the moon tonight (Jemand hat heute Nacht den Mond gestohlen)
Took my light (Nahm mein Licht)
Everything is black and white (Alles ist schwarz und weiß)
Who’s the fool who told you (Wer ist der Narr, der dir sagte)
Boys don’t cry (Jungs weinen nicht)

Refrain:
Hours and hours and flowers (Stunden und Stunden und Blumen)
Life is no game for the cowards (Das Leben ist kein Spiel für Feiglinge)
Why does time go wild (Warum vergeht die Zeit wie im Flug)
Every day I’m loosing my mind (Jeden Tag verliere ich meinen Verstand)
Holding on in this mysterious ride (Ich halte mich fest auf dieser mysteriösen Fahrt)

Dancing in the storm (Tanzen im Sturm)
We got nothing to hide (Wir haben nichts zu verbergen)
Take me home (Bring mich nach Hause)
And leave the world behind (Und lass die Welt zurück)
And I promise you that never again (Und ich verspreche Dir, dass nie wieder)
I’m still wet from this October rain (Ich bin immer noch nass von diesem Oktoberregen)
October Rain (Oktoberregen)

Strophe:
Living in a fantasy (Leben in einer Phantasie)
Ecstasy (Ekstase)
Everything’s meant to be (Alles hat einen Sinn)
We shall pass but love will never die (Wir werden vergehen, aber die Lieber wird nie sterben)

Refrain

Outro:
לא נשאר אוויר לנשום (Es gibt keine Luft mehr zum Atmen)
אין מקום (Da ist kein Raum)
אין אותי מיום ליום (Ich bin Tag für Tag weg)
כולם ילדים טובים אחד אחד (Sie sind alle gute Kinder, eines nach dem anderen)

Wie wiwibloggs schreibt, würde das Lied durchaus die Attacke der Hamas am 7. Oktober 2023 thematisieren. Hier wird auch darauf hingewiesen, dass das Wort Flower (Blumen) von den israelischen Streitkräften (IDF) auch umgangssprachlich für Soldaten verwendet wird.

Assi Azar, der ESC-Moderator von 2019 kommentiert den Text auf Instagram folgendermaßen: „Der Text des israelischen Liedes, das ausgewählt wurde, um Israel in diesem Jahr beim ESC zu vertreten, ist wunderschön, gefühlvoll und berührt tief das Herz. Wenn Du in liest und darin Politik siehst, liegt das Problem bei dir.“

Aktuell soll es Gespräche zwischen der European Broadcasting Union (EBU) und dem für den ESC in Israel zuständigen Sender KAN über den Beitrag geben. Während die EBU der Meinung sein soll, dass das Lied eine politische Aussage habe und deshalb nicht zum ESC zugelassen werden könne, will KAN keine Änderungen an dem Song vornehmen und in der Konsequenz nicht am Wettbewerb teilnehmen. Bis zum 11. März muss spätestens eine Entscheidung gefällt sein.

Wir bitten Euch, von polarisierenden Kommentaren zu diesem Thema Abstand zu nehmen und die Netiquette zu wahren.



Entdecke mehr von ESC kompakt

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

92 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Karsten K.
Karsten K.
2 Jahre zuvor

Wenn ich den Text lese sehe ich darin nichts politisches da war Jamalas Text deutlicher

Andreas
Andreas
2 Jahre zuvor
Reply to  Karsten K.

Ja!

CedricN
CedricN
2 Jahre zuvor

Ich finde der Text geht total in Ordnung. Verstehe das Problem nicht

merlin
merlin
2 Jahre zuvor

ich lese da nichts was ich problematisch finde.

4porcelli - keep the 🦦 warm United24
4porcelli - keep the 🦦 warm United24
2 Jahre zuvor

Ich sehe kein Problem mit dem Text. Es geht um die Opfer des Pogroms and die Geiseln, nicht um Netanyahu oder Ben-Gwir.

AllMighty26
AllMighty26
2 Jahre zuvor

Ähmm.. und was ist daran jetzt politisch? Klar der Titel ,,October Rain“ ist höchstwahrscheinlich bezogen auf die furchtbaren Angriffe der Hamas auf Israel aber wo liegt denn das Problem bitte? Es ist nunmal die Geschichte des Landes, die es auch erzählen dürfen sollte!

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor

Also nach dem Bohei habe ich ehrlich gesagt mit einem „krasseren“ Text gerechnet.

nononon
nononon
2 Jahre zuvor
Reply to  ESC1994

Im Sinne von „Israel gut, Palästina böse“?

Ganz ehrlich, wer auch nur ein bisschen die Nachrichten verfolgt hat, der versteht auf was hier angespielt wird. (Children of light, sons of darkness sag ich da nur.)

Wenn es anders wäre, würde man auch nicht darauf bestehen, den Text beizubehalten.

SanomiKedvesem
SanomiKedvesem
2 Jahre zuvor

„Boys Don’t Cry“ – diese Zeile steht im Kontrast zum Schweizer Beitrag von 2022.

AndrESCas
AndrESCas
2 Jahre zuvor
Reply to  SanomiKedvesem

Muss nan schon im Kontexr lesen: „Who’s the fool who told you (Wer ist der Narr, der dir sagte) Boys don’t cry (Jungs weinen nicht)“ ist eben gerade nicht im Kontrast zzr Schweiz 2022.(Klugsch…eralarm aus)

Holgivision
Mitglied
Holgivision
2 Jahre zuvor

Der Text ist keineswegs politischer als 1944

Jofan
Jofan
2 Jahre zuvor

Da habe ich bei der Ankündigung, dass der Text politisch sei, etwas ganz Anderes erwartet. Für mich gehen die Lyrics vollkommen in Ordnung und so ähnliche Textzeilen hat man schon in etlichen Hoffnungsliedern gehört, von daher darf die EBU hier m.M.n. nicht in die künstlerische Freiheit eingreifen.
Das einzige, was man direkt mit Politik assozieren könnte, ist die Wahl des Monats Oktober, aber das reicht für mich nicht aus, um den Song zu sperren. Außerdem dürften einige der Durchschnittszuschauer im Mai bereits wieder vergessen haben, dass sich das Hamas-Massaker im Oktober ereignete.
Dass die Wiwis den Hinweis mit den „Flowers“ gebracht haben, überrascht mich nicht, da sie seit einiger Zeit schon versuchen, Israel bei jeder Möglichkeit als letzten Dreck darzustellen.
Also, liebe EBU, bitte nichts machen und den Song sowie die Teilnahme Israels im Mai bitte nicht blockieren!

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor

Wenn da eine politische Aussage drin steckt, dann ist sie so verklausuliert, dass man das als EBU eigentlich durchgehen lassen müsste. Natürlich ist zwischen den Zeilen schon deutlich zu erkennen, dass möglicherweise um den 7. Oktober gehen könnte, aber dann hätte man so einiges andere aus den vergangenen Jahren ebenfalls nicht zulassen dürfen. „We don’t wanna put in“ ist meiner Meinung nach um einiges expliziter.
Ich hab auch mit einem wesentlich krasseren Text gerechnet.

Last edited 2 Jahre zuvor by Tamara
Tim S.
Tim S.
2 Jahre zuvor

Ok, der Text ist jetzt doch harmloser als ich gedacht hätte. Israel könnte, wenn es nach mir ginge ruhig damit antreten.

Andi01
Andi01
2 Jahre zuvor

Nach dem ganzen Aufschrei verstehe ich nach Lesen des Songtexts nicht, warum man Israel deshalb ausschließen sollte…da hat es in der Vergangenheit deutlich politischere Songs gegeben.

Gaby
Gaby
2 Jahre zuvor

Also ich kann beim besten Willen keine große politische Aussage erkennen. Oktoberregen – im Oktober wurden die Israelis von den Hamas angegriffen, das ist jetzt mMn die einzige Verbindung zur Politik, (wenn man es so deuten will).

Festivalknüller
Festivalknüller
2 Jahre zuvor

Da gab es schon politisch eindeutigere Texte.

rainer1
rainer1
2 Jahre zuvor

Ich sehe in dem text auch überhaupt nichts politisches. Er ist wunderschön.
Das die wiwis das anders sehen, ist jetzt keine überraschung. Sollte die ebu das anders sehen und israel deshalb “ ausladen“ wäre ich dafür dass auch die schweiz aus dem wettbewerb aussteigt und ich würde das erste mal in meinem leben eine entsprechende petition starten.

4porcelli - keep the 🦦 warm United24
4porcelli - keep the 🦦 warm United24
2 Jahre zuvor
Reply to  rainer1

Die WiWi-Nervensägen verstehen den Text wahrscheinlich nicht. Außerdem ist es ja kein slay queen bop, Von daher uninteressant für die.

dasistfabian
dasistfabian
2 Jahre zuvor

Denke das Problem ist weniger der Text direkt. Sondern die Botschaft die damit gesendet werden soll… Ich finde den Text an sich auch nicht ultra politisch jedoch kann man den Text schon so sehen, dass die Taten Israels die nunmal passieren damit kaschiert werden und Israel sich damit als „armes kleines Opfer“ inszeniert das garnichts macht.
Als sollte dieses Lied ein Bild Israels vermitteln welches das Land gerne einnehmen würde, in Anbetracht der durchaus gerechtfertigten internationalen Kritik am handeln israels soll es nunmal die Nachricht senden wir sind das Opfer das nichts macht.

(Kann meine Gedanken gerade nicht richtig schreiben aber ich denk man versteht was ich meine)

rainer1
rainer1
2 Jahre zuvor
Reply to  dasistfabian

Das ist so in etwa die position von wiwiblogs. Und was die bezwecken ist bekannt.

dasistfabian
dasistfabian
2 Jahre zuvor
Reply to  rainer1

Das ist mir relativ egal ich lese keine wiwibloggs Beiträge 😅 ich kann mir eine eigene Meinung bilden.. Danke

Christian W
Christian W
2 Jahre zuvor
Reply to  dasistfabian

Israel IST das Opfer. Kein Terror, kein Krieg. Was sollen sie denn singen? Lalala?! Also manchmal…

Thorsten
Thorsten
2 Jahre zuvor
Reply to  dasistfabian

Man versteht schon, was du ausdrücken willst: die Relativierung des größten Massenmordes an Juden seit dem Holocaust. Israel „inszeniere“ sich als Opfer? Das sag mal den Angehörigen der an Ten/Seven 1300 Getöteten und den unzähligen Geiseln, die sich immer noch in Gefangenschaft von Terroristen befinden. Dein Kommentar ist perfide und im Kern antisemitisch.

bisschenfrieden
bisschenfrieden
2 Jahre zuvor
Reply to  dasistfabian

Du hast Recht. 1.300 bestialisch getötete Menschen. Wie kann man da von „Opfer“ sprechen.

Jared
Jared
2 Jahre zuvor

@bisschenfrieden als wenn Israel mit ihren über 20.000, teils ebenfalls bestialisch, getöten Menschen besser ist? Ach stimmt das war „nur“ Verteidigung, dann kann man es ja nicht kritisieren, schließlich sind die Hamas der Aggressor. Total menschliche Denkweise oder so 👍

Hausmannskost
Hausmannskost
2 Jahre zuvor
Reply to  Jared

Wenn man sieht, von wem die Hamas im Gaza alles unterstützt wird, UNO-Mitarbeiter sind da die Spitze des Eisbergs, muss man davon ausgehen, das sich dies wie ein roter Faden durch den Gazastreifen zieht. Es ist ein Terrorland! Man hat 1.300 Zivilisten, ohne jegliche Warnung, bestialisch abgeschlachtet. Hast du dir mal die Videos dieser Taten vom 07.10.23 bei Youtube angeschaut? Hast du von den Frauen gehört, die erst vergewaltigt, dann ermordet und anschliessend die Brüste abgeschnitten bekommen haben? Sind das wirklich Menschen? Klar ist die Antwort Israels echt heftig, aber sie haben immer noch über 100 Geiseln, die vermutlich täglich Folter und Repressionen durch ihre Entführer ausgesetzt sind. Würdest du auch so denken, wenn deine Mutter unter den Geiseln wäre?

xCCx
xCCx
2 Jahre zuvor
Reply to  Hausmannskost

Die Terrororganisation IDF ermordet und foltert täglich(!) hunderte unschuldige Palästinenser:innen, zerstört sämtliche Infrastruktur und verhindert oder erschwert massivst die Zufuhr von lebensnotwendigsten Hilfsgütern (Lebensmittel, Medikamente). Das geht für Dich in Ordnung, weil sich noch einige hebräische Geiseln in den Händen der Hamas befinden?

Nils
Nils
2 Jahre zuvor
Reply to  xCCx

Nun, mit was haben die Hamas und die feiernden Palästinenser auf den Straßen (in Gaza wie leider auch in Berlin) denn gerechnet? Einer Einladung zu Kaffee und Kuchen? Wenn ich dir auf die Fresse haue, brauche ich mich hinterher ja auch nicht beklagen, wenn du mich dann windelweich schlägst.

Gerd Geomax
Gerd Geomax
2 Jahre zuvor

Also…außer das der Titel „October Rain“ natürlich eine Assoziation zum Terroranschlag vermuten lässt, finde ich den Text an sich eher harmlos (und ehrlich gesagt, auch nicht besonders originell).
Alle in den letzten Tagen angesprochenen Beispiele von Mariza Kochs „Panaghia mou“ über „Face The Shadow“ bis hin zu Jamalas „1944“ waren in den Hinweisen auf den jeweils gemeinten Hintergrund wesentlich deutlicher. Jetzt hoffe ich nur, dass der Song nicht auch so triefig und banal klingt, wie der Text es vermuten lässt.
Aber deswegen wurde bislang ja noch nie ein Song disqualifiziert (sonst wäre der ESC auch sehr kurz 🤪).

phiolon
phiolon
2 Jahre zuvor

Der Text auf Wiwibloggs ist unvollständig, der erste Satz fehlt.

Hier der offizielle Link von KAN, wo der erste Satz drinnen ist.

https://www.kan.org.il/content/kan-news/culture/709196/

Vondenburg
Vondenburg
2 Jahre zuvor
Reply to  phiolon

Okay. Der erste Satz („Writers of the history“) ändert für mich durchaus die Sachlage.

Murzel2003
Mitglied
Murzel2003
2 Jahre zuvor

Ein völlig normaler bis banaler Songtext, an dem absolut nichts, gar nichts, politisch ist. Ich frage mich sowieso, wie jemand „politisch“ bei einem Liederwettbewerb definieren will. Es wird wohl niemand herkommen und ein Parteiprogramm oder eine Putinrede singen wollen. Die EBU sollte den Ball flachhalten und den Text anstandslos durchwinken. Wer dann immer noch meint, das sei „politisch“, darf gern daheim bleiben.

xCCx
xCCx
2 Jahre zuvor
Reply to  Murzel2003

Und das täte dann hoffentlich ganz Europa (natürlich bis auf die Hardcore-Unbelehrbaren, namentlich NDR und ORF ).

Erstaunlich wie tief man im semitophilen Sumpf stecken kann, dass man zu verblendet ist um auch wirklich die naheliegendsten politischen Referenzen zu erkennen

Konstantin
Konstantin
2 Jahre zuvor

Als jemand, der Israels ESC-Teilnahmeberechtigung nie in Frage gestellt hat (und das Vorgehen Israels im Gazastreifen ausdrücklich unterstützt – auch finanziell), bin ich ausgesprochen enttäuscht über diesen israelischen Beitrag, der in meiner persönlichen Wahrnehmung vor Pathos trieft. Ich hatte mir da einen wesentlich intelligenteren Song erhofft und würde mich als Künstler auch weigern, diesen Titel zu singen.
So ziemlich mein erster Gedanke war, daß ich selbst keinerlei Bedarf habe, auf der internationalen Eurovisionsbühne Lieder zu hören, welche die Welt in Schwarz und Weiß zerteilen, sondern solche, die Grautöne aufspüren und diese in alle Farben des Regenbogens verwandeln.
Unpolitisch ist der Text definitiv nicht, ob er aber jene Grenze überschreitet, die eine Disqualifikation rechtfertigen würde – Fragezeichen? Eine Nichtteilnahme Israels wäre ein Verlust, die Nichtteilnahme speziell dieses Liedes wäre aus meiner Sicht keiner.
Wie erwähnt, dies ist meine ganz persönliche Meinung – ohne jeglichen Anspruch, sie für allgemeingültig zu erklären.

ECD534
ECD534
2 Jahre zuvor
Reply to  Konstantin

Du unterstützt die Abschlachtung von Menschen? Interessant. Israels militärisches Handeln im Gazastreifen ist nämlich eher weniger vereinbar mit internationalen Menschenrecht

Der Text geht aber vollkommen klar

Meckie
Meckie
2 Jahre zuvor

Die EBU macht sich lächerlich. Der Text von Jamala war politischer und auch Israel 2007 war politischer, selbst Belarus 2021 hatte einen politischen Text, aber wo steckt hier im israelischen Beitrag von 2024 bitte Politik drin??? Bitte alle Sprachwissenschaftler, waltet euren Amtes und erklärt uns, was daran politisch sein soll. Nämlich nix, nada?

Meckie
Meckie
2 Jahre zuvor
Reply to  Meckie

Ok, Armenien 2015 war vielleicht weniger politisch, aber sonst? Dagegen war selbst Ukraine 2007 und Russia Goodbye härter an der Grenze!

MelonenJonny
MelonenJonny
2 Jahre zuvor

Oh Jesus , ich wollte mir den Blick in die Kommentare ersparen und bereure es mal wieder. Peinlicher Liberaler Boomer Haufen hier. *

*nicht alle , aber viele.

4porcelli - keep the 🦦 warm United24
4porcelli - keep the 🦦 warm United24
2 Jahre zuvor
Reply to  MelonenJonny

Peinlich liberal? Lindner ist nicht hier.

italojeck
italojeck
2 Jahre zuvor
Reply to  MelonenJonny

Liberale..
Es gibt nicht schlimmeres. Bis auf antiliberale

Christian W
Christian W
2 Jahre zuvor
Reply to  MelonenJonny

Na? Nicht der TikTok-Hamas-Hass, der dich radikalisiert hat? Heul leise!

Nils
Nils
2 Jahre zuvor
Reply to  MelonenJonny

Den Weg nach draußen findest du alleine? Unreflektiert hetzen kannst du bei den Wiwis.

bisschenfrieden
bisschenfrieden
2 Jahre zuvor
Reply to  MelonenJonny

Ich bin knapp am Boomer vorbei. Aber deinen Kommentar verachte ich dennoch.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor
Reply to  MelonenJonny

Die haben hier echt jeden reingelassen … man kann unterschiedliche Meinungen haben und die auch vertreten, aber rumpöbeln braucht man hier nun wirklich nicht.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor
Reply to  MelonenJonny

Dieser Kommentar hilft mir leider nicht beim Abstellen gewisser generationenbezogener Vorurteile, aber dennoch gilt: Zum Glück äußern sich die meisten Deiner Generation nicht gar so selbstgerecht wie Du, und auch nicht so beleidigend anderen gegenüber. Denn schon nach Deinen ersten Kommentaren, die mir hier auffielen (und auf die dann zugegebenermaßen auch einige recht sachliche folgten) dachte ich: „Kann der eigentlich auch mal was Freundliches schreiben?“.

Luomubanaani
Luomubanaani
2 Jahre zuvor
Reply to  MelonenJonny

Liberale Boomer ist eine Beleidigung, sehe mich klar als linker Boomer.

Thomas O.
Thomas O.
2 Jahre zuvor

Der Text betrauert die Opfer dieses grauenhaften Terroranschlags vom 7.10
Das ist offensichtlich, aber ob das ausreicht um eine Änderung des Textes zu verlangen…schwierige Entscheidung

Christian W
Christian W
2 Jahre zuvor
Reply to  Thomas O.

Ich finde ja, nicht man das gibt der Text her.

Sophia ESC
Sophia ESC
2 Jahre zuvor

Ich denke, dass nur vom ersten Höreindruck den man inklusive Performance zu sehen bekommt erstmal nicht an eine politische Botschaft denken würde. Der Text liest sich für mich eher ziemlich kitschig 😀

felixk78
Mitglied
felixk78
2 Jahre zuvor

Bei dem Text muss ich sagen, die EBU hat 1944 von Jamala zugelassen, da sollte sie auch „October rain“ zulassen.Wie Andere auch hatte ich heftigeres erwartet.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
2 Jahre zuvor

Das ist ein Text über Verlust, der sich mMn auf alles mögliche beziehen kann. Leute, die damit ein Problem haben, sollten aufhören zu projizieren.

Thomas2000
Thomas2000
2 Jahre zuvor

Also ganz ehrlich, “ auf alles mögliche“ bezieht sich der Text sicher nicht, sondern ganz eindeutig auf die Vorgänge vom Oktober, das muss man schon ehrlicherweise sagen.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
2 Jahre zuvor
Reply to  Thomas2000

Dann leg doch mal eine Analyse der Bildlichkeit vor, um Deine These zu stützen. Der Liedtext hat nur eine Zeit (Oktober), aber nicht einmal einen Ort, nicht einmal indirekt über das Nennen von Landschaftsformen, Flora, kulturellen Verweisen etc. Und ohne Ort kann der Oktober auch ganz einfach den Beginn des Herbstes repräsentieren. Der Herbst steht in der Kulturgeschichte häufig für den Beginn einer harten Zeit, von Trauer, Niedergang etc. Der Text ist also allgemein verfasst, und da jetzt etwas Politisches hineinzuprojizieren, halte ich für ethisch sehr bedenklich. Und selbst wenn sich der Text auf die schrecklichen Ereignisse von Oktober 2024 bezieht: Trauer alleine ist noch ist nicht politisch.
P. S.: Ich bin Literaturwissenschafler.

4porcelli - keep the 🦦 warm United24
4porcelli - keep the 🦦 warm United24
2 Jahre zuvor

Der Text bezieht sich ganz klar auf das Pogrom – Oktober, Tanzen (Supernova), Bring them home, flowers. Und das ist auch OK, der Text ist nicht “we love Netanyahu”, sondern ein Tribut an die Opfer, was legitim ist.
Macron hat sich in die Geisel-Verhandlungen eingeschaltet, Gottseidank, Netanyahu hat offensichtlich kein Interesse, sie zu retten.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
2 Jahre zuvor

Ich sage ja, dass man das so interpretieren kann, aber eben nicht muss. Jemand, der im Oktober anderswo einen geliebten Menschen verloren hat, kann das auch ganz anders erleben. Politisch wäre ja nur eine Botschaft, aber eben diese hat das Lied nicht.

Vondenburg
Vondenburg
2 Jahre zuvor

Naja. „Writers of the history Stand with me“ direkt am Anfang des Liedes empfinde ich durchaus als klares Indiz, dass es hier um eine direkte Bezugnahme auf ein historisches Ereignis im Oktober geht.

Ob das für die EBU als zu politisch gilt, kann eh nur sie entscheiden. Ich persönlich halte von diesem wachsweichen Passus „Text darf nicht politisch sein“ eh nix. ESC ist politisch und war es eh immer gewesen.

Indigo
Indigo
2 Jahre zuvor

Dann hast du vielleicht nicht den ganzen Text gelesen. Und natürlich muss man in der Bewertung nicht nur den Text, sondern das rundherum berücksichtigen. Das ist ein Lied, das zum Eurovision Song Contest eingereicht wird, von einem Land, das sich im Kriegszustand befindet. Natürlich wissen alles, was gemeint ist und die Autoren verhehlen es ja auch nicht. Verstehe mich nicht falsch, ich finde Israel sollte mit diesem Song in Malmö antretet. Aber zu behaupten, der Song wurde mit der Intention geschrieben, ganz allgemein über Trauer und Schmerz zu singen, ist ziemlich unrealistisch.

Nelis
Nelis
2 Jahre zuvor

Assi Azar hat vollkommen recht

Christian W
Christian W
2 Jahre zuvor

Und genau sowas habe ich erwartet. Auf Englisch sagt man da: The EBU is full of it.

Sowas Lächerliches, ganz ehrlich.

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
2 Jahre zuvor

also beim guten alten aber auch modernen schlager wurde und wird sehr häufig im übertragenen sinne vom „vögeln“ oder der sehnsucht danach gesungen aber man hat das natürlich in blumige vielsagende texte gepackt – warum also die ganze aufregung?
wenn man wirklich alles auf die goldwaage legen will dann war der term „1944“ erheblich klarer formuliert.🏴‍☠️

Raumi2912
Raumi2912
2 Jahre zuvor

Wenn man Vergleiche zieht, muss man auch die Zusammenhänge beachten.
1944 und Face the Shadow hatten einen historischen politischen Bezug. Man könnte auch sagen, Songs gegen das Vergessen.
(Ob Songs dieser Art zugelassen werden, mit Sicherheit diskutierbar, doch dann müsste man selbst Waterloo hinterfragen, das war schlussdendlich auch eine Schlacht mit Opfern auf beiden Seiten)
Der israelische Text hat dagegen einen aktuellen politischen Bezug, ebenso wie We don’t wanna put in ihn (leider immer) noch hat.
Was viele scheinbar nicht differenzieren
können/wollen.
Es steht ausser Frage, das Israel das Recht hatte, auf den Hamas-Angriff zu antworten. Das verbietet aber nicht, das wie und deren Ausmaße zu hinterfragen.
Kritik am Handeln der israelischen Regierung und Politik ist nicht mit Antisemitismus gleichzusetzen.
Das Wollen diese Unterscheidung zu machen ist bei vielen scheinbar auch nicht (mehr) vorhanden.

Nils
Nils
2 Jahre zuvor
Reply to  Raumi2912

Und was genau hat das jetzt mit dem Liedtext zu tun?

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
2 Jahre zuvor
Reply to  Nils

Nix. Das musste wahrscheinlich einfach mal raus. 🙁

Jorge
Jorge
2 Jahre zuvor

Ein Song, der Zeitgeschichte und Empfindungen der israelischen Gesellschaft in allegorische Zeilen fasst. Die Lyrics enthalten keine Forderungen, Parolen, Hetze oder irgendein anstachelndes Blamegame zu Lasten bestimmter Personen. Würde die EBU daran etwas verbieten wollen, hielte sie sich nicht an ihre eigenen Regeln. 1944 war kein Problem (war auch aus der Opferperspektive erzählt), Apricot Stone auch nicht.

Dann hoffen wir mal nicht, dass folgende Songtitelalternativen bei der EBU gesperrt sind: Lost and Forgotten (Geiselbezug), Run Away, Siren, Playing With Fire, Boom Boom, Party for Everybody (zu politisch, weil Anti-Boykott), Love Kills, Calm After The Storm, Start A Fire, Silent Storm, Warrior, Skeletons, Bones, Lights Off, Die Together …

Gewünscht wäre womöglich: Wars for nothing, Should have known better, A Monster Like Me, Utopian land oder I don’t feel hate …

Christian Harbich
Christian Harbich
2 Jahre zuvor

Der Text geht vollkommen in Ordnung – da muss überhaupt gar nix geändert werden!

Sollte Israel einen Rückzieher machen (müssen), weil die EBU auf Änderungen besteht, sollte sich Deutschland solidarisch erklären.

nononon
nononon
2 Jahre zuvor

Naja, sonderlich subtil finde ich das nicht, auch wenn vieles davon in Code-Wörtern verpackt ist.

Ich versteh, warum die EBU eine Änderung fordert.

Last edited 2 Jahre zuvor by nononon
nononon
nononon
2 Jahre zuvor
Reply to  nononon

Achja, die Blumen als Symbol für gefallene Soldaten und Opfer von Terrorismus sind übrigens keine Erfindung von Wiwi um „Israel durch den Dreck zu ziehen“, wie hier im Kommentar behauptet.

Sondern einfach Teil der Erinnerungs und Gedenk-Kultur.
Für Interessierte ->

https://www.jpost.com/israel-news/blood-of-the-maccabees-how-a-red-flower-became-the-symbol-of-memorial-day-626059

https://www.timesofisrael.com/blood-of-maccabees-wildflower-grows-in-popularity-in-time-for-memorial-day/

https://en.wikipedia.org/wiki/Helichrysum_sanguineum#cite_note-FiIsr-1

ECD534
ECD534
2 Jahre zuvor
Reply to  nononon

was is’n daran nicht subtil
der text ist ja mal mega harmlos. oder gehörst du zur fraktion, die israel die existenz lieber gänzlich aberkennen will?

nononon
nononon
2 Jahre zuvor
Reply to  ECD534

genau Buddy, weil ich mich evtl mehr mit der Geschichte und Kultur Israels auskenne als du und deswegen mit der EBU übereinstimme, dass dieser Text eben nicht so banal ist, wie er auf den ersten Blick hier für einige wirken mag, bedeutet dass natürlich dass ich nicht will das Israel existiert.
Lol.

Last edited 2 Jahre zuvor by nononon
ECD534
ECD534
2 Jahre zuvor
Reply to  nononon

na ja du klingst schon ein bisschen nach #BanIsrael
und die meisten, die das fordern, denken, dass das land nicht existiert (stichpunkt israehell und isntreal)

rantanplanlos
rantanplanlos
2 Jahre zuvor

Da ich mich hier zuletzt auch kritisch mit der Teilnahme Israels auseinandergesetzt hatte: Ich kann hier auch keinerlei politischen Bezug erkennen. Ich hatte bei den klaren Statements eigentlich damit gerechnet. Aber entweder entgeht mir (und den anderen Kommentaren) hier eine ziemlich offensichtliche Bildebene, oder es ist wirklich nur ein Betrauern der Opfer vom 7. Oktober. Jedwede Interpretation die ich versucht habe irgendwo zu finden war sehr konstruiert und wäre selbst dann noch nicht politisch in meinen Augen…

Ich erwarte hier von der EBU, dass Sie die Vorwürfe, seien sie unbegründet oder nicht, transparent einmal darlegt um ihre Glaubwürdigkeit zu behalten. Das besingen der Opfer und sicherlich auch einer gesellschaftlichen Stimmung in Folge eines schreckliches Terroraktes ohne jedwede Forderung kann in meinen Augen nicht als politisch gewertet werden. Selbst wenn man Israel hier vorwirft die Opferrolle einnehmen zu wollen und so über Ecken ihr Vorgehen in Gaza rechtfertigen zu wollen, ist das halt eben keineswegs Teil des Textes.

Ich frage mich, ob man hier präventiv Äußerungen in Verbindung mit diesem Lied unterbinden will, ich seh da ansonsten keinerlei Sinn drin und auch dann wären Sanktionen allerhöchsten NACH solchen Äußerungen zu verhängen. Stand jetzt würde ich sagen, sollten wir uns alle über Eden Golan beim ESC freuen.

AlexESC
AlexESC
2 Jahre zuvor

Ich mache es mal kurz und knapp: Wenn der Text von Jamala durchgegangen ist, dann muss dieser hier auch durchgehen!

Haraldur
Haraldur
2 Jahre zuvor

Keine Frage: Israel muss mit diesem Text teilnehmen dürfen. Alles andere wäre ein Skandal.

Tyrone
Tyrone
2 Jahre zuvor

Ohne mich zum eigentlichen Konflikt positionieren zu wollen… einen Ausschluss aufgrund dieses Textes kommt mir sehr ungerecht vor.

MAMA SC war viel eindeutiger politisch und das störte die EBU nicht. Gleiches Recht für alle.

jotka
jotka
2 Jahre zuvor

Hier muss man – gerade wenn man mit den ganzen Hintergründen nicht ausreichend vertraut ist – offenbar mit der Lupe nach versteckten politischen Botschaften suchen.

Das ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass Jamala wortwörtlich über Fremde, die nach Hause kommen und alle töten gesungen hat, für mich nicht nachvollziehbar.

RichardESC1997
RichardESC1997
2 Jahre zuvor

Was ist jetzt an diesen Text politisch?

ECD534
ECD534
2 Jahre zuvor
Reply to  RichardESC1997

Nix. Nur der Songname. Mehr nicht
Klar lassen sich da Dinge rein interpretieren, aber das geht bei jedem Lied, sogar bei sowas banalem wie Dancing Lasha Tumbai oder Irelande Douze Points.

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
2 Jahre zuvor

Ich halte mich generell aus dieser Diskussion raus, da ich zu wenig in der Materie drin bin. Aber sich so mit dem Text so auseinandersetzen, um zu schauen ob da was politisch kritisches drin ist, fühlt sich an wie ein DDR Funktionär, der einen Song der Puhdys überprüft.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
2 Jahre zuvor

Nach der EBU-Aussage hatte ich jetzt mit einer Art Anti-„Watergun“ gerechnet, aber in diesem Text sehe ich ehrlich gesagt nichts, was eine Disqualifikation wegen Regelverstößen rechtfertigen würde.
Klar, es wird eine bestimme Stimmung kreiert und die Worte sind auch sehr bewusst gewählt, aber das an sich ist nicht verboten und war bei „Face the Shadow“ und „1944“ nicht anders; letzterer war da sogar noch expliziter.
Das Einzige, worüber man streiten könnte, ist, wie bei Jamala, der Titel, weil er schon einen konkreten Bezug zulässt.

Sebastian M
Sebastian M
2 Jahre zuvor

Klar, wenn man zwischen den Zeilen liest kann man mit viel Wille etwas reininterpretieren aber objektiv betrachtet sehe da keine politischen Aussagen. Bin gespannt wie der Song klingt.

Last edited 2 Jahre zuvor by Sebastian M
Jd...
Jd...
2 Jahre zuvor

Ganz ehrlich, die Gute hätte auf Deutsch über Schnappi das Krokodil singen können und einige Leute hätten das irgendwie auf Gaza bezogen.

Funi_Cula
Mitglied
Funi_Cula
2 Jahre zuvor

Letztes Jahr oder in 10 Jahren wäre der Text völlig unproblematisch. Durch den noch nicht lange zurückliegenden Terroranschlag und die immer noch andauernde militärische Reaktion darauf ist der politische Bezug natürlich nicht weit. Und wenn man den erstmal hat, kann man da so einiges rauslesen, was zu politisch für den ESC wäre.
Man kann von außen nicht beurteilen, ob es die Intention der Songwriter war, diesen politischen Bezug herzustellen, aber vermutlich wird der Song in der aktuellen Situatioon für die Israelis nach Veröffentlichung eine politischen Bedeutung bekommen.
Ist mal wieder so eine Entscheidung, bei der ich froh bin, sie nicht treffen zumüssen.

JustMe
JustMe
2 Jahre zuvor

Man kann in diesem Text Andeutungen sehen, aber auch nur dann, wenn man wirklich den Text in den Kriegskontext zwängt

Indigo
Indigo
2 Jahre zuvor

Viele hier konzentrieren sich auf die einzelnen Worte des Textes, die sind natürlich harmlos. Insgesamt ist der Song aber grundlegend politisch, da es um den 7. Oktober geht. Das bestreitet doch niemand. Die Gefahr, dass der ESC mit politischen Diskussionen rund um Israel zugedeckt wird, wird durch diesen Song höher. Ich denke, darum geht es. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die EBU auf eine Textänderung bestehen wird. Es wäre fatal, wenn sich Israel zurückziehen würde, auch wenn sich das viele wünschen.

Waterloo
Waterloo
2 Jahre zuvor

O mein Gott! Gegen diesen Text war Nicoles „Ein bisschen Frieden“ ja reinste Propaganda gegen den Ostblock! Hätte es den 7. Oktober nicht gegeben, wäre der Text vor dem 7. Oktober entstanden – keine Sau würde sich an diesen Lyrics auch nur im Geringsten reiben.

Ruby
Ruby
2 Jahre zuvor

Einige in den Kommentaren sollten DRINGEND wieder zur Schule gehen und lernen wie man etwas richtig interpretiert.

Das Israel immer noch teilnehmen darf, ist der eigentliche Skandal!

Berti
Berti
2 Jahre zuvor
Reply to  Ruby

Das und dass falsch zu schreiben, regt mich ja auch auf. Und trotzdem darfst du hier schreiben. Aber hey – wer caps lock benutzt, hat immer Recht, gell.

Horst
Horst
2 Jahre zuvor

Käme das/der Lied(text) aus einem anderen Land würde kein Hahn danach krähen… Hauptsache die Presse wurde mal wieder damit gefüttert und es darf spekuliert werden.

Luomubanaani
Luomubanaani
2 Jahre zuvor

Die EBU hat wohl so gehandelt um den Druck aus Skandinavien und Irland etwas zu entlasten. Kann man verstehen, aber wenn es erstmal einer tieferen Interpretation bedarf, bis man das Politische findet, dann ist das natürlich nicht haltbar. Andererseits sollte Israel nicht versuchen, hier seinen Willen durchzudrücken, da sollte es eine Lösung geben, bei der beide Seiten mit leben können. Vermutlich ist die EBU mit einer minimalem Änderung zufrieden, beispielsweise könnte der Titel geändert werden.
Israel denkt da zu sehr innenpolitisch, das ist langfristig ein Fehler.