Nächster möglicher Rückzug: Irland wird nicht am ESC 2026 teilnehmen, sollte Israel dabei sein

Foto der ersten Probe von Irland
Foto: Instagram @eurovision

Vom düsterem Hexenzirkel über Bubblegum-Spacedog-Pop hin zur… Nicht-Teilnahme? Irland sorgte in den vergangenen Ausgaben des Eurovision Song Contest für unterschiedliche Musikstile und sehr unterschiedliche Ergebnisse. Doch ganz unabhängig davon könnte das ESC-Traditionsland im kommenden Jahr nun sogar komplett fehlen! Der irische Rundfunk RTÉ bestätigt heute offiziell, dass er nicht in Wien dabei sein wird, sollte Israel weiterhin teilnehmen dürfen.

Irland zählt zu den Nationen, die Israels Regierung offen verurteilen und auch in Bezug auf den ESC nichts von der andauernden Teilnahme des Landes halten. Insbesondere Bambie Thug brachte dies bei der Teilnahme in Malmö zum Ausdruck und äußerte sich auch im Nachgang dazu. Erst vor wenigen Wochen verkündete der irische ESC-2024-Act, dass der irische Beitrag aus Malmö, „Doomsday Blue“, erst wieder live performt wird, sobald Israel vom Wettbewerb ausgeschlossen wird.

Bambie scheint nicht die einzige Person in Irland zu sein, die die israelische Teilnahme verurteilt, denn heute hat auch RTÉ, der irische Rundfunk, verkündet, dass man 2026 nicht am ESC teilnehmen werde, sollte die EBU beschließen, Israel weiterhin im Wettbewerb zu dulden. Laut dem irischen Sender könne man dies aus ethischen Gründen nicht unterstützen und würde sich dementsprechend vom ESC zurückziehen.

Irische Medien haben das heutige RTÉ-Statement direkt verbreitet und die Thematik macht aktuell viele Schlagzeilen in der heimischen Presse. Die genaue Aussage des Senders in Irland liest sich wie folgt:

„Auf der Generalversammlung der Europäischen Rundfunkunion (EBU) im Juli äußerten mehrere EBU-Mitglieder Bedenken hinsichtlich der Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest.

RTÉ dankt der EBU für den umfassenden Konsultationsprozess, der im Anschluss an dieses Treffen eingeleitet wurde und für die Option, die Teilnahme (am ESC in Wien, Anm. d. Red.) ohne Strafe bis Dezember zurückziehen zu dürfen.

RTÉ vertritt die Auffassung, dass Irland im Falle einer Teilnahme Israels nicht am Eurovision Song Contest 2026 teilnehmen wird. Die endgültige Entscheidung über Irlands Teilnahme wird nach der Entscheidung der EBU getroffen.

RTÉ hält eine Teilnahme Irlands angesichts der anhaltenden und entsetzlichen Verluste an Menschenleben in Gaza für unverantwortlich. RTÉ ist außerdem zutiefst besorgt über die gezielte Tötung von Journalist*innen in Gaza, die Verweigerung des Zugangs internationaler Journalist*innen in das Gebiet und die Notlage der verbleibenden Geiseln.“

Sollte Irland tatsächlich nicht in Wien dabei sein, so wäre es die erste Ausgabe des ESC seit 1983, bei der Irland freiwillig auf eine Teilnahme verzichtet. Zudem gilt die Grüne Insel weiterhin, gemessen an den ESC-Siegen, als erfolgreichste Nation – gemeinsam mit Schweden. Ein Rückzug des Landes wäre für die EBU sicher nicht leicht zu verkraften, dennoch hat sich ESC-Direktor Martin Green inzwischen relativ gelassen zu den drohenden ESC-Rückzügen einzelner Länder geäußert:

“ (…) Wir verstehen die Bedenken und die tief verwurzelten Ansichten über den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten. Die Sender haben bis Mitte Dezember Zeit, ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest im nächsten Jahr in Wien zu bestätigen. Die Entscheidung jedes Mitglieds liegt bei ihm und wir respektieren jede Entscheidung der Sender. Wir beraten uns weiterhin mit allen EBU-Mitgliedern, um ihre Meinung zum Umgang mit der Teilnahme und den geopolitischen Spannungen rund um den Eurovision Song Contest einzuholen.“

Irland folgt damit dem slowenischen Sender RTV SLO, der ebenfalls nicht in Wien dabei sein möchte, sollte Israel am Start sein. Ähnliche Äußerungen gibt es zudem aus Spanien, Island und den Niederlanden, die ihre Teilnahme allesamt erst im Dezember bestätigen wollen. Erst dann will die EBU eine Entscheidung bezüglich Israel gefällt haben. Dass die Lage im Nahen Osten auch sonst Auswirkungen auf das kulturelle Leben hat, zeigt zudem ein aktuelles Beispiel aus Belgien:

Die ESC-verantwortlichen, belgischen Sender haben sich mehrfach Israel-kritisch während den ESC-Wochen geäußert und sich solidarisch mit den Opfern in Gaza gezeigt. Doch jetzt hat zudem das Flanders Festival Ghent offiziell die eigentlich teilnehmenden Münchner Philharmoniker ausgeladen, da deren Dirigent Israeli ist und seine Haltung zur israelischen Regierung „nicht klar“ sei. Daraufhin zeigte sich die deutsche Bundesregierung empört und nannte die Ausladung „antisemitisch“.

Eine potenzielle ESC-Absage Belgiens erscheint deshalb (und auch wegen der bereits zögerlichen Aussagen bezüglich der Teilnahme in Wien) ebenfalls als recht wahrscheinlich. Sollten alle bisherigen Bedenken zu einer Nicht-Teilnahme führen, wären bereits sechs (!) Länder, die noch in Basel dabei waren, kommendes Jahr beim ESC in Wien nicht mehr am Start.

Was sagst Du zu den angekündigten, potenziellen Rückzügen? Sollte die EBU diese riskieren, um Israel im Wettbewerb zu halten? Lass uns gerne Deine Meinung da. Bitte achte dabei unbedingt auf die Netiquette.



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347 Comments
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Festivalknüller
Festivalknüller
7 Monate zuvor
Reply to  elkracho

Empfehlenswerter Artikel.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor

Danke !

Tim S.
Tim S.
7 Monate zuvor

Nun ja, eigentlich wollte ich mich nicht mehr dazu äußern, aber dann sollte doch lieber Israel zurückziehen, damit sechs Länder, darunter ein Big-5-Land, bleiben. Finanziell wäre das für den ESC katastrophal.

Peach
Peach
7 Monate zuvor
Reply to  Tim S.

Das finde ich aber ein sehr schwaches Argument. Der ESC kann durchaus auch etwas kostengünstiger produziert werden. Vielleicht mal etwas weniger Pyro und LED, so wie in Portugal 2018, war jetzt auch nicht das Ende der Welt.

David E.
David E.
7 Monate zuvor
Reply to  Peach

Ich glaube die Mietkosten für Technik und die paar Gasflammen sind nicht ausschlaggebend für die hohen Kosten. Die Hallenmiete, die Personalkosten etc. machen da mehr aus. Ja, wenn man weniger Technik aufbauen muss, kann man vielleicht den Aufbau um 2 Tage oder so reduzieren. Aber ob ich jetzt 10 oder 50 Scheinwerfer in die Traverse hänge ist eher marginal. Was Zeit kostet, sind die sonderaufbauten: Bühne, Greenroom, etc.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor
Reply to  Peach

Das hat mir gut gefallen !

4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor

Mir auch – sehr wohltuend nach der ganzen größer, lauter, mehr Entwicklung. Man kann die immer teurer werdenden Bühnen kaum noch unterscheiden mit den zahllosen LEDs.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor

Zeitgemäß/modern und dennoch bescheiden schließen sich halt zum Glück nicht gegenseitig aus.

Last edited 7 Monate zuvor by Schlippschlapp71
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor

Es hat auch keiner gemeckert, wenn ich mich richtig erinnere.

jan135
jan135
7 Monate zuvor

Die ganze Situation erinnert mich auch stark an das Trolley-Problem:
https://de.wikipedia.org/wiki/Trolley-Problem

Maypril
Maypril
7 Monate zuvor

Oh Nein, wie sollen wir dann nur ohne den Song über Dolly das Klon-Schaf nächstes Jahr leben?

Ewald Reuter, FDP
Ewald Reuter, FDP
7 Monate zuvor

Zwinkereule Didi Hamann hat das bestimmt angeleiert

sunriseheaven69
sunriseheaven69
7 Monate zuvor

Die Muppet Show hört nicht auf und trotzdem sind sie dann alle im Mai wieder dabei.

Sascha
Sascha
7 Monate zuvor

„Zutiefst besorgt über […] die Notlage der Geiseln.“ Also was tut man? Diejenigen bestrafen, die versuchen, die Geiseln zu befreien.
Es ist Wahnsinn, was für einem kollektiven Wahnsinn so große Teile der westlichen Welt verfallen sind. Die arabischen Völker, die ihren Frieden mit Israel gemacht haben und ihre eigenen Erfahrungen mit Palästinensern gemacht haben, können sich da nur am Kopf kratzen.

Das ist allerdings eine kritische Situation für die EBU. Denn auch bei einer Absage an Israel werden einige Länder nicht mehr mitspielen und ihrerseits ihre Teilnahme in Frage stellen. Und man sollte nicht die riesige Anzahl an Solidaritätsstimmen für Israel in den letzten beiden Jahren vergessen, wenn die ganzen Zuschauer den ESC boykottieren, kann das schmerzhaft werden.
Meiner Meinung nach sollte die EBU den Boykotteuren knallhart die Tür vor der Nase zuschlagen, um zu zeigen, dass man sich nicht erpressen lässt. Wer weiß, wen es dann als nächstes trifft? Da sollte man gar nicht erst mit anfangen.

Noch schlimmer wäre es, Israel auszuschließen, weil das deutlich den Werten des ESC zuwider liefe und, wie es ein Poster sagte, einen ESC der Antisemiten darstellen würde. KAN hat letzten Endes allen Verpflichtungen und Auflagen der EBU Folge geleistet und sich nichts zuschulde kommen lassen.

Ich freue mich jedenfalls darüber, dass hier so gesittet über ein so emotionalisiertes Thema gesprochen werden kann. Wenn ich da wieder auf Xitter gucke, was da alles an Antisemitismus und Morddrohungen kursiert, selbst gegen jüdische Ukrainer, deren eigentlich Thema Ukraine und nicht Israel ist…

Chris
Mitglied
Chris
7 Monate zuvor
Reply to  Sascha

Volle Zustimmung. Danke.

4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor
Reply to  Sascha

Ach Gott wieder das „ESC der Antisemiten“ Geschwurbele. Dass sich mal jemand vom
„Fan“ inspirieren lässt, hätte ich mir nie vorstellen können.
Und Netanyahu versucht nicht, die Geiseln zu befreien. Er hat Verhandlungen über deren Freilassung (mit der offensichtlich nicht vertrauenswürdigen Hamas) mehrfach sabotiert. Dazu gibt es zahlreiche Statements von Geiselfamilien. Die und große Teile der Zivilgesellschaft wollen die Befreiung der Geiseln. Die Regierung will eine ethnische Säuberung Gazas – und das sagen einige Regierungsmitglieder auch ganz offen.

jofan2602
jofan2602
7 Monate zuvor

Ach Gott wieder das „Israel-so-Böse“ Geschwurbele.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Sorry, das sind Fakten. Der Pinguin kritisiert lediglich zurecht die neofaschistische Regierung Israels und keineswegs das Land oder generell das Judentum.

Last edited 7 Monate zuvor by Schlippschlapp71
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor

Er ist mal wieder unerträglich. Ich werde nie begreifen, warum dieser Aggro-Typ angeblich am ESC interessiert ist.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor

Mittlerweile ist kein Milieu von AgD-Dullies und Konsorten mehr sicher…

Last edited 7 Monate zuvor by Schlippschlapp71
jofan2602
jofan2602
7 Monate zuvor

Die Grenzen sind fließend bei den Israelkritikern.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Was Du alles weißt….. Zeig mir doch bitte mal die Quellen hier im Forum.

chris
chris
7 Monate zuvor

Der nächste Wettbewerb wird zu einer Zäsur. Die Wortmeldungen aus vielen Ländern, vor allem Slowenien und jetzt auch Irland, stimmen mich nachdenklich. Bis Mai ist noch viel Zeit. Hoffentlich kommt man bis dahin zu einer guten Lösung.

Waterloo
Waterloo
7 Monate zuvor

… and the winner of the Eurovision Songcontest 2026 is: Hamas!

J. Freizeit
J. Freizeit
7 Monate zuvor
Reply to  Waterloo

So ein schwachsinniger Kommentar, es geht hier um die Teilnahme an einem Song Contest und Israel geht bei der Tötung dieser völlig fahrlässig vor, begeht teils Kriegsverbrechen und bringt Menschen in Gefahr und Schlimmer, dass Länder und Sender unter diesen Umständen das Land nicht dabei haben wollen, ist völlig legitim und definitiv kein Sieg für die Hamas.

jofan2602
jofan2602
7 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

Doch. Die Hamaspropaganda wirkt bei den eh schon vorher antisemitischen Menschen. „Der Jud ist alles schuld“. So denken doch viele deutsche Israelkritiker.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Sorry, das stimmt nicht.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor

@ jofan2602

Welche Kanäle ziehst Du Dir denn rein, daß Du auf solchen atemberaubenden Schwachsinn kommst ?

Last edited 7 Monate zuvor by Schlippschlapp71
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor

Du hast dir aus Versehen selber geantwortet statt dem AgDler.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor

Ich habe es ja gerade noch rechtzeitig gemerkt. Deswegen auch die direkte Ansprache an ihn.

4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor

Sehr gut – es wird natürlich die übliche Tirade gegen die cancel Culture Mafia kommen, da du es wagst, nach Quellen zu fragen. Ich verstehe nicht, wie man so permanent Aggro und unzufrieden leben kann.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor

Tja, ich auch nicht….

Ich suche mir jedenfalls Hobbies, um mich von den negativen Vibes ablenken zu können. Hat zumindest immer ganz gut geklappt.

4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Ich kenne echt niemanden, der sich Hamas-Propaganda reinzieht oder damit übereinstimmt aber sehr viele Menschen, auch jüdische, die gegen die Kriegsführung der Netanyahu-Regierung sind. Du solltest Dich wirklich mal etwas informieren, was im Gaza-Streifen abgeht und wie sich einige Regierungsmitglieder, insbesondere Ben-Gvir und Smotrich, zu ethnischen Säuberungen äußern.

Thomas2000
Thomas2000
7 Monate zuvor
Reply to  Waterloo

Quatsch.

Die Top 3 beim Song Contest 2026 sind:

1. Nächstenliebe.
2. Menschenwürde.
3. Vernunft.

Dascha
Dascha
7 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

Man mobbt aufs Übelste ein Mitglied aus dem Contest und du sprichst dann von Nächstenliebe? 🤢

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Er ist genauso daneben wie jofan2602. Wenngleich aus total entgegengesetzten Gründen….

Alki Bernd
Alki Bernd
7 Monate zuvor

Und versucht jetzt Kreide zu fressen. Mich täuscht er nicht !

Dascha
Dascha
7 Monate zuvor
Reply to  Waterloo

Du liegst leider richtig. Ein Ausschluss trifft die falschen Leute und nützt zudem der Hamas.

4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Als ob irgendjemand bei Hamas je vom ESC gehört hat.

Dascha
Dascha
7 Monate zuvor

Darum geht es doch gar nicht. Es geht um eine zunehmende Isolierung und Ächtung. Das hat die israelische Regierung zu einem gewissen Anteil selbst zu verantworten, aber nützen tut dies dennoch nur der Hamas. Treffen tut dies ja nicht die Regierung, für die Kan eh nichts wert ist, sondern gerade die Opposition. Mit der Regierung können sich in Israel nicht viele Leute anfreunden, aber mit dem ESC-Song fiebern alle mit.

Chris
Mitglied
Chris
7 Monate zuvor

Hat auch was positives: So haben Länder, die fast nie das Semifinale überleben, auch endlich mal die Chance ins Finale einzuziehen.
Mir gefällt diese Doppelmoral nicht: Einerseits ist der Contest nicht politisch, dann instrumentalisieren einige ihn aber sehr stark so wie sie es brauchen und drohen dann mit einer Nicht-Teilnahme.
So what? Dann nehmt halt nicht teil, wenn ihr nicht differenzieren könnt. Die jeweiligen Sendeanstalten sparen Geld, die Televoter auch und wir müssen uns keine schlechten Beiträge anhören.

Vielleicht müssen ein paar Länder einfach mal aussetzen, damit sie dann mit stärkeren Songs und besseren Auftritten glänzen können. Irland hat ja schon (bis auf „Doomsday Doom“) seit Jahren nicht mehr geliefert..

Chris
Mitglied
Chris
7 Monate zuvor
Reply to  Chris

Pardon, „Doomsday Blue“.

Nils
Nils
7 Monate zuvor
Reply to  Chris

Ja, die Argumentation ist schon echt was Besonderes – einerseits behaupten, Israel gefährde die apolitische Natur des ESC (was zuletzt leider auch stimmte), dann aber selbst eine politische Kampagne gegen die Teilnahme Israels fahren.

Tim
Tim
7 Monate zuvor
Reply to  Nils

Die konnten wir bei Island vor 2 Jahren live miterleben:
Schritt 1: Israel darf nicht teilnehmen, weil das Lied politisch ist
Schritt 2: Wir stellen einen zutiefst politischen Kandidaten mit einem zutiefst politischen (Anti-Israelischen Song auf)
Schritt 3: Der Kandidat macht aus dem
Vorentscheid eine 100% Free Palestine Veranstaltung
Schritt 4: Als er verliert verlangt die Fanbubble laustark, die Siegerin habe sich gefälligst in Malmö politisch gegen Israel zu äußern/ zu engagieren.

Auch das irische Kreisch-Halloween-Püppi hat diese argumentative Volte vorgeführt.
Merke: unpolitisch darf der Contest nur sein, solange es nicht gegen Israel geht. Wenn doch, dass ist ALLES erlaubt.

I don‘t care where you come from (except if it‘s Israel), hat schon dieser unmögliche Knilch gesungen. Gibt’s eine noch eindeutigere Definition von maskiertem Antisemitismus? Ich glaube nicht.

Und sowas diskreditiert jegliche fundierte und gerechtfertigte Kritik an Netanjahu und Konsorten.

jofan2602
jofan2602
7 Monate zuvor

Kann es sein, das wegen der ungeklärten Israelfrage, der SWR deswegen noch keine Infos verkündet ob man einen Vorentscheid veranstaltet oder intern nominiert?

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

OT: Soviel ich weiß, hat Toggie heute Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch.

AlexESC
AlexESC
7 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Daraus kann man nichts schließen, da in den letzten Jahren die Infos – mit Ausnahme des ESC-Vorentscheids 2024 (07. September)- auch erst im Oktober, November oder sogar erst Februar (2020) kamen.

Apollo
Apollo
7 Monate zuvor

Absolut verrückt diese Welt – jetzt fehlt nur noch „Kauft nicht bei Juden“. Die Länder sollten sich schämen. Ich möchte das auch nicht akzeptieren – weil, dass Volk Israel hat das nicht verdient.

Tobiz
Mitglied
Tobiz
7 Monate zuvor
Reply to  Apollo

Dämlicher Kommentar.

Alex John
Alex John
7 Monate zuvor

🇳🇱 Der niederländische Sender AVROTROS hat eine Erklärung zu seiner ESC 2026 Teilnahme abgegeben.

„Die Teilnahme von AVROTROS am Eurovision Song Contest 2026 wird nicht möglich sein, solange Israel von der EBU zugelassen wird“.

https://www.avrotros.nl/article/avrotros-trekt-grens-bij-songfestival-2026~1176/

4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor
Reply to  Alex John

Hab sowas erwartet heute, das oder Belgien. Es kam ja jeden Tag eine neue Sache, was PR-technisch natürlich sehr geschickt ist, da so Druck aufgebaut wird. Funktioniert auch, wie bereits erwähnt / Irland und die ganze Sache waren gestern auf der Homepage vom Guardian.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor

Dabei galt NL lange Zeit als israelfreundlich eingestellt, vor allem weil es dort sehr viel jüdisches Leben gibt (ist in Irland und Island bekanntlich nicht so).

Last edited 7 Monate zuvor by Schlippschlapp71
ESC1994
ESC1994
7 Monate zuvor

Im Belgien (besonders Antwerpen) gibt es auch ne große Gemeinde.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Allerdings wird auch der Nahostkonflikt auf das Fadenkreuz Flandern gegen Wallonie umgemünzt, ähnlich wie in Nordirland/Republik Irland…

Last edited 7 Monate zuvor by Schlippschlapp71
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor

Ja verblüfft mich auch. Aber AVOTROS scheint seit dem Joost-Fiasco eh auf Krawall gebürstet.

Jofan2602
Jofan2602
7 Monate zuvor

Wenn ich ein Bürger in den Niederlanden wäre, der jüdischen Glaubens ist, würde ich so schnell wie möglich aus diesem Land fliehen. Das Gleiche gilt für Slowenien, Belgien, Irland und Spanien. Denn sicher können sich Menschen mit jüdischen Glauben spätestens seit heute nicht mehr sein.

Alki Bernd
Alki Bernd
7 Monate zuvor
Reply to  Jofan2602

Lenny Kuhr zum Beispiel ist von Pally-Aktivisten angegriffen worden, da Jüdin

Anmey
Anmey
7 Monate zuvor

Ist die Frage ob das wirklich koordiniert ist oder einfach eine Kettenreaktion nachdem Slowenien vor zwei Wochen damit angefangen hat.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Ich würde eher Letzteres vermuten….

Anmey
Anmey
7 Monate zuvor

Ja, ich auch.

Dascha
Dascha
7 Monate zuvor
Reply to  Alex John

Diese Erpressungsversuche kotzen mich einfach nur an. 🤢

Jorge
Jorge
7 Monate zuvor
Reply to  Alex John

Immer lustig, wenn die eigene Entscheidung als unvermeidlich und extern bestimmt dargestellt wird. Der Wortlaut gleicht anderen Erklärungen, also ist das auch untereinander orchestriert.

Alex John
Alex John
7 Monate zuvor

OT

🇸🇪 SVT hat 3.888 Songs für das Melodifestivalen 2026 erhalten, ein Allzeitrekord und eine Steigerung von 1.094 im Vergleich zum Vorjahr.

https://www.instagram.com/stories/melodifestivalen/3719955343079157923?utm_source=ig_story_item_share&igsh=MW5jMGZwb2E1a3QxYw==

ESC Jul
ESC Jul
7 Monate zuvor
Reply to  Alex John

Bin schon gespannt auf die ersten Leaks im Oktober

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor

Momentan überstürzen sich die ESC-Neuigkeiten, leider nicht in positiver Sicht.
Deswegen sollte die EBU jetzt schon über die Teilnahme Israels entscheiden, Dezember wäre viel zu spät… Die Folgen sind so oder so bescheiden, über Wien 2026 liegen jetzt schon große Schatten.

Die Verantwortlichen bitte alle an einen Tisch und schleunigst verbal abrüsten !
Derzeit sieht es nach einem „ESC auf Trümmern“ aus und darauf kann wirklich niemand Lust haben.

Hilfe, jetzt beteilige ich mich auch schon an „Untergangsszenarien“, die in sozialen Medien verbreitet werden….

Last edited 7 Monate zuvor by Schlippschlapp71
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor

Ja, es ist gerade ein Schneeballeffekt, der das Thema auch in traditionelle Medien bringt. Von daher jetzt schnelle Entscheidung.

Last edited 7 Monate zuvor by 4porcelli - Help the🦦 save his people United24
Anmey
Anmey
7 Monate zuvor

Ich kann auf jeden Fall verstehen, wenn man bei der EBU not amused ist; da beginnt man einen Konsultationsprozess mit Enddatum Dezember und im September kommen diese Sender um die Ecke und tragen alles in die Öffentlichkeit. Mittlerweile würde ich allerdings auch sagen, dass man nicht mehr bis zur Generalversammlung warten kann. Man wird ja in diesem Prozess die Positionen der Sender abgefragt haben und wissen, wie die Abstimmung ausfallen würde; da kann man dann auch jetzt einen kurzfristigen Vorstandsbeschluss fällen.

Jana Manger
Jana Manger
7 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Warum aufschieben und das Thema weiter absitzen? Jetzt, vor dem nächsten Contest, ist der richtige Zeitpunkt um darüber zu sprechen. Die öffentlichen Statements sind die richtige Entscheidung von den Sendern und üben gleichzeitig auch Druck aus und untermauern wie wichtig das Thema ihnen ist.

4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Zumal das Thema ja nicht erst seit gestern schwelt. Und wurden nach dem 2024 Fiasco nicht neue Leute (u.a. Mark Green, aber ich meine es waren noch andere Posten im Gespräch) reingeholt um das ganze aufzuarbeiten und zu verbessern? Haben die irgendwas gemacht? Darauf könnte man ggf. auch aufbauen.

Dascha
Dascha
7 Monate zuvor

2025 war’s meines Erachtens nach doch schon erheblich besser als 2025. Die Künstler waren während der ESC-Woche zu allen nett.

Last edited 7 Monate zuvor by Dascha
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
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7 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Das fand ich auch sehr angenehm, leider machte der überfütterte Hamster dann mit seinem Interview ganz schnell alles wieder kaputt. Und die Nahost-Thematik wurde nicht wirklich angegangen.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
7 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Marko Bosnjak hat nach seinem Ausscheiden gegen Israel gehetzt (bei Kyle Alessandro würde es mich auch nicht wundern). ansonsten gab es keine Vorkommnisse.

Last edited 7 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
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7 Monate zuvor

Auf Marko Bosnjak und sein Chaos-Lied hätte man eh gerne verzichten können.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
7 Monate zuvor

Ich auch…

Anmey
Anmey
7 Monate zuvor

Ich würde auch sagen, dass die Maßnahmen gewirkt haben und es 2025 schon viel besser lief als 2024. Diesen Sendern ist das aber ja offensichtlich nicht genug.

4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
7 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Es geht ihnen ja um die Teilnahme Israels generell während der Krieg läuft. Yugoslawien ist damals ja auch rausgeschmissen worden wegen grausamer Kriegsführung und ethnischen Säuberungen (dadurch wurde der Begriff ja überhaupt erst bekannt). Ich weiß jetzt allerdings nicht mehr, was die offizielle Begründung war

Anmey
Anmey
7 Monate zuvor

Jugoslawien stand ja unter UN-Sanktionen und soweit ich weiß, durfte der Sender deswegen dann gar nicht der EBU beitreten. Ein heute undenkbares Szenario.

Jorge
Jorge
7 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Gerade weil man den Dezember als Zieldatum kommuniziert hat, werden sich viele Sender in diesem Prozess darauf berufen und bis dahin alles offenhalten wollen. Ein Thema kleinteilig halten wollen, klappt bei der Bedeutung der Angelegenheit und der Vielzahl von Protagonisten eben selten.

Anmey
Anmey
7 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Ich glaube auch nicht, dass der ESC an diesen drei Monaten zugrunde geht. Aber es steht ja nicht in Aussicht, dass sich bis Dezember an der Ausgangslage irgendwas ändert.

ESC1994
ESC1994
7 Monate zuvor

Fände es auch gut wenn jetzt schnell eine Entscheidung gefällt wird. Über den ESC 2026 liegt so oder so schon ein Schatten was mir gar nicht gefällt. 😐

Richtig schlimm sind momentan bei ESCYounited die üblichen Verdächtigen die sich bei jedem Sender der sowas vermeldet einen runterholen und wenn Israel gebannt wird ne Pulle Schampus öffnen. Weiß echt nicht was es da zu feiern gibt!! 🤢

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
7 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Ich auch nicht….. Mir reicht schon, wenn ich diese Person auf dem Titelbild sehen muß.

Last edited 7 Monate zuvor by Schlippschlapp71
Jorge
Jorge
7 Monate zuvor

Der ESC wird nicht an Teilnahmeboykott zugrunde gehen.
Das passiert eher, wenn EBU-Mitglieder ihre eigenen Regeln in die Tonne treten.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
7 Monate zuvor
Reply to  Jorge

„United by Music“ ist damit nur blanker Hohn

Andi
Andi
7 Monate zuvor

Man muss dem ganzen Drama auch was positives abgewinnen: Deutschland landet in Wien auf Rang 8. Das ist zwar immer noch der letzte Platz (weil nur 8 Länder mitmachen), aber dieser Platz hört sich gut an 😎

ESC1994
ESC1994
7 Monate zuvor
Reply to  Andi

Wo hast du das bitte gelernt?? Auf der Mario Barth-Schule?? 🙄

Andi
Andi
7 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Du darfst gerne in den Keller gehen zum Lachen.

ESC1994
ESC1994
7 Monate zuvor
Reply to  Andi

Und du gerne auch mal nichts schreiben wenn du nix sinnvolles zu sagen hast.

elkracho
Mitglied
elkracho
7 Monate zuvor
Reply to  Andi

Du darfst gerne in den Keller gehen zum Lachen.

Dort wird der Witz aber auch nicht besser.
Habe es ausprobiert.

Dascha
Dascha
7 Monate zuvor

Steht in den EBU-Regularien eigentlich kein Wort zu gegenseitigem Respekt der Sendeanstalten? Erpressung kann doch nicht aufgehen?

Anmey
Anmey
7 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Lief ja damals bei Russland genau so. Und zu Kan hat doch keiner von diesen Sendern irgendwas gesagt, da geht es nur um die israelische Regierung.

Last edited 7 Monate zuvor by Anmey
Matty
Matty
7 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Leider nicht, es gibt nur den Code of Conduct für die ESC-Teilnahme.

Alki Bernd
Alki Bernd
7 Monate zuvor

Greta Thunichtgutberg ist ja auch auf dem Weg nach Pallywood – mit dem Dampfer ! Man kann nur sagen: Goodbye Eisberge, hello Wassermelonen!

Alki Bernd
Alki Bernd
7 Monate zuvor

Schade, es wird ohnehin nur noch zwei ESC geben bis in UK, Frankreich, Spanien und womöglich auch in Deutschland die Rechtsextremisten an die Macht gewählt und zunächst die Öffentlich-Rechtlichen und dann das Queere abschaffen werden.

Da hätt ichs nochmal gerne vollständig gehabt.

Ich trauere aber eigentlich nur um die morgentliche Erbauung durch den Deutschlandfunk, der ESC ist mir nach den letzten zwei Jahren Schnurz.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
7 Monate zuvor
Reply to  Alki Bernd

Ich bin auch DLF-Hörer und sehe alles nicht ganz so schwarz.