
„Ich werde Spanien sowieso nicht vermissen.“ „Gut, dass die weg sind, die waren immer so laut.“ „Die floppen doch sowieso jedes Jahr, wer braucht die?“ – Es ist wahrlich nicht so, als hätte man es als (deutsch-)spanischer ESC-Fan besonders leicht. Was in den letzten Tagen passiert ist und was man so lesen musste, hat aber einen traurigen Höhepunkt erreicht. Die Entscheidung des spanisches Senders RTVE, den ESC 2026 in Wien zu boykottieren, ist für mich viel mehr eine Tragödie als ein wichtiges Statement. Daher unterteile ich meinen Blick auf die Entwicklung, die dahin geführt hat, – wie eine klassische Tragödie – in fünf Akte. ¡Vamos!
Ein Kommentar von Blogger Max
Akt eins – Die angespannte Stimmung
Bereits in und nach Malmö hatten sich einige spanische ESC-Influencer, Journalist*innen und Content Creators vom Wettbewerb distanziert. Wer vor Ort war, weiß: Die Atmosphäre 2024 war nicht besonders gut. Weder stand Malmö als Stadt gefühlt hinter dem ESC, noch entwickelte sich eine festliche Stimmung wie zuletzt etwa in Basel. Die angespannte Sicherheitslage rund um die israelische Delegation und die vielen Kontroversen gaben dem ESC 2024 einen bitteren Beigeschmack.
Feste Größen der spanischen ESC-Bubble wie El Euroté zogen sich komplett aus der Berichterstattung zurück. In Basel waren im Vergleich zu den Vorjahren weniger spanische Fan-Medien und generell weniger Fans vor Ort. Nach dem ESC und dem Beinahe-Sieg Israels spitzte sich die Lage in der spanischen Fan-Community weiter zu. Akteure wie Spaniens Präsident Pedro Sánchez und andere Politiker schalteten sich ein und forderten den Ausschluss Israels vom Wettbewerb. Parallel drohte Spanien, sich sonst selbst zurückzuziehen – was bei den generell ESC-leidenschaftlichen spanischen Fans sofort breite Unterstützung fand.
Allen voran sollte eine Person als Galionsfigur des Protests hervortreten: RTVE-Präsident José Pablo López.
Akt zwei – Konflikt mit Momentum
Im Sommer erreichte der bewaffnete Konflikt zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas seinen Höhepunkt. Noch immer waren israelische Geiseln im Gazastreifen festgehalten, noch immer führte Israel harte Operationen gegen die Hamas durch – mit hohen zivilen Verlusten. Immer mehr Länder äußerten plötzlich Bedenken an Israels Teilnahme beim nächsten ESC: Spanien, Irland, Niederlande, Slowenien, auch einige skandinavische Länder zeigten sich skeptisch – die Liste wurde gefühlt immer länger. In Spanien fühlte man sich dadurch bestätigt, den „richtigen Weg“ eingeschlagen zu haben.
Nachdem die Acts für den spanischen Vorentscheid Benidorm Fest 2026 vorgestellt worden waren, betonte RTVE, der Wettbewerb werde unabhängig von Spaniens Teilnahme beim ESC stattfinden. Journalist*innen fragten die Benidorm-Acts nach ihrer Meinung – und alle gaben an, die Entscheidung des Senders zu unterstützen. Alle Benidorm Fest-Teilnehmer*innen auf Linie – ein erfreulicher Zufall für RTVE, oder?
Akt drei – Rechts gegen Links
Selbst nach der Waffenruhe im Gazastreifen und dem Austausch der Geiseln im Herbst diesen Jahres entspannte sich die Lage in Spanien kaum. Und es wurde deutlicher denn je, dass die Positionen zu Israel im ESC deckungsgleich mit den politischen Lagern Spaniens verlaufen. Linke oder regional-nationalistische Parteien fordern geschlossen den ESC-Boykott. Konservative, Liberale oder Rechte sahen die Sache eher neutral.
Der öffentliche Rundfunk in Spanien ist traditionell stark an das aktuelle politische Mandat gekoppelt. Proportional zu den Sitzen haben Parteien Mitspracherecht bei RTVE. Aktuell stellt das linke Lager die Mehrheit – und damit auch RTVE-Präsident López.
In diesem politischen Klima ging es beim Boykott immer weniger um den ESC und immer mehr um das politische Signal. Denn der politische Druck auf Israel als Staat war nie so vehement wie die Anti-Stimmung, die man rund um den ESC aufgebaut hatte. Ja, Spaniens Präsident forderte den Ausschluss Israels aus der UEFA. Doch Forderungen wie jene, Israel auch von einer möglichen Fußball-WM auszuschließen, verpufften schnell.
Akt vier – Die Ruhe vor dem Sturm
Erstaunlicherweise schlugen die Kolleg*innen von eurovision-spain.com in den Wochen vor der EBU-Ratssitzung leisere, fast schon versöhnliche Töne an. Das größte spanische ESC-Medium sah vermutlich sein Kerngeschäft gefährdet: Boykott hin oder her – ohne Spaniens Teilnahme verliert die Berichterstattung vor allem außerhalb der ESC-Bubble massiv an Zugkraft.
Es folgten Artikel, Videos, Instagram-Posts und Kommentare aller wichtigen Köpfe des Mediums – was vielen ESC-Fans natürlich auffiel und teils heftig kritisiert wurde. Parallel entdeckte RTVE-Präsident López seinen Faible dafür, impulsiv Kommentare auf X abzusetzen und auf teils haltlose oder unbestätigte Nachrichten zu reagieren. Er heizte die Stimmung weiter an, obwohl das Momentum (siehe Akt zwei) längst vorbei war. Und als Galionsfigur steuerte er das spanische ESC-Schiff geradewegs in jenes Bermuda-Dreieck, in dem es sich nun befindet.
Akt fünf – Die Tragödie
In Spanien hatte man sich schon im Vorfeld kritisch gegenüber dem von der EBU überarbeiteten ESC-Reglement gezeigt. Es sei unzureichend. Die Hardliner setzten sich durch; kaum ein spanischer ESC-Fan traut sich wirklich, die Entscheidung für den ESC-Boykott in Frage zu stellen. Spanien – ein Urgestein des ESC, zweimaliger Sieger, Big-5-Land – soll nicht mehr teilnehmen. RTVE will die Sendungen nicht einmal ausstrahlen.
Während eher links positionierte Medien die Entscheidung als „historisch“ feiern, betrachtet etwa Eduardo Álvarez von El Mundo den Schritt kritisch und warnt vor einer politischen Isolation Spaniens und RTVEs. Tatsächlich blieb es (bisher) beim ESC-Boykott jener Länder, die von Beginn an Stimmung gegen Israel gemacht hatten. Die Niederlande haben ihre ganz eigene Vendetta mit der EBU seit Malmö. In Spanien hatte man gehofft, die skandinavischen Länder würden sich dem Boykott anschließen. Fehlanzeige. Auch wenn einige Länder um „Bedenkzeit“ gebeten haben – sie werden wohl in Wien zum 70. Jubiläum auftreten.
Die Länder, die fernbleiben – allen voran Spanien – werden entgegen der eigenen Auffassung nicht als Märtyrer, sondern womöglich eher als Abtrünnige angesehen. Am Ende haben die boykottierenden Länder nichts erreicht außer jeder Menge Medienrummel. Sie sind weder beim ESC dabei, noch profitieren sie von Quoten und Promo. Aber das Land, das man boykottieren wollte, ist dabei – und muss sich nun um weniger viele Länder sorgen, die gegen es Stimmung machen oder es jurymäßig benachteiligen könnten.
Nachspann
Wie ich eingangs erwähnt habe, liest man dieser Tage viele Kommentare über Spanien. Manche davon sind – höflich ausgedrückt – unglücklich formuliert. Spanien wird beim ESC oft müde belächelt: Die Fans seien zu laut, zu hysterisch, die Lieder nicht gut.
Doch Spanien bringt etwas zum ESC, was viele Länder nicht (so stark) leben: Leidenschaft. ESC-Fan zu sein, ist in Spanien eine eigene Identität. Man nennt sie liebevoll „Eurofans“, und sie werden als Subkultur wahrgenommen. Was das Land an Resultaten nicht beim ESC erreicht, schafft es im sozialen Aspekt. Bei knapp der Hälfte der Einwohnerzahl Deutschlands gibt es eine deutlich größere ESC-Fanbase, dazu kommen mehr Medien, mehr Influencer, mehr Events. Der ESC hat im Mainstream dort einen viel höheren Stellenwert. Und genau deshalb ist die Nicht-Teilnahme Spaniens so tragisch.
Bei großen Fußballturnieren ernten schottische oder irische Fans viel Sympathie, weil sie trotz Chancenlosigkeit alles geben und für Stimmung sorgen. Wenn beim ESC spanische Fans lautstark auftreten und nicht nur den eigenen Song feiern, gelten sie als „nervig“. Das hat mich schon immer beschäftigt. Die Gründe sind sicher vielschichtig – und selbst wenn ich sie alle aufzählen würde, wäre ich danach wohl kaum schlauer.
Ich hoffe, dass der ESC in Wien gut wird. Ich hoffe, dass sich die Probleme irgendwie lösen. Und dass der Contest irgendwann das sein kann, was er eigentlich sein sollte: ein Ort, an dem Politik keine Rolle spielt. Also wirklich jetzt. Mit meinem Kommentar will ich nicht verharmlosen, was im Gazastreifen passiert (ist). Das muss aufgearbeitet werden.
Ich kritisiere die Vorgehensweise von RTVE genauso wie die Gleichgültigkeit mancher Sender/Länder gegenüber dem Konflikt. Den ESC jedoch als politisches Schlachtfeld zu missbrauchen, dafür sollten sich einige schämen.
Ich möchte diesen Kommentar beenden mit Karina aus dem Jahr 1971, die damals nur knapp den ESC-Sieg verpasste. Sie sang über die Hoffnung auf eine neue, glücklichere Welt.
Über dieses Thema diskutieren wir am morgigen Sonntagabend ab 18 Uhr in einem ESC kompakt LIVE auf YouTube und Twitch.
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.




Spanien hat die EBU erpresst und die Spaltung des ESC herbeigeführt. Daher ist eine Auszeit dringend nötig und vor allem sollte das Antisemitenproblem dringend gelöst werden! Was RTVE an Unwahrheiten über Israel verbreitet hat, geht gar nicht!
Die PrePartyES, die am 3. und 4. April 2026 in Madrid stattfinden sollte, wurde abgesagt:
https://eurovision-spain.com/se-cancela-prepartyes-madrid-eurovision-2026/
Auch die BCN Eurovision Party findet nicht statt:
https://www.instagram.com/p/DR2nLEZjDb6/
Sie war dieses Jahr auch schon ausgefallen.
Matty..
Antisemit : hasst Juden, ohne Grund, gleiche Sache wie bei rechten die Muslime ohne Grund hassen
Spanien, Slowenien, Irland und die Niederlande boykottieren den ESC weil Israel böse Dinge tut, um es in einfacher Spracje zu erklären.
Wie es schon so oft bei dir kritisiert wurde, du stellst Dinge in den Raum ihne Substanz, ohne Recherche
Die spanischen „Fans“ können sich von dir mehrere Scheiben abschneiden Max. 👍
Mmmmmm…
Nicht dass was du wieder denkst!! 😅
😀
Ein kleiner Kommentar zur Beschreibung von Akt drei. Wenn man bei allem die große Politik mit anbringt und diese den ESC immer weiter beeinflusst und ruiniert, sollte man dabei zumindest etwas Ahnung von Politik haben.
In Akt wird von Spaniens Präsident gesprochen. Das blöde an der Geschichte ist nur, dass Spanien gar keinen Präsidenten hat, sondern einen König. Und in der Stufe unter dem König dann einen Premierminister.
Ob es auf Dauer so bleibt, wird sich zeigen, aber wir leben ja im Hier und Jetzt.
Nun Spanien ist eine parlamentarische Monarchie. Spaniens Regierungspräsident, das ist die offizielle Bezeichnung (Presidente del Gobierno) ist Pedro Sanchez. Ich verstehe leider den Kommentar nicht so ganz :/
Na ja, in Deutschland versteht man aber unter „Präsident“ eher sowas wie den Bundes- oder US-Präsidenten. Ich hätte es vielleicht mit „Premierminister“ oder „Ministerpräsidenten“ versucht.
Wie gesagt, das ist die offizielle Bezeichnung. Aber klar, kann auch Ministerpräsident sagen, der König ist zwar Staatsoberhaupt aber hat lediglich Representative Zwecke… Verstehe den Kommentar dennoch nicht so ganz.
Ja, ja, aber wann kommt denn nun der VoDcast?
Auf welcher Plattform?? 😉
Naja, man kann schon, aber eigentlich sollte man. Die richtige Übersetzung ist „Ministerpräsident“.
Dann liegt’s an der Übersetzung. Ein Präsident in der deutschen Sprache ist etwas anderes, nämlich das Staatsoberhaupt. Beim Regierungsschef ist es Premierminister oder Ministerpräsident.
Tatsächlich ist der Regierungschef aber tatsächlich der Vorsitzende/Präsident der Regierung. Das ist bei uns durch die explizite Weisungsbefugnis des Kanzlers/der Kanzlerin sogar besonders ausgeprägt. Unser Präsident ist dagegen ein Grußaugust, präsidiert also nicht wirklich über was.
Die offizielle Übersetzung des Titels in Spanien ist tatsächlich Regierungspräsident. Generell übernimmt man üblicherweise im Ausland die Titelbezeichungen für diese Ämter. So ist Merz in Spanien nicht „Presidente del gobierno aleman“ sondern „Canciller“.
Also hier habe ich in den Nachrichten immer nur Ministerpräsident oder Premierminisert gehört wenn es um Sanchez ging.
Hier ein paar Artikel als Beispiel:
https://www.spiegel.de/ausland/pedro-sanchez-die-drei-probleme-des-spanischen-ministerpraesidenten-a-29ba1231-9621-4444-aa61-15f4c5971a37
https://www.handelsblatt.com/politik/spanien-korruptionsvorwuerfe-fuehren-zu-protesten-gegen-pedro-sanchez/100179593.html
Man übersetzt aber nicht wortwörtlich. Ein Regierungspräsident ist ja etwas ganz anderes als Herr Sanchez. Die korrekte Übersetzung ins Deutsche ist „Ministerpräsident“ oder „Premierminister“.
Tragödie oder wichtiges Statement?
Weder noch. Eher ’ne Farce.
Hi Toggie. Leider ist ein Kommentar von mir an dich gerichtet im Nirvana verschwunden (warum auch immer), habe da berichtet was wir heute essen werden und habe dir da auch das Rezept verlinkt.
Hier ist es nochmal:
https://www.einfachkochen.de/rezepte/schupfnudelpfanne-schnell-einfach
Schupfnudeln dürften für dich als Schwabe ja ganz in Ordnung gehen, oder?? 😉
Oh. Das klingt aber lecker. Mediterran. 🤤 Vielen Dank! Werde ich mal ausprobieren. Ich mache Schpfnudeln meist schwäbisch … mit Sauerkraut.
Mag ich auch, nur hatten wir daheim in letzter Zeit schon so viel Kohl dass wir mal wa anderes wollten, außerdem werden die Feiertage sehr kohllastig bei uns.
Hi toggie, schau bitte mal bei meinem Adventskalender Türchen Nummer 6 vorbei. Da wird ganz dringend deine Unterstützung benötigt. 🤭
https://esc-kompakt.de/italien-ergebnis-und-live-videos-der-vierten-vorrunde-von-sanremo-giovani-2025/#comment-682370
Erledigt. ☺️
Juhu! Danke! 😘
Und das ist noch konform mit EBU-Richtlinien? Das klingt doch schon sehr nach politischer Einflussnahme.
Das habe ich mir auch gerade gedacht. 🤔
und der Rundfunkrat in GER besteht nicht aus Parteisoldaten?
Der ÖRR ist auch ziemlich durchzogen von Alt-Politikern in den obersten Entscheindungsgremien. Ist das ein solcher Unterschied? (kenne das ESP System nicht)
Das kann man nicht vergleichen. In Spanien wird der Senderchef direkt vom Parlament gewählt. Der deutsche ÖRR ist auch im europäischen Vergleich sehr unabhängig von direktem politischem Einfluss.
Da ist Spanien aber bei weitem nicht das einzige Land. Diese Richtlinien sind sowieso mehr ein Papiertiger. Schon unter den Gründungsmitgliedern der EBU waren zwei Staatssender von Diktaturen.
In einer neuen ,glücklicheren Welt gäbe es zwei Staaten: Israel und Palästina.
Als spanischer Eurofan bin ich schon traurig,aber auch mit der Entscheidung von rtve einverstanden. Der Gaza Krieg ist in Spanien völlig anders thematisiert, diskutiert und erlebt worden als beispielsweise hier.Ohne auf die Gründe eingehen zu wollen, die die Wahrnehmung des Konfliktes in beiden Ländern eindeutig beeinflusst haben, würde ich mal behaupten,dass die Entscheidung des spanischen Senders im Großen und Ganzen die öffentliche Meinung widerspiegelt.
Einige der Kommentare,die ich hier gelesen habe,fand ich ziemlich grenzwertig.
Aber das die Hamas das Ganze erst ausgelöst hat, hat man schon mitgekriegt. Oder sind die Spanier derart kollektiv verblödet, daß sie das nicht mitgekriegt haben. Oder ist Spanien von Grund auf ein antisemitisches Land?
Dass die Hamas terroristiche Mörder sind,hat schon jeder in Spanien mitbekommen.
Dass dein Kommentar unter aller Sau ist und von deiner verblödeten und arroganten Haltung zeugt,habe ich schon mitbekommen.Werde erwachsen.
Echt, das hätte ich nicht erwartet. Hat aber nicht verhindert das man sich menschenverachtend und empathielos gegenüber den israelischen Opfern verhalten hat und sich mit der Hamas solidarisiert.
Sorry, aber von „jeder in Spanien“ zu reden ist in dem Punkt allerdings auch nicht sonderlich erwachsen. Denn natürlich gibt es Sympathien für die Hamas unter pro-palästinensischen Gruppen. Wenn es die in Deutschland gibt, dann ja wohl in Spanien erst recht.
Internationale Studien und Umfragen bringen sehr wohl zu Tage, dass es sich bei Spanien um ein Land handelt, in dem übermäßig viele Menschen antisemitischen Thesen zustimmen. Die jährliche Studie der Anti-Defamation League (erst kürzlich von der Trump-Regierung angegriffen worden, also wohl vertrauenswürdig) zeigt, dass ein Viertel der Spanier antisemitischen Thesen zustimmt. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 9%, in den Niederlanden 8%, im UK 12%, in Schweden 5%, in Österreich 16%. Spannend ist bei der Studie, dass auch Irland (21%) und Slowenien (34%) vergleichsweise hohe Werte erzielen. Auch das sicherlich kein Zufall.
Spanien erkannte Israel erst 1986 an. Campo de Criptana veranstaltete im Sommer 2020 (!) einen Holocaust-Karneval bei dem sich die Bewohner der Kleinstadt als KZ-Häftlinge kleideten und fröhlich tanzten, Kinder gelbe Sterne trugen und ein Umzugswagen ein Krematorium darstellte. Ohne dass Teilnehmer oder Organisatoren das irgendwie befremdlich fanden. Ein Land, in dem sowas einfach so zum Spaß veranstaltet wird, hat einfach ein Problem.
Und keine Sorge – hat Deutschland auch in vielen anderen Punkten, aber um die geht es ja hier nicht.
Ich sehe mehr Grenzüberschreitungen von der Melonenfraktion als von den Sternträger
„Ohne auf die Gründe eingehen zu wollen, die die Wahrnehmung des Konfliktes in beiden Ländern eindeutig beeinflusst haben, würde ich mal behaupten,dass die Entscheidung des spanischen Senders im Großen und Ganzen die öffentliche Meinung widerspiegelt.“
Das ist ein Aspekt, der generell gerne übersehen wird, wenn man selber anderer Meinung ist. Ein TV-Sender ist immer auch im Volk verankert und wenn in diesem die Stimmung klar eher Contra Israel ist, wäre es auch komisch, wenn RTVE sich dem nicht anschließen würde. Bei den anderen Boykotteuren wird die Stimmung im Land bestimmt ähnlich anders sein als in Deutschland und das müssen wir dann halt auch einfach mal akzeptieren, dass unsere Ansichten nicht überall geteilt werden.
U. a. genau deshalb können wir ein völkerverbindendes Event wie den ESC auch so gut brauchen.
Finde es auch traurig, dass dein ausgewogener Kommentar, dann doch wieder die Leute anzieht, die den Nahost-Konflikt doch offenbar nur zu 50% verstanden haben und sich deshalb gar nicht vorstellen können, wieso man die ganze Schuld nicht bei einer Konfliktpartei sieht. Traurig, aber wahr.
Spanien, spanische Politiker, die spanischen Fans und das spanische TV haben aber anscheinend kein Problem mit Menschenrechten, politische Berichterstattung und Gewalt gehabt, als sie bei der Fußball-WM in Katar, Fußball-EM in Russland oder bei Olympia in Peking dabei waren. Das war denen damals total egal. Obwohl auch Menschen in besagten Ländern starben und auch heute noch sterben! Ok, bei Israel ist es anders, die verteidigen sich schließlich bloß nur seit Jahren vor Terroristen und menschenverachtenden Mördern. Für das spanische TV und die Politiker in Spanien alles viel schlimmer, klar. Scheinheiligkeit nennt man sowas und darf auch mal angesprochen werden!
Da der Vergleich zu Sport-Events ja schon mehrfach kam würde ich hier mal einhaken wollen, da diese Events halt anders funktionieren.
Wäre Israel vom ESC ausgeschlossen worden hätte sich die ARD bestimmt einen Boykott überlegt.
Würde Israel (hypothetisch) von einem Fußball-Turnier oder Olympia auschgeschlossen würden DFB bzw. DOSB das bestimmt öffentlich kritisieren, aber trotzdem teilnehmen.
Und ARD/ZDF würden auch genauso übertragen, alleine schon weil man auch die Turniere danach wieder übertragen will und man sich auch bei FIFA/UEFA/IOC deshalb nicht unbeliebt machen möchte.
Ist natürlich nur eine Theorie meinerseits. Da ARD/ZDF einen Boykott der so unbeliebten WM in Katar aber auch nie ernsthaft beabsichtigt haben (und die Sender bestimmt auch in Saudi-Arabien dabei sein werden), sehe ich mich da aber bestätigt.
Was ich damit sagen will: Am ESC hängen viele Emotionen, am Sport zusätzlich noch jede Menge Geld. Daher funktioniert die Welt in diesem Bereich halt anders als bei unserem ESC.
Dazu kommt natürlich, dass die einzelnen Länder beim ESC während ihrer 4 Minuten klar im Fokus stehen, man nimmt die automatisch wahr. Bei Sport (ich rede mal nicht von Fußball) merken die wenigsten, ob da nun eine Weitspringerin oder ein Ringer aus Israel (oder wo auch immer) bei ist oder nicht, es sei denn man ist großer Fan dieser
Sportart.
Als Spanien 1961 sein Debüt beim ESC in Cannes hatte, war es eine Diktatur, die von Franco geführt wurde. Daher ist es wunderlich, daß die Mitgliedsländer der EBU damals keinen Protest dagegen einlegten und mit Boykott der Veranstaltung drohten.
Noch heute geht das Gerücht um, daß Spaniens Sieg 1968 beim ESC „erkauft“ wurde und Diktator Franco persönlich dahintersteckt:
https://taz.de/Skandal-um-Eurovision-Song-Contest-68/!5182377/
Außerdem hätte Spanien auch als Gastgeber des ESC 1972, 1974 und 1980 einspringen können, allerdings hat sich das Land erfolgreich davor gedrückt.
Schöne Verschwörungsrede…
Vielen Dank für den Rückblick auf die ganze Entwicklung!
Ich bedaure die Nichtteilnahme Spaniens ( und aller anderen ) sehr!:-( Ich kann das auch nicht einfach so „wegstecken“ sondern diese ganze Entwicklung trübt meine Vorfreude tatsächlich stark.
Befremdlich empfinde ich auch diese abwertenden Kommentare. Die ESC-Welt ist bunt…so bunt sind auch die Beiträge und einmal hat man einen tollen Song, ein anders Mal geht es daneben. Das ist uns hier in D doch auch nicht unbekannt…:-(
Außerdem ist es auch immer Geschmacksache und es wird immer Menschen geben, die einen Song lieben.
Und es wird immer auch eine persönliche Art geben, seine Emotionen auszudrücken. Auch das ist individuell.
Jetzt mit solchen Sprüchen „zu laute Fans“, „eh keine guten Songs“, “ man wird nichts vermissen“ zu reagieren ist auch für mich schwer zu lesen. ( Kam ja bei fast allen Ländern, die sich zurückzogen ).
Solche Reaktionen sind für mich respektlos und so ziemlich das Gegenteil vom verbindenden Gedanken des ESC.😢
Das was viele spanischen „Fans“ gegenüber Eden und Yuval an den Tag gelegt haben entsprach dann sehr den „verbindenden ESC-Gedanken“ oder was?? 🤦
Ich finde es auch nicht richtig, wenn Künstler*Innen ausgebuht oder angegangen werden. Das habe ich mit meinem Beitrag auch nicht ausgedrückt. Es ging ja um die jetzigen Reaktionen auf den Ausstieg. Und die finde ich respektlos und teilweise zornig.
Seh ich mal wieder genauso, Steffi 😘
Hoffen wir, dass alles wieder schöner und harmonischer wird…:-)💖
OT: Ich hatte einen wuuuuuunderbaren Hilde-Abend!💕 Mit allem drum und dran ( Sektchen etc. ) sind wir mit ihr durch ihr Leben geglitten…und ich war sehr bewegt…💖
Nochmal OT: Ich bekomme wieder keine Benachrichtigung bei Antworten. Kann also sein, dass ich mal eine übersehe…:-((
Super mit Hilde, freut mich! Ich muss mir den Film auch noch mal für zuhause besorgen. Und auch noch mal den mit der zMakatsch gucken, den hab ich ja.
Ohja!!😍 Der wird auf jeden Fall auch wieder geschaut!
Und für Silvester habe ich mir ( für unser traditionelles „alle müssen was singen“ ) auf meinen Zettel schon mal ganz dick „HILDE“ geschrieben…
Ich habe da im Vorfeld oft gute Ideen, aber im Trubel der Silvesternacht und wenn andere dann auf einmal Vergessenes auskramen und man selbst auf diese Spur einfährt, rutschen mir zu oft meine schönen Ideen weg. Diese Jahr hab ich mir eine „das singst Du“-Liste gemacht!:-))
„Aber das Land, das man boykottieren wollte, ist dabei – und muss sich nun um weniger viele Länder sorgen, die gegen es Stimmung machen oder es jurymäßig benachteiligen könnten.“
Funfact: Sowohl Irland als auch die Niederlande gaben Israel 2025 mehr Jurypunkte als Deutschland.
Unabhängig davon danke ich dir für den Kommentar, lieber Max! Halte bitte die spanische Flagge während der Eurovisionswoche in Wien hoch!
Die Antisemiten aus Spanien sind komplett gescheitert, nicht nur das sich die EBU nicht erpressen hat lassen, die ganze Hetze hat nix genutzt.Israel ist dabei, auf Spanien kann man gut für immer verzichten.
Sehr guter und reflektierter Beitrag, Max. 👏👏👏
Wo ist der umfallende Sack Reis, wenn man ihn braucht?
Auch immer lustig zu lesen, wenn Menschen aus südlichen Ländern ihre eigene Lautstärke als Leidenschaft angedichtet wird. Für mich als Nordlicht ist das nur nervig, anstrengend und unpassend. Wer fühlt sich also im Recht? Wer beurteilt das?
Auch lustig, wenn die eigene politische Meinung des Bloggers hinter Gendersternchen und wohlmeinender Haltung verklausuliert wird, ohne sid allerdings offen auszusprechen.
Ich mach‘s mal kürzer: Spanien will nicht, hat seine Gründe und bleibt folgerichtig weg. Da wären wir also wieder beim eingangs erwähnten Sack Reis.
Mit „Sack Reis“ sind deine unsachlichen Motzkommentare auch perfekt umschrieben. 🙄
Kannst Du eigentlich auch mal einen Kommentar posten, der nicht respektlos ist? Oder kannst Du das als Nordlicht nicht?
Ich frage mich wirklich was dieser User hier noch macht wenn eh alles „doof“ ist.
Er hat doch ein ganz tolles Konzept für einen tollen VE! Postet er hier aber nicht für umme. Da müsste die ARD schon ordentlich zahlen. Echt, isch schwör ey!
Was mich überrascht ist, dass die spanischen Fans offensichtlich geschlossen für den Boykott sind. Es ist doch ganz normal, dass es unterschiedliche Meinungen und dadurch Diskussionen gibt. Gerade bei diesem Thema. Aber die spanischen Fans stehen praktisch nur auf einer Seite.
Ich habe nur einen spanischen ESC-Freund, aber der sieht die Sache wesentlich differenzierter.
Das ist die EINE Person, alle anderen nicht 😉.
Er fühlt sich auch ziemlich einsam …
OT: Schaue lieber nicht wie es für deinen VfB aussieht.
Der VfB ist mir schnurz. Ich bin VfL-Fan, und die haben heute gegen die Arminia gewonnen. 🥳
Ach so, ich dachte du als Schwabe. 😅
Es ist schon komisch. Wahrscheinlich wurde das durch Medien eingetrichtert. Bei den Fans gibt es doch auch „linke“ und „rechte“ und das ist normal. Und dadurch entstehen verschiedene Meinungen.
Wenn das der ist, denn ich meine, verwundert das nicht as a Catalan journalist as a father as a Prince of Denmark as a native speaker of English as…
Ne, den würde ich nicht als Freund bezeichnen. Wir hatten über ET hinaus nie Kontakt, auch wenn er das in Bezug auf Shevek und mich gerne anders dargestellt hat. Ist jemand, der nicht online unterwegs ist. Aus Segovia.
Eine seltsame Gestalt. Immerhin immer freundlich. Leider kann man kaum verstehen, was er versucht zu sagen.
Im Gegensatz zu vielen anderen dort wenigstens harmlos.
Die Site wurde dann ja auch von einigen erfolgreich gegen die Wand gefahren 😡.
Ja, alle, die ich dort mochte, haben ET verlassen, schon vor mir. Jetzt sind (mit Ausnahme von Dimitris) nur noch die Irren übrig.
Dimi ist so ungefähr der einzige, der noch postet. Ich hab auch noch n paar Sachen gepostet, aber es entsteht halt keine Diskussion und mit Donnie kann ich auch so chatten. L und Di wurden zunehmend manisch.
Ja, in der Endzeit von ET kam man aus dem Diagnostizieren gar nicht mehr raus …
Von Anfang an nicht, wobei das da immerhin Gottseidank erst nur eine Person war. Bei dem wundert man sich echt, wie er im realen Leben klar kommt. Sei‘s drum, nicht mehr unser Problem.
Er hat mir neulich ’ne E-Mail geschrieben, und ich habe nett und höflich, aber auch sehr unverbindlich und etwas desinteressiert geantwortet.
Hätte nie gedacht, dass er mal versuchen würde, ausgerechnet mit mir zu bonden … Sachen gibts …
Hätte ich überhaupt nicht drauf geantwortet. Man fragt sich – auch bei einigen hier – warum manche Leute so viel Zeit auf Sites verbringen, die und deren User sie verabscheuen. Fiel da natürlich stärker auf, weil weniger Leute da waren.
Schön geschrieben und strukturiert, Max. Ich möchte noch einen VODcast der beiden Blog Otter anregen.
Zum eigentlichen (sekundären? Ist ja old news.) Thema: das ganze Drama ist eine Tragödie und verschlägt mir seit 1 1/2 Jahren zunehmend die Lust auf den ESC, zumal die Musik nach dem absoluten kreativen Höhepunkt 2021/22 für meinen Geschmack zunehmend öde oder klamaukig wurde.
Gut, dass Max hier noch mal die Perspektive eines anderen Landes aufzeigt. Es sind sich in Deutschland anscheinend viele nicht bewusst, dass die Sicht auf den – Von Hamas gestarteten – auch anders sein kann als unreflektierte Nibelungentreue, danke dafür, Max.
Zum Thema „Gut , dass die nicht dabei sind“: Tatsächlich haben die Boykottländer mit Ausnahme der Niederlande in letzter Zeit wenig gutes geschickt. Gleichzeitig kann man aber auch auf 90er US-Balladen und Ariana-Abklatsche verzichten (auch wenn alle drei gut produziert waren.
Persönlich hätte ich mir von Israel eine einjährige Pause gewünscht, um Ruhe reinzubringen. Es hätte auch eine gewisse Größe gezeigt.
Na ja. Wenn sie das gemacht hätten hätte die Boykott-Fraktion die Schampusflaschen knallen lassen als ob sie gerade im Lotto gewonnen hätten. Wäre das so viel besser gewesen??
In dieser Sache gibt es einfach gar keinen Gewinner.
Sorry dieses „jetzt erst recht“ erinnert halt sehr stark an die altbekannte Arroganz der Likudniks, die ja immer wieder, schon lange vor Netanyahu, gezeigt wird. „Stolz“ ist in der Region aber wohl ein allgemeines Problem. Die Leute in Israel sind dagegen – ich lasse jetzt mal die Ultra-Orthodoxen aus – super nett, man fühlt sich da sofort wohl und kommt easy ins Gespräch, im Gegensatz zu in Deutschland.
Muss die Woche von Montag bis Donnerstag länger arbeiten. Habe da nicht so viel Bock drauf…
Dafür geht’s bald zum Weihnachtsmarkt, oder? Du sagtest nach dem 2. Advent.
Am Freitag, ja. Ich versuche es etwas positiv zu sehen, dann schmeckt der Glühwein und die Feuerwurst noch besser. 🙂
Glühwein kann man derber super machen, hat meine Mutter immer gemacht. Check mal ein Rezept für Deine Bar ab.
Ich trinke gerade Glühwein, zwar den günstigen von Lidl aber der tut es auch. 😁
Mal selber machen, wird Dir deutlich besser schmecken. Dann würzt man ja selber.
Bin dafür zu faul um ehrlich zu sein, für die paar Male im Jahr recith mir der.
Ach ja, Butter ist momentan so günstig wie schon lange nicht mehr. Die Eigenmarken kosten bei Lidl, Edeka, Aldi und sicherlich bei den anderen Märkten momentan 1,19 €. Bei Lidl waren es heute sogar nur 99 Cent, habe da direkt drei Packungen geholt.
Habe am Mittwoch zum ersten Mal einen alkoholfreien Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt getrunken. Vertrage keinen Alkohol mehr (schon gar nicht unterwegs und warm). Der hat mir wirklich gut geschmeckt.
Dieses „Jetzt erst recht“ ist aber sozusagen die DNA Israels. Da sagt keiner „Ich gebe jetzt aber mal klein bei“ oder „Der Klügere gibt nach“, egal ob im Strassenverkehr, in der Bahn oder sonstwo.
In Israel nennt man jemanden, der ohne Not etwas aufgibt, was ihm zusteht (Einen Platz in einer Warteschlange o.ä.) einen „Frajer“. So eine richtige Entsprechung gibts im Deutschen dazu nicht, aber jede/r in Israeli versucht, eben kein „Frajer“ zu werden. Und für TV-Sender Platz zu machen, die einem schon seit Jahren das Leben schwer machen und anfeinden, wäre in Israel selbst einfach null zu verkaufen gewesen. Da hätte KAN auch gleich selbst dichtmachen können.
Lieber Max, dies ist der beste und klügste Kommentar den ich zur Rolle RTVEs in diesem unglücklichen und nur noch schwer aufzubrechenden Dilemma gelesen habe. Ich verfolge die europaweite ESC-Berichterstattung recht intensiv (manche sagen zu intensiv) und ich würde mir sehr wünschen, wenn auch andere internationale Medien Deinen Artikel übernehmen und verbreiten würden. Danke für die kluge Einordnung und die wohltuende Unaufgeregtheit.
(Frank Albers, OGAE Germany)
„Die floppen doch sowieso jedes Jahr, wer braucht die?“
Dieses Argument ist natürlich Unsinn. Gerade wir Deutschen brauchen uns diesbezüglich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Finde ich sowieso etwas grenzwertig, einem Land die Daseinsberechtigung beim ESC abzusprechen, weil es nicht entsprechend „liefert“. 😉 Finde aber das Gebahren schon kritikwürdig. Hier werden Künstler oder Künstlerinnen aus einem bestimmten Land stellvertretend für die Politik ihres Landes verantwortlich gemacht. So trotzig nach dem Motto: „Mit Menschen aus Land XYZ möchte ich mich nicht in einem Raum aufhalten.“ Das war wohl bestimmt nicht im Sinne der Erfinder des ESCs. Meine Güte, dort tritt doch nicht Netanyahu persönlich auf, sondern Musiker oder Musikerinnen aus Israel, die sich sicher auch sehnlichst Frieden wünschen. Israel ist in dem Konflikt sicher kein Engel, haben auch sehr viel Unheil angerichtet. Aber nur Täter sind sie auch nicht, sondern auch Opfer. So werden diese Menschen dann noch zusätzlich bestraft. Find‘ ich nicht gut.
Wenn der ESC nächstes Jahr in Tel Aviv oder Jerusalem hätte stattfinden sollen, könnte ich ja total verstehen, wenn sich Länder zurückziehen. Würde natürlich nicht passieren, allein schon wegen der Sicherheitslage, ist mir auch klar. 😉
Ausserdem finde ich solch ein Verhalten auch etwas respektlos dem Gastgeber gegenüber, die bestimmt alles dafür tun werden, dass der ESC ein schönes Fest wird.
Jedes Land soll gerne teilnehmen, aber es bleibt eben ein Fakt, dass sich in dieser Frage gerade Länder hervortun, die entweder ohnehin schlecht auf die EBU zu sprechen sind (Niederlande) oder gewaltige Ausgaben haben und selten dafür etwas geliefert bekommen. Insbesondere der slowenische Sender war ja noch nie auf Rosen gebettet und musste immer schauen, wie er das Ganze bezahlt. Und auch Irlands Kosten-Nutzen-Rechnung dürfte ein fettes Minus aufweisen.
Da fällt es halt einfacher große Reden zu schwingen und was von Menschenrechten zu erzählen, die einem sonst aber nachweislich völlig egal sind (siehe Übertragung FIFA-WM und Plympische Spiele aus Diktaturen und ESCs 2009 und 2012).
Leider hat die EBU aus meiner Sicht den ESC beschädigt. Einfach allen Mitgliedern gleichwertig zuhören und alle Seiten an den Tisch holen und Kompromisse finden. Das wäre ein Weg gewesen. Stattdessen hat man alles „laufen“ lassen und mehr schlecht als recht agiert.
Nun ist eine Entscheidung gefallen und viele schreiben schon über das Ende vom ESC. Dabei boykottieren nur 4 Länder (evtl 5 mit Island) Wien. Ein Untergang sieht anders aus.
Warum soll die EBU auf antisemitische Hetzer hören?
Es gab aber ja anscheinend keinen Kompromiss mit dem man alle befriedigen hätte können. Die EBU ist da in einer sehr undankbaren Position, das muss man auch anerkennen
Vielen Dank Max, für deinen reflektierten Bericht. In dir muss es auch jetzt ziemlich düster aussehen, weil dein Land nicht teilnimmt.
Einiges wird dadurch etwas verständlicher.
Ich bin auch traurig darüber, dass Spanien jetzt aussetzt.
Aber es hat sich da so einiges aufgeschaukelt. Früher habe ich spanische ESC Fans immer als sehr leidenschaftlich und auch theatralisch empfunden, aber nicht negativ.
In Malmö kamen sie für mich zum ersten Mal richtig aggressiv rüber. Vielleicht saßen wir aber auch nur im falschen Block, weil ich möchte auch nicht alle über einen Kamm scheren.
Wie die Lage jetzt gekommen ist, ist wirklich bedauerlich und obwohl ich nun mehr verstehe, warum sehr viele Spanier für den Boykott sind, glaube ich , dass sich Spanien hier doch selbst schadet.
Ich wünsche mir auf jeden Fall für die Zukunft, dass Spanien wieder beim ESC dabei sein wird und wieder mehr die Musik mit allen anderen Ländern teilen kann.
Spanische ESC-Beiträge, die ich mag
Ich bin mal eben bei Google die Liste durchgegangen und habe spontan bepunktet. ☺️
12/12
1990 – Azúcar Moreno – Bandido
2005 – Son de Sol – Brujería
2023 – Blanca Paloma – Eaea (Reaktion vom Pinguin in … 3 … 2 … 1 …)
10/12
1964 – Los TNT – Caracola (war allerdings live nicht so dolle)
1966 – Raphael – Yo soy aquél
1982 – Lucía – Él (take that, UK!)
1983 – Remedios Amaya – Quién maneja mi barca (skandalöse 0 Punkte)
1995 – Anabel Conde – Vuelve conmigo (nur live, die Studioversion finde ich lahm)
2004 – Ramón – Para llenarme de ti (litt, wie alles in Istanbul, unter der schlimmen Tontechnik, aber als Audiotrack zündet das bei mir)
8/12
1961 – Conchita Bautista – Estando contigo
1967 – Raphael – Hablemos del amor
1970 – Julio Iglesias – Gwendolyne (sonst mag ich nix von ihm)
1974 – Peret – Canta y sé feliz
1980 – Trigo Limpio – Quédate esta noche (das singende Sandwich)
1984 – Bravo – Lady- Lady
1991 – Sergio Dalma – Bailar pegados
2001 – David Civera – Dile que la quiero
2010 – Daniel Diges – Algo pequeñito
Obwohl ich Spanien nicht zu meinen Lieblingsländern zähle, ist da über die Jahre doch einiges zusammengekommen. Und wie Ihr an meinen 3 12-Punktern sehen könnt: Ich mag es andalusisch. 💃💃💃
Beim ESC nicht zu meinen Lieblingsländern zähle …
Wie ich bereits mehrmals geschrieben habe, spüre ich zu keinem anderen Land solch eine soziale und kulturelle Affinität. Als ich während des Studiums für ein Jahr an der Uni Salamanca war, war es Liebe auf den ersten Blick.
Ich war im Rahmen einer Flussreise auf dem Douro für 1 Tag in Salamanca. Wunderschöne Stadt im Zentrum Spaniens
2005? 😯😮😲😳😦😧
Da bin ich ehrlich, das hätte ich bei Ihnen einfach nicht erwartet. 2023 und natürlich 1990 waren mir klar bei Ihnen, aber mit 2005? Da bin ich echt platt. Aber klar, jeder wie er mag. Hätte halt einfach nicht erwartet, dass Ihnen 2005 so gefällt. Hätte da vielleicht eher noch mit 2006 gerechnet.
2005 hat einen fantastischen, teils von García Lorcas Dramen inspirierten, Liedtext, und Leute die mich kennen, wissen, dass Liedtexte für mich enorm wichtig sind.
Du darfst mich übrigens duzen. ☺️
Blanca Paloma ist hohe Kunst! Sehr toller Beitrag! 🫶
👩🏻🦰 Dennis, guck mal! Toggie postet seine Lieblings-Acts aus Spanien.
👨🏻🦱 Lass mich raten: Alles von vor 1968 😂
👩🏻🦰 Nee, nee. Er ist da sehr divers unterwegs was die Jahrgänge angeht.
👨🏻🦱 Ist Ruth Lorenzo dabei?
👩🏻🦰 Nein.
👨🏻🦱 Dann leg ich mich wieder…
👩🏻🦰 Aber er hat Bandido auf Platz 1!
👨🏻🦱 Ui. Dann besteht ja doch noch Hoffnung für Toggie!
👩🏻🦰 Ist das die Nummer, zu der du immer bei deiner Benidorm-Party abspackst?
👨🏻🦱 Genau die!
👩🏻🦰 Olé!
👨🏻🦱 Schön, dass Toggie Max mit einer Hommage an seine spanischen Lieblingsbeiträge ein wenig aufmuntert.
👩🏻🦰 Hast du nicht gesagt, so dramatisch ist das nicht, wenn mal eine Handvoll Länder wegbleibt?
👨🏻🦱 Ja, aber ich verstehe total, dass es Max da mit Spanien anders geht. Aber ja, ich lasse mir vor den paar Rückziehern nicht die Freude und Vorfreude nehmen.
👩🏻🦰 Vermutlich sind das deine rheinischen Gene. Schade nur für den SCC.
Mit einem Satz steht Dennis im Bett.
👨🏻🦱 Oh Gott! Daran habe ich ja noch gar nicht gedacht! Regine! Bring mir das rote Telefon! Ich muss mit Berenike sprechen…
Nice twist in the end!
😉
Da staunt Ihr beiden, was? 😉 Nichts vor 1990 in der 12/12-Kategorie. 😮
😉 👍🏻 ☺️
Immerhin sind wir uns bei Azucar Moreno einig! Und Ramón hat natürlich auch bei mir gezündet.
Von Julio mag ich tatsächlich auch Wenn ein Schiff…/Un canto a Galicia, wie gesagt wohl das erste Lied, das ich bewusst in Erinnerung hab.
Das schlimmste an Spaniens Boykott ist doch, Deutschland verliert einen zuverlässigen Konkurrenten für den letzten Platz 😱. Jetzt liegt es nur noch am UK, uns davor zu bewahren.
Wobei mit Rückkehrern Rumänien und Montenegro ja zwei weitere Kandidaten für ganz unten wieder dabei sind.
Die würden dann schon im Semi ausgesiebt. Aber sie haben oft gute Lieder gehabt.
Die müssen aber erst mal ins Finale kommen, um uns dort retten zu können …
Bin bis oben hin vollgestopft mit hausgemachten Tagliatelle Bolognese. Habe heute Mittag eine Stunde lang Karotten und Sellerie in winzige Würfel geschnitten.
Geht schneller mit einem Pizza/Käsemesser:
https://www.knivesandtools.de/de/pt/-boska-oslo-pizza-und-kaesemesser-320541-holz-31cm.htm
(Keine Werbung, nur Beispiel welches Messer ich meine)
Ich verstehe diese Aggressivität der Fans einfach nicht.
Mein Problem mit dem Spanischen Fans ist ganz simple. Ja sie bringen Leidenschaft und stehen hinter ihren Beitrag aber sind gleichzeitig dabei andere Beiträg nieder zu machen oder jede Kritik niedezubrüllen mit meist sehr respektlosen Verhalten
Und wie du gut herausgearbeitet hast ist, dass Spanien die Idee/Konzept des Contest komplett ignoriert oder vergessen hat. Es gilt zusammenzuführen auch in schweren Zeiten mit Musik. Es ist ein Musik Wettbewerb keine Politik Show. Da überzieht RTVE und einige andere TV Sender den Sinn des Contest
Und was für je Hetzjagd und Drohungen auf Social Media jetzt jetzt ist so erschreckend und auch einfach nur falsch.
Der Head of RTVE beginnt sich wie ein kleines Kind der nicht da bekommen hat was er wollte. Es braucht glaube mal ne Auszeit um zeigen wie dämlich das Verhalten war.
„aber sind gleichzeitig dabei andere Beiträg nieder zu machen oder jede Kritik niedezubrüllen mit meist sehr respektlosen Verhalten“
Sie sind sogar auf ESC-Kompakt losgegangen , weil in der Reaction ein Paar sich Kritisch zum Spanischen Beitrag geäußert haben
Das ist ein sehr guter Kommentar von Max.
Ich bin so halb in Spanien zuhause und habe den Eindruck, dass der Rückzug vom ESC dort durchaus kontroversiell gesehen wird, also vor allem aber nicht nur außerhalb der Bubble von vielen wenig Verständnis für den Boykott ausgedrückt wird.
Die Rechnung ist nicht aufgegangen, sie wollten wohl eine Welle an Rückzügen auslösen, schlussendlich sind es nicht mehr als die drei Länder geworden, von welchen man es ohnedies schon geahnt hatte.
Ich sehe die Rolle der Politik in Spanien sehr kritisch, weil Spanien auf politischer Ebene oder bei wirklich wichtigen Gelegenheiten viel maßvoller gegenüber Israel auftritt und den harmlosen ESC nur für ihre politische Agenda ausnutzt, weil sie sich da leicht durchsetzen können.
Die politische Stimmung in Spanien ist ohnedies sehr aufgeheizt, die Linken übertreiben es in vielen Dingen meiner Meinung nach, obwohl ich grundsätzlich auch politisch links stehe. Aber ohne Kompromisse und Toleranz geht es einfach nicht und davon ist in Spanien momentan nicht viel zu bemerken. Bald wird die rechte Seite stark genug sein und dann wird es vielleicht unangenehm werden.
Ich finds schon echt schade dass sie nicht teilnehmen, ich kenne auch Spanier die finden es richtig peinlich wie rtve sich zurückgezogen hat
Es kommt mir auch fast so vor als würde es ihnen Spaß machen den esc zu spalten, heute hat angeblich einer von rtve gesagt dass wohl nur 33 Länder teilnehmen, aber ob das stimmt keine Ahnung, Island entscheidet ja erst am Mittwoch.
Musikalisch ist Spanien für mich kein Verlust, in den letzten 10 Jahren hat mich nur 2022 richtig überzeugt, aber lieber hätte ich ein paar mehr mittelmäßige Songs statt weniger
Das war möglicherweise noch eine veraltete Aussage, die Portugal, Belgien und Island auf der Liste hatte, dann wären es 33 geworden. Da dürfte höchstens Island übrig bleiben, aber das ist auch nicht zu erwarten. Dann wären wir wieder bei 36. Und dann werden möglicherweise noch zwei neue Länder dazustoßen oder sogar drei. Dann wären wir bei 38 oder 39. Spätestens in zwei Wochen wissen wir es wohl definitiv.
Habe irgendwo gelesen, dass der 10.12. wohl der Stichtag sei. Die Quelle erschien mir aber nicht sonderlich glaubwürdig (erwähnte u. a. ein Comeback Monacos).
Der 10.12 ist der offizielle EBU- Stichtag für die Anmeldung. Kann sein das dann auch die Liste veröffentlicht wird. Weiters heißt es dann seitens des ORF die Teilnehmerliste wird noch vor Weihnachten veröffentlicht.
Und der ORF- Boss will noch Gespräche führen und vielleicht ein Land davon überzeugen, nicht abzusagen. Ich habe allerdings den Eindruck, Herr Weissman redet gerne wenn die Kamera an ist.
Laut der „Kleine Zeitung“ soll die Zahl der Teilnehmerländer am ESC 2026 in Wien bereits nächste Woche Mittwoch bekanntgegeben werden:
https://www.kleinezeitung.at/kultur/20380494/mehrere-laender-sagen-teilnahme-ab-orf-chef-versichert-show-wird-nicht
Ist da was Wahres dran?
Die „Kleine Zeitung“ ist in Österreich die bestinformierteste journalistische Quelle zum ESC (außer dem ORF natürlich)
Ich bin nicht sicher, aber es wird wohl ziemlich sicher nächste Woche sein. Die Neuzugänge wird man dann erst später verkünden, nehme ich stark an. Da ist noch nicht alles fixiert.
Im Artikel steht nur, dass die Zahl am Mittwoch feststehen soll.
Bekannt gemacht werden soll sie bis Weihnachten – so wie auch bislang von der EBU angekündigt.
Mich würde interessieren, wie lange man auf dieser politischen Haltung in Spanien verharren möchte. Entdecke keinen Funken von Versöhnung oder Annäherung. Die ausgestreckte Hand der EBU in Form der Regeländerungen wurde ignoriert.
Auf die Motivation und Begründung einer Wiederteilnahme bin ich gespannt.
Das hängt in Spanien leider sehr stark davon ab, wer in der Regierung vertreten ist. Die könnte nächstes Jahr schon ganz anders aussehen.
Wie kommst Du denn darauf?
Der Einfluss der Regierung ist in Spanien ganz offiziell sehr groß.
Und die Regierungsverhältnisse sind momentan sehr fragil und können sich jederzeit ändern.
Schlimmer wäre das, die PP kann sich ja immer noch nicht von Franco lossagen.
Ganz schlimmer Verein … aber immerhin proeuropäisch. Da muss man inzwischen ja schon für dankbar sein.
Der mögliche Koalitionspartner VOX ja eher nicht.
Zum Ausgleich mal was schönes. Kendrick wär doch auch mal was für’n ESC.
https://m.youtube.com/watch?v=wNtB4z5vntE&list=RDwNtB4z5vntE&start_radio=1&pp=oAcB
Kendji Girac wäre in der Tat ein würdiger Vertreter Frankreichs beim ESC!
Sorry, Kendji natürlich – 4 Anläufe im Spellcheck. Aber gerne mal anhören.
Ach ja, wir wissen jetzt auch wann Deutschland spielt.
Deutschland- Curacao: 14.06.2026 um 19 Uhr in Houston
Deutschland – Elfenbeinküste: 20.06.2026 um 22 Uhr in Toronto
Deutschland – Ecuador: 25.06.2026 um 22 Uhr in New York
Die Angaben sind natürlich MEZ, liegen ja sechs Stunden zurück die Spielorte.
Doch ziemlich verteilt geographisch. Houston wird wettermässig schwierig, ich bin sowieso kein großer Fan der Stadt.
Könnte sein dass ich das erste Speil nicht gucken kann, um die Zeit (wenn das Angebot noch da ist und ich nicht zu lange gewartet habe) fliege ich nämlich von Gran Canaria zurück.
New Jersey, nicht New York
Hier:
https://www.sport.de/news/ne16284247/fussball-wm-2026–spielplan-steht-dfb-fans-bekommen-zwei-nachtschichten/
Ist trotzdem das Fußballstadion von New York.
In Newark ist einer meiner NHL-Lieblinge ansässig. Die New Jersey Devils. 🙂
Wenn Deutschland bei dieser Gruppe nicht weiterkommt, dann kann der Nagelsmann gleich in den USA bleiben mit seiner gesamten Truppe.
Endlich gibt es auf Youtube wieder ein ESC kompakt LIVE und danach kommt als weiterer Höhepunkt das große Finale des ESC kompakt Second Chance Contest! Der wird nächstes Jahr ohne die Benidorm Fest Songs, dafür kommen aber die der nationalen Vorentscheide aus Bulgarien, Österreich und eventuell Rumäniens mit dazu.
Mir kommt das alles irgendwie spanisch vor…🫣
Wenn angeblich die Spanier so glühende ESC Fans sind, warum schicken sie, mit sehr wenigen Ausnahmen wie Chanel und meinem Liebling Micki Núñez, nur unterirdische oder chancenlose Acts zum ESC? Siehe das alljährliche Eurodrama…🙄
Die spanischen Topstars fassen den ESC nur mit der Kneifzange an, ähnlich wie die deutsche Musikszene…leider.
Mein spanischstämmiger Kollege, der auch ESC Fan ist, findet es auch sehr problematisch, dass die Regierung in Madrid soviel Einfluss auf die Medien hat, er hofft auf die Wahlen im nächsten Jahr, und auf ein Umdenken.
Persönlich wäre es mir lieber gewesen, man hätte Israel ein Jahr pausieren lassen, um vorübergehend Dampf aus dem Kessel zu lassen. Aber nun ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen, auch dank der unglücklichen Diplomatie der EBU.
Hoffentlich wird Diva Melody nicht endgültig die letzte Repräsentantin Spaniens sein.
Viva España und hoffentlich bis 2027! 💃
Micki! 😍 D’Nash und Beth waren auch ganz toll, Chanel fand ich eher mau…
Ansonsten Zustimmung 👏
Mich würde mal interessieren wie die Bevölkerung in den Boykottländern dazu steht das eine solche Entscheidung getroffen wurde. Einzig aus den Niederlanden habe ich über einen Artikel aus de Telegraph gelesen der großes Unverständnis für die Entscheidung äußerte. Aber wie stehen die Bürger dazu? Ich denke überwiegend verstehen das die Menschen nicht. Mir ist nur aufgefallen das in der Presse der Boykott von Ländern groß benannt ist – aber weniger die Relation 4 zu 40 …über die Bevölkerung dahinter kaum zu reden…
Ich stimme dir voll und ganz zu. Ich bin es leid, dass dieser Konflikt auf dem Rücken des ESC ausgetragen wird. Ich verstehe auch nicht so ganz, warum hier Endzeit-Stimmung betrieben wird während in anderen Bereichen (Olympia, Fußball-WM) eine Teilnahme Israels überhaupt nicht diskutiert wird.
Ich kann und will nicht die Hamas in Schutz nehmen, ebenso finde ich die Reaktion Israels unakzeptabel, aber das ist von der Politik und den Gerichten aufzuarbeiten. Eine Einmischung der EBU könnte hier sogar diplomatische Bemühungen kontakarrieren.
Ich habe auch nicht das Gefühl, dass irgendjemand in der Bubble daran interessiert ist den Konflikt beizulegen, stattdessen wird ständig Öl ins Feuer gegossen. Damit nimmt man sich doch selbst die Freude am Wettbewerb und verhindert Versöhnungsprozesse. Das ist kontraproduktiv und hilft weder den Leuten in Gaza noch dem ESC. Wir wollen doch alle in Frieden miteinander leben und feiern. Das geht nicht wenn man Ressentements schürt.
In diesem Sinne, wünsche ich mir natürlich, dass Fans und Delegationen aus allen Ländern und Kulturen beim ESC dabei sein können. Ob laut, ob schräg, ob gute Musik oder eben auch nicht (Letzteres ist sowieso nur Geschmacksache).
Viel Kraft an alle spanischen ESC-Fans! Ihr seid die Leidtragenden bei einem Boykott, der niemandem hilft.
👍🏻🫶🏻
Dem schließe ich mich an.
Ich kommentiere das mal indirekt …
Mein Göttergatte:
„Hast Du eigentlich je mit einer Nichtteilnahme Israels gerechnet, egal ob freiwillig oder erzwungenermaßen?“ 🇮🇱
Ich:
„Nein, nie. Die Thematik wird ja weit überwiegend sehr emotional aus der im Prinzip irrelevanten Gaza-Perspektive gesehen und diskutiert, während ich nur folgende Aspekte beachte: Machtstrukturen, Abhängigkeiten, Einfluss, Geld. Mir war immer klar, daß Schweden nicht das Risiko eingehen würde, seinen starken Einfluss auf den ESC durch eine Boykotthaltung zu gefährden, will heißen: ein geschlossener skandinavischer Block war nie wirklich in Reichweite. Und genau in diesem Punkt haben sich alle israelfeindlichen Länder verrechnet, die auf einen Dominoeffekt gesetzt hatten. Weder Spanien noch die Niederlande (Stichwort Joost Klein) noch Irland, und schon gar nicht Slowenien, weder Portugal noch Belgien noch Finnland, und schon gar nicht Island, besitzen genug Einfluss im ESC-Universum, um gegen die Phalanx Deutschland, Italien, UK, Frankreich, Israel plus Gastgeberland auch nur die geringste Chance zu haben. Oder anders formuliert: Wer die Fäden zieht und in der Hand hält, muss keine großen Töne spucken, sondern agiert hinter den Kulissen. Und von einem freiwilligen Rückzug zu schwafeln, bedeutet nullkommagarkeine Ahnung zu haben, wie Israel tickt. Der Rest ist ESC-typisches Melodram, das im Gegensatz zu früher heutzutage nur eben medial ganz anders aufgebauscht wird. Fazit: Viel Lärm um nichts! Ich seh‘ das alles jedenfalls tiefenentspannt … Die Situation 1970 gestaltete sich für das Festival wesentlich schwieriger und existenziell bedrohlicher, weil man damals unmittelbar vom Erfolg der wenigen Beiträge in der öffentlichen Wahrnehmung abhängig war.“
Du fasst es wirklich gut zusammen – die Abweichler haben ihre Machtposition wohl falsch eingeschätzt und sich damit selbst ein Stück ins Abseits gestellt.
Die dachten, dass es genauso kommen würde wie 2022 mit Russland, haben aber übersehen, dass die europaweite Meinung zu Israel eine heterogenere ist als die zum Russland unter Putin.
Weder noch.
Guter Bericht und Einschätzung der Situation. Ohne Spanien, Irland, Niederlande und Slowenien fehlt eine Menge Tradition und Herz, deswegen ist die Vorfreude auf den ESC 2026 aktuell sehr gering. Die Entwicklung seit Malmö ist gelinde gesagt ein Trauerspiel. Neue Länder, die die EBU vermutlich mit finanziellen Versprechen ködert, um die Teilnehmeranzahl zu halten, können diese Lücke sicher nicht füllen. Die Entwicklung ist bedenklich und es bleibt nur zu hoffen, das speziell das Televote in Wien sich wieder einigermassen nach der musikalischen Leistung und der Performance richtet. Ansonsten verliert die EBU weit mehr Fans als einen Großteil der nicht mehr teilnehmenden Länder.
Ich glaube nicht, dass die EBU so viele Fans hat.
Ich habe ja das Gefühle das wir Spanien, die Niederlande und Slowenien länger nicht sehen werden beim ESC und das finde ich wirklich traurig.
Die Fronten sind verhärtet und die EBU hat viel zu lange gewartet mit diesen (teilweise zweifelhaften) Voting bei der Versammlung.
Ich gebe mal als Deutschspanier, der in Spanien lebt meinen Senf dazu:
In Spanien hat man sich in den Medien deutlich intensiver mit dem Leid in Gaza auseinandergesetzt, das ja auch von vielen internationalen Organisationen wie z.B. der ONU stark kritisiert wird.
Auf Basis des Presseechos hier wird die Maßnahme entsprechend auch (außer von ein paar Rechts-Hardlinern, die es den „Linken“ auswischen wollen) sehr weitgehend von der Bevölkerung unterstützt.
Denn: aus spanischer Sicht (und auch meiner persönlichen) ist es absolut unverständlich, nicht mal im Mindesten, wie man Israel noch uneingeschränkt unterstützen kann und das sehr harte Vorgehen in Gaza nicht mal im Mindesten kritisiert. Insbesondere Deutschland kommt dabei in der spanischen Presse sehr schlecht weg, da man dem Land vorwirft, erneut auf der falschen Seite der Geschichte zu stehen.
„Aber Hamas hat angefangen!“ – Ja, aber wenn bei der Zahl der Opfer 70-80% Zivilisten sind und 70% aller Gebäude in Schutt und Asche gelegt werden, ist die Härte des Vorgehens mindestens mal in Frage zu stellen. Und wenn dann jegliche neutrale Berichterstattung nicht zugelassen wird, weil ausländische Journalisten keinen Zugang erhalten, verschärft das das Bild.
Die spanischen Eurofans stehen geschlossen hinter der Entscheidung, weil es in Spanien sehr unüblich ist, Konservativ und Schwul zu sein – einfach aus dem Grund, dass der Konservative PP der Community historisch sehr oft Steine in den Weg gelegt hat und offen mit den Rechtsradikalen (Wie AfD, aber offen Franco-freundlich) koaliert. Insofern stehen sehr viele Eurofans sowieso im linken Lager.
Hoffe, das gibt nochmal ein bisschen Einsicht in den Kopf der spanischen Eurofans im Moment.
Danke für deine Worte. Hilfreich.
Wirklich sehr gut geschrieben.
Interessante Einblicke, die du da uns gibst.
Glaubst du, das Spanien längerfristig aussetzt? Ich habe es wirklich im Gefühl, dass das passieren könnte.
Gehe davon aus, dass Spanien auch 2027 nicht dabei ist. 2027 gibt es Wahlen im Sommer, sollte PP dort zusammen mit Vox die Mehrheit holen, könnte eine Rückkehr 2028 durchaus möglich sein.
Das Gefühle habe ich leider auch.
Danke für deine Einblicke!
Na ja, so wie du es schreibst ist die Berichterstattung der spanischen Medien aber eben auch nicht „neutral“ sondern sehr einseitig propalästinensisch. Ob das so viel besser ist??
Und das mit dem „auf der richtigen Seite der Geschichte stehen“ halte ich gelinde gesagt auch für schwierig.
Der allgemeine Eindruck, der wiedergegeben wird, ist, dass man sich in Deutschland sehr stark vom Schuldgefühl aufgrund des Holocausts leiten lässt und deswegen Israel mehr durchgehen lässt.
Das ist ja auch so. Darum reagieren auch hier viele völlig unreflektiert auf alles, was die Israelis machen.
Ich finde ja, dass ein bestimmter Aspekt der deutschen Geschichte eine besondere Verantwortung bzgl. Menschenrechten begründet. Diese Verantwortung sollte allerdings für alle Menschen gelten. Wenn sie das nicht tut, lebt man Double Standards.
Wobei wie richtig sagst diese Verantwortung eben für alle gelten muss. Die Horror der Shoah und des Pogroms negieren halt nicht ebenfalls horrende Untaten von IDF. Da muss man beides betrachten. Ethnische Säuberungen sind nicht ok – und Teile der israelischen Regierung sprechen sich ja auch offen dafür aus. Wird zumindest in D nicht wirklich thematisiert.
Und seltsamerweise hat Deutschland niemals dieselbe Verantwortung für Sinti und Roma übernommen. Denen wäre auch sehr geholfen, wenn sie einen eigenen Staat hätten.
Wobei ich jetzt nicht mal weiß ob sie Sozio-kulturell eine eigene Staatsstruktur haben wollen würden.
Seltsamerweise gab es ja eine ganze Zeit diese Zigeunerromantik in Deutschland, die sich primär a den bunten Kostümen, den fahrenden Wagen und „feuriger“ Musik orientierte. Ich weiß nicht, ob’s bei Euch auch so war aber als ich aufgewachsen bin, kamen ein paar Mal im Jahr Sinti/Romafamilien ins Dorf. Es sprach sich immer um wie ein Lauffeuer, die Angst der alten Leute vor “Zigeuners” war groß. Es hatte etwas sehr mittelalterliches.
Nein, bei uns gab es das nicht. Allerdings habe ich als Knirps wahnsinnig gerne „Zigeuner“ mit meiner Schwester gespielt. Da hat sich dann die Nachbarin meiner Oma immer wahnsinnig aufgeregt, wenn sie uns im Garten gesehen hat, weil „Zigeuner“ für sie so ziemlich das Schlimmste war.
Jenseits des ESC stimme ich Dir in fast allem zu, was Du schreibst, aber ich verstehe noch immer nicht, was das alles mit dem ESC zu tun hat. Der ESC ist mMn das vollkommen falsche Forum, um seinen berechtigten Unmut über das Vorgehen Israels zu artikulieren. Es bringt auch nichts: Israel ist dabei, und man hat nur eines gewonnen: Man kann sich auf vage Art und Weise moralisch überlegen fühlen. Ansonsten bleibt man im Mai bei der Feier von Musik und Vielfalt außen vor. Sonst ändert sich nichts. Und in ein paar Jahren wird das alles vergessen sein.
Da ich nicht erneut einen langen Beitrag schreiben möchte, verlinke ich noch mal, wie ich die Sache sehe, falls es Dich interessiert:
https://esc-kompakt.de/finnland-und-portugal-bestaetigen-teilnahme-am-eurovision-song-contest-2026-island-prueft-belgien-abwartend/
Das Argument ist, dass Israel den ESC aus Sicht Spaniens politisch missbraucht – als Beispiel wird hier das Thema „October Rain“, die „zufällige“ Auswahl einer Überlebenden des Hamas-Attentats, die massive Werbeaktion und die starken Auffälligkeiten im Televoting in diesem Jahr.
D.h. man sieht sich selbst nicht als diejenigen, die den Contest politisieren, sondern macht diesen Vorwurf Israel.
Und das ist auch der Unterschied zu z.B. Olympia – dort können auf die Ergebnisse nicht Einfluss genommen werden, beim ESC eben schon. Insofern sieht man einen Ausschluss Israels auch als Schutz für den Wettbewerb selbst.
die starken Auffälligkeiten im Televoting
Die gibt es bei der Ukraine seit 2022, das hat TVE aber seltsamerweise nie gestört … Hast Du schon mal darüber nachgedacht, was diese unterschiedliche Haltung begründen könnte?
Auswahl einer Überlebenden des Hamas-Attentats
Aha, und deshalb sollte man sie jetzt bestrafen und ihr die Teilnahme beim ESC verbieten? Sorry, aber solch eine Argumentation ist unmenschlich und eine moralische Bankrotterklärung.
Für micht gibt es für die Haltung von TVE und den anderen boykottierenden Sendern nur 2 Erklärungsmöglichkeiten:
Du hast noch was vergessen.
3.eine Kombination aus beiden (was finde ich noch viel schlimmer ist)
Das stimmt, aber ich dachte, dass die mögliche Kombi in meiner kurzen Liste angelegt sei.
Nicht nur das die Spanier Antisemiten sind, sie sind auch noch ganz schlechte Gewinner. Ich kann diesen Quatsch mit dem Televoting nicht nachvollziehen. Damit erklärt man den Zuschauer auch noch für dumm, das er nicht selbst entscheiden kann für wen er anruft. Sieht man sich die Leistung der Sängerin an, dann hat sie nicht nur toll gesungen, der Song wurde auch großartig inszeniert. Das das beim Publikum gut ankommt, ist so überraschend dann doch nicht. Während die Spanierin wie ein Elefant im Porzellan auftrat und eine absolut nervige Stimme hatte. Wie ein Presslufthammer.
Bei der Ukraine gibt es ein starkes Sympathie-Voting, das stimmt, aber die anderen von u.a. Marko erwähnten Auffälligkeiten sind da meines Wissens nicht aufgetreten. Die Ukraine hätte auch gar nicht das Geld dafür, sie konnten ja nach eigenen Angaben letztes Jahr noch nicht mal den Beitrag auf gewohntem Level stagen.
Die Wahl einer Supernova-Überlebenden finde ich auch problematisch. Klar, gewählt wurde sie von den Zuschauern und nicht vom Sender (die Castingshow -Rising Star?) läuft ja nicht mal auf KAN, sondern auf einem anderen Sender – der natürlich genau wusste, was er da tat, war sicher auch gut für die Quote.
Unabhängig von der Situation hier finde ich den Ansatz „Künstler in Casting Show wählen, dann anschließend Lied schreiben“problematisch.
Da sind wir uns einig. Ich kann Casting-Formate generell nicht ab, und ist das ESC-Universum keine Ausnahme.
Ein kleiner Kommentar, der mir noch am Herzen liegt: die Wahrheit liegt wahrscheinlich – wie so oft – irgendwo in der Mitte.
Ich denke, es gibt aber durchaus genügend Anhaltspunkte, auf deren Basis die Position Spaniens verständlich sein kann. Es ist ja beim besten Willen nicht so, als sei die Kritik an Israel völlig an den Haaren herbeigezogen und würde sonst von Niemand anderem geteilt werden.
Andere Länder dürfen zu einem anderem Schluss kommen und das ist okay, davon lebt Demokratie.
Die massiven Anfeindungen Spaniens gegenüber weil es nicht der eigenen Meinung entspricht, finde ich aber fehl am Platz.
Die Wahrheit liegt meiner Meinung nach nicht in der Mitte, sondern in 2 vollkommen verschiedenen Aktionsfeldern:
Die Israel-Kritiker würden wahrscheinlich antworten, dass 1. eh nie passieren wird und man solange halt als Zeichen der internationalen Isolierung Israels zumindest 2. nicht haben will.
Die Kombi aus beiden genannten Punkten würde wahrscheinlich von einer großen Mehrheit der Boykotteure genommen werden.
Eigentlich wollte ich – wie TC – ‚Sehr guter und reflektierter Beitrag‘ schreiben, aber da war sie wieder. Die Seitenhieb Die Niederlande haben ihre ganz eigene Vendetta mit der EBU seit Malmö. War das wirklich notwendig?
Erst die generelle Lage:
Ähnlich wie in Spanien gibt es in den Niederlanden eine ganz andere Wahrnehmung oder Berichterstattung von was in Israel und Gaza passiert.
Das war mal anders, aber Drück aus der Bevölkerung hat in den Medien mehr Gleichgewicht gebracht und die Regierung in Ratlosigkeit versetzt, weil die ohne-wenn-und-aber-stehen-wir-hinter-Israel-Politik auf einmal scharf kritisiert wurde.
(Ich ignoriere hier, dass NL de facto seit 2021 keine funktionierende Regierung hat.)
Malmö
Die NL-Delegation ist da mit vier Themen konfrontiert worden, die erst Wut, aber danach eine Strategie ausgelöst haben. Drei der Vier sind gelöst worden: Code of Conduct, neue Disqualifikationen sind fast unmöglich (und brauchen eine richtige Mehrheit, können nicht von einzelne Personen bestimmt worden), die Sicherheit der Anwesenden ist verbessert.
Damit war alles wichtige abgehackt und ist Malmö Schnee von gestern. Also … warum immer referieren an Malmö?
Thema Vier betraf Israel. Das Verhalten der Israelis vor Ort ist in den Code of Conduct reflektiert worden. Aber das Publikumsvoting hat Fragezeichen hervorgerufen, aber ohne Belege kann man nichts machen.
IsraelManipulationenDas Publikumsvoting Basel 2025 hat die verbliebene Fragezeichen von Malmö verstärkt. Nicht nur die EBU hat das weiter untersuchen lassen, das ist auch innerhalb der Niederlande passiert. (Gesetzeslage und Sicherheitsdiensten sei Dank, Internet in NL wird gut beobachtet.) Da kam ein ähnliches Bild wie aus Spanien nach vorne.
Die Stimmen für Israel stammten vor allem von verhältnismäßig wenigen Endgeräten, auffällig oft aus Städte, wo Israel diplomatische Niederlassungen (Botschaft/Konsulat) hat und es wurde von Anfang bis Ende des Votingfensters dauernd abgestimmt. Jedes anderes Land bekam die meiste Stimmen unmittelbar nach den Auftritt und den Recaps.
Dazu gab es noch die Werbung, aber das ist bereits bekannt.
Dies alles ist in diesen Satz von Avrotros eingeflossen: Darüber hinaus gibt es eindeutige Belege für Einflussnahme durch die israelische Regierung während der jüngsten Ausgabe des Eurovision Song Contests, bei der die Veranstaltung als politisches Instrument genutzt wurde.
EBU
Hat versucht alles zu lösen, aber – Achtung, jetzt mal eine persönliche Meinung – die personelle Besetzung ist zu schwach und die Änderungen ermöglichen immer noch gezielte Manipulationen.
Avrotros hat eine Mission und Vision. Hier die NL-Wortlaut, November 2023:
De missie van AVROTROS is om cultuur en rechtvaardigheid toegankelijk te maken voor iedere Nederlander, van jong tot oud. De programma’s en activiteiten zijn herkenbaar door hun toegankelijke toon en vorm, waardoor iedereen mee kan doen. De content van AVROTROS wordt altijd onafhankelijk gemaakt, is van hoge kwaliteit en uitnodigend en constructief van aard. Met de programma’s en activiteiten faciliteert AVROTROS interactie en ontmoetingen en stimuleert daarnaast een actieve deelname aan de samenleving. In het afgelopen jaar* is AVROTROS met de programma’s en content nog meer gaan focussen op de speerpunten Cultuur en Rechtvaardigheid. Met deze speerpunten bereikt de organisatie het grootste deel van de inwoners van Nederland, inspireert en verbind ze hen en komt voor ze op als dat nodig is. Ongeacht hun achtergrond of voorkeuren, omdat AVROTROS altijd onafhankelijk opereert.
Übersetzt:
Die Mission von AVROTROS ist es, Kultur und Gerechtigkeit zugänglich zu machen für jeder Niederländer, von jung bis alt. Die Programme und Aktivitäten sind erkennbar durch ihr zugänglicher Ton und ihre Form, die es jedem ermöglicht, sich zu beteiligen. Der Inhalt von AVROTROS wird immer unabhängig produziert, ist von hoher Qualität und einladend und konstruktiver Natur. Mit den Programmen und Aktivitäten fördert* AVROTROS die Interaktion und Treffen und regt auch die aktive Teilhabe an der Gesellschaft an.
Im vergangenen Jahr** hat AVROTROS begonnen, sich noch mehr auf die Schwerpunkte Kultur und Gerechtigkeit zu fokussieren. Mit diesen Schwerpunte erreicht die Organisation das Großteil der Einwohner der Niederlande, inspiriert und verbindet sie und steht für sie auf, falls nötig. Unabhängig von Hintergrund oder Vorlieben, weil AVROTROS immer unabhängig arbeitet.
* faciliteren gibt es auf deutsch nicht; Bedeutung ist zwischen fördern, ermöglichen, unterstützen.
** Saison 2022/2023
Und genau das ist jetzt eingetreten. Avrotros hat Kernwerte und sieht sich deshalb unfähig in Wien dabei zu sein.
Diese zwei Artikel hätte ich in Artikel verlinkt.
https://esc-kompakt.de/niederlande-drohen-ebenfalls-mit-boykott-des-esc-2026-in-wien-wenn-israel-dafuer-zugelassen-wird/
https://esc-kompakt.de/die-niederlande-zieht-sich-vom-eurovision-song-contest-2026-zurueck/
Beide enthalten die Position von Avrotros ohne Malmö zu erwähnen.
Wenn ich eigene Maßstäbe setze, an diesen festhalte und jede Kompromissbereitschaft vernachlässige, kommt eben konsequenterweise ein Boykott heraus. Ist aber keine Einbahnstrasse…
Ich habe nur nochmals betont, dass die aktuelle Lage nichts mit Malmö zu tun hat, es keine Vendetta gibt – Avrotros wird Mitglied der EBU bleiben, so wie alle andere NL-Anstalten.
Was ich eher damit sagen wollte war, dass das Verhältnis EBU-Avrotros seit Malmö schon beschädigt war. Die Geschichte um die Joost-Kontroverse wurde wie ich finde nicht so wirklich aufgearbeitet. Vor Ort und hinter den Kulissen hat man ein anderes Bild vermittelt bekommen wie das, was dann später bei den Fans ankam.
Die NL-Medien gehören zu meinen Kunden, deswegen darf ich nicht alles schreiben.
Das Verhältnis EBU-Avrotros ist nicht so geschädigt wie du behauptest, eher sachlich wie immer.
@Marko
Will mal positiv erwähnen, dass ich von allen deinen vielen Beiträgen im Themenkosmos diesen sehr mag, weil er erklärt und differenziert.
Danke dafür.
Wenn israelische Diplomaten tatsächlich en masse für den israelischen Beitrag gestimmt haben, hat das was von Votingselbstbefriedigung … Arme Würstechen.
Die haben keine Werte und keine Ethik. Wer sich mit Terroristen von der Hamas solidarisiert, der hat sowas nicht. Komisch als 2014 die Russen die Krim angegriffen haben und da noch teilnahmen, hat der ach so moralische AVOTROS kein Problem gehabt am ESC teilzunehmen. Da kam kein Boykott.
Wie immer respektlos gegenüber alle, die nicht deine Ansichten teilen.
Avrotros und NPO waren in 2022 einer der ersten Anstalten, die Russland raus gedrängt haben. Warum nicht in 2014? Weil damals, vor elf Jahren, fast keiner Putins Pläne durchschaute und damals das Russische Staatsfernsehen noch nicht zum 100% Propagandarohr von Kremlin mutiert war. Das ist in den Jahren danach passiert.
Was hat der ARD in 2014 gemacht? Ebenfalls nichts. Deutschland – und in der Folge die ARD – ist erst in Februar 2022 wachgerüttelt. So viel zum Thema Russland und Naivität.
Israel wird in Deutschland grundsätzlich anders wahrgenommen als in den Niederlanden. Macht das die Niederländer moralisch? Nein, man will nur wissen was geschah, was geschieht und was demnächst geschehen wird.
Und erst danach sind sie da: Fragen, Zweifel, Kritik.
Avrotros ist eher sahlich, kühl bei diesem Thema. Es gibt Werte worüber man sich nicht streiten will, also zieht man sich zurück und nach Wien 2026 wird erneut entschieden was man macht.
Ich weiß es klingt hart und ich werde mir damit wahrscheinlich nicht viele freunde machen, aber ich schreibs trotzdem:
Wie kann man sich für jemanden der mich und meine lebensart hasst, mich wegen meiner sexualität umbringen würde, mich wegen meiner religion töten würde, wie kann ich mich für so jemanden dermaßen radikal einsetzten. Wenn ich zbsp. an die “ queer for palestin“, könnte ich im strahl pukieren
Ich finde es schlimm wie Du Nemo hier in den Rücken fällst. Es ist ja they’s gutes Recht, diese Haltung zu haben. Auch wenn ich es Banane finde.
Ich sag halt in diesem konflikt “ der feind meines feindes ist mein freund“, aber nicht unbedingt “ der freund meines feindes ist mein feind“. Nemo scheint halt, wie übrigens viele aus dem show-bizz, leicht beeinflussbar und vielleicht auch nicht der hellster einer. Tut aber seinem talent keinen abbruch, man sagt ja nicht umsonst: dumm singt gut. O.ä
😜
Es ist interessant, wie viele Promis sich gerade bei diesem Thema positionieren, sonst vermieden sie ja clevererweise politische Aussagen. Höchstens Trump wird noch kritisiert, was ja wesentlich unproblematischer ist.
Esay. Die allermeisten kannste eh nicht ernst nehmen und stellen ihr fähnchen einfach in den wind.
Aha, Nemo steckt also noch immer in Deinem System. Das scheint ja hartnäckiger zu sein als Corona. Gibt es dagegen nichts von Ratiopharm?
Im system feststecken würde ich nicht sagen. Ich find halt alle seine neuen songs sehr gelungen und höre recht viel nemo.
Abgesehen davon. Nemo scheint schlauer geworden zu sein und äussert sich nicht mehr zu diesem thema( nicht das ich wüsste jedenfalls)
Mein Kommentar bezog sich gar nicht auf Dich, sondern auf den Pinguin. ☺️
Ich freue mich, dass Du Freude an Nemos Musik hast. Ich habe ja gar nichts gegen Nemos Musik; gehöre nur nicht zur Zielgruppe.
Gute Worte gefunden Max. 👏
Spanien wird fehlen.
Nö.
Ja doch. sehr sogar. Und auch die spanischen Fans mit all ihren Emotionen zum ESC. Sie werden uns seht fehlen.
Ja, von wegen. Spaniens Boykott ist derzeit sehr gut zu verkraften. Es schadet nur Spanien selbst und weniger dem ESC. Wahrscheinlich ägern die sich im Hintergrund jetzt richtig, dass so wenige Länder mitmachen. Damit bringt der Boykott von denen eigentlich gar nichts. Hahahaha, an Spanien.
In guter Erinnerung: Chanel – Slomo 😉
😱 😱 😱
Jetzt brauche ich ein Gegengift:
https://www.youtube.com/watch?v=tNXwZeHHM84&list=RDtNXwZeHHM84&start_radio=1
💃 💃 💃
Du meinst Son de Sol – Brujería aus 2005
Genau 😍😍😍
Schade, dass es den Emoji nicht auch in rot und blau gibt. 🤓
🧞🧞♀️🧞♂️
Edit: Ach wie blöd. Vor dem Abschicken sind die gelb, rot und blau, aber danach dann nicht mehr. 🥲
Das ist wie mit dem Party-Emoji, das dann plötzlich spiegelverkehrt erscheint … 🤔
Lol. So ging es mir mit der Kaffeetasse. Nach dem Veröffentlichen war der Kaffee plötzlich grün. 😀
Grüner Kaffee??? Igitt. Vielleicht war es grüner Tee?
Schlimm, das Geschrei 😱
Was ist bloß aus dem spanischen Motto aus 2002 geworden? 🤔😢
Europe’s living a celebration..🥳
War doch damals Topfavorit auf den Sieg…ganz Spanien stand Kopf…nix wars leider.
War der spanische song bei den hysterischen spanischen fans nicht jedes jahr absoluter top-favorit? Ist in etwa die gleiche hysterie, mit dem sie offenbar jetzt hinter dem esc-boykott stehen, halt alleweil fünf nummern zu gross.
Hört sich passenderweise eher nach „leaving a celebration an“
Sehr guter Kommentar. Ich fand es schon sehr krass, wie heftig José Pablo López die EBU nach der Entscheidung attackiert hat. Da hat man den Eindruck gehabt, dass RTVE als nächstes den Austritt verkündet. Schwer vorstellbar, dass sie unter dieser Senderführung wieder zusammenfinden.
Mir scheint das Kernproblem zu sein, dass RTVE nicht anerkennen will, dass es innerhalb der EBU eine Minderheitsmeinung vertritt. Das führt dann natürlich zu Frust, aber den können sie nur selbst beheben.
Vielen Dank, Max, für deinen Artikel. Du hast die Situation perfekt erklärt.
Als spanischer Eurofan bin ich sehr stolz auf die Entscheidung von RTVE. Es ist für mich nicht einfach, weil Eurovision ein wichtiger Teil meines Lebens ist. Jedes Jahr, wenn der ESC beendet ist, freue ich mich sehr auf die Reise in die nächste ESC-Stadt. Es ist eine sehr, sehr große Motivation in meinem Leben.
Natürlich sind wir gegen Terroranschläge in Israel. Das darf nicht passieren und muss mit Hilfe anderer Länder gelöst werden. Wir kennen uns in Spanien leider sehr gut mit Terrorismus aus. Als Kind bin ich viele Morgen mit einem weiteren Bombenanschlag in meinem Heimatland aufgewachsen. Aber was sie in Gaza machen, ist seit Langem definitiv keine Verteidigung mehr. Ich bin enttäuscht von der Gleichgültigkeit vieler Länder in Europa. Als Bürger Europas bin ich ein bisschen ängstlich vor den kommenden Zeiten in unserer Gesellschaft.
Hoffentlich wird sich alles lösen und Spanien wird in ein paar Jahren zurückkehren.
Spanische Fernsehchefs und Politiker schimpfen auf die EBU, die mit Israel den ESC politisiert und somit sabotiert haben soll. Aber warum spricht niemand über Mel Ömana, die ja offensichtlich öffentlich zugegeben hat, Yuval Raphael nur extra keine Punkte gegeben zu haben, weil sie Israel (oder israelischen Sender KAN) vertritt?
Der ESC ist und wahr schon immer politisch und das ist gut so. Das Schlussstatement empfinde ich als naiv.
Der ESC ist vielleicht politisch, seit Du ihn kennst. Was daran so gut sein soll, erschließt sich mir nicht.
Es ist einfach traurig, mir tut es sehr leid um Spanien. Auch um die anderen Länder, aber irgendwie hat man sich in etwas reinmanövriert aus dem man nicht mehr rauskam. Sehr sehr schade, ich hoffe (über)nächstes Jahr ist Frieden in Israel und Spanien wieder beim ESC❤️
Was ich ja in dieser ganzen Diskussion auch interessant finde, ist, dass das ESC-Finale 2025 in Spanien 1 Mio. Zuschauer mehr hatte als 2024, ein Anstieg von 20%. Das macht auf mich jetzt nicht gerade den Eindruck, dass das breite RTVE-Publikum sich einen Boykott wünscht.
👍
Aussagen von Ministern, die Teil der Regierung in Israel sind
Mehrere Mitglieder der aktuellen israelischen Regierung und der sie tragenden Parteien haben öffentlich extrem radikale Aussagen gemacht, die auf die Zerstörung des Gazastreifens oder die Vertreibung der Bevölkerung hinauslaufen.
Amichai Eliyahu (Heritage Minister, Otzma Yehudit)Er erklärte in einem Radiointerview, das Abwerfen einer „Atom-/Nuklearbombe“ auf den Gazastreifen sei „eine Option“ und bestritt, dass es in Gaza unbeteiligte Zivilisten gebe.
Bezalel Smotrich (Finanzminister, Religionszionismus)Smotrich sagte, Gaza werde nach einem israelischen Sieg „vollständig zerstört“ werden und viele Palästinenser würden „in großer Zahl in Drittländer auswandern“, was international als Hinweis auf eine angestrebte dauerhafte Vertreibung und faktische Vernichtung Gazas in seiner heutigen Form kritisiert wurde.
Itamar Ben-Gvir (Minister für Nationale Sicherheit, Otzma Yehudit)Ben-Gvir forderte wiederholt, die Bevölkerung Gazas solle aus dem Gebiet „herausgedrängt“ oder „umgesiedelt“ werden, verbunden mit Forderungen nach massiver militärischer Gewalt; diese Aussagen werden von Beobachtern als Aufruf zur Entvölkerung beziehungsweise zur faktischen Zerstörung des Gazastreifens interpretiert.
Galit Distel Atbaryan (Likud, ehemalige Ministerin für Öffentlichkeitsarbeit)Die frühere Ministerin schrieb, man müsse alle Energie darauf verwenden, „ganz Gaza von der Erdoberfläche zu tilgen“, und sprach davon, dass der Gazastreifen „ausradiert“ werden solle. Auch wenn sie inzwischen nicht mehr Ministerin ist, stammen die Aussagen aus der Regierungspartei Likud.
Weitere extremistische Aussagen aus dem RegierungslagerDer Likud-Abgeordnete Moshe Saada (Regierungspartei) sagte, es werde für viele Israelis „klar“, dass „alle Gazaner zerstört werden müssen“, wobei er von einer breiten Zustimmung zu solchen Forderungen sprach.In Analysen internationaler Medien wird beschrieben, dass seit dem 7. Oktober 2023 dehumanisierende Rhetorik gegenüber Palästinensern und offene oder indirekte Forderungen nach „Auslöschung“ beziehungsweise „Eradikation“ Gazas im politischen Diskurs der Regierungsparteien stark zugenommen haben.
Diese Zitate belegen klar, dass einzelne Minister und Abgeordnete der Regierungsparteien Vernichtungs‑, Vertreibungs‑ oder Nuklearfantasien gegenüber Gaza öffentlich geäußert haben, was von Menschenrechtsorganisationen und Völkerrechtlern als mögliche Anzeichen für eine genozidale Rhetorik bewertet wird.
deutschlandfunk.de (öffentlich-rechtlicher Sender) berichtet von Forschern des Max Plank Institut Rostock die von 100.000 toten Palästinenser*innen ausgehen.
Unicef.org, Kinderhilfswerk der UNO, berichtet von 64.000 toten Kindern, darunter 1000 Babys in Gaza
BR – Bayrischer Rundfunk öffentlich-rechtlicher Sender einer BR-Datenanalyse geht hervor, dass 70 Prozent aller Gebäude in Gaza beschädigt oder zerstört sind. In einigen Städten sind Gaza-Stadt sind etwa 85 Prozent aller Gebäude beschädigt.
Vielen Dank Spanien, Niederlande, Irland, Slowenien für ihre Entscheidung. Manche haben Rückrat, andere nicht.
Weißt du überhaupt was Rückgrat ist wenn du es scheinbar nicht mal richtig schreiben kannst??
Da gebe ich gerne einen rück-rat: wie üblich steckt in solchen kriegs-statements einiges wahres, einige lügen. Das kennt man ja aus russland/ ukraine.
Die opferzahlen kommen von der hamas und werden von der linken uno einfach weitergegeben. Sie sind mit extremer vorsicht zu “ geniessen“
Aber klar, niemand behauptet das krieg was schönes ist. Irgendwann kommt halt die zeit, wo man sich entscheiden muss auf welcher seite man steht.
Wobei die Opferzahlen von den USA und Israel ja nicht dementiert werden. Wie auch die Russen (es geht jetzt nicht um den Vergleich) die von der Ukraine herausgegebenen Zahlen über ihre Verluste nicht dementieren.
Zum Thema auf welcher Seite man steht – ich wünschte, das ganze Nahost-Thema würde wieder in Vergessenheit geraten. Sie werden sich sowieso die Köppe gegenseitig einschlagen bis die ganze Gegend aufgrund der Temperaturen unbewohnbar ist. Die USA und die Golfstaaten sollen sich drum kümmern. Unser Fokus ist klar die Rettung der Ukraine.
Könnte daran liegen, dass niemand wirklich ein interesse daran hat, diese zahlen zu dementieren. Den einen dienen sie als probaganda, den anderen als abschreckung. Mieses spielchen halt🤥
Ansonsten hast du völlig recht, wir sollten uns da raushalten.
Word!
Eher Wassermangel. Aktuell in Iran, dafür in kurze Zeit auch in Israel. Wasserverbrauch ist viel zu hoch.
In Ihrem Kommentar kommt mit keiner Silbe oder in Fettschrift (heißt das so?) auch nur ein Wort vor, was Israel am 7. Oktober ertragen musste. Was israelische Menschen, Familien, Kinder, Eltern, Freunde an diesem Tag erdulden mussten. Warum? Man kann Ihnen nur wünschen, dass Sie und Ihre Familie und Freunde niemals das, was die Menschen in Israel am 7. Oktober erlebten, im Leben selbst erdulden müssen. Vielleicht fehlt Ihnen aber auch nur die nötige Empathie oder Einfühlungsvermögen, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können. Oder Sie haben vielleicht auch einfach bewusst, die schrecklichen Bilder und Videos von israelischen Menschen nicht angesehen, eben weil es sich bei den Opfern des 7. Oktobers um Menschen aus Israel handelte??? Man kann sich nicht vorstellen, was mit einem Menschen geschieht, der sowas durchleben muss. Gefangen, gefoltert, getötet, oder Familie und Freunde zu verlieren. Aber bitte, verstecken Sie sich weiter hinter Ihrem Computer/Smartphone/Laptop und denken Sie darüber, was Sie wollen! Nicht Worte töten, sondern Taten und die Taten vom 7. Oktober sind unbestritten, der Auslöser für alles weitere danach gewesen. Also vielleicht wenden Sie sich in Zukunft einfach an die Hamas? Gerne können Sie ja versuchen, hinzufahren, um sich persönlich bei der Hamas dafür zu bedanken. Warum man immer nur eine Seite betrachten will, ist mir einfach schleierhaft.
Merci👍👍
Sorry, aber man kann jetzt nicht endlos das grauenhafte Pogrom und das Martyrium der Geiseln als Rechtfertigung für alles was die Israelis machen benutzen. Die Verhaltnismässigkeit ist überhaupt nicht mehr gegeben.
In Gaza ist anscheinend mehr zerstört als 1944 in Dresden nach Auswertung von Satellitenbildern (die von der US-Regierung kommen und nicht von irgendwelchen Hamas-Terroristen). Und das ganze hat auch nichts mehr mit Kriegszielen zu tun. Der Krieg ist doch jetzt primär im Interesse von Netanyahu und den anderen Rechtsextremen in seiner Regierung, weil sie sonst die Macht verlieren und in Netanyahu Fall in den Knast müssten.
Ich finde es auch erstaunlich, dass viele Leute, die Israel (wie wir beide) am Anfang unterstützt haben, sich so schwer damit tun, ihre Meinung auf den Prüfstand zu stellen, jetzt da sich die Faktenlage geändert hat und die israelischen Aktionen jedes Maß, jeder Verhältnismäßigkeit und jede Rechtfertigung verloren haben. Man könnte sich ja z. B. auch mal anschauen, was seit Monaten im Westjordanland passiert.
Das Ganze klingt für mich einmal mehr nach dieser Fanschal- und Sauerstoffzufuhr zum Gehirn-Geschichte.
Absolut, man sieht diese Verblendetheut auch hier bei einige , bei denen man sie nicht so erwartet hätte. Es ist bei uns ja in gewisser Weise anerzogen, aber so ist kritisches Denken.. dachte ich.
Gegenfrage: Muss man jedes Mal 7.10.23 erwähnen?
Dann sollen doch Spanien, Niederlande, Slowenien und Irland Helfer nach Gaza entsenden, um beim Aufbau mitzuhelfen und die Zahlen von UNICEF sind falsch!
„Tragödie oder wichtiges Statement?“.
Beides.
Und ich bin Spanien dankbar, daß es den Völkermord und die Manipulation beim Voting Ergebnis nicht mehr länger akzeptieren will.
Eigentlich eine Schande, daß nicht mehr Länder hier Anstand zeigen.
Stichhaltige Beweise für die Voting-Manipulation Israels sind wo zu finden? Haben Sie nennenswerte Beweise vorzulegen, außer irgendwelche Online-Quellen oder Zeitungsberichte? Die EBU und ihre Partnersender hat ja sicher mehrere Kontrollstellen, die das abklären würden. Übrigens hat auch Polen auf YouTube Anzeigen geschaltet, um Werbung für den eigenen ESC-Beitrag zu machen. Ebenso Armenien. Sowas gab es bereits früher. Auch Zypern hat 1999 eine geschickte Online-Kampagne vor dem ESC geführt, aber erfolgreich waren sie trotzdem nicht. Und 2013 hat Azerbaijan Stimmen versucht, zu kaufen und dennoch blieben sie drin. 2022 gab es mehrere Jurys mit klaren Votingabsprachen und dennoch sind die Länder immer noch dabei.
Völkermord fand auch am 7. Oktober statt. Nur waren da die Bürger Israels die Opfer. Und was mit den Geiseln passiert ist, ist plötzlich keine Silbe mehr wert? Na, zum Beispiel war niemand aus Ihrer Familie oder Ihre Freunde unter den Geiselns dabei. Dann würden Sie vielleicht Ihre Zeit auch nicht hier auf ESC KOMPAKT mit Kommentieren verschwenden?
Paktisch alle internationalen Organisationen sagen, was Israelis mit Menschen in Gaza machen, muß als Völkermord bezeichnet werden, inkl. Amnesty, UN, NGOs, sogar israelische. Also darf ich wohl auch den Völkermord als das bezeichnen, was er ist.
Aber im Grunde ist es ja kein Definitionsbegriff. 10,000 ermordete Kleinkinder und 60 000 Tote insgesamt kann man bezeichnen wie man will und es bleiben immer 10.000 ermordete Kinder und 60 000 Tote.
Die Zahlen sind frei erfunden!
Die einzige nachgewiesene Manipulation hat uns doch dieses Jury-Mitglied beschert, das eingeräumt hat, Israel auf den letzten Platz gesetzt zu haben, bevor sie den Song kannte.
Israel selbst hat eine groß angelegte, orchestrierte Werbekampagne betrieben mit Anleitung , wie man möglichst oft für Israel anrufen kann, selbst dann, wenn man den ESC gar nicht sieht.
Und dazu noch mit Millionen finanziert vom israelischen Außenministerium, wenn das nicht manipulativ ist, dann weiß ich nicht.
Auch bei mir ist diese Werbekampagne in youtube erschienen. Und wohl auch bei den meisten, die sich hier herumtreiben.
Weiters gibt es dazu noch genug Quellen und Belege, keine Beweise aber Verdachtsmomente, über Manipulationen, etwa niedrige Spotifyaufrufe, sogar weit hinter der Schweiz, aber trotzdem 12 Punkte. Und das gleiche in mehreren Ländern.
Also Spotify sollte man wirklich nicht als Argument anführen. Da ist der Sieger jetzt auch nicht weit vorne
Eben, bei Spotify geht es ja nur um das Lied selbst, während beim ESC auch die Präsentation eine große Rolle spielt. Der Siegertitel war visuell ja auch sehr aufgebrezelt.