
Ein Beben ging in dieser Woche durch die ESB-Bubble. Der NDR hat bekanntgegeben, dass die Online-Formate „ESC-Songchecks“ und „ESC-Reactions“ und weitere Angebote, die von der Eurovision.de Redaktion produziert wurden, nicht fortgesetzt werden.
Eine Presseinformation gibt es dazu nicht. Die Einstellung wurde defensiv auf Instagram angekündigt. Fast alle Fans reagierten betroffen, wütend, traurig und mit großem Unverständnis. Allein bei uns gibt es bis dato fast 400 Kommentare und auf der Instagram-Seite von eurovision.de sind es noch einmal genauso viele.
Außerhalb der Bubble wurde die Nischen-Nachricht kaum wahrgenommen – und das war wohl auch beabsichtigt.
Ich kann und will hier nicht die vielen aufrichtigen, wahrhaftigen und emotionalen Kommentare wiederholen oder auch nur zusammenfassen. Nur einen Comment (von chrisischissy) an dieser Stelle mag ich zitieren: „NDR doing NDR Things!“ Very well said. Wenn Ihr ein wenig bei uns oder bei Insta in den Kommentaren lest, bekommt Ihr schnell ein Stimmungsbild.
Und ich will auch nicht mit Kritik beginnen. Zuerst möchte ich mich bei dem Eurovision.de-Team für die großartigen Songchecks und Reaction-Videos bedanken:
- Speziell die Reaction-Videos haben eine innovative Alleinstellung im deutschsprachigen Raum. Es gibt nichts Vergleichbares im Hinblick auf Originalität, Unterhaltungswert, Kreativität und Hingabe. Vor allem Letzteres war immer zu spüren. Man hat unmittelbar gefühlt, dass das Produktionsteam von Eurovision.de mit Leidenschaft und Professionalität fachkundig gearbeitet hat.
- Die Reaction-Videos waren darüber hinaus mitreißend glaubwürdig und feuilletonistisch intelligent gemacht. Die Schnitte waren dramaturgisch abwechslungsreich und tiefgründig reflektiert und überall, wo es gepasst hat, wurden die Statements der Songchecker mit Schnipseln aus der ESC-Geschichte perfekt illustriert. Das war oft Feuilleton auf ZEIT-Magazin-Niveau.
- Die Formate waren zukunftsweisend, denn sie sind generationsübergreifend, medien(kanal)-übergreifend und gesellschaftlich sehr vielseitig angelegt. Schaut Euch nur das Songchecker-Portfolio an, das ging von unter 20 (z.B. Levent Geiger) bis über 70 (Thomas Gottschalk). ESC-Künstler (z.B. Cesár Sampson) waren genauso dabei wie YouTuber und Influencer oder Musikindustrie-Professionals (z.B. Jane Comerford). Die Songchecker-Besetzung spiegelte geradezu vorbildlich die Vielfalt des öffentlich-rechtlichen NDR-Publikums.
- Die Formate waren internationale ESC-Botschafter. In den Reaction-Videos hat sich die Eurovision.de-Redaktion für jedes einzelne eurovisionäre Teilnehmerland stark gemacht – ohne kritische Töne auszulassen. Der vollständige Blick auf das europäische ESC-Jahrgangs-Angebot, der z.B. der Vorentscheidung „Das deutsche Finale 2024“ anstelle der Sofagespräche gut zu Gesicht gestanden hätte, hat die europäischen Völkerverständigungsidee, auf die der ESC begründet ist, auf witzige und kompetente Art und Weise interpretiert.
Ich feiere an dieser Stelle noch einmal alle Kreativen, die in den letzten zehn Jahren an diesem Kronjuwel der deutschen ESC-Medienlandschaft mitgewirkt haben. DANKE!
Fragt sich, wieso es nicht weitergeht? Auf Nachfrage will der NDR dazu nichts sagen und verweist auf die beiden nichtssagenden Statements auf Instagram, die Benny hier dokumentiert hat. Lest sie bitte selbst, mir kommen sie blutleer und verschwurbelt vor. Man erfährt nur, dass es die Songchecks nicht mehr gibt und nicht warum. Was es an Alternativen geben soll („spannende Informationen“), verliert sich in den Nebeln von Norwegen.
Am Geld kann es vordringlich nicht gelegen haben. „Das NDR Budget für den ESC ist unverändert.“ teilte uns der NDR auf Nachfrage mit. Mehr über die Budgetallokation will der gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Sender erstaunlicherweise nicht sagen.
Ich erspare Euch und mir hier, die Diskussion über den drögen Wildcard-Flop „Ich will zum ESC!“ zu wiederholen, aber die Songchecks überhaupt mit IWZE zu vergleichen, hat was von David gegen Goliath. ESC kompakt hat unabhängig voneinander mit mehren Branchenkennern und Produktionsexperten gesprochen. Diese schätzen den Gesamtaufwand für die Songschecks und Reactions in mittlerer fünfstelliger Höhe ein und taxieren IWZE hingegen auf das (mindestens) zehn- bis (eher wohl) zwanzigfache Kostenvolumen. Will sagen: Der Verzicht auf die Reactions & Co. finanziert nicht im Ansatz das in der NDR-„Begründung“ angeführte reichweitenschwache „Ich will zum ESC!“.
Wenn es also gemäß NDR nicht um Geld geht, geht es (auch) um Inhalte. Und hier bin ich ganz anderer Meinung als die NDR-Chefs, die die nicht begründete Einstellung der Songchecks und Reactions zu verantworten haben. Hier wird das inhaltlich stärkste Angebot, dass der NDR in Sachen ESC am Start hatte, aufgegeben. Das ist für mich der größte Fehler, den der NDR nach der Nicht-Zulassung von Electric Callboy zum deutschen Finale in seiner ganzen ESC-Zeit gemacht hat, das ebenfalls hausgemachte Naidoo-Gate hin oder her. Peinlich und deprimierend, unverständlich und ignorant gegenüber den Fans.
Electric Callboy wurden von einer eindrucksvoll selbstherrlichen Alpha-Radiomännerjury in den besten reifen Jahren blockiert. Der NDR hat 2022 die Chance gehabt, die deutsche ESC-Misere schlagartig zu beenden und hat diese vertan. Wie immer man zu EC steht, die Chance für den NDR und ESC-Deutschland war riesig, wie auch die anschließende Weltkarriere von EC beweist.
Einen Aufschrei wie bei der Klatsche gegenüber Electric Callboy gibt es nischenbedingt nicht bei der Abschaffung der Songchecks und Reaction-Videos. Diese Stilllegung merkt jenseits der Bubble kaum jemand (wahrscheinlich nicht mal die NDR-Chef-Chefetage), sie wird aber in der Bubble umso intensiver diskutiert.
Was auch immer noch kommt (deprimierenderweise wahrscheinlich wenig), für 2024 dürfte der Drops gelutscht. Ganz persönlich halte ich die Einstellung der kreativen Eurovision.de Programmangebote für einen herausragenden strategischen Fehler und bin darüber auch traurig. Und das laute Schweigen über die Gründe ist gegenüber den Fans aber auch gegenüber der Öffentlichkeit respektlos.
Disclaimer: Die ESC-kompakt-Blogger Benny und Douze Points waren in 2022 und 2023 als Songchecker Teil der ESC-Songchecks.
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Ich möchte auch eine Lanze brechen für ein durch ESC-kompakt organisiertes Ersatzformat. Mit Fundraising bekommen wir Fans doch bestimmt ein paar 1.000€ zusammen für die Gagen einiger Reactionder und den Schnitt. Mit Katjes-Unterstützung vielleicht noch mehr. Denkt bitte wenigstens mal drüber nach, liebes ESC-kompakt-Team 🙂
Ick jeb n Hunni dafür!
Gute Idee – ich wäre auch dabei…
Was sollte denn ein Reaction Video kosten? Nix. Brauchst nur nen gutes Handy und vor allem nen gutes Micro. Entscheidend ist wie überzeugend für den Konsumenten und natürlich den Algorithmus das Video gemacht ist. Klar braucht es auch ne gute Idee für das Thumbnail. Das macht auch viel aus, ob wer clickt oder nicht.
Es gibt zu jedem ESC Beitrag Dutzende bis Hunderte Reaction Videos. Selbst Wiwibloggs Reaction Videos haben arge Schwierigkeiten.
Europapa Reaction Video als Suchbegriff ergibt bei mir heute folgende Top 5 Treffer von diesen Kanälen:
1 TeddyGreyOnStuff (110 K)
2 Cadz Crew (43K)
3 Beers & Bars (157 K)
4 Local Band Smokeout (20K)
5 Dream Team Neal (119 K)
Das sind Kanäle mit 70k bis 260k Abos.
Das meistgesehene Reaction Video hat 297 K.
Wiwibloggs hat 99K und liegt auf #11 der Reaction Videos.
Allein die oben genannten 7 erreichen 12% des Aufrufvolumens des offiziellen Musikvideos.
Deutschsprachige Reaction Videos sind schwer zu finden, da bei ESC Reaction Videos die lingua franca ganz klar Englisch ist…
Es geht ja nicht um Klickzahlen, sondern um ein Format von der Bubble für die Bubble.
Mir fehlen die beiden Formate nicht wirklich. So wahnsinnig unterhaltend und kurzweilig habe ich sie eher nicht empfunden.
Und auf youtube gibt es unzählige Reaction Videos von so vielen Fans.
Und wenn dann mehr Geld für die Suche nach dem richtigen Lied zur Verfügung steht, ist sogar noch sinnvoll gespart worden.
Aber es wirkte ja nun nicht do, als wäre dafür mehr Geld ausgegeben worden – wenn überhaupt, dann nur für die ESC Wildcard – aber auch diese Sendung ist ja gefloppt.
Die Abschaffung der Songcheckshow ist richtig. Schaut man mal auf die anderen Länder, die am ESC teilnehmen, so gibt es dieses Nischenfornat nur in Norwegen, Finnland und Island und sonst nirgends.
Schweden hat Inför Eurovision Song Contest 2016 zum letzten Mal gemacht und dann eingestellt. Niemand hat sich darüber beschwert; eine Reaktivierung gibt es ebenfalls nicht.
Es geht aber allgemein darum, wie stiefmütterlich der ESC mittlerweile vom NDR behandelt wird. Anscheinend hat man gar keine Lust mehr, sich groß mit diesem tollen Event zu befassen, geschweige denn, mehr als nötig zu investieren…
Und wenn doch mal, verbrennt man sein Geld ohne Sinn und Verstand, wie man an den vier IWZE-Songs sehen konnte, die noch nicht mal beim – international ohnehin schon nicht konkurrenzfähigen – Vorentscheid konkurrenzfähig waren.
Ich muss jetzt doch nochmal ein bisschen was zum Thema „Nischenformat“, „außerhalb der Bubble nicht interessant“ bzw „die anderen Länder haben das auch nicht“ schreiben. Ist alles richtig. ABER: In den anderen Ländern wird der ESC nicht dermaßen stiefmütterlich behandelt, und das ist noch nett ausgedrückt.
Wir haben es hier nicht mit irgendeinem Musikantenstadl oder so zu tun, sondern mit der größten Musikshow der Welt. Egal, was man davon hält, ob man die Beiträge eher belächelt und das alles nur für Talmi hält oder ob man sich für jeden Beitrag begeistert, egal wie grottig er ist: Der ESC an sich ist eine absolut großartige Angelegenheit. Der ganze Kontinent (okay, so ziemlich der ganze) und noch Länder darüber hinaus kommt zusammen, um sich im friedlichen Wettstreit zu messen! Auch wenn die Politik in den letzten Jahren öfter mal reingegrätscht hat: Die Grundidee des ESC ist über alle Maßen großartig und feiernswert. Dass es darüberhinaus für die ausstrahlenden Sender acht Stunden (!!!) Premiumfernsehen zum Spottpreis gibt, ist noch die Kirsche auf der Torte. Und sollte man dann nicht dafür sorgen, dass dieses grandiose Format auch entsprechend gefeiert wird? Dass man seine besten Leute hinschickt? Und dass man es nicht behandelt wie die böse Schwiegermutter auf der Hochzeit? Muss sein, aber lassen wir am besten links liegen?
Liebe ARD, friedlicher Wettstreit ist nicht nur Olympia oder Fußball-EM (zumal letzteres so friedlich oft gar nicht ist). Friedlicher Wettstreit ist auch der ESC! Wann und warum habt Ihr da den Anschluss verpasst?
Dass die Songchecks gestrichen werden, ist sicher für den ESC in Deutschland außerhalb der Bubble nichts Weltbewegendes. Es ist aber symptomatisch für den Umgang mit diesem großartigen Format und deshalb einfach nur traurig und empörend.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich habe als deutscher Fan mittlerweile fast schon gar keine Lust mehr auf den ESC, weil dieser einfach so wenig gebührliche Aufmerksamkeit bekommt. Wahrscheinlich werde ich mir für den 11. Mai einfach ein anderes Land zum Mitfiebern suchen. Ehrlicherweise glaube ich nicht daran, dass sich nächstes Jahr groß was ändert.
Über Nische kann ich auch nur lächeln. Neben der Finalshow sind die Songchecks noch weit vor den Halbfinals das einzige was meine Frau auch gerne jedes Jahr mit guckt. Und die ist sonst eher schnell genervt von unser aller Lieblingshobby.
Tami, du hast mal wieder einfach Recht. (Punkt. Punkt.)
Ich brauche da auch nichts mehr hinzufügen. Tamara trifft es einfach auf den Punkt .
Genau meine Meinung. Du sprichst vielen Fans aus der Seele.
Komplett auf den Punkt gebracht. Hundertprozentige Zustimmung.
Habe keines der jetzt abgeschafften Formate jemals gesehen, insofern kann ich da gar nicht mitreden.
Denke aber grundsätzlich (und das schon seit Jahren), daß sich die deutschen Fanmedien und die beiden großen deutschen Fanclubs durchaus mal fragen sollten, inwiefern sie selbst Teil daran haben, daß der NDR leider nach wie vor für die Auswahl des deutschen ESC-Beitrages zuständig ist …
Ich finde es Schade. Habe mich auf die Songchecks und Reactionvideos gefreut.
Geaxt wird, was keine, oder weit unterdurchschnittlich wenig Zuschauer hat, sofern es sich nicht um kulturell aussergewöhnlich herausragenden Content handelt. Ob das wirklich so kreativ war, was in den nun geaxten Formaten gezeigt wurde ist Bewertungssache. Ich fand es persönlich des Öfteren eher altbacken, selten witzig und gelegentlich unangenehm. Reaction Videos gibt es wie Sand am Meer, da ist es eh schwer auf Volumen zu kommen. Der Reactions Markt ist sehr hart umkämpft. Etwas machen, was andere ‚besser‘ und mit mehr Views und Likes machen können, ist nicht die wirklich beste Idee.
Der Öffentlichkeit sind die Rezeptionswerte des geaxten Contents allerdings gar nicht bekannt, ausser den Youtube Clicks. 600.000 im Jahr 2023 ist natürlich viel zu wenig (~ 15000 Clicks pro Clip im letzten Jahr). Die Ausgaben pro 1000 Clicks müssen gigantisch gewesen sein…Für 1000 Views erreicht man bei Youtube mit kommerziellen Videos wenn es gut geht 3€ bis 4€ an Werbeinnahmen. 45€ bis 60€ pro Clip. So ein Clip kostet aber doch mindestens das 30fache…
Objektiv gesehen spielt halt eben auch der Umfang der Rezeption eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Ich liebe diese Kommentare – und die Zuverlässigkeit, mit der sie erscheinen.
Komme mir dabei immer vor, als hätte ich einen Sekretär oder Anwalt, der Dinge für mich recherchiert, von denen ich selbst keinen blassen Schimmer habe …
um das zu recherchieren reichen zwei drei Clicks…
Ich habe sicherlich auch nicht jeden einzelnen Songcheck gesehen, aber diejenigen, die ich verfolgt habe, fand ich in der Tat wundervoll und stimme Peters Eloge voll und ganz zu. Unabhängig von der Frage, wie relevant diese Begleitangebote außerhalb der Bubble waren, empfinde ich die selbe Traurigkeit über ihren Verlust, der auch aus Peters Worten zu fühlen ist. Ich denke auch, dass es hier im wesentlichen nicht so sehr um die (monetäre) Sinnhaftigkeit dieses Angebots geht, sondern um die (berechtigte) Trauer innerhalb der Bubble.
Und diese Trauer ist ja auch deswegen so stark, weil die Streichung sich nahtlos einfügt in ein allgemeines Gefühl der Hoffnungslosigkeit, was den Umgang der ARD und des NDR mit dem ESC insgesamt angeht. Douze Points ausführlichem Rant im gestrigen ESC kompakt live zu den leider extrem trüben Aussichten hinsichtlich der Reform(un)fähigkeit des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks in Deutschland ist da nichts hinzuzufügen.
Mit dem konstant letzten Platz für Deutschland habe ich mich ohnehin schon lange abgefunden. Gott sei Dank gibt es ja noch genügend andere Teilnehmerländer mit tollen Songs, auf die man sich freuen kann. Insbesondere die beiden ACH-Länder liefern in letzter Zeit – und vor allem in diesem Jahr – ja extrem stark ab und halten die Fahne hoch.
was heisst reformumfähig. Sie sind schlicht nicht fähig interessante Song/Act Kombis von uninteressanten zu unterscheiden und machen völlig unnötig dann auch noch die Vorgabe ein VE Beitrag hätte ‚radiokonform‘ zu sein (Deutschrap zb war damit unerwünscht). Nur wird nicht einmal die eigene Vorgabe erfüllt. 2 der 9 haben ‚höhere Radioweihen‘ erlangen können, alle anderen nicht.
Alles unter der Annahme, es hätte wirklich interessante Song/Act Kombis als Bewerbungen, oder nach Anfragen gegeben. Die Bewerbersongs, die man kennt waren eigentlich alle eecht schwach. Von wirklich ‚größeren Acts‘ ist keine Bewerbung, oder Absage nach Anfrage und Einreichung bekannt.
Tatsächlich ist es nunmal nicht einfach aus nem anscheinend großen Haufen an Mittelmäßigkeit und Dürftigkeit einen ansprechenden VE zu zimmern.
Vielleicht ist die Antwort auch sehr viel einfacher: Es stehen nicht mehr (genügend) Macher für dieses Projekt zur Verfügung? Schließlich gibt es dieses Jahr einen gewissen Umbruch (nach Abgang Peter Urban, Stefan Spiegel).
Und ein (halb-) neues Team müsste sich am bisherigen Erfolg messen lassen
Ich habe mir diese Songchecks nie angeschaut (ich mag Reaction-Sendungen normalerweise nicht, das wurde mir verleidet durch diese Chartshows, in denen ständig irgendwelche Prominente in die Songs hineinquasseln und erzählen, was sie damals gemacht haben), sie scheinen hier aber recht beliebt gewesen zu sein.
Ich kann mich nicht erinnern, dass es diese Sendung schon vor der Übernahme des ESC durch den NDR gegeben hätte. Ist denn der NDR von den Kommentierenden, die hier nun alle wieder auf ihn schimpfen, eigentlich auch schon mal dafür gelobt worden, dass er solch ein Format, das ganz offensichtlich vielen Freude bereitet(e), überhaupt erst eingeführt hat?
Ich habe die Soundchecks die letzten Jahre nicht mehr verfolgt, trotzdem macht mich diese Nachricht traurig und ich kann Peter nur beipflichten.
Der NDR (ja die gesamte ARD) wird seinem (ihrem) Anspruch (wenn er ihn denn hat) den größten Musikwettbewerb der Welt gebührend darzustellen, nicht gerecht!!! Und das ist frustrierend und die Absage der Soundchecks ist nur ein weiterer Baustein: da wird der deutsche Vorentscheid im Nachtprogramm versteckt, die Halbfinals sind mit Ausnahme von 2011 noch nie im Hauptprogramm gesendet worden, die Qualität der Vorentscheidungsshow mal wieder grottig (ich meine nicht die teilnehmenden Songs, sondern die lieblose Gestaltung der Show) usw. usf
Aber Peter, wir liegen oft auf einer Wellenlänge, aber eben auch nicht immer. Ich beziehe mich jetzt hier rauf:
„Das ist für mich der größte Fehler, den der NDR nach der Nicht-Zulassung von Electric Callboy zum deutschen Finale in seiner ganzen ESC-Zeit gemacht hat, das ebenfalls hausgemachte Naidoo-Gate hin oder her. Peinlich und deprimierend, unverständlich und ignorant gegenüber den Fans.
Electric Callboy wurden von einer eindrucksvoll selbstherrlichen Alpha-Radiomännerjury in den besten reifen Jahren blockiert. Der NDR hat 2022 die Chance gehabt, die deutsche ESC-Misere schlagartig zu beenden und hat diese vertan.“
Woher diese Gewissheit? Weil dieser grüne finnische Frosch letztes Jahr so unverdient gut abgeschnitten hat (sorry für meinen unfairen Sarkasmus)?
Wir alle wissen doch, wie es beim ESC läuft. Da kannst du dieses Jahr einen bestimmten Song schicken und schlecht platziert sein und nächstes Jahr schickt jemand gefühlt das gleiche und gewinnt.
Bei Lord Of The Lost waren letztes Jahr so viele euphorisiert. Und dann die große Enttäuschung. Ich jedenfalls glaube, mit Electric Callboy wäre Ähnliches passiert. Wir sollten die Nicht-Zulassung der Truppe endlich ruhen lassen – meine Meinung.
Hätte man nicht besser schreiben können!
Sehr schade, ich bin vor einigen Jahren erst über die Songchecks überhaupt zum ESC gekommen.