Finnland und Portugal bestätigen Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026 – Island prüft, Belgien abwartend

Bild: Alma Bengtsson / EBU

Der Eurovision Song Contest erlebt einen seiner turbulentesten Wendepunkte der jüngeren Geschichte. Während mehrere Länder – namentlich Slowenien, die Niederlande, Irland und Spanien – aus Protest gegen die erneute Teilnahme Israels ihren Rückzug angekündigt haben, setzen andere ESC-Teilnehmerländer auf Stabilität: Finnland und Portugal bestätigen ihre Teilnahme, Island prüft derzeit, wie es sich positioniert, und Belgien wartet ab.

Der finnische öffentlich-rechtliche Rundfunk Yle bereitet sich auf den Wettbewerb vor, gestützt auf eine Reihe von Regeländerungen, die bei der Generalversammlung der EBU in Genf vorgestellt und mehrheitlich angenommen wurden. Ziel der Reformen ist es, die Unabhängigkeit des Wettbewerbs zu sichern und Manipulationen beim Voting auszuschließen.

Laut Yle erhielten die neuen Regeln breite Unterstützung in Nordeuropa: Yle sowie die schwedischen, norwegischen und dänischen Sender stimmten geschlossen für die Reformvorschläge. Schweden hat seine Teilnahme ebenfalls definitiv bestätigt, stand allerdings auch nie wirklich auf der Kippe.

Yle hatte zuvor interne Bedingungen formuliert, nach denen eine Teilnahme nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich sei. Nach Einschätzung des Senders wurden diese Bedingungen durch die beschlossenen Reformen erfüllt.

Yle-Generaldirektorin Marit af Björkesten, die den Sender bei der Versammlung vertrat, erklärte:

„Wir unterstützen die Entscheidung der EBU, Schwachstellen im Abstimmungssystem anzugehen, sowie andere Maßnahmen zur Weiterentwicklung des ESC. Diese Änderungen sind entscheidend, um die Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit des Wettbewerbs zu gewährleisten.“

Trotz intensiver Diskussionen wurde nicht über die Teilnahmeberechtigung des israelischen Rundfunks KAN abgestimmt. Laut EBU gilt weiterhin: Alle Mitglieder, die die EBU-Kriterien erfüllen und die ESC-Regeln einhalten, bleiben teilnahmeberechtigt.

Af Björkesten betonte außerdem:

„Unter den nordischen Rundfunkanstalten herrscht Einigkeit: Wer die Mitgliedskriterien der EBU erfüllt und deren Regeln befolgt, kann am Eurovision Song Contest teilnehmen. Sollte dies nicht der Fall sein, erwarten wir entsprechende Maßnahmen der EBU.“

Auch die Rundfunkanstalt RTP bestätigte, dass Portugal am Wettbewerb teilnehmen wird. Der Sender hebt hervor, dass die neuen Regeln die Transparenz und Neutralität des Wettbewerbs stärken und so eine vertrauensvolle Teilnahme ermöglichen.

„Mit der Entscheidung der EBU wird die RTP an der Ausgabe 2026 des Eurovision Song Contest teilnehmen“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

In Belgien reagieren die beiden öffentlich-rechtlichen Sender unterschiedlich: Der französischsprachige RTBF hat die Entscheidung der EBU zur Teilnahme Israels zur Kenntnis genommen und will ihre endgültige Position in den nächsten Tagen bekanntgeben. Der flämische VRT bedauert die Entscheidung, Israel teilnehmen zu lassen, kündigt jedoch an, den ESC 2026 zu übertragen, ohne offiziell eine Teilnahme Belgiens zu bestätigen. Informationen werden folgen.

Die isländische Rundfunkanstalt RÚV diskutiert derzeit intern, ob das Land trotz der Teilnahme Israels am ESC 2026 antreten wird. Letzte Woche beschloss der RÚV-Vorstand, den EBU-Gremien die Empfehlung zu geben, Israel von der Teilnahme auszuschließen, was bislang jedoch nicht umgesetzt wurde. Auch hier werden offizielle Informationen zu einer Entscheidung noch folgen und zwar aller Voraussicht nach am kommenden Mittwoch.

Während Portugal und Finnland sowie auch Deutschland ihre Teilnahme bestätigt haben, begründeten andere Länder ihren Boykott mit ethischen Bedenken, der politischen Situation in Gaza und der Pressefreiheit. Die niederländische AVROTROS, die spanische RTVE, die irische RTE und Slowenien ziehen sich daher aus Protest zurück.

Freust Du Dich über die Teilnahmen aus Finnland und Portugal? Wie schätzt Du das Zögern aus Belgien und Island ein? Lass es uns in den Kommentaren wissen!



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95 Comments
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byJannik
byJannik
5 Monate zuvor

Schön, dass zwei meiner Lieblings-ESC-Länder weiter dabei sind. 😀

marcelK
marcelK
5 Monate zuvor

Ich bin froh portugal ich freu mich und Finnland bitte einen guten Beitrag!

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
5 Monate zuvor

JAAAAAA Da kann ich das FdC ganz unbeschwert genießen. Bei UMK muss ich mal schauen/hören, das finde ich mal ganz toll und mal eher langweilig.

RichardESC1997
RichardESC1997
5 Monate zuvor

Hoffen wir einfach auf das Beste für die Zukunft.

Wer fehlt jetzt noch außer Island und Belgien?
Armenien und Georgien, dann wären wir bei 35!
Seinen wir positiv und gehen davon aus, dass Island und Belgien auch teilnehmen, dann wären wir schonmal bei 37.
Dann noch diese wirklich albernde Idee über Kanada und Kasachstan, dann wären wir bei 39!
Wer weiß, vielleicht gibt sich Ungarn sogar ein Ruck, als Solidarität zu Israel, dann wären es 40.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
5 Monate zuvor
Reply to  RichardESC1997

Nordmazedonien hängt auch noch in der Luft; da gibt es bisher noch keine endgültige Absage, aber einen Künstler, der bereit wäre, den Bumms quasi selber zu zahlen.
Worauf warten die Entscheidungsträger da eigentlich noch?

RichardESC1997
RichardESC1997
5 Monate zuvor
Reply to  floppy1992

Oh wirklich?
Kannst mir ein Link schicken?
Meine die letzten Tage gelesen zu haben, dass sie erst 2027 zurück kommen möchten.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
5 Monate zuvor
Reply to  RichardESC1997

Der Programmrat von MRT hat sich wohl gegen eine Teilnahme ausgesprochen, hat aber nicht die alleinige Entscheidungsgewalt.
Ich tippe zwar auch eher, dass eine Absage nur noch Formsache ist, aber dieses Jahr ist alles möglich; Bulgarien als Rückkehrer hätte ich auch niemals auf dem Zettel gehabt.

RichardESC1997
RichardESC1997
5 Monate zuvor
Reply to  floppy1992

Danke.

Ja, Bulgarien kam überraschend.

Alkibernd
Alkibernd
5 Monate zuvor
Reply to  floppy1992

Muss der das im Folgejahr dann auch in seinem Garten ausrichten, falls er das gewinnt?

Matty
Matty
4 Monate zuvor
Reply to  floppy1992

Nordmazedonien hat seine Teilnahme am ESC 2026 abgesagt:

https://escspot.pl/2025/12/01/exclusive-macedonia-polnocna-na-pewno-nie-wezmie-udzialu-eurowizja-2026/

Eine Rückkehr zum ESC soll 2027 erfolgen.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
5 Monate zuvor

Ich finde es interssant, dass es bei den Boykotteuren bislang keinen regionalen Schwerpunkt gibt.

Nils
Nils
5 Monate zuvor

In dem Fall: United by no music

Christian W.
Christian W.
5 Monate zuvor

Es gibt eher den Schwerpunkt Erfolglosigkeit. Und im östlichen Europa interessiert die ganze Chose auch niemanden. Siehe Estland, die heute völlig ungerührt zeitgleich zu dem ganzen Drama ihre Beiträge veröffentlichen, als ob nichts wäre.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
4 Monate zuvor
Reply to  Christian W.

Estland hat so nahe an Russland auch ganz andere Probleme als den nahen Osten.

Alex John
Alex John
5 Monate zuvor

Wie in jedem Jahr könnte ich musikalisch getrost auf Portugal verzichten. 🫣

marcelK
marcelK
5 Monate zuvor
Reply to  Alex John

Ich freue mich auf portugal

Yasi
Yasi
5 Monate zuvor
Reply to  Alex John

Ich auch. Nur gequälte Langweile seit Jahren.

Yoshi
Yoshi
5 Monate zuvor
Reply to  Alex John

2023 und 2024 hatten sie ganz kurz zwei gute Beiträge hintereinander. 23 war bei mir sogar Top 5. Aber ja, für gewöhnlich bleibt Portugal musikalisch in den 60ern hängen und klingt dabei sehr langweilig. Weiß der Geier, wie das 2017 zum Erfolg geführt hat.
Tatsächlich muss ich sagen, die absagenden Länder sind musikalisch mehrheitlich tendenziell eher kein Verlust. Slowenien und Irland waren selten wirklich gut in den letzten Jahren, Spanien ne Wundertüte, nur um die Niederlande ist es ein bisschen schade. Falls Island und Belgien noch dazukommen, wäre das jetzt auch noch kein Riesenverlust. Belgien fand ich zuletzt zwei Mal stark überbewertet, Island ist ok, aber nicht top. Schweden, Finnland, Norwegen wäre schlimmer gewesen.

Andi
Andi
5 Monate zuvor

Wie man wohl das fehlende Spanien- Geld Auffangen wird? Zahlen die Big 4 jetzt mehr in den Topf ein?

roxy
roxy
5 Monate zuvor
Reply to  Andi

Nein, soviel ich weiß bleiben die Beträge der anderen Länder gleich. Rund 350.000 Euro sind verkraftbar.

Alkibernd
Alkibernd
5 Monate zuvor
Reply to  roxy

Peanuts

Invitto
Invitto
5 Monate zuvor
Reply to  Andi

Der israelische Hauptsponsor des ESC, Maroccan Oil, wird sicher mehr auf den Tisch legen…

Marrc
Marrc
5 Monate zuvor

Island und Belgien müssen dabei bleiben.

ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
5 Monate zuvor

Oh das ist wunderbar, Portugal wäre ein echter Verlust gewesen, bei den Finnen war ich eigentlich sicher, dass sie weiterhin teilnehmen. Spanien wird mir am wenigsten fehlen und deren Fans in Wien auch nicht – wenn ich nur an Malmö zurückdenke, an das (nicht vorhandene) Benehmen einiger Spanier in Club UND Halle, das war wirklich sehr sehr traurig.

Last edited 5 Monate zuvor by ESCforETERNITY
Rusty
Mitglied
Rusty
5 Monate zuvor
Reply to  ESCforETERNITY

Da bin ich,wie fast immer,ganz deiner Meinung 😊.

ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
4 Monate zuvor
Reply to  Rusty

😌😌😌 Mensch Rusty, wollte dir unbedingt noch sagen, dass wir gestern bei der ECG Ticketauslosung Glück hatten. Wir bekommen Tickets für die 3 Jury Finale – wir freuen uns so sehr, bin gestern fast nicht eingeschlafen vor lauter Aufregung, das hat auch erst mal vier Killepitsch abgesetzt🤣🤣🤣🤣

marcelK
marcelK
4 Monate zuvor
Reply to  ESCforETERNITY

Glückwunsch!

ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
4 Monate zuvor
Reply to  marcelK

Danke dir😘

Matty
Matty
5 Monate zuvor

Sehr gute Neuigkeiten!

Tom tom tom
Tom tom tom
5 Monate zuvor

Hyvä Suomi und vielen Dank für die Vernunft – kiitos! 👍🇫🇮

roxy
roxy
5 Monate zuvor

Wenigstens ist das Thema jetzt abgehakt, so im großen und ganzen zumindest. Und wir können uns auf die angenehmeren Nachrichten konzentrieren. Nächste Woche soll das Bühnendesign präsentiert werden.

ESC-Thom 💫
ESC-Thom 💫
5 Monate zuvor
Reply to  roxy

Ich bin schon gespannt – auch wegen des Orchesters.

Alkibernd
Alkibernd
5 Monate zuvor

Zwei Qualitäts-Vorentscheidungen mehr und die Isländer werden sich wohl den nordischen Ländern anschließen. Können gerne den Bashar schicken.

In Belgien übernimmt laut meiner unzuverlässigen Quelle der Sender von Neutral- Moresnet. „Ici La Calamine/hier Kelmis „

ESC1994
ESC1994
5 Monate zuvor

OT: Morgen findet in Washington DC die Auslosung für die Fußball-WM im nächsten Jahr statt. Dass sind die Töpfe.

Topf 1 – Kanada, Mexiko, USA, Spanien, Argentinien, Frankreich, England, Brasilien, Portugal, Niederlande, Belgien, Deutschland

Topf 2 -Kroatien, Marokko, Kolumbien, Uruguay, Schweiz, Japan, Senegal, Iran, Südkorea, Ecuador, Österreich, Australien

Topf 3 – Norwegen, Panama, Ägypten, Algerien, Schottland, Paraguay, Tunesien, Elfenbeinküste, Usbekistan, Katar, Saudi-Arabien, Südafrika

Topf 4 – Jordanien, Kap Verde, Ghana, Curacao, Haiti, Neuseeland, Uefa-Playoff A, Uefa-Playoff B, Uefa-Playoff C, Uefa-Playoff D, Fifa-Playoff 1, Fifa-Playoff 2

Damit kann Deutschland in der Vorrunde jedenfalls nicht auf die anderen Teams aus Topf 1 treffen.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
5 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Die Klum ist übrigens eine der Moderatorinnen – was sie für die Auslosung der WM in Deutschland auch war. Passt irgendwie zu Trump.

ESC1994
ESC1994
5 Monate zuvor

Stimmt, beide selbstverliebt bis zum Mond. 😅

Bist du auch so froh dass das Theater erstmal vorbei ist?? Auch wenn das Ergebnis nicht so toll ist, Länder zu verlieren ist nie nice.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
5 Monate zuvor
Reply to  ESC1994
David Z
David Z
5 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Mein Wunschszenario: Australien, Schottland, Ghana

Alkibernd
Alkibernd
4 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Deutschland hat mal wider gefutelt bei der Auslosung. Die sollte man einmal ausschließen. Würde man Tore per Televoting erzielen können, wären wir längst Weltmeister 😉

Die Klum wahr wohl bestochen oder man ihr einfach gesagt, sie sei die schönste und die jüngste

Last edited 4 Monate zuvor by Alkibernd
Gaby
Gaby
5 Monate zuvor

Freut mich sehr, Finnland und Portugal.👍

Yasi
Yasi
5 Monate zuvor

Eigentlich wäre Portugal das einzige Land gewesen, auf das ich verzichten könnte. Nun gut, habe ich immerhin einen Anwärter für meinen letzten Platz 🤷🏻‍♀️

Anmey
Anmey
5 Monate zuvor

Mit Finnland habe ich ohnehin fest gerechnet. Portugal war wohl etwas weniger sicher, aber am Ende ist das auch keine Überraschung.

Ich gehe auch davon aus, dass die beiden anderen Wackelkandidaten teilnehmen werden. In Belgien glaube ich, dass RTBF sich nicht großartig anders verhalten wird als VRT. In Island waren ja ohnehin nur fünf der neun Mitglieder des Vorstands für einen Ausschluss. Dazu kommt, dass der ESC da natürlich ein riesiges Ding ist und dass alle anderen nordischen Länder, auf deren Meinung man ja bei RUV offenkundig sehr viel Wert legt, auch teilnehmen werden.

Invitto
Invitto
5 Monate zuvor

Mit Spanien, Holland und Irland fallen laut Statistik gute 30 % Zuschauer weg. Das hat dann nicht nur Auswirkungen auf die Gebührenfinanzierung sondern auch auf die Sponsoren Einnahmen. So wie es gelaufen ist kann man davon ausgehen das der israelische Hauptsponsor des ESC, Marrocan Oil, diesmal noch mehr bezahlen wird.

ESC Jul
ESC Jul
5 Monate zuvor
Reply to  Invitto

Nur weil die Sender dieser drei Länder nicht teilnehmen, heißt das nicht automatisch, dass auch alle Zuschauer wegbleiben. Unabhängig davon ist der Andrang auf die Tickets vermutlich hoch genug, dass dann halt mehr Zuschauer von woanders da sind

Jasper
Jasper
5 Monate zuvor

Armenien und Georgien sind ja auch noch nicht vom Tisch…
Georgien könnte eher aufgrund Innenpolitischer Probleme wegfallen und Armenien ist für mich dieses Jahr auch nicht so sicher:
Ich habe vorhin mal kurz über Armenien nachdenken müssen, und mir ist eingefallen, dass ein abfälliger Kommentar seitens der israelischen Moderatoren, gegenüber Parg, die Runde sogar in die deutschen Medien gemacht hatte – Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Armenien aufgrund des immer noch präsenten Konflikts mit Aserbaidschan bedenken über das heutige Voting äußert und sich da nicht ganz gesehen sieht.

Erstens weil es für Armenien widersprüchlich sein könnte, wieso Israel boykottiert wird, aber nicht Aserbaidschan (Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen).
Und zweitens, das ist vielleicht dann doch mehr, weil Israel ein enger Verbündeter der Regierung in Baku ist.

Kann sein das ich da total Falsch liege, aber mir ist es nochmal wichtig zu betonen, dass dies nur Vermutungen meinerseits sind, und beide Kaukasus Länder ihre Teilnahme weder dementiert, noch bestätigt haben.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
5 Monate zuvor
Reply to  Jasper

Georgien veranstaltet sogar nächste Woche den JESC, da sehe ich nicht, wie die innenpolitische Lage dann eine ESC-Teilnhme stören soll. Da hat der Sender einfach seit Wochen alle Hände voll zu tun und noch keinen Kopf für Wien.

Hätte Armenien ein so großes Problem mit Israel, hätten man sich längst zu Wort gemeldet. Außerdem würde man doch nie ohne Not Aserbaidschan allein das Feld überlassen.
ARMTV äußert sich eigentlich nie, bevor die Teilnehmerliste raus ist.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
5 Monate zuvor
Reply to  floppy1992

„ARMTV äußert sich eigentlich nie, bevor die Teilnehmerliste raus ist“

Sehr sympathisch (ich meine das NICHT ironisch)

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
5 Monate zuvor

Ich fasse noch einmal kurz zusammen, wie ich die Sache sehe, und leider muss auch ich bei der Politik beginnen. Selbstredend finde ich das totalitäre und nationalistische Regime Neranjahu, das zunehmend auf Enteignung, Entrechtung, Vertreibung und auch Vernichtung der palästinensischen Bevölkerung setzt, unerträglich. Ich finde auch, dass die ganze Sache vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gehört. Aber was haben der ESC und KAN damit zu tun? So weit ich es beurteilen kann, ist KAN nach wie vor ein unabängiger Sender, der auch immer wieder kritisch über den Ereignisse in Israel, in Gaza und im Westjordanland berichtet, und da am ESC nicht die Länder, sondern die Sendeanstalten teilnehmen, sehe ich keine rechtliche Grundlage, KAN vom Wettbewerb auszuschließen. Andererseits kann ich natürlich verstehen, dass man sich nicht wohl dabei fühlt, beim ESC, der doch das freidliche Miteinander feiern soll, die Flagge eines Landes zu sehen, dass sich seit geraumer Zeit der massiven Menschenrechtsverletzung schuldig macht. Jedoch, ich bin ein großer Freund regelbasierter Ordnung, weil dies die einzige Möglichkeit ist, unsere freiheitliche Grundordnung zu bewahren, und da sich KAN, so weit ich das übersehen kann, keines Verstoßes gegen die Statuten der EBU schuldig gemacht hat, sehe ich kein belastbares Argument, das den Ausschluss des Senders vom ESC begründet. Wahrscheinlich werde auch ich mich unwohl fühlen, wenn im Mai eine israelische Künstlerin einen Beitrag über Frieden und Vielfalt singt oder ein heißer Feger fröhlich über die Bühne hopst, aber könnte diese Reaktion (vielleicht nicht nur bei mir) nicht mehr wert sein als der geforderte Ausschluss und der Rückzug in die spanisch-irisch-niederländisch-slowenische Schmollecke?
Was nun bliebt ist ein Scherbenhaufen, in dem ich die Verlierer auf allen Seiten stapeln.Meiner Meinung nach hat die EBU mit den angekündigten Reformen einen vernünftigen Kompromiss vorgelegt; und das haben YLE und RTP offensichtlich auch so gesehen. Aber leider sind die zentrifugalen Kräfte in den europäischen Gesellschaften inzwischen so groß, dass manche einen vernünftigen Kompromiss nicht einmal mehr dann erkennen, wenn sie ihn unter der Nase haben. Alles ist entweder oder, schwarz oder weiß. Man bindet sich den Fanschal einer Partei so eng um den Hals, dass die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn unterbrochen wird. Und dann schreit man den „Feind“ nur noch ununterbrochen an, statt den Versuch zu unternehmen, den Standpunkt und die Argumente der Gegenseite zu verstehen. Footballification eben. Hier auf dem Blog finde ich die radikale Prosisraelfraktion und die radikale Propalästinafraktion gleich unerträglich, weil es beiden um alles mögliche, aber nicht um den ESC geht. Sie sind Brüder/Schwestern im Geiste, auch wenn sie das nicht wahrhaben wollen.
Als ESC-Fan hoffe ich, dass sich die Lage bis nächstes Jahr beruhigt und dass die derzeitigen Schmolleckenbewohner zum ESC zurückkehren.

Last edited 5 Monate zuvor by togravus ceterum
togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
5 Monate zuvor

Es geht den Extremisten auf beiden Seiten nicht um den ESC, es geht ihnen um den Signifikanten Israel. Kulturkampf. Das Schlachtfeld der Dummen und Bösen. 🙁

jofan2602
jofan2602
5 Monate zuvor

Welches Regime meinst du denn? Der Netanjahu hat sich nicht an die Macht gepuscht, sondern hat eine Demokratische Wahl gewonnen. All das, was im Gaza-Streifen passiert, wäre nicht passiert, hätte die Hamas am 07.10.2023 nicht angegriffen. Komischerweise habe ich von den Ländern die sich jetzt zurückziehen, noch kein einziges kritisches Wort gegen die Hamas gehört. Die haben die Geiseln gefoltert, es gibt Berichte von überlebenden Geiseln, da wird einem schlecht. Komisch, da haben die ach so moralischen, keine ethischen Bedenken geäußert. Wer sich mit Hamasterroristen solidarisiert der hat keine Ethik und erst recht keine Werte. Das ist einfach nur verlogenes antisemitisches Gequatsche.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Netanjahu hat das Massaker billigend in Kauf genommen. Er wurde darüber informiert, daß so etwas passiert und hat die „Hippies“ über die Klinge springen lassen. Widerlicher und zynischer Typ, keinen Deut besser als die Hamas.

Aber völlig unabhängig davon bin ich für die ESC-Teilnahme Israels und stimme Toggies Ausführungen zu.

Last edited 4 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Micha Knust
Micha Knust
5 Monate zuvor

Schön, das zu lesen!
Ich schließe mich in allen Punkten bedenkenlos an.
Außerdem möchte ich noch einmal unterstreichen, dass es mMn. unerträglich ist, betroffene Künstler oder Sendeanstalten verantwortlich zu machen, für die Politik ihres Landes!

Rusty
Mitglied
Rusty
5 Monate zuvor

Das hast du sehr analytisch,sachlich und trotzdem aus kompletter ESC Fan Sicht geschrieben.Ich stimme dir voll zu.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
5 Monate zuvor

„Aber leider sind die zentrifugalen Kräfte in den europäischen Gesellschaften inzwischen so groß, dass manche einen vernünftigen Kompromiss nicht einmal mehr dann erkennen, wenn sie ihn unter der Nase haben. Alles ist entweder oder, schwarz oder weiß. Man bindet sich den Fanschal einer Partei so eng um den Hals, dass die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn unterbrochen wird. Und dann schreit man den „Feind“ nur noch ununterbrochen an, statt den Versuch zu unternehmen, den Standpunkt und die Argumente der Gegenseite zu verstehen. Footballification eben.“

DANKE!!

(Wobei Du bei einem anderen europäischen Land, genauer gesagt dessen Regierung, auch mal von „dem Bösen schlechthin“ geschrieben hast; und wenn man hier – bei gleichzeitiger Verurteilung der brutalen Taten dieser Regierung ebenso wie der erstarkten faschistischen Ideologie im Land – nur darauf hinweisen will, dass es in der Vergangenheit eben auch Aggressionen gegen dieses Land mit vielen Millionen Toten gab, woraus sich vielleicht so manches Bedrohungsgefühl dort erklären, aber die daraus resultierende eigene Aggression und Brutalität niemals rechtfertigen lässt, wird man schnell – nicht von Dir – als bezahlter Agent der Regierung dort bezeichnet.)

Last edited 5 Monate zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Monate zuvor

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die Formulierung das Böse schlechthin verwendet habe, weil es das in meinem Weltbild nicht gibt. Vielleicht verwechselst Du mich da, oder aber ich hatte ein Gläschen Alpiarça zu viel intus … 😉 Dann schießt mein Ironiereflex gerne mal über das Ziel hinaus.

Ich bestehe allerdings weiterhin darauf, dass die Causa Russland und die Causa Israel wegen Propagandarolle vs. Unabhängigkeit zwei vollkommen unterschiedliche Paar Stiefel sind.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Monate zuvor

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die Formulierung das Böse schlechthin verwendet habe, weil es das in meinem Weltbild nicht gibt.“

Die Formulierung ging auf jeden Fall in diese Richtung, ich will aber nicht ausschließen, dass ich sie nicht 100%ig genau getroffen habe. Ich habe sie mir wohl eben deshalb gemerkt, weil ich den Satz ungewöhnlich für Dich fand.

„Ich bestehe allerdings weiterhin darauf, dass die Causa Russland und die Causa Israel wegen Propagandarolle vs. Unabhängigkeit zwei vollkommen unterschiedliche Paar Stiefel sind.“

Das stimme ich Dir voll zu.

Last edited 4 Monate zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Monate zuvor

Ich habe nochmal eine Weile darüber gebrütet. Es könnte auch sein, dass es so etwas wie „nichts anderes kommt dem Bösen schlechthin so nahe“ (oder „fast nichts“ am Anfang) gewesen ist. Könnte das passen?

Ich habe übrigens vorhin mal die Suchfunktion von ESC-Kompakt getestet mit diesem Begriff, da kam aber nichts. Bei „schlechthin“ bin ich immerhin auf ein paar alte Threads gestoßen mit Namen von Mitforisten, von denen wir leider schon lange nichts mehr gelesen haben: Frédéric, Italojeck, ESC 1975, vondenburg, Pablo, ESC Niklas, … . Und auch Uli Wagner und Tamara haben jetzt schon eine Weile nicht mehr geschrieben, wobei Tamara ja auch sonst in der SCC-Saison Pause macht. Jorge könnte eigentlich auch mal wieder von sich hören lassen.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor

Ich auch

Holgermat
Holgermat
5 Monate zuvor

Dem gibt es nichts weiter hinzuzufügen.

Anmey
Anmey
4 Monate zuvor

Danke für diesen Kommentar, ich kann mich da auch nur vollumfänglich anschließen.

Delta
Mitglied
Delta
4 Monate zuvor

Ich stimme dem Sender != Land Argument zwar nicht zu, aber ich kann zumindest die Position nachvollziehen. Die EBU kann hier nicht gewinnen. Der ESC auch nicht, aber er findet ja auch nicht im politikfreien Raum statt. Den gibt es aber auch nicht. Nahost ist natürlich seit jeher ein sehr emotionales Thema, aber einige auf diesem Blog sollten sich dann doch eher auf die verbale Abrüstung einlassen. Das würde allen Seiten mehr Gewinn geben. Besonders allen Unbeteiligten 🙂

Last edited 4 Monate zuvor by Delta
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor

Ich hätte das nicht besser formulieren können. Messerscharfe Analyse !

jofan2602
jofan2602
5 Monate zuvor

Komischerweise hatten diese Länder keine ethnischen Bedenken, als Russland 2014 die Krim überfallen hat oder davor Georgien. Dieses Gelaber von ethnischen Bedenken ist sowas von verlogen und soll nur die antisemitischen Ressentiments dieser Länder kaschieren, die es schon vorher gab.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Schön, daß ich Dir mal zustimmen kann.

Micha Knust
Micha Knust
5 Monate zuvor

Ich freue mich SEHR über die Teilnahme der beiden Länder und darüber, dass es nun ums eigentlich Wichtige geht (in diesem Rahmen) – den Vorentscheiden!

jofan2602
jofan2602
5 Monate zuvor

Ich bin froh das Portugal und Finnland teilnehmen. Vielleicht schickt Portugal mal weniger langweiliges zum ESC und die Finnen auch mal was anderes als nur noch Radau. Denn für mich war „Ich komme“ nur Radau.

Last edited 5 Monate zuvor by jofan2602
Micha Knust
Micha Knust
4 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

In Sachen Finnland, bin ich ganz bei dir.
Portugal sehe ich anders!

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  Micha Knust

Dito

Andi
Andi
4 Monate zuvor

In Basel waren 37 Länder dabei. Wie viele werden es nun in Wien? Der ORF- Boss hat vor kurzem von einem Teilnehmerrekord gesprochen. Dazu wären 44 Länder nötig gewesen. Aufgrund der aktuellen Ereignisse ist das auszuschließen. Wobei die klaren Fronten schon damals dem ORF- Boss klar sein mussten. Es wurde immer seitens ORF betont, es ist die Zeit für Diplomatie und man spreche mit allen Beteiligten. Mir scheint so, also ob das nur leere Worthülsen waren.

Last edited 4 Monate zuvor by Andi
roxy
roxy
4 Monate zuvor
Reply to  Andi

Bei den 44 war wohl Nordmazedonien noch eingerechnet, also sollten es 43 minus den boykottierenden Ländern sein, also derzeit 39. Da wären Island, Belgien, Kasachstan, Kanada und ein weiteres bisher nicht genanntes Land dabei. Also, wenn die alle absagen würden, schlimmstenfalls 34 Länder aus heutiger Sicht.

Andi
Andi
4 Monate zuvor
Reply to  roxy

Wobei Roland Weissmann sehr naiv ist oder die Lage sehr falsch eingeschätzt hat. Ich habe auch Zweifel, ob er wirklich direkte Gespräche mit den „abtrünnigen“ Ländern geführt hat. Ich tippe nun auf 38 Länder. Was aufgrund der aktuellen Lage eine tolle Teilnehmerzahl wäre.

ESC Jul
ESC Jul
4 Monate zuvor
Reply to  roxy

Könnte das bisher nicht genannte Land evtl. Monaco sein? Gibt ja immer wieder Gerüchte. Erst gestern hab ich wieder was gesehen. Dort wurde nur leider überhaupt keine Quelle angegeben

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  roxy

Auf Kasachstan würde ich liebend gerne verzichten. Kanada brauche ich auch nicht unbedingt, aber aus ganz anderen Gründen.

Anmey
Anmey
4 Monate zuvor
Reply to  Andi

Martin Green hat gestern bei SVT von 35 Teilnehmern gesprochen. 37 minus fünf Rückzüge von 2025 und plus die drei schon angekündigten Rückkehrer. Wenn man davon ausgeht, dass Belgien und Island teilnehmen, wären es 36.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Dann würden also jeweils nur fünf Länder in den Semis hängenbleiben und die Chance für die Quali wäre so hoch wie noch nie. Insofern hätte der Boykott auch etwas Gutes.

Last edited 4 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Patrick Schneider
Patrick Schneider
4 Monate zuvor

Also mir hat dieser gestrige Abend nur gezeigt, für welche vier Länder ich in diesem Leben nie wieder beim ESC voten werde. Wer solche „Argumente“ bringt, hat bei einem völkerverbindenden Event wie dem Eurovision Song Contest nichts verloren und ich frage mich, warum sich z.B. Spanien nicht schon zu Zeiten von Eres tu 1973 vom ESC zurückgezogen hat, als Israel erstmals dabei war.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
4 Monate zuvor

Da sieht man jetzt schön das Problem. Du sollst doch auch gar nicht für die Länder voten, sondern für die teilnehmenden Künstler und deren Songwriterteams. Aber das scheint man beim ESC wohl nie wirklich trennen zu können. Leider.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor

Damals war Spanien noch franquistisch und hatte keine diplomatischen Beziehungen zu Israel, zudem Weltpolitik beim ESC kein großes Thema

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4 Monate zuvor

Was man auch daran sah, dass es kein Problem war, zum ESC in Madrid zu gehen. Das Gemecker kam ja erst danach.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor

Nur Österreich hat damals boykottiert. Danach war aber mehr das „Problem“ mit den vier Siegerinnen….

roxy
roxy
4 Monate zuvor

Insgesamt muss man sagen, dass die EBU hier nicht sehr geschickt vorgegangen ist. Es ist nicht gelungen, die Länder zusammenzubringen, obwohl man sich viel Zeit gelassen hat. Martin Green hat sich da nicht mit Ruhm bekleckert.
Roland Weißmanns diplomatisches Geschick ist offensichtlich auch überschaubar.

Anmey
Anmey
4 Monate zuvor
Reply to  roxy

Die vier Boykotteure sind doch zu keinerlei Kompromissen bereit gewesen. Ich sehe nicht, was Martin Green oder Roland Weißmann da hätten tun können.

lenja
lenja
4 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Nicht dass ich diese Lösung befürwortet hätte, aber Spanien zeigte mit dem Vorschlag, dass alle Länder, die sich im Krieg befinden unter neutraler Flagge antreten sollen wie bei Olympia auch, durchaus Kompromissbereitschaft. Also vielleicht hätten Martin Green oder Roland Weißmann etwas tun können, wenn man es wirklich versucht hätte.

Anmey
Anmey
4 Monate zuvor
Reply to  lenja

Die Kommunikation von RTVE macht auf mich nicht den Eindruck, als wenn man eine Teilnahme Israels unter neutraler Flagge akzeptiert hätte. Abgesehen davon würde das auch die Ukraine betreffen, und eine derartige Perversion ist natürlich vollkommen inakzeptabel, auch innerhalb der EBU.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Es wäre auch vollkommen unrealistisch

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  lenja

Olympia und ESC kann man direkt nicht miteinander vergleichen

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Eben. Ich finde, dass die EBU gut agiert und am Ende einen vernünftigen Kompromissvorschlag vorgelegt hat. Die Schuldigen sind anderswo zu suchen.

Pascal
Pascal
4 Monate zuvor

„ begründeten andere Länder ihren Boykott mit ethischen Bedenken“

Auf einmal. Aber 2025 und 2024 hat man noch regulär teilgenommen. Na dann ist das eben so.

Schade um die potentielle Beiträge und Künstler.

Tjure
Tjure
4 Monate zuvor

Die Bild ist wieder einmal in ihrem Element. Ja, ich gebe zu, ich habe den Online-Artikel dieses Schundblattes gelesen. Jedenfalls ist da die reißerische Überschrift „Zerbricht jetzt der ESC?“, und es werden die Nationen aufgelistet, welche dem Bewerb fernbleiben und welche überlegen, fernzubleiben. Unter anderem werden da Länder, wie Finnland und Schweden aufgelistet, wo die Teilnahme unsicher ist. Das sagt ja eigentlich schon alles, wie schlecht dieser Artikel recherchiert ist, und um was es dem besagten Medium geht.

Matty
Matty
4 Monate zuvor

NAPA hat mit ihrem Song „Descloado“ die 100-Millionen-Marke bei den Streams überschritten:

https://www.instagram.com/p/DR4XNkNCPKo/

Malge1985
Malge1985
4 Monate zuvor
Reply to  Matty

Yeah. 😀

SvenEsc
SvenEsc
4 Monate zuvor

Belgien ist 2026 dabei ♥️♥️

JoBi
JoBi
4 Monate zuvor

Freut mich dass Finnland und Portugal dabei sind.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Monate zuvor
Reply to  JoBi

Es wäre übrigens auch schön, wenn die ganzen Pro-Palästina-Aktiven genauso konsequent den ESC boykottieren und sich anderswo ausk*****. Das gilt auch für dieses Forum !

Zudem erwarte ich von der EBU und den Behörden vor Ort, daß Protestaktionen vor der Wiener Stadthalle unterbunden werden und daß diese Gestalten keinen Zutritt bekommen.

Harald (ehem. Haraldur)
Harald (ehem. Haraldur)
4 Monate zuvor

Ich hoffe nur, dass nicht Island oder ein anderer Wackelkandidat das ganze auf die Spitze treiben, indem sie zur Provokation oder Zuspitzung einen Palästinenser schicken. Dann lieber zu Hause bleiben.