Israel beim ESC 2026: Frankreichs Präsident Macron gegen Boykott – hat aber kein Mitspracherecht

Emmanuel Macron – Foto: Instagram @emmanuelmacron

In einem Interview mit dem israelischen TV-Sender Channel 12 hat sich der französische Präsident Emmanuel Macron (Aufmacherbild) gegen einen Boykott des Eurovision Song Contest 2026 ausgesprochen. Die entsprechende Frage zum ESC war eingebettet in einen umfangreichen Austausch zur Situation im Gaza-Streifen und welche Position Frankreich hier bezieht. Die Meinung des Präsidenten zur ESC-Teilnahme Israels und seines Landes kann als grober Anhaltspunkt verstanden werden; die Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme Frankreichs in Wien fällt hingegen der Sender France 2, der innerhalb von France TV für den ESC zuständig ist.

Die Diskussion um die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest 2026 in Wien und mögliche Boycotts einzelner Länder, sollte Israel dabei antreten dürfen, reißt nicht ab. Nachvollziehbarerweise ist das Thema in Israel selbst höchst präsent – auch bei einem Interview mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Dieser stand dem israelischen Privatsender Channel 12 (Keshet 12) Rede und Antwort, der die Castingshow HaKokhav HaBa“ – The Next Star überträgt, über die schon mehrfach der ESC-Act des Landes ermittelt wurde.

In dem Interview ging es vorrangig um die Folgen der Terrorattacke der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und die seitdem von Israel initiierten, militärischen Maßnahmen im Gaza-Streifen. Bei diesen sind bereits unzählige Menschen ums Leben gekommen, so dass das Land in der internationalen Kritik steht. TV-Sender in mehreren EBU-Ländern – darunter SpanienIrland, die Niederlande, Slowenien und Island – haben bereits ankündigt, nicht am ESC 2026 in Wien teilnehmen zu wollen, falls Israel dort antreten dürfe. Die Entscheidung darüber soll Anfang Dezember in Genf allen.

Die EBU, die European Broadcasting Union, ist aktuell dabei, ein Stimmungsbild unter allen Mitgliedern zur ESC-Teilnahme Israels zu erstellen. Natürlich möchte die Organisation, dass beim ESC im nächsten Jahr möglichst viele Länder vertreten sind. Insofern kommt die Aussage von Emmanuel Macron im Interview mit Channel 12 sehr passend. Denn dieser hält nichts von Boykott-Forderungen, ist aber dennoch für ein differenziertes Vorgehen in Bezug auf Israel.

Laut KI-Übersetzung des Interviews auf der Website von Channel 12 wurde die ESC-Boykott-Frage folgendermaßen besprochen:

Channel 12: Übrigens, Sir, beobachten wir einen beunruhigenden Trend zu Boykotten gegen Israel, zum Beispiel beim Eurovision Song Contest. Unterstützen Sie diese Ansichten, etwa den Wunsch, Israel von diesem Song Contest oder von Sportveranstaltungen auszuschließen?

Emmanuel Macron: Nein, diesen Ansatz habe ich nie verfolgt. Ich selbst habe beispielsweise auch entschieden, mehrere Industrielle und Schlüsselpersonen, die mit Gaza zu tun haben, von verschiedenen Ausstellungen auszuschließen.

Channel 12: Von der Borgia Air Show.

Emmanuel Macron: Ja, aus diesem Grund habe ich es getan. Ich versuche immer, sehr scharfsinnig zu sein und sicherzustellen, dass ich in der Lage bin, meine Position zu erklären. Ich bin nicht für einen Boykott, weil ich weiterhin mit Israel in Kontakt bleiben möchte und ich glaube, dass Israel das erste Opfer des 7. Oktober war. Ich habe mich also nie für einen Boykott ausgesprochen, aber ich habe es auf jeden Fall unterstützt, Industriellen oder Schlüsselfiguren, die eindeutig an den Operationen in Gaza beteiligt waren, den Zugang zu Ausstellungen oder Sicherheitsveranstaltungen zu verweigern, weil ich konsequent sein wollte. Ich bin dagegen und wollte nicht, dass sie die Möglichkeit haben, ihre Erfahrungen zu teilen oder zu präsentieren. Gleichzeitig habe ich aber immer diplomatische Beziehungen aufrechterhalten. 

Während sich die EBU sicher über die Stellungnahme Macrons gegen einen Boykott freuen kann, hat dieser keinen tatsächlichen Einfluss darauf, wie sich der französische ESC-Sender France 2 in der Frage positioniert. Der Sender ist wie die gesamte France-TV-Gruppe öffentlich-rechtlich und staatsfern organisiert, auch wenn der Staat 100%-iger Eigentümer ist und die Finanzierung größtenteils aus öffentlichen Geldern erfolgt.

Während unklar ist, wie sich France 2 tatsächlich in Bezug auf Israel verhalten wird, halten sich die Gerüchte, dass nach Slimane und Louane ein weiterer bekannter französischer Sänger das Land beim ESC 2026 vertreten soll: Vianney. Dieser streitet zwar eine ESC-Teilnahme ab, allerdings war das letztes Jahr mit Louane ähnlich. Es liegt also durchaus im Bereich des möglichen, dass wir ihn im nächsten Jahr beim ESC in Wien erleben.

Wie bewertest Du die Aussage von Emmanuel Macron bezüglich einem ESC-Boykott? Kannst Du seine Argumentation nachvollziehen? Und denkst Du, dass solche Äußerungen von Politiker*innen der Diskussion um die ESC-Teilnahme Israels eher helfen oder schaden? Lass es uns Deine Meinung in den Kommentaren da.



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Dascha
Dascha
7 Monate zuvor

Kaja Kallas 🇪🇺 hat sich auch gegen einen Boykott ausgesprochen.

elkracho
Mitglied
elkracho
7 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Dafür spricht sie auch die wirklichen Probleme an.

Hieronymus
Hieronymus
7 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Kaja ist eh eine wunderbare Frau ❤️

J. Freizeit
J. Freizeit
7 Monate zuvor

Eigentlich ist es egal, was die Politiker fordern, am Ende muss müssen die EBU-Mitglieder darüber abstimmen, was sie für richtig erachten.

Ich hoffe, dass Israel bei einer erneuten Teilnahme 2026 zumindest auf so einen lyrischen Propaganda-Quatsch wie „New Day Will Rise” verzichtet. Das hat echt einen komischen Beigeschmack. Ich habe mich dazu oft genug geäußert: Solange die Gaza-Kriegssituation anhält, darf Israel gern aussetzen. Das beeinflusst nur das Abstimmverhalten und zerstört einen fairen Wettbewerb. 

Last edited 7 Monate zuvor by J. Freizeit
Jorge
Jorge
7 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

Dass du den Begriff Propaganda verwendest, als wäre das in eine Desinformationskampagne eingebettet, ist echt verräterisch und hilft deiner Argumentation null weiter.

Last edited 7 Monate zuvor by Jorge
J. Freizeit
J. Freizeit
7 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Wenn ich mit Faschos diskutieren will installiere ich mir Twitter.

Hieronymus
Hieronymus
7 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

Zum Glück bist du aber nicht relevant

J. Freizeit
J. Freizeit
6 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Schön, dass du das nochmal hervorhebst, keiner der Kommentar-Schreiber hier. 🙂

Hieronymus
Hieronymus
6 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

Gerne ❤️

Dascha
Dascha
6 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

„Propaganda-Quatsch“
Ich finde nicht, dass das Propaganda war. Rein aus Interesse: War „Bird Of Pray“ für dich auch „Propaganda-Quatsch“?
Valentyn 🇺🇦 selbst sagte zum Song: „The song is a reflection of what is going on [in Ukraine]… it is a song about hope because the bird is a good symbol of freedom… of hope and of changes.”

4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
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6 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Ich finde auch nicht, dass New day for you Propaganda war. Klar, es war ein Bezug zu Supernova und dem Pogrom als Ganzes, aber es war eher ein Verarbeiten, ein Klagelied und das finde ich – wie bei 1944 auch – OK.
Das einzige was ev manipulativ war, war die Tatsache, dass Yuval eine Supernova-Survivor ist. Das hat der Sender sehr geschickt gecastet, klar, dass sie gewinnen würde – super Stimme, bildschön, die Storyline (die sich Yuval nicht ausgesucht hat). Von daher fand ich das völlig legitim, es war kein Whitewashing wie bei Sergey.

jofan2602
jofan2602
6 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

Die Sängerin war selbst Opfer vom 07.10.2023. Ich finde dein Propagandavorwurf daher geschmacklos. Außerdem kann ich nix politisches erkennen im Text. Wenn dem so wäre hätte die EBU den Song so nicht zugelassen. Siehe 2024, als Israel den ESC-Song umändern musste.

Jorge
Jorge
7 Monate zuvor

Hoppla – ein Tag ohne Boykottforderung … Was ist hier los?

4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
7 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Man ist mit der Goldkehlchen ft. Kärijäa Petition beschäftigt.

Jorge
Jorge
7 Monate zuvor

Petitionen sind ja auch toll, man fühlt sich so wichtig und gehört.

4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
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7 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Das Nahost-Thema und Intervision sollen offensichtlich mit aller Kraft vorne bleiben, der Artikel hier und der zu den EU-Parlamentariern sind eigentlich ziemlich irrelevant. Das, die Spiele und alles zu UNSEREM VE sind eigentlich die einzigen Themen, die viele Kommentare anziehen. Durchaus interessanten Sachen wie Griechenland oder Estland geht dagegen schnell die Luft aus.

ESC1994
ESC1994
7 Monate zuvor

Wobei es bei Putinvision nur wenige Leute sind die gefühlt hundert Kommentare schreiben, was es doch ziemlich verzerrt.

4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
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7 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Und genau die, von denen man erwartete.

Jorge
Jorge
7 Monate zuvor

Wenn du den Intervision-Artikel ansiehst, wer da was kommentiert, bin ich nicht überrascht. Liest sich öde und das zieht auch in der Breite nicht.

Lesergame Zwischenrunde hätte ich jetzt für die Game-Dramatik auch nicht gebraucht.

4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
7 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Hab ich auch nur gedacht, schön die dauernde Betonung, wie interessant das alles ist.

Hieronymus
Hieronymus
7 Monate zuvor

Da muss ich doch gleich mal rüberhüpfen und gucken 🤭

Hieronymus
Hieronymus
7 Monate zuvor

Clickbaiting

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
6 Monate zuvor

Leider ist Krawall immer interessanter….

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
7 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Genauso wie bei TV- und Online-Abstimmungen … womit wir wieder beim Thema ESC wären.

Matty
Matty
6 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Da muß ich dich leider enttäuschen! Drei Verwaltungsmitglieder des italienischen Senders RAI haben erklärt, daß Italien nicht am ESC teilnehmen sollte, wenn auch Israel antreten wird:

https://eurovoix.com/2025/09/23/italy-three-rai-board-members-call-italy-withdraw-eurovision-2026-israel-participates/

Hoffentlich entscheidet sich Italien für die Teilnahme am ESC!

Marko +++
Marko +++
7 Monate zuvor

Wie gestern geschrieben:

Beim Thema ESC erwarte ich von Politiker, dass sie da keine Meinung haben. Alles andere ist Einmischung und schadet den jeweiligen Sender. Wir sind ja nicht im Russland.

Jorge
Jorge
7 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Hat Macron ja auch auf die Frage in der „Ich“-Perspektive mit Konjunktiv und Begründung schlau beantwortet.

Greenplant
Greenplant
7 Monate zuvor

Inge Brück ist tot. Sie vertrat Deutschland mit dem Lied „Anouschka“ beim Eurovision Song Contest 1967 in Wien. RIP

Hieronymus
Hieronymus
7 Monate zuvor
Reply to  Greenplant

😭😭😭

Hieronymus
Hieronymus
6 Monate zuvor
Reply to  Greenplant

Arme Mary Roos. Sie hat ja mal erzählt, dass Inge eine ihrer engsten Freundinnen war

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
6 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Katja Ebstein auch. Interessanterweise waren beide nacheinander mit Klaus Überall verheiratet. Zudem stand Inge Brück ziemlich konservativen christlichen Kreise nah, Katja und Mary sind ja bekennende Linke.

Last edited 6 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
6 Monate zuvor
Reply to  Greenplant

Das ist sehr traurig. Ihr Lied „Anouschka“ ist meine Nummer 1 aller deutscher ESC-Beiträge.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
6 Monate zuvor

Ursprünglich war es für Alexandra gedacht.

4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
7 Monate zuvor

Das interessante ist, dass diese Frage gekommen ist und Macron sie beantwortet hat. Er kontrolliert seine Interviews, seinen Look immer zu 100%. Ev wollte er die Botschaft raushaben bevor Frankreich nächste Woche Palästina anerkennt.

kibautonomia
Mitglied
kibautonomia
7 Monate zuvor

Jetzt ohne polemisch zu klingen, welches Palästina will Frankreich anerkennen?
Das korrupte Abbas Regime, oder die Hamas?

4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
7 Monate zuvor
Reply to  kibautonomia

Macron hat mehrfach gesagt, dass er die PA, also Abbas als Ansprechpartner sieht. Man würde aber natürlich new leadership bevorzugen – was im arabischen Raum leider oft tückisch ist.

Gaby
Gaby
7 Monate zuvor

Den Song von Vianney finde ich sehr schön. Würde mich schon freuen, wenn wir den Künstler 2026 auf der Bühne in Wien sehen würden.🙂👍

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
7 Monate zuvor

Wenn mir jemand vor 2 Jahren gesagt hätte, dass der Macron-Feger hier mal als Aufmacherbild herhalten wird, hätte ich dem- oder derjenigen den Vogel gezeigt.

ESC1994
ESC1994
7 Monate zuvor
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
6 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

In der Tat, hihi. Mal sehen, was noch so alles kommt….

4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
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7 Monate zuvor

Besser als Shaman, Joost oder die Hexen.

ESC1994
ESC1994
7 Monate zuvor

Das hättest du lieber, oder?? 😉

4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
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7 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

🔥🔥🔥

ESC1994
ESC1994
7 Monate zuvor

Hehe, wusste ich doch dass dich das immer noch abholt. 😉

Franny
Franny
7 Monate zuvor

Jetzt fehlt noch Felix, damit ich auch was zum Gucken hab. 😛

Hieronymus
Hieronymus
7 Monate zuvor
Reply to  Franny

Felix? 🤔

Franny
Franny
6 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Der grüne Felix (Banaszak). Da hier von politischen Fegern die Rede war. 😉

Hieronymus
Hieronymus
6 Monate zuvor
Reply to  Franny

Aaahhh, okaaaayyy… 🤭

Franny
Franny
6 Monate zuvor
Reply to  Franny

Falls es jemanden interessiert: Felix Banaszak ist gleich bei Margot Schlönzke zu Gast. Traumduo… 🙂 Margot schätze ich sehr und Felix… nun ja. Was soll ich noch groß dazu schreiben. 😉

Last edited 6 Monate zuvor by Franny
Anmey
Anmey
7 Monate zuvor

Das Problem ist ja, dass die israelische ESC-Teilnahme in der aktuellen Lage eben nicht mehr ein unpolitisches kulturelles Ereignis darstellt. Mit so einer Haltung wie Macron macht man sich es mMn zu einfach. Ich mache ihm aber auch keinen Vorwurf; ich glaube nicht, dass er über die konkrete Situation beim ESC im Bilde ist.

Die Direktorin von France TV ist ja auch die Präsidentin der EBU, von daher wird man da in erster Linie an einer Entscheidung interessiert sein, die Schaden von der Organisation und vom ESC abwendet. Und da kann ich nur wiederholen, was ich die Tage schonmal geschrieben habe: Für meine Begriffe hat eine israelische ESC-Teilnahme aus Sicht der EBU und der Sender einen riesigen Haufen Nachteile und im Grunde keinen greifbaren Vorteile.

kibautonomia
Mitglied
kibautonomia
7 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Eine Unterhaltungssendung sollte nich dazu dienen, um politische Probleme zu klären.
Seit 2 Jahren versuchen unterschiedliche Teilnehmer das mehr und mehr zu politisieren.
Komischerweise wird dann immer nur auf die Fehltritte der Delegation von Israel hingewiesen, obwohl das alles ein Pulverfass ist.
Was halt kein Problem von Israel ist.

Der eurovision Subreddit ist seit 2 Jahren zutiefst Anti Israel und man spürt, dass es eben nicht nur gegen die Kriegsstrategie Israels geht.
Man merkt, dass es eben Antisemitismus ist.
Ein bekannter ESC youtuber hat dieses Jahr Israel und Aserbaidschan nicht behandelt. Komisch, Aserbaidschan wurde davor nie „boykottiert“. Dieses Jahr war der Sänger von Aserbaidschan ein Jude.

Anmey
Anmey
7 Monate zuvor
Reply to  kibautonomia

Wenn du nicht verstehst, weshalb Aserbaidschan problematisch ist, kann ich dir auch nicht helfen. Israel und Aserbaidschan zu boykottieren ist in dem Sinne nur konsequent.

Die Leute auf Reddit nehmen ja Gottseidank nicht am ESC teil und haben auch sonst nichts zu sagen, von daher weiß ich nicht, wieso das jetzt relevant sein soll.

kibautonomia
Mitglied
kibautonomia
7 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Ich weiß warum Aserbaidschan problematisch ist. Seit über 20 Jahren.
Bitte lese mein Kommentar richtig. Danke.

Last edited 7 Monate zuvor by kibautonomia
Anmey
Anmey
7 Monate zuvor
Reply to  kibautonomia

Da ich nicht weiß, von welchem Youtuber du sprichst (und generell sehr wenige ESC-Youtuber verfolge), kann ich da auch nichts zu sagen.

Hieronymus
Hieronymus
7 Monate zuvor
Reply to  kibautonomia

👍👍👍

JoBi
JoBi
7 Monate zuvor

Borgia Air Show? Noch nie gehört. Vielleicht meinen sie die Paris Air Show. Da ist das passiert:

https://www.flugrevue.de/eklat-auf-der-paris-air-show/

*Duck und weg*

Andi
Andi
7 Monate zuvor

Heute hat sich auch die österreichische Außenministerin Meinl- Reisinger zu Wort gemeldet.

Quelle ORF at

„Irland, Slowenien, Spanien, die Niederlande, Island und Belgien haben angekündigt oder erwägen, den 2026 in Wien stattfindenden Eurovision Song Contest bei einer Teilnahme Israels zu boykottieren.
Dieser Schritt würde „die Möglichkeiten für einen wichtigen Dialog zwischen Künstlern und der Bevölkerung verunmöglichen – ohne die Lage vor Ort in Israel und Gaza zu verbessern“, heißt es in einem Brief, den Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) nun an ihre Amtskollegen dieser Länder verschickt hat.

Als Außenministerin des Gastgeberlandes sei sie „zutiefst besorgt über die Gefahr einer Spaltung zwischen den Mitgliedern der Europäischen Rundfunkunion in dieser Frage“, schrieb Meinl-Reisinger.

Ausschluss würde Krise nicht lindern
Politische Entwicklungen, insbesondere solche, die mit Konflikten und humanitärem Leid einhergehen, dürften nicht ignoriert werden. Sie sei jedoch der festen Überzeugung, „dass der Eurovision Song Contest im Besonderen – und Kunst im Allgemeinen – sich nicht für Sanktionen eignen“, so die Außenministerin. Solche Debatten würden in etablierte politische Foren gehören.

Ein Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest oder ein Boykott der Veranstaltung würde weder die humanitäre Krise in Gaza lindern noch zu einer nachhaltigen politischen Lösung beitragen, heißt es in dem Schreiben weiter. Und: „Unsere Bemühungen sollten sich stattdessen darauf konzentrieren, die Achtung des Völkerrechts zu gewährleisten und gemeinsam auf einen dauerhaften Frieden hinzuarbeiten.“

Franny
Franny
7 Monate zuvor
Reply to  Andi

„…und gemeinsam auf einen dauerhaften Frieden hinzuarbeiten.“

Den es in Nahost nie geben wird.

4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
4porcelli - Help the 🦦 - save his people United2
7 Monate zuvor
Reply to  Franny

Es sei denn alles versinkt im Meer. Meinetwegen alles bis Afghanistan. Das sind die neuen Bloodlands.

roxy
roxy
6 Monate zuvor

Dieser Kommentar geht wirklich zu weit.

Murzel2003
Mitglied
Murzel2003
7 Monate zuvor
Reply to  Franny

Das weißt du natürlich ganz genau. Dann her mit den Lottozahlen vom nächsten Dienstag.

Hieronymus
Hieronymus
7 Monate zuvor
Reply to  Murzel2003

3
11
19
20
32
39

Hieronymus
Hieronymus
7 Monate zuvor
Reply to  Andi

Gute Frau mit Verstand und Weitblick.

Christian W
Christian W
6 Monate zuvor
Reply to  Andi

Frau Meinl-Reisinger hat Recht.

Matty
Matty
7 Monate zuvor

Frankreich hat bereits seine Teilnahme am ESC 2026 bekanntgegeben und dazu hat der Sender France 2 auch eine Erklärung abgegeben:

https://eurovoix.com/2025/09/17/france-televisions-confirms-eurovision-2026-participation/

Daß der Staatspräsident gegen einen Boykott des ESC ist, war abzusehen, hat aber einen schalen Beigeschmack:

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/frankreich-palaestinenserstaat-100.html

Das hat er dem israelischen Sender Channel 12 natürlich verschwiegen.

Anmey
Anmey
7 Monate zuvor
Reply to  Matty

Ich bin mir ziemlich sicher, dass er seine mit maximaler Öffentlichkeitswirksamkeit geplante Palästina-Konferenz nicht verschwiegen hat…

Hieronymus
Hieronymus
7 Monate zuvor
Reply to  Matty

🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♀️ Das war sogar ein wesentlicher Teil des gesamten Interviews

roxy
roxy
6 Monate zuvor
Reply to  Matty

Fast das gesamte Interview handelte doch davon…..

Hieronymus
Hieronymus
7 Monate zuvor

Wie bewertest Du die Aussage von Emmanuel Macron bezüglich einem ESC-Boykott?

Ein wahrhaft kluger Mann

Kannst Du seine Argumentation nachvollziehen?

Selbstverständlich

Und denkst Du, dass solche Äußerungen von Politiker*innen der Diskussion um die ESC-Teilnahme Israels eher helfen oder schaden?

Uninteressant, Hauptsache sie werden pro Teilnahme Israels geäußert 😇

AlexESC
AlexESC
6 Monate zuvor

Gute Stellungnahme von Emmanuel Macron zum ESC-Thema!

Zum französischen ESC-ACt 2026:
Wenn das Gerücht über Vianney stimmen sollte, dann scheint es diese Saison wieder keine Vorentscheidshow hier zu geben, was ja als Gerücht im Umlauf war. Aber auch wieder ein Hinweis darauf, dass Frankreich unbedingt den ESC gewinnen möchte, nachdem man bereits mehrmals den JESC gewonnen hat. Wenn es so kommen sollte, dass Vianney Frankreich diese Saison vertreten wird, dann bin ich mal gespannt, was sich FranceTV dieses mal für die Songpräsentation überlegt. Die haben ja jetzt in den letzten beiden Saisons schon ein wenig „herumexperimentiert“. Beim ESC 2024 die Veröffentlichtung des Songs ein halbes Jahr vorher, im November 2023. Beim ESC 2025 im Grunde eigentlich genau das Gegenteil mit der Veröffentlichung des Songs erst im März, aber dafür mit großer Inszenierung während der Halbzeit-Pause eines Rugby-Spiels zur Primetime.

jofan2602
jofan2602
6 Monate zuvor
Reply to  AlexESC

Ich hoffe das dann mal was anderes aus Frankreich kommt als ne Ballade.

Laurine
Laurine
6 Monate zuvor

Mal Hand aufs Herz, was soll er sonst auch sagen in einem Gespräch mit einem israelischen Privatsender

Timo1986
Timo1986
6 Monate zuvor

Also mal angenommen Annalisa oder Tiziano Ferro aus Italien treten tatsächlich für Italien beim ESC 2026 an und Vianney aus Frankreich nähme für La Grande Nation Frankreich teil, dann käme ich tatsächlich sehr stark in Versuchung mich von Annalisa oder Tiziano Ferro abzuwenden und Vianney die Daumen für einen ESC-Sieg zu drücken. 😀

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
6 Monate zuvor

Ich habe gerade gelesen, dass Herr Weimer folgendes gesagt hat:

Wer heute Israel ausschließt, stellt diesen Grundgedanken [des ESC] auf den Kopf und macht aus einem Fest der Verständigung ein Tribunal.

Dem stimme ich vollumfänglich zu, ganz gleich, was ich über das Regime Netanjahu denke oder vom Vorgehen Israels in Gaza halte. Beides ist mMn für die Teilnahme Israels am ESC irrelevant und gehört auch nicht hierher. Was ich persönlich empfinden würde, wenn der israelische Act 2026 erneut eine sentimentale Ballade vorträgt, steht ebenfalls auf einem anderen Blatt Papier. Nur dies: Nach allem, was in den vergangenen 6 Monaten passiert ist, würde ich anderes fühlen als bei den sentimentalen Balladen, die 2024 und 2025 vorgetragen wurden. Und dann ist es eben die Entscheidung des mündigen Televoters, wie er oder sie damit umgeht.

P.S. Da ich nicht zur Zielgruppe für sentimentale Balladen gehöre, habe ich auch 2024 und 2025 keine sms für den israelischen Beitrag geschickt.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
6 Monate zuvor

OK, Weimer ist eigentlich ein „No-go“ für mich, hier trifft er aber einen ganz wichtigen Punkt

jofan2602
jofan2602
6 Monate zuvor

So sehr ich es auch begrüße das Macron gegen ein Boykott ist, falls Israel doch teilnehmen darf. Das er kein Mitspracherecht hat, finde ich absolut in Ordnung. Grundsätzlich sollten sich demokratische Politiker, aus allem raushalten, was Medien angeht. Es geht Politiker nix an, wen die EBU beim ESC teilnehmen lässt und wen nicht. Da haben die Politiker nun wahrlich wichtigeres zu tun.

Matty
Matty
6 Monate zuvor

Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy muß für fünf Jahre ins Gefängnis:

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/sarkozy-urteil-102.html