Kommentar: Die zehn EuroClubs in Turin sind für ESC-Fans weniger wert als ein richtiger

Nun ist es raus: In Turin gibt es nicht nur einen, sondern gleich zehn offizielle EuroClubs. Was wie ein Traum klingt, könnte sich für ESC-Fans schnell als Albtraum herausstellen. Und das liegt nicht nur daran, dass in Italien auch Restaurant-Märkte und Café-Bars als „offizielle EuroClubs“ durchgehen. Die Hoffnung der Fans ruht nun am ehesten auf den zwei wirklichen Clubs von den zehn Locations, wie dem Supermarket (Aufmacherfoto).

Was die Bubble-Spatzen schon lange von den Dächern pfiffen und die ESC-DJs der OGAE-Fanclubs einigermaßen überrascht zurückließ, ist nun offiziell: Turin will den ESC groß in der Stadt spielen und möglichst vielen Menschen den Zugang zu ESC-Veranstaltungen ermöglichen. Das ist gut. Eigentlich. Schade nur, dass die europäischen ESC-Fans dabei die Leidtragenden sein könnten.

In der Pressemeldung der EBU heißt es wortwörtlich: „These are the only official EuroClubs in Turin, so here’s your guide to where the most happening happenings will be happening while you’re in town.“ So viel Happening war selten.

Das sind die zehn offiziellen EuroClubs 2022 (weitere Beschreibungen hier)

Clubs: Pick-Up Dal 1971, Supermarket Club
Café Bars: Otium Pea Club, BAUHAUS, One Apple
„Hubs“: La Centrale, Snodo
Restaurants: Eataly Lingotto, Osteria Lanterna
Geschäft: Mercato Centrale Torino

Um den Titel „EuroClub“ konnten sich Etablissements bewerben, die mindestens 150 Personen Platz bieten sowie einen exklusiven Raum für mindestens 25 Personen. Außerdem müssen sie vom 30. April bis 14. Mai ihre Preise für Essen und Trinken um mindestens 10% für „accredited badge holders“ reduzieren. Genau, das ist nicht der durchschnittliche ESC-Fan. Von einer Auflage an die Locations, mindestens einen gewissen Anteil ESC-Musik spielen zu müssen, steht in den Veröffentlichungen nichts.

Was bedeutet das nun für ESC-Fans, die aus dem Ausland anreisen? Vor allem eins: es gibt keinen zentralen Anlaufpunkt für ESC-Aktivitäten, zum Kennenlernen oder sich austauschen. Natürlich wird es die ein oder andere Länderparty in einer der Locations geben, die dann zum Place-to-be des Abends wird. Verabreden sollte man sich aber trotzdem, will man nicht allein unter Fremden sein.

Denn schon in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass selbst zwei ESC-Locations zu viel sein können für einen ESC. In Wien waren das EuroFan Café und der EuroClub sehr weit auseinander, so dass man quasi in einer der Locations für den Abend gefangen war. In Tel Aviv war es ähnlich. Aber in diesen Städten gab es zumindest zwei Orte, an denen man sich auf 100% ESC-Party mit entsprechender Musik und internationalen Fans freuen konnte.

In Turin ist das – zumindest auf Basis der vorliegenden Informationen – alles andere als sicher. Denn die internationalen ESC-DJs, die den italienischen Clubs ihre Dienste angeboten hatten, wurden komplett abgelehnt. Zum jetzigen Zeitpunkt hat kein einziger der bekannten ESC-DJs – ob nun aus den Niederlanden, Israel oder Australien – einen zentral vermittelten Gig in Turin in den zehn Locations.

Das muss nicht ausschließen, dass die „offiziellen EuroClubs“ ihre eigenen ESC-DJs haben. Allein mir fehlt der Glaube. Denn auch das haben wir in der Vergangenheit schon erlebt: Ohne 100%-iges ESC-Commitment, keine 100%-ige ESC-Party. Die Resident-DJs wissen, was ihr Publikum in dem jeweiligen Laden mag und kennen meist nur dieselben 10-20 ESC-Hits. Dieser Mix wird dann auch während der ESC-Wochen gespielt.

Dennoch werden zumindest die beiden Clubs Pick-Up Dal 1971 und Supermarket Club ESC-Tanzangebote unterbreiten und vielleicht auch Länderpartys hosten. In den anderen Locations kann durchaus auch ESC-Musik gespielt werden (wenn auch mit Sanremo-Schwerpunkt). Ein Treffpunkt zum längeren Verweilen wird aber z.B. das Eataly (unten) für Fans wohl kaum werden.

Möglicherweise machen die italienischen Organisatoren und Verantwortlichen der Stadt Turin alles richtig, indem sie versuchen, ihren Mitbürger/innen den ESC an vielen Orten in überschaubaren Dosen nahezubringen – schließlich zahlen sie mit ihren Steuern einen Teil des Festes. Für ESC-Fans, die aus dem Ausland anreisen, dürfte das vermutlich nicht genug sein.

In der Vergangenheit haben sich in solchen Fällen die ESC-Fans dann schon ihre Feier-Möglichkeiten geschaffen. So zum Beispiel 2009 in Moskau oder 2012 in Baku, nachdem im EuroClub keine ESC-Musik mehr lief. Auch die Gay-Clubs der Städte können Auffangbecken für orientierungslose ESC-Fans sein. Aber auch das kann man steuern.

Leider fehlt in Italien offenbar ein starker ESC-Fanclub, der organisiert einschreiten und im Sinne der Fans agieren würde. Aber vielleicht werden wir doch noch eines besseren belehrt. Denn ein richtiger ESC-FanClub ist in jedem Fall mehr als keiner – oder im Fall von Turin auch besser als zehn.


20 Kommentare

  1. Hm… „allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“. (Klugsch…-Modus aus)

    Grundsätzlich finde ich ja den Ansatz gut, auch die hiesige Bevölkerung am ESC-Feeling teilhaben zu lassen.
    Ich traue den ESC-Fans schon zu, sich selbst zu organisieren, und Möglichkeiten der Begegnung wird es sicher genug geben.🙂

  2. Ich bin ja schon froh, dass die traditionelle ESC-Feier im Wohnzimmer meiner Eltern nach zwei Jahren Pause wieder stattfinden kann. 🙂

  3. Bin zwiegespalten was das Thema betrifft. Ich finds toll, dass das Event in der Stadt größer gespielt wird als so sonst. Mal ehrlich: in quasi allen vergangenen Jahren gab es immer maximal 2-3 Anlaufpunkte für den ESC – Arena, Village, EuroClub. Ansonsten hat der Contest in den Städten keine Rolle gespielt – war ein Konzert wie jedes andere auch. Hier und da mal ein Plakat, aber das wars meistens auch schon. Das jetzt versucht wird die Host-City mit mehr Eurovisions-Leben zu füllen finde ich gut.

    Hoffentlich machen sies aber auch richtig. Wenn vom genannten Restaurant nur die Speisekarte optisch geändert und ein Aufsteller hingestellt wird, dann kann man‘s gleich sein lassen. Ein bisschen aktives Eurovision-Feeling muss schon geboten werden.

    Wenn das aber geboten wird: super! Die Woche in Turin ist eh vollgepackt. Dienstag, Donnerstag und Samstag Show (inkl. Anfahrt/Abfahrt, Security, usw). An dem Tag kann man dann meistens eh nur bis zum späten Nachmittag was machen, dann muss man auch schon los. An den anderen Tagen will ich die Stadt und die Menschen erleben und kennen lernen. Wenn in diese Phase ein bisschen mehr Eurovision-Flair reinkommt, fände ich das als anreisender internationaler Fan absolut toll!

    Zu den accredition badges: warten wir Fans es mal noch ab – in 2016 gabs schließlich ja auch OGAE-Badges, mit denen man in den EuroClub kam. Da ja noch die Sitzplätze für die OGAE-Fanpackes verteilt werden müssen kann ich mir vorstellen, dass das über Badges läuft.

    Zum EuroClub als Event-Location: ach ich weiß nicht. Ist vielleicht nur eine persönliche Sache, aber zumindest bei meinem einzigen EuroClub-Besuch 2016 fand ichs ja eher mau. Jau, die OGAE-Party war‘n Knaller, aber wirklich neue Leute kennen lernen war irgendwie nicht drin. Das gesamte wirkte wie eine eingeschworene Blase, die sich allesamt schon kennt und jedes Jahr wieder zusammenkommt. Als neuer reinzukommen erschien mir schwierig, vor allem weil alles VIEL ZU LAUT IST. Da fand ichs selbst in der Arena leichter, mit Leuten in Kontakt zu kommen – du bist halt gezwungen neben jemanden zu sitzen/stehen und dann wird während der Postcards schon mal gefachsimpelt. Ich bin aber auch kein Disco-Tanz-Fan, ich steh eher auf ein tolles Essen im Restaurant (wie stehen die Google-Bewertungen für das eataly? :D) und auf einen Absacker in der Kneipe. 🙂

    • War zwar noch nie live vor Ort, aber ich kann mir auch vorstellen, dass es gerade als „Neuling“, also wenn man niemanden vorher schon kennt, schwierig ist, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen.
      Mir kann es ja egal sein, aber es ist doch super, wenn sich alles ein bißchen verteilt. Denke, irgendwo trifft man doch immer auf Fans.🙂

  4. Viele ESC-Fans wollen doch mehr, größer, weiter, höher, schneller und und und etc. Jetzt passiert mal was und nun ist es auch nicht richtig. Also was jetzt? – Die gesamte Veranstaltung ESC sollte offen für jeden Interessierten und Neugierigen sein und nicht nur für ein paar Hundert ESC-Fans. Wo bleibt die Toleranz und Akzeptanz?

    • Problem offenbar nicht verstanden… Es geht doch gar nicht darum, dass irgendwer irgendwen irgendwo nicht haben möchte oder Nicht-ESC-Fans ausgeschlossen werden sollen. Es geht darum, dass mutmaßlich offenbar an keinem der Orte ESC-Musik gespielt werden wird, so wie das bisher meist der Fall war. Wenn dort keine ESC-Athmosphäre herrscht, wo Leute ESC erleben wollen – wo ist dann der Sinn?

  5. Ich freue mich, daß es nach drei Jahren Pause den Euro Club wieder gibt und Italien bzw. Turin hat dafür auch die besten Austragungsorte aus dem Hut gezaubert.

    Letztes Jahr sollte der Euro Club in einer Schrottimmobilie ausgetragen werden und wegen der damals wie heute grassierenden Covid-19-Pandemie wurde das Event schließlich abgesagt. Man muß dazu sagen, es wurde erfreulicherweise gestrichen, denn es wäre nicht auszudenken gewesen, was passiert wäre, wenn die Besucher des Euro Club von herabfallenden Bauteilen getroffen worden wären. Baulich vergleichbar ist das Maas-Silo nur noch mit der Berliner Billigabsteige Berghain.

    • Da sieht man mal wieder das du echt von vielen Dingen außerhalb des ESC kaum eine Ahnung hast und oft nur provokant daher schwafelst.
      Das Berghain ist eines der gefragtesten internationalen Topp Location und nach seinem Umbau 2010 in jeglicher Form perfekt.
      Verständlich wenn man dich eventuell schon am Eingang aussortiert hatte ( nur so ist deine Aussage zu werten ) da die Leute die dort reingelassen werden einfach Spaß ( und mehr ) haben möchten.
      Und der fehlt dir ja generell auch hier.

      • Das mit der Top Location war vor der Coronapandemie und es gibt in Berlin wahrlich interessantere Places To Be, wo man Spaß und Freude am Feiern hat. Inzwischen ist Berghain zum Tumnelplatz für Snobs und Posers geworden, die ihrem dekadenten Lebensstil und Eitelkeiten fröhnen und da oaßt Du auch ganz gut hin!

      • Laut trevoristos Aussage lieber @Matty hast du ja generell Probleme wo rein zukommen.

        Also rede nicht über Dinge oder Clubs die du nur vom Hörensagen kennst.

        … und Corona traf natürlich nur das Berghain… Logo.

  6. Hiermit lasse ich nun mein Herz frei sprechen und beziehe mich auf meine gefühlten 1000 Italien-Aufenthalte:

    Wenn die Italiener (m/w/d) etwas können dann ist es ein Musik-Ereignis und die damit verbundenen Events organisieren. Egal ob es sich um eine Oper, ein Konzert oder um eine Party in einem Club handelt. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die anvisierte Zielgruppe ein Ballermann-Publikum, Studenten einer Universität oder die sog. „Happy fiew“, also eine Premium-Schickeria ist, bei der man nicht weiß, ob man von ihr nun beeindruckt sein soll oder wegen ihrer zur Schau gestellten Arroganz doch eher mit Ablehnung gegenüber tritt.

    Wenn ich in Italien ausging um zu feiern, dann habe ich nur tolle Abende erlebt. Die Tatsache, dass der ESC in Italien (NOCH !) keinen sonderlich ausgeprägten Stellenwert hat, ist für mich kein Nachteil.
    Warum nicht auch mal eineESC-Promo-Party bzw. eine ESC-Aftershow-Party im Stil einer „Alternativo italiano“ feiern ? Wir lieben den ESC doch alle auch wegen seiner tollen Begleiterscheinungen wie etwa das Kennenlernen ander Menschen, Kulturen und Länder.

    Aber als emotionaler Italiener räume ich wie schon so oft gerne ein, dass sobald es um Italien geht, ich nicht sonderlich objektiv und neutral bin 😉

    • Gut, dass du am Ende selbst zugibst nicht objektiv zu sein.
      Sonst hätte ich das ganze schon als Satire verstanden.

      Seit wann ist Italien denn für gute Vorbereitung bekannt?
      Hab noch nie was von einer weltberühmten italienischen Pünktlichkeit gehört.
      Und bisher hat sich das bestätigt in den bereits passierten Verspätungen in der Planung und Kommunikation zum Ticketverkauf und Probenablauf samt Fanpresse-Ausschluss.
      Auch beim EuroClub ist der erste Organisationsfehler passiert, in dem man bisher keine Zusammenarbeit der bewährten DJs sucht und Clubs auswählt, die weit auseinanderliegen.

      • Aber auf den Fanpresse-Ausschluss hat der italienische Sender keinen Einfluss, glaube ich. Das ist eine Entscheidung der EBU.😉

  7. wenn man so Comments liest, scheint es sich beim Supermarket Club um einen Ort mit potentiell inkompetenten Leuten zu handeln, der weit Abseits vom Hauptausgehviertel der Innenstadt liegt und noch weiter von der Halle entfernt. Glaub 45mins mit Öffis. 5km mind…kannste vergessen.. 700qm Gesamtfläche ist auch eher bescheiden. Die Bar scheint ‚oben‘ zu sein, die Tanzfläche auf der man aber angeblich kaum tanzen kann ‚unten‘. Das heisst Treppensteigen und Gedränge ist angesagt.

    Weiss aber eigentlich gar nicht warum ESC Fans unbedingt eine zentrale Anlaufstelle haben wollen müssen. Ich geh doch nicht in einen Club der Mist ist, nur weil der sich Euroclub nennt. Wird sich eh sehr schnell rumsprechen, wo man hingehen sollte und wo nicht. Ich würd nach dem Finale eventuell ins Milk gehen. Oder/und ins Life im Valentinspark. Im Mai ist dann ja schon gutes Wetter, dass man im Outdoor Bereich megagut abhängen kann. Saubere bewirtschaftete Toiletten. Nicht so ganz üblich in Turin haha. Hab in Erinnerung dass die Türsteher in Turin zumindest bei den damals angesagten Clubs ganz schön streng bzw ich sag mal launisch waren. Freitag vor dem ESC Finale würd ich wenn ich gay wäre und nen bisschen nach was aussehe ins Centralino auf die Bananamia Party gehen. 3 Tanzflächen. Auch hier kann es aber passieren, dass du am Eingang abgewiesen wirst. Zu ‚alt‘ sollte man wohl nicht sein bzw aussehen.

    Apropos Essen
    lecker Essen gehen kann man in Turin natürlich Dutzendfach.
    Eataly ist eine Kette, so in Grundzügen bissl ähnlich, wie Vapiano. Ist für Turin recht preiswert. . Aber teurer und natürlich auch besser, als Vapiano. Bier 0.5/Vorspeise/Pizza/Dessert 25€ bis 30€. Wasser ist wie in Spanien spottbillig. 0,75 unter 2€.
    Falls jemand die US Kette Carrabba’s kennt, der kann sich grob ausmalen was für ein Lautstärke-Pegel im Eataly Restaurant in der Hauptzeit herrschen kann. Italiener reden halt gerne viel und laut. Für Wochentags ganz ok, aber am Wochenende würd ich da nicht hin. Würde aber wetten, dass das, wenn es das in Deutschland gäbe, immer voll wäre.

    Wenn ich nach Turin fahre würde ich, wenn schon, dann was Besonderes erleben wollen, was das Essen betrifft.

    Ich würde das Solferino empfehlen. So lecker da. Aber teuer. So um 60€ bis 120€ vier bis fünf Gänge plus Wein. Premium class und gutes Ambiente.

  8. kennen meist nur dieselben 10-20 ESC-Hits

    Das nenne ich… Optimismus…🙄

    Ich stelle mir vor, ich gehe in eine Kneipe am karnevalsonntag, und da wird kaum kölsche Musik gespielt… Anfang der 90er (früher war ich sowieso in Italien) passierte das sehr oft. Höchstens Pizza Wundaba (schlimm) Et Spanien Leed (das war schön) oder Op de Maat (wieder schlimm). Dann aber nur NDW oder internationale Erfolge… Furchtbar!
    Langsam lernte ich aber, die richtigen Läden zu kennen. Die Nubbelverbrennung bei Oma Kleinmann war pure Kunst. Nur kölsche Musik, mit live kapelle… fantastisch!
    Und dann einige Kneipen in der Südstadt, die fast ausschließlich Bläck Fööss spielten.
    Heute kannst du sehr oft sogar Ostermannlieder mitsingen, zusammen mit Stunk, Brings und AMK.

    So, in diesem Sinne, hoffe ich dass bei den ESC-Fans ziemlich schnell rumspricht, wer spielt was

    Viel Glück!

  9. ……..„wenn ich gay wäre und nen bisschen nach was aussehe“. 😂😂😂
    Das solltest du natürlich noch genauer definieren ,@trevoristos.

    (Altersbedingt hatten wir übrigens keine Probleme ins Centralino zu kommen,die Musik ist aber nicht für jeden was .

    Jetzt fehlen aber noch deine Tipps für Heteros die gut aussehen oder halt nicht so gut und natürlich ganz wichtig auch für Gays die jetzt bisschen weniger nach was aussehen.

    • naja is Italien Metro. Ich meine damit eher die Kleidung, Frisur usw. Ich hab in Erinnerung dass sich dort in Turin und Mailand ‚alle‘ abends bissl mehr aufbrezeln, als bei uns. Würd mal sagen wenn man schon in Turin ist würd ich mir da auf jeden Fall neue Klamotten kaufen und vllt nen schicken Haar- und Bartschnitt verpassen lassen. Is aber da schon so, dass das an der Tür bei den gayparties relativ locker gehandhabt wird. Es kommt aber halt eben nicht jeder rein (vor allem wenn keine gay party ist). Man weiss nicht warum. Is ja bei uns auch so. Biste am lallen wg zu viel Allohohl wirds eh schwer. Mit Frauen im Schlepptau könnte es auch schwierig werden.
      Ob man sich auf der Bananamia mit 40+ so richtig wohl fühlt? Erstens Musik (obwohl es ja 3 floors gibt, Schlager wird natürlich nicht gespielt haha) zweitens die Crowd drittens die Temperatur. Im Mai könnte es schon mit bissi Pech 30°+ sein. Hab nicht mehr in Erinnerung ob die da überhaupt ne Klima haben. Man kann aber auch raus zum abkühlen usw ^^ Wurde aber glaub ich in der Covid Zeit ‚renoviert‘. Ich war vor Covid da und im Sommer. Nen Liter Wasser is schnell weg ohne pillern zu müssen ^^ Theoretisch könnte es Anfang/Mitte Mai nachts aber auch noch ‚kalt‘ sein (10°). Dann haste nen kleines Bekleidungsproblem. Für kurze Sachen an sich zu kalt. Man ist ja kein Tommy^^
      Könnt mir aber an sich vorstellen dass so jetzt quasi Post-Covid jeder Gast gebraucht wird.

      In Italien können sie aus jedem hässlichen Entlein nen Schwan machen. Kommt u.U. aber aufs Portemonnaie an. Schwabbelbauch könne sie natürlich nicht wegzaubern. Trägst du ne Dsquared2 Sexy Cargo kommste garantiert überall rein. Gibts aber nur bis Grösse 56 und kostet geradezu läppische 850 hahaha. Dazu Tank top von Moschino für 200 und Necklace von Dsquared2 für 600€. Schuhe? Auch nochmal locker 250€. Oder du kaufst in Turin Sachen, die so ähnlich aussehen, aber viel billiger sind ^

  10. Ich hab mir schon gedacht, dass in Turin alles etwas anders läuft, weil man so lange nichts gehört hat, wie und ob es einen Euroclub gibt. Grundsätzlich find ich den Gedanken gut, dass niemand ausgeschlossen wird und nicht nur die Bubble Zutritt hat. Andererseits hab ich ohne die speziellen ESC DJ‘s schon auch den Befürchtung, dass womöglich nur sehr wenig ESC Musik gespielt wird oder eben nur immer die gleichen Songs. Für mich war das immer DAS Highlight schlechthin, wenn NUR ESC Musik aufgelegt wurde. Andere Musik kann ich in den Clubs/ Discotheken natürlich sonst das ganze Jahr über hören, das ist dann nichts aussergewöhnliches. Aber ich lass mich jetzt einfach mal überraschen – wenn stattdessen sehr viel italienische Musik gespielt wird, dann freu ich mich eigentlich auch darüber, weil ich schon von jeher ein riesengrosser Fan italienischer Musik bin – angefangen hat es mit Riccardo Fogli‘s „Malinconia“ – bis heute sind da unzählige Lieder, natürlich auch von San Remo und vom ESC, hinzugekommen.

  11. Die esc-fankultur ist einfach nicht mehr zeitgemäss. Der gemein fan muss zentral organisiert werden, möglichst alles gleich und mainstreamig und zudem muss der rubel viel mehr rollen.

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