Kommentar: Spanien zieht sich vom ESC zurück: Tragödie oder wichtiges Statement?

Quellen: YouTube, RTVE, ABC.es

„Ich werde Spanien sowieso nicht vermissen.“ „Gut, dass die weg sind, die waren immer so laut.“ „Die floppen doch sowieso jedes Jahr, wer braucht die?“ – Es ist wahrlich nicht so, als hätte man es als (deutsch-)spanischer ESC-Fan besonders leicht. Was in den letzten Tagen passiert ist und was man so lesen musste, hat aber einen traurigen Höhepunkt erreicht. Die Entscheidung des spanisches Senders RTVE, den ESC 2026 in Wien zu boykottieren, ist für mich viel mehr eine Tragödie als ein wichtiges Statement. Daher unterteile ich meinen Blick auf die Entwicklung, die dahin geführt hat, – wie eine klassische Tragödie – in fünf Akte. ¡Vamos!

Ein Kommentar von Blogger Max

Akt eins – Die angespannte Stimmung

Bereits in und nach Malmö hatten sich einige spanische ESC-Influencer, Journalist*innen und Content Creators vom Wettbewerb distanziert. Wer vor Ort war, weiß: Die Atmosphäre 2024 war nicht besonders gut. Weder stand Malmö als Stadt gefühlt hinter dem ESC, noch entwickelte sich eine festliche Stimmung wie zuletzt etwa in Basel. Die angespannte Sicherheitslage rund um die israelische Delegation und die vielen Kontroversen gaben dem ESC 2024 einen bitteren Beigeschmack.

Feste Größen der spanischen ESC-Bubble wie El Euroté zogen sich komplett aus der Berichterstattung zurück. In Basel waren im Vergleich zu den Vorjahren weniger spanische Fan-Medien und generell weniger Fans vor Ort. Nach dem ESC und dem Beinahe-Sieg Israels spitzte sich die Lage in der spanischen Fan-Community weiter zu. Akteure wie Spaniens Präsident Pedro Sánchez und andere Politiker schalteten sich ein und forderten den Ausschluss Israels vom Wettbewerb. Parallel drohte Spanien, sich sonst selbst zurückzuziehen – was bei den generell ESC-leidenschaftlichen spanischen Fans sofort breite Unterstützung fand.

Allen voran sollte eine Person als Galionsfigur des Protests hervortreten: RTVE-Präsident José Pablo López.

Akt zwei – Konflikt mit Momentum

Im Sommer erreichte der bewaffnete Konflikt zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas seinen Höhepunkt. Noch immer waren israelische Geiseln im Gazastreifen festgehalten, noch immer führte Israel harte Operationen gegen die Hamas durch – mit hohen zivilen Verlusten. Immer mehr Länder äußerten plötzlich Bedenken an Israels Teilnahme beim nächsten ESC: Spanien, Irland, Niederlande, Slowenien, auch einige skandinavische Länder zeigten sich skeptisch – die Liste wurde gefühlt immer länger. In Spanien fühlte man sich dadurch bestätigt, den „richtigen Weg“ eingeschlagen zu haben.

Nachdem die Acts für den spanischen Vorentscheid Benidorm Fest 2026 vorgestellt worden waren, betonte RTVE, der Wettbewerb werde unabhängig von Spaniens Teilnahme beim ESC stattfinden. Journalist*innen fragten die Benidorm-Acts nach ihrer Meinung – und alle gaben an, die Entscheidung des Senders zu unterstützen. Alle Benidorm Fest-Teilnehmer*innen auf Linie – ein erfreulicher Zufall für RTVE, oder?

Akt drei – Rechts gegen Links

Selbst nach der Waffenruhe im Gazastreifen und dem Austausch der Geiseln im Herbst diesen Jahres entspannte sich die Lage in Spanien kaum. Und es wurde deutlicher denn je, dass die Positionen zu Israel im ESC deckungsgleich mit den politischen Lagern Spaniens verlaufen. Linke oder regional-nationalistische Parteien fordern geschlossen den ESC-Boykott. Konservative, Liberale oder Rechte sahen die Sache eher neutral.

Der öffentliche Rundfunk in Spanien ist traditionell stark an das aktuelle politische Mandat gekoppelt. Proportional zu den Sitzen haben Parteien Mitspracherecht bei RTVE. Aktuell stellt das linke Lager die Mehrheit – und damit auch RTVE-Präsident López.

In diesem politischen Klima ging es beim Boykott immer weniger um den ESC und immer mehr um das politische Signal. Denn der politische Druck auf Israel als Staat war nie so vehement wie die Anti-Stimmung, die man rund um den ESC aufgebaut hatte. Ja, Spaniens Präsident forderte den Ausschluss Israels aus der UEFA. Doch Forderungen wie jene, Israel auch von einer möglichen Fußball-WM auszuschließen, verpufften schnell.

Akt vier – Die Ruhe vor dem Sturm

Erstaunlicherweise schlugen die Kolleg*innen von eurovision-spain.com in den Wochen vor der EBU-Ratssitzung leisere, fast schon versöhnliche Töne an. Das größte spanische ESC-Medium sah vermutlich sein Kerngeschäft gefährdet: Boykott hin oder her – ohne Spaniens Teilnahme verliert die Berichterstattung vor allem außerhalb der ESC-Bubble massiv an Zugkraft.

Es folgten Artikel, Videos, Instagram-Posts und Kommentare aller wichtigen Köpfe des Mediums – was vielen ESC-Fans natürlich auffiel und teils heftig kritisiert wurde. Parallel entdeckte RTVE-Präsident López seinen Faible dafür, impulsiv Kommentare auf X abzusetzen und auf teils haltlose oder unbestätigte Nachrichten zu reagieren. Er heizte die Stimmung weiter an, obwohl das Momentum (siehe Akt zwei) längst vorbei war. Und als Galionsfigur steuerte er das spanische ESC-Schiff geradewegs in jenes Bermuda-Dreieck, in dem es sich nun befindet.

Akt fünf – Die Tragödie

In Spanien hatte man sich schon im Vorfeld kritisch gegenüber dem von der EBU überarbeiteten ESC-Reglement gezeigt. Es sei unzureichend. Die Hardliner setzten sich durch; kaum ein spanischer ESC-Fan traut sich wirklich, die Entscheidung für den ESC-Boykott in Frage zu stellen. Spanien – ein Urgestein des ESC, zweimaliger Sieger, Big-5-Land – soll nicht mehr teilnehmen. RTVE will die Sendungen nicht einmal ausstrahlen.

Während eher links positionierte Medien die Entscheidung als „historisch“ feiern, betrachtet etwa Eduardo Álvarez von El Mundo den Schritt kritisch und warnt vor einer politischen Isolation Spaniens und RTVEs. Tatsächlich blieb es (bisher) beim ESC-Boykott jener Länder, die von Beginn an Stimmung gegen Israel gemacht hatten. Die Niederlande haben ihre ganz eigene Vendetta mit der EBU seit Malmö. In Spanien hatte man gehofft, die skandinavischen Länder würden sich dem Boykott anschließen. Fehlanzeige. Auch wenn einige Länder um „Bedenkzeit“ gebeten haben – sie werden wohl in Wien zum 70. Jubiläum auftreten.

Die Länder, die fernbleiben – allen voran Spanien – werden entgegen der eigenen Auffassung nicht als Märtyrer, sondern womöglich eher als Abtrünnige angesehen. Am Ende haben die boykottierenden Länder nichts erreicht außer jeder Menge Medienrummel. Sie sind weder beim ESC dabei, noch profitieren sie von Quoten und Promo. Aber das Land, das man boykottieren wollte, ist dabei – und muss sich nun um weniger viele Länder sorgen, die gegen es Stimmung machen oder es jurymäßig benachteiligen könnten.

Nachspann

Wie ich eingangs erwähnt habe, liest man dieser Tage viele Kommentare über Spanien. Manche davon sind – höflich ausgedrückt – unglücklich formuliert. Spanien wird beim ESC oft müde belächelt: Die Fans seien zu laut, zu hysterisch, die Lieder nicht gut.

Doch Spanien bringt etwas zum ESC, was viele Länder nicht (so stark) leben: Leidenschaft. ESC-Fan zu sein, ist in Spanien eine eigene Identität. Man nennt sie liebevoll „Eurofans“, und sie werden als Subkultur wahrgenommen. Was das Land an Resultaten nicht beim ESC erreicht, schafft es im sozialen Aspekt. Bei knapp der Hälfte der Einwohnerzahl Deutschlands gibt es eine deutlich größere ESC-Fanbase, dazu kommen mehr Medien, mehr Influencer, mehr Events. Der ESC hat im Mainstream dort einen viel höheren Stellenwert. Und genau deshalb ist die Nicht-Teilnahme Spaniens so tragisch.

Bei großen Fußballturnieren ernten schottische oder irische Fans viel Sympathie, weil sie trotz Chancenlosigkeit alles geben und für Stimmung sorgen. Wenn beim ESC spanische Fans lautstark auftreten und nicht nur den eigenen Song feiern, gelten sie als „nervig“. Das hat mich schon immer beschäftigt. Die Gründe sind sicher vielschichtig – und selbst wenn ich sie alle aufzählen würde, wäre ich danach wohl kaum schlauer.

Ich hoffe, dass der ESC in Wien gut wird. Ich hoffe, dass sich die Probleme irgendwie lösen. Und dass der Contest irgendwann das sein kann, was er eigentlich sein sollte: ein Ort, an dem Politik keine Rolle spielt. Also wirklich jetzt. Mit meinem Kommentar will ich nicht verharmlosen, was im Gazastreifen passiert (ist). Das muss aufgearbeitet werden.

Ich kritisiere die Vorgehensweise von RTVE genauso wie die Gleichgültigkeit mancher Sender/Länder gegenüber dem Konflikt. Den ESC jedoch als politisches Schlachtfeld zu missbrauchen, dafür sollten sich einige schämen.

Ich möchte diesen Kommentar beenden mit Karina aus dem Jahr 1971, die damals nur knapp den ESC-Sieg verpasste. Sie sang über die Hoffnung auf eine neue, glücklichere Welt.

Über dieses Thema diskutieren wir am morgigen Sonntagabend ab 18 Uhr in einem ESC kompakt LIVE auf YouTube und Twitch.



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322 Comments
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Tobi
Tobi
4 Monate zuvor

Ich lebe seit einigen Jahren als Deutscher in Spanien, daher steht es mir nicht zu, „stolz“ auf die Entscheidung von RTVE zu sein.

Aber ich finde es konsequent und richtig, wie der Sender handelt. Die Haltung spiegelt definitiv die große Mehrheit der Gesellschaft wider. Gut, dass man unter dem Druck der deutsch-österreichischen Fraktion nicht eingeknickt ist und Rückgrat gezeigt hat.

Wenn man international in Fanforen oder unter Social-Posts die Kommentare liest, zeichnet sich das eindeutige Bild, dass die breite Masse hinter den zurückgezogenen Ländern steht.

Es ist (nahezu) einzig die deutsche Community, die – warum auch immer – eine komplett konträre Haltung hat.

Feunik
Feunik
4 Monate zuvor
Reply to  Tobi

Die Analyse ist schon falsch, weil es nicht die breite Mehrheit, sondern eine laute Minderheit ist. Social Media verwischt das Bild. Augen auf im Internet.

Feunik
Feunik
4 Monate zuvor
Reply to  Feunik

Ergänzung: Ich beziehe mich nicht auf die gesellschaftliche Stimmung in Spanien, das kann ich nicht bewerten, sondern auf den dritten Absatz.

Jofan2602
Jofan2602
4 Monate zuvor
Reply to  Tobi

Leben wohl viele Antisemiten, Judenhasser und Hamasfans in Spanien. Nix auf was man Stolz sein muss.

rainer1
rainer1
4 Monate zuvor
Reply to  Tobi

War nicht schon 24 und 25 ein grossteil der esc- community anti-israel und das televoting hat dann ein völlig anderes bild gezeigt?

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4 Monate zuvor
Reply to  rainer1

Wobei das Televoting selber natürlich auch viele Fragen aufwirft. Die beiden Songs waren jedenfalls soweit ich es gesehen habe außerhalb Israels kein Erfolg. Sind die bei Euch gechartet? Hier nicht (wobei dieses Jahr meine ich auch nur Baller und JJ bei uns gechartet sind, ev noch Schweden).

Last edited 4 Monate zuvor by 4porcelli - give The 🦦 what he needs
Matze
Matze
4 Monate zuvor
Reply to  Tobi

Und die outen sich nicht als Heuchler behandeln Russland und Israel gleich.

elysian03Cassandra
elysian03Cassandra
4 Monate zuvor

Max, sei stolz auf Spanien!
Ich verstehe nicht, wie verblendet man sein kann, wenn man auf der Seite von Israel ist.
So viel Drama im ESC wegen einem einzigen Land. Würde KAN irgendetwas an dem Wettbewerb liegen, würden sie freiwillig nicht teilnehmen. Aber sogar der israelische Präsident mischt sich ein. Dennoch kommen Leute mit der Ausrede, es würde nicht um Politik gehen. Solch ein Unfug! Der ESC ist nur wegen Israel so stark politisch wie wohl noch nie zuvor.
Und was ist das für eine Doppelmoral Russland auszuschliessen (was die richtige Entscheidung war), aber Israel darf bleiben, obwohl es für so viel Unruhe sorgt.
Israel bleibt, dafür haben wir vier Länder verloren. Wo steckt da Logik dahinter?

Chemieunfall
Chemieunfall
4 Monate zuvor

Die reset einfach das dumme Zeig nach was die ganzen Melonenfraktion redet und merkst nicht wie du bewusst Sachen ignorierst. Kan repräsentiert nicht die Haltung der Regierung und hat keine Regel gebrochen. Russland würde rausgeworfen weil es ein anderes Land angegriffen hat und seinen TV Sender zum Propaganda Maschine umgebaut hat. Israel wurde angegriffen ( Wiederlich von dir es als Aggressor dazustellen und es auf eine Stufe stellst wie Russland) und hat darauf reagiert und hatten genug von Verhalten der Hamas
Politisch ausnutzen machen es gerade ja 🇸🇮🇮🇪🇳🇱🇪🇸 die hier bewusst Politik einfließen lassen und den Sinn des Contest nicht verstehen und sogar missbrauchen. Die letzten beiden Lieder waren nie politisch auch nicht October Rain. Das eine behandelte das Thema Trauer und Durchhalten und das andere war Nach vorne Gehen und auf Hoffnung warten

Und wieso sollte Kan freiwillig damit die hässlichen Antisemtiten es als Sieg feiern und sich die Hose machen weil sie nicht neben Israel dazu stehen. Bitte überdenke dich

Marko +++
Marko +++
4 Monate zuvor
Reply to  Chemieunfall

KAN …

1 Wählt nicht die Teilnehmer*in für den ESC aus, die Auswahlshows laufen auf einen anderen Sender.
2 Unterliegt die Pressezensur in Israel, da gibt es – vorsichtig formuliert – Einschränkungen in die sg. Unabhängigkeit.
3 Hat des öfteren Regel gebrochen. Kommentar während die Sendungen war nicht unparteiisch, das Verhalten der Delegation war auch in Basel gelinde gesagt auffällig, usw.

An deiner Stelle, Chemieunfall, wurde ich mich fragen warum ein Land es nötig hat unbedingt an den ESC teilzunehmen und dafür jedes Mittel zum Ziel einsetzt.
Bereits die Tatsache dass man den eigen Präsident (Herzog) einschaltet, sagt mir, dass den ESC aus israelischer Sicht hochpolitisch gehandelt wird.

Christian W
Christian W
4 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

1 – Und jetzt? Das war in Deutschland letztes Jahr auch so.

2 – Pressezensur (ausschließlich zu militärischen Themen) ist etwas anderes, als nicht unabhängig berichten zu können im Sinne der EBU.

3 – Der Kommentar vieler der Boykotteure war doch auch nicht neutral. Und dass die Delegationen „auffällig“ gewesen sein soll, wird immer wieder geraunt, aber Beweise habe ich dazu noch keine gesehen.

Und da kümmert sich einfach der Präsident darum, dass antisemitische Boykott-Kampagnen keine Früchte tragen. Er macht also sozusagen seinen Job. Na, was fällt dem denn ein?! Also so langsam ist dann auch mal gut.

Wie tief sitzt eigentlich der Hass, wenn man immer und immer wieder Dinge ausgräbt und behauptet und dramatisiert, die eigentlich im besten Fall Bagatellen sind?

Und warum hat ein Land es unbedingt nötig, am ESC teilzunehmen? Die Frage kann ich dir und deinen Mithetzern in aller gebotenen Deutlichkeit beantworten: Damit Leute wie du mit ihrem Schmierentheater nicht durchkommen.

Marko +++
Marko +++
4 Monate zuvor
Reply to  Christian W

Du hast keine wirkliche Antwort auf die Frage warum Israel den ESC unbedingt braucht.

Dein Kommentar ist von vorne bis hinten gezeichnet von Augenklappen: nur sehen was du sehen willst. Wie jedes anderes Kommentar von dir: nur deine Meinung gilt, alles andere ist falsch.

Last edited 4 Monate zuvor by Marko +++
Jofan2602
Jofan2602
4 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Er hat recht. Ich kann dir und anderen Hetzern nur raten, sich ne andere Spielwiese zu suchen. Hier kommt man mit antisemitischer Hetze nicht weit. Ich bin mir sicher im NPD Forum oder anderen rechtsradikale Foren, wird man sich sicherlich freuen euch begrüßen zu dürfen.

Jofan2602
Jofan2602
4 Monate zuvor
Reply to  Jofan2602

Na weil man die selbe Ideologie hat.

Marko +++
Marko +++
4 Monate zuvor
Reply to  Jofan2602

Jofan2602, sag mal, bist du jüdisch? Wieso verwendest du in fast jedem Kommentar zu Israel das Wort Antisemitismus? Weshalb bist du unfähig ein Thema offen an zu gehen?

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Monate zuvor
Reply to  Jofan2602

Die NPD gibt es nicht mehr….

Christian W
Christian W
4 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Im Spiegeln bist du nach wie vor einsame Spitze.

Hat man dir also wieder einmal deine Hetze verhagelt, wirst du persönlich. Keine Antwort, keine Rechtfertigung für das Geschwurbel. Alles wie immer.

Marko +++
Marko +++
4 Monate zuvor
Reply to  Christian W

Nur bei dich bin ich persönlich, weil du über Monate hinweg – und im Grunde immer noch – jeder angreifst, der sich nur ansatzweise kritisch äußert.

Last edited 4 Monate zuvor by Marko +++
Christian W
Christian W
4 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Du äußerst dich nicht kritisch. Du erfindest Probleme, wo keine sind, dramatisierst und behauptest ohne jegliche Belege einfach irgendwas. Und spielst dann das Opfer, wenn man dir widerspricht oder lenkst ab. Das ist jetzt schon mehrfach so gewesen.

Außerdem habe ich dir deine krude Frage doch beantwortet. Auch stellt sich da eher die Frage: Warum ist es dir so ein großes Anliegen, Israel mit Unwahrheiten und Geraune stets und ständig schlecht darzustellen? Man kann nicht behaupten, man wäre kein Antisemit, wenn man dann auf Biegen und Brechen immer und immer wieder versucht, den jüdischen Staat mit Dreck zu bewerfen.

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor
Reply to  Christian W

Nein, Christian, du bist derjenige, der sich unfähig zeigt überhaupt Gedanken auszutauschen. Jetzt schon wieder – du verwendest Antisemit als Totschlagargument bzw. um dich überheblich zu zeigen.

Wie so oft schon gesagt hier: Kritik auf Israel ist etwas anderes als Antisemitismus. Lerne erst mal zu schreiben ohne Klischees zu bedienen.

Also noch mal für kleine Kinder zum mitschreiben:

1 Wählt nicht die Teilnehmer*in für den ESC aus, die Auswahlshows laufen auf einen anderen Sender.
Ergänzung: diesen anderen Sender ist keineswegs unabhängig.

2 Unterliegt die Pressezensur in Israel, da gibt es – vorsichtig formuliert – Einschränkungen in die sg. Unabhängigkeit.
Ergänzung: Bei vielen Themen ist man also nicht frei ein Bericht so zu machen, wie es jede journalistisch Kodex vorschreibt.

3 Hat des öfteren Regel gebrochen. Kommentar während die Sendungen war nicht unparteiisch, das Verhalten der Delegation war auch in Basel gelinde gesagt auffällig, usw.
Ergänzung: die EBU schreibt vor, dass Kommentar beim ESC strikt unparteiisch sein muss. Die letzten 3 Jahren hat KAN sich nicht dran gehalten.

Dies alles ist einfach zu überprüfen, indem man mal richtig sucht, aufmerksam liest, guckt und die graue Zellstruktur namens Gehirn eingeschaltest lässt.

Wie bei alle Kommentare meinerseits zu diesem Thema: ich bleibe bei den Fakten und für alles gibt es mindestens zwei unterschiedliche Quellen.

Für dich: Lerne zu kommentieren ohne jemanden anzugreifen oder zu beleidigen. Erst dann wirst du vielleicht wieder ernst genommen. Jetzt hast den Troll-Status inne und das ist auf dieser Seite kein gutes Omen.

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied
Danya | דניה | 🎗️
3 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Hallo Marko! Wir haben lange nicht mehr miteinander geschrieben, aber jetzt wird es wohl Zeit, das zu ändern. Denn diesen Kommentar kann ich nicht einfach so stehen lassen. 🙂

„1 Wählt nicht die Teilnehmer*in für den ESC aus, die Auswahlshows laufen auf einen anderen Sender.

Ergänzung: diesen anderen Sender ist keineswegs unabhängig.“

Also bitte, Keshet 12 ist mindestens genauso regierungskritisch wie KAN – eigentlich sogar noch mehr. Verwechselst Du das vielleicht mit Channel 14? Dieser Sender ist tatsächlich eine Propagandaschleuder der Netanyahu-Regierung, aber er hat rein gar nichts mit dem ESC zu tun.

„2 Unterliegt die Pressezensur in Israel, da gibt es – vorsichtig formuliert – Einschränkungen in die sg. Unabhängigkeit.“

Ich denke, auch hier liegt eine Verwechslung vor. Es gibt keine politische Zensur, in dieser Hinsicht darfst Du unabhängig berichten. Die Militärzensur bezieht sich ausschließlich auf sicherheitsrelevante Informationen und unterliegt strengen Auflagen.

„3 Hat des öfteren Regel gebrochen. Kommentar während die Sendungen war nicht unparteiisch, das Verhalten der Delegation war auch in Basel gelinde gesagt auffällig, usw.

Ergänzung: die EBU schreibt vor, dass Kommentar beim ESC strikt unparteiisch sein muss. Die letzten 3 Jahren hat KAN sich nicht dran gehalten.“

Ich stimme Dir zu, dass die Kommentatoren 2024 nicht ganz unparteiisch waren – und genau darauf hat die EBU im vergangenen Jahr auch mit einem Schreiben an KAN reagiert. Dieses Jahr waren die Kommentatoren wieder größtenteils unparteiisch – so, wie in anderen Ländern auch. Es gab einen Patzer beim armenischen Beitrag, den KAN jedoch sofort mit der armenischen Delegation geklärt und sich dafür entschuldigt hat.

Du versuchst hier größtenteils unbegründet, die israelische ESC-Teilnahme zu delegitimieren und KAN zu diskreditieren. Und beim zweiten Punkt hast Du damit sogar etwas mit der Netanyahu-Regierung gemeinsam. 🙂

Frohe ESC-Saison!

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor

Vorsicht Danya, er scheint sich mittlerweile als Pressesprecher bzw. Chefverteidiger von Aggrotrotz zu fühlen.

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Falsch. Ich bin weder Chefverteidiger noch Pressesprecher. Meine Kompetenzen liegen in HR-Bereich.

Hier auf dieser Seite liefere ich Zusatzinfos, zum besseren Verständnis. Etwas, was dich nicht interessiert, sonst würdest du nicht ‚Aggrotrotz‘ verwenden.

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Also so wie sich der Sender bzw. die Anstalt seit der Joost-Geschichte aufführt ist „Aggrotrotz“ sogar noch ziemlich nett. Aber hey, da hat wohl jeder eine andere Definition. 🤷

Last edited 3 Monate zuvor by ESC1994
Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Genau. Du siehst Avrotros aus der Ferne, kennst die Organisation nicht und für mich gehören die NL-Medien zum Kundenkreis.

Falls du doch etwas mehr wissen möchtest (statt Stammtischparolen rein zu bringen), hier: https://esc-kompakt.de/kommentar-spanien-zieht-sich-vom-esc-zurueck-tragoedie-oder-wichtiges-statement/comment-page-1/#comment-682677

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Wir werden uns da eh nicht einig, von daher. 🤷

Last edited 3 Monate zuvor by ESC1994
Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor

Frohe ESC-Saison!

Insgleich und vielen, aufrichtig gemeint, lieben Dank für deine Worte. Dennoch lasse ich meine Worte so stehen, insgesamt ist so klar dass es keine einzige Wahrheit gibt 😉

Last edited 3 Monate zuvor by Marko +++
Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor

Noch eine Frage. Kannst du erklären warum den ESC in Israel eine so hohe Bedeutung hat, anscheinend viel wichtiger ist als in andere Länder?

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied
Danya | דניה | 🎗️
3 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Der ESC ist in Israel tatsächlich sehr beliebt, wobei ich nicht sicher bin, ob er wirklich beliebter ist als in anderen Ländern. Auch in Schweden und Island hat der ESC ja eine große Fangemeinde. Er ist aber auf jeden Fall beliebter als in Deutschland.

Dafür gibt es sicher mehrere Gründe. In Israel ist der ESC in den Medien deutlich präsenter. Die Vorentscheidshow läuft über Monate hinweg zur besten Sendezeit (und erzielt dabei meist gute Quoten). Die Vorentscheidshow HaKokhav HaBa für den ESC 2026 wird bereits seit einigen Wochen ausgestrahlt. Außerdem berichten KAN und andere Medien sehr viel über den ESC – teilweise sogar in den Hauptnachrichten zur besten Sendezeit, inklusive Updates zu Acts und Vorentscheiden aus anderen Ländern! Das machen die Verantwortlichen wirklich gut. So wird der ESC dann auch zur meistgesehenen Sendung im israelischen Fernsehen, wie etwa 2024.

Ähnlich wie in Deutschland bei Welt- oder Europameisterschaften gibt es in Israel sogar Public-Viewing-Events zu den ESC-Shows.

Die Show schafft es auch, die Bevölkerung zumindest für eine kurze Zeit zu verbinden. Das sollte man nicht unterschätzen. Israel ist ansonsten ja ein extrem gespaltenes Land.

Sicher spielt auch eine Rolle, dass sich ein relativ kleines Land auf einer internationalen Bühne zeigen kann, einmal abseits von Konflikten und politischen Themen. Die Erfolge in der Vergangenheit würde ich auch nicht außen vor lassen.

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor

Danke und ich glaube dir, deine Worte ergeben Sinn.

Die Show schafft es auch, die Bevölkerung zumindest für eine kurze Zeit zu verbinden. Das sollte man nicht unterschätzen. Israel ist ansonsten ja ein extrem gespaltenes Land.

Ähnlich wie NL in den letzten Jahren. Wobei die Leidenschaft für den ESC in Israel offenbar noch viel starker ist als sonstwo. Wurde zumindest erklären warum die Politik/Diplomatie sich eingemischt hat.

** grübelt noch ein wenig **

Dank einige Kunden sehe ich manchmal KAN-Nachrichten und dank andere Kunden auch Al-Jazeera. Der Unterschied ist riesig.

Ich glaube, ich verstehe warum KAN auf mich keineswegs unabhängig wirkt. Der 7.10.23 hat innerhalb Israel einen Schockstarre oder kollektive Psychose ausgelöst und das trifft auch diesen Sender. Da fehlt Distanz.

Matty
Matty
3 Monate zuvor

Vielen lieben Dank für die Richtigstellung, Danya!

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied
Danya | דניה | 🎗️
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Sehr gerne, Matty!

Siminski
Siminski
3 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Lieber Marko,

Ich danke dir sehr für deine immer sehr reflektierten und informativen Beiträge.
Ich sehe diese dabei als ziemlich unparteiisch und faktenbasiert an, etwas, was mir zugegebenermaßen beizeiten manchmal schwerfällt, weshalb ich mich auch zurückgezogen habe, um niemandem Unrecht zu tun.

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor
Reply to  Siminski

Danke. Aber traue dich aus den Schneckenhäuschen, auch deine Ansichten tragen bei zu einen höheren Qualität der Kommentaren auf dieser Seite.

rainer1
rainer1
4 Monate zuvor

Und ich verstehe nicht wie man auf seiten von terroristen und deren unterstützer sein kann! Man muss ja nicht unbedingt israel supporten und auch nicht alles gut finden was dort läuft, aber wie kann man bloss leute unterstützen die eigentlich alles was wir sind und wie wir leben, hassen?

Last edited 4 Monate zuvor by rainer1
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  rainer1

Danke !

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor

Sorry, wer macht denn in erster Linie Drama ?

Andi
Andi
4 Monate zuvor

Ich bin gespannt, ob Spanien, die Niederlande und Co zb die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele auch boykottieren und ihre Athleten dort nicht auftreten lassen. Schließlich wird dort auch der Staat Israel aufgerufen und dabei sein. Wie beim ESC. Also wenn Spanien, die Niederlande und Co ihre moralischen Bedenken ernst meinen, kann es nur eine Antwort geben.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4 Monate zuvor
Reply to  Andi

Die Signalwirkung ist natürlich ganz anders. Beim ESC steht jedes Land 4-5 Minuten im Spotlight. Bei Olympia bemerkt kaum jemand ob da ein Stabhochspringer oder Gewichtheber aus Israel oder irgendeinem anderen Lad dabei ist.

Meckie
Meckie
4 Monate zuvor

Das mit Olympia stimmt aber nicht. Auch dort werden Länder-Hymnen gespielt, die Starter treten mit dem Namen ihres Landes auf und es gibt einen Medaillenspiegel nicht nach Olympionik sondern nach Ländern. Ähnlich beim Fußball, wo auch Länder dabei stehen.

Beim ESC steht zwar das Land bei jedem Act dabei, es gibt im Finale eine Opening Ceremony (wie bei Olympia) und es steht kurz Land groß vor jedem Auftritt. In Interviews wird auch das Land erwähnt und beim Blick aufs Scoreboard stehen auch die Länder. Aber eigentlich im Fokus sind doch die Lieder, die Auftritte, ähnlich wie bei Olympia die sportliche Leistung im Fokus stehen sollte.

Daher stehe ich der Aussage mit der Signalwirkung skeptisch gegenüber.

Last edited 4 Monate zuvor by Meckie
Meckie
Meckie
4 Monate zuvor
Reply to  Meckie

Ähnlich wie in den Nachrichten bei News aus der Politik. Heute auch wieder bei den ARD-Nachrichten erlebt, wenn die Korrespondentin aus der Ukraine sagt, dass Russland die Ukraine wieder schwer angegriffen hat. Man sagt (ganz) Russland, das ganze Land, obwohl es ja eigentlich nur die politische Führung mit militärischen Mitteln war, die die Ukraine gezielt angreift. Auch in Russland sind nicht alle für den Ukraine-Krieg, so wie in Israel natürlich nicht alle hinter Netanjahu und dem Gaza-Krieg stehen. Man nennt eben oft das ganze Land und nicht einzelne Personen. So wie man am Ende von Olympia oder vom ESC sagt, „Land X gewinnt wieder Gold bei Olympia“ oder „Land Y siegt beim ESC“. Da verwendet man (eher selten und wenn dann später nach Landesnennung) gezielt den Namen des Olympioniken oder des ESC-Gewinners.

Da ist es traurig und scheinheilig, wenn Spanien, Slowenien, Irland und die Niederlande beim Fußball, anderen Sportarten oder gerade bei Olympia, dem größten sportlichen Großereignis der Welt absolut gar kein Problem mit gewissen Ländern haben, die Menschen töten, foltern, bespitzeln, die (politische) Opposition bekämpfen und somit Menschenrechte und die ach so hoch gelobte Pressefreiheit mit Füßen treten, aber bei Israel sich plötzlich genau darauf berufen. Auch andere Länder haben momentan große Probleme damit. Über die Lage in Deutschland hülle ich da lieber mal die Hülle des Schweigens und äußere mich lieber nicht öffentlich dazu. Wenn man sich die Situation und die politische Lage in diesen Ländern, die den ESC 2026 boykottieren aber gezielt anschaut, fällt einem aber der wahre Grund sehr schnell auf, der dahinter stecken könnte, warum sie so gegen Israel sind.

Obwohl natürlich beim ESC eigentlich nur Rundfunkanstalten einzelner Länder antreten, aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte…

Last edited 4 Monate zuvor by Meckie
4porcelli - give The 🦦 what he needs
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4 Monate zuvor
Reply to  Meckie

Der Unterschied ist aber auch, dass die Ergebnisse meistens objektiv gemessen werden und nachvollziehbar sind. Beim ESC ist es ja gegenteilig, es ist rein subjektiv, wie das bei Musik eben so ist. Und da spielt Sym- oder Antipathie für ein Land eben mit rein. Ich zB würde nie fûr Russland stimmen.

Andi
Andi
4 Monate zuvor

Ich vermute mal das Spanien und die Niederlande nun auch ihre Fussball- WM- Teilnahme absagen. Schließlich sind hier auch Iran und Saudi- Arabien dabei. Ein bisschen moralisch sein gibt es nicht. Oder doch?

Marko +++
Marko +++
4 Monate zuvor
Reply to  Andi

Im Fall von NL: Internationale Sportwettbewerbe werden von NOS-Sport/Evenementen übertragen.

Generell: Olympia, Fußball sind sehr teuer. Die EBU hat für Europa die Übertragungsrechte gesichert, daher haben alle EBU-Mitglieder (gegen entsprechende Gebühren) Zugriff auf die Bilder und vor Ort Zugang zu den Presseräume oder bekommen einen Kommentar-Wächtershäuschen zugeteilt.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Bei den Niederlande liegt es doch nahe, daß die Absage noch den Nachwehen des Joost-Eklats geschuldet ist. Mich wundert nur, daß AVOTROS dann nicht schon 2025 zurückgezogen hat. Dabei mochte ich Claude sehr.

Da wird Gaza lediglich vorgeschoben – immerhin ist die noch amtierende Restregierung in Den Haag pro Netanjahu eingestellt. Zudem gibt es im Gegensatz zu Spanien und Irland eine sehr lebhafte jüdische Community.

Last edited 4 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
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4 Monate zuvor

Claude war als Sympathieträger quasi ein Gegengift für Joost. Nur floppte der Beitrag dann im
Vergleich mit den Erwartungen dann ziemlich, was der Stimmung in Hilversum sicher nicht geholfen hat.

Last edited 4 Monate zuvor by 4porcelli - give The 🦦 what he needs
Marko +++
Marko +++
4 Monate zuvor

Avrotros ist zufrieden mit Basel 2025. Man hatte gerne Top Zehn erreicht, aber Platz 12 war nicht schlecht. Wichtiger für Avrotros: die Teilnahme hat Claude geholfen als Musiker/Sänger weiter zu kommen.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Was soll das jetzt ?

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor

Du hast Joost / Malmö 2024 erwähnt. Deswegen. 😉

Last edited 3 Monate zuvor by Marko +++
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  Andi

Warum sollten sie ? Israel ist doch nicht dabei.

RichardESC1997
RichardESC1997
4 Monate zuvor

Ich bin gegen ein Ausschluss Israel’s.
Allerdings hat sich die EBU nicht mit Ruhm bekleckert. Meiner Meinung nach hätte man auch Russland nie ausschließen dürfen. Einerseits stellt die EBU den ESC als unpolitisch hin und das er für Menschenrechte und Toleranz stehe. Auf der anderen Seite, darf nüchtern betrachtet ein Land mitmachen, welches seit 2 Jahren auch diverse Menschenrechte verletzt hat. Ich bin davon überzeugt, dass die meisten den Angriff von 07.10.2023 kritisieren und sich auch davon distanzieren. Allerdings habe ich Probleme damit, wie es bisher weiter ging. Dieser Konflikt steht in kein Verhältnis mehr. Je länger dieser Konflikt geht, desto mehr macht es den Eindruck, das Israel alles darf und das ist ein falsch Signal in meinen Augen und dies fördert auch den Antisemitismus in Europa.

Im Jahr 2022 hat die EBU keine 24Stunden gebraucht um Russland ausschließen, was verständlich war, auch wenn ich persönlich dagegen war, da ich finde, dass die EBU damit den ESC selbst politisiert hat. Bevor ich hier jetzt wieder die ganzen Kommentare bekommen: „Russland hat aber den Krieg begonnen.“
Das ist richtig, aber Politik sollte nichts mit den ESC zu tun haben.
In den 90igern hat sich die EBU auch nicht schwer getan, damit Serbien und Montenegro zu sperren von den ESC.
Klar ist auch, dass die Terrororganisation Hamas mit den „Krieg“ begonnen hat.
Ich tue mich aber schwer damit, darüber hinweg zusehen, dass das Leid der Menschen im Gaza nicht so wichtig ist.
Das hat für mich persönlich einen Faden Beigeschmack.
Dazu hat Israel durch seine zwei letzten Beiträge den ESC massiv politisiert.
Bei „Hurrican“ oder „October Rain“ musste der Text geändert werden bzw. der Titel angepasst werden. Alleine der Name „October Rain“ ist für mich ein politisches Zeichen. Dann kam 2025 mit Yuval und „New Day Will Rise“. Ich glaube, alleine die Tatsache, dass sie eine Überlebende des schrecklichen Terrorangriffs ist, politisiert den Wettbewerb.
Dann kommt die EBU noch mit ihren Gesprächen mit Kanada und Kasachstan?
Wie kommt dass den für Spanien, Slowenien, Irland und der Niederlande rüber? Unsere Bedenken sind nicht so wichtig? Es wird regelrecht nach Ersatz gesucht. Ich habe leider das Gefühl, dass die vier Länder längerfristig den ESC fernbleiben werden, was ich wirklich verstehen kann. Dann noch die wirklich anmaßende Kommentare von einigen, wie: „die können weg bleiben.“ oder „die haben sowieso nie was gerissen.“ Das ist Doppelmoral von feinsten für mich und steht nicht für den ESC Spirit.

Ich werde mir den ESC weiterhin anschauen und hoffe inständig für den Erhalt des ESC dass Israel nächstes Jahr nicht gewinnen wird. Das wäre ein fatales Signal. Daher hoffe ich dass Israel nächstes Jahr einfach ein Dancepopsong zum ESC schickt.

P.S
Schönen zweiten Advent euch allen zusammen!😊✌️

Christian W
Christian W
4 Monate zuvor
Reply to  RichardESC1997

2022 war es der Druck verschiedener Delegationen und bereits gewählter Künstler (u.a. The Rasmus), die die ruSSische Diktatur aus dem Wettbewerb beförderte. Denn zunächst wollte die EBU ja an einer Teilnahme ruSSlands festhalten. Diesen Druck gab es im Falle Israels halt nie. Es wurde immer viel gezetert, aber am Ende kamen sie dann ja doch alle.

In den 90ern wurde Restjugoslawien wenige Tage nach dem ESC 1992 durch eine UN-Resolution des Sicherheitsrates von allen internationalen Wettkämpfen und Organisationen ausgeschlossen, weshalb es bis 2001 keinen serbischen Sender mehr in der EBU gab. Damit hatte die EBU also eigentlich nur recht wenig zu tun und es ergab sich durch externe Umstände.

„N’oubliez pas“ und „Face the shadow“ und „A million voices“ waren auch allesamt politische Zeichen. Und das war nur 2015. Zum Zeitpunkt der Songauswahl für 2024 hätte es die israelische Gesellschaft aber nicht verstanden, wenn ein anderes Thema besungen worden wäre. Es gab kein anderes Thema zu dieser Zeit. Und dass eine Sängerin zu den vielen jungen Menschen gehört, die dort fast abgeschlachtet wurden – na, ja. Soll man sie deswegen nicht auftreten lassen?

Und sorry, aber – der Aktivismus der vier Sender ist halt auch politisch. Wenn man doch keine Politik beim ESC möchte, müsste einen deren Krawall und deren Kompromisslosigkeit doch auch kritisieren. Denn eigentlich handelt es sich bei den Sendervertretern um Medienschaffende und nicht um Politiker. Man möchte hier aber eindeutig Politik machen.

Die „Bedenken“ dieser aktivistischen Sender wurden doch in die Regeländerungen einbezogen, haben aber nicht ausgereicht, weil ja angeblich Pressefreiheit und Menschenrechte so wichtig wären. Dass alle Sender FIFA-WM und Olympische Spiele aus Sotchi, Peking und Katar begeistert übertragen haben und auch allesamt beim ESC in Moskau und Baku am Start waren, ist übrigens auch Doppelmoral.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  Christian W

Dios mio, España…. Das ist nun das dickste Brett im aktuellen ESC-Skandal.

Ich bin bekanntlich sehr hispanophil (obwohl mir die Beiträge von dort selten zugesagt haben), deswegen muß ich die schrillen Töne der Verantwortlichen erst mal verkraften. Ich habe sie Stellungnahme von RTVE auch in Spanisch gelesen….

Ich war sogar mal Gastmitglied der PSOE (immerhin ja Schwesterpartei der SPD) vor allem wegen der sehr progressiven Gesellschaftspolitik.
Den populistischen Kurs in Sachen Nahost der Sanchez-Regierung unterstütze ich keineswegs. Das Schlimme ist halt nur, daß sich die rechten Parteien PP und VOX als die Guten inszenieren können…

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es Spanien so gut wie keine politische Mitte mehr.

Für mich war der Ausschluß Israels immer die schlechtere Option, weil sonst der unabhängige Fernsehsender bestraft werden und es dann bei uns ganz unschöne Debatten geben würde.

Last edited 4 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
ESC1994
ESC1994
4 Monate zuvor

Gab es da nicht mal die Ciudadanos?? Meine aber gelesen zu haben dass sie irgendwann nacht rechts gedriftet sind, zum PP-Anhängsel wurden und dann letztendlich komplett implodiert sind.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Correctamente

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  RichardESC1997

Meines Erachtens hat die EBU richtig gehandelt. Russland ist mit Israel eben nicht vergleichbar.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4 Monate zuvor

Bei Russland (und 1 Jahr davor Belarus) gab’s ja Gottseidank einen klar anzuführenden Grund, die raus zu schmeißen, nämlich die völlig fehlende Neutralität der Sender (was der EBU allerdings erst sehr spät auffiel…). Das ist bei Israel ja nicht der Fall.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor

Ganz genau – leider begreifen es nur einige immer noch nicht.

Anderen wiederum jenseits der Bubble ist nicht bekannt, daß Israel wegen der EBU-Mitgliedschaft teilnehmen darf und es nichts mit dem „geografischen Europa“ zu tun hat.

Last edited 4 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
RichardESC1997
RichardESC1997
4 Monate zuvor

Darf jeder gern so betrachten, wie es ihn passt. Möchte das auch keinen vorschreiben. Ich wollte auch nur mein Standpunkt verdeutlichen.

Christian W
Christian W
4 Monate zuvor

Ich halte das ganze viel nüchterner weder für eine Tragödie, noch für ein wichtiges Statement, sondern für einfach überflüssig. Wie schon richtig geschrieben wird: Eigentlich schadet man sich in Spanien und den anderen aktivistischen Nationen ja nur selbst. Daher wie schon an anderer Stelle gesagt: Das ist jetzt halt so und wird sich auch bald wieder ändern. Denn natürlich kommen die Spanier wieder, genau wie die Anderen auch.

Franny
Franny
4 Monate zuvor
Reply to  Christian W

So seh ich das auch.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  Franny

Ich hoffe es zumindest

ISRAEL
ISRAEL
4 Monate zuvor

weder noch… sondern einfach nur peinlich.

Wie man überhaupt hier suggerieren will, dass das ein „wichtiges Statement“ sein könnte, zeigt, wie durch hier auch die Blogger sind….

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  ISRAEL

In der Tat hochnotpeinlich, fast schon wie im Kindergarten.

Gaby
Gaby
4 Monate zuvor

Auch von mir vielen Dank für den sehr gut geschriebenen Kommentar.

Noch ein paar kurze Zeilen zu den spanischen Fans. Finde es ja grundsätzlich auch toll, wenn sie mit ganzem Herzen und leidenschaftlich bei der Sache sind. Sie bringen bestimmt „Leben in die Bude“. Und das, obwohl sie meistens punktetechnisch „eins auf die Mütze“ bekommen. Aber man kann ja auch Leidenschaft reinbringen, ohne andere Acts direkt niederzubrüllen und auszupfeifen. Das finde ich nicht gut, ich denke mal (obwohl ich nicht vor Ort war), dass sie bestimmt nicht die einzigen waren in Malmö, aber wie man hörte, kamen aus der Ecke besonders laute Unmutsbekundungen. Meine Güte, da stand eine junge Frau, die einfach nur ihre Musik präsentieren wollte. Muss einem nicht gefallen, aber dann kann man sich doch ein bisschen zusammenreissen…

Um noch mal auf den nächsten ESC zu kommen: Der israelische Beitrag ist nur einer unter vielen. Deshalb einfach zu sagen: „Nö, dann machen wir nicht mehr mit“, halte ich dann doch für etwas übertrieben. Hilft übrigens den Opfern in Gaza in keinster Weise. Aber okay, sei’s drum, sie haben sich nunmal jetzt dazu entschieden… Im Grunde würden sie ja befürchten, auch ihr Gesicht verlieren, wenn sie, nachdem sie sich doch recht weit aus dem Fenster gelehnt haben, jetzt doch „einzuknicken“. Vor allem in Spanien selbst. Nun, dann pausiert einfach mal für ein Jahr, vielleicht sehen wir sie ja im Jahr 2027 wieder. Würde mich auf jeden Fall freuen.🙂

Timo1986
Timo1986
4 Monate zuvor

Ich befürchte, dass Spanien sich hiermit lange Zeit vom ESC verabschiedet hat.

Das Benidorm-Fest wird sich von nun an darauf konzentrieren keinen Song mehr für den größten und traditionsreichsten Musikwettbewerb dieser Welt zu küren, sondern einen Song zu suchen, der Hitpotenzial in Latein- und Südamerika hat und dort aus der Sicht von RTVE und den spanischen Musikfans (m/w/d) hoffentlich ein gigantischer Chart-Erfolg wird.

Für mich persönlich sowie auch aus einer objektiven Betrachtungsweise heraus ist das für die Fankultur, die musikalische Vielfalt und insbesondere aus einem „Sportgedanken“ heraus sich mit allen Musiker (m/w/d) beim ESC messen lassen zu können ein ganz großer Verlust.

Spanien bleibt für mich beim ESC jederzeit herzlich willkommen und ich hoffe auf ein hoffentlich baldiges spanisches Comeback.

Gwendolyn
Gwendolyn
4 Monate zuvor

Ich bin sehr traurig über jedes Land , das aus politischen Gründen austritt bzw berechtigt ausgeschlossen werden muss , egal ob man die Beiträge aus den betreffenden Ländern nun mochte oder nicht , auch Aussetzen aus finanziellen Gründen fand ich immer schade , aber dieser politischen Boykott ,einmalig in der Geschichte des ESC , bestürzt mich zutiefst , da der Grundgedanke des ESC dadurch zerstört wird .

Matze
Matze
4 Monate zuvor

Spanien und andere haben Eier, meinen Respect. Andere sind Heuchler, weil sie Angst vor der Antisemitismuskeule haben, die Israel und Lobbys jeden entgegen werfen, der sie kritisiert. So fällt man dann als Doppelmoralisten auf, die einerseits Russland verdammen, aber Israel gut finden, was sie tun. Derweil ist Netanjahu schlimmer als Putin seine Gang

Christian W
Christian W
4 Monate zuvor
Reply to  Matze

Sag mal, zahlt der Kreml eigentlich gut? Und wenn ja, pro krudem Vergleich oder wie läuft das? Wem so viel am ruSSischen Drecksfaschismus liegt, der sollte seine Koffer packen und auswandern.

Invitto
Invitto
4 Monate zuvor

Die paar Toten da blicken wir einfach darüber weg. Die über 90% zerstörten Häuser, sind ja nur Ziegel. Die täglichen Angriffe von Siedlern israelischer Armee auf fremden Boden. Alles egal. Hauptsache man kann sich schön in Illusionen wiegen und das Wir Gefühl feiern.

jofan2602
jofan2602
4 Monate zuvor
Reply to  Invitto

Die paar Toten durch die Hamasterroristen da blicken wir einfach darüber weg. Die mehreren massakrierten Babys waren ja nur Puppen. Die täglichen Folterungen der Geisel durch die Hamas war ja nur Kitzelangriffe. Alles egal. Hauptsache man kann antisemitische Hetze betreiben und Solidarität mit den Hamasterroristen üben und sich als Gutmensch feiern.

Christian W
Christian W
4 Monate zuvor
Reply to  Invitto

Bezug zum Artikel oder wollte man nur mal wieder ein wenig zusammenhanglos Hetzen?

derjoppes
Mitglied
derjoppes
4 Monate zuvor

Dieses Credo, der ESC sei unpolitisch, ist mittlerweile so lachhaft. Wäre der ESC so unpolitisch, würde die israelische Regierung nicht mit allen Mitteln versuchen, Teil der Veranstaltung zu bleiben. Der ESC bietet eine Bühne, die Israel nutzt um sich in ein besseres Licht zu rücken. Genau dasselbe hat man nach 2014 bei Russland gesehen und genauso würde Russland auch jetzt agieren, hätte die EBU nicht damals das richtige getan und Haltung gezeigt.

Christian W
Christian W
4 Monate zuvor
Reply to  derjoppes

Die EBU hat ja nicht „das richtige“ getan. Die EBU wollte ruSSland eigentlich gerne weiter verhätscheln. Die EBU hat sich dem großen Druck seiner Mitglieder gebeugt und diesen Druck gibt es halt in der Frage Israel nicht.

Dass man den ruSSischen Terrorstaat ausgeschlossen hat, ist nationalen Sendern wie ETV und YLE zu verdanken, die sofort und unumwunden gesagt haben: Nimmt ruSSland teil, kommen wir nicht.

Und PS: Jedes Land nutzt den ESC, um sich in ein besseres Licht zu rücken. In der Ukraine aber bereits zu morden und ein Ding wie „A million voices“ zu schicken und das dann noch von Rechtsextremisten wie Pegida bewerben zu lassen, ist halt schon eine andere Preisklasse.