
Vor zwei Jahren Käärijä (Aufmacherbild), letztes Jahr Baby Lasagna, dieses Jahr Yuval Raphael. Dreimal hintereinander haben die Jurys beim Eurovision Song Contest dem Publikumsfavoriten den Sieg verwehrt und entschieden, wer die Siegtrophäe mit nach Hause nehmen darf. Die Favoriten der Zuschauer*innen hatten das Nachsehen und konnten sich bestenfalls über den zweiten Platz freuen. Ist das fair und im Interesse der (kommerziellen) Erfolgs des Wettbewerb und der teilnehmenden Künstler*innen?
Zugegeben: Seit der Wiedereinführung der Jurys im Jahr 2009 waren diese nicht immer das Zünglein an der Waage. 2011 setzten sich die Televoting-Favoriten Ell & Nikki mit „Running Scared“ durch, 2018 Netta mit „Toy“ und 2021 Måneskin mit „Zitti e buoni“ – und holten sich jeweils den ESC-Gesamtsieg. 2022 war dann ohnehin eine Ausnahmesituation mit dem gerade gestarteten Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine und der großartigen Solidarität der europäischen Völker.
Und natürlich gab es auch Jahre, wo sich Jury- und Televoting einig waren: Bei Alexander Rybak und Lena etwa, aber auch bei Loreen 2012, Emmelie de Forest, Conchita Wurst und Salvador Sobral. Das ist natürlich der beste Fall. Der trat aber tatsächlich 2017 das letzte Mal ein.
Gerade mit den Siegen von Nemo im letzten Jahr und jetzt von JJ sind wir aber denkbar weit von einem Einklang von Jury- und Televoting entfernt. Nemo war beim Televoting nur Fünfter, JJ jetzt Vierter. „The Code“ hatte nach einer kurzen Euphorie kein dauerhaftes popkulturelles Echo. Es bedarf nicht allzu viel Kaffeesatzleserei, um das auch für „Wasted Love“ zu vermuten. Gleichzeitig zeigten Käärijä und Baby Lasagna als Pausenact im gestrigen ESC-Finale, dass sie und ihre Songs dauerhafte Relevanz über den eigentlichen ESC-Abend hinaus hatten und auch noch weiter die Menschen begeistern.
Die EBU hatte gute Gründe, als sie die Jurys wieder beim Wettbewerb etablierte – auch wenn an ESC-Siegern der Nuller Jahre, die ohne das Zutun von Jurys zustande gekommen sind, wie „Molitva“, „My Number One“ oder „Hard Rock Hallelujah“ recht wenig auszusetzen ist. Alles sind ESC-Hits für die Ewigkeit.
Gleichzeitig kann man fragen, ob es wirklich gerechtfertigt ist, wenn die Jurys gestern Abend dem israelischen Beitrag „New Day Will Rise“ ganze 60 Punkte geben, aber Miriana Conte von ihnen 83 Punkte bekommt oder Tommy Cash 98 Punkte? Wäre es – abgesehen von den politischen Umständen – wirklich kulturell so falsch gewesen, wenn die Televoting-Siegerin Yuval Raphael den ESC 2025 gewonnen hätte? Oder der Televoting-Zweite Tommy Cash mit seiner Spaßnummer, die absurd gut ins Ohr geht und offenbar Menschen in allen Teilen Europas erreicht hat?
Televoting-Favoriten haben in den letzten Jahren nur dann den ESC-Sieg davon getragen, wenn sie beim Publikum sehr weit vor den anderen Beiträgen lagen. Das ist aus den unterschiedlichsten Gründen – nicht zuletzt dem reinen Televoting in den Semis – schwerer zu erreichen als bei den Jurys, denen zum einen klare Bewertungskriterien vorgelegt werden und die sehr oft einer geringen Anzahl von Beiträgen die Höchstpunktzahlen zukommen lassen, so dass diese einen Vorteil gegenüber Televoting-Favoriten haben.
Jurys können sinnvoll sein, um groben musikalischen Unfug zu verhindern, den es ohne Zweifel beim ESC geben kann. Sie sollten aber nicht bevormundend sein und ihren Willen durchsetzen, sondern eher Wegweisung geben und künstlerisch anspruchsvolleren oder innovativen Beiträge Anerkennung zollen, die ihnen das Publikum möglicherweise vorenthält (siehe die Schweiz gestern Abend).
Das minimale Wertungsübergewicht des Televotings wegen der Rest-of-the-World-Stimmen reicht da nicht aus. Man könnte ja mal prüfen, wie sich die Ergebnisse geändert hätten, wenn die Jury-Stimmen ein Drittel zählen und die des Publikums zwei Drittel. Dann würden wir uns auch dem Ideal des deutschen Grundgesetzes annähern: Die Macht geht vom Volke aus (und nicht von den Jurys).
Wie siehst Du die ESC-Siege der Jury-Favoriten in den letzten drei Jahren? Wäre die Änderung der Gewichtung der Stimmen, eine Möglichkeit, um das besser zu gestalten? Oder sollte man ganz anders vorgehen? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
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Ach Douze, wir werden wohl nie einer Meinung sein. Ich bin so froh, dass es eine Jury gibt, die die Qualität der Songs bewertet. Ohne dieses Tool würde nur noch Konsum gewinnen und der ESC an Wert verlieren.
Nicht nur Konsum. Schwachsinn, Klamauk und Krach. Jetzt die Jurys irgendwie abzuschaffen, würde den ESC zum Trash-Festival machen, für das viele es sowieso halten.
Finde das irgendwie falsch zu meinen als würden das Publikum keine guten Songs voten bzw hochwertige Songs abstrafen. Wie im Beitrag zeigt war das nie das Falsch und sehe nicht das der ESC am Wert verliert eher im Gegenteil das bringt sogar mehr Leute. So fühlen sich die Leute übergangen.
So habe mich die letzten Jahre gefühlt. Wenn es klar einen Publikum Gewinner gibt.
ich finde die Macht einer Jury ist manifestierend. Dann können sich viele Menschen ihre Votings sparen. Natürlich sollte eine Jury wegweisend sein – allerdings dachte ich gestern, was soll das? Ja ich fühlte mich bevormundet.
Dem kann ich mich nur zu 100% anschließen! 👍
Aber ist das denn wirklich so, oder denken wir vielleicht nur dass am Ende jedes Jahr ein Käärijä-Verschnitt gewinnt? Alleine dieses Jahr wiederlegt die Aussage mit dem israelischen Beitrag als Televotingsieger doch schon und auch Salvador Sobral und Maneskin passen da jetzt nicht wirklich in diese Kategorie
Vielleicht sollte sich eine Super-Jury („Referenzgruppe“) bilden, die aus allen Einreichungen 5 (oder besser 3) herausfiltert, die dann ins Televoting gehen. Dann werden noch rechtzeitig alle Beiträge herausgefiltert, die eine große Resonanz haben könnten. Zack, schon bekommen die Produzenten ihren Willen. Von Raab lernen heißt siegen lernen.
Zugutehalten muss man jedoch: Österreich war der einzige Beitrag, den sowohl die Jury, als auch das Publikum in ihre Top 5 gevotet haben: Platz 1 bei den Jurys, Platz 4 beim Publikum. Irre, dass Österreich in seinem Halbfinale sogar nur Fünfter wurde: Hinter Israel, Lettland, Finnland, Griechenland und mit nur einem einzigen Punkt vor Litauen.
Das erkläre ich mir so, dass viele eher für die Songs angerufen haben, bei denen sie sich nicht ganz so sicher waren, dass sie den Sprung ins Finale schaffen und von Österreich war jeder einfach so überzeugt, dass das sowieso sicher im Finale ist, dass man dafür nicht extra nochmal angerufen hat.
Das stimmt. Wobei dieser „Halbfinale wird hauptsächlich von Hardcore-Fans geguckt“-Mythos glaube ich eher für Deutschland greift und nicht so sehr für andere Länder gilt (die diese Shows zum Beispiel auch nicht verstecken, anderes Thema). War es nicht auch so, dass Lettland angekündigt hat, (auch) vom diesjährigen Ergebnis abhängig zu machen, ob man weiter teilnimmt? Das hat garantiert auch viele Stimmen im Fandom gebracht. Zum Glück!
Der Mythos ist doch eh hinfällig, zeigen das doch die Zuschauerzahlen das der Semi nicht mehr nur Nische ist bei uns. Nach fast 20 Jahren auch verständlich
Und soweit ich das mitbekommen hatte, war das für Lettland kein OK Kriterien. Das war mehr ne Mär des sich das Fandom eingeredet hatte und die Angst hatte das Lettland nach der langen Durststrecke passiert könnte. Derweile war die Durststrecke von den Niederlanden von fast 10 Jahren schlimmer als die 8 von Lettland und trotzdem blieb die Niederlande.
Richtig, und es ist doch logisch, dass die meisten anderen Länder beim Halbfinale mitfiebern: sie müssen sich ja für das Finale noch qualifizieren. Wäre auch Deutschland dazu gezwungen, ein Halbfinale zu überstehen, gäbe es nochmal mehr Interesse daran. (und da wäre auch mein Wunsch: kein Freifahrtschein in´s Finale mehr für die sogenannten Top 5)
Das ist zwar ein Argument, aber ich kann nachvollziehen, dass die Big 5 darauf bestehen: sie zahlen das meiste Geld und kommen dann vielleicht nicht ins interessante Finale? Die Einschaltquoten würden im Gegenteil sinken (1996 als gutes Beispiel, wo Deutschland nicht teilnehmen durfte) und die ärmeren Teilnehmerländer müssten noch mehr bezahlen und würden sich dann auch aus dem Wettbewerb verabschieden.
Das ist ein Fakt, den ich noch nicht gehört habe. Ich habe für Lettland gestimmt, weil es mir gefallen hat.
Finde auch die Quelle dafür nicht, entweder habe ich es mir also eingebildet oder irgendwo aufgeschnappt. Sorry!
Bin zwar froh, dass Israel mit der lahmen Ballade nicht gewonnen hat aber Österreich ist auch nicht meins.
Dann lieber Estland als Kompromisssieger, wenns schon für das sehr exzellente Finnland nicht gereicht hat.
Lang leben die Juries! Die künstlerische Qualität muss genauso gewichtet werden wie der Unterhaltungswert.
Genau, also über 80 Punkte für UK und Malta?
Vor allem ist künstlerische Qualität gerade in diesem Kontext doch auch sowas von subjektiv, wie will man das überhaupt objektiv messen? Wenn wir hier 10 Leute dazu fragen, bekommen wir mindestens 8 verschiedene Antworten…
Das einzige was vielleicht helfen würde ist Jury im Halbfinale und Stimmenanzahl pro Endgerät drastisch reduzieren. 20 sind zu viel Stimmen pro Endgerät meiner Meinung nach.
20 Stimmen wären meiner Meinung nach OK aber eben nicht für dasselbe Land. Als Laie würde ich sagen es sollte technisch möglich sein, das zu beschränken, zB auf max 3 oder 5 pro Land
Nicht pro Endgerät, teilweise je Kreditkarte.
Die Jurys müssen im Gegenteil wieder in die Semis, um das Teilnahmefeld ausgewogener zu gestalten.
Und ein Korrektiv zu „emotionalen“ Soli-Votes schadet auch nicht – wenn die Jurys denn tatsächlich „fachliche“ Kriterien konsequent anwenden.
Die Idee ist ausbaufähig.
Spricht mit aus der Seele.
Soli-Votes seit 2022. Ist nett, aber irgendwie wird Musik dadurch immer mehr in den Hintergrund gerückt.
Und ja, bitte Juries ins Halbfinale
Das ist meiner Meinung nach der einzige Weg um dieser Entwicklung entgegenzuwirken! Da die Jurys aktuell nicht in den Semis abstimmen, kommen besonders viele Publikumsfavoriten ins Finale. Folglich verteilen sich die Stimmen des Publikums mehr. Die Jurywertungen fokussieren sich hingegen auf die wenigen Juryfavoriten die es im Finale gibt – die anderen Beiträge für die sie sonst abgestimmt hätte sind ja bereits im Halbfinale ausgeschieden. Mit dem aktuellen System werden die Zuschauer in den Semis belohnt damit, dass ihre Favoriten weiterkommen, aber im Finale werden sie dann überstimmt. Das ist nicht fair und stärkt Jurybeiträge. Jurys müssen wieder in die Semis, sonst werden wir weiterhin ganz viele Nemos und JJs an der Spitze sehen (nicht dass ich was gegen die beiden habe).
Meiner Meinung nach hätte ein Sieg Israels dem Image des ESC als „Politik Green Washing Freak-Show“ (Zitat von einem, nun, ehemaligen Freund) sehr geschadet. Deswegen bin ich froh über die Jurys. Allerdings,… wäre Israel von Anfang an ausgeschlossen worden, wäre dies ohnehin kein Thema gewesen – dann wäre ich mit einem reinem Televoting auch fein – Hauptsache die Musik zählt. Auch wenn es dann nicht meinen persönlichen Geschmack trifft wie zB Tommy Cash.
Ich verstehe auch überhaupt nicht, wieso „strengere“ Teilnahmekriterien ein Problem wären. Dann würde vielleicht mal Israel nicht dabei sein oder Armenien und Aserbaidschan, wenns da wieder los geht. Aber der allergrößte Teil Europas vom Norden bis zum Süden, vom Westen bis zum Osten hat relativ stabile Verhältnisse und „stört“ die faire Bewertung der Musik nicht. Das reicht doch völlig aus. Hab da auch die Kasachstan-Debatte oder die Türkei-Diskussionen nicht verstanden. Und man muss dann auch keine Angst haben, als queer irgendwo einzureisen…
Vielleicht wäre ja ein Verhältnis von 60 % Televoting und 40 % Juryvoting einen Versuch wert.
Auf alle Fälle weniger Macht.
Wenn eine Jury ihren Favoriten zum Sieg durchwinkt, kann man sich die Abstimmung durchs Publikum gleich sparen…
Das würde ich mir in den Semis wünschen und im Finale dann weiterhin 50%/50%.
Können wir darüber reden, dass auf X und Reddit wieder auf eine Verschwörung gesetzt wird das Israel sich überall die Stimmen gekauft habe bzw die Medien lenkt. Es ist so gruselig wie alte Juden Mythen in diesen Fandom wieder salonfähig wird und wie toxisch und Antisemitisch das Fandom wird.
Es macht mir Angst und Sorge wie radikaler diese ESC Bubbles ausartet
Ja, das ist wirklich gruselig. Vor Ort konnte man das auch aus vielen Gesprächen aufschnappen, wie tief verankert das alles bei einigen ist. Tiefergehend mit dem Thema „Ausschluss Israels“ beschäftigt haben sich hingegen gefühlt eher wenige: Es wird „argumentiert“, als habe Netanjahu persönlich überlegt, mit welchem Beitrag man Europa bestmöglich ärgern könne. Dass KAN regierungskritisch berichtet, scheint völlig egal, hauptsache man ist gefühlt bei den „Richtigen“ mit dabei.
Bei ESCYounited ist es auch leider so, einige User die ich da bisher als sehr vernünftig wahrgenommen habe zeigen da eine ganz hässliche Seite. 🙁
Musste leider auch einigen YouTubern auf diversen Kanälen entfolgen, aber das ist dann eben so. Umso froher bin ich, wie hier auf ESCKompakt mit dem Thema umgegangen wird.
Jeden YT Clip zum ESC 2025, der in der Textzeile das Wort honest entält, sollte man meiden wie die Pest. Honest ist Wutbürgerprech, aber das merken die Dödel gar nicht, die sich da als Moralapostel aufspielen.
Habe auch viele „Top 36“ oder teilweise „Top 35“-Videos gesehen (dann auch noch ohne Aserbaidschan) und kommentier da mal, dass da „aus Versehen“ was vergessen wurde, hui, da ist aber was los. Ebenso leider auch auf Reddit, wo sonst eher klügere Leute unterwegs sind als auf Twitter/X, wo wirklich der blanke Hass wütet.
Ich bin auf Social Media und, wenn es um den ESC geht, auch nicht mehr auf YT unterwegs. Der einzige, dessen meinung mich dort interessiert, ist groot. Mir wurden heute einige dieser Honest-Clips von YT vorgeschlagen, als ich mir denn Schnelldurchlauf von gestern Abend angeschaut habe.
Ganz schrecklich auch das neueste Video von Noosh, da musste ich sogar ein Dislike da lassen. Sie hat ihre Live-Reaktion zu den Televotingergebnissen gefilmt. Als Israels Punkte verkündet wurden, hatte sie lediglich ein „politics“ übrig und als es sich zwischen Israel und Österreich entscheiden sollte, fing sie plötzlich wie ein Kleinkind an zu weinen, weil sie nicht wollte, dass „that country“ gewinnt.
Ich finde es auch schlimm, wie viele den Sieg JJs jetzt wieder für ihren Aktivismus instrumentalisieren und meinen, JJ habe den ganzen ESC „gerettet“, nur weil er einen Sieg Israels „verhindert“ habe. Das hat sich JJ nicht verdient.
Noosh fand ich schon immer ganz schlimm. Habe da nur 2 oder 3 x vorbeigeschaut, ist aber schon Jahre her.
Ohne Aserbaidschan ? Ich denke doch eher in diesem Fall Georgien.
Das wird nach AZE das nächste Opfer. Die Georgische Vertreterin wurde auch dieses Jahr hart angegangen weil man ihr unterstellt hat sie sei pro russisch. Es ist anstrengend wie innenpolitische Haltungen in den Contest jetzt mitgenommen werden und entscheidet ob der Song gut ist oder nicht. Generell gab es auch viel Sympathie Votes oder Ranking weil man Person X mehr mag als wirklich den Song zu bewerben
Ganz schlimme Social Warrior Gehabe waren die Mod auf Reddit. Da wurde ich gesperrt für Kommentare weil ich angeblich nicht die „richtigen“ Pronomen mehrmals verwendet habe und wurde da richtig hart beleidigt und wilde Sachen unterstellt von denen. Es wird jedes Jahr schlimmer auf diesen Subreddit.
Ich finde auch schlimm. Was ist wenn Israel gekickt wird. Dann ist das nächste Opfer Azerbaijan. Wo soll das den hin, nur wer linke Themen alles bejaht darf mitmachen? Ich hoffe die EBU bleibt standhaft
Ich habe ja X verlassen, aber bei Bluesky ist es in diesem Punkt nicht besser, weil die Kritik ja zum großen Teil aus dem „linken“ Lager kommt.Es ist erschreckend, dass plötzlich Menschen, die sich über den Hass der AfD- und Trump-Faschisten aufregen, hier problemlos ihren Hass gegen Israel und Juden aussprechen. Argumentativ kommt da nicht viel, ist eher so ein allgemeines Gefühl, dass Palästina gut und Israel böse ist, die religiösen Faschisten der Hames werden einfach ausgeblendet.
Danke. Toggie !
Es eskaliert ja auch bei den Sender. Jetzt ganz krass Spanien bzw der Sender RTVE. Erst machen sie ein politisches Statement vor der dem Auftritt von Yuval, dann machen trotz Verwarnung der EBU eine weitere vor dem Finale. Und jetzt meint RTVE ihre Telefonpunkte seinen sabotiert wurden, weil es kann nicht sein das Israel 12 Punkte bekommen kann bei denen..es ist verrückt wie sich dieses Gift sich verbreitet
Die jüdische Weltverschwörung feiert mal wieder Auferstehung, und das ausgerechnet in der angeblich so weltoffenen und toleranten ESC-Blase. 🙁
Ich möchte in diesem Zusammenhang noch einmal 2 Punkte anführen, die ich während des heutigen ESC Live im Chat gepostet hatte:
Israel belegte im Voting bei unserer ESC-Finalzusammenkunft den 2. Platz, und das aus rein musikalischen Gründen. Glücklicherweise ist keiner unserer alljährlichen ESC-Gäste so beschränkt, seine Bewertung beim ESC von externen Faktoren beeinflussen zu lassen. Wäre das so, wären alle, die sich so verhalten, auch nicht viel länger meine Freunde.Für mich fischt New Day Will Rise im gleichen Musikteich wie Rise Like a Phoenix (beides nicht meine Musik), das damals gefeiert wurde und heute noch immer gefeiert wird. Kann es sein, dass es für viele Menschen doch wichtig ist, WER ein Lied vorträgt und WAS diese Person in ihren Augen repräsentiert?
Wie wäre es eigentlich wenn man statt der Länder nur die Künstlernamen/Liednamen nur zeigt? 🤔 Ist zwar schwierig, weil man die Länder ja trotzdem kennt.
Weil ich selber rufe ja nicht für das Land an sonder für das Lied. Dabei ist mir schnurzpiepegal ob z.B PARG aus Armenien, Litauen oder sonst wo her ist.
Weil das fiel mir gestern auf, was wäre eigentlich, wenn Zoe Me mit ihrem Leid für Frankreich angetreten wäre. Hätte sie da auch 0 Punkte bei dem Televote bekommen?
In der heutigen Zeit wird es leider unmöglich sein, die Ländernamen geheim zu halten, und wenn dann noch in Landessprache gesungen oder mit folkloristsichen Elementen gearbeitet wird, ist die Katze eh aus dem Sack …
Eben, ich lese diesen ziemlich bekloppten Vorschlag öfter in Kommentarspalten, gleichzeitig dann auch immerm mit der Forderung nach Landessprache. Das kommt dabei raus wenn Leute die sich gar nicht mit der Materie auskenne meinen ihren Senf dazugeben zu müssen. 🙄
Da hast du auch wieder Recht, die Sprache habe ich gerade irgendwie ausgeblendet, spätestens da fällt es auf.
Landessprache wird aber nicht goutiert, siehe die Ergebnisse für Australien und UK.
Stimmt sonst wäre Island und Tutta L’Italia weiter vorne im Finale. 🤓
Na ich hoffe mal nicht dass Zoe viel Leid in sich hatte. 😉
Ups ich meinte natürlich Lied.
Ja, denn Louane, die sogar eine Art „Star-Faktor“ hätte haben sollen, hat nicht so viel besser abgeschnitten, als Zoe.
Yuval kauft man das Lied einfach mehr ab, genauso Conchita, weil diese Menschen offensichtlich große Hindernisse im leben überwinden mussten.
Wenn ein 18 Jähriger, der bis auf Schule und sowas (zum Glück! wäre jedem zu wünschen!) noch nie was „Schlimmes“ erlebt hat dann mit so viel Pathos über diese Themen singt, dann „wirkt“ es einfach nicht.
Klar, man bewertet die Musik. Aber eine Yuval Raphael, die über den neuen Tag, die Hoffnung, singt, das bringt einfach noch einmal eine Dimension in ds Lied, künstlerisch, nicht politisch, die wirkt.
So schnell zeigt sich, wie tief manche Überzeugungen tatsächlich verwurzelt sind. Schlimm! Besonders enttäuschend finde ich auch, dass selbst akkreditierte Creator auf diesen Zug aufspringen. Und nächstes Jahr wird dann wieder gejammert, wenn man – völlig zurecht – keine Akkreditierung bekommt.
Noch schlimmer und was ich nicht verstehe, ist das Geschrei von dieser Melo Fraktion: Israel / Kan zerstöre den ESc, obwohl es genau umgekehrt ist.
Und weshalb diese Leute dieses Fandom nicht einfach verlassen oder einfach Israel ignorieren ( auch ne Form von Protest)
Nein die bleiben und reden 24/7 schreiben wie schlimm alles sei.
Jetzt hat die sehr bekannte linksradikal Streamerin Shurjoka auf BlueSky behauptet Yuval sei auf einer Stufe mit den Mörder von Gaza zu stellen. So weit sind wir schon bei geistigen Entgleisung
Und Leute waren so verrückt haben den X Account von Yuval sperren lassen. ich weiß nur nicht ob es ihr echtes Profil war, trotzdem ist dieser Verhalten insane, was da abgeht.
Wobei X in Europa immer mehr ignoriert wird. Zahl der aktive Benutzer schrumpft jeden Monat.
Jede Alternative von X fand ich bisher echt schrecklich
Laut KAN war das nicht Yuvals Account. Deswegen wurde der Account wegen Identitätsdiebstahl gesperrt.
Shurjoka ist nicht linksradikal, die ist einfach ein bisschen lost (sehr lost) 😀
Ich habe einen Post gesehen von jemandem, dem ich folge, der stolz berichtete, insgesamt 100 mal für Israel abgestimmt zu haben. Im sorry, ich denke, das Televoting ist wirklich überarbeitungswürdig.
Und nein, ich glaube nicht an eine jüdische Weltverschwörung, sehr wohl aber an Solidarität.
1 Stimme pro Lied und Endgerät, begrenzt auf insgesamt 5 Stimmen.
Darf ich da mal ganz wertfrei nachfragen: Wie sollte man denn am besten mit dem Thema umgehen? Es ist doch ziemlich offensichtlich, dass wenn Israel’s Song von Montenegro geschickt worden wäre, er nicht genau so viele Punkte bekommen hätte. Es gibt eben einen Prozentsatz an Votes die aus politischem Interesse abgegeben werden (das gab es in der Vergangenheit durchaus schon häufiger). Bei der niedrigen Jury-Wertung kann man davon in gegensätzlicher Richtung ausgehen. Am Ende haben wir ein Punkteergebnis für Israel, dass in keinster Weise die Bewertung des Songs widerspiegelt. Ist das nicht schade? Ich bin der Meinung, da müsste was getan werden, nicht unbedingt um in diesem Fall „gegen Israel“ zu arbeiten, sondern auch damit Israel’s Künstler sich selbst nicht nur als politisches Instrument sehen, sondern genau wie jeder andere Teilnehmer ehrliches Feedback von Zuschauern und Jurys bekommen. Ich finde das geht in der Diskussion leider oft unter. Ich möchte mich bei dem politischen Konflikt nicht auf eine Seite stellen, fand es aber trotzdem schade, dass die vielen politisch motivierten Votes für Israel das Ergebnis und das Verfolgen der Punktevergabe so stark beeinflusst haben.
Ich bin zwiegespalten. In meinen Augen sollte das Publikum mehrheitlich oder komplett das Sagen haben. Allerdings ist der Esc in meinen Augen seit 2022 dermaßen politisch geworden, dass eine Jury schon ihre Berechtigung hat. Und ich beziehe mich nicht nur auf das Votum. Ich denke hierbei an Eric Saade letztes Jahr, der entsprechenden „Handgelenksschmuck“ getragen hat. Ich denke an die angekündigten Auftrittsabsagen letztes Jahr, welches sich nicht bewahrheitet haben. Ich denke an den vereitelten Farbanschlag dieses Jahr. u.a. (!).
Musikgeschmack ist subjektiv. Ich z.B. hätte mir durchaus auch einen anderen Sieger dieses Jahr vorstellen können. Ist nicht meine Musik. Aber man erkennt auch als Laie, dass die Inszenierung und die Stimme außergewöhnlich sind und vorne mitspielen kann. War das dieses Jahr bei Israel der Fall bzw. der Ukraine die letzten Jahre? Ich meine nein. Es wird immer laut kommuniziert, dass der Esc so weltoffen und tolerant sei. Seit 2022 hat man dieses Gütesiegel endgültig verloren:
Ich kann bei den ukrainischen Beiträgen seit 2022 sowie letztes Jahr bei Israel nachvollziehen, daß man auch aus musikalischen Aspekten dafür anruft.
Danke, ich auch (auch wenn Tvorchi nicht ganz so mein Fall waren, aber schlecht fand ich deren Beitrag auch nicht).
Israel letztes Jahr bin ich bei dir. Trotzdem hat es einen Beigeschmack.
Richtig habe aus musikalischem aspekt angerufen halte das immer so.
Ich stimme bei Käärija und Baby Lasagna absolut zu, aber ich bin extrem froh, dass Österreich gewonnen hat und nicht Israel, auch wenn Schweden und Finnland meine Favoriten waren.
Und ich bin extrem froh, dass Käärija und Baby Lasagna mit ihren Haudrauf-Beiträgen nicht gewonnen haben; der traumhaft schöne Song aus Israel wäre ein toller Sieger gewesen, aber ich bin trotzdem dafür, dass die Juries bleiben und auch wieder in den Semis eingesetzt werden.
Ich bin ganz bei Dir !
Danke! Im Umgang mit dem grünen Finnen und Baby Lasagna wird immer so getan, als habe jeder deren Sieg gewollt, nur die bösen Jurys hätten es verhindert. Dabei stört mich diese Verallgemeinerung extrem. Mir gefallen die Songs von Loreen und Nemo meilenweit besser.
Ich habe bei diesem Thema wirklich einen inneren Konflikt. Ich bin immer für die Jurys als Gegengewicht zu unerwünschten Effekten beim Televoting gewesen (und auf eine gewisse Art und Weise hat das mit Israel in diesem Jahr auch „funktioniert“). Gleichzeitig habe ich aber auch ein Störgefühl, wenn im zweiten Jahr hintereinander der ESC-Sieger beim Publikum nicht mal in den Top 3 ist. Das ist aber etwas, das man halt in Kauf nehmen muss, wenn man ein Juryvoting einführt.
Ich halte jedenfalls nichts von anderen Verhältnissen zwischen den beiden Gruppen, entweder man macht es ganz oder gar nicht. Abgesehen davon, dass das technisch auch schwer umzusetzen wäre.
Rückkehr zu 100 Prozent Televoting wäre wohl das Ende des ESC in dieser Form.
Inwiefern?
Politisches Voting wirft halt alles durcheinander. Vllt hätten die Voter ja normalerweise für die Schweiz angerufen und haben es dann wegen den Umständen aber für Israel? Und Estland dagegen ist ein ganz anderes Genre und da werden vllt weniger zu Israel rüberspringen, weshalb Estland dann im Vergleich auch abräumt. Es wird immer so getan, als hätte dieses politische Powervoting null Gesamteinfluss… es würfelt aber eben nunmal alles durcheinander.
Absolut kritisch.
Wer wird sich an den gestrigen Siegersong noch in drei Monaten erinneren ???
Die allerwenigsten werden das.
Langfristig wird das viielleicht sogar Zuschaueranteile kosten, wenn so ein streriles
Kunstprodukt von den Jurys durchgeboxt wird,
Der Erfolg eines Beitrages sollte sich schon in greifbaren Zahlen zeigen.
Da würde ich ausverkaufte Konzerte, hohe Streamingzahlen, und so weiter zu
zählen.
Jetzt wird es wieder so sein, das der Sieger im europäischen Bewusstsein nicht
stattfindet.
Nein, gestern wae kein guter Tag für den ESC:
Würde das finnische Modell bevorzugen.
Die Jurys würde ich nicht komplett abschaffen.
Richtig, das war ja auch der Grund, weshalb das Televoting damals überhaupt eingeführt wurde.
Mit der Beurteilung des Siegerbeitrages stimme ich mir dir überein: Den höre ich vermutlich das nächste Mal bei der Eröffnung des ESC 2026. Weiß aber nicht, ob die Show das nicht doch „aushält“, wenn ein Beitrag gewinnt, der „nur“ Vierter im Televote wird. Für den Großteil des TV-Publikums wird es ja so ein, dass der eigene Lieblingssong nicht gewonnen hat – wie groß die Enttäuschung darüber ist, mag ich nicht beurteilen, aber sie wird die Freude an der Show im Ganzen wohl nicht übersteigen.
Der ESC lebt aber von der Beteiligung des Publikums.
Schönheitspreise können sich die Musikschaffenden
untereinander vergeben.
Auf Dauer schadet es dem ESC, weil ich dann die Akzeptanz
schwinden sehe.
Das Publikum hat sich doch beteiligt, zu 50%. So wie auch die Auswahl des Siegerbeitrages nicht von der Jury allein gefällt wurde, wie hier und da mal suggeriert wird.
Das Problem hier ist: Die Jurys haben sich in den Halbfinals nicht beteiligt. Das führt zu vielen Publikumslieblingen (= mehr Streuung) und weniger Jurylieblingen (= geringe Streuung) im Finale. Jurysongs werden so lange im Finale einen Vorteil haben, bis das System im Semi nicht geändert wird.
Das ist eher ein Blick, den die Fans haben. Dem normale Zuschauer – wenn er überhaupt versteht, was die zwei Votings bedeuten – ist es egal wie der Sieger ermittelt wird. Solange das nicht von der Boulevard-Presse aufgegriffen wird, ist das eine Diskussion, die nur hier stattfindet.
An den israelischen Song wird auch niemand mehr denken
Ich hatte ihn heute noch im Ohr.
Ich auch. Bin heute Mannheim-Hbf umgestiegen, zwei Männer standen auch beim Bäcker an, einer sang den Refrain des Songs von Israel, habe mich gefreut und seither geht er mir nicht mehr aus dem Kopf. An den Österreich-Beitrag erinnere ich mich null, gerade mal noch an die hohe Stimme, sonst nix. Ich vermute, dass inzwischen gezielt Songs nach dem Geschmack der Jurys konzipiert werden, so auch der von JJ, Nemo, etc., eben weil man auf diesem Wege einfacher nach vorne kommt. Das nervt und ich finde diese Diskrepanz zwischen Jury und Publikum immer wieder aufs Neue frustrierend. Es bleibt ein schaler Nachgeschmack, erst recht, wenn der Gewinner wie dieses Jahr in keinem einzigen (!) Land im Televoting die Höchstwertung bekommen hat, oder eben wenn ein Publikumsliebling von den Jurys quasi links liegen gelassen wird…das war schon bei Keiino für Norwegen 2019 so krass (klarer Publikumssieger mit 291 Punkten, von den Jurys abgestraft mit 47 Punkten, nachher nur Platz 6).
👍 sehe ich auch so. Bei mir spukt im Kopf herum: Das Battle. und komischerweise singe ich gerade Rise like a Phoenix vor mich hin.
Finde allerdings, dass die Gleichstellung von „Rise..“ mit dem israelischen Beitrag nicht passt. „Rise like a Phoenix“ hatte etwas Monumentales, das war wie ein Naturereignis, mit Conchita, die/der eine Welt-Performance abgeliefert hat, mitreissend, einnehmend, wuchtig,ergreifend … all dies hat mir beim israelischen Beitrag überwiegend gefehlt.
Doch ich der Song ist ein Ohrwurm
Vermutlich wird der Espressosong in Erinnerung bleiben, San Marino noch auf dem Oktoberfest auftauchen, und – falls nicht Tik Tok irgendwas aus dem ESC macht – der Rest vergessen werden. War auch nicht der Jahrgang der wirklich guten Lieder.
Ich fand Finnland episch
Leider kann ich Rise like Phoenix oder Tattoo nichts abgewinnen, von Anfang an nicht, wahrscheinlich dem Drumrum geschuldet und ich höre da gerne weg, Gute Künstler und Songs hin oder her. Trotzdem sind viele unterschiedliche Lieder haften geblieben ob Soldi, Jài cherchè, Hope, Teresa & Maria, Hurricane, The Code, sogar die junge Jamie Lee Krevitz und ganz ganz viele ältere Songs vorallem aus den 80ern.
Es kommt halt nun nur alle paar Jahre mal vor, dass ein ESC-Song auch außerhalb des Kosmos zum Hit wird. Wie viele Sieger der letzten Jahrzehnte haben das geschafft?
Ein ausbleibender Charterfolg nach dem ESC delegitimiert also noch lange keinen Sieg beim ESC.
Måneskin laufen täglich auf meinem Stammsender. Und ich freu mich jedes Mal. 😀 Von den Nichtsiegern wird Jezebel von The Rasmus öfter gespielt. Daði Freyr läuft regelmäßig auf Max Neo. Den radiotauglichen Rest hör ich manchmal im Supermarkt. 😛
Tattoo, Euphoria, Frans, Rosa Linn laufen oft. von den deutschen sind es Isaak, Malik Harris sowie Michael Schulte, da aber nicht mit seinem ESC Song.
Bei mir laufen nur meine eigenen ESC-/SCC-Playlists. 😎
Die laufen bei mir zusätzlich daheim. 🙂
In Finnland ist die Jury rein kosmetisch. Dann kann man es auch gleich lassen.
Ich war gestern sehr froh über die Jurys.
Das Televoting ist in der aktuellen Form zu leicht durch ein (politisches) Powervoting manipulierbar. Wenn dann noch in Werbung für den eigenen Beitrag investiert wird, sind die kleinen, finanziell nicht so gut ausgestatteten Länder bald im Televoting nicht mehr konkurenzfähig. Ist so ja schon schwierig mit den teuren Stagings anderer mitzuhalten. Vielleicht sollte man das aktuelle quantitative Voting durch ein qualitatives Voting ersetzen. Damit könnte man auch Effekte wie Diaspora- und Nachbarschaftsvoting abmildern.
Wenn das gelungen ist, dann kann man im nächsten Schritt die Macht der Jurys zu minimieren. Wäre schon toll, wenn so reine Jurysongs, die beim breiten Publikum überhaupt nicht ankommen, wie in diesem Jahr der Schweizer Beitrag, in Zukunft nicht mehr ins Finale kommen.
Was meinstt du mit „qualitativen Voting“ und wie willst du das erreichen??
Voting über die ESC-App, jeder bekommt eine Handvoll zufällige Beiträge, die er entweder rankt oder für die er Punkte vergibt. Aus den durchschnittlichen Platzierungen oder Punkten kann man dann ein nationales Ranking ermitteln und in die gewohnten 1-12 Punkte umrechnen.
Das würde aber viele vor allem ältere Leute ausschließen die nun mal kein Smartphone haben. Man kann es gerne mit der App ergänzen, ganz drauf umstellen bin ich dagegen.
Ein älterer, app-phober Mensch ohne Smartphone bedankt sich ganz herzlich 😉
Haha – ich schließe mich der Kategorie ohne Smartphone an.
Willkommen im Club !
Merci 🙂
Ich habe auch nur ein Smartphone, weil ich ohne App kein Online-Banking machen kann, und das brauche ich geschäftlich. Ich habe mich aber z. B. bewusst entschieden, keine Mails und kein WhatsApp auf meinem Smartphone zu haben.
Allerdings, lieber Thomas !
Bestimmt lässt sich sowas auch über ein Onlinevoting umsetzen. Entscheidend ist, dass es nicht mehr um die reine Anzahl an Anrufen geht.
Da gibt es aber auch nicht so affine Leute in der älteren Altersklasse.
Was sehr traurig ist, schließlich sind Internet und Co seit mittlerweile über 20 Jahren weit verbreitet. Das war auch für Ältere genug Zeit zu lernen, wie man eine einfache Webseite aufruft und ein Formular ausfüllt.
Reines Onlinevoting ist auch Mist…
Es hilft alles nichts. Für mich gibt es keine Alternative zum bewährten 50/50-System. Allerdings müßte man die Juries deutlich vergrößern.
Jetzt kommt es mir: Es werden künftig zwei Preise vergeben, falls die Sieger von Juries und Zuschauer voneinander abweichen und dann wird ausgelost, wer den ESC austragen darf.
Ich zum Beispiel habe kein Smartphone. Sorry, dieser Vorschlag ist wohl ein verspäteter Aprilscherz
Erklär das bitte den Kollegen, ich halte davon ja auch nix.
Dieser Vorschlag geht meiner Meinung nach komplett an der Lebensrealität vieler Durchschnittszuschauer vorbei. Schon jetzt (mit Anruf/SMS) stimmen längst nicht alle Zuschauer auch tatsächlich ab. Wenn man den Abstimmungsprozess dann auch noch so aufwendig und kompliziert gestaltet, wie von Dir beschrieben, würde außerhalb der ESC-Bubble kaum noch jemand mitmachen und abstimmen. Der zeitliche Aufwand wäre zudem enorm – man würde einen Teil der Show verpassen, weil man mehr mit Abstimmen als mit Zuschauen beschäftigt ist.
Volle Zustimmung! Aber statt das Televoting zu verdoppeln, würde ich es nur um 50% erhöhen, also effektiv 60-40. Die zusätzlichen Punkte ließen sich ja anteilig zum durchschnittlichen Prozentsatz des Publikumsergebnisses verteilen a lá 10% im Schnitt führen auch zu 10% der Extra-Televotepunkte.
Ich komme mit der Behauptung nicht klar das die Jurys den Publikumssieger verhindert hätten. Die Jurys haben doch gar nicht gewusst wer Publikumssieger wird. Allenfalls können die anhand den Odds sehen wer Favorit ist. Die Jurys können vllt mit einer Sympathie für Istael rechnen und Israel deshalb abwerten. Außerdem gibt es nicht die eine Jury sondern 37 verschiedene Jurys diesmal. Also ich finde deshalb falsch die Jury abschaffen zu wollen. Ich finde sogar das die Jury auch wieder bei den Semis eingeführt werden sollte.
Erstens das, zweitens ist das Problem viel mehr, dass gewisse Länder so grosse Stücke vom Televote-Kuchen abbekommen, sei es aus Empathie oder aus Krieg, dass es allein schon deshalb viel schwieriger ist, genügend Televoter hinter einem Act zu versammeln und es damit der Jury viel leichter gemacht wird, den Sieger zu bestimmen. Da würde auch eine Schwächung der Jury nicht viel dran ändern. Dann wird der Sieger halt völlig unberechenbar. Und ja, ich spreche beim Televote von Ukraine und Israel.
So ist es !
Bei der Diskussion Jury- oder Televoting stehe ich auf keiner Seite, weil ich finde, dass beide Bewertungsverfahren ihre Stärken und Schwächen haben. Ich würde die Punktevergabe im Finale so lassen, wie sie ist, allerdings die Jurys auch wieder in den Halbinals einsetzten. Für Überlegungen, ob man im Halbfnale dann 40 % Juryvote und 60 % Televote macht, wäre ich offen. Zudem war es dieses Jahr, im Gegensatz zu 2023 und 2024, ja nicht so, dass es im Juryvoting einen Erdrutschsieg gab. Am Ende hat halt der Juryfavorit aus der Spitzengruppe gewonnen, der beim Televoting am besten ankam. Damit kann ich sehr gut leben, auch wenn Wasted Love recht weit an meinen persönlichen musikalischen Präferenzen vorbeizielt.
Und Die Macht geht vom Volke aus gilt ja eigentlich nie, wenn es um die Prämierung von kulturellen Erzeugnissen geht. Bei der Oscar-Verleihung, den renommierten Filmfestspielen etc. wird ja gar kein Plebiszit abgehalten. Da gibt es höchstens einen separaten Publikumspreis.
Da unterschreibe ich gerne jedes einzelne Wort. Danke!
Und solche Publikumspreise, sei es bei den Oscars oder Videospielpreise, sind immer unverständlich.
Ich bin meistens mehr auf der Seite des Televotings, aber dieses Jahr bin ich mehr als happy dass sich der Jurysieger durchgesetzt hat
Puuuh ich sehe es tatsächlich ganz arg anders. Die Juries haben den ESC (und vor allem dessen Zukunft) gerettet, indem sie den politisch motivierten Sieg Israels verhindert haben. Ein ESC 2026 in Israel wäre eine Desaster geworden – überschattet von Protesten, Propaganda, Instrumentalisierung und Ländern, die aussteigen, um zu boykottieren. Ein Glück, dass die Juries uns davor bewahrt haben.
Dass „New Day Will Rise“ keineswegs ein kommerziell erfolgreicher „Publikumsfavorit“ ist, zeigen die Streams. Der Song ist dort seit Wochen absolut irrelevant und liegt weit hinter Schweden, Finnland, Estland, Österreich und sogar Deutschland zurück. Das Publikum hat also nicht für Israel gestimmt, weil es den Song so toll fand, sondern weil es die Story von der Überlebenden des Anschlags bewegt hat.
Davon mal abgesehen war „Wasted Love“ das einzige Lied des Abends, das von ALLEN anderen Ländern Punkte bekam. Ich finde es sehr problematisch, dass es hier so dargestellt wird, als fehle JJ nun irgendwie die Legitimation als Sieger, weil er „nur“ der Jurysieger ist.
Nee, die haben dafür abgestimmt, weil ihnen diese querdenkende, entrückte Palästina-Hysterie und der damit einhergehende Antisemitismus und die Gewalt gegen jüdische Menschen auf die Nerven geht.
Es haben aber auch welche dafür angerufen, denen der Song tatsächlich gefallen hat.
Wenn ein objektiv gut gemachter Song wie der aus Israel viele Punkte bekommt. kann ich es verschmerzen, falls es tatsächlich nur „Solianrufe“ dafür geben sollte.
Man stelle sich mal vor, so etwas wie „Solo“ würde unter der Flagge mit dem Davidsstern antreten…..
Noa Kirel meinst du?
Ich vermute, der ESC hätte nicht in Israel stattgefunden, sondern in einem Big5-Land wie Deutschland. Oder beim Zweitplatzierten Estland.
Hallo Douze Points
bei deinem Vorschlag 1/3 Jury und 2/3 Publikum hätte Israel mit 435 Punkten gewonnen und Estland und Österreich wären punktgleich mit 409. (Österreich ja eigentlich 408,9)
Platz 4 Schweden Platz 5 Albanien Platz 6 Ukraine
Spätestens ab Platz 6 hätte es Gemecker gegeben…
Das Votingsystem sollte so bleiben, auch mit 50/50 weil es ist tatsächlich fair und sorgt für viel Nervenkitzel – was aber doch geändert sein muss, sind die Kriterien für die Auswahl der Mitglieder (warum wurde Polen 24., wo der Gesang und Performance 1A war und stattdessen das Katzengeschrei von UK oder Malta deutlich besser platziert wurde?!). Beim Televoting muss man die Zahl der maximalen Anrufe/SMS auf Minimum reduzieren (wäre gut, von den teilnehmenden Ländern Gesetzesentwürfe zu fördern, wonach per Einwohner nur 5 SIM Cards, die man nur mir einem Personalausweis kaufen kann), sodass man jegliche Missbräuchsfälle verhindern könnte… Sorry, ich träume jetzt, aber so könnte es mehr transparenter sein..
Ich hab letztens ein interessantes video gesehen.
Im ersten voting-durchgang vergibt die jury ihre punkte, und zwar so wie bis jetzt das televoting, also zusammengefasst. Und wie gehabt mit 12, 10, 8….punkten.
Das televoting wird einzeln bekanntgegeben wie jetzt das jury-resultat. Einziger unterschied ist: das publikum vergibt 20, 17, 14, 12, 10 usw. punkte. Vorteil: es bekämen 13 statt 10 punkte und das publikum wäre ca.1/3 stärker ohne das ein jury-favorit völlig chancenlos wäre.
Und bitte führt die jury im hf wieder ein.
Bisher der interessanteste Vorschlag hier !
yepp
Ja man könnte einfach drei Preise vergeben. Einen Jury Preis – einen Zuschauer Preis und einen Preis rückwirkend für das Lied was im letzten Jahr den größten kommerziellen Erfolg hatte.
Ich bin froh, dass es die Jurys gibt, würde es hier aber begrüßen, wenn bei der Personenauswahl sorgfältiger auf Kompetenz geachtet werden würde. Außerdem sollten die Kriterien transparenter und einheitlicher sein, denn manche Votings sind wirklich nicht nachvollziehbar. Man könnte die einzelnen Jurys vielleicht auch noch um ein paar Personen vergrößern.
Man hat die Macht des Publikums eigentlich schon sehr ausreichend dadurch gestärkt, dass in den Semis keine Jury mehr mitspielt. Im Finale braucht es die Jury. Und das schreibe ich, obwohl ich für immer enttäuscht sein werde, dass „Cha Cha Cha“ damals nicht gewonnen hat. Letztlich würde ein reines Publikumsvoting auf lange Sicht dann wohl dazu führen, dass wir nur noch „Cha Cha Cha“-ähnliche Beiträge im Song Contest hätten. So sind die Länder nun aber angehalten, entweder alles auf eine Karte zu setzen (Juryfutter bzw. crowd pleaser) oder eben Lieder zu schicken, die beide Seiten ansprechen. Ich denke, dass das der Vielfalt zuträglicher ist.
Im Übrigen bin ich mir sicher, dass im aktuellen Jahrgang ein Sieg Israels zu einer großen Krise innerhalb der ESC-Bubble geführt hätte. Die Leute zerfleischen sich jetzt schon – „wie kann man es auch bloß in Erwägung ziehen, den ESC zu gucken, während Israel nicht vom Contest ausgeschlossen wird?“. Nicht auszudenken, wie groß der Shitstorm wäre, wenn Israel gewonnen hätte. Viele Länder hätten ihre Teilnahme zurückgezogen. Die Kommentardiskussionen wären kaum zu ertragen gewesen.
Dementsprechend bin ich erleichtert, dass zumindest der Kelch an uns vorüberging – mal ganz fernab der Tatsache, dass das Lied sicher nicht der stärkste Titel gestern war. JJ hat verdient gewonnen.
Ich bin froh, dass es die Jurys gibt, würde es hier aber begrüßen, wenn bei der Personenauswahl sorgfältiger auf Kompetenz geachtet werden würde.
Genau!
Es ist alles schwierig. Ich war hier wenig emotional investiert, weil mir klar war, dass PARG nicht gewinnen wird (aber toller Job!) und ich dann auch irgendwann sicher war, dass Tynna und Abor nicht bottom 5 werden, weil wir natürlich hohe Punkte aus der Ukraine und Israel bekommen würden. Sehr hab ich mich über die 12 aus Serbien (!) und Tschechien gefreut. Der Osten versteht moderne Musik, sah man ja an vielen unserer Punkte. Dazu waren einige wie UK, Spanien, Malta (ein Tiefpunkt der ESC-Geschichte) offensichtlich schlechter als wir.
Ich weiß nicht wer hätte gewinnen sollen, vielleicht Griechenland. Die österreichische Operette spricht mich null an und ist vermutlich schon in Vergessenheit geraten. Israel war bei aller Liebe zu Yuval fast so altbacken wie die Operette. Frankreich leider vergessenswert. Schweden zündete irgendwie gar nicht, dito Schweiz.
Man muss die Juries wieder ins Semi bringen, denk ich einerseits (die Ukraine als Gewinner, echt?), andererseits der Punkteregen fûr die grottig en Nummern aus Malta und UK. Vielleicht immer 60 Tele, 40 Jury – auf jeden Fall beide Male das gleiche System.
PARG will sich auch bei dir bedanken.
https://www.youtube.com/shorts/dwemlSCeHe4
Wir können echt stolz auf ihn sein. Er hat gekämpft wie ein Löwe.
Absolut.
Was denkst du lief bei Schweden „schief“ deiner Meinung nach??
Ich glaub es war wie bei Gabbani und Angelina, sie wirkten einfach lustlos. Vielleicht hab ich es zu oft gesehen, aber als danach kurz danach San Marino kam mit demselben Vibe dachte ich “was ist so doll an Schweden.
Deine Gedanken über gestern?
Das fand ich auch, sie sahen „müde“ und kraftlos aus. Das Lächeln wirkte irgendwie unecht, anders als beim Vorentscheid wo man noch deutlich gemerkt hat dass es ihnen Spaß macht, gestern war es eher Dienst nach Vorschrift. Kann halt passieren wenn man einen Song in sehr kurzer Zeit immer und immer wieder singen muss.
Gedanken?? Merkwürdigstes Voting ever, muss das noch sacken lassen.
Bin aber ganz froh dass die Billo-Nummer aus Finnland nicht so eingeschlagen hat im Voting wie gedacht und dass auch auf Wish bestellte Helene Fischer aus Spanien unter ferner liefen gelandet ist.
Spanien war nun wirklich keine Überraschung. Ich kenne bestenfalls zwei User hier, die sich dafür begeistern konnten.
Ich fand es ja auch nicht überraschend, aber unser nichtssehendes Orakel Timo war sich ja so sicher dass Melody in den Top 10 landen wird oder gar ein Überraschungssieger landen könnte.
Gut, er hat zwar Österreich getippt, machte seine maue Trefferquote aber nicht wirklich besser. 😅
Bei uns mochten das eigentlich alle, weil sie es unterhaltsam, aber nicht peinlich oder dümmlich fanden. Am Ende war es auf allen Listen irgendwo zwischen Platz 5 und Platz 10, aber für solch eine respektable Platzierung gibt es ja leider keinen Anruf/keine SMS mehr.
Bei mir ist Schweden auf Platz 5.
Ich war dieses Jahr im Finale auch eher emotionsschwach. Mir fehlten einfach handfeste Favoriten. Sicher mochte ich einige Beiträge. Aber DER Favorit fehlte mir.
Dabei hatte ich selten so viele Lieblinge im Vorfeld wie 2025. Meine Playlist aus den Vorentscheiden (einschl. Wildcard-Anwärtern) ist ellenlang. Doch meine Top-Favoriten scheiterten bereits dort. Selbst Yuval war nicht meine erste Wahl. Von Raabs Chefsachen-Farce mal ganz zu schweigen. Dass sich Moldau zurückzog, NeonoeN ausstiegen und die Welpengang aus Finnland sogar ganz auflöste, passte zu meinem Anti-Jahrgang.
Von den Baselvertretern gehörten nur Marko, Parg, Ziferblat und Katarsis zu meinem engeren Kreis. ADONXS, Mamagama und Go-Jo gefielen mir noch ganz gut. Doch nachdem auch diese Acts in den HFs rausflogen, war das Finale nur noch ein unterhaltsamer Nebenschauplatz für mich.
Das Jahr war für mich nach Slimane auch vorhersehbar enttäuschend. Ziferblat waren leider schwach und AdonXS too much. Schön unsere 12 an ihn im Semi auch wenn meine Votes alle an den fliegenden Armenier gingen.
Es gab keine Punkte für Tschechien aus Deutschland, das war ein Fehler in der Graphik.
Hier das korrigierte Ergebnis:
https://eurovision.tv/event/basel-2025/second-semi-final/results/germany
Danke, das hatte ich noch nicht gesehen. Musikalisch passte das schon zu D, das Staging aber nicht.
Zu den Punkten aus den genannten Ländern: Früher wurde ja immer behauptet, uns hat keiner lieb. Jetzt ist es anders und doch wieder verkehrt. Ich habe alle Punkte gestern gefeiert. egal von woher.
Aus Serbien gab es allerdings 10 Punkte (der Zwölfer von dort ging an Frankreich). Nachdem ich sehr entfernt ein halber Tscheche bin, war das natürlich auch cool.
Ich hatte im Vorfeld bereits richtigerweise vermutet, daß uns der Osten ziemlich gut bewerten könnte.
Der viel gescholtene Osten hat wesentlich moderner gevotet als der Westen.
Zustimmung bei Malta ! Griechenland wäre mein Wunschsieger gewesen. Da war der Song keineswegs altbacken.
Griechenland wäre ein toller Sieger gewesen
Wenn ein Einklang von Jury- und Publikumvoting gewünscht sein sollte, könnte man es sich ja gleich sparen. Natürlich kann man über so manches Juryvoting streiten, aber doch genauso beim Publikum.
„Die Macht geht vom Volke aus (und nicht von den Jurys).“ sagt DouzePoints. Tut es aber doch nicht. Sondern eben von beiden.
Und wenn man „die Macht des Volkes“ so unbedingt will, müsste man ja gleich noch eine Stichwahl der beiden Führenden einführen. Ansonsten ist es „die Macht der relativen Mehrheit der Televoter“ und nicht die von 50%+ der Voter.
Ich persönlich mag das System so wie es ist.
Aber darüber kann man natürlich bis in die Unendlichkeit diskutieren 🙂
Am besten gewinnt wieder jemand wie der Herr Sobral 😇. Damals waren sich alle einig, und es herrschte Friede, Freude, Eierkuchen. 🙂
Das stimmt 🙂 wobei der Konsens bei Sobral auch darauf begründet ist, dass solche Beiträge Ausnahmeerscheinungen sind. Es ist wie bei der Liebe. Würde es bei jedem Date geschehen, wäre alles doch nicht mehr so spannend 😀
Weise Worte. 🙂
Alle außer Jofan. 😉
Klar. Dazu kann man ja auch nicht auf einem Gummiball vorbeihüpfen … 🙂
🤣😂🤣😂🤣😂 Ich kann mit Salvador Sobral auch nix anfangen! Es erschüttert mich immer wieder aufs Neue! Wie geht denn das? 😅
Es ist vor allem keine Demokratie, wenn Reiche das Geld haben um unbegrenzt abzustimmen.
Weg mit den Jurys! Das ist einfach unerträglich, dass man als Zuschauer anrufen kann, wie man will, es am Ende egal ist, weil irgendwelche Fachleute entscheiden. Ich verliere langsam die Lust!
Aha, Du hast also was gegen Fachleute. Gehst Du auch nicht zum Arzt, wenn Du furchtbare Schmerzen hast und Blut spuckst?
Wenn es bloß Fachleute wären…
Genau das ist das Problem, die Zusammensetzung der Jurys. Hat man ja auch wieder sehr schön an der deutschen Jury gesehen: Dilettantenstadel …
Bei der deutsche Jury sage ich 🤐🤐🤐
Wenn! – sehr treffend.
Wobei ich mir hier jetzt nicht sicher bin, inwieweit DJs, 17-jährige Sängerinnen und Rapper, die seit 10-15 Jahren keinen Hit hatten,.Experten sind.
Ex = ehemalig. 😉
Genau das, Wir hatten gestern einen tollen Abend und haben den ESC gefeiert. Wie immer gemischte Gäste aus 5 verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Favoriten. Noch bevor die Verkündigung des Votings im TV beendet war, kippte bei den skandinavischen Freunden die Stimmung, sie fühlten sich um ihre Anrufe betrogen.
Mit Jurys kann ich leben. Ich würde aber mit nur einer Jury arbeiten, die alle Beiträge bewertete. Gerne auch zusammengesetzt aus einer technischen und künstlerischen Komponente. So wären zumindest einheitliche Kriterien Grundlage der Entscheidungen.
Die Juries sollten meiner Meinung nach sogar wieder mehr „Macht“ bekommen und dringend auch wieder in den Semis mitentscheiden. Dass in diesem Jahr die Ukraine und Israel ihr jeweiliges Semi gewonnen haben sollte Beweis genug sein, dass das Publikum nicht in der Lage ist die Songs neutral und unpolitisch zu bewerten.
Ich finde es komisch, dass ausgerechnet ein deutscher Blog lieber Israel den Sieg wünscht bzw. eine Methode durchspielt, die das ermöglicht hätte, als seinen Nachbarn, den Österreichern. Vor allem wenn man bedenkt, dass ein Sieg Israels in der aktuellen Zeit den ESC für immer zerstören könnte. Ist ja schön und gut, dass ihr hinter Israel steht, aber mir kommt es manchmal so vor, alle denken manche die momentane Kritik an dem Land kommt aus dem Nichts?
Was ist das jetzt bitte für ein Kommentar?? 🙄
*kopfschüttel*
Na also bitte. Was ein absurdes Gedankenspiel. Ein Sieg Israels wäre völlig politisch.
Es ging mir vor allem um die Formulierung „als deutscher Blog lieber Israel als Österreich.“
Um Himmels Willen…. Das klingt nach einem Crashpropheten.
Hier wird sogar über den grünen Finnen gesprochen im Beitrag aber du willst nur dein Narrativ hier verbreiten.
Also ich bin bei diesem Voting-Ergebnis mehr als froh, dass es die Jury gibt.
75 % Televoting 25% Jurys. Fertig!
Und du bist der Meinung die Ukraine hätte ein Top 5 Ergebnis verdient? Vermutlich im Abo für die nächsten Jahre.
Wenn der Song passt. „Normalerweise“ sollte man auch beim ESC ignorieren, ob in dem Land Krieg herrscht oder nicht.
Nun, das Problem, dass häufiger die Jurygewinner auch den Contest gewinnen, lässt sich sehr einfach lösen, indem man die Jurys zurück in die Semis holt. Aber das will ja keiner hören.
Wenn mehrheitlich Zuschauer-freundliche Songs ins Finale kommen, teilen sich die Televote Punkte viel stärker auf. Gleichzeitig gibt es dadurch weniger „Jury-Futter“ im Finale, weshalb sich die Jurys meist hinter den einigen wenigen Songs versammeln.
So reicht halt ein 5. oder 4. Platz im televoting schon aus, um den Contest locker zu gewinnen.
Ich will das hören !
Das Jury Futter war in diesem Jahr aber riesig. Österreich, Schweiz, Frankreich, Griechenland – alleine diese Länder haben alle sehr jury-freundliche Lieder gehabt.
Word! All they have to do these days is following the damn train…
So ungern ich den Siegersong mag, JJ scheint ein anständiger Kerl zu sein. Die Ära des unwürdigsten Siegers der ESC-Geschichte ist vorbei, er ist außerhalb der Bubble und der Schweiz in Vergessenheit geraten, Gottseidank. Er sah gestern wirklich irre aus, verstörende Auftritte aber Gottseidank keine politischen Statements.
Er soll es tatsächlich gewagt haben, Yuval zu kritisieren. Zum Glück wird diese Person bei mir keinerlei Rolle mehr spielen.
Wo denn?
Vorschlag: Frieden. Das würde das Problem doch lösen, oder? Dass da noch niemand drauf gekommen ist! Ich bin dafür.
🕊🕊🕊
AMEN!!
Der Sieg JJs ist nicht nur eine Trophäe für Österreich, sondern hat die weitere Existenz des ESC gerettet. Das war die vorherrschende Meinung hier im Pressezentrum.
sondern hat die weitere Existenz des ESC gerettet
Immer dieses Dramaqueening in der Blase. Man kann es ja auch eine Nummer kleiner halten. Ja, dann hätten nächstes Jahr vielleicht eine Handvoll Länder abgesagt, vielleicht hätte es nicht einmal mehr Halbfinals gebraucht, aber deshalb wäre der ESC ja noch nicht tot. Das hätte sich nach ein paar Jahren alles wieder normalisiert.
Ich habe ein viel größeres Problem: Die Jurys aus dem Norden ignorieren konsequent und seit Jahren alles, was nach Osteuropa oder Mittelmeer klingt. Wenn wir nicht aufpassen, ist der Balkan – bis auf Albanien und Griechenland – bald ganz weg.
Treffer.
Dann sind wir über jedes Land froh, auch über…………..
AMEN! Dazu noch die Nivilierung kleiner Länder (Malta, San Marino, Balkan teilweise) beim Televoting.
Ja, das kann ich bestätigen,
So so…..
Okaaaay … ist jetzt wieder diese Murmeltierdiskussion. Dabei hat das Publikum doch schon durch das Rest-of-the-World-Voting rechnerisch mehr Macht als die Jurys! Gegenvorschlag: Lasst die Jurys jeweils einen oder zwei Beiträge aus den Semis direkt für das Finale nominieren und auf wunderbare Weise verteilen sich die Jurypunkte im Finale auch anders. Es gibt nun mal auf Jurys zugeschnittene Beiträge – wie der Winner 2025. Ich bin ja wirklich auch kein Freund von diesen reißbrettartigen Songs, aber will man die auch gleich mit verbieten?
Also nein! Kein „zielführendes“ Rumschrauben am Modus, das nur zu anderen schrägen Ergebnissen führt. Der Effekt des reinen Televotings in den Semis ist ja wirklich auch keine Ausgeburt an Innovation gewesen.
Schön, wieder von Dir zu lesen!
Merci! Auch allen anderen, die das geschrieben haben.
Wurde schon gemacht u.a 2008 und das war totaler Mist und auch 2022 hat gezeigt wie mies es war, wenn Beiträge weiterkam die einfach keine Publikumspunkte hatten. Wo man sich fragt, wer will dann dieses Lied im Finale sehen, wenn keiner bzw nicht hoch genug dafür schon im Semi angerufen wurde um Punkte zu bekommen
Der Vorschlag eines Juryqualifikanten ginge erstmal auf Kosten eines zehntbesten des Televotings eines Semi-Finales, der roundabout 1,5% der Televoter abgreift (im Finale noch weniger). Da kann mir keiner erzählen, ein Juryliebling würde das Finale langweiliger machen, das würde aber die Jurypunkte umsortieren. Für mich wäre das einfach transparenter, effektiver und gerechter als jede Manipulation bei der Punktegewichtung im Finale.
Bin ja auch mal auf Seite eines Publikumslieblings, aber die Operation am Votingmodus mit dem Ziel vorgeblicher Chancengerechtigkeit bringt für mich null Plus an Akzeptanz oder Qualität und ist noch dazu intransparent.
Frankreich, Griechenland, Schweiz, ggf Niederlande – also ein Mangel an Songs, die eine Jury-Ausrichtung hatte, gab es dieses Jahr wahrlich nicht.
Zähl doch noch UK dazu … ändert am Argument aber nichts, denn trotzdem bleibt Fakt, dass sich durch das Televoting der Semis die Arithmetik des Finales geändert hat und sich das schon beim Querschnitt (ebenso Stil und Qualität) der für den ESC nominierten Songs niedergeschlagen hat. Betonierte juryaffine ESC-Gewinner sind dann wohl die Nebenwirkung der Modusänderung, die damals von Televotinganhängern gefeiert wurden.
Es ist echt absurd zu denken,dass man die Macht der Jurys reduzieren sollte.Ganz im Gegenteil sollte man ernsthaft darüber nachdenken,wie man die Macht des Televotings reduzieren oder kontrollieren sollte.Ein Handy eine Stimme wäre vielleicht eine Lösung.Israel und die Ukraine sind in dem Bereich äußerst problematisch.
Und warum sollten Leute das dann angucken wenn ihre „Macht“ beschnitten werden soll?
Das frage ich mich auch.
Jedes Jahr die selben Argumente und ein „Normal- Sterblicher“ würde sich über unsere Kommentare kaputt lachen oder die Welt nicht mehr verstehen. Es gibt nicht das perfekte System. Jury weg na toll dann 0 Punkte für die Schweiz und eine langweilige Wertung wegen dem Punkteregen für Israel. So wie es ist finde ich es sehr gut. Weil es einfach unberechenbarer ist. Siehe gestern.
Also „The Code“ popkulturelles Echo abzusprechen, andere kommerziell noch weniger erfolgreiche ESC-Sieger wie „Running Scared“ oder „My Numbers One“ dann aber als unvergessliche ESC-Hits hoch zu stilisieren, nur weil sie Televoting-Sieger waren, finde ich schwierig. Da würde ich eher noch sagen, dass „The Code“ neue Impulse gesetzt hat. Oder „Tattoo“, was. am Ende, trotz Televoting-Niederlage ggü. Käärjää, im Nachhinein deutlich erfolgreicher war. Versteht mich nicht falsch, ich habe Käärjää auch gefeiert, aber es war außerhalb der Bubble dann schnell vorbei. Oder „Calm after the Storm“, was immer wieder nochmal zu hören ist außerhalb der ESC-Welt. Ich finde, dass die Juries ein gutes Regulativ sind, denn die Televoting Sieger sind gern mal die Songs, die für einen Abend gute Unterhaltung bringen, von denen die Zuschauer in den Tagen danach aber davon nichts mehr groß wissen wollen, weil das Momentum vorbei ist. Für nen ESC Sieger würde ich mir i.d.R. nicht so einen flüchtigen Moment, sondern etwas mehr Dauerhaftigkeit wünschen. Wird dieses Jahr schwierig, aber ich fand es dieses Jahr per se schon schwierig, so einen Song ausfindig zu machen.
Käärijä hatte 2 ausverkaufte Europatourneen (inkl. vieler Konzerte in Deutschland und UK).
Warum Nemo nicht mit einem Album aus den Puschen kommt, bleibt ein Rätsel.
Loreens Erfolg ist im Vgl. zu Måneskin ja nun minimal.
Maneskin ist aber auch für ESC-Verhältnisse eine absolute Ausnahme.
Der Erfolg von „Tattoo“ minimal???
https://en.wikipedia.org/wiki/Tattoo_(Loreen_song)
Aber ganz abgesehen davon mindert oder steigert der Hitparadenerfolg nicht die Qualität eines Songs.
Denke schon, dass die Jurys im Großen und Ganzen ihre Berechtigung haben, wenn sie wirklich nach musikalischen Kriterien abstimmen. Auch finde ich dieses getrennte Voting gar nicht schlecht, denn hätte es reines Televoting gegeben, wäre die arme Zoë Më mit null Punkten heimgegangen. Das wäre mMn nicht gerechtfertigt. Finde das jetzige getrennte Voting wirklich gut. Die Gefahr ist somit jetzt deutlich geringer, dass ein (oder mehrere) Länder völlig ohne Punkte dastehen.
Muss noch kurz etwas hinterherschieben: Finde es ein bisschen schwierig, Televoting und Jury-Voting gegeneinander aufzurechnen. Bin echt kein Fan vom Siegerbeitrag, um ehrlich zu sein, er nervte mich schon von der ersten Sekunde an. Aber singen kann JJ nunmal, von der künstlerischen Seite haben die Jurys sicher recht. Selbst bei UK könnte man sagen: Okay, der Song war einfach nichts, der Auftritt noch weniger… aber die Stimmen und die Harmonien haben schon gepasst. Also war es letztendlich schon okay, dass einige Jurys dies goutiert haben. Das verstehe ich als ihre Aufgabe, als Gegengewicht zum Publikum, das ja aus dem Bauch heraus wählt (was natürlich auch völlig in Ordnung ist).
Und die italienische Jury, die dann Griechenland und Frankreich und Österreich dann 0 Punkte attestiert, wo wählen die heraus?
Und jährlich grüßt das Murmeltier …
Wie siehst Du die ESC-Siege der Jury-Favoriten in den letzten drei Jahren?
Qualität setzt sich durch. Egal wie man den Songs empfindet, JJ und Nemo haben ihr Können gezeigt. Nehmen wir Loreen dazu, gilt für alle drei, dass ihre Songs und Auftritte herausstachen.
Wäre die Änderung der Gewichtung der Stimmen, eine Möglichkeit, um das besser zu gestalten?
Nein. Es gibt keine Systematik, womit alle zufrieden sind.
ESC-Kompakt könnte über NDR/SWR nachfragen wie in Detail in Deutschland abgestimmt wurde. Wie oft wurde von welchen Rufnummer für welches Land abgestimmt? Erst danach kann man feststellen ob die Behauptung ‚das Publikum hat immer Recht‘ wirklich stimmt.
Oder wie ich heute schon geschrieben habe: wenn 100 Leute 20 Mal für Land A stimmen und 1000 Leute 2 Mal für andere Länder, hat man kein ausgewogenes Ergebnis.
Oder sollte man ganz anders vorgehen?
1 Für Frankreich, Deutschland und Italien: die Halbfinalen gehören ins Hauptprogramm, auf der gleiche Sender wie das Finale gesendet wird.
Vereinigtes Königreich und Spanien haben es dieses Jahr schon gemacht – BBC und RTVE sind damit die Anlaufstellen um nachzufragen ob das gefällt, sich besser auswirkt, usw. Ich spekuliere mal, dass in VK und Spanien mehr Leute mitgemacht haben als bevor und das ist wichtig, wenn man Gruppen-Abstimmungen vermeiden will.
2 In alle drei Sendungen sowohl Publikum als Jurys abstimmen lassen und zwar aus allen Länder. Die Möglichkeit sich zu beteiligen wirkt sich positiv auf die Einschaltquoten aus.
*
Mit reines Publikumsvoting wird den ESC abdriften ins Abseits: eine Nischeveranstaltung für interessierte Freaks und auf langer Sicht damit nicht mehr attraktiv genug für die Anstalten um teilzunehmen.
Den ESC braucht noch mehr neue Impulse, damit Teilnahme für finanzschwache Anstalten (Montenegro z.B.) möglich bleibt.
Irgendwie kann ich den ESC von Jahr zu Jahr weniger ernst nehmen 🥲 Ich war seit Beginn Fan von Laura, das Endergebnis und die willkürliche Punkteverteilung, vor allem der Jury lässt mich allerdings sprachlos zurück. Auch als ich mir den Live-Ticker von ESC Kompakt durchgelesen habe. Ich kann die Punktvergabe in keinster Weise verstehen: Espresso Macchiato bekommt gleich viele Punkte wie Israel und 6 Punkte mehr als Luxemburg? Warum? Ja, es war ein ganz lustiger Auftritt, mehr aber auch nicht. Am Gesang kann es ja wohl hoffentlich nicht gelegen haben.
Bei Luxemburg hat so vieles gestimmt, gutes Staging, schöne Choreo (vor allem der Tänzer), durchgängige Story von Sekunde 1 bis Ende mit vorhandener Message, ein wirklich gelungenes Intro mit der Hommage an France Gall. Mir tut Laura einfach nur Leid. Von den Nachbarn Deutschland, aber vor allem den frankophonischen Ländern Frankreich und Belgien 0 Punkte zu bekommen, tut sehr weh…
Ob man nächstes Jahr überhaupt noch teilnehmen will, steht zum jetzigen Zeitpunkt anscheinend in den Sternen und das völlig zu Recht. Man sollte sich das auf jeden Fall sehr gut überlegen, denn auch viele anderen Entscheidungen waren äußerst fraglich.
Zu Luxemburg sage ich nur: Laura ist sehr talentiert, und die Präsentation war klasse. Leider war das Lied nicht so toll, und dann noch Startzplatz 2 … das wer einer der wenigen Beiträge letzte Nacht, die so abgeschnitten haben, wie ich es erwartet hatte.
Da waren aber einige Lieder viel weniger toll, Platz 22 find ich deutlich zu schlecht bewertet.
Wenn ein Song wie Espresso Macchiato einen dritten Platz ergattert, sagt das eigentlich auch alles über die Qualität der Jurys aus. Das ist meiner Meinung nach nix…aber okay
Espresso Macchiato war mein letzter Platz im Finale und mein vorletzter Platz des gesamten Jahrgangs. Luxemburg habe ich auf Platz 22 von 37.
Sorry, aber das ist wirklich nur deine persönliche Meinung. Ich liebe z.B. die französische Sprache, France Gall sowieso…aber dieser Song aus Luxemburg war doch nix.
Wer den ESC ernst nimmt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. 😉
Es ist halt einfach kein Verhältnis. Ungefähr 200 Stimmen irgendwelcher Musik-“Experten“ (ist Eko Fresh das?) zählen genauso viel wie die Stimmen von 160 Millionen Zuschauern. Wenns um musikalische Qualität bei den Jurys gehen würde – okay, kann man verstehen. Ich bin auch dankbar, dass sie die Schweiz vor einer Totalblamage gerettet haben. Aber kein vernünftiger Mensch, der Ahnung von Musik hat oder haben will, setzt die Nummer aus Großbritannien an die Spitze der 26 Finalbeiträge. Das kann mir keiner erzählen. Nee, 2023 wollte man gezielt Käärijä verhindern und hat den Abstand uneinholbar gestaltet – mit voller Absicht. Vielleicht sollte man mal die Wettquoten abschaffen. Dieses Jahr bin ich zwar einerseits dankbar, denn aktuell gäbe es für den ESC nichts Schlimmeres als einen israelischen Sieg, aber das Problem bleibt trotzdem. JJ war nun mal nicht DER Topfavorit der Zuschauer, aber das interessiert keinen. Dass die Jury Estland verhindert hat, geschenkt, der war nun wirklich nicht künstlerisch wertvoll. Aber wozu noch anrufen, wenn der Televote-Sieger eh keine Chance hat? Ich stimme im Finale nicht mehr ab, mache es nur im Halbfinale bei Acts, die ich sehr mag und deren Finaleinzug wackelt (2023 Portugal, 2025 Lettland). Im Finale bin ich dann grundsätzlich vor allem mal für eine gute deutsche Platzierung und da man für DE nicht anrufen kann, beteilige ich mich nicht mehr an der Abstimmung. Dieses Jahr muss man einfach sagen: Es hätte außer JJ niemanden gegeben, mit dem Jury und Publikum gleichermaßen gut hätten leben können und der es verdient gehabt hätte. Bei Schweden hab ich mir schon gedacht, dass die Jury sie abwertet, aber dass dann beim Publikum auch verhältnismäßig wenig herumkam, hat mich extrem überrascht. Allgemein hatte ja niemand über 300 Punkte. Wäre Österreich nicht mit der Nemo-Kopie aufgekreuzt, wer wäre es dann geworden? Claude nicht, KAJ nicht, Louane auch nicht. Das wäre dann wohl ein zweites 2011 geworden.
Israel wird das auch im kommenden ESC 2026 anhaften. Das Problem bleibt wahrscheinlich noch über Jahre bestehen. Darüber sollte man sich klar sein.
Eko Fresh ist dieses Jahr auf der Kieler Woche, da könnt ihr ihn gerne fragen, wenn ihr da hinfahrt ;). Open air, tickets schätzungsweise 30€.
Auf der Krusenkoppel :D. Das ist normalerweise die Kinderbespaßungszone…
Sorry, lieber Douze Points, aber du könntest in diesem Fall, dieses Jahr, fälscher nicht liegen. Es war so spannend wie nie und DANK den Juries gibt es heute den Eurovision Song Contest noch. Wir wollen keine politischen Siege mehr!! Und wenn wir jetzt mal Israel ausklammern, wäre die 2. Option mit weniger Jurymacht das durchaus witzige, aber auch absolut Trashige Lied aus Estland der Sieger gewesen. JJ ist der absolut verdiente Sieger, denn er hat die absolute krasseste und beste Stimme im Wettbewerb und der Song war absolut top vorgetragen. Dies sollte nciht in den Hintergrund gerückt werden
Ich wäre für 1/3 (Jury) und 2/3 (Tele) sowohl im Halbfinale als auch im Finale, indem man das Tele-Ergebnis einfach verdoppelt. Allerdings sollte man dann noch eine Rest of the World Jury einführen, damit es auch wirklich 1/3 zu 2/3 ist. Dieses Jahr würde das so aussehen, wenn ich mich nicht verrechnet habe:
1.Israel (654 Punkte)
2.Estland (614 Punkte)
3.Österreich (614 Punkte)
4.Schweden (516 Punkte)
5.Albanien (391 Punkte)
6.Ukraine (376 Punkte)
7.Griechenland (357 Punkte)
8.Italien (353 Punkte)
9.Finnland (304 Punkte)
10.Polen (295 Punkte)
Ganz ehrlich: Ich bin absolut für die Jurys. Man merkt total, dass die Qualität in den Halbfinals nachgelassen hat, seit nur noch das Televoting zählt. Klar, der ESC soll bunt und unterhaltsam sein – das liebe ich auch daran. Aber am Ende geht’s doch immer noch um Musik. Um Songs. Und nicht nur darum, wer die schrillste Show oder das verrückteste Outfit hat. Ohne Jurys fehlt einfach ein bisschen das Gleichgewicht. Es wäre schade, wenn echte Künstlerinnen und Künstler mit besonderen Liedern immer weniger Chancen hätten, weil sie nicht laut genug sind.
This!
Ich habe schon bisschen den Eindruck das einige User nicht damit klar kommen, wenn die persönlichen Favoriten schlecht platziert sind. Dann ist alles schlecht und ein neues System muss her.
Was wäre denn ein ESC, mit dessen Ergebnis alle zufrieden wären? Ich unterstelle aber mal allen die gute Absicht, dass man einen möglichst fairen Wettbewerb herstellen möchte, bei dem das beste Lied gewinnt. Was ja allein schon daran scheitert, dass man Kunst nicht vergleichen kann. 🙂
Und daran scheitert es schon. Sprich einen fairen Wettbewerb wird es nie geben. Das klingt vielleicht krass, ist es aber nicht. Die Bestimmung der Startreihenfolge ist nicht fair. Manche Länder werden niemals mit 0 Punkten enden. Es gibt Teilnehmer die mehr Geld zur Verfügung haben. Usw.
Jedes Jahr die gleiche Leier. 🥱 Sowohl Jury- als auch Televoting haben beide ihre Daseinsberechtigung.
Die beiden sind aber auch nur ein Bubble-Phänomen und wurden nach dem kurzen Hype von ihren ESC-Songs von der breiten Masse sofort fallen gelassen. Einen Intervallact beim ESC als Gradmesser für eine angebliche Popularität über den ESC hinaus zu definieren, erscheint mir da sehr weit hergeholt.
Danke an Douze Points aber für das Verlinken des maltesischen Auftritts, so kommen vielleicht nochmal mehr Menschen in den Genuss. Und warum sollte es nicht gerechtfertigt sein, wenn ein moderner Popsong mit auffälliger Performance und starker Stimme 83 Jurypunkte bekommt? Dass Tommy Cash, ohne auch nur im Ansatz die Hälfte aller Töne zu treffen, 98 Punkte bekommt, sehe ich weitaus problematischer.
Außerdem: Es wäre fatal, jetzt den Anteil des Televotings am Endergebnis zu erhöhen, weil dann vermutliche Solidaritätsvotes noch einen größeren Anteil am Ergebnis hätten und die EBU sich dann noch mehr den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung gefallen lassen müsste. Der Blick auf die beiden Semi-Sieger zeigt mir, warum ich froh bin, dass es zumindest im Finale noch Jurys gibt. Denn: Ja, es mag Leute geben (auch einige), denen der ukrainische Song gefällt, aber bei der schlechten Rezension im Vorfeld, der schwachen Gesangsleistung und dem sperrigen Song erscheint der Sieg aus rein musikalischen Gründen beinahe ausgeschlossen. Ähnlich in Semi 2: Ja, die israelische Ballade mag qualitativ hochwertig sein, aber rein von der musikalischen Qualität her niemals mehr als 80 Punkte mehr als zum Beispiel ein Österreich und Greichenland, die auch im Semi auftraten.
Fazit: Das System bitte unbedingt beibehalten, da sich die beiden Votings immer (mal mehr, mal weniger) gut ergänzen. 🙂
Die Popularität von Malta mit den Jurys kann ich tatsächlich verstehen, auch wenn ich das Lied nicht mag. Der Jury-Erfolg von Estland sollte mMn aber dazu führen, dass man die Zusammensetzung der Jurys neu überdenkt.
Warum?
Weil Tommy Cash nicht singen kann, und die stimmliche Ausführung ist ja ein Kriterium für die Jurys. Wenn eine Jury kleine Punkte an EM vergibt, OK, das mag das Gesamtpaket rechtfertigen, indem andere Aspekte den grottigen Gesang ausgleichen, aber 8 oder 10 Punkte für EST25 macht die Jurys mMn unglaubwürdig.
Ist ein Kriterium für die Jurys. Vielleicht hat der Beitrag sie ja in vielen anderen Bereichen überzeugt? Staging, Text, Idee, Ohrwurmfaktor, etc? Nicht, dass ich nicht auch überrascht gewesen wäre, aber schlechte Stimme = keine Punkte ist ja ebenso zu simpel gedacht wie gute Stimme = viele Punkte (Hallo, Großbritannien!).
Das habe ich ja gar nicht gesagt. Ich sprach von 8 oder 10 Punkten für Estland.
Wahrscheinlich haben viele Juroren andere Kriterien höher gewertet. Allerdings wie ein Juror es macht, er macht es falsch könnte man sagen. Eben Beispiel Estland. Estland kommt beim Publikum super an und Juroren geben Estland auch Punkte und dann ist es auch wieder nicht gut.
Sind wir mal ganz korrekt, ist der ESC doch im Grunde ein Komponisten-Wettbewerb. Also sollten die Jurys vor allem Text und Musik bewerten. Stimme und Performance: zweitranging. Allerdings befinden wir uns um Jahr 2025… 😀
Das ist in erster Linie eine Unterhaltungsshow, fair kann ein reines Televoting ohnedies nie sein, so lange die Punkte von ein paar Händen von Anrufern in Luxemburg genauso viel zählen wie die Punkte von ein paar tausend Anrufern in Polen. Mit dem Juryvoting wird es einfach spannender und es werden politisch motivierte Votings etwas ausgeglichen, wie man ja auch dieses Jahr wieder gesehen hat. Die Qualität der Songs leidet auch gewaltig, wenn es keine Jurys gibt, wie man ja schon nach der Abschaffung der Jurys gesehen hat.