
Die schlechten Nachrichten für die European Broadcasting Union (EBU) reißen nicht ab: Nach Slowenien und Irland hat nun auch der niederländische Sender AVROTROS ganz offiziell angekündigt, nicht am Eurovision Song Contest 2026 in Wien teilnehmen zu wollen, wenn Israel dafür von den anderen EBU-Mitgliedern zugelassen werden sollte. „Angesichts des andauernden und schweren menschlichen Leids im Gazastreifen“ und des „Missbrauchs“ des ESC durch die israelische Regierung als politisches Instrument, habe der Sender das beschlossen. Die Entscheidung über die Teilnahme Israels am ESC 2026 wird im Dezember gefällt.
Die Frage, wer auf Claude (Aufmacherbild) als Nachfolger*in der Niederlande beim ESC folgt, tritt bei der aktuellen Diskussion über die Teilnahme Israels am Wettbewerb fast in den Hintergrund. Der in unserem Nachbarland für den ESC zuständige Sender AVROTROS hat seine Teilnahme am Contest in Wien nunmehr unmissverständlich von der Entscheidung über die Teilnahme Israels abhängig gemacht: Darf das Land in Österreich dabei sein, werden die Niederlande nicht teilnehmen – und umgekehrt. Schon in den vergangenen Wochen gab es entsprechende Signale, die nun also offiziell gemacht worden sind.
Erst gestern hatte der irische Rundfunk RTÉ dasselbe für sein Land bekanntgegeben. Als erstes hatte sich der Sender RTV SLO aus Slowenien entsprechend klar positioniert. Ähnliche bzw. identische Aussagen gibt es auch aus Spanien und Island. Damit wächst der Druck auf die den ESC ausrichtende European Broadcasting Union (EBU), denn weitere Länder könnten diesem Beispiel folgen.
Kritik und bisweilen offene Anfeindungen gegen die Teilnahme Israels am ESC gab es bereits 2023 beim Wettbewerb in Malmö. Seitdem sind die Diskussionen nicht zur Ruhe gekommen. Im Gegenteil: Mit dem fortgesetzten, militärischen Eingreifen der israelischen Streitkräfte im Gazastreifen sind auch die Rufe nach einem Ausschluss Israels vom ESC lauter geworden. Bei der Generalversammlung der EBU in London Anfang Juli war es deshalb zu einer hitzigen Diskussion gekommen. Anfang September versuchte die EBU sich etwas Luft zu verschaffen, indem sie den interessierten Fernsehstationen die Möglichkeit bot, sich nach einer Entscheidung über die Teilnahme Israels am ESC kostenlos zum Wettbewerb zurückziehen zu können. Das hält Sender wie den niederländischen AVROTROS jedoch nicht davon ab, in der Zwischenzeit weiter Druck aufzubauen.
Hier das Statement von AVROTROS übersetzt in voller Länge:
„AVROTROS VERKNÜPFT DIE TEILNAHME AM EUROVISION SONG CONTEST 2026 MIT GRUNDWERTE
Menschliches Leid, die Unterdrückung der Pressefreiheit und politische Einflussnahme stehen im Widerspruch zu den Werten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
In den vergangenen Monaten hat AVROTROS in regelmäßigen Konsultationen mit der EBU und anderen europäischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten über die Zukunft und die Ausrichtung des Eurovision Song Contests gesprochen. Diese Diskussionen haben sich auch eingehend mit der Frage befasst, ob Israel unter den aktuellen Umständen vertreten sein kann.
Der Eurovision Song Contest wurde 1956 gegründet, um Menschen nach einer Phase tiefer Spaltung und des Krieges wieder zusammenzubringen. Seit seiner Entstehung vor siebzig Jahren steht die Musik im Mittelpunkt des Wettbewerbs als eine verbindende Kraft – mit Frieden, Gleichheit und Respekt als seinen Grundwerten.
AVROTROS kann die Teilnahme Israels unter den aktuellen Umständen nicht länger rechtfertigen – angesichts des andauernden und schweren menschlichen Leids im Gazastreifen. Der Sender äußert zudem große Besorgnis über den gravierenden Abbau der Pressefreiheit: die gezielte Ausgrenzung unabhängiger internationaler Berichterstattung und die zahlreichen Opfer unter Journalist:innen. Darüber hinaus gibt es eindeutige Belege für Einflussnahme durch die israelische Regierung während der jüngsten Ausgabe des Eurovision Song Contests, bei der die Veranstaltung als politisches Instrument genutzt wurde. Dies widerspricht dem unpolitischen Charakter des Wettbewerbs. Diese Umstände sind unvereinbar mit den Werten, die AVROTROS als öffentlich-rechtlicher Rundfunk vertritt.
Der Sender hat daher beschlossen, dass eine Teilnahme von AVROTROS am Eurovision Song Contest 2026 nicht möglich ist, solange Israel von der EBU zugelassen wird. Sollte die EBU entscheiden, Israel nicht zuzulassen, wird AVROTROS im kommenden Jahr gerne teilnehmen. Bis zu dieser Entscheidung laufen alle Vorbereitungen zunächst wie geplant weiter.“
Bei der EBU ist somit dieser Tage höchste diplomatische Aktivität und viel Geschick gefragt. Die Verantwortlichen stehen vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, zu ihren Werten und ihren Regeln zu stehen (und damit Israel zum ESC zuzulassen) und gleichzeitig eine möglichst hohe Teilnehmerzahl am Wettbewerb in Wien zu erreichen (was bei der Teilnahe Israels immer schwerer wird). Je mehr Länder ihre ESC-Teilnahme so klar von der Israels abhängig machen wie nun auch die Niederlande, desto intensiver dürfte von der EBU nach einem gesichtswahrenden Ausstieg des israelischen Senders aus dem ESC 2026 gesucht werden.
Bist Du überrascht von der klar formulierten Rückzugsdrohung des niederländischen Senders? Welche Auswege siehst Du für die EBU in diesem Dilemma? Und wie könnte sich Deutschland positionieren? Lass uns gerne Deine Meinung da. Bitte achte dabei unbedingt auf die Netiquette.
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Ähm, okay.
Wer ist denn überhaupt noch dabei?
Muss man den ganzen Bumms dann umbenennen?
Denn eine Vision für Europa ist das dann wohl eher nicht mehr…
Na ja, 1970 haben nur 12 Rundfunkanstalten teilgenommen. Das war auch kein Benbruch.
Dieses Jahr waren 31 Länder im Semi. Nehmen wir an 6 Länder boykottieren den ESC. Dann starten am Dienstag 25 Länder im Semi Finale. 15 Länder kommen weiter. Am Donnerstag gibt es die große 70.ESC Jubiläumsshow mit vielen beliebten ESC- Acts. Und am Samstag steigt das Finale mit 20 Finalisten. Die Show dauert bis Mitternacht.
Ich weiß ja nicht, ob man die Situation von 1970 mit der heute vergleichen kann…
Äpfel und Birnen, was?!
Genau, 1970 ging’s ja ums Votingsystem und das absurde Vorjahresergebnis, nicht um Politik.
Was hat denn Ben damit zu tun?
Egal, wenn sich die Niederlande zurückzieht, rücken eben die Holländer nach! Der Europapa wird das Ding jetzt rocken!
Diese Diskussionen sind doch einfach nur ermüdend.
Gerade so, wie die aufgeregten omg …wo findet der ESC statt, wo muss ich ein Hotel mieten, wie geht die beste Anreise 🙄
Es ist eine TV-Show nicht mehr und nicht weniger, für mich seit 1980.
Ich muss manchmal über viele von euch „Fans“ lachen 😂🙋♂️
Ich wünschte es wäre so einfach. Teils leider, und teils zum Glück, bedeutet der ESC zumindest zu einem gewissen Grad allerdings weit mehr.
Zum Glück, weil der ESC einerseits eine absolute Leidenschaft und eine Freude für bestimmte Individuen darstellt, und auch zum Glück, weil der ESC eine gesellschaftliche Strahlkraft hat und der ESC oft dazu beigetragen hat, Menschen, Ideen, Werte, was auch immer, sichtbar zu machen, die sonst in den Hintergrund geraten oder gedrängt werden. Ist es nicht toll, dass Leute sich für etwas so sehr begeistern können, dass es ihnen wichtig ist? Ist es lächerlicher, unbedingt zum ESC zu wollen, als die ganzen Fußballfanatiker die ihren Vereinen hinterherreisen?
Und dann wiederum auch leider. Leider, weil das Konzept eines jeden künstlerischen Wettbewerbs zwischen Ländern politische Repräsentanz hervorbringt. Bereits 2013 wurde gesagt „Die 18 Punkte für Casacada waren auch 18 Punkte für Angela Merkel“. Zypern und Griechenland wurden lange für ihr 12-Punkte-Tauschen ausgebuht. Und letztes Jahr wurde der Televote-Sieg als eine vermeintliche Legitimation des israelischen Vorgehens in Gaza ausgeschlachtet. Mit Ergebnissen beim ESC lässt sich Propaganda machen, positiv wie negativ. „Die hassen alle doch eh Deutschland, also warum sollten wir in der EU bleiben und die anderen Länder finanzieren?“ – Man muss den ESC nicht wichtig finden, aber politische Narrative gehen öfter auf ihn ein als man denkt, und das macht ihn relevant.
Für mich bedeutet der ESC sicher weit mehr als für den Durchschnittszuschauer, und ich mache mir auch sicherlich viel mehr Gedanken darüber und bin emotional weitaus investierter. Und natürlich muss man sich nicht so intensiv damit beschäftigen. Aber die Relevanz und die Auswirkung des ESC sind nun mal da, und gerade als jemand, der sich für bestimmte Sachen auch abseits des ESC einsetzt, kann die Wirkung für das was beim und mit dem ESC geschieht, zurecht sehr wichtig sein.
Ja, die Diskussion ist für alle Seiten ermüdend. Ja, es ist eine TV-Show. Nein, es muss einem nicht so wichtig sein. Legitim, dass man bei dem Thema passioniert dabei ist, ist es trotzdem.
Nach Norwegen hat auch San Marino sich für die Teilnahme am ESC entschieden, wenn Israel in Wien 2026 antreten wird:
https://www.instagram.com/p/DOgrtJFiBnW/
Super.
Das freut mich sehr.
Bin ja doch ein bisschen gespannt wie viele der potentiellen Teilnahmer aus den Ländern, die sich jetzt zurück ziehen wollen, dann zum Vorentscheid in San Marino antanzen werden.
Die finale Entscheidung gibt es erst in Dezember.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/esc-boykott-wien-israel-100.html
Ich finde diese klare Formulierung völlig in Ordnung. Eine ganz klare Positionierung. Im Gegensatz zur EBU, oder wie soll ich die Textzeile verstehen?
„Die Verantwortlichen stehen vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, zu ihren Werten und ihren Regeln zu stehen (und damit Israel zum ESC zuzulassen) und gleichzeitig eine möglichst hohe Teilnehmerzahl am Wettbewerb in Wien zu erreichen (was bei der Teilnahe Israels immer schwerer wird).“
Die EBU steht zu welchen Werten? Ich will hier nicht politisch werden, aber das, was AVROTROS schreibt, spiegelt doch genau die Situation wider?! Anderseits wirkt es so, dass die Alternative ist (zu) wenige Teilnehmer zu haben? Wie wäre es denn mit der Formulierung, die Alternative wäre, das Richtige zu tun und ein Musikwettbewerb nicht politisch ausnutzen zu lassen – weder von Israel noch von der Gegenseite, die beim Turquoise Carpet und während des Wettbewerbs ihre Palästina Flaggen schwenken? Es ist nur noch nervig – ich wäre dafür Ruhe in die Diskussion zu bringen und alles Politische in diese Richtung konsequent zu verbieten. Keine Israel/Palästina Flaggen. Einfach ein Musikwettbewerb mit einer positiven Botschaft, Europa und die Menschen mit Musik zu vereinen.
Wie wäre es damit, Israel rauszuwerfen und im Gegenzug lässt Deutschland Israelische Künstler zum Vorentscheid hier zu. Sollte dann immer noch irgendein Land boykottieren, weiß man ganz genau, dass es nicht gegen die Regierung und die Aktionen in Gaza geht, sondern purer Judenhass ist
Ich bin mir sicher, daß diese Teilnehmenden von der Meute gebasht werden würden… Es bleibt ja wohl kein Geheimnis. woher sie stammen….
Blödsinn. Es geht gegen die Politik und nicht gegen die Bevölkerung. Ich fände es sogar super, wenn Israelische Künstler versuchen andere Länder zu vertreten (noch besser, wenn sie etwas Regierungskritisches schicken).
Das ist genau das gleiche wie mit allen anderen Ländern, die nicht teilnehmen können/dürfen/wollen. In anderen Vorentscheidungen doch absolut willkommen!
Beispielsweise der Palästinensische Sänger, der es für Island probiert hat.
Gerne doch! Aber Palestina möchte ich auch auf keinen Fall beim ESC haben, genauso wenig wie Israel
Stimmt leider nicht. 2024 wurde nämlich neben Eden Golan auch Tali angefeindet, die bekanntermaßen Jüdin ist. Einige „Fans“ haben sich radikalisiert und beschmutzen den ESC für ihre widerliche Ideologie.
Wusste ich nicht, find ich auch bescheuert und das ist dann auch eindeutig antisemisch, darüber muss man hoffentlich nicht diskutieren
Man könnte auch Deutsche Künstler, die israelische Musik machen nominieren, gibt ja einige davon. Da käme dann auch vermutlich etwas authentischeres bei raus als die letzten 3 Jahre.
Meine Rede! Gab es schon zur Jahrtausendwende mit der Schweiz, als sie wegen schlechter Ergebnisse aussetzen musste.
Das es reiner Judenhass ist hat sich schon 2024 gezeigt als diese Leute auch Luxemburgerin Tali angegriffen haben weil sie zum Teil Israeli ist. Es ist also planker Hohn und Augenwischerei hier die Leute von Gaza vor zuschieben als Grund.
Wenn sie sich von Israel distanzieren, nicht. Hat man auch bei den russischen Teilnehmern der letzten Jahre gesehen.
„Die Verantwortlichen stehen vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, zu ihren Werten und ihren Regeln zu stehen (und damit Israel zum ESC zuzulassen)“
Sicherlich bin ich keine allgemeingültige Instanz, und auch hat die EBU beim Ausschluss von Russland bereits bewiesen, dass die Werte, von denen ich dachte dass die EBU ihnen folgt, nichts als Schall und Rauch sind. Immerhin wurde das Land nur ausgeschlossen, um „disrepute“ vom Contest abzuwenden. Nicht aus Überzeugung der EBU. Ich werde jetzt nicht weiter darauf eingehen warum die EBU sich damit bereits als problematisch entlarvt hat.
Ich nehme dennoch Anstoß an dieser Formulierung. Mit neutraler Berichterstattung hat das absolut nichts zu tun und ich empfinde es als höchst unprofessionell. Übrigens genauso schon mit der Überschrift „droht“. Dass KAN eigentliche Regeln gebrochen hat, ist bereits mehrfach nachgewiesen. Zum Beispiel indem Leute von KAN Bomben mit Widmungen versehen haben.
„Werte“ ist dabei aber das für mich deutlich schwierigere Wort, und die Implikation, dass die EBU nur richtig handeln könne, indem es Israel zum ESC zulässt. Es impliziert, dass es keine andere moralisch richtige Lösung gibt, als Israel am ESC teilnehmen zu lassen. Ich bin schwer enttäuscht von Douze Points und vom ganzen ESC-Kompakt-Team, dass es nach all den Beweisen, dass Israel Kriegsverbrechen begeht und dass KAN sich als Komplizen der Regierung billig verkauft, immer noch solche impliziten Behauptungen in die Welt setzt. Das ist eurer und des ESC nicht würdig, und ich kann nur hoffen dass möglichst bald ein Umdenken stattfindet, das zumindest eine neutrale Berichterstattung zulässt.
Der internationale Gerichthof hat einen Haftbefehl auf die israelische Regierung. 6 Länder wollen offen Israel nicht beim ESC haben, 3 davon machen die Nicht-Teilnahme Israels sogar aktiv zur Bedingung. Die UN verhängt Sanktionen gegen Israel. Es ist (zurecht) von Genozid die Rede, die Definition dieses Wortes ist erfüllt. Was braucht es noch, damit endlich allen klar wird, dass es kein Israel beim ESC geben darf, bis sich die Situation und die Regierung ändert? Oder zumindest das die Diskussion berechtigt ist? Alles andere ist ein Armutszeugnis. Aber nein, stattdessen kommt der Stempel. Alle, die gegen die israelische Regierung sind, und auch gegen deren Propaganda-Arme, wo die KAN-Teilnahme nun mal zugehört, sind böse. Das einzige was Deutschland und die deutsche Bevölkerung noch an Israel bindet ist der Gedanke des „Never Again“. Und genau das ist das Problem. Never again ist nicht einseitig. Es betrifft alle, nicht nur Israel.
Gegen die israelische Regierung zu sein und deren Verhalten nicht zu tolerieren ist nicht antisemitisch. Israel auf der Weltbühne zu isolieren solange die Regierung für Gräueltaten verantwortlich ist, ist nicht antisemitisch. Israel gehört nicht zum ESC, solange es die EIGENTLICHEN Werte des Contests nicht respektiert, was es nachweislich nicht tut. Wer Länder verteidigt, die die EIGENTLICHEN Werte des ESC (nicht der EBU, denn deren Wert ist nur Geld) mit Füßen treten, gehört nicht zum ESC! Schämt euch! Die Welt ist nicht plötzlich antisemitisch geworden, Deutschland dreht einfach wieder am Rad.
Hunderttausende in Tel Aviv demonstrieren regelmäßig gegen die israelische Regierung. Das sind proportional mehr als jemals in DE gegen Rechts demonstriert haben. Diese Regierung KANN keinen Platz beim ESC verdient haben. Und doch lässt KAN eine Instrumentalisierung pro israelischem Kurs durch die Regierung zu und befeuert diesen auch selbst.
Ich wiederhole. Es ist durchaus möglich, eine Diskussion zu führen und es ist nicht so, dass ich erwarte dass jeder meine Meinung mit mir teilen muss. Was in der deutschen Berichterstattung aber abgeht hat nichts mit Neutralität oder Nuance zu tun und ich finde es absolut schade, dass das hier auch nicht der Fall ist.
Puh, nichts für ungut aber das ist mir persönlich echt zu viel „Schaum vorm Mund“ von dir in diesem Kommentar. Zur Deeskalation trägt das jedenfalls nicht bei.
Dass es nicht zur Deeskalation beiträgt stimmt sicherlich. Das war aber auch bewusst so gewählt. Ich bin es leid, von deutschen ESC-Kommentatoren und Bloggern scheinheilige aber dennoch eindeutig vorgefärbte und vermeintlich allgemeingültige versteckte Kommentare zu lesen.
Douze Points Artikel ist nicht als Kommentar gekennzeichnet. Und doch steckt da genau das drin; ein Kommentar. Ich habe keinen Bock mehr darauf. Es ist Fake.
Schaum vorm Mund ist eine andere Sache. Ich weiß bereits, dass du nicht bereit dazu bist, deine voreingenommene Meinung zu hinterfragen. Das steht dir frei. Mit Schaum vorm Mund zu unterstellen finde ich jedoch mehr als fragwürdig, denn ich habe alles gut begründet und bin abseits von meiner eigenen Meinungsäußerung komplett sachlich geblieben. Mal abgesehen davon, dass mein Kommentar, da er auch in der Kommentarsektion geschrieben wurde, auch genau als solches gekennzeichnet ist, und ich wage zu behaupten dass ich irgendwo ausfällig geworden ist und auch alles von der Meinungsfreiheit gedeckt ist.
Na ja, sachlich sein und anderem vorzuwerfen „scheinheilig“ zu sein ist finde ich ein gewisser Widerspruch. Fehlt nur noch dass dass du den Bloggern vorwirfst von Morrocan Oil gekauft worden zu sein.
Habe ich nicht begründet, wie ich zu diesem Eindruck gekommen bin? Oder was ist das Problem?
Dir ist schon bewusst dass ESC kompakt in erster Linie ein Fanblog ist?? Wenn du journalistischen Content willst dann guck lieber zu Spiegel Online oder anderen Plattformen.
Damit tust du aber auch dem Selbstanspruch der Blogger unrecht. Natürlich haben sie ihre Grenzen, aber eben auch einen gewissen Anspruch, dem sie versuchen gerecht zu werden. Und wie gesagt, es gibt bei ESC Kompakt extra die Funktion, etwas als Kommentar zu markieren. Haben sie hier nicht gemacht
Wo siehst Du denn hier bitte einen Kommentar? Die stehen hier zuhauf in den Kommentaren, darunter auch Deine ellenlangen Traktate und semantischen Analysen. DP bzw. den Bloggern als Ganzes Parteinahme zu unterstellen finde ich dreist, sorry.
Ich finde deinen Kommentar zu Moroccan Oil darüber hinaus sehr bedenklich und verwerflich. Ich habe mit keiner Silbe auch nur irgendwelche Verschwörungstheorien verwendet. Dass mir das dennoch vorgeworfen wird, sagt mehr über dich aus als über mich.
Und nein, Moroccan Oil ist nicht Teil meiner Argumentation oder überhaupt meiner Gedanken. Aber ich glaube das wusstest du bereits, es ist nur viel einfacher Leute direkt mit Sachen in Verbindungen zu bringen, mit denen man sie leichter diskreditieren kann
Wenn du meinst.. 🤷♂️
Ganz unsachlich: mir geht Palästina in allen möglichen und vor allem unmöglichen Zusammenhängen auf den Sack. Wo sind eigentlich die arabischen Brüder, um die Habibis in Gaza zu unterstützen? „Palästina“ interessiert doch nur, wenn es sich für Propaganda ausschlachten lässt.
Da macht es sich jemand aber sehr einfach.
Auf politischer Ebene kann ich es ja noch nachvollziehen.
Aber wollen wir ernsthaft die Kulturschaffenden bestrafen.
Die mit der politischen Vorgehensweise auch nicht so einverstanden sind.
Dein gesamter Kommentar entsetzt mich doch sehr.
Es geht in meinem Kommentar aber nicht um die Kulturschaffenden. Genau das ist ja das Problem. Wenn dich mein Kommentar entsetzt, hast du genau das nicht verstanden, worum es mir geht. Vielleicht sollte ich das aber auch noch mal erklären. Solange ein israelischer Kulturschaffender für ein anderes Land teilnehmen würde (und dabei, bin ich ganz ehrlich, am besten auch noch die israelische Regierung kritisieren würde, wobei das selbstverständlich nicht entscheidend wäre; es geht mir dabei eher darum, dass die Regierung nicht für sich selbst irgendwas aus dem ESC beanspruchen kann), hätte ich damit absolut kein Problem. Es geht mir nur um die Instrumentalisierung des ESC. Und da hat sich sowohl KAN, aber insbesondere die Führungsriege der Regierung selbst disqualifiziert. Du kannst mir gern vorwerfen was du willst aber die einzigen die es sich einfach machen sind die, die Israel als Staat, und ja das schließt eine Repräsentation durch KAN mit ein, beim ESC komme was wolle dabei haben wollen. Denkst du es ist einfach, gegen den Grundtenor in Deutschland und auf diesem Blog anzureden? Nein! Ich habe mich seit anderthalb Jahren zurückgehalten und mich lieber vom Blog entfernt als was gegen Israel zu sagen weil einem sofort sämtliches vorgeworfen wird. Aber danke fürs Bestätigen. Ich habe keinen Bock mehr als irgendwas hingestellt zu werden was ich nicht bin, oder dass Leute mir vorwerfen irgendwas gesagt zu haben was überhaupt nicht stimmt (siehe ESC1994). Aber ich habe auch keinen Bock mehr blind meine Klappe zu halten weil die Stimmung hier das verlangen würde.
Also deine Meinung ist die einzig allgemeingültige ???
Da macht es ja fast keinen Sinn, dir argumentativ zu antworten.
Schade, man hatte dich anders in Erinnerung.
Das war wohl auch gut so.
LOL das habe ich mit keiner Silbe gesagt und ich habe in meinem Ursprungskommentar auch ganz unmissverständlich gesagt, dass ich keinen alleinigen Anspruch auf eine korrekte Meinung erhebe.
Wenn du was argumentatives vorzubringen hast bin ich ganz Ohr, aber das vermisse ich bisher. Hast du auch was inhaltliches zu meiner Antwort zu sagen? Scheinbar nicht. Ich habe mir Zeit genommen, um unvoreingenommen auf deine Antwort einzugehen und habe meinen Standpunkt genauer erläutert. Meld dich gerne wenn du bereit bist das gleiche zu tun.
„Schade, man hatte dich anders in Erinnerung“.
Also ich bin noch der gleiche. Ich begründe immer alles und zeige mich offen für eine Diskussion. Was sich geändert hat ist dass man das hier nicht mehr kann ohne als sonstwas hingestellt zu werden wenn man nicht der „Mehrheitsmeinung“ hier entspricht.
Was bewegt dich eigentlich zu dieser Aussage.
Mir ist da nur dieses Video bekannt..
https://www.youtube.com/shorts/7BwxweMU11s
Daraus einen Boykott zu begründen, ist etwas zu dünn.
Findest du nicht ???
Und wo ist es mehrfach nachgewiesen ??
Du wirfst da immer etwas in dem Raum, bleibst aber eine Erklärung schuldig.
Das ist nicht selbstverständlich.
Sowas schätze ich sehr.
Ich finde Einlassungen problematisch, die mit keinem Wort den 7. Oktober erwähnen und auch mit keinem Wort die Anhäufung von Massenvernichtungswaffen rund um Israel, die ja nicht zum ersten Male Male konzertiert abgeschossen wurden.
Wo war denn Dein Engagement gegen die Machenschaften des Irans, die Schlinge immer enger zu ziehen?
Was hat der Iran mit dem ESC zu tun? Kirche und Dorf bitte außen vorlassen. Es gibt weltweite komplizierte Konflikte und Europa bedeckt sich auch da oft selbst nicht mit Ruhm.
Jetzt mische ich mich doch ein, obwohl ich diese „politischen“ Diskussionen hier sehr anstrengend finde. Aber nachdem viele EBU-Länder entweder absagen oder sich die Teilnahme wegen Israel noch überlegen und diese Debatte hier immer mehr hochkocht, hier meine Meinung dazu:
Ich sehe es ähnlich wie Siminski. Wer das Handeln Israels in Gaza kritisiert, ist nicht automatisch ein Antisemit. Denn es geht um die Tat, nicht um das Sein. Und wenn die Regierung eines Landes ganz offensichtlich einen Genozid anstrebt, ist das fürchterlich und absolut verurteilungswürdig. Und seien wir ehrlich: würde ein muslimisches Land wie z.B. die Türkei so handeln, würde die Diskussion längst nicht so ausufern.
Was die Hamas am 7. Oktober verbrochen hat, ist ebenfalls schrecklich und verurteilungswürdig. Aber ein ganzes Volk dafür auszulöschen darf nicht die Lösung eines Konflikts sein. Und es stimmt: KAN mag zwar politisch neutral sein, die Teilnahme Israels wird von deren Regierung trotzdem heftig als Propaganda ausgenutzt.
Ich liebe das Land Israel. Ich war schon ein paar mal dort, es ist ein wunderschönes Land mit freundlichen, meist offenen und friedliebenden Menschen. Und die Beiträge Israels beim ESC waren in der Vergangenheit ganz oft sehr gut bis sensationell. Es wäre schade, wenn gerade im 70. Jubiläumsjahr Israel nicht teilnehmen dürfte.
Aber sie verbocken es sich gerade selbst. Wenn so viele Länder eine Teilnahme Israels ablehnen und sich vom ESC distanzieren wollen, kann das nicht einfach mit „Dann soll’n se doch wegbleiben“ abgefertigt werden. Damit macht man es sich zu einfach… ungefähr wie auch die ARD, die sich bisher vornehm in der Diskussion zurückhält.
Es ist alles nicht einfach und ich möchte das Problem nicht lösen müssen.
Aber meine Meinung dazu: Länder, die Krieg führen (und diesen ausgelöst haben), sollten solange nicht am ESC teilnehmen dürfen, bis die Greuel beendet werden. Und es muss legitim sein, das Handeln eines Staates zu kritisieren und dieses nicht, wie hier so oft, als antisemitisch zu betiteln, nur weil es Israel ist.
Meinungen, Positionen, Ansichten in Deutschland ändern sich extrem langsam.
Im Fall von Israel kommt dazu, dass die deutsche Vergangenheit die Sichtweise färbt.
Ich vergleiche Änderungen in D oft mit den Ersatzneubau einer kleinen Autobahnbrücke: wo die Nachbarländer dafür nur Monate brauchen, gibt es in D eine Dauerbaustelle über mehrere Jahre hinweg.
Mit deiner Meinung bist du die Masse voraus.
Mich auch…
„nach all den Beweisen, dass Israel Kriegsverbrechen begeht“. Die gibt es gewiss, und ich will gar nicht bestreiten, dass von Israel Kriegsverbrechen verübt werden, auch ich verurteile die israelische Kriegsführung; man sollte aber auch nicht vergessen, dass gar nicht so wenige „Beweise“ von der Hamas kommen, und die war ja schon immer Meister in der Anti-Israel-Propaganda.
Ich finde es gut, dass die Blogger sich um Neutralität bemühen.
Also bitte, Beweise gibt es doch nun mehr als genug angefangen mit den Satellitenbildern und Statements von Mitgliedern der israelischen Regierung
Beim Thema Neutralität der Blogger stimme ich Dir zu.
Von der Hamas gefiederten Bilder sind keine Beweise.
Also das ist eine ganz schön verzwickte Situation für die EBU. Entscheidet im Dezember die EBU, dass Israel am ESC 2026 teilnehmen darf, dann würden Belgien, Irland, Island, Spanien, die Niederlande, Portugal und Slowenien sich zurückziehen. Und wenn die EBU sich entscheidet Israel vom 2026 auszuschließen dann würden sich Deutschland und Italien zurückziehen. Ich persönlich bin übrigens dafür, dass Israel ausgeschlossen werden sollte und hoffe, dass Deutschland und Italien zur Vernunft kommen und es einsehen, dass das die richtige Entscheidung ist und sich deshalb nicht zurückziehen. Ja Israel wurde am 7. Oktober 2023 angegriffen und hat sich dann natürlich gewehrt. Aber was Israel jetzt macht ist einfach nur unterstes Niveau. Und deswegen gehört Israel ausgeschlossen. Allerdings wäre ich dafür Israelische Acts unter Neutraler Flagge teilnehmen zu lassen, da sie ja nichts dafür können.
Wo steht, dass sich Deutschland und Italien zurückziehen würden wenn Israel nicht teilnimmt?
Hier bitteschön:
https://eurovisionfun.com/en/2025/07/italy-and-germany-warn-the-ebu-if-israel-is-out-were-out-too/
Im Gespräch mit N12News behauptete Amir Alon, ein ehemaliges Mitglied der israelischen Eurovision-Delegation, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Italiens und Deutschlands damit gedroht hätten, sich vom Eurovision Song Contest zurückzuziehen, falls Israel ohne klare rechtliche Gründe ausgeschlossen würde.
Und das war vor 2 Monate. Ich habe keine einzige 2. Quelle gefunden. Wunschdenken also.
Okay also unbedeutender Artikel. Von Seiten des SWR kam da nix.
Das Gerücht kam ursprünglich von einer türkischen Seite und hat sich schnell als FAKE herausgestellt
Sorry, Sam, Eurovisionfun ist nicht wirklich eine glaubhafte Quelle. Meine griechischen Freunde sehen die Seite als ziemlichen Witz mit vielen zusammengestoppelten Artikelchen. Peripher hier aber Kontopoulos hat sie wohl in der Tasche, jedenfalls sind sie nicht neutral.
Spannend. Danke für den Link.
Stell dir vor, deine Angehörigen würden seit zwei Jahren nur wenige Kilometer entfernt von einer Terrorgruppe gefangen gehalten und regelmäßig misshandelt und gefoltert. Könntest du in einer solchen Situation einfach weiter deinem Alltag nachgehen – abends essen gehen, ins Kino, so tun, als sei nichts geschehen – während sie unter diesen Bedingungen leiden?
Oder würdest du nicht alles daransetzen, um ihre Freilassung zu erreichen und diesem Schrecken ein Ende zu bereiten? Für mich ist die Antwort eindeutig.
Solange es noch Geiseln gibt und keine ernsthaften Anzeichen dafür, dass die palästinensische Seite an einer Freilassung interessiert ist, hat die IDF aus meiner Sicht das Recht, Maßnahmen zu ergreifen, um die Gefangenen zu befreien – notfalls auch mit militärischen Mitteln. Eine sofortige Freilassung der Geiseln hätte die Situation längst beendet. Stattdessen wird die internationale Aufmerksamkeit für propagandistische Zwecke genutzt, während gleichzeitig weiterhin finanzielle Unterstützung aus dem Ausland fließt – und dann wieder in Waffenkauf gesteckt wird.
Der Fokus sollte aus meiner Sicht permanent auf den Geiseln liegen.
Das Problem ist ja, dass die Familien der Geiseln und große Teile der Zivilgesellschaft die Befreiung der Geiseln korrekt priorisieren aber die Regierung eben nicht.
Wann hat Netanyahu das letzte mal was zu den Geiseln gesagt? Die Geiselfamilien haben mehrfach gesagt, zT mit Belegen, dass Netanyahu die Freilassung sabotiert.
Sein Fokus ist ist eine ethnische Säuberung Gazas, das kommuniziert die Regierung ja auch offen. Was die mit dem Land dann machen ist ein Rätsel, es wird ja Jahrzehnte dauern, das ganze von den ganzen waffenfragmenten zu säubern (in der Ukraine auch). Netanyahu ist kein Freund der Geiseln.
Die ARD würde sich keinesfalls zurückziehen. Das wäre ja auch ein ordentlicher Affront gegenüber dem „befreundeten“ ORF. Und wenn Italien mal wieder nicht dabei sein sollte, wäre das auch nichts Ungewöhnliches. Die RAI hat ja schon oft ausgesetzt.
Mich würde mal interessieren, was der Zentralrat der Juden in Deutschland zur Vorgehensweise der israelischen Regierung in Gaza denkt. Diese wichtige Institution meldet sich immer dann zu Wort, wenn Juden in der Welt bedroht werden und das ist auch richtig, dann die Stimme in der Öffentlichkeit zu erheben. Doch was ist mit illegalem Eindringen und Ausweitung der Besiedlung im Westjordanland ? Ist das wirklich in Ordnung ? Es gibt nur eine Lösung, die schon seit vielen Jahren gefordert wird: Die Zweistaatenlösung mit klaren Grenzen. Solange die israelische Regierung diese Lösung verhindert, wird es weitere Eskalationsstufen geben. Die deutsche Rolle ist aufgrund unserer Vergangenheit immer eine Besondere. Meines Erachtens sollte aber trotzdem auch ein öffentlich-rechtlicher Sender wie der SWR den Mut haben, sich eindeutig zu positionieren. Die Niederlande, Irland und andere Länder sind uns da schon voraus. Die EBU hofft sicherlich, dass es bis Dezember eine politische Lösung für den Gaza-Streifen gibt. Aber wer kann dort nach all den Zerstörungen überhaupt noch leben ?
Du hast ganz vergessen zu erwähnen, dass auch die hamas und ihre vielen anhänger nicht an einer 2-staatenlösung interessiert sind. Ganz im gegenteil.
Netanyahu hat auch gerade wieder gesagt, dass er keine 2-Staaten-Lösung will.
Kein wunder, wenn man sich das ziel der hamas bzws einem grossteil der palästinenser vor augen führt! From the river to the sea
Und andersherum, je extremer/konservativer, umso öfter ist die Rede von Vertreibung, Auslöschung, usw.
ESC: In Israel wird kein Unterschied gemacht zwischen Land, Regierung und Sender. Auch nicht innerhalb der Bevölkerung.
Ebenso bemerkenswert: 2/3 der Israelis glauben, dass alle Einwohner von Gaza Terroristen sind. Propaganda ist effektiv.
Da Israel offenbar tief in einer kollektiven-trauma-psychose steckt, braucht man nichts zu erwarten. Außer noch mehr Todesopfer.
Und in Gaza ist das Durchschnittsalter gesunken auf 18/19 Jahre.
Da sieht man wieder mal, was Krieg in den Köpfen anrichtet. Wenn man sich existentiell bedroht fühlt, sinkt die Fähigkeit, Menschen vom anderen Lager als Menschen zu sehen, und Leute im eigenen Land, die versuchen, dem Feindbildgedanken nicht zu folgen, werden oft als Verräter betrachtet.
Umso bemerkenswerter, dass in Israel so viele gegen die Politik der Regierung demonstrieren, und auch aus Gaza wurde von Protesten gegen die Hamas berichtet, dafür meine Hochachtung.
Und mich würde einmal interessieren, wie der Zentralrat der Juden in Deutschland zur immer stärkeren Verbreitung von Shisha-Bars in Innenstädten steht.
Du merkst hoffentlich selbst, wie antisemitisch Dein Statement ist. Es ist etwa mit dem Angriff der AFD auf die religiösen Institutionen des Islam zu vergleichen, wenn irgendein durchgeknallter Fundamentalist sein Messer gezückt hat.
RTBF, der französischsprachige belgische Sender, der das Land seit Covid in den geraden Jahren vertritt, hat der Presseagentur Belga eine Erklärung übermittelt, in der es heißt, man bereite sich auf den Eurovision Song Contest 2026 vor, habe aber noch keine Entscheidung über die Teilnahme getroffen.
Wie andere Sender werde man den Verlauf der Gespräche zwischen der EBU und den Mitgliedern über Themen wie die Teilnahme Israels abwarten.
Quelle:escxtra.com
KOMISCH – Beim Televoting der Zuschauer gab Irland Israel 10 Punkte, Spanien 12 Punkte und die Niederlande ebenfalls 12 Punkte. Wie bildet ein TV-Sender denn bitte die Meinung der Allgemeinheit dar?
Auch hier gilt: Mobber und Erpresser brauchen wir beim ESC nicht. Wenn die Länder gehen wollen… dann bitte. Sie wissen, wo die Tür ist. Ein kleinerer ESC ist vielleicht genau das, was mal nötig ist.
Diese Ober-Super-Giga-Megalative eines Showevents verträgt auch mal eine abgespecktere Version. Belgien enttäuschte in den letzten Jahren leider auch, die dürfen auch direkt weg bleiben. So bekommen auch mal Länder, die regelmäßg das Finale nicht erreichen, auch mal eine größere Reichweite und eine bessere Platzierung 🙂 (u.a. Aserbaidschan und Australien, it’s your turn!)
Ja sehr speziell, auch in den nordischen ländern.
Die meisten sehen es wohl so wie ich: sie unterstützen zwar israel in der sache aber nicht in der art und weise.
Solange man ein Finale mit mind. 20 Teilnehmern zusammenbekommt, würde das den Gelegenheitszuschauern zumindest in Deutschland wahrscheinlich nicht mal auffallen, wenn weniger Teilnehmer dabei wären.
Bei 20 Teilnehmern kann der Orf selbst eine abgespeckte Show wohl nicht mehr finanzieren.
Hast du dafür eine Quelle? Wie viel teurer wäre es denn dann? Würde mich wirklich interessieren. Denn, wenn das stimmen sollte, würde das ja noch mal eine andere Sicht auf die ganze Diskussion werfen
Die Einnahmen für die 6 Vorfinal Shows würden wegfallen(natürlich wären auch die Kosten niedriger, aber in Summe wäre es wohl eine Negativbilanz, ein Großteil der Fixkosten bleibt ja)
Und zusätzlich müsste ja die Summe der Teilnehmergebühren von geschätzten 37,38 Ländern von den restlichen 20 gestellt werden.
Die werden sich ganz sicher vehement dagegen wehren dass sie jetzt mehr bezahlen sollen. Manche Länder könnten und wollen den Mehr Betrag ja auch gar nicht aufbringen . Übrig bleibt dann der ORF.
Grundsätzlich ist es äußerst unrealistisch von nur 20 Teilnehmerländern auszugehen. Die Teilnahmegebühren gehen außerdem nicht eins zu eins an den Hostsender. Da alles gebucht und vorbereitet ist, ist es auch unwahrscheinlich, dass die Semis ersatzlos gestrichen würden.
Wieso, es wäre doch günstiger ohne Semis. Die Teilnahmegebühren sind ja nur ein Teil und nicht mal der größte der Einnahmen. Jemand hatte letztens gepostet, dass zB Spanien letztes Jahr ca. 325.000 bezahlt hatte, und die sind einer der größten Zahler. Man kann sich also denken, wieviel bei zB Montenegro oder Kroatien rumkommt.
Die Gebühren für die Niederlande werden auf 20000 € geschätzt, die von Slowenien auf 10000. Beim Rückzug von sechs Teilnehmern kommt der schnell eine Million zustande, zumal ja mit Spanien ein Vielzahler dabei ist
Dann noch der Einbruch bei Werbegelder, der Wegfall von Merchandising usw. Also irgendwann wird die Finanzierung auch ein Riesenthema.
Wieso sollten Werbegelder und Merchandising-Einnahmen wegfallen?
NL 0,3 Mio. Slowenien 0,15 Mio.
Ca. Summen: 250.000 NL, 350.000 SPA, 70.000 IRL
Wir reden hier nicht über Größenordnungen, die das Gesamtevent infrage stellen. Nicht einmal, sollte Deutschland nicht teilnehmen. Wegfallende Kosten mal nicht gegengerechnet.
Inwiefern? Das käme den ORF doch deutlich billiger, wenn es 17 Länder weniger sind.
Sehe mein Kommentar auf Seite 1, ganz oben. Übrigens ist Mehrheit der Niederländer einverstanden mit der Entscheidung von Avrotros.
Update: Der ehemalige IDF-Stanschef Halevi, sagt dass bis jetzt im Krieg über 200.000 Bewohner Gazas getötet oder verletzt wurden. Das sind knapp über10% der Vorkriegsbevölkerung.
Na ja! TRT ist jetzt nicht grad die quelle, der ich uneingeschränkt vertrauen würde.
Ich hab keine Ahnung, wie Du auf TRT kommst, das ist vom Guardian u.a. Unter Berufung auf YNET.
https://www.theguardian.com/world/2025/sep/12/israeli-ex-commander-confirms-palestinian-casualties-are-more-than-200000
Ok. Ich habs nur bei trt gefunden.
https://trt.global/world/article/329eea657e8b
Les ich nicht eben weil ich die nicht für immer vertrauenswürdig halte.
Was macht der Lumo, den Dwalin bei Euch im Keller eingesperrt hat?
ETA ich sehe gerade, auch die TRT-Story verweist auf UNET mit Link, ist aber auf Hebräisch.
😁 in der stadt gibts momentan an verschiedenen orten einen esc-restposten-verkauf und da hab ich tatsächlich für den dwalin einen kleinen lumo gekauft. Er hat ihn mit genuss innert 15 minuten in alle einzelteile zerlegt.
😆🤣😆
Je nachdem wo man sich dort aufhält sind wohl auch 50-80% aller Gebäude zerstört. Wie lange es dauern wird das aufzuräumen und was dort noch gefunden wird…
https://www.derstandard.de/consent/tcf/story/3000000275648/kriegskartografen-scher-und-van-den-hoek-zerstoerung-in-gaza-schlimmer-als-in-dresden-1945
Sehr interessanter Artikel, danke!
Ich denke, dass am Ende nicht so heiß gegessen wird wie gekocht. Die meisten der genannten zehn Länder denken über einen Rückzug nach, also definitiv ist da nichts. Die EBU entscheidet dann ja nicht alleine, sondern in Diskussion mit den Teilnehmersendern und da werden sich die allermeisten schon zusammenraufen. Natürlich kommt es auch darauf an, wie sich die Lage in Palästina weiterentwickelt.
Vielleicht einigt man sich auf einen Kompromiss (wobei mir da ein wenig die Fantasie fehlt, wie dieser aussehen könnte), dass Israel einfach ausgeschlossen wird, kann ich mir schwer vorstellen.
Is darf mitmachen, aber Rael wird ausgeschlossen?
Nochmals: Kritik an der israelischen Regierung ist vollkommen legitim. Genauso befürworte ich gewisse politische Sanktionen gegen die Regierung, allerdings eingebettet in ein Gesamtpaket der Befreiung der Geiseln, der Wiederherstellung einer palästinensischen Staatlichkeit, der Auflösung und Bestrafung von Hamas und Hizbollah (das sind die mittlerweile Eierlosen) und die Eindämmung des Iran. Das mögen die Queers for Fears gerne man auf politischen Wege durchsetzen, ich bin dabei !
Terror aber muss es genannt werden, wenn die kulturellen, sportlichen, ökonomischen oder persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten von Menschen behindert oder boykottiert werden aufgrund ihrer religiösen Haltung, ihrer Ethnie oder ihrer Staatsangehörigkeit. Es ist illegitim und nicht rechtsstaatskonform , seinen politischen Willen sozusagen privat auf dem Umweg über die Beeinträchtigung Rechte anderer durchsetzen zu wollen. Das gilt auch für Anlässe, wo Menschen als Bürger eines Staates handeln. Oder wollen wir es wie Trump halten, mit pauschalen Einreiseverboten für Angehörige bestimmter Nationen?
Und wie Rundfunksender auf die Idee kommen können, ein allgemeinpolitisches Mandat zu haben, ist mir schleierhaft
Politik ist die Frage wie man mit anderen verkehrt, also Sitten und Werten, die man vertritt.
Politik sind machtgeleitete Entscheidungen bestenfalls für die Gesellschaft, die sich im Rahmen von allgemein gültigen und akzeptierten Regeln zu bewegen hat.
Dem Vernehmen nach gibt es nächste Woche ein Treffen der Heads of Delegation in Kroatien.
Die sind zwar nicht entscheidungsbefugt, werden aber sicherlich gebrieft werden von den Sendern zu gewissen Themen, vielleicht wissen wir dann sogar schon nächste Woche mehr.
Dazu paßt:
https://www.tagesschau.de/ausland/un-generalversammlung-zu-nahost-100.html
Finde ich gut – und das sage ich gänzlich ohne politische Wertung.
Im Prinzip ist es meinerseits dieselbe Kritik wie als 2022 die Ukraine gewonnen hat – das Televoting ist unglaublich einfach zu kippen. Egal ob durch Sympathie, Solidarität oder, Richtung Aluhut, ob da was gedreht wurde.
Die Teilnahme von u.A. Israel ist wettbewerbsverzerrend, Punkt. Das hat man die letzten zwei Jahre sehr gut beobachten können. Niemand kann mir erzählen, dass es beispielsweise Deutschland mit „New Day Will Rise“ über die letzten 5 Plätze hinaus geschafft hätte. Und dennoch gewinnt Israel damit das Televoting.
Mein Punkt: Wenn Israel während des Konfliktes weiter teilnimmt, wird der Contest als Wettbewerb immer irrelevanter. Abstimmen kann man sich klemmen, wenn man eh schon weiß, wer das Televoting abräumt. Und jahrelang nur Jurygewinner zu sehen, darauf freue ich mich jetzt auch nicht sooo dolle.
Etwas offtopic (und dann doch bisschen politisch): Finde es bei der ganzen Diskussion ein wenig erschreckend, wie schnell die Antisemitismus-Keule ausgepackt wird. Ich würde doch stark bezweifeln, dass eine der weltoffensten Communities rund um einen inklusiven, weltoffenen Wettbewerb mit Antisemiten gespickt sein sollen.
Die pro-Israel Ultras sind von Wording und Tonalität inzwischen deutlich schlimmer als die Palästina-Supporter. Die meisten Leser sind in der Mitte allerdings wie ich auch mehr und mehr auf palästinensischer Seite. Die pro-Hamas Trolle scheinen weg zu sein.
Kann man so sagen. Erstaunlich, dass von Seiten des ESC Kompakt Teams so wenig dagegen unternommen wird – die Kommentarspalten unter Beiträgen bezüglich Israel sind wirklich unerträglich geworden.
Es gibt gute Gründe sowohl für als auch gegen eine Teilnahme Israels. Nennt man aber nur einen GEGEN eine Teilnahme, wird man direkt als Antisemit beschimpft und einem Judenhass unterstellt – tolle Diskussionen, wirklich.
Ja, die Antisemitismuskeule wird ja hier praktisch im Stundentakt geschwungen. Und der Vorwurf verliert ja durch die inflationäre Wortverwendung ja praktisch auch an Gewicht, wenn er tatsächlich mal berechtigt ist.
Also ich führe hier ein Antisemitismus-Florett
Isr dem wirklich so ???
Mir fällt da ehrlich nur ein User ein.
Fast alle anderen versuchen sich doch sachlich zu äußern.
So ganz kann ich deinen Einwand nicht verstehen.
Hätte ich Deinen Kommentar früher gelesen, hätte ich mir meinen sparen können.
Auch ein blindes Schalke-Huhn findet mal ein Korn. 😉😉😉
Und wir haben schon neun davon.
Ich selhe Du bist auch kein Fan vom „Fan“
Dachte an einen anderer Kommentator.
Aber ist auch egal, wer es ist.
Nennt man aber nur einen GEGEN eine Teilnahme, wird man direkt als Antisemit beschimpft und einem Judenhass unterstellt
Das finde ich hier auf ESCK eigentlich gar nicht so extrem. Die meisten, die hier regelmäßig kommentieren, scheinen mir eine ziemlich ausgewogene Meinung zu haben und beide Seiten der grässlichen Medaille zu sehen,
Es wird einem nicht umbedingt an den Kopf geworfen wie auf ET wo ich dann umgekehrt als israelischer Agent bezeichnet wurde, aber der Vorwurf des Antisemitismus, wenn man etwas gegen Die Kriegspolitik sagt oder dass nicht alle Palästinenser Terroristen sind etc. taucht immer wieder auf.
Wenn man irgendwas kritisches sagt kommt ggf der Verweis auf die Geiseln, die ja keiner negiert (im Gegensatz zu Netanyahu). Ich selber hab glaub ich sogar am meisten über die Geiseln gepostet.
Ein gutes Beispiel dafür, dass das Anführungszeichen ein sehr sinnvolles Zeichen ist, das man aber leicht vergisst: Wenn man den Kommentar, auf den Du antwortest, nur überflogen hat, kann man beim Lesen Deiner ersten beiden Zeilen schon kurz überrascht sein oder sogar einen kleinen Schrecken kriegen …
Der erste vernünftige Beitrag hier.
Du hast die Zwickmühle sehr schön beschrieben: Bleiben Israel und/oder Ukraine längerfristig dabei, so wird das Televoting immer verzerrt bleiben, egal was und wie gesungen wird.
Glückwunsch!
Keine Ironie.
Also, was macht die EBU? Sie kann nur verlieren.
Aber das Televoting ist doch eh verzerrt, solange sich die Nordlichter gegenseitig die Punkte zuschustern und wir Dinge wie GRC/CYP, SRB/MNE etc. sehen.
Das perfekte Votingsystem wird es eh nie geben.
Petitessen, die wir akzeptiert haben, die in Summe über viele Jahre betrachtet auch keinen großen Einfluß haben. Ärgerlich oder belustigend sind sie dennoch wie erwartbar.
Aber diese überbordenden Diaspora-Votes, Mitleidsstimmen und Solidaritätspunkte, das ist eine gänzlich andere Dimension der Wettbewerbsverzerrung, die je nach politischem Zeitgeist offen sichtbar zu Tage tritt. Zynisch möchte ich hinzufügen, der nächste Krieg wird den nächsten ESC-Sieger hervorbringen.
Wenn die EBU das alles nicht in den Griff bekommt, stehen dem ESC stürmische Zeiten bevor.
P.S. Selbstverständlich hätte bei jedem anderen Land „New Day Will Rise“ nicht annähernd diese Anzahl an Zuschauerpunkten bekommen. Alles andere zu behaupten ist schon sehr von der eigenen Scheuklappe beeinflußt.
„Niemand kann mir erzählen, dass es beispielsweise Deutschland mit „New Day Will Rise“ über die letzten 5 Plätze hinaus geschafft hätte. Und dennoch gewinnt Israel damit das Televoting.“
Doch, ich erzähl’s Dir. Wenn der deutsche Beitrag ähnlich toll inszeniert und gesungen worden wäre, wäre auf jeden Fall ein Top-Ten-Platz drin gewesen.
Das wäre dann aber eher 5. im Juryvote und 20. im Televote geworden und irgendwo um den 10. Platz geendet. Also dort, wo solche Balladen immer enden.
Die finale Platzierung von „New Day Will Rise“ ist mit der merkwürdigen Punktevergabe vielleicht noch nachvollziehbar, aber auf keinen das „Wie“.
OT: Dank des Kinofests an diesem Wochenende kann man in hunderten teilnehmenden Kinos Filme schauen und nur 5 € pro Ticket zahlen. Habe es genutzt und mit meiner Mutter „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ angeschaut. Sehr spannend und Jonathan Bailey (Bridgerton) ist schon ein Leckerbissen. 😋
Falls ihr also heute und morgen nichts vorhabt, hier könnt ihr gucken welche Kinos in eurer Nähe dabei mitmachen. Vielleicht läuft was was euch gefällt. 🙂
https://www.daskinofest.de/de
Danke für die Info. Mal sehen vielleicht gehe ich mal morgen ins Kino. War schon seit Ewigkeiten nicht mehr.
Ich war heute mit meiner besten Freundin im KaDeWa essen, wir wollten uns mal was gönnen 🤑
Überall viel Gewusel in der 6. Etage und recht voll. Nur im israelischen Restaurantteil war es total leer.
Die Karte hörte sich gut an und wir haben uns einfach gesetzt.
Das Essen war super und der Service 1a freundlich, oki er sprach nur englisch aber, das ist ja schon fast Standard in Berlin.
Wir blieben die einzigen Gäste.
Lange Rede kein Sinn, es macht sich bemerkbar und das ist schade.
Das Israel nach dem 7. Oktober mit aller Härte reagiert, war wohl jedem klar und nur zu verständlich.
Aber inzwischen überspannen sie den Bogen. Netanjahu und seine Schergen stürzen nicht nur Millionen Palästinenser ins Unglück sondern auch jüdische Menschen auf der ganzen Welt.
Braucht es für die Erkenntnis einen Restaurantbesuch? Nein aber es macht es realer.
Was hat das mit dem ESC zu tun, nix.
Sollte Israel aussetzen, ich denke ja.
Aber….was folgt daraus? Der ESC ist nicht das Epizentrum internationaler Wettbewerbe. Was ist mit Sportevents wie den Olympischen Spielen, Welt.- und Europameisterschaften, Filmfestivals, etc.
Es ist eine schwierige, komplexe Frage und kein Spielplatz für Emotionen.
Ich habe keine Lösung.
Der Laden hat aber auch eine unglückliche Location, man ist ja in 5 Minuten im Feinberg‘s und da ist es natürlich schöner und relaxter.
Alles fit bei dir?? 🙂
Yo soweit ok, bei Dir?
Habe mit meiner Mutter heute „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ angeschaut. Ist so eine Art Film die man einfach auf der großen Leinwand geschaut haben muss. Fand ihn cool und Jonathan Bailey noch dazu Eyecandy hoch 1000. 😁
Jepp, Feinberg‘s war ich auch schon ein paar mal. Wohne im Dreh.
Heute ist mir aufgefallen, dass bei Feinberg‘s jetzt „orientalische“ Spezialitäten stehen. Incl. der „“, war das schon immer so, ich glaube nicht?
So wie in den 90ern alle jugoslawischen Restos auf einmal bosnische oder kroatische wurden.
Stimmt, ist immer noch so.
Mein Mann kommt aus Montenegro und ich glaube es gibt nur ein Serbisches Restaurant in Moabit.
Mir fallen in B und K überhaupt keine YU Restos mehr ein. Griechen gibt’s auch immer weniger, liegt wohl daran, dass die Kids dann oft zur Uni gehen im Gegensatz zu Italienern, wo der 1. Sohn übernimmt und der 2. nen Laden im Städtchen nebenan aufmacht
Die Deutschen sind halt immer noch sehr italoaffin, da haben es andere mediterrane Küchen schwer dagegen.
Essen ist halt sehr gut und im Vergleich zu zB Portugiesisch auch günstig. Service ist immer top. Und wie gesagt sie sind sehr clever, hab das in SH oft gesehen, dass die Kinder oder Brüder dann nen Laden oder n Eiscafé dann 1, 2 Städtchen weiter nen Laden aufmachen. Bei den Murats 2 Brüder, Läden fast nebeneinander. Gehen natürlich beide pleite.
Die griechische Küche hat (zumindest hier) auch den Ruf sehr fleischlastig zu sein, auch wenn es natürlich sehr viele vegetarische Speisen gibt. Aber in Zeiten wo der Fleischkonsum tendenziell eher sinkt wirken so fleischlastige Küchen vielleicht nicht mehr so attraktiv, und die italienische Küche hat ja sehr viele bekannte fleischlose Gerichte. Ich sage nur Caprese, Pasta Arrabiata, Risotto usw…
Portugiesen habe ich zumindest hier noch nicht gesehen, in Hamburg mit seiner großen Community sieht es sicherlich anders aus.
Ja gibt’s nicht so viele. In HH gibt’s Du sagst ne ganze Menge. U.a. Auf der Langen Reihe, was mal die große Schwulenstr war. In Köln fàllt mir jetzt auch keiner ein, Berlin hat ne ganze Reihe. Sehr viel Fisch, lecker.
Bei Griechisch ist das Problem, dass die eine eingeschränkte Anzahl an Gewürzen verwenden und vieles sehr ähnlich schmeckt. Ich hatte ja gesagt da war dieser Grieche neben der Reha. War gut aber auch irgendwann langweilig.
Meine absolute Lieblingsstraße in HH. 🙂
Besonders bei den Fleischgerichten ist mir das aufgefallen, diese Grillplatten mit interessanten Namen wie „Meteora“ haben mehrere Komponenten drauf, aber irgendwie wird oft für alles die gleiche Gewürzmischung verwendet. 🙁
Bei Portugiesen soll es oft lecker gegrille Sardinen geben. Und was ich auch sehr mag sind diese Pasteis de Nata, also diese Blätterteigteilchen mit so ner Puddingcreme. 😋
Ist ein bisschen wie Mexikanisch, was auch oft dieselben Zutaten sind, die Frage ist nur ob die Tortilla hart oder weich ist, soft oder hart, offen, gerollt, gebacken etc.
Sardinen gibt’s bestimmt auch, ich tendier allerdings zu Bacalao/Kabeljau oder was ganz neuem. Pasties de Nata mmmm
Oh ja. Diese Tortillas, Tacos, Enchiladas, Burritos, Quesadillas…
Kabeljau mag ich auch sehr gerne, so gebraten und dazu etwas Remoulade. 😋
Wollte übrigens mal sagen dass ich es immer sehr genieße mit dir zu schreiben über alle mögliche Themen. Bist eine sehr wichtige Bezugsperson geworden in den nun 6 Jahren die ich hier bin.
Danke dafür!! ☺️ ❤️
Ja dito, finde das auch sehr angenehm, wie gesagt #mybestescbro! 6 Jahre schon? Aber so lange kennen wir uns noch nicht – 2 Jahre?
Ich trink übrigens gerade nen Rotwein, der sehr mild ist – dieser französische Landwein von Aldi.
Ja, ich bin tatsächlich schon 2019 hier eingestiegen, mein erster Kommentar war am 30.08.2019 unter dem Artikel als Rotterdam zu Host City erhoben wurde.
https://esc-kompakt.de/offiziell-der-eurovision-song-contest-2020-findet-in-rotterdam-statt/
Kann sein dass wir erst seit zwei Jahren intensiver schreiben, aber aufgefallen bist du mir schon davor. 😉
Ich trinke dagegen den Weißburgunder von Lidl, ist auch lecker.
Hahaha Schoko-Hasi hatte ich ganz vergessen!
Willst Du sagen, ich sei Blog-Verhaltensauffällig?
Na ja, wer hat denn noch einen Pinguin als Profilbild?? 😉
Ist sehr praktisch. Wenn irgendwelche Leute über OTs meckern, sag ich immer “Du kannst mich leicht überspringen – Pinguin Avatar.”
Blöd dass du so weit weg lebst, glaube du bist im Real Life ne ganz interessante Person. 🙂
Ich bin tatsächlich Julia Klöckner!
Ach echt?? Ich dachte Manuel Neuer!! 😉
Nein, Klöckner ist noch sympathischer! Hast Du ihre Aktion “Sticker-Verbot auf Laptops im Bundestag” gesehen?
Ber der überascht mich nix mehr…
Sie selber hat aber einen Merz-Sticker auf ihrem!
Griechische Restaurants gibt es hier noch viele.
Balkan Restaurants auch, aber komischerweise außerhalb des S-Bahnrings, eher in den Außenbezirken.
Ein Bosnier noch direkt am S-Bahnhof Grunewald und Nähe Hermannplatz, Bäckerei Sofra, eher Imbiss und Albaner aber die besten Cevapcici der Stadt 👍🏻 und das Gebäck, einfach mega.
In der Kreisstadt in SH wo meine Eltern wohnten gibt’s Witzigerweise 3. Mein Favorit der Laden, wo der Juniorchef im
Sommer ärmellos bedient 😜. In Köln ist gefühlt 50-60% Italienisch, fast alles was in der Pandemie dichtgemacht hat, ist jetzt n Italiener. Burgerläden, die ja ne Zeit lang Mega-trendy waren auch mehr und mehr dicht. Na ja, die Typen haben die alle mit 28!aufgemacht, jetzt haben sie keinen Bock mehr und machen… Start-ups?
Ne, wahscheinlich alle Influenca!! 😜
OT: grade „The last of the proms“ auf 3Sat und die Royal Albert Hall hängt voll mit der Europafahnen.
Das fühlt sich gut an 👍🏻🙋♂️
Wie wäre es mit einer grundsätzlichen Regeländerung der EBU, dass nur noch Länder teilnehmen dürfen, die geografisch in Europa liegen. Dann wären wir neben Israel auch Australien los, aber das könnte man verschmerzen. Oder ein Zusatz im Regelwerk, dass Länder pausieren müssen, die sich zur Zeit des Contests in einer kriegerischen Auseinandersetzung befinden. In dem Fall wäre auch Ukraine nicht dabei.
Das Problem ist, dass es ein Schlag ins Gesicht der Ukraine wäre. Man könnte Länder, die einen Angriffskrieg führen, sperren. Das Problem ist dann, dass Israel vs Hamas als Verteidigungskrieg anfing, der sich dann aber ziemlich deutlich in etwas anderes verwandelte. Also schwierig.
also ich verzichte lieber auf Israel als auf Island, Spanien , Niederlande und Slowenien
und Irland. Auf jeden fall schwere Zeiten für den ESC
Interessant ist übrigens auch die Tatsache, was durch die aktuelle NATO-Diiskussion, jetzt wieder mehr ins Blickfeld gerät: Nämlich dass u.a. Frankreich, Spanien, Niederlande und Belgien weiterhin Gas aus Russland beziehen! Ausgerechnet diese 4 Länder unterstützen Russland weiterhin finanziell!
Crazy. Diese ganzen Sanktionspakete (18? 19?) haben immer noch viele Lücken. Deutschland scheint eines der wenigen Länder zu sein, das die Öl- und Gassanktionen schnell und konsequent umgesetzt hat.
Deutschland hat sich auch am leichtesten getan, die Gassanktionen umzusetzen ohne die Volkswirtschaft zu schädigen, weil es perfekt über das Pipelinesystem norwegisches Gas beziehen kann.
Daß man jetzt LNG Gas aus Rußland als EU Land beziehen darf, aber kein Gas über Pipelines ist ja unverschämt, aber so geht hohe Politik.
Das Problem dahinten: die Verträge sind zwingend aufgestellt ohne Rückfalloptionen – man braucht nur nicht zu zahlen wenn kein Gas fließt.
Die Verträge laufen aus und werden nicht verlängert.
Es wurde explizit von BEL/NL/etc. darauf hingewirkt, LNG-Importe (im Gegensatz zu Pipelines) von den Verbotslisten auszunehmen. Polen hat am lautesten über Deutschlands Gasimporte aus RUS gemeckert, aber selbst noch jahrelang russisches LPG importiert. Endet erst jetzt.
Genauso laufen weiterhin ungestört die Kooperationen im Atombereich in Sachen Brennelemente zwischen Frankreich und Rosatom. Frankreich importiert 2/3 des Urans aus Kasachstan, Usbekistan und Niger – allesamt Länder unter russischem Einfluss, in denen russische Konzerne am Abbau beteiligt sind.
Ein wenig nachgeschaut.
Italien, Ungarn, Frankreich, Spanien, Österreich importieren das Großteil.
Gas, das in den Niederlanden eingeführt wird, ist LNG-Gas, unter einen privaten Vertrag zwischen TotalEnergies und Novatek.
Insgesamt gab es in 2024 achtzehn Lieferungen oder 3,06 Mio. m3 Erdgas, das ist fast 30.000 mWh und etwa 1 Mio. Euro wert. Das meiste Gas wird nach Deutschland exportiert.
Die niederländische Hilfe für die Ukraine beträgt mehrere Milliarden pro Jahr exklusiv Garantien für Staatsanleihen der Ukraine.
Ein Tag ohne ESC-Rückzugsandrohung ist irgendwie ein langweiliger Tag für ESC-Fans.
Was befürchtet wurde, ist heute leider eingetreten. Demonstranten haben für den Abbruch der Vuelta a Espana gesorgt. Zum Glück war heute die Finaletappe und es ging um nichts mehr.
Schade nur für den Sieger Jonas Vingegaard und die weiteren Trikotträger Mads Pedersen, Jay Vine und Matthew Riccitello, sowie den zweitplatzierten João Almeida und den drittplatzierten Thomas Pidcock, denen eine unvergessliche Zieleinfahrt und Siegerehrung geraubt wurde.
Demonstrationen ja, aber in dieser Form ist das eine absolute Frechheit
Ob man das tun sollte weiß ich nicht, aber bringt das eigentlich was? In Deutschland würde sowas wie der Abbruch von bspw Fußballspielen vermutlich nicht zur Unterstützung beitragen…
Erinnert ein bisschen an das Vorgehen der letzten Generation nur in viel größerem Maßstab, finde ich.
Ich habe nichts gegen friedliche Demonstrationen, aber dass das so ausartet finde ich nicht gut
Das war auch mein Gedanke. Und das dürfte „damals“ auch nicht förderlich für den Klimaschutz gewesen sein. Kann natürlich sein, dass das in Spanien anders ist …
Frankreich hatte wegen solcher Störungen ja schon vor Jahren ein Gesetz eingeführt und mehr Möglichkeiten, dagegen vorzugehen.
In Nordmazedonien wird aktuell über eine Rückkehr zum ESC diskutiert. Da jetzt noch diskutiert wird, ist Rückkehr 2026 aber wohl eher unwahrscheinlich, aber für 2027 durchaus möglich.
Laut ynet gibt es außerdem Neuigkeiten zum Thema Israel. Hier ein Teil des entsprechenden Artikels von Google übersetzt:
„Botschaften an Israel zur Beendigung der Eurovision-Krise: Vorübergehender Rückzug oder Auftritt mit neutraler Flagge
Ynet hat erfahren, dass Quellen mit Verbindungen zum Eurovision Song Contest in Europa inoffizielle Botschaften an Israel übermittelt haben, wonach die Ankündigung eines vorübergehenden Rückzugs oder der Auftritt mit neutraler Flagge die Teilnehmerkrise beenden könnte. Es wird erwartet, dass Israel nicht zustimmen wird und keinen einjährigen Rückzug vorschlagen wird, aus Angst, dass dieser dauerhaft wird.“
Ich glaube nicht, dass man diese Optionen annehmen kann.
Wenn man das Angebot der einjährigen Pause annehmen würde, dann wäre das ein Zeichen an Spanien etc., dass sich die Erpressungsversuche lohnen. Also wieso nicht nächstes Jahr noch einmal das gleiche Spiel?
Und ich meine, dass es noch nie in der ESC-Geschichte einen Auftritt nur unter neutraler Flagge gab. Das wäre Wahnsinn. Zumal die israelische Flagge mit dem Davidstern nicht die Flagge der Regierung Netanjahus ist, sondern ein Zeichen israelischer und jüdischer Identität, die man damit bekämpfen würde.
Stimme dir zu. Ich weiß auch nicht, ob eine neutrale Flagge der richtige Weg wäre, aber wenn man dadurch alle Seiten zufriedenstellen könnte, wäre das vielleicht ein Ansatz über den man diskutieren könnte
Denke auch, dass man darüber diskutieren kann. Einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert. So könnte man etwaigen Antisemitismus auch leichter entlarven, wenn das Schutzschild „Israel“ wegfällt und nur die Religionszugehörigkeit/Herkunft der Künstlerin Angriffsfläche bleibt.
KAN würde dem verständlicherweise nie zustimmen. Davon abgesehen sind wir nicht mehr in den 80er, wo alle ihre einzige Info über den ESC in der Hörzu oder der Samstagszeitung bekamen. Wer Israel ist, wird ewig durch die Medien geistern und dann auch von den Kommentatoren erwähnt werden.
Gemäß dem Nachrichtenportal YNET wurden Israel in Bezug auf den ESC 2026 zwei Optionen angeboten, und zwar Teilnahmeverzicht oder Antritt unter neutraler Flagge:
https://www.ynetnews.com/article/7ljh4wlno
Antritt unter neutraler Flagge hängt zusammen mit Änderungen beim Voting und ist nur eine Option von vielen. Dennoch ist freiwillige Rücktritt die bessere Alternative für KAN, damit die israelische Regierung nicht wieder die Werbetrommel finanziert.
Hoffentlich stimmt KAN dem nicht zu!
Die Alternative wäre ein Abstimmung in Dezember … wobei KAN auch aus der EBU ausgeschlossen werden kann. Bleibt für KAN nur die beste der schlechten Optionen und das ist nicht am ESC teilnehmen.
Gut, dass du das alles für die EBU und Kan beantworten kannst.
Manchmal bin ich gut informiert 😉
Ganz nach der Redewendung „Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“?
Nö, ganz beruflich. Avrotros war, NPO ist einer meiner Kunden.
Avrotros und andere Rundfunkanstalten betreuen meine Kollegen.
Und nun ich diese Infos mal wieder bestätigt habe, gleich noch etwas hinterher schieben: es ist bemerkenswert, dass keiner die Reference Group erwähnt hat. Nur einen kleinen Hinweis 😉
Avotros, Porsche, Smotrich – beeindruckende Kunden haben hier viele!
Dagegen hast du die ganze Welt gesehen 😉
Irgendwie passt es hier. ESC Kompakt … Peter … ABBA … Ode to Freedom
Das macht mich alles so traurig….😢
Und genau die Reaktion, die ich eben wieder von Pro-Palästina-Fanatikern bzgl. Hamas erhalten habe, ist der Grund, wieso sie mich diese Leute nie auf ihre Seite kriegen. Deren Beleidigungen gehen mittlerweile runter wie Öl. Ich kann diese Leute nicht ab und das wird sich auch nie ändern. Da kann ich noch so links sein und Israels Regierung verurteilen. Diese Pali-Befürworter lösen in mir Aggros aus, die ich hier nicht beschreiben kann. Sorry.
Gibt es eigentlich bisher Ergebnis von der Untersuchung des Publikumsvote?
Wird nicht veröffentlicht.
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Heute hat die Sängerin Bonnie St. Claire Geburtstag. Sie nahm 1970, 1977 und 1982 am niederländischen ESC-Vorentscheid teil. Sie wird 76 Jahre alt.