Kobi Marimi überrascht mit neuem Titel „Yalla Bye“

Ungewohnte Töne: Kobi Marimi veröffentlicht orientalischen Track „Yalla Bye“.

Mit „Home“ vertrat er sein Heimatland beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv. Trotz großer Stimme reichte es für Kobi Marimi nur zu einem enttäuschenden 23. Platz. Nun veröffentlicht der israelische Künstler mit „Yalla Bye“ seinen ersten Song nach dem Wettbewerb und setzt sich damit stilistisch deutlich vom Vorgänger ab.

In Tel Aviv setzte Kobi auf emotionale und nachdenkliche Töne. Nach einer wohlverdienten Sommerpause, in der er sich in guter Gesellschaft am Duck Face versuchte, gibt es nun wieder neue Musik. Bei seinem neuen Titel ist ab der ersten Sekunde zu spüren, dass „Yalla Bye“ sich in eine komplett andere Richtung bewegt als „Home“. Und dieser Eindruck verfestigt sich im Verlauf der ersten Strophe.  Der Song setzt sehr stark auf orientalische Elemente und hat deutlich mehr Tempo.

Im Refrain geht es mit einer Mischung aus explosivem orientalischen Pop gefüllt und lokalen Instrumenten munter weiter. Und auch stimmlich liefert Kobi Marimi durchaus die eine oder andere Überraschung. Er bleibt sich aber dennoch treu und schafft es somit auch, einen völlig anderen Stil fahren zu können.

Während Kobi in seinem ESC-Titel seine Kindheit verarbeitete, setzt sich der neue Song auch textlich eindeutig ab. Mit „Yalla Bye“ unterstreicht er den Anspruch, das tun zu wollen, was er sich vornimmt. Und dabei ist es ihm auch egal, ob er auf Zuhörerschaft trifft, denn letztendlich wird ihn das nicht von seinen Vorhaben nicht davon abbringen. „Yalla Bye“ kann somit auch als eine Botschaft an diejenigen verstanden werden, die die Erfolge und Errungenschaften einer anderen Person nicht anerkennen wollen.

Der Song erntete bisher sehr viel Zuspruch. Neben seiner Fangemeinde gratulierten Kobi auf Instagram auch Vorjahressiegerin Netta sowie Imri, der im Jahr 2015 für Israel auf der Bühne stand.

Wie gefällt Euch „Yalla Bye“ von Kobi Marimi? Ist es ein gelungener Track oder sollte er es besser wieder mit ruhigeren Tönen versuchen?

„Yalla Bye“ von Kobi Marimi ist ab sofort auf allen gängigen Download- und Streamingportalen erhältlich (z.B. hier bei Amazon, im iTunes-Store, auf Apple Music sowie bei Spotify). 



12 Kommentare

  1. Ich glaube seine Krokodilstränen haben ihm eine viel bessere Platzierung gekostet. Denn gesanglich war sein Vortrag einwandfrei. Aber das Gehäule wirkte auf mich nur aufgesetzt.

    • Der emotionale Ausbruch erinnerte mich stark an Ari Ólafsson 2018, der sich in einer ganz ähnlichen Ausgangslage befand und seinen mehr oder weniger okayen Song gegen jede Chance mit Bravour zum Besten gab. Du kannst mich gerne einen Träumer nennen, aber mich hat das in beiden Fällen berührt.

      • Sorry, muss da escfan05 zustimmen, das Geheule am Ende wirkte dermaßen künstlich, als ob er sich die Tränen mit aller Kraft rauspressen muss, wirkte statt emotional eher unfreiwillig komisch bis merkwürdig.

  2. Der Song gefällt mir wirklich gut, viel besser als „Home“. Solche Songs möchte ich auch beim ESC hören, Songs, wo man erkennen kann, aus welchem Land sie kommen.

  3. Ich finde den neuen Song von Kobi sehr gut. Ethnopop wie man ihn von Ofra Haza kennt. Ich hätte ihn damit auch gerne beim Heim-ESC in Tel Aviv-Jaffa gesehen.

    Es gibt übrigens auch neue Songs von Keiino und Timebelle:

    https://escxtra.com/2019/09/20/keiino-releases-their-new-single-vill-ha-dig/

    https://escxtra.com/2019/09/20/timebelle-releases-their-new-single-black-sea/

    Während die drei Norweger zur Tanzfläche bitten, gehen die Schweizer ruhigere Töne an.

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