
Mit dem Start der ersten Proben in Wien kommt Bewegung in die Wettquoten für das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest 2026 – wenn auch zunächst nur in überschaubarem Umfang. Während die Top-Favoriten ihre Position weiter festigen, zeigen sich dahinter erste Verschiebungen im Kampf um die zehn Finalplätze. Gute Nachrichten gibt es dabei unter anderem für Lelek aus Kroatien und Vanilla Ninja aus Estland. Letztere würden es auf Basis der Wettquoten aktuell ins ESC-Finale schaffen.
Wir haben am Abend des 1. Mai, also bevor am nächsten Morgen die Proben in Wien begannen, die Wettquoten für die Qualifikation aus dem ersten Halbfinale dokumentiert. Diese vergleichen wir nachfolgend mit den Wettquoten vom späten Montagabend, also dem 4. Mai. Zu diesem Zeitpunkt liegen für alle 15 Acts des ersten Halbfinals die Beschreibungen und die ersten Bilder der Auftritte vor.
An der Spitze bleibt das Bild nahezu unverändert, eher sogar mit einem leichtem Aufwärtstrend für die Top 4. Finnland baut seine Führungsposition von 95 auf 96% Qualifikationswahrscheinlichkeit aus und bleibt klarer Favorit auf den Halbfinalsieg. Dahinter folgen Griechenland (stabil bei 95%), Schweden und Israel (je +1 auf 95%), die sich also weiter als nahezu sichere Finalteilnehmer präsentieren.

Etwas spannender wird es dahinter, im Bereich der Plätze fünf bis sieben, die als relativ sichere Qualifikationszone gelten können. Moldau kann sich hier von 86 auf 88% steigern und festigt damit Rang fünf. Die auffälligste Verschiebung betrifft jedoch Kroatien und Serbien: Kroatien verbessert sich leicht von 82 auf 83% und zieht damit auf Platz sechs an Serbien vorbei, das im gleichen Zeitraum von 82 auf 81% fällt und nun auf Rang sieben liegt. Ein kleiner Unterschied in den Zahlen, aber möglicherweise mit einem Trendanzeige im direkten Vergleich.
Im Kampf um die verbleibenden Finalplätze – also acht bis zehn – zeigt sich ein gemischtes Bild. Litauen bleibt stabil bei 71 Prozent auf Platz acht. Montenegro liegt erstaunlich deutliche zehn Punkte dahinter und verliert leicht von 61 auf 60%. Dahinter wird es enger: Estland kann sich minimal von 46 auf 47% verbessern und liegt damit aktuell auf Rang zehn – also genau an der Grenze zur Finalqualifikation.

Zu den deutlichen Verlierern der ersten Probentage zählt hingegen Georgien: Der Beitrag fällt von 49 auf 47% und rutscht damit ganz knapp hinter Estland auf Rang 11, wäre damit aktuell also außerhalb der Qualifikationsplätze. Auch Portugal verliert leicht von 47 auf 46% und bleibt auf Rang 12 ebenfalls außerhalb der Top 10. Aber alle drei Ländern liegen nur einen Prozentpunkt auseinander.
Wenig Bewegung gibt es am unteren Ende des Feldes: Polen verharrt bei 43% auf Rang 13, Belgien verbessert sich leicht von 36 auf 37%, bleibt aber auf Rang 14 deutlicher Außenseiter. San Marino bildet – aller Campness zum Trotz – weiterhin das Schlusslicht und fällt sogar leicht von 19 auf 18% Qualifikationswahrscheinlichkeit.
Habt Ihr die ersten Reaktionen der Wettenden auf die Proben verfolgt und könnt die Verschiebungen zwischen Kroatien und Serbien nachvollziehen? Seht Ihr Estland aktuell wirklich im Finale – oder eher doch noch Georgien oder Portugal? Lass uns Eure Einschätzungen in den Kommentaren da.
Die ersten Proben des ersten Halbfinales beim ESC 2026
- Moldau: Satoshi mit „Viva, Moldova!“
- Schweden: Felicia mit „My System“
- Kroatien: LELEK mit „Andromeda“
- Griechenland: Akylas mit „Ferto“
- Portugal: Bandidos mit „Cante – Rosa“
- Georgien: Bzikebi mit „On Replay“
- Finnland: Linda Lampenius & Pete Parkkonen mit „Liekinheitin“
- Montenegro: Tamara Živković mit „Nova zora“
- Estland: Vanilla Ninja mit „To Epic To Be True“
- Israel: Noam Bettan mit „Michelle“
- Belgien: ESSYLA mit „Dancing on the Ice“
- Litauen: Lion Ceccah mit „Sólo quiero más“
- San Marino: SENHIT feat. Boy George mit „Superstar“
- Polen: ALICJA mit „Pray“
- Serbien: LAVINA mit „Kraj mene“
Die ersten Proben des zweiten Halbfinales beim ESC 2026
- Bulgarien: DARA mit „Bangaranga“
- Aserbaidschan: JIVA mit „Just Go“
- Rumänien: Alexandra Căpitănescu mit „Choke Me“
- Luxemburg: Eva Marija mit „Mother Nature“
- Tschechien: Daniel Zizka mit „Crossroads“
- Armenien: SIMÓN mit „Paloma Rumba“
- Schweiz: Veronica Fusaro mit „Alice“
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Wie immer sagen die Wettquoten zum jetzigen Zeitpunkt nichts aus. Es kommt auf den Liveauftritt kommende Woche an und da werden die Karten neu gemischt. Die Wettanbieter haben auch schon einige Male in die Grütze gegriffen und so wird es auch dieses Jahr wieder sein.
Diese Wettquoten nerven eher.
Georgien und Polen sind sowieso unterbewertet.
Hm, von den fünf, die unter dem Cut liegen, hätte ich persönlich gerne vier weiter. Da hoffe ich mal, dass die Wettquoten diesbezüglich gründlich daneben liegen.
Offengestanden ist mir die Qualifikation von dem, was sich ab Platz 8 abwärts in den Wettquoten tummelt, ziemlich egal.
🤨 Und solche Artikel repräsentieren dann den richtigen Blick auf den ESC?
Darüber sollte man vielleicht doch noch mal nachdenken … 🤔
Es ist mir egal.
Et kütt, wie et kütt