Jendrik nach dem ESC 2021: „‚I Don’t Feel Hate‘ ist nicht eines meiner besten Lieder“

Kurz nach Ende des ESC 2021 und damit dem vorletzten Platz für Deutschland mit dem Song „I Don’t Feel Hate“ gaben Jendrik und die Delegationsleiterin Alexandra Wolfslast ein Statement vor deutschen Medienvertretern im Pressezentrum von Rotterdam ab. Auch wenn beide sich natürlich einen besseren Platz gewünscht hätten, waren sie keinesfalls geknickt, sondern zeigten sich mit dem Verlauf der letzten Tage und Wochen (Alexandra Wolfslast) bzw. der Erfüllung ihres persönlichen ESC-Traums (Jendrik) zufrieden.

Doch nicht nur das sorgte bei einigen Pressevertretern für Erstaunen („Du bist wahrscheinlich der fröhlichste Verlierer, den wir je hatten.“), sondern auch die Tatsache, dass Jendrik sich selbst als „hinterhältig“ bezeichnete, weil er gewusst habe, dass „I Don’t Feel Hate“ zwar den deutschen Jurys gefallen, nicht aber international ankommen würde. Seine „geilere Musik“ möchte er gerne demnächst veröffentlichen.

Während wir dieses denkwürdige Pressestatement sacken lassen und in den nächsten Tagen einordnen werden, könnt Ihr den O-Ton hier nachlesen oder unten im Video sehen.

Jendrik: Mir geht’s super. Ohne Scheiße. Ich habe schon irgendwie vor zwei, drei Monaten erwartet, dass es nicht so wird, wie andere erwarten. Aber, ja, ganz ehrlich, mein Ziel war es, hierher zu kommen. Und ich habe die deutschen Jurys überzeugt mit meinem Song, dass ich hierher komme. Und Voilà – oh mein Gott, das ist einer der Songs – ich bin happy. Ich bin wirklich happy. Das ist voll Scheiße, das zu sagen jetzt gerade, oder?

Stimme aus dem Off: Du bist wahrscheinlich der fröhlichste Verlierer, den wir je hatten.

Jendrik: Waren die anderen so unfröhlich? Ohne Scheiß, ich bin wirklich ehrlich, ich bin happy. Gerade mit heute. Weil heute war ein Tag, wo wir wirklich irgendwie nochmal erlebt haben, was der ESC eigentlich bedeutet. Und das ist zusammen zu sein und zusammen zu feiern. Und zusammen Musik zu feiern. Das war die letzten zehn Tage nicht so. War’s wirklich nicht. Ich wollte hierher kommen, um Musik zu feiern, um das ganze Ding zu erleben im real life, weil ich das nur vom Fernsehen kannte. Und das konnte ich. Das konnte ich wirklich und das ist einfach … Ja, danke an die deutschen Jurys, dass ich das erleben konnte.

Stimme aus dem Off: Das tröstet natürlich. Aber tut es nicht trotzdem weh, dass ausgerechnet vom Publikum zero Punkte kamen.

Jendrik: Nein, ehrlich gesagt, nein. Weil ich habe jetzt irgendwie 8.000 Follower mehr, also von heute. Nicht insgesamt. Insgesamt habe ich – keine Ahnung – 30.000 Follower mehr, wo ich sage: Cool. Es gibt Leute da draußen, die meine Musik mögen. Und „I Don’t Feel Hate“ ist eines meiner Lieder, wo ich sage: ja, es ist nicht eines meiner besten. Ich habe geilere Musik da draußen. Und zu sagen, ich kann die rausbringen und es gibt Leute, die die hören möchten, ist schön. Ja, es ist irgendwie ein schönes Gefühl.

Stimme aus dem Off: Wie geht’s weiter? Der ESC ist das eine. Aber Du hörst jetzt nicht auf?

Jendrik: Ja, keine Ahnung. Also ganz ehrlich, ich muss ganz ehrlich sagen, dieses Ganze (er meint den ESC), so etwas hier macht mir Spaß. Aber meine eigene Musik machen, macht mir auch Spaß. Es ist eine Frage von Budget tatsächlich gerade, ob ich das Geld habe, um jetzt irgendwie weiterzumachen eigene Musik rauszubringen. Nee, wobei, ich habe jetzt gerade ein bisschen Geld angespart. Das heißt, nächste Woche nehme ich neue Musik auf. Und dann mal sehen. Ich werde auch meinen nächsten Traum jagen.

Stimme aus dem Off: Im Fernsehbild war zu sehen, dass die ganze deutsche Bank ziemlich abgefeiert hat, als gerade Italien dran war. Habt Ihr das die ganze Zeit so abgefeiert oder was sagst Du speziell zum Italienischen Sieg?

Jendrik: Die sind geil. Die sind wirklich geil. Also nicht nur sexy, weil ich glaube, das ist so das Allgemeine, dass man sagt, boah, die sind mega-sexy, vor allem der Mainsinger und die Bassspielerin und der Schlagzeuger. Die sind nicht nur sexy, die sind vor allem super sympathisch. Und ja, ich gönne es denen zu 100%, weil die haben es verdient. Die sind verdammt geil.

Stimme aus dem Off: Wurdest Du noch mal antreten, Jendrik, beim ESC?

Jendrik: Ja, schon. Ich glaube, beim nächsten Mal würde ich nicht einen Song wählen, wo ich weiß, der würde bei den deutschen Jurys ankommen, sondern ich würde einen Song wählen, wo ich weiß, der würde auch international gut ankommen. Aber ich glaube, dass ich nächstes Jahr keine Chance habe, weil die deutschen Jurys sagen würden: „Öh, Zweitletzter, öh, den nehmen wir nicht nochmal.“ Natürlich, das ist normal. Ich glaube … mal sehen, vielleicht in zwei Jahren, in drei Jahren, in vier Jahren. Ich habe verdammt geile Lieder. Ich habe verdammt schöne Lieder vor allem. Ich glaube, „I Don’t Feel Hate“ war dieses Jahr ein Song, wo ich wusste, der wird von den deutschen Jurys ausgewählt. Ein bisschen hinterhältig, ne? Aber ich habe mir das schon gedacht. Mal sehen, ich glaube, ich bin da ganz offen. Wenn ich das Gefühl hätte: Boah, ich hätte Bock, das nochmal zu machen. Dann mache ich’s, dann versuch ich’s. Wenn nicht, dann nicht.

Benny: Alex, bist Du auch glücklich und zufrieden eigentlich? Würde mich noch interessieren.

Alex Wolfslast: Naja, glücklich? Ich hätte mich natürlich über einen besseren Platz gefreut, das ist ja ganz logisch. Aber ich bin ganz stolz auf Jendrik, weil ich finde, er hat super abgeliefert. Wir haben eine sehr gute Inszenierung gemacht. Ich bin erstmal vor allem total glücklich, das hier erleben zu dürfen. Endlich wieder ein Event zu haben

Jendrik: Oh, mein Gott, ja!

Alex Wolfslast: Das Motto „Open up“ ist hier echt aufgegangen. Und es war ein ganz, ganz besonderer Moment. Und das war ein schwieriger Weg auch mit den Auflagen, die wir alle durchmachen mussten. Aber am Ende des Tages muss man echt ein Riesen-Kompliment auch an Rotterdam machen und vor allem auch hier an den Broadcaster. Was die in dieser Zeit durchmachen mussten, um das so auf die Beine zu stellen. Und wir haben es geschafft, dass wir Dich (sie schaut Jendrik an) hier auf die Bühne gebracht haben. Wir sind alle gesund, wir sind alle 800 Mal getestet. Wir sind happy, wir sind dankbar.

Jendrik: Leute, großes Kompliment ans ganze Team. Insgesamt! Nicht nur das Team hier, sondern das deutsche Team. Insgesamt: supergeil. Auch wenn Ihr jetzt sagt: Oh, Scheiße, ist schon wieder zweitletzter Platz. Nein, wir haben einen geilen Job gemacht. Ohne Scheiß, die haben einen geilen Job gemacht. Und die machen weiterhin einen geilen Job. Also, supportet die, weil: Ja, es ist der richtige Weg.



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Dirk BPunkt
Dirk BPunkt
4 Jahre zuvor

Wie beim Fußball, wenn ein Spieler der Verlierermannschaft direkt nach dem Spiel gefragt wird, woran es gelegen hat. Kann man das nicht mal am Morgen danach machen?
Er wird heute sicher einiges bereuen, was er gesagt hat.
Da hätte Alex W. Ihn auch schützen müssen. Das hätte Herr Schreiber gemacht, indem er das Wort von Anfang an übernommen hätte 🙃

Ich finde, der Auftritt war gut, hätte eher null Punkte von den Jurys und ein paar vom Televote erwartet.

Daniel
Daniel
4 Jahre zuvor

Ich finde unter Alkoholeinfluss und Enttäuschung, die definitv in ihm Unterbewusst sitzen wird, kann man so ein Interview machen. Nennt sich auch Selbstschutz…

Nicht jeder kann perfekt reagieren in einer solchen Situation, finde das wahnsinnig menschlich und sowas bräuchten wir mehr in der Gesellschaft.

By the way, im aufgeschlüsselten Ergebnis der Publikumsabstimmung kam Jendrik doch recht häufig auf Plstz 13|14|15. UK Spanien und Niederlande sehr häufig bottom 3…..so schlecht fand es Europa also nicht.

Brötchen
Brötchen
4 Jahre zuvor
Reply to  Daniel

Sehe ich auch so.

Ich bin und bleibe ein „Hater“ dieses Lieds und die Stage Show war furchtbar.
Aber ich mag weiterhin Jendrik als Person sehr gerne und sehe in dem Interview einen betrunkenen Quasselkopp, der gerade eine extreme Erfahrung verarbeitet. Sowas ist doch schon fast traumatisch. Ich wäre emotional absolut überfordert. Zum einen als Fan dort zu sein und eine tolle Zeit zu haben, um dann vor 200 Millionen Menschen so hart zu floppen und im Internet verrissen zu werden. Das geht auch an ihm nicht spurlos vorüber.

Rike
Rike
4 Jahre zuvor
Reply to  Daniel

Wo kann ich den die aufgeschlüsselten Ergebnisse einsehen? Könntest du mir einen Link schicken? Das wäre prima.

Alexandra
Alexandra
4 Jahre zuvor

Diese Kommentare hier.. schlimm.
Ist doch nicht tragisch das Deutschland so schlecht abgeschnitten hat. Das war uns doch allen bewusst und Jendrik auch. Er hatte einfach seinen Spaß und das war sein Ziel. Es ist auch nicht seine Schuld. Immerhin wurde er von einer internen Jury ausgewählt. Das er selbst es schaffen würde, hätte er ja niemals gedacht und wieso sollte man dazu Nein sagen? Nehmt das ganze doch mit Humor! Deutschland wird irgendwann auch mal wieder ganz vorne mitspielen. Bis dahin, genießt die Show. Ich hatte letzten Abend auf jeden Fall eine super tolle Zeit und bin dankbar, dass der ESC überhaupt stattfinden konnte. Dieser Jahrgang war unfassbar stark und es war spannend wie lange nicht mehr!

Frederik
Frederik
4 Jahre zuvor

11.82

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  Frederik

42 😉

Serwo
Serwo
4 Jahre zuvor

Weia, bei den Kommentaren wünscht man sich tatsächlich, dass einige mal die Message unseres Songs eher noch reflektieren würden. 😬

Dieser ganze Hass hier liest sich, als hätte der Jendrik Volksverrat begangen. Nun, sicher nicht das aller symphatischste von ihm, aber den Typen werdet ihr im Leben nie wieder sehen. Er hatte seinen Spaß und hat das auch immer betont, dass das für ihn in erster Linie wichtig ist – da wurd er hier noch bejubelt. Jetzt tritt hier ne krasse Welle des Hasses ein – ich schmeiß mal ’ne Runde Baldrian!

Wir haben alle seine TikToks gesehen. Bevor irgendwer vom NDR von seinem Videodreh gehört hat, muss der Song ja schon geschrieben worden sein. Dass er das also extra nur für die deutsche Jury getextet hat – Bullshit.

Und BITTE, macht euch rhetorisch NICHT mit zweifelhaften Populisten-Argumenten eins á la „Ich will meinen Rundfunkbeitrag zurück“. Erstens habt ihr da – ja, verrückt – deutlich mehr von als bloß einen Abend ESC. Zweitens ist die Eurovision deutlich günstiger als eine klassische Samstagabendshow im Ersten. Da hat jetzt niemand einen grossen Verlust erlitten.

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  Serwo

Kannst Du eigentlich lesen oder glaubst, dass das nicht nötig ist, wenn man an einer Diskussion teilnimmt?

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Und hast Du Serwos Kommentar überhaupt richtig gelesen bzw. alle Kommentare davor? Vielleicht waren ein paar Worte ein bisschen stark gewählt, aber sonst passt doch alles. Das mit den Rundfunkgebühren kam in diesem Thread zwar noch nicht vor, aber er hat damit ein Argument der „Gegenseite“ vorweggenommen, das schon ab und zu mal hier gebracht wurde.

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Also, es gibt hier erstens keinen Hass, sondern eher Spott und zweitens bauen wir uns hier keine Pappkameraden auf, um danach darauf zu schießen.

Die ESC-Fans sind wohl die größten Anhänger des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems,

sam
sam
4 Jahre zuvor

Es gibt was neues zu den Einschaltquoten. Insgesamt sahen das Finale 7,74 Mio Zuschauer. 6,54 Mio in der ARD selbst und 1,2 Mio auf ONE.

https://eurovoix.com/2021/05/23/%f0%9f%87%a9%f0%9f%87%aa-germany-7-7-million-viewers-watched-the-grand-final-of-eurovision-2021/

Brötchen
Brötchen
4 Jahre zuvor
Reply to  sam

Man darf dabei auch nicht vergessen, dass den ESC Haushalte zusammen als Gruppe gucken oder auch in Corona Mini-Viewing Partys stattfanden (oder halt echte Viewing Partys. Wir kennen ja wie Leute sind) und zudem noch Livestream Zahlen dazukommen.
Also mindesten 8 Millionen, aber bestimmt sogar noch mehr haben den aus Schland gesehen.

schorschiborsch
schorschiborsch
4 Jahre zuvor

Die Hoffnung stirbt zuletzt – da scheint wirklich was dran zu sein. Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären, dass gefühlt 99% der Fans eine miese Platzierung Jendriks erwarteten, aber gleichzeitig insgeheim doch auf irgendein diffuses Wunder gehofft haben, dass der Song wie aus dem Nichts plötzlich die europäischen Massen begeistert…wie soll das gehen? 🙂
Davon abgesehen: ich war einfach glücklich, dass der ESC stattfand. Nicht mehr und nicht weniger. Es war echt ein tolles Fest!

NZL
NZL
4 Jahre zuvor

Jendrik sollte wirklich keinen Alkohol trinken, wenn er danach noch Interviews geben muss. Ich muss schon sagen, dass er super reflektiert ist, was seinen Song und die Vorauswahl anbelangt. Das ist Humor, der nur in Deutschland funktioniert und dieses „internationale“ Expertenpanel besteht nur aus Deutschen. Das habe hat mich schon in den letzten Jahren verwundert. Jendrik trifft keine Schuld. Aber der Sidekick an die Fans und Medien ist schon legendär. Da kann sich sogar Kümmert noch eine Scheibe abschneiden.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
4 Jahre zuvor
Reply to  NZL

Ähm, nein? Zwei Jurys waren bei der Vorauswahl im Spiel. Eine 100-köpfige aus Deutschen und die 20-köpfige internationale, die tatsächlich mit ehemaligen internationalen ESC-Juroren besetzt war. Zumindest war es in den letzten Jahren so.

Rike
Rike
4 Jahre zuvor

Manoman Jendrik, man betrinkt sich erst nach der Pressekonferenz!!!!!

Ich mag das Lied immer noch und fand, dass es gestern der beste Auftritt war, den er hingelegt hat. Ich bin ja sehr gut im Schönreden und hatte inständig gehofft, dass wir einige Punkte mehr bekommen. Dafür hätte es beim Auftritt aber eine bessere und sehenswertere Inszenierung geben müssen. Es ist wie es ist. Das Lied war einfach zu schwach für den ESC. Dafür hatte ich aber einen wirklich schönen Abend und bin sehr gut unterhalten worden.

Jendrik hat sich in der Pressekonferenz ja wirklich um Kopf und Kragen geredet. Ich glaube aber, dass seine Aussagen wirklich dem Alkohol und der Situation geschuldet waren. Er hat so viel dafür getan, zum ESC zu kommen. Man produziert nicht ein Video aus eigener Tasche mit 10.000 Euro, wenn man nicht daran glaubt. Man macht sich nicht die Mühe, die Location, das Equipment, die Leute vor und hinter der Kamera zu organisieren, wenn man nicht an sein Lied glaubt. So viel Zeit, Mühe, Geld und Herzblut steckt man nur in etwas, was einem wirklich viel bedeutet.

Ich glaube ja, dass er den Druck unterschätzt hat. Sein Lied kam ihn Deutschland und international nicht so gut an. Es war abzusehen, dass er wenig Punkte bekommen würde. Ich denke, dass er sich davor wappnen wollte und sich dann alles mögliche eingeredet hat, warum es trotzdem gut ist, da zu sein. Bin jetzt einfach mal auf die weiteren Interviews ohne Alkohol gespannt.

Ich fand es schön, dass James Newman und Jendrik trotzdem Spaß hatten und auch den anderen die Punkte und den Sieg gegönnt haben.

Und wie jedes Jahr sage ich mir jetzt: Nächstes Jahr wird es bestimmt besser.

Ich glaube, nächstes Jahr wird es im Greenroom nur noch antialkoholische Getränke geben. Manoman, da haben aber sehr viele sehr tief ins Glas geschaut.

Candy
Candy
4 Jahre zuvor

sein Kommentar „boah, die sind mega-sexy, vor allem der Mainsinger und die Bassspielerin und der Schlagzeuger“ – armer Gitarrist Thomas :'(

Mareike Kaa
Mareike Kaa
4 Jahre zuvor
Reply to  Candy

Dabei hat Thomas die besten Gesichtsausdrücke!

Ger12Points
Ger12Points
4 Jahre zuvor

I Don’t Feel Hate war richtiges Jurygift.

Platz 26 in: Dänemark (1x)
Platz 25 in: Zypern, Griechenland, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien, Niederlande (6x)
Platz 24 in: Belgien, Bulgarien, Estland, Island, Israel, Slowenien, UK (7x)
Platz 23 in: Aserbaidschan, Kroatien, Finnland, Schweiz (4x)
Platz 22 in: Australien, Italien, Malta (3x)
Platz 21 gar nicht.

Über die Hälfte der Jurys hatte Deutschland also in den Bottom 5. Knapp an Punkten vorbeigeschrammt sind wir in Litauen (Platz 12), Albanien (Platz 13) und Tschechien (Platz 14)

Beim Televoting waren es überwiegend Plätze zwischen 13 (Frankreich, Litauen, das beste Ergebnis) und 19, mit wenigen Ausreißern nach Unten. In den Bottom 5 sind wir allerdings nur in Nordmazedonien (24) und Rumänien (23) gelandet. Das reicht leider nicht für Punkte.

Olli D.
Olli D.
4 Jahre zuvor

Dieses Interview schockiert mich schon ziemlich. Man bekommt wirklich den Eindruck, dass es gestern nur ums Spaß haben und Feiern ging und nicht darum, sein Land mit einem guten Beitrag würdig zu vertreten. Dieses Verhalten ist doch in höchstem Maße egoistisch und ich bin auch nicht der Meinung, dass man das diese Aussagen allein auf den vorherigen Alkoholgenuss schieben sollte.
Wie kann es sein, dass der NDR einen Teilnehmer auswählt, der nicht für sein Land, sondern nur für SICH und seinen Spaß singt?
Ich wünsche mir, dass der NDR das Ruder ENDLICH an einen anderen Sender übergibt, z.B. an den WDR.

Weg mit Peter Urban! Sein Geschwafel war teilweise unterirdisch! Er hat nach der NULL-Verkündigung für Jendrik pausenlos geschwätzt, auch über die weitere Verteilung der (NULL)-Punkte für Spanien und Niederlande. Das war unerträglich! Auch diese Schönrederei war grottig.
Weg auch mit Barbara Schöneberger! Ihr affektiertes Lachen und die ewig gleichen Kommentare zum (fast) jährlichen deutschen Desaster.
Und weg mit diesen in englisch gesungenen Pop-Liedchen!

Warum gucken sich die Verantwortlichen nicht mal an, was dieses Jahr auf den ersten Plätzen gelandet ist? Singen in der LANDESSPRACHE!! Haben wir keine deutschen Sänger, die es mal in DEUTSCH versuchen können?

Was für ein ärgerlicher Morgen/Mittag danach mit diesem Müll-Interview!

Robert
Robert
4 Jahre zuvor
Reply to  Olli D.

Singen in der Landessprache reicht sieht Spanien und UK auch nicht für Punkte

Manboy
Manboy
4 Jahre zuvor

Wenigstens ehrlich ist er! Besser als sich alles schön zu reden oder verbittert zu sein. Ergebnis war genau so zu erwarten und überrascht nicht im geringsten. Platz 25 war auch meine Vorhersage hier im Tippspiel. Wenn man auf jemand sauer sein sollte, dann auf die deutsche Auswahljury. Habe von Anfang an nicht verstanden, wie man sich für dieses Kinderlied entscheiden kann. Oder gab es wirklich nichts besseres in der Auswahl? Und wer glaubt ESC-Erlösung in der deutschen Muttersprache zu finden, der denkt viel zu kurz. Ein Blick in die Statistik würde ich da empfehlen.

eurovision-berlin
4 Jahre zuvor

Komisch, dass Verschwörungstheoretiker wie ich immer häufiger Recht behalten. Ich im März: „Jendrik wirkt auf mich aufgedreht und selbstvergessen wie ein „puppet on the string“, der Auftragsarbeit abliefert.“

Man hat vor allem am Spott auf Twitter erkennen können, dass der deutsche Öffentlich-Rechtliche Rundfunk in Europa geistig isoliert und abgehängt ist. Verblendet. Und auch Jendrik kommt mir völlig verblendet vor.

SanomiKedvesem
SanomiKedvesem
4 Jahre zuvor

Ich wüsste gerne, was James Newman zu seinen „Zero Points“ gesagt hat. Wenn er dazu etwas gesagt hat…

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor

OK, jetzt hat sich auf der Zielgeraden doch noch erwiesen, dass Jendrik ein charakterlicher Rohrkrepierer ist, der seine fehlende Integrität mit aufgesetztem Charme, überdrehter Fröhlichkeit und künstlicher Coolness zu überspielen sucht. Und kann er bitte mal aufhören, ständig „Scheiße“ zu sagen …

Und natürlich lässt sich der NDR von so einem am Ring durch die Manege führen. Großartig!

Wir brauchen dringend einen Neustart, und sorry, nach diesem geschmack- und respeklosen Interview wünsche ich Jendrik auch nicht mehr alles Gute für seinen weitere Karriere. Ich möchte ihn ganz einfach nie wieder sehen. Sorry!

Andi
4 Jahre zuvor

Sehr treffend zusammengefasst. Und auch eccehomos „Arschlochmove“ sei hier nochmal erwähnt.

Ich hoffe inständig, ESC Kompakt bereitet J. auch keine weitere Bühne. Er hat sie einfach nicht verdient. Soll er weiter GNTM gucken, Fingernägel kauen, Mario Kart spielen und in stillen Momenten vielleicht mal darüber nachdenken, was er hätte besser machen können. Vielleicht ist er ja zur Einsicht fähig. Ich glaube es zwar nicht, aber wer weiß.

Ich hab es direkt nach VÖ des Songs und dem Vorstellen des „Künstlers“ gesagt, weil ich direkt so ein komisches Gefühl hatte. Und es hat sich bestätigt: das hier war der Tiefpunkt der deutschen ESC-Historie.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Andi

„Das hier war der Tiefpunkt der deutschen ESC-Historie.“

Moralisch auf jeden Fall. Es müssen Köpfe rollen!

eccehomo42
4 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Ich bin ja nicht geneigt, zu solchen Superlativen zu greifen, aber das war schon echt eine Nummer für sich.
Dummdreister geht es nicht mehr und normalerweise ist es mir fast egal, wenn Deutschland schlecht abschneidet, aber das war schon ein starkes Stück. Immerhin hat er sich charakterlich im letzten möglichen Moment offenbart, danke an den Alkohol dafür

Bonello
Bonello
4 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Ja, ESC Kompakt sollte Jendrik KEINE Plattform mehr bieten. Er greift ja jeden Strohhalm um „mehr“ Follower zu generieren. Furchtbar!

Mareike Kaa
Mareike Kaa
4 Jahre zuvor

Ja, das war ein echter Mask-off-Moment. Dieses Gerede von „Ha, ich hab immer gewusst, dass der Song schwach ist, aber die deutsche Auswahljury überzeugen würde“ – whatever you need to tell yourself, Jendrik.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Mareike Kaa

Warum denke ich spontan an das Wort Wurm?

(Und ich entschuldige mich hierbei offiziell bei allen Würmern. Euch meine ich nicht; ich verwende das Wort im übertragenen Sinne …)

Paul
Paul
4 Jahre zuvor

(…) but getting a good position was never the reason why i wanted to participate in the ESC (…) – das hat Jendrik auf Insta geschrieben. Spricht für sich. Musik ist Geschmackssache. Einstellung, wie ich an etwas herangehe, eben nicht. Enttäuschendes Bild!

Meckie
Meckie
4 Jahre zuvor

Weiß jemand, was mit Peter Urban los war, vor Bulgarien??? Dachte beim Radio muss man spontan sein können? Wieso lernt man das vorher nicht auswendig oder bereitet sich besser vor? Zeit hatte er ja genug.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
4 Jahre zuvor

Ich werde jetzt nicht so weit gehen, hier auch noch den Stab über Jendrik zu brechen, weil alles, was ich bisher von ihm gesehen und erlebt habe, einen sehr positiven Eindruck hinterlassen hat. Aber nach diesem Interview erwächst schon der Eindruck, dass ESC-Deutschland dieses Jahr für einen ganz persönlichen Ego-Trip ausgenutzt worden ist. Sehr, sehr schade.

Andi
Andi
4 Jahre zuvor

Urban war gestern wirklich schlecht drauf.

Matty
Matty
4 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Aber er hat sich für die schönere Stadt entschieden und das ist wahre Größe!

JAWS
JAWS
4 Jahre zuvor

Ich hab schon lange diese Floskeln, wir sind alle eine große Familie und wir feiern den ESC, satt. Es ist in erster Linie ein Wettbewerb und ich erwarte von einem Interpreten der für sein Land antritt das er gewinnen will, wie auch immer. Jendrik ist sicher ein kreativer Kopf aber dieses Interview ist Kinderkacke und total unterste Schublade. Man braucht auch, um erfolgreich zu sein beim ESC, keine Superstars sondern einfach nur Leute die für diesen WETTBEWERB brennen und ihn gewinnen wollen.Die Verantwortlichen für den ESC hier in Deutschland, wer immer das auch ist, haben es einfach nicht drauf. In der kurzen Periode wo Raab das ESC Zepter über hatte hat es auch funktioniert. Es ist wie im normalen Arbeitsleben, es gibt kreative Köpfe und Looser die an ihren Sesseln kleben und so lange die das Sagen haben wird sich auch nichts ändern…

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor
Reply to  JAWS

Und was ich satt habe, ist diese Verbissenheit, mit der manche das hier verfolgen. Nein, man muss nicht unbedingten Siegeswillen (würg) zeigen, wenn man am ESC teilnimmt, sondern einfach eine Freude daran haben, seinen Song zu präsentieren und mit anderen Künstlern zusammenzukommen. Und für mich ist der ESC nicht in erster Linie ein Wettbewerb, sondern ein Songfestival, zugegebenermaßen mit einer Wertung zum Schluss, auf die auch ich nicht verzichten möchte.

JAWS
JAWS
4 Jahre zuvor

@thomas ich finde deine Einstellung schön und romantisch(würg) aber es ist schon seit vielen vielen Jahren ein WETTBEWERB…Ich fahre auch nicht zu einer Fußball Weltmeisterschaft oder zu den olympischen Spielen um Fun zu haben dazu kostet das dem Sender zu viel Geld…Und in zweiter Linie uns allen…Ich möchte das unser Song konkurrenzfähig ist und zumindest ein paar Punkte mehr bekommt und nicht zu einer Lachnummer verkommt

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor

Wie mit Sportler(inn)en umgegangen wird, die nicht in die Medaillenränge kommen, oder wie schnell z.B. Skifahrern vorgeworfen wird, sie seien nur „Platzfahrer“, denen der unbedingte Siegeswille fehlt, wie es als Provokation empfunden wird, wenn jemand trotz nichterfüllter hochgepeitschter Erwartungen der Öffentlichkeit mit seiner Platzierung zufrieden ist, regt mich auch regelmäßig auf. Aber diese Mentalität brauchen wir doch wirklich nicht auch noch beim ESC.

Brötchen
Brötchen
4 Jahre zuvor
Reply to  JAWS

Aber er brennt doch für den ESC, nur eben nicht aufs Gewinnen? Geht es dir beim ESC denn echt nur um das bestmögliche Ergebnis für Deutschland?! So ein Unfug.

JAWS
JAWS
4 Jahre zuvor
Reply to  Brötchen

@brötchen das ist der Sinn der Sache, ich mag das Drumherum auch aber SORRY es ist ein Wettbewerb

Andi
Andi
4 Jahre zuvor

Ein Highlight war für mich , wie Moldaus Natalia das Mikrofon verloren hat. Ein kleiner Moment für die ESC Historie. Sie hat selbst darüber gelacht. Finde die Sängerin sehr sympathisch.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Ich fand sie gestern auch sehr sympathisch. Viel sympathischer als in ihrem Video.

4porcelli - #Milano2022
4porcelli - #Milano2022
4 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Sie war viel besser als im Semi, wo sie ständig in Panik zu sein schien, in ihren High Heels die Plattform runterzufallen. Kameraeinstellungen waren wie auch bei LIT viel besser im Finale.

Andi
Andi
4 Jahre zuvor

Irgendwie erinnerte sie mich an Beatrice Egli in dünn. Eine wirklich sympathische und tolle Ausstrahlung. Da kann ich ihr gar nicht übelnehmen, dass wahrscheinlich Kirkorov getrickst hat.

4porcelli - #Milano2022
4porcelli - #Milano2022
4 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Auch nett, dass sie sich das kleine silberne Glitzerkleid mit mindestens 3 weiteren Sängerinnen geteilt hat ;-).

Jorge
Jorge
4 Jahre zuvor

Also bestimmte die Kleidernummerngröße der Glitzerkleidträger die Startreihenfolge?

4porcelli - #Milano2022
4porcelli - #Milano2022
4 Jahre zuvor
Reply to  Jorge

Hmmm das ist jetzt nicht meine Expertise – vielleicht weiss Andi da mehr?

Andi
Andi
4 Jahre zuvor

Ja hinter der Bühne dann ausgezogen und weitergereicht 😅. Jedes Land muss sparen.

4porcelli - #Milano2022
4porcelli - #Milano2022
4 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Klar; und so musste Natalia El diablo fürs Kleid nur ein bißchen Zucker geben!

ESCFan2009
ESCFan2009
4 Jahre zuvor

Das 1. Mal in der Geschichte, dass ich einem ESC-kompakt-Video einen Dislike geben musste und ich möchte betonen, es liegt nicht am Kanal oder Blog 😉
Also wirklich…

Andi
4 Jahre zuvor

Ich möchte nochmal Consi lobend erwähnen, der als Einziger aus der ganzen NDR-Entourage sagte, dass der Song halt einfach nicht gut genug war.
Ich hörte vorher von ALLEN nur Floskeln und Schönrederei. Und vor allem hörte ich vorher von Schreiber und Wolfslast exorbitante Lobeshymnen über Jendriks Songs, dann über Jendriks Performance.

Ich bin wirklich auch großer Fan von Peter Urban und Barbara Schöneberger und die können auch nix für die Debakel der letzten Jahre. Und auch Alina oder Marcel Stober. Aber es ist jetzt Zeit, einmal komplett alles auf Null zu stellen und zu gucken: braucht man dies noch, ergibt jenes noch Sinn?

Denn diese Schönrederei zeigt, dass der NDR im eigenen Saft schmort. Und das kann nicht gut sein.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
4 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Consi for HoD!

Andi
4 Jahre zuvor
Reply to  Porsteinn

Auf jeden Fall sollte man Consi stärker einbinden, ja.

Andi
Andi
4 Jahre zuvor

Das ist überhaupt ein Problem der Deutschen, dass man schnell mal moralisch den Finger hebt, aber Zuhause Kreide frisst. Gerade bei Eurovision. de wird gerne mal zb über Belarus, Aserbaidschan und Russland hergezogen. Durchaus auch nachvollziehbar. Aber keiner hat den Mut, Tacheles über den deutschen Acts zu sprechen. Das war letztlich ein Scheitern mit Ansage.

Karin
Karin
4 Jahre zuvor

Einfach nicht zu fassen, dass es in diesem NDR keinen einzigen gibt, der irgendwie Geschmacksecht ist. Nahezu jeder der auf dieser Seite unterwegs ist, könnte den Job besser machen.
Mir tuts, wie schon so oft gesagt, für die verheizten Künstler leid.

StevenM
StevenM
4 Jahre zuvor

Unmöglich der Typ. Mit 30k follower ist es kein Weltstar

Matty
Matty
4 Jahre zuvor

Dürfen wir nach diesem Desaster jetzt den deutschen Teilnehmer wieder mit Mädchenvornamen nennen?

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor
Reply to  Matty

Wenn etwas vorher schon nicht akzeptabel war, warum sollte eine schlechte ESC-Platzierung daran etwas ändern?

Matty
Matty
4 Jahre zuvor

Die Begründung liegt in der Artikelüberschrift! Untermauert wird das noch durch folgende Aussage (ich zitiere):

„Ich glaube, beim nächsten Mal würde ich nicht einen Song wählen, wo ich weiß, der würde bei den deutschen Jurys ankommen, sondern ich würde einen Song wählen, wo ich weiß, der würde auch international gut ankommen.“

Andi mit Bild hat es treffend formuliert: „Sorry, aber ich fühl mich grad deutscher ESC-Fan richtig verarscht. So richtig.“ und „Sorry, ich hoffe, von diesem Kaspar werden wir nie wieder irgendwas hören.“

Andi
4 Jahre zuvor

@Matty:
Und trotzdem heißt er Jendrik. So darf man ihn weiterhin nennen.
Ich würde ihn am liebsten aber auch nicht mehr nennen. Einigen wir uns auf J.

Mareike Kaa
Mareike Kaa
4 Jahre zuvor

Oi, Matty, soll das etwa heißen, dass solches Verhalten nur typisch für Frauen ist?

Manboy
Manboy
4 Jahre zuvor

Man sollte den ESC als nationale Aufgabe begreifen, da ist der Provinzsender nicht der richtige. Außer mit Michael Schulte und Vl noch Michelle bzw. Supriz ist man alleine (ohne Raab) immer gescheitert!! Wieviele Jahre sind das jetzt…? Müsste doch jetzt fast ein viertel Jahrhundert sein. Die Ergebnisse sind vernichtend. Vielleicht ändert sich ja nach dem Weggang von Thomas Schreiber was. Aber es bleibt zu befürchten, dass man in Hamburg sich weiter durchwurschtelt.

Andi
Andi
4 Jahre zuvor

Es gibt keinen bei der ARD, der für den ESC brennt. Zumindest bei den Offiziellen. Und so wird sich nichts ändern. Die Zuschauerquote stimmt und das reicht den ARD- Bossen. Wir dürfen nicht vergessen, für die ist der ESC eine Show, die einmal im Jahr läuft. Der Aufwand für die Kandidatenauswahl wird nebenbei erledigt. Wir Fans sind das ganze Jahr mit Herzblut dabei. Und so einem mit Herzblut bräuchte es im Team vom NDR. Vielleicht wäre ja Consi so ein Mensch. Allerdings hat mich mein Optimismus nun auch verlassen. Wir haben seit 2013 fast nur Pleiten erlebt. Und es hat sich wirklich nichts geändert. Warum also jetzt? Ja Schreiber ist weg. Nix gegen Frau Wolfslast, ich glaube sie macht diese Aufgabe weil sie es machen muss und sich kein anderer gefunden hat.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Ich finde es super, wie Jendrik damit umgeht, Hut ab, macht ihn mir noch sympathischer.😊

Vielen Dank nochmal für das Engagement, und dass ich ihn als Künstler kennenlernen durfte.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor
Reply to  Gaby

Noch eine kleine Ergänzung: Die Aussage, dass dies nicht sein bester Song war, ist natürlich nicht so glücklich….

Andi
4 Jahre zuvor
Reply to  Gaby

@Gaby:
Du findest es wirklich sympathisch, dass er mit seiner Egonummer jedem deutschen Fan mit dem nackten Arsch ins Gesicht springt? Na gut. Jeder wie er mag.

Ich hab es neulich schonmal geschrieben: ich glaube, er hat sich weder als Künstler noch als Mensch gefunden. Was ja kein Vorwurf ist. Aber wie die Interviews mit Frau Schöneberger und das hier Verlinkte zeigen, muss man ihn offenbar oft vor sich selbst schützen.
(Wobei mich auch Frau Wolfslast daneben sehr schockiert, die da einfach nur rumsteht und wie ein Schaf guckt. Einschreiten muss sie da. Aber gut, ist halt auch nur eine, die nichts begriffen hat.)

Andi
Andi
4 Jahre zuvor
Reply to  Gaby

@ Gaby.

Jendrik wurde vom NDR verheizt. Es gab überhaupt keine Promo. Er musste praktisch alles alleine machen. Der Auftritt gestern war nicht ESC- würdig, sondern Kinderdisco. Der Beitrag war so schlecht produziert. Jendrik selbst war nicht so schlecht wie ich es befürchtet habe. Trotzdem hatte er stimmliche Schwächen für einen Musicalsänger. Wenn ich daran denke mit was für einen Einsatz Hurricane über die Bühne wirbelten. Und die waren gut bei astimme.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Da muss ich Dir zustimmen. Deshalb trifft für mich die „Hauptverantwortung“ der NDR.

P.S. Jendrik war besser als in den Proben, das stimmt, aber die anderen Acts waren besser.

Stephan
Stephan
4 Jahre zuvor

Das Interview wird jedenfalls in die Geschichte eingehen. Wie kann man sich hinstellen und sagen, das man nicht mit dem Besten, was man hat zu so einem WETTBEWERB hinzufahren… Ein Song für die deutschen Juries. Toll. Und dieses Gequatsche, Beitrag war toll, an Jendrik lag es nicht, … Wenn alles gut war – warum dann nur 0/3 Points und der vorletzte Platz? Ich bin für FreeESC – frei vom NDR, frei vom ewigen Peter Urban, frei von allem, was in den letzten Jahren gelaufen ist – Zufallstreffer Michael Schulte ausgenommen. Und an Jendrik: beim ESC geht es nicht um den Olympischen Gedanken – es ist ein Wettbewerb um den Sieg. ALLE, die für 2020 nominiert waren, haben in dem einen Jahr nochmal hart an sich gearbeitet, um noch besser zu werden, als sie es schon waren. 2021 war der absolut falsche Zeitpunkt, um mit einer „Ich will hier nur dabei sein“-Einstellung ranzugehen.

Mareike Kaa
Mareike Kaa
4 Jahre zuvor

Auch interessant, dass es immer weniger das Konzept der öffentlichen Person zu geben scheint, sprich: Früher war es so, dass selbst der Werft-Arbeiter bei AG Weser sich sonntags in Schale geschmissen hat, wenn er raus gegangen ist. Wenn man sich mal alte Straßenumfragen aus den 60ern oder so anguckt, sieht man, wie formell sich die Leute verhalten und ausdrücken.

Heutzutage hat jeder Dödel ne Kamera, in die er für Instagram und TikTok reinspricht und dabei immer noch Privatperson bleibt (die vielbeschworene Authenzität). Wenn dann mal größeres Publikum dabei ist (weil man der deutsche Vertreter beim ESC ist), besteht die Gefahr, dass der Betreffende gar nicht merkt, dass da auf einmal ein anderer Anspruch da ist, er sich also mehr als öffentliche Person zu verhalten hätte. Kamera ist eben nicht gleich Kamera.

Mir gehen diese glatt gebügelten PR-Aussagen von Künstlern, die niemandem auf die Füße treten wollen, ja auch auf den Geist, aber hier sieht man mal, warum es das gibt und bis zu einem gewissen Grad auch sinnvoll ist.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Mareike Kaa

Ein sehr weiser Kommentar, Mareike. Danke dafür. 😀

Mareike Kaa
Mareike Kaa
4 Jahre zuvor

Oh, hohes Lob *blush* 🙂

Tamara
Mitglied
4 Jahre zuvor
Reply to  Mareike Kaa

Dem Lob würde ich mich gern anschließen, diese Diktion im Interview finde ich auch recht schwierig. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt für sowas.

100teljubam
100teljubam
4 Jahre zuvor

Ich seh schon, die Zerfleischung des Jendrik S. durch die Öffentlichkeit ist bereits im vollen Gange.
Dass er sich mit seinen (vermutlich der Enttäuschung und dem Trotz geschuldeten) Statements keine allzu großen Freunde macht ist natürlich klar, andererseits finde ich nicht dass er jetzt vor irgendjemandem zu Kreuze kriechen muss.

Ich war nie ein Fan unseres Beitrags (im Gegenteil), habe aber schon gemerkt wie viel Zeit, Mühe und Energie Jendrik in seine Teilnahme gesteckt hat, angefangen vom aus der eigenen Tasche bezahlten Videoclip über die doch recht aufwändige Cheographie auf der Bühne bis hin zu den PR-Aktionen vor Ort. Ich nehme ihm glaubhaft ab sein Bestes gegeben zu haben, und wenn es letztlich nicht angekommen ist sollte der NDR vielleicht mal sein Vorauswahlverfahren überdenken.

Wie sich einige selbsternannte „Fans“ im Netz wieder auslassen finde ich peinlich und armselig. Gut dass in zwei Wochen Fußball-EM ist, dann können manche ihren Platzierungsfetisch und ihre Nationalismen eventuell adäquater ausleben.

Andi
4 Jahre zuvor
Reply to  100teljubam

Sorry, aber dein letzter Absatz ist doch auch respektlos.
Es geht hier nicht um einen „Platzierungsfetisch“ und auch um keine „Nationalismen“, wenn man Jendrik oder den NDR kritisiert. Dass du ernsthaft so argumentierst, zeigt nur, dass du gar nichts von der Kritik verstanden hast. Und warum du dann noch „Fans“ in Anführungszeichen setzt, als seien die, die Kritik üben, es nicht wert, Fans genannt zu werden, ist auch daneben.
Es zeigt übrigens auch, dass du Fußball nicht verstehst und dass es im Sport allgemein auch um mehr geht als um Platzierungen und Nationalismen. Aber ich fürchte, es ist sinnlos, dir das zu erklären.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor
Reply to  100teljubam

Danke, 100te ljubam, für Deinen Kommentar. Die anspruchsvollen „Fans“, die mit ach so viel Herzblut vor dem Computer oder dem Fernseher sitzen, haben leicht reden, von den Teilnehmern zu verlangen, „hart an sich zu arbeiten“ und superprofessionell auf alles zu reagieren. Wenn ich dann noch weiter oben lese, dass es hier NICHT um den olympischen Gedanken ginge, sondern nur um den Sieg, dann kommt mir einfach nur das Kotzen.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor

Und wo ich gerade schon dabei bin: Vielleicht sollten sich manche „Fans“ auch mal überlegen, ob nicht auch ihr Verhalten damit zu tun haben könnte, dass der Ansturm bei der Kandidaten- und Liedsuche vor vielen, vielen Jahren schon mal wesentlich größer war.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor

Was ich vorher schon klar sagen müssen hätte: Zu den Anführungszeichen-Fans zähle ich natürlich nicht alle Fans, auch nicht diejenigen, welche, durchaus nachvollziehbar, von Jendriks Äußerungen geschockt waren und deswegen hier etwas harsch reagiert haben, aber insgesamt fair und sachlich argumentieren und von den ESC-Teilnehmer(inn)en nicht Übermenschliches erwarten (und das sind die meisten).

Micha
Micha
4 Jahre zuvor
torsten308
torsten308
4 Jahre zuvor
Reply to  Micha

Eine wirklich gute Zusammenfassung! Danke für den Link! Ich denke, es wird sich nichts ändern.

Julian
Julian
4 Jahre zuvor

Jendrik hat bei einem TikTok von sich auf einen Kommentar („Immerhin nicht Letzter“) reagiert:

„alles gut♥️Ey, ich liebe es zu lernen und offensichtlich muss ich bessere Musik schreiben! (Und keine betrunkenen Interviews geben) also lets go“

trackback

[…] die eiserne Regel „Beiße nie die Hand, die dich füttert“ gehalten und sich in einem spontanen Statement vor deutschen Pressevertretern zu äußerst unklugen Aussagen hinreißen lassen. Danach sieht es so aus, dass er absichtlich ein […]

Ger12Points
Ger12Points
4 Jahre zuvor

Ben Dolic ist leicht angefressen, da er vom NDR nicht mal angefragt wurde, um bei der Pre-Show aufzutreten bzw. zu Gast zu sein. Hmm, ja, warum eigentlich nicht? 🤔Seine neue Single hätte ganz gut reingepasst… https://twitter.com/thisisbendolic/status/1396413410535956481

Andi
4 Jahre zuvor
Reply to  Ger12Points

Vielleicht, weil er ungefähr so charismatisch ist wie ein Sack Schrauben?

Aber gut, immerhin sympathischer als J.

trevoristos
Mitglied
trevoristos
4 Jahre zuvor

Ich meine es muss niemand ‚für den ESC brennen‘ es reicht einfach rudimentärer Musikgeschmack und rudimentäre Einschätzungsfähigkeit. Beides scheint nicht sonderlich ausgeprägt vorhanden zu sein. Klar ist es nicht so, dass reihenweise die Toperfolge und Punktelieferanten nur wegen guter Expertise rausspringen. Scheint aber so zu sein, dass das aktuelle Verfahren und die aktuell beteiligten Entscheider zumindest klare Hörprobleme haben und zu viel Wert und Augenmerk auf mit dem Song zu wenig zu tun habende Sachen legen. Man muss dennoch einräumen dass man durchaus gelegentlich mal daneben lieben kann. Problem ist wie oft und wie weit man in den letzten Jahren daneben lag.

Allerdings beweist das Beispiel England, dass auch große Musiktradition und die sicherlich bei der BBC durchaus vorhandene Expertise anscheinend auch nicht so wirklich was bringt. Die BBC Teilnahme am ESC ist ja quasi zu einem Anekdötchen verkommen. Dagegen erbringt das stahlharte Auswahlverfahren bei San Remo vergleichsweise gute Ergebnisse und das sowohl beim ESC als auch in der kommerziellen Verwertung. Es erscheint mir relativ klar, dass aktuell relativ erfolgreiche und etablierte Acts beim ESC im Durchschnitt ein besseres Ergebnis einfahren als Komplett-Novizen. Problem in Deutschland ist, dass das bei uns praktisch nur Rap Acts sind und im UK zb durchweg Acts sind die keinesfalls am ESC teilnehmen würden, oder deren Plattenfirmen das rundweg verbieten.

Mallemolen
Mallemolen
4 Jahre zuvor

Sogar hinterher ist er einfach nur peinlich. Was macht er eigentlich zukünftig? Ich meine bei nem Musical muss er ja nach seiner Blamage nicht mehr auftauchen.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor
Reply to  Mallemolen

Genau das ist es, was ich oben (15:12 Uhr) gemeint habe. Einfach feste drauf, einfach fertig machen. Deutsche ESC-Fans. Zumindest ein Teil davon.

Mallemolen
Mallemolen
4 Jahre zuvor

Ja, absolut zurecht. Da ist der Junge aber auch absolut selber Schuld dran, da kannst Du noch soviel rum heulen und den Moral-Experten spielen. Ich bin froh diesen Typen nie mehr wieder sehen zu müssen, was allerdings auch nicht passieren wird. Vermutlich arbeitet er bald als Aushilfe beim Netto.

Andi
4 Jahre zuvor

Sorry, Thomas, aber es gibt nach dem Interview auch keinen Grund mehr, J. noch weiter zu hofieren, irgendwas schönzureden. Und ehrlich gesagt gibt es da auch nichts mehr zu entschuldigen. J. hat eindrucksvoll klargemacht, dass er auf Empfindungen der Fans scheißt. Jetzt darf er nicht erwarten, dass die, die er damit trifft, humorvoll oder freundlich reagieren.

Jorge
Jorge
4 Jahre zuvor

Ich gehöre ja nicht mal zu den superenttäuschten, weil mich der Beitrag einfach nicht interessierte. Aber wir haben da ein unterschiedliches Empfinden von Ursache und Wirkung.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

@Thomas

Ich bin ganz bei Dir. Natürlich die Aussage beim Interview war unglücklich, und ganz ehrlich, ich verteidige ihn nach wie vor, und finde auch sympathisch, dass er versucht, sich nicht unterkriegen zu lassen. Aber ich kann auch die anderen Fans verstehen, die sich veräppelt fühlen. So einen Satz zu sagen, dass er eigentlich schon von Anfang an wußte, dass „I don’t feel hate“ kein Erfolg wird, zeugt auch nicht unbedingt von Respekt vor den Fans. Ich vermute mal, dass er ein bißchen viel getrunken hat, und er deshalb nicht überlegt hat.
Aber ja, ich finde nach wie vor, dass Jendrik sehr sympathisch ist, und dass er versucht, sich nicht unterkriegen zu lassen. Zu meiner Einlassung weiter oben stehe ich grundsätzlich. Die Welt geht deshalb nicht unter.
Meine Kritik richtet sich in allererster Linie an den NDR, das habe ich auch schon in mehreren Threads deutlich gemacht.

Mir gefällt Deine Einstellung sehr gut, dass Du nicht immer den Leistungsgedanken im Vordergrund stellst, und Du immer versuchst Schwächere zu verteidigen.🙂

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor

Vielen Dank, Gaby. Und Du hast vollkommen recht, es war nicht gut, was Jendrik da gesagt hat. Aber ich zitiere hier mal Brötchen (10:22 Uhr): „Als ob er sich da jetzt hinstellt und sagt, dass das Lied, was grandios gefloppt ist, das Beste ist was er drauf hat. Das würde doch kein Mensch sagen.“ Zugegebenermaßen hätte er sich dennoch anders ausdrücken sollen. Mich regt einfach auf, dass sich jetzt so viele auf diese paar Sätze stürzen, die er zu einem Zeitpunkt geäußert hat, als er nach mehreren Tagen größter Anspannung und nach einer ziemlichen Horrorsituation, der Nichtpunktverkündung vor Millionenpublikum, ganz offensichtlich nicht ganz bei sich war. Vor allem wird dann noch erklärt, er habe mit diesen paar Sätzen seinen „wahren Charakter“ gezeigt. Und die Häme, mit der einzelne darüber spekulieren, dass Jendriks Karriere nun möglicherweise vorbei ist, finde ich einfach eklig, auch jetzt wieder in einem neuen Kommentar unten um 17:56 Uhr (ich meine NICHT den differenzierten, zustimmungswürdigen Kommentar von Tamara), auch wenn mich das nun halt zum Moral-Experte-Spieler macht.

AndiTR
AndiTR
4 Jahre zuvor

Oh Jendrik. Ich weiß garnicht mehr was ich sagen soll. Ich hätte ja schon mit paar Punkten im Televoting gerechnet. Der Auftritt war okay aber hatte mich nicht abgeholt. Obwohl der Auftritt bunt und überladen war, fand ich ihn blass.

Man soll den ESC nicht zu ernst nehmen und jeder soll Spaß an der Sache haben. Aber es ist und bleibt nunmal ein Wettbewerb. Es reicht auf Dauer nicht, wenn „Dabeisein ist alles“ das wichtigste ist.

Über die Fähigkeiten der beiden dt. Juries im Vorentscheid brauchen wir uns nicht mehr zu unterhalten. Dass die sich den Song haben unterjubeln lassen spricht Bände. Aber den NDR wird es gefreut haben. Der Sender hat vermutlich einiges an Geld gespart dieses Jahr.

Mell
Mell
4 Jahre zuvor

Immerhin hat der NDR sein nächstes Album mitfinanziert und er konnte Rotterdam besuchen. Hört sich an als hätte er alles erreicht, was er wollte. Ganz ehrlich, wie viel an diesem Beitrag gestellt war, werden wir wohl nie erfahren. Es war ja absolut klar, dass sich der NDR in diesem Song wiedererkannt hat. Bei aller Sympathie die nach diesem Interview spätestens von der Realität eingeholt wurde, dass Jendrik mehr Ahnung hat was international ankommt als der NDR glaub ich ihm allemal.

Alki Bernd
4 Jahre zuvor

„Die Zeit“ bringt es auf den Punkt:

„Beim Anhören und Betrachten seiner Darbietung konnte man sich zwischen diesen Gefühlsregungen nur schwer entscheiden, so hilflos strauchelte Jendrik mit seiner Ukulele kieksend und kichernd durch einen Song, der alle paar Sekunden wieder abrupt die Richtung wechselte, vom drolligen Do-It-Yourself-Straßenmusiker-Geklampfe zu kreischenden Bollerpop- und Welchen-Sound-haben-wir-da-noch-Bumsbeat-Passagen und wieder zurück. Dabei wurde er von Tänzerinnen begleitet, von denen drei sich als Mondrian-Gemälde verkleidet hatten und eine weitere im Kostüm einer großen gelben Hand steckte: ein derart untalentiertes, albernes und dabei aufgeblasenes musikalisches Gehampel wie in diesem Song bei gleichzeitig maximal aufdringlichem Herumwedeln mit einer emanzipatorischen Botschaft – wir sind doch alle gleich, und warum sollten Männer kein Make-up tragen dürfen –, das war selbst für den ESC außergewöhnlich behämmert.“

Robert S
Robert S
4 Jahre zuvor

Frage: Muss der Titel des Songs (‚I don’t feel hate‘) nicht wie Hohn für die Niederländer klingen, angesichts der schweren Bombardierung Rotterdams durch die Deutschen, zu Beginn des 2. Weltkriegs, so weit ich weiß, weil das Land sich ’nicht schnell genug‘ ergeben wollte?
(vgl.auch Hinweis hier auf https://esc-kompakt.de/deutschland-jendrik-veroeffentlicht-neue-versionen-seines-esc-beitrags-i-dont-feel-hate/)

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  Robert S

Zur Zeiten der Bombardierung war Jendrik ca. minus 65 Jahre alt…..

elkracho
Mitglied
elkracho
4 Jahre zuvor

25000 Aufrufe (YouTube) sind aber auch schon ne Hausnummer.Herzlichen Glückwunsch ESC-Kompakt👍👍

usain1
4 Jahre zuvor

Ich finde auch, das ist ein echtes Skandal-Interview. Wer braucht schon Oprah mit Megan & Harry, wenn es sowas hier gibt. Ich wünsche mir wirklich, zumindest hier in diesem Blog, ihm keinen weiteren Selbstdarstellungsraum mehr zu geben.

car neu
car neu
4 Jahre zuvor

Ich denke Jendrik wird daran zerbrechen und seine Karriere beendet sein. Er wird später einsehen, dass es nicht schlau war, sich dem ESC als vermeinliches Sprungbrett anzudienen.
Dieser größte Misserfolg der deutschen Musikgeschichte wir Ihm immer wieder auf´s Brot geschmiert werden.
Bei Musical Auditions wird man sagen, ach du bist der ……..wir haben nichts für dich, versuchts mal woanders.
Das Showgeschäft ist knallhart, keiner will mit Loosern zusammenarbeiten.
Vielleicht, kann er noch in den RTL Container.Oder ARD Ratespiel für C- Promis ohne Engagement.
Wie kann man aber auch so einen Oberlehrer Lied als Clown bringen?

Tamara
Mitglied
4 Jahre zuvor

Was ich an der ganzen Geschichte übel finde, ist nicht Jendriks Verhalten. Hand aufs Herz, wenn man diesen Traum hat und die Möglichkeit hat, ihn zu leben, dann hätte das JEDER so gemacht. Wenn man diese Chance bekommt, dann nutzt man sie! Dass das Lied aus der Amateurliga kam, in der Champions League mitspielen wollte und die Gelegenheit bekam – geschenkt. Dass er das gemacht hat, um sich selbst zu promoten bzw das Event mitzuerleben – ähm, hallo? Das kreidet Ihr ihm ernsthaft an? Aus welchem anderen Grund bitte sollte ein Künstler an so einem Event teilnehmen? Wettbewerb, Schmettbewerb! Von einem Glasmikrofon im Schrank kann kein Künstler leben, da muss auch was hinterherkommen. Und natürlich ist das legitim.

ABER: Dass das Lied einfach zum Schreien unprofessionell produziert ist, hätte man beim NDR sofort erkennen und da gegebenenfalls nachfassen müssen. Es kann doch nicht deren Ernst sein, dass erstens der Song überhaupt angenommen wird, man quasi die Katze im Sack kauft und dann erkennt: Ups, der ist ja der Live-Performance überhaupt nicht gewachsen. Jendrik hatte nicht die geringste Ahnung, was auf ihn zukommt, und man hat ihn da einfach reinlaufen lassen. Das gilt insbesondere auch für das Interview hier. Warum hocken die da zusammen im Greenroom und niemand sagt: „Junge, lass die Finger vom Alkohol, du musst eventuell nachher noch Interviews geben“? Warum grätscht Frau Wolfslast nicht dazwischen, wenn er sich hier um Kopf und Kragen redet? Nur danebenstehen und das Gesicht verziehen ist keine adäquate Reaktion, und das sagt alles viel mehr über den NDR als über Jendrik. Und nein, die haben keinen „geilen Job gemacht“ (diese Diktion! *schauder*), und das schon sehr lange nicht. Selten trat das so klar zutage wie dieses Jahr.

Dass das nicht so laufen muss, haben wir vor elf Jahren gesehen. Lena war seinerzeit im Februar auch völlig erfahrungslos. Raab hat sie daraufhin von Auftritt zu Auftritt geschleppt, damit sie Bühnenluft schnuppert und im Ernstfall dann auch in der Lage ist, ihren Song so zu performen, dass es nicht amateurhaft, sondern frisch und neu wirkt. Ergebnis ist bekannt. Mangelnde Erfahrung ist also kein Ausschlusskriterium, und Potenzial wäre sicher dagewesen, aber nicht, wenn man sich darauf ausruht, dass der Sänger das schon alles alleine hinkriegen wird.

Ich hoffe, dass Jendrik das alles irgendwie wegsteckt, habe aber nach dem Insta-Posting von vor dem Finale leise Zweifel. Hoffentlich ist er tatsächlich so hofnarresk, wie er sich immer gegeben hat.

Im übrigen möchte ich allen, die hier behaupten „die Nörgler kämen jetzt aus ihren Löchern“ mal entgegenhalten, dass die Kritiker von Anfang an da waren. Ich hab einen Großteil des heutigen Tages damit verbracht, mir die Reaktionen auf die Songveröffentlichung und den Songcheck nochmal durchzulesen. Meistens kam entweder ein klares „das wird nix“ oder „wird wahrscheinlich nix, aber vielleicht doch, die Hoffnung stirbt zuletzt“. Es kann niemand sagen, dass das jetzt so unerwartet kam.

Nun denn, Aufstehen, Mund abputzen, Krönchen richten und vor allem endlich mal aus den Fehlern lernen!

Mareike Kaa
Mareike Kaa
4 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Ja, ich weiß noch, wie entsetzt viele waren, als kurz vor dem Veröffentlichungstermin ein kurzer Schnipsel des Songs in schlechter Audioqualität auftauchte. Da hieß es oft: Nee, nee, keine Sorge, das kann nicht der richtige Song sein. War’s dann aber. Tja.

Torsten Pe
Torsten Pe
4 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Vielen Dank für deine sehr sachliche Analyse. Diese erschreckende Unprofessionalität des NDR zeigt sich schon seit Jahren, hat aber in der abgelaufenen ESC-Saison ihren traurigen Höhepunkt erreicht.

4porcelli - #Milano2022
4porcelli - #Milano2022
4 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Vor allem fand dieses Interview ja nach dem bereits desaströsen Interview in der After-Show statt, wo Babsi J sehr professionell abschnitt, als er anfing von „illegalen Parties“ zu schwafeln. Spätestens da hätte der NDR ihn aus dem Verkehr ziehen müssen.

eccehomo42
4 Jahre zuvor

Bei manchen verteidigenden Kommentaren hier fällt mir nichts mehr ein, es tut mir Leid, aber hier hat sich jemand als egomanisches A… demaskiert. Das ist das was mich wütend wird. Dass wir mit dem Song vorletzter werden in einem Feld voller wertiger Musik, geschenkt. Dass er dennoch seinen Spaß an dem Abend hatte, erst recht geschenkt. Die Unverschämtheit zu besitzen zu offenbaren, dass man sich eh keine Chancen ausgerechnet habe und ohnehin mit einem der schwächsten Songs angetreten sei, das macht mich wütend. Dass er mit dieser Aussage wartet, bis es vorbei ist, zeigt auch einen Teil seines Charakters. Er hatte genug Möglichkeiten zu sagen, Leute, ich gehe nicht davon aus mit meinem lustigen Liedchen Chancen zu haben und Im Vorhinein zu sagen, ich glaube, dass das der Song ist mit dem ich die Auswahl gewinne, aber es ist fraglich, ob der in Europa funktioniert. Wer sich charakterlich als solche Flachpfeife offenbart, hat sich auch die Message verbaut und da fällt mir im Gegensatz zu all den anderen schwach platzierten Titeln nichts mehr ein, warum man ihn verteidigen sollte.
Vielleicht sollte ich mich nicht so aufregen, aber das Interview hat mich wirklich wütend gemacht, wie nichts in den letzten Jahren mit ESC Bezug. Sorry für den Rant, aber das muss raus

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor
Reply to  eccehomo42

Warum bist Du so sicher, dass es das ist, was er wirklich von Anfang an dachte? Vielleicht hat er sich diese Attitüde ja auch erst im Laufe der Zeit angesichts der vielen Negativreaktionen zusammengebastelt? Hatten hier nicht einige berichtet (anhand seiner Instagram-Posts oder wo auch immer er sich äußerte), dass sich seine Stimmung vor dem ESC verändert hatte, dass er nicht mehr ganz so positiv drauf war? Vielleicht hilft es ja, mit solch einem Druck und solch einer belastenden Situation besser fertig zu werden, wenn man sich immer wieder einredet „Selbst wenn das jetzt zu dem Desaster wird, das alle voraussagen – ich habe immerhin neue Follower gewonnen und ich mache aus meiner Zeit hier das beste und lass mich von dem schlechten Ergebnis, das alle prophezeien, nicht runterziehen“.

Diese zugegebenermaßen ärgerlichen Sätze spät in der Nacht in einer extremen Situation nach Tagen der Anspannung und einem ganz schlimmen Moment kurz zuvor würde ich halt einfach als eine dumme Trotzreaktion deuten, bei der man etwas sagt, was man nicht wirklich denkt. Klar hätte man ihn da besser schützen müssen, da stimme ich Andi und Tamara zu, aber Frau Wolfslast ist ja auch neu in dieser Funktion und war bestimmt in dem Moment geschockt und überrumpelt.

eccehomo42
4 Jahre zuvor

Höchsten Respekt, dass du diese Aussagen noch so deuten kannst. Er hat aber eindeutig gesagt, dass er bessere Lieder gehabt hätte und hat nicht hinzugefügt, dass ihm diese Erkenntnis im Laufe der Zeit gekommen sei. (Das hätte ich als reflektiert wahrgenommen). So nehme ich ihn als Symbol einer Generation wahr, die meint Instagramfollower seien etwas wertvolles. Egal wie ich es drehe oder wende, ich kann ihm nichts mehr abgewinnen.
Er hätte ja gerne deine Deutung anfügen können und wer mir mit Alkohol kommt. Das Sprichwort Betrunkene und Kinder sahen die Wahrheit hat schon einen wahren Kern und wenn da äußere Faktoren, die du verteidigend erwähnst, eine Rolle gespielt haben, hätte er sie auch in seinem Zustand angesprochen. Stattdessen gibt er ja selbst zu, dass er hinterhältig gehandelt habe.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor

Ich zitiere nochmal kurz Brötchen: „Als ob er sich da jetzt hinstellt und sagt, dass das Lied, was grandios gefloppt ist, das Beste ist was er drauf hat. Das würde doch kein Mensch sagen.“ Ich bin ziemlich sicher, dass er seinen Song anfangs nicht für schlecht gehalten hat. Aber irgendwie muss man doch mit den vielen Negativreaktionen umgehen, und dann denkt man sich halt: „Ph, vielleicht ist der Song ja wirklich schlecht, aber ihr habt ihn genommen. Und ich werd‘ Euch allen noch zeigen, dass ich es kann, wartet nur, bis meine anderen Songs rauskommen“ – in welchem Entwicklungsstadium auch immer sich diese anderen Songs befinden mögen. Nun ja,vielleicht übertreibe ich es gerade mit dem in-Jendrik-Hineindenken, aber für mich klingt das nicht unplausibel.

Zu einer reflektierten Äußerung (Deine Klammer in Zeile 4/5) war er heute Nacht bestimmt nicht in der Lage. Und zum Alkohol und der Wahrheit, die oft dahinter zum Vorschein kommt: Ja, aber diese Wahrheit ist eben die Wahrheit, die er sich in den letzten Tagen oder Wochen als Überlebensstrategie zusammengebastelt hat und an die er in diesem Moment vielleicht auch tatsächlich geglaubt hat.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

@Thomas

Wieder sehr kluge Kommentare, danke schön. Sehe ich ganz genauso.

trackback

[…] ESC-kompakt Jendrik nach dem ESC 2021: „‚I Don’t Feel Hate‘ ist nicht eines meiner besten Lieder“ [externer Link] […]