
Vor zwei Jahren Käärijä (Aufmacherbild), letztes Jahr Baby Lasagna, dieses Jahr Yuval Raphael. Dreimal hintereinander haben die Jurys beim Eurovision Song Contest dem Publikumsfavoriten den Sieg verwehrt und entschieden, wer die Siegtrophäe mit nach Hause nehmen darf. Die Favoriten der Zuschauer*innen hatten das Nachsehen und konnten sich bestenfalls über den zweiten Platz freuen. Ist das fair und im Interesse der (kommerziellen) Erfolgs des Wettbewerb und der teilnehmenden Künstler*innen?
Zugegeben: Seit der Wiedereinführung der Jurys im Jahr 2009 waren diese nicht immer das Zünglein an der Waage. 2011 setzten sich die Televoting-Favoriten Ell & Nikki mit „Running Scared“ durch, 2018 Netta mit „Toy“ und 2021 Måneskin mit „Zitti e buoni“ – und holten sich jeweils den ESC-Gesamtsieg. 2022 war dann ohnehin eine Ausnahmesituation mit dem gerade gestarteten Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine und der großartigen Solidarität der europäischen Völker.
Und natürlich gab es auch Jahre, wo sich Jury- und Televoting einig waren: Bei Alexander Rybak und Lena etwa, aber auch bei Loreen 2012, Emmelie de Forest, Conchita Wurst und Salvador Sobral. Das ist natürlich der beste Fall. Der trat aber tatsächlich 2017 das letzte Mal ein.
Gerade mit den Siegen von Nemo im letzten Jahr und jetzt von JJ sind wir aber denkbar weit von einem Einklang von Jury- und Televoting entfernt. Nemo war beim Televoting nur Fünfter, JJ jetzt Vierter. „The Code“ hatte nach einer kurzen Euphorie kein dauerhaftes popkulturelles Echo. Es bedarf nicht allzu viel Kaffeesatzleserei, um das auch für „Wasted Love“ zu vermuten. Gleichzeitig zeigten Käärijä und Baby Lasagna als Pausenact im gestrigen ESC-Finale, dass sie und ihre Songs dauerhafte Relevanz über den eigentlichen ESC-Abend hinaus hatten und auch noch weiter die Menschen begeistern.
Die EBU hatte gute Gründe, als sie die Jurys wieder beim Wettbewerb etablierte – auch wenn an ESC-Siegern der Nuller Jahre, die ohne das Zutun von Jurys zustande gekommen sind, wie „Molitva“, „My Number One“ oder „Hard Rock Hallelujah“ recht wenig auszusetzen ist. Alles sind ESC-Hits für die Ewigkeit.
Gleichzeitig kann man fragen, ob es wirklich gerechtfertigt ist, wenn die Jurys gestern Abend dem israelischen Beitrag „New Day Will Rise“ ganze 60 Punkte geben, aber Miriana Conte von ihnen 83 Punkte bekommt oder Tommy Cash 98 Punkte? Wäre es – abgesehen von den politischen Umständen – wirklich kulturell so falsch gewesen, wenn die Televoting-Siegerin Yuval Raphael den ESC 2025 gewonnen hätte? Oder der Televoting-Zweite Tommy Cash mit seiner Spaßnummer, die absurd gut ins Ohr geht und offenbar Menschen in allen Teilen Europas erreicht hat?
Televoting-Favoriten haben in den letzten Jahren nur dann den ESC-Sieg davon getragen, wenn sie beim Publikum sehr weit vor den anderen Beiträgen lagen. Das ist aus den unterschiedlichsten Gründen – nicht zuletzt dem reinen Televoting in den Semis – schwerer zu erreichen als bei den Jurys, denen zum einen klare Bewertungskriterien vorgelegt werden und die sehr oft einer geringen Anzahl von Beiträgen die Höchstpunktzahlen zukommen lassen, so dass diese einen Vorteil gegenüber Televoting-Favoriten haben.
Jurys können sinnvoll sein, um groben musikalischen Unfug zu verhindern, den es ohne Zweifel beim ESC geben kann. Sie sollten aber nicht bevormundend sein und ihren Willen durchsetzen, sondern eher Wegweisung geben und künstlerisch anspruchsvolleren oder innovativen Beiträge Anerkennung zollen, die ihnen das Publikum möglicherweise vorenthält (siehe die Schweiz gestern Abend).
Das minimale Wertungsübergewicht des Televotings wegen der Rest-of-the-World-Stimmen reicht da nicht aus. Man könnte ja mal prüfen, wie sich die Ergebnisse geändert hätten, wenn die Jury-Stimmen ein Drittel zählen und die des Publikums zwei Drittel. Dann würden wir uns auch dem Ideal des deutschen Grundgesetzes annähern: Die Macht geht vom Volke aus (und nicht von den Jurys).
Wie siehst Du die ESC-Siege der Jury-Favoriten in den letzten drei Jahren? Wäre die Änderung der Gewichtung der Stimmen, eine Möglichkeit, um das besser zu gestalten? Oder sollte man ganz anders vorgehen? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
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Israel mit seiner Vertreterin Yuval Raphael ist der verdiente Gewinner des Televote und hat damit seinen Hatern eine symbolische Ohrfeige verpaßt. Für mich ist Yuval die Gewinnerin der Herzen in diesem Jahr!
Es gab übrigens noch einen Vorfall zwischen Israel und Armenien, und zwar war das im zweiten Halbfinale. Einer der Kommentatoren von KAN hat sich beim Auftritt von PARG zu folgender Aussage hinreißen lassen:
„Ich kann nicht glauben, dass wir ‚diesen‘ Typen in Jerusalem ein ganzes Viertel geschenkt haben … Survivor – so fühlen wir uns, nachdem wir dieses Lied gesehen haben.“
https://eurovoix.com/2025/05/18/armenia-kan-issues-apology-over-comments-commentators/
Der Generaldirektor von KAN, Golan Yochpaz hat daraufhin dem Sender AMPTV für diese Aussage schriftlich entschuldigt.
Die Punkte / Das Ranking von Israel:
Publikum
Ukraine – Estland – Österreich – Griechenland – Armenien – Deutschland – Frankreich – Luxemburg – Schweden – Finnland – Niederlande – Lettland – Albanien – Malta – Italien – Schweiz – Polen – Dänemark – San Marino – Norwegen – VK – Litauen – Spanien – Portugal – Island
Jury
Griechenland – Deutschland – Malta – Lettland – Österreich – Armenien – Ukraine – Italien – Luxemburg – Polen – Schweiz – Litauen – Schweden – Estland – Niederlande – Finnland – Albanien – Dänemark – San Marino – Frankreich – Portugal – Vereinigtes Königreich – Norwegen – Island – Spanien
Ich vermute, dass KAN in 2026 ein neuer Kommentator einsetzen wird.
Neue Kommentatoren würde ich tatsächlich begrüßen. Ich schaue den ESC ja oft über KAN, und die Kommentatoren dort kommentieren das Geschehen meist auf mehr oder weniger unterhaltsame Weise. Aus meiner Sicht wäre es wünschenswert, wenn KAN zukünftig nach Kommentatoren sucht, die mehr ESC-Fachwissen mitbringen und auf vermeintlich humorvolle Bemerkungen verzichten (und die nicht noch Bemerkungen machen, wenn die Bühne bereits ready für den nächsten Auftritt ist).
Wir schauen meistens über VRT1. In Flandern benutzt man die Juryshows um die Publikumshows mit Untertitel zu ergänzen, so dass der Kommentator weniger übersetzen und erklären muss.
Außerdem: ohne Werbung, mit humorvolle Beschreibungen von was kommt.
Ein Tausch mit Herrn Schorn hat dann wohl wenig Sinn? 😉
entschuldige die Nachfrage: was ist KAN? Danke für Info. LG
https://de.wikipedia.org/wiki/Israeli_Public_Broadcasting_Corporation
Danke
Das ist die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Israels, die beim ESC mitmacht.
Danke
Gern geschehen! 😀
War das der gleiche, der letztes Jahr andere Teilnehmer*innen beleidigt hat wie Bambie Thug?
Ja, es sind wieder dieselben Kommentatoren wie im letzten Jahr gewesen. Bei ihren Bemerkungen zu Bambie Thug musste ich ehrlich gesagt ein wenig schmunzeln – wer so deutlich austeilt, sollte auch damit rechnen, dass mal etwas zurückkommt. Und ganz ehrlich: Die Kommentatoren haben im Grunde nur ausgesprochen, was vermutlich vielen Zuschauerinnen und Zuschauern ohnehin durch den Kopf ging.
Naja, viele denken auch rassistisch und man muss es nicht aussprechen. Man kann ja gerne auateilen, aber ich finde Beleidigungen sind ein No GO ( ich weiß, dass andere Länder auch nicht wirklich zimperlich sind, wobei ich Norton z.B als brutal aber nicht beleidigend empfinde.
Wobei ich nicht den Eindruck habe, dass die Kommentatoren beleidigend sind. Ihr Stil zielt eher auf eine humorvolle, mal mehr, mal weniger gelungene Begleitung der Shows ab – inklusive teils spitzen Bemerkungen und viel Ironie. Das kennt man ja auch von Kommentatoren anderer Länder, etwa Graham Norton. Persönlich mag ich diese Art der Kommentierung beim ESC nicht so sehr. Ich würde mir eine andere Art der Moderation wünschen – oder vielleicht sogar ganz neue Kommentatoren.
Wer das, was gesagt wurde, als Beleidigung labelt, will nur Opfer spielen. Und es waren nicht „andere“. Sie war die Einzige, die sich beschwert hat – weil sie sonst nix gefunden hat, um etwas zu finden, was ihr unmögliches Mobbing hätte irgendwie ausgleichen können. Lachhaft!
Bambie war die personifizierte Beleidigung. Wer austeilt, der muss auch einstecken können. Das lernen Kinder normalerweise auf dem Schulhof.
Ich finde es gut, dass man sich entschuldigt hat.
Wobei diese Geschichte eh etwas fishy ist. Jetzt heißt es, es sei ein Kommentator gewesen, aber es kursierte ja schon vorher am Samstag. Ich weiß auch nicht, was für ein Beef KAN mit Armenien haben sollte.
Nicht böse sein, aber ich fand den Titel langweilig, die Inszenierung nicht sonderlich einfallsreich/stimmig, die Stimmen des Publikums sind aus meiner Sicht politisch motiviert, und daher bin ich froh, dass Österreich gewonnen hat, wohlwissend, dass die Jurystimmen ihn gerettet haben. Und um das auch ganz klar zu sagen: ich habe nichts gegen Israel, bin aber kin Freund von Abstimmungen dieser Art, ebenso, wie ich die Mitgefühl-Stimmen mit der Ukraine der vergangenen Jahre nicht goutiere.
Also: es bleibt die Frage, ob der Titel mir gefallen hat. Antwort: nein. Egal, ob Grönland, Großbritannien, Israel, Australien,Luxembourg, whatever.:-)
Wäre also aus meiner Sicht der falsche Siegerbeitrag gewesen.
Vorsicht: gleich wirst du schon aufgrund deines ersten und deines letzten Satzes mit dem Vorwurf ein schwerer Antisemit zu sein, konfrontiert.
das würde sehr viel aussagen -und zwar über die, die mich so titulieren würden.
Und wieder so einer. Hört ma auf, Antisemitismus salonfähig zu machen, indem ihr irgendwelche hirnrissigenen Geister beschwört.
keine Sorge, ich werde nicht weit ausholen, nur soviel: schau Dich in Deutschland um: Antisemitismus ist längst salonfähig – auch von politischen Parteien im demokratischen Gewand durchaus geduldet, oder zumindest, nicht ausreichend bekämpft.
PS: den israelischen Beitrag nicht zu mögen, hat nichts mit Anti-Semitismus zu tun!
Jaja, mal wieder aus dem Wörterbuch der Rechtspopulisten. Man darf hier nichts sagen und so weiter. Traurig, dass das 17 mal Beifall bekommt. Antisemitismus ist immer noch vor allem ein rechtes Ding, auch wenn die Faschisten der AfD so tun, als wären sie die größten Freunde der Juden, nur weil ihr Hass auf den Islam zur Zeit noch größer ist.
Was muss denn ein Siegerbeitrag mitbringen?
Das kann in Details jedesmal etwas Anderes sein – im großen Ganzen muss er mich schlicht „erreichen“ – und nicht vorgeben, etwas zu sein, was er nicht ist. (kannst Du auch als stimmig/echt/glaubwürdig/ bezeichnen, wenn Dir das besser gefällt) Gespielte, durchschaubare Emotionalität/Dramatik erreicht mich nicht.
Schade, dass dir dann auch der disejährige Siegersong nicht gefallen sollte. An aufgesetzter und durchschaubrer Dramatik und Emotionalität war dieser ja wahrlich nicht zu überbieten.
Und du meinst die extrem wenigen Stimmen von der Jury für Israel sind unpolitisch? Mitnichten, hier zeigt sich die linke Fratze vieler Jurymitglieder in Europa. Ja die komplette Wertung für Israel ist politisch und ich bin froh das das Publikum den Judenhass der Juris annähernd ausgleicht.
Meinst du, die extrem vielen Stimmen des Publikums für Israel sind unpolitsch? Insofern gleichen sich Jury und Televote da doch aus.
Neue Definition von Antisemitismus just dropped: uninspirierte 08/15-Balladen nicht großartig zu finden.
Sehe oben bei den Stimmen von Israel: Island und Spanien ganz unten … Das ist doch gleichfalls politisch oder?
linke Fratze vieler Jurymitglieder
Ähem. Ich bin auch links; ich bin aber weder eine Fratze noch anti-Israel. Wenn man solch absurde Formulierungen benutzt, macht man sich ganz öffentlich zum Dödel.
Was er wahrscheinlich meint: Beim Hass auf Juden und Israel sind sich Rechts- und Linksextremisten erstaunlich einig.
Ist wirklich schwierig hier einige seltsame Äußerungen zu deuten, die werden auch gerne mal einfach so ohne Begründung eingeworfen.
Auch eine Propagandamethode von Rechts, Meinung als Wahrheit zu verkaufen, indem man sie als angeblich allgemein bekannt hinstellt.
So ködern die auf Tik Tok noch von Hass unverseuchte Hirne von Jugendlichen.
Wenn schon von Rechts und Links hier geschrieben wird, bin ich eigentlich raus , denn: Rechts ist nicht rechtsextrem, und Links ist nicht linksextrem, Die rhetorischen Muster und Methoden unterscheiden sich nicht wesentlich! ich arbeite mit Sprache und Kommunikation, schule und analysiere Rhetorik … mir ist dieses von beiden(!) extremen Seiten eingesetzte rhetorische Muster zuwider. Aber ich kann nur den Kopf schütteln, wenn diese Methoden ausschließlich , Zitat „Rechts“(nochmal: definiere „Rechts!) vorgeworfen werden. Das ist naiv.
Rechts ist da, wo der Daumen links ist. 😉
es gab schon einige treffende Antworten auf diesen beitrag von Dir – aber vielleicht eine Anregung: Differenziertheit hilft.
Wieso sollte Jemand böse sein?
Einer meiner Highlights war der Beitrag der Ukraine 2024 und ich höre ihn immer noch gern.
Ehrlichgesagt würde so einen Spruch keine sau interessieren, wenn er zB. von Graham Norton kommen würde.
Vielleicht haben alle in der Terry-Wogan-Universität das Fach „ESC-Kommentierung“ belegt?
Das ging schnell! Die alljährliche Diskussion im ESC Kosmos über „das System“ 🤭
Meine Meinung ist schnell gesagt: Die eierlegende Wollmilchsau gibt es in der Systemfrage halt nicht. Daher bevorzuge ich das aktuelle System, weil Jury- und Televote wechselseitig die Einflüsse korrigieren, denen beide unterliegen können. Und die Sieger waren bislang immer Acts, die in beiden Votings ein gutes Resultat eingefahren haben, daher kann ich damit erst recht leben. Ich finde lediglich, es sollten in den Semis und im Finale die gleichen Regeln gelten.
Natürlich bin ich auch offen, eine Quote einzuführen, kann man ja mal testen. Mir ist das Event als solches viel, viel wichtiger als die Berechnungsmethode des Resultats. Daher komme ich auch klar, sollte das Juryvote irgendwann wieder abgeschafft werden. Nur eines garantiere ich euch: Die Systeme mögen wechseln – die Diskussionen darüber werden bleiben 😉🫶💗
Solche Probleme gibt es nicht wirklich beim SCC. 😉
Öhm…weit gefehlt. Dort wurde letztes Jahr ebenfalls über das Wahlverfahren in der Vorrunde diskutiert 🤓 Aber die SCC Community ist wesentlich gechillter… 😉
Das stimmt. Mal sehen wann der SCC los geht, bis dahin muss ich noch einen Favoriten finden und meine Liste ranken.
Hier eine Entscheidungshilfe (Rainer Knuth hat es gefunden):
Eurovision 2025 Eliminated Songs Top 710
👍
Ja, wäre in der Tat interessant zu wissen, wann das SCC Prozedere startet. Mir wurde gezwitschert, das SCC Radio veranstaltet dann nämlich die (ersten) alljährlichen Songpaten Awards, ganz im Stile der Oscar Verleihung! Das würde ich ungern verpassen… 😇
Ohhhh! Na da bin ich ja gespannt! 😁
Meine Top-70-Liste steht ja bereits seit Monaten. 😀
Demnach müsste ich Patin für FFTS, Iskaz, einen Dora-Song oder für Simon aus Armenien sein.
Edit: Wildcard-Anwärter gelten ja leider nicht. Sonst müsste ich nicht lange überlegen:
Und Gottseidank wird das ja dieses Jahr wohl auf ein besser verarbeitbares Maß gestrafft. Hatte Berenike ja schon gesagt.
Dann jammerst du mir wenigstens nicht mehr jede Woche die Ohren voll 🙏😂😉🫶😘
Den letzten Satz hast Du aber von Cicero oder Aristoteles oder so abgeschrieben, gell? 😉 … Quatsch beiseite, gutes Statement: ich erinnere nur an die alljährlichen Diskussionen über den deutschen Zwölfer für die Türkei.
Und hätte es in den ersten Jahrzehnten schon Foren und Blogs etc. gegeben, wie sähen die Kommentare aus?
„Klar, die Schweiz gewinnt, was denn auch sonst: in Lugano!“
„Boah ay, schon wieder Luxemburg, Immer dieses französische Gesülze…“
„Echt jetzt? Die spinnen, da macht mal ein Superstar mit und dann wählen die die La,la,la-Tante?“
„Wir können schicken, was wir wollen, die mögen uns alle nicht!“
„Haben die Lack gesoffen? Da sind so viele moderne Beiträge am Start und die Französin gewinnt mit dem altbackenen Liedchen über den Vogel?“
„Können die mal bald einen Kinder-ESC machen, jedes Jahr das selbe und jetzt gewinnt auch noch eins davon, wer da wohl in der Jury sitzt?“
„War ja klar, dass der Logan das wieder gewinnt!“
„Was haben die Iren den Juries denn bezahlt, egal, was die bringen, die gewinnen immer, sind die von Kerry-Gold geschmiert? Es wird mal Zeit, dass wir mit abstimmen, dann hört das auf!“
….
P.S.: Ich wäre natürlich komplett die Gegenseite gewesen, versteht sich. 🙂
😁👍🏻
Ob das Zuschauervoting wirklich representativ für die Zuschauer ist, haben wir bisher nie erfahren. Es ist doch ein riesiger Unterschied, ob jede Person einmal abstimmt oder zwanzig Mal. Dann konzentriert sich nämlich die Votingmacht auf die Powervoter.
An sich gäbe es eine ganz einfache Lösung, wie sie demokratietechnisch selbstverständlich sein sollte:
Eine Person, eine Stimme.
Solange das nicht so ist, möchte ich auf keinen Fall eine Abschaffung der Jury.
Die wirklich passionierten Fans stimmen wahrscheinlich zudem von mehreren Geräten aus ab.
Am besten bekommen alle Wahlberechtigten im Vorfeld Wahlunterlagen zugeschickt, über die man sich legitimieren muss. Jeder Legitimationscode darf nur 1 x verwendet werden … 🤓🤣🤣🤣
Die wirklich passionierten Fans würden aber auch dann einen Weg finden, z. B. nicht interessierten Verwandten, Freunden, Kollegen und Nachbarn die Wahlunterlagen abluchsen …
Präsenzwahl in der Kabine ist die Lösung! 😛
🤣 🤣 🤣
Deshalb immer mit Ausweis und Lichtbild wählen. 🤓
Wir haben die Lösung. Wer ruft jetzt die EBU an? 🤔
Anrufen? Quatsch! Wir schicken ein Fax. 🤓
ein Telex.
eine Postkarte?
hmmm…
Abstimmen per Postkarte, wie früher bei „Musik ist Trumpf“ und dann gibt es das Ergebnis immer im Folgejahr.
Okay, diese Kommentarspalte bitte anpinnen 😂
Brieftauben! Die sind auch Friedenssymbol. Die Symbolik wird der EBU gefallen! 😁
Macht ja die CDU seit Jahrzehnten, indem sie Shutteldienste für Seniorenheime anbieten, die wissen genau, das sind alles potentielle rechte Stimmen.
Ich habe dieses Jahr endlich meine Kusine überzeugt, von der ich dachte sie hätte einen guten Musikgeschmack, den ESC zu schauen. Ihr Mann ist dabei eingeschlafen, und sie fand Österreich schrecklich und die Sauna nicht schlecht. Toll, genau das, was ich nicht wollte…
Du musst dringend an Deinem politischen Sachverstand arbeiten. Diese „rechts“-Quatscherei , sorry, aber das isr wirklich auffällig, wie Du hier redundant von „rechts“ schwadronierst, ohne jegliche Differenzierung.
PS: und diese Kritik an Dir diesbezüglich ändert nichts daran, dass ich einige Deiner musikalischen Analysen zum ESC durchaus unterschreiben kann.
Eine person nicht unbedingt aber zumindest ein gerät, eine stimme. Würde schon viel bewirken.
Ansonsten guter vorschlag.
Ich finde einfach, dass wir die Jurys zurück im Semi brauchen. Die haben oft Länder mit großer Diaspora im Semi zurück gehalten, wenn die schlechte Songs geschickt haben. (Albanien, Polen, etc…)
Die kommen natürlich jetzt ins Finale und diese Länder haben eine große Fangemeide, die diesen Song hoch bringen. (Polen2016, 2022, 2023, 2025 // Albanien 2021/2023)
Ich glaube, wenn die Jurys in den letzten 2 Jahre mit in den Semis abgestimmt hätten, wären einige andere weiter gekommen.(Lettland 2023, Denmark 2024, Tschechien 2025 und Belgien 2025)
Dann gäbs mehr Juryfutter und einige Televoterfutter bzw Diaspora Länder werden hängen bleiben.
Denn Erfolg bei Televoting, heißt nicht Erfolg. Denkt mal zum Beispiel am ESC 2022. „Slomo“, „Brivide“, „Spaceman“ und „Hold me closer“ sind doch erfolgreicher und zugänglicher als die Ukraine und Moldau.
Der kommenzielle Erfolg gibt den Jurys halt wirklich recht.
Die Qualität der Songs gibt den Jurys halt auch recht.(Schweiz2021,2025//Frankreich2025//Belgien2021//Portugal2021,2022,2024//Bulgarien2021//Griechenland2022)
Gute Gesamtkonzepte werden überraschend gut belohnt.
(Estland2023,2025// Finnland 2021,2023,2025// Kroatien2024//Ukraine2021//Serbien2022)
Schaut mal euch die ESC 2016-2022 an.
Da haben sich meist die Televotingsongs durchgesetzt:
Portugal 2017 – Israel 2018, Italien 2021, Ukraine 2022
Jetzt seitdem die Jurys im Semi weg sind, setzt sich der Jury Gewinner deutlicher ab, da die große Konkurrenz fehlt.
2023 ist das beste bespiel dafür. Ich verstehe zu 100% Prozent, wieso Tattoo mit Punkten zugewurfen wurden. Sie hat schon vorher Erfolg mit den Song und sie hatte ein perfektes Gesamteskonzept, ich meine sie hat ca. 800.000.000millionen Streams in Spotify, zum Vergleich Cha Cha Cha hat ca 180.000.000millionen und ich finde beide Songs absolut Siegerwürdig.
Kurz gesagt: Bitte EBU, lasst die Jurys zurück ins Halbfinale.
Ähem, Albanien und Polen, die beiden Länder, die Du als Beispiele anführts, sind letztes Jahr aber trotz 100 % Televoting an der Finalhürde gescheitert …
Die Diaspora hilft nicht immer bei qualitativen schwachen Songs, dafür sind Polen und Albanien vergangenes Jahr, die besten Beispiele.(BTW habe Titan lustigerweise zufällig am Mittwoch in BK gehört, da hat er mir überraschend gut gefallen)
Um mein Argument für die Jurys zu bestärken, hätte es ohne eine Jury nicht geschafft Albanien 2018, Israel 2016 oder hätten sich mit alleinigen Juryhilfe ins Finale kommen können Ungarn 2019, Rumänien 2022.
Und diese Songs haben (oder hätten) den jeweiligen Juryfavorit Punkte weg genommen.
Zudem gibt es die hohen Juryfavoriten erst seitdem die Jurys aus dem Semi verbant wurden.
Tattoo ist ein schlechtes Beispiel, da Loreen hier 2. im Televote wurde. Die Schere der Beliebtheit klafft da nicht so sehr auseinander.
Will damit sagen, dass Finnland und Kroatien wahrseinlich die letzen beiden Jahren gewonnen hätten, anstand Schweden und der Schweiz, wenn die Jurys mehr Futter im Finale gehabt hätten. Bin mir sehr sicher, dass ein Lettland 2023 oder auch Dänemark 2024 einige Punkte den späteren Jurygewinner gestohlen hätten.
Ich fände ja mal einen Kommentar zu Schweden interessant. Warum sind so viele (inklusive mir) dem Schweden- Hype auf dem Leim gegangen. Es verging ja fast kein Tag, wo ein Schweden- Thread eröffnet wurde, zum Thema warum Schweden gewinnen wird. Selbst bei Loreen war das nicht so heftig. Sauna da, Sauna dort und dann ging denen gewaltig die Luft aus. Ich bleibe dabei das ist der FFF 2025. Die Buchmacher, OGAE, Stammtische, usw lagen völlig daneben. Was letztlich sehr gut ist, weil eben doch nicht alles vorhersehbar ist.
Abwarten. Bei Spotify Deutschland ist es aktuell der erfolgreichste Song Platz 59 neben Baller! (Platz 10). Tommy Cash kommt erst auf 98. JJ noch weiter hinten. Mal sehen wie es morgen aussieht, da wird es interessanter. Ich könnte mir vorstellen, das Kaj so ähnlich erfolgreich werden wie Baby Lasagna/Käärija.
Ich gönne es Abor und Tynna von Herzen.
Ich war mir komplett sicher, dass Schweden gewinnt und dachte, alle anderen möglichen Sieger wie Österreich, Schweiz, Frankreich, Albanien oder Finnland wären von der Bubble herbei fasziniert worden, weil man keine Lust auf einen weiteren schwedischen Sieg hatte (und weil sich der Beitrag bzw. vor allem die Inszenierung natürlich abnutzen mit der Zeit). Hätte aber ehrlich gesagt auch mit mehr Jurypunkten gerechnet, eben weil die Performance so glatt und perfekt ist. Liegt jetzt aber wohl vor allem an Tommy Cash, dass Kaj „nur“ Dritter beim Televote geworden sind. Aus meinem Umfeld habe ich den Kommentar gehört, dass der Beitrag wirkte wie eine gut gemachte Werbung für eine Sauna. Aber dass man bei einem vierten Platz überhaupt von einem Fail spricht, das sagt ja schon alles. Für mich liegt der Fail vor allem bei den Buchmachern. Und Bara Bada Bastu-Fan bleibe ich weiterhin, macht ja immer noch richtig Laune, die Nummer.
Auch wenn Schweden nicht die Erwartungen erfüllen konnte, gehe ich doch stark davon aus, dass es Dir nach wie vor gefällt, unabhängig vom Ergebnis.
Klaro! Yski. kaski, kolme – Sauna!!
Pa-Ra-die-I-ies!
Aber ja, es wirkte müde und erinnerte an die sich über die Bühne schleppende Angelina letztes Jahr.
Schweden ist eben so ein selbstverstärkendes Ding. Die Fans schauen genau dort hin und selbst dieses Jahr wo fast alle sagten, das war ein schwaches Melodings wird der Sieger sofort als möglicher ESC-Gewinner gehandelt, Entsprechend sind dann auch die Wettquoten und Presseartikel. In der Tagesschau wurde beispielsweise nur Schweden als möglicher Gewinner vorgestellt. Und das gibt dann eben auch bei den Zuschauern eine besondere Beachtung und wir wissen ja aus der Soziologie, dass wir uns lieber als Gewinner als Außenseiter outen, also dann doch eher den vermutlichen Gewinner wählen. Ok, gibt auch Ausnahmen, Loreen war und ist immer gut, aber ansonsten hat Schweden nicht wirklich viel in den letzten Jahren geboten.
Cornelia Jakobs verdient es nicht, so hinweggewischt zu werden. Neben Loreen ist sie stimmlich sicherlich das Beste, was Schweden in den paar letzten Jahren geschickt hat.
Ok, aber 3 von 10 ist immer noch nicht viel.
Unforgettable war super!
Lacht – das sehen die Schweden aber anders.
Wettquoten. Wobei fast alle vergessen, dass diese Odds nur den englischen Geschmack wiedergeben.
Da in 2025 die Proben zum Großteil nicht zugänglich waren, gab es keine neue Informationen und blieben die Wettbüros bei ihre Prognosen.
Ich glaube eher, dass die Aufrufzahlen von Spotify und Youtube, korrigiert nach Einwohnerzahl und Flatrate-Internet in einem Land, das Endergebnis besser vorhersagen.
Meine schwedischen Freunde nehmen den ESC sehr sehr ernst. Sobald der Vorentscheid abgehandelt ist, beginnt der Hype. Es mag Ausnahmen geben, aber nicht in dem Kreis in dem ich mich bewege. Sie sind sich sicher das sie gewinnen und so verkaufen sie es auch. Ich war überrascht über den diesjährigen Beitrag – der gute Laune Song fing mich mit ein oder ich ließ mich einfangen – Hauptsache nicht Loreen 3.0.
Allerdings sah ich sie nicht als Sieger und bevor das Voting zu Ende war, hatten sich alle Schweden verabschiedet.
Schweden wirkte auf der ESC-Bühne im Vergleich zur Konkurenz ein wenig aus der Zeit gefallen. Die meisten anderen haben Backdrop, LED-Floor genutzt und die ganzen anderen technischen Möglichkeiten ohne Ende genutzt und KAJ haben da ne Holzhütte auf die Bühne gestellt. Das war jetzt noch nicht ganz so schlimm, wie den LED-Boden mit Teppich abzudecken, aber es ging schon ein wenig in diese Richtung.
Noch nie war der Kommentar unpassender. Wir leben hier in Deutschland in einer anderen Welt als Rest-Eurovision und es wäre klar gewesen, dass ein ESC in Israel zu einer starken Verwerfung innerhalb der EBU geführt hätte. Ein Beispiel ist Spanien wo die Televoting Ergebnisse offiziell angezweifelt werden. Lieber zurück zum alten Voting-System bei dem Deutschland in den Top-10 gelandet wäre und UK verdient auf dem letzten Platz.
Bloß weil es da draußen so viele Aluhutträger gibt, ist der Kommentar unpassend?
Wo werden die Televoting Ergebnisse „offiziell“ angezweifelt? Link, bei solch einer Behauptung wäre Pflicht.
https://eurovoix.com/2025/05/18/%f0%9f%87%aa%f0%9f%87%b8-spain-rtve-calls-for-urgent-debate-on-eurovision-televoting/
Und hier ist der bluesky Post vom offiziellen Sender:
https://bsky.app/profile/rtvenoticias.bsky.social/post/3lphcq3sy542y
Es ist doch inzwischen ziemlich offenkundig, dass es RTVE um alles mögliche geht, aber nicht um einen Musikwettbewerb.
Bericht von El Pais dazu: https://elpais.com/television/2025-05-18/tve-solicitara-este-lunes-una-auditoria-del-televoto-espanol.html
Obwohl mir persönlich jetzt schon zweimal hintereinander der Jurysieger und damit auch der ESC-Sieger nicht zusagt, bin ich trotzdem für das Beibehalten der Jury, und zwar weiter im Verhältnis 50:50 zum Televoting. Ein anderes Verhältnis macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Bei einem Verhältnis von beispielsweise 25:75 kannst du die Jury auch gleich abschaffen.
Aus meiner Sicht sollte man an der Auswahl der Jurymitglieder ansetzen und diese sollten angewiesen sein, die Songs wirklich neutral und nicht politisch zu beurteilen. Des Weiteren finde ich nicht gut, dass bei der Punktepräsentation immer wieder „0 Punkte“ vom Televote kommen und dann auch folglich knallhart präsentiert werden. Man sollte vielleicht überlegen, die Kriterien für die Punktevergabe zu überarbeiten. Ich habe da leider auch keinen wirklichen Plan, aber man könnte vielleicht die sakrosankten 12 Punkte usw. auf den Prüfstand stellen. Diese haben jetzt schon seit 50 Jahren Bestand. Man kann auch mal mit Traditionen brechen.
Ich finde auch, dass man die 12 Punkte im Televoting abschaffen, weil sie bei der Punktevergabe ja ohnehin nicht mehr auftauchen. Allerdings sollte das Televoting mMn genau die gleiche Anzahl an Punkten vergeben wie die Jurys.
Ja, das sage ich seit Jahren. Einfach die Zuschauervotes in Punkte umrechnen ohne das 12-Punkte-System zu nutzen, dann gäbe es auch kaum noch Null-Punkte. Oder das alte System wieder einführen, spannender ist es nicht geworden, eher eine Stunde lang langweilig, weil man weiß, dass sich alles am Ende noch mal ganz ändert.
Über die Jury-Frage könnte man vermutlich Abhandlungen so umfassend wie Doktorarbeiten schreiben und käme am Ende trotzdem nicht auf einen Nenner.
Es braucht definitiv irgendeine Art von Umstrukturierung. Ich persönlich find es besonders schlimm, dass durch das Votingsystem als solches ein Beitrag, der 37 Mal in ganz Europa auf Platz 11 landet, am Ende mit 0 Punkten abgeschlagen Letzter wird, während ein Land, das in 36 Rankings Letzter ist und einmal Platz 1 schafft trotzdem im Endresultat besser abschneidet. Ich fände ein Ranking aller Beiträge deutlich fairer als die aktuelle Beschränkung auf die Top 10.
Tatsächlich sollte man sich aber auch hinsichtlich der Juryabschaffung vielleicht mal reflektieren, ob man nicht einfach nur aus komplett subjektiven Gründen dagegen ist. Ich war bisher eigentlich auch Team „Anti-Jury-Abschaffung“, hab aber gerade nach Durchsicht der Finalergebnisse seit Votingänderung 2016 festgestellt, dass das nicht zwangsläufig 26 Shades of Tommy Cash zur Folge hätte, sondern dass das Publikum – zu meinem Erstaunen – eine ziemliche Varianz im Abstimmungsverhalten zeigt, bei dem auch musikalisch qualitativ hochwertige Beiträge wie Portugal 2017 gewürdigt werden.
Ein Gesamtresultat basierend auf dem Abstimmungsergebnis der breiten Masse hätte zumindest für mich weniger Diskussionpotenzial als das Urteil von 5 vermeintlichen Experten, die ihren subjektiven Geschmack doch im Leben nicht 26 Mal einfach für irgendwelche vorab festgelegten Kriterien ausblenden können.
Hinsichtlich solcher Entwicklungen wie bei Israel und der Ukraine bin ich aber tatsächlich auch ratlos, da hilft vielleicht nur Augen zu und durch…
Ich war sonst auch immer für die Beibehaltung mit den Punkten von 1-12, einfach wegen der Tradition, aber mittlerweile würde ich tatsächlich auch ein Ranking aller Beiträge interessant finden und zumindest ein paar Jahre ausprobieren.
Ich wäre dafür, dass die Jurys LIVE bewerten müssen, also den jeweiligen Live-Auftritt. Dann gibt es ohnehin eine längere pause. In dieser Zeit können die Ergebnisse übermittelt werden. Und dann die 12 Punkte in den Schalten verkündet werden. – und für das Halbfinale wünsche ich mir, dass sich die Top 5 auch alle qualifizieren müssen. Nur der Gastgeber sollte gesetzt sein für das Finale.
Ja, ich weiß, das wird eine unerfüllte Hoffnung bleiben 🙂
So wie in Luxemburg 1973 die Juroren vor allen Augen mit den Umklapp-Täfelchen?
(Übrigens erstmalig mit Israel unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.)
Hach, war das herzig und so transparent! 🙂
haha … sehr schön … ich beziehe mich auf die Bewertung der Jury nach Ansicht von Proben
Ne sorry, aber dieser Kommentar ist absolut unpassend. Weniger Macht für die Juries hätten einen Sieg Israels bedeutet und das wäre das Ende vom ESC gewesen. Und das will glaube ich niemand von euch/uns 🤡
Als ob es „das Ende des ESC“ gewesen wäre. Dafür gibt es keinerlei Beweise.
Das Ende wäre es sicherlich nicht gewesen. Auf Grund der aktuellen Lage in Israel wäre ich dann davon ausgegangen, dass es ähnlich zu 2023 einen Stellvertreter gegeben hätte und der wäre dann höchstwahrscheinlich Deutschland gewesen.
Diese Diskussion ist ja vor allem seit 2023 sehr präsent und meiner Meinung nach gibt es für dieses Problem keine richtige und wahre Lösung.
Denn theoretisch kann man Musik nicht objektiv bewerten. Das kann niemand, egal wie viel sich ein Juror Auch bemüht.
Gleichzeitig würde ein reines Televoting aber auch sehr viel Spannung aus den Ergebnissen nehmen und auch zum Teil (!) Auswirkungen auf die Art der Beiträge nehmen, z.B. eben eventuell weniger Wertlegung auf Vocals oder andere künstlerische Aspekte. Das muss aber auch gar nicht so sein und ich bin mir sicher, dass jeder von uns mindestens ein Ergebnis sowohl bei den Jurys als auch beim Televote hatte, mit dem man selbst überhaupt nicht einverstanden war.
Ich persönlich bin von meinem Geschmack her eher eine Jury-Person. Das lässt sich vor allen an meinen ersten beiden Plätzen der letzten zwei Jahre erkennen, welche von The Code und Wasted Love belegt werden.
Auf der anderen Seite bin ich aber auch ein riesengroßer Zjerm-Fan und war dementsprechend geschockt von dem niedrigen Jury-Score. Deswegen brauchen wir beide Welten um einander auszubalancieren.
Beide Voting-Systeme sind in ihrer Reinform einfach extremst unausgelichen und harsch, dass ich bitte nie entweder das eine oder das andere als alleiniges System hätte haben wollen.
Absurder Weise gleichen sich die beiden Instanzen in ihrer Unperfektheit aber meiner Meinung nach beeindruckend gut aus, weshalb die Kombination der beiden zu einem etwas milderen Kompromiss wird. Deswegen sehe ich kaum ein besseres System für die Punkteverteilung, da die extremen Gegensätze irgendwie wieder Ordnung in die Ergebnisse hereinbringen.
Das Dominieren der Jury-Favoriten der letzten Jahre ist meiner Meinung nach ein äußerst komplexer Prozesss. Ich würde das wenn überhaupt nur zu einem kleinen Teil auf die Televote-Semis schieben. Viel mehr würde ich es verschiedenen Ursachen zuschreiben. Der hohe Jury-Score der Schweiz letztes Jahr ging schon an eine außergewöhnliche Performance mit einem außergewöhnlichen Lied, das sich nur schwer vergleichen ließ. Außerdem hatte Kroatien auch sehr starke Televote-Konkurrenten mit der Ukraine und Israel.
Dieses Jahr waren alle Votes sowohl bei der Jury als auch beim Publikum viel mehr verteilt. Jeder der Top-4-Beiträge letztes Jahr hatte mehr Punkte als der Siegertitel von diesem Jahr. Was für mich keineswegs für einen schwachen Jahrgang spricht, sondern nur für das Fehlen von den üblichen 5 großen Winner-Contendern. Österreich hatte von allen Songs dieses Jahr definitiv den größten Wow-Faktor, was JJ auf jeden Fall geholfen hat. Und auch wenn schon wieder ein Jury-Sieger gewonnen hat, war es ganh sicher kein Landslide. Die Ergebnisse dieses Jahr sind generell sehr spannend und wären nochmal eine genauere Analyse wert.
-> Fazit: Das System aus Jury und Publikum sollte meiner Meinung nach erhalten bleiben, auch wegen schlicht mangelnden besseren Alternativen. Dabei wäre ich noch höchstens für eine Veränderung der Prozentanteile zu erweichen, z.B. 60:40 zu Gunsten des Televotes oder etwas in der Art.
Das größte Problem ist aber viel mehr die Organisation der Jurys. Mehr Juroren, mehr Mut zu neuen Genres und mehr Vielfalt bei dem Abstimmungen wären da für mich zum Beispiel Punkte die ich gerne umgesetzt sehen würde.
Es wird aber nie ein perfektes und komplett faires System geben. Dafür ist der ESC einfach zu vielfältig an verschiedenen Geschmäckern. Was eigentlich ja genau die Stärke des Wettbewerbs ist wenn man mal darüber nachdenkt.
Denn theoretisch kann man Musik nicht objektiv bewerten.
Theoretisch vielleicht nicht, praktisch aber schon. Wenn ich Juror wäre und die Aufgabe hätte, die folgenden Musikstücke in eine Reihenfolge zu bringen: Abbas The Day Before You Came und Wagners Ich sah das Kind an seiner Mutter Brust, würde ich Wagner vor Abba setzen, obwohl ich das Abba-Lied viel lieber höre. Was ich aber persönlich mag, hat ja überhaupt nichts mit der Qualität eines Kunstwerks zu tun, die die Jurys bewerten sollen. Sonst könnte man ja auch mich, dich und Ottonormalverbraucher in die Jury setzen … was leider noch immer der Fall ist.
Ansonsten ein sehr schöner und reflektierter Kommentar.
Naja…Aber ich überlege gerade, wie das z.B. bei Mozarts Jupiter Sinfonie vs Beethovens 7. gehen soll? 🧐
*holt die Würfel raus*
😂
Beides Genies! Aber bei mir würden die Würfel (fast) immer zu Beethovens Gunsten fallen. Was Thomas Mann für mich in der Literatur ist, ist Beethoven für mich in der Musik. Da kommt nicht mal ein ESC Act ran 😉
Bei Thomas Mann sehe ich die fantastische Qualität, aber wenn wir über Prosa sprechen, geht bei mir nichts über Faulkner, Woolf und Lobo Antunes. Im Bereich der deutschen Sprache: Fontane (alles), Ransmayr (Die letzte Welt) und Rilkes Malte.
Bin aber eher der Lyriktyp.
Also bei Ransmayr rennst du bei mir offene Türen ein! Der sollte den Nobelpreis bekommen. Atlas eines ängstlichen Mannes liegt bei mir immer auf dem Nachttisch, darin lese ich praktisch dauerhaft! Was Prosa Klassiker angeht, stehe ich ja mega auf die Russen! Aber: Thomas Mann ist und bleibt mein Hausheiliger, da gibt´s für mich nix. Der Zauberberg ist meine Bibel 🤭😇
Ich nehme Johann Sebastian Bach. 🤓
Ich Brahms. Das Doppelkonzert. 😍
Habe ich vielleicht irgendwann mal in der Schule gehört. Das Konzert. 🤓
Sagt der Leipziger, na so ein Zufall 😉
Hier in LuBu haben wir ja keine berühmten Komponisten, nur Schriftsteller: Schiller und Mörike.
Mörikes Peregrina-Zyklus gehört übrigens zu meinen Lieblingstexten in deutscher Sprache. Peter von Matts Analyse in Liebesverrat. Die Treulosen in der Literatur ist 😍😍😍
Hast du mitbekommen? von Matt ist kürzlich verstorben 😔
Ja. 😢
Als ich in München an der Uni unterrichtet habe, durfte ich ihn mal auf einer Tagung kennenlernen. Ein ganz toller Literaturwissenschaftler.
Womöglich interessiert dich das, ich find´s klasse: https://www.youtube.com/watch?v=8ZjRHlU4PPQ
📚💗
Habe ich mir als Lesezeichen gesetzt. Danke.
Den Schiller wollen wir Mannheimer aber auch gerne besitzen. Weil die Schwaben sein Werk nicht wollten, musste er hier auf der Flucht, die Räuber uraufführen.
😎 😎 😎
Apropos Leipzig. In der ARTE Mediathek ist ganz frisch ein Konzert des Schostakowitsch Festivals 2025 in Leipzig drin (Klavierkonzert Nr. 2, das ist bisschen seicht aber eingängig, Schostakowitsch halt 🤭). Ihr habt echt eine geilen Konzertsaal!!! Da würde ich gerne mal hin.
Im Gewandhaus war ich seit der Schulzeit nicht mehr. 🫣🫣 Falls es von dort aufgenommen wurde, aber ich nehme es stark an.
Ja, das Konzert war im Gewandhaus, möchte unbedingt mal live vor Ort ein Konzert miterleben.
P.S. Um ein wenig ESC Bezug herzustellen, ich weiß dass ihr aktuell einen hervorragenden Dirigenten am Gewandhaus habt, Andris Nelsons. Er ist Lette – und die Vielfalt der lettischen Musik hatten wir doch dieses Jahr auch hier ab und zu als Thema. Okay, der ESC Bezug ist leicht konstruiert, ich geb´s zu 😇
Arvo Pärt, dessen Werk ich sehr schätze, ist ja aus dem benachbarten Estland.
LOL den kannte ich gar nicht, allerdings beschäftige ich mich nicht so sehr mit dem Gewandhaus.Ich wäre aber letztens fast mal zum Gewandhaus gegangen am Tag der offenen Tür, allerdings war das Wetter total schön, da habe ich lieber das schöne Wetter genutzt.
Wenn du Klassik hörst, magst du vielleicht auch die Band „Cobario“, da kenne ich bisher aber nur das eine Lied von der Band ich feiere es aber. Schöne Instrumentalmusik.
Als Klassik Fan steht man diesen popularisierenden Versionen klassischer Musik ehrlich gesagt skeptisch gegenüber. Aber das hier geht schon in Ordnung. Nur höre ich doch lieber gleich z.B. Mendelssohns Opus 64, wenn es Violine sein soll 🫠
Bei Violine kenne ich noch Telemann, über den ich glaube ich mal in der Schulzeit eine Arbeit geschrieben habe und Vivaldi.
Überraschung: Ich liebe das Violinenkonzert von Brahms. Er war sich da immer sehr unsicher, weil er nur Klavier spielte und meinte, dass er nicht befähigt sei, so prominent für die Violine zu komponieren.
Violine ist übrigens neben Saxofon ein Instrument was ich gerne höre.
Ich PARG.
Das glaube ich dir gerne.
🫣🤭
Ich lese nur Magazine.
Bei sowas bleibt man gerne beim Praktischen – die 26 Beiträge bewegen sich mitnichten alle, oder gar in der Mehrheit, in solchen Sphären. Das kriegt man schon hin.
Einverstanden 👍
(Unter uns: In Beethovens Sphären bewegt sich keiner der 26 Beiträge meiner Meinung nach 😉😇)
An Electric Lights Orchestra’s Roll Over Beethoven kommt wirklich kein Beitrag heran. 😎😎😎
falls Du mal bei Jauch auf dem Stuhl sitzen solltest : Light(ohne „s“ )
aber: stimmt,. Bin und war großer ELO-Fan. Für mich das beste Album: „A New World Record“
Wobei man gerade bei The day before you came und anderen modernen Songs auch das Video mit einbeziehen muss als Teil des Gesamtkunstwerks. Die ganzen Anna Karenina Referenzen am Bahnhof, das Auftauchen des Todesengels in der Parkgarage, die Tatsache, dass ihr Zug zur Arbeit von Stockholm in die damals ziemlich unbewohnte Päriphärie fährt, das finde ich extrem tiefgründig.
Deshalb ist es ja mein Lieblingslied von Abba.
Und Peter wird sich freuen, dass ich es geschafft habe, Abba in diesen Faden zu schmuggeln. 😎🥳
Da kommt dann bald ein Gratis Katjes Paket von Peter bei dir an.
Oder Peter organisiert für Toggie ein Meet-and-greet auf Malta mit den Teilnehmern des diesjährigen Eurosong. 😉
Wenn man einmal den letzten Stand der Odds mit dem tatsächlichen Endergebnis vergleicht, dann gab es drei Dark Horses, und zwar Griechenland, Lettland sowie Litauen. Der Favourite Fan Fail ist in diesem Jahr Malta.
Blickt man auf die Ergebnisse der beiden Halbfinals, waren Belgien im ersten und Tschechien im zweiten Halbfinale der Favourite Fan Fail des Jahres.
Finnland ist auch ein FFF mMn.
Schweden, Frankreich und Niederlande auch. Malta sehe ich nicht als einen, da war der Finaleinzug schon ein Erfolg.
Schweden ist nur 3 Plätze schlechter, da wäre ja jedes Lied ein Dark Horse bzw FFF, wenn es 3 Plätze besser oder schlechter wäre als bei den Odds.
Aber bei dem Vorsprung in den Odds und den Siegen in allen Fanumfragen und Polls ist es meiner Meinung nach schon ein klarer FFF.
Für dich vielleicht, für mich nicht.
Bei 50% Sieger Wahrscheinlichkeit nur Platz vier ist ein deutlicher FFF.
Klara geht es wohl nicht.
Beim Televoting Platz 3.
Bei einer erwarteten Wahrscheinlichkeit von knapp 60% für den Sieg im Televoting -> FFF
Und Schweden wäre nach dem alten Punktesystem Zweiter geworden. Da hat sich Schweden mal selbst geschadet.
Das Dark Horse Griechenland war mein Favorit, und was war ich froh, dass das sowohl bei Jury als auch Televoting so gut abschnitt. Bei „The Model“ war Klavdia übrigens im Semi raus. 🙄
Dann muss an der KI eben noch geschraubt werden, warum auch immer Menschen es brauchen, etwas vorherzusagen.
Vom Gefühl her würde ich auch sagen, dass Finnland entäuscht hat, gerade weil ich mich dann zuletzt – im Gegensatz zu Malta – doch noch dafür begeistern konnte. Griechenland ok aber Lettland und Litauen sind immer noch weit unterbewertet, das waren ja mit der Ukraine meine Stimmen.
Ich finde nicht nur dass sowohl in den beiden Semis und im Finale die selben Voting Regeln gelten sollten. Sondern dass auch in den beiden Semis ALLE Teilnehmerländer abstimmen sollten wie im Finale. Ob dabei nur von Jurys, nur von Televotern oder beiden zusammen ist egal.
Nur so kann auch GANZ EUROPA über ALLE Lieder die sich bewerben abstimmen.
Da bin ich voll bei dir.
Das reduziert den Zufall, dass das Weiterkommen im Halbfinale von der Besetzung abhängt. Das ist gut!
In einem solchen Jahr, in dem ein Land aus offensichtlich politischen Gründen das Televoting gewonnen hat, eine Reduzierung der Jurys zu fordern, ist extrem unverantwortlich. Stattdessen sollte lieber das Televoting reformiert werden. Es kann und darf nicht sein, dass ein Land Millionen für Werbung und die Mobilisierung durch seine ausländischen Botschaften investiert, um sich und seine Kriegsverbrechen vor Europa reinzuwaschen.
Sollte dieses Land gewinnen, dann wäre das ein irreparabler Schaden am ESC – manche scheinen das aber nicht begreifen zu wollen.
Die Jurys haben für musikalische Qualität gestimmt und das ist völlig richtig und vernünftig so.
Aha, „Millionen für Werbung“? Da hast du doch bestimmt eine Quelle zu, oder? Übrigens schalten viele Länder Werbung auf Social Media. Wenn nicht sogar alle.
Bitte zeige mir die Werbung die ein Land wie Moldau geschaltet hat.
Und dann nicht nur Social Media, sondern an Stellen wie dem Time Square. Machen ja alle, ne?
Warum hätte Moldau Werbung schalten sollen? Die waren doch gar nicht dabei …
Komm, ist gut. Die Diskussion spar ich mir.
Moldau soll Werbung für welchen Beitrag schalten?
Johannes, Dir müsste doch schon längst aufgefallen sein, dass „Quelle“ im Foren-Diskurs ein Fremdwort ist. Auch hier, leider. Deshalb frage ich ja immer gerne danach, wenn einige User hier einfach irgendetwas staten … oder gar, sich dazu aufschwingen, so zu tun, als wäre ihre Meinung die einer Masse/Mehrheit/dem Rest der Welt/ganz Europa,bis auf… /allen anderen/ usw
Das mit den Jurys kam ja auch, nachdem 2007 und 2008 Vorwürfe laut wurden, dass die Osteuropäer durch Nachbarschaftsvoting so deutlich vorne gelegen hätten – was so aber nicht unbedingt stimmt.
Vor allem 2007 war der Aufschrei darüber groß. 2008 hielt sich die Aufregung darüber, dass Russland gewonnen hat (die Ukraine wurde Zweite, ihre einzige 12er-Wertung kam aber aus Portugal), zumindest bei uns in Grenzen – lieber ließ man die Wut über den letzten Platz an den No Angels ab.
2009 kamen dann die Jurys zurück und seitdem wird immer wieder am Wertungssystem herumgedoktert: Mal wird beides aufaddiert, dann gibt es zwei getrennte Wertungen, mal werden nur die ersten zehn Plätze bewertet, dann wieder alle, mal dürfen sie in allen Shows abstimmen, dann nur im Finale, vom (Nicht-)Veröffentlichen der genauen Ergebnisse ganz zu Schweigen – man verliert den Überblick dabei.
Und dann weiß ich nicht, wie es aussehen würde, gäbe es keine Jurys mehr. Wird es also wieder wie 2015 und es geht nur Wertung für Wertung, man weiß schon lange vorher, wer gewonnen hat und erfährt erst ganz am Schluss, ob man bei 0 Punkten bleibt?
Die EBU wäre gut beraten, sich das Ganze noch einmal gut anzuschauen und darüber zu beraten, vielleicht auch im Austausch mit den Fans…
Also ehrlich: Wir brauchen die Jurys als Korrektiv. In der aktuellen Zeit mehr denn je. Israel hat das Televoting im Semifinale pulverisiert und dann auch im Finale dominiert. Es ist kein schlechter Song, aber glaubt wirklich jemand, dass dieser Song vor zwei oder drei Jahren auch nur annähernd so gut im Televoting abgeschnitten hätte? und warum sollte die Jury denn einen Song überhaupt downvoten wollen? Was unterstellt man denen denn? Ist es nicht realistisch, dass ein solcher Song normalerweise eben 60 Punkte von den Jurys erhält?
Ich hol noch mal meinen Rise Like a Phoenix-Vergleich raus: Dramatische Ballade mit ähnlicher Botschaft. Hat gewonnen.
Ergänzung: Alleine für die fantastische Klaviermelodie in der ersten Strophe hätte NDWR 120 Jurypunkte verdient. Und ich sage es noch einmal: Ich bin kein Fan des Liedes, weil eben dramatische Ballade …
Also sorry. Würdest du diese solide, aber doch recht unscheinbare Ballade wirklich von der Qualität der Darbietung auf eine Stufe mit Rise like a Phoenix stellen? Ist das jetzt wirklich deine Meinung? Glaubst du, dass sich in 10 Jahren noch irgendwer an diesen Beitrag erinnert? Rise like a Phoenix und vor allem die Inszenierung sind doch heute 11 Jahre später noch allen präsent.
Und ich will sagen, dass ich den Beitrag Österreichs gar nicht mag, aber ich verstehe, dass dieser einen Wow-Moment sowohl beim Televoting als auch bei den Jurys ausgelöst hat. Ich kann mir andererseits vorstellen, dass Israel für viele Jurys zu unscheinbar war. Das ist eine sehr klassische ESC-Ballade, die so auch vor 10 oder 20 Jahren bereits als nicht besonders innovativ aufgefallen wäre, stimmlich gut, aber auch eben nicht überragend. Griechenland bspw. hat stimmlich und auch was den Song anbelangt mehr herausgestochen, aber auch Klavdia bekam eben nur knapp 100 Punkte von den Jurys.
Nein, ist es nicht – da technisch und objektiv schlechtere Beiträge deutlich besser bewertet wurde (siehe Beitrag) und man 2024 sogar schriftliche Aussagen von Juroren hat (bspw. Norwegen), dass sie Israel mit Absicht und vollster Genugtuung auf den letzten Platz gesetzt haben, weil sie Israel nicht mögen.
Es hat letztes Jahr sogar ein Mitglied der ESC-Jury, ich glaube von Norwegen, zugegeben extra nicht für Israel gestimmt zu haben!
Ich bin im Gegenteil dankbar dafür, dass die Jury die Sieger der letzten Jahre bestimmt hat, das Puplikum hat für mich stets die schlechtere Wahl getroffen. Und die ganzen politischen Stimmen für Ukraine und Israel haben ja auch nichts mit der Musik oder den Songs zu tun. Sympathie-Länderpunkte gehen für mich gar nicht, die kamen ja auch immer vom Publikum.
Ein ESC in Israel, den Alptraum mag ich mir gar nicht vorstellen. Wo bleibt da die Menschlichkeit? GottseiDank hat die Jury das verhindert.
Die Jurys bitte nicht abschaffen, vielleicht in den Halbfinals einführen?
Wo bleibt die Menschlichkeit, dass man immer die israelischen Künstlerinnen angegangen ist und sie als menschgewordene Teufel bezeichnet? Glashaus und Steine und so.
Wer sein Land in einer solchen Situation repräsentiert, ist mit dem, was dieses Land in diesem Moment tut, einverstanden. Bei Russland hat euch das komischerweise irgendwie weniger Mühe gekostet, das zu verstehen.
immer?
Sehr spitzfindig, aber sei’s drum. Gemeint ist natürlich seit dem dieses Problem vorhanden ist im medialen Fokus, also ESC 2024 und ESC 2025. Noa Kirel hatte diese Anfeindungen nicht in diesem Ausmaß.
Erst gestern durfte ich bei der Punktevergabe auf Twitter Karikaturen sehen, auf denen Eden Golan beider Punktevergabe kleine Teufelshörner aufgemalt bekommen hat, und Beiträge in denen Yuval als böse Hexe und Pferd, Teufel usw betitelt wird. Nebenbei fällt auch häufig der Begriff „Mörderin“ für Yuval und auch für Eden.
Pferd war ja auch bei Eden Golan gerne die (noch harmoseste) Beleidigung.
Jurys oder Zuschauer ist doch eh egal bei dieser Veranstaltung. !!!! Ist Jemandem aufgefallen: Israel ging voran und dann kam jemand aus Österreich und feierte. Geschichten gibt’s.Oh Mann. Alle Länder die Krieg führen aus welchen Gründen auch immer, sollten keine Plattform bekommen, um sich zu profilieren.
Also die Ukraine auch nicht? Die führen ja auch Krieg… gezwungenermaßen zwar, aber sie befinden sich definitiv im Krieg. Europäische Länder liefern die Waffen dazu… und beteiligen sich somit ebenfalls am Krieg. Ausschlussverfahren für den ESC?
Natürlich sollte einem Aggressor keine Plattform geboten werden, aber Ungarn z.B. steht auf Seiten Russlands… und nimmt freiwillig nicht mehr teil, was ungarische ESC-Fans und ein großer Teil Europas sehr schade findet.
Israel ist zudem faktisch nicht der Aggressor gewesen; der Angriff, der den vorher bestehenden Waffenstillstand beendete, kam von seitens Hamas.
2/3 Televoting zu 1/3 Juryvoting… in beiden Halbfinals und im Finale.
Der Ausgleich wäre noch da, aber die letztendliche Entscheidung liegt bei den Zuschauern. Mich ärgert auch, dass eine zwölfköpfige sogenannte Expertenrunde 50 % der Stimmen vergibt. Wenn ich mir die diesjährige deutsche Jury anschaue, vermisse ich die Experten darin.
Musik ist immer Geschmackssache und subjektiv, da kann man noch so auf die verschiedenen Kategorien verweisen, auf die die Jurymitglieder zu achten haben.
Jemand aus der Jury wird immer mehr auf den Gesang achten und andere legen mehr Gewicht darauf, wie ein Song visuell umgesetzt wird… und letzten Endes gehört auch die persönliche Ansicht über politische Situationen dazu.
Das ist aber auch bei den europäischen Zuschauern ganz ähnlich, sie wählen ja auch nach unterschiedlichen Gesichtspunkten.
Für den einen Abend ist man überzeugt, dass der Junge mit der großen Stimme gewinnen muss. Da ist der Song eher Nebensache und JJ wird keinen großen kommerziellen Erfolg damit haben, weil ich den Song weder im Radio oder TV sehe.
Und ich kann mich nicht erinnern, jemals The Code in Deutschland im Radio gehört zu haben… und von Loreen wird immer noch öfter Euphoria gespielt als Tattoo.
Aber auch die Televoting-Gewinnerin Yuval hätte keinen kommerziellen Erfolg mit ihrem Song gehabt, einfach weil die angebotenen Lieder beim ESC kaum zeitgemäß sind, meistens nicht mal in ihren eigenen Ländern (mit Ausnahmen natürlich).
Es wird hier oft geschrieben, dass Deutschland keine ESC-fähigen Lieder in den Wettbewerb schickt. Das stimmt auch, in den letzten Jahren hat der NDR bei den Vorentscheidungen immer Songs ins Rennen geschickt, die nicht extra für den ESC geschrieben wurden oder, wie bei LOTL, zwar einen für den ESC komponierten Song schickt, allerdings mit einer Band aus der „Nischensparte“ (LOTL war toll, Glam/Metalrock ist aber nicht mein Genre wie bei vielen anderen Menschen auch).
In diesem Jahr kamen dann doch ein paar Acts ins Finale, deren Lieder nach dem „Erfolgsmuster ESC“ entwickelt wurden (LYZA, Moss Kena, Feuerschwanz).
Das hätte vielleicht beim ESC-Publikum und den Jurys besser ankommen können, aber zum einen sind andere Länder damit erfahrener und erfolgreicher… und in Deutschland kommt diese Art von Musik kaum an.
Wenn LYZA oder Feuerschwanz besser geeignet gewesen wären, dann hätten sie ja auch ohne Sieg beim Vorentscheid Charterfolge in Deutschland einfahren können.
Hat jemand im Radio zwischenzeitlich mal Lovers on Mars, Nothing can stop love oder Knightclub irgendwo gehört? Ich nicht.
Baller war in Deutschland kein Knaller, ist allerdings noch vor dem Finale in einigen europäischen Ländern in den Charts gelandet und wurde in vielen Reactions hoch gelobt. Und auch im Nachhinein habe ich kaum eine schlechte Kritik darüber gehört oder gelesen. Das wird einer der wenigen kommerziellen Erfolge werden, da bin ich mir ziemlich sicher.
Ich rolle das Feld von hinten auf: Wenn der ESC langfristig weiter erfolgreich sein will, muss die EBU ihr Konzept ändern.
Zunächst einmal müssen alle teilnehmenden Länder die gleichen Chancen haben:
Wenn es Länder gibt, die kein großes Budget für eine riesige Bühnenshow haben, müssen die Budgets der anderen Länder angepasst werden, damit Chancengleichheit besteht. Dann hätten auch die kleineren Länder die Mittel und Möglichkeiten, sich gegen die Großen zu behaupten und es würden auch wieder mehr teilnehmen.
Klar sind große Props und LED-Wände und der ganze Schnickschnack unterhaltsam, aber in den meisten Fällen lenken sie vom eigentlichen ab: dem Song.
Man wird dann zwar keine Boomboxen, Saunen und fliegende Drachen mehr sehen, aber man wird auch nicht davon abgelenkt und kann wirklich entscheiden, ob der reine Song überzeugt.
Was hilft? Eine kleinere Bühne (die in den meisten Fällen eh viel zu groß ist, man sieht bei den einzelnen Acts immer nur einen kleinen Ausschnitt davon). Das spart auch Geld.
Und wenn die überproportionale Inszenierung nicht mehr möglich ist, weil ja alle das gleiche Budget haben, dann geht der Fokus von ganz allein wieder auf das Lied… und das muss dann unweigerlich modern und kreativ sein, um aufzufallen.
Und wenn das erreicht ist, dann kann man die Jurys abschaffen.
Aber auch wirklich erst dann.
Klar sind große Props und LED-Wände und der ganze Schnickschnack unterhaltsam, aber in den meisten Fällen lenken sie vom eigentlichen ab: dem Song.
Das merkt man ja auch in den Reaktionen und Diskussionen der Fanjournalisten, wo es zu 90 % um die visuellen Aspekte der Beiträge geht.
Das stimmt. Das Problem hatte ich zum Beispiel bei Zypern. Da ging es gefühlt 3 Minuten ums turnen und das Lied war nur Beiwerk
War nett anzuschauen, aber darum sollte es beim ESC ja nicht gehen. Hätte er in seine Turnübung Gedächtniskniebeugen eingebaut, hätte mir das gleich noch mal besser gefallen.
Leider nicht. Die gab es ja nur bei Dänemark und irgendwie auch bei UK, da sahen die nur eigenartig aus.
Bei UK sah alles eigenartig aus …
🤣🤣🤣 Deshalb mag ich das vielleicht auch. 🤔🤔🤔
Wo man wieder die diesjährige Televote-Gewinnerin hervorheben müsste, die größtenteils ein Prop benutzt hat und dies auch nicht ein ausuferndes Konstrukt war sondern einfach ne Treppe mit Glitzer
Tattoo wird allein auf Spotify jeden Tag ca. 600k Mal abgespielt – bloß weils bei dir nicht im SWR dudelt heißt es nicht, dass dieser Beitrag nicht kommerziell erfolgreich sei. Ganz im Gegenteil, er ist einer der erfolgreichsten aller Zeiten.
Ääh, NDR. Und ich sag ja… mit Ausnahmen. Und eigentlich ist es ja egal, ob Euphoria oder Tattoo, ist ja eh dasselbe.
Nicht für diese Diskussion. 2023 ist definitiv anders zu bewerten, als 2024 und 2025, die eigentlich in ihren Siegern eine bizarre Gleichartigkeit aufweisen
bizarre Gleichartigkeit
Ich finde beide irgendwie neurotisch.
Guter Ansatz: weniger Show, zurück zu den Wurzeln, Mut zur Reduzierung optischer Inszenierungen. Aber ich verstehe die Schlussfolgerung nicht:
Zitat „Und wenn die überproportionale Inszenierung nicht mehr möglich ist, weil ja alle das gleiche Budget haben, dann geht der Fokus von ganz allein wieder auf das Lied… und das muss dann unweigerlich modern und kreativ sein, um aufzufallen“
Nein! dann geht es um Stimme, Melodie, Komposition, Präsenz – es geht dann wieder um Qualität der Interpreten und der Komponisten.
Ich kann mit diesem Unwort „kreativ“ ohnehin nichts anfangen.
Im deutschsprachigen Raum hört man ständig „kreativ“ – für jeden Mist, der „gestaltet“ wird. Da kann ein Produkt noch so stillos und misslungen sein – aber „es ist ja kreativ“ … und was ist denn ein „kreatives Lied“?
Hmm, wie soll ich’s erklären? Vielleicht am Beispiel von Albanien: dieser eigentlich traditionelle Song wurde durch den Beat und den Sprechgesang interessant, zumindest für mich. Die Sängerin war in ihrer Präsenz einzigartig, niemand anderes aus dem Teilnehmerfeld hätte diesen Song präsentieren können.
Lettland hat sich mit kleinen Mitteln etwas getraut und einen für mich interessanten Beitrag geschickt. Oder Portugal, ein Land, dass sich ebenfalls eine spektakuläre Inszenierung nicht leisten kann.
Oder Italien, die zwar nicht arm sind, aber es schaffen, jedes Jahr etwas Gutes und anderes zu schicken und das ganz ohne großartige Props (es sei denn, die Leute haben für diese großen Lautsprecher angerufen, das weiß ich ja nicht).
Schweden hat es dieses Jahr versucht und war ja auch erfolgreich. Die können diese Art von musikalischen Experimenten gern weiterverfolgen, die Schwedenpop-Masche zieht nicht mehr.
Und was war an Spanien kreativ? Sie stellen eine gute Sängerin auf die Bühne, die etwas singt, was man schon seit Ewigkeiten kennt. Melody war in ihrer Sparte gut, keine Frage, aber da wäre Abwechslung mal wirklich nötig.
UK hat absolut keine Lust auf den Wettbewerb, Sam Ryder war da ein echter Ausrutscher.
Kann man sich an das Lied aus Polen erinnern? Ich weiß noch, die Dame fliegt und hatte einen total überfrachteten Auftritt, mehr nicht.
Bei Malta kann ich mich an den Skandal wegen des Textes und an Hüpfbälle erinnern, wie geht der Song? Bei Dänemark hatte ich direkt Hera-Vibes und habe Hallucination noch im Kopf, aber wie ging Shh nochmal? Ich musste jetzt sowieso erstmal nachschauen, wer und was überhaupt nochmal teilgenommen hat… und das ganze ist noch nicht einmal eine Woche her.
Das meine ich mit kreativ… ohne den Klimbim drumherum. Allein ein Feuerwerk auf der Bühne kostet um die 35000 Euro. Und die Inszenierung auf der LED-Wand ist bestimmt auch nicht kostenlos. Müssten die Backings wieder live auf der Bühne stehen, gäbe es kaum noch Tänzer. Auf was achtet man dann? Auf Song, Stimme, Originalität. Und darum geht es mir.
Dieses immer Höher, Schneller und Teurer ist eine Entwicklung, die in die falsche Richtung geht.
Daher fand ich den Zwischen-Intervall von Sandra Studer so charmant, als sie mit dem Backing-Chor ihr „canzone per te“ anstimmte. 🙂
Ach, ich bin einfach zu alt und zu unkreativ für diese Zeit…
(Achtung: Hier muss aber zumindest ein Kommentar widersprechen! 😉 )
Ich widerspreche gerne: Der Auftritt von Sandra war nicht so charmant 😉
Mist, ich hätte meine Kommentare trennen sollen. 🙂
entschuldige, aber Du hast „modern und kreativ“ geschrieben – darauf habe ich geschrieben: „dann geht es um Stimme, Melodie, Komposition, Präsenz – es geht dann wieder um Qualität der Interpreten und der Komponisten.“
Jetzt schreibst Du ja auch genau das.
Aber Du hast noch nicht beantwortet, warum Du in deinem Beitrag „modern“ geschrieben hast(war Italien etwa „modern“?) .
Es war doch Deine Bewertung, von modern zu schreiben.
Daher meine Nachfrage und mein Einwurf. 🙂
Ah, jetzt habe ich dich hoffentlich verstanden… schriftlich kann man sich ja schnell missverstehen. Mein Verständnis von „modern“ übersetze ich mit „zeitgemäß“… und somit mit etwas, dass auch mit „radiotauglich“ benannt werden könnte (in Verbindung mit dem ESC ein Schimpfwort, ich weiß).
Ich wünsche mir zeitgemäße, aktuelle Musik aus allen Ländern, die dort auch tatsächlich im Radio gespielt wird oder in den dortigen Charts landet… so kann ich doch ein Land viel besser kulturell kennenlernen als mit Songs, die nur für den ESC komponiert werden, ja sogar aus dem Ausland eingekauft werden, um dem sogenannten „ESC-Geschmack“ zu entsprechen.
Ich weiß jetzt nicht, wie Beiträge von Ladaniva mit Jako aus dem letzten Jahr oder Shkodra Elektronike in diesem Jahr in deren Ländern erfolgreich waren, aber für mich waren das Beiträge, die trotz der folkloristischen Klänge modern klangen. Italien und Portugal klangen zwar nicht modern, aber es ist Musik, die nie alt wird. Ich kann mir vorstellen, dass ich „Volevo essere un duro“ auch in 20 Jahren noch als Hintergrund-Gedudel in einer italienischen Pizzeria hören werde.
Ich wünsche mir Nachhaltigkeit mit stetigem Fortschritt, oder andersrum? 🤔
Auf jeden Fall wünsche ich mir Musik, an die ich mich auch noch in 20 Jahren erinnern kann und sagen: „Ah, das ist ein Beitrag von 2025 aus Land XYZ, weißt du noch?“ und die Antwort bekomme: „Ja, das war damals ein echter Hammer… und jetzt ist das ein Evergreen!“
Naja, hätte Yuval gewonnen, dann hätte der ESC 2026 woanders stattgefunden, und nicht in Israel, gehe ich mal von aus.
Eben.
Und? Hat 2022 auch keinen gestört.
OT: Der pro-europäische NicosurvDan hat die rumänischen Präsidentschaftswahlen gewonnen.Sehr gute News.
https://x.com/ZelenskyyUa/status/1924216490661970365?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Etweet%7Ctwtr%5Etrue
Ich denke eigentlich ergänzen sich Jury und Tele ganz gut und außerdem ist es durch den Rest of the World vote auch nicht ganz 50/50. Ich denke die beste Lösung wäre vielleicht Rest of the World nochmal nach Kontinenten aufzuteilen. So dass Amerika, Afrika, Asien, Ozeanien und der Rest von Europa einzeln Punkte geben. Das würde dann auch die ESC Fans außerhalb Europas nochmal mehr motivieren abzustimmen da ihre Stimmen mehr zählen würden und im Allgemeinen dem Publikum mehr macht geben ohne die Juries zu sehr zu entmächtigen. Außerdem wäre es einfach mal interessant zu sehen wie die einzelnen Kontinente abstimmen.
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass da so viele Stimmen kommen. Sicherlich gibt es auch Eurovision-Fans auf der ganzen Welt, aber im Verhältnis gesehen kennt z.B. in den USA kaum jemand den ESC… geschweige, dass sie den noch nicht einmal verstehen, wenn man es ihnen erklärt. Das ist ne Spielerei der EBU, der den Aufwand nicht lohnt und genauso gut wieder abgeschafft werden könnte. Und mich persönlich interessiert es auch nicht, wie „The rest of the world“ votet.
Bei Loreen 2023 finde ich es nicht tragisch, da sie ja auch im Televote den zweiten Platz erreicht hat und deshalb von beiden Seiten sehr viel Zuspruch erhielt. Zumal sie sich auf lange Sicht hin „bewährt“ hat. Aber dazu später mehr. Am Wichtigsten sit mMn sowieso der o.g. Zuspruch.
Dies ist aber bei den beiden letzten Siegern zur Farce verkommen. Eine solch große Diskrepanz zwischen Tele und Jury ist einfach enttäuschend. Nicht wenige beschleicht langsam das dumpfe Gefühl, dass man gar nichts ausrichten kann mit seiner Stimme, wenn sowieso der 4. oder 5. Platz durch die Jury aufs Podest gehievt wird. Jetzt haben wir nach Nemo wieder einen Sieger, den zwar alle abfeiern weil man Israel sowieso rausmobben will – aber der eigentlich nicht so viele Menschen begeistert hat, wie andere Beiträge und Künstler. Und auch JJ und Wasted Love werden wie Nemo mit The Code alsbald in Vergessenheit geraten.
Loreens Tattoo, welches bis heute über eine halbe Million Streams täglich einfährt, ist deshalb, wie bereits ausgeführt, nicht mit 2024 und 2025 zu vergleichen.
Du bist ein richtig echter Tattoo-Fan, kann das sein? 😁
Da der Kommentar gerade auf X in ziemlich wilden Ecken zerrissen wird, weil er nicht ins eigene Weltbild passt, kommentiere ich mal als sonst stiller Leser.
Erstmal Danke, dass es ihr eure ehrlichen Takes hier veröffentlicht und eine Diskussion initiiert. Bitte macht das weiterhin.
Inhaltlich tue ich mich auch schwer damit, dass es nun zum wiederholten Male einen Sieger gibt, der vom Televoting-Sieg weit weg war und zum zweiten Mal in Folge nicht einmal in den Publikums-Top-3. So richtig gut fühlt sich das nicht an.
Andererseits sind Jurys ein gewisser Equalizer gegen Diaspora und Stimmen für Länder statt Songs. Das wird (gefühlt) seit der Abstimmung direkt zu Beginn der Show und weltpolitischer Ereignisse auch nochmal stärker. Betrifft übrigens nicht nur Israel, sondern aus anderen Gründen auch z.B. die Ukraine. Und ehrlich gesagt bietet das Jury-Voting auch einen gewissen Drama- und Überraschungseffekt, der der Show gut tut.
Vielleicht wäre es schon eine erste Idee die Juroren von 5 auf 10 Menschen zu erhöhen, was die Ergebnisse vielleicht etwas diversifiziert. Das wäre mal einen Versuch wert.
Prinzipiell glaube ich, dass man langfristig über eine höheren Anteil des Televotings nachdenken sollte. Allerdings würde das jetzt aktuell glaube ich mehr kaputt machen, als es positives bringt.
Sehr schöner Kommentar. Von mir aus darfst Du gerne häufiger hier schreiben.
Hier geht es eh zivilisierter zu als auf X, allerdings muss man damit umgehen können, dass wir immer wieder OT gehen, um über dieses oder jenes zu plaudern. 😎
Ach? OT? Hier? Dafür gibt es doch Security! 😉
So ein Unsinn. Österreich ist das einzige Land das sowohl im Televoting als auch bei den Juries unter den ersten Fünf war. Mehr Balance geht wohl gar nicht.
Und wenn es nur die ersten 10 gewesen wäre, würde man das immernoch versuchen, als Erfolg zu verkaufen? Top 3 lasse ich gerne durch, aber 4. oder 5. Platz ist schon arg weit weg und wenig vereinbar mit dem Willen der Zuschauer.
Puh, ich kann hier nur massives Kontra geben. Deutschland steht beim Thema Israel komplett isoliert da.
Wer ernsthaft glaubt, dass Israel das Televoting aufgrund des Songs gewonnen hat, glaubt auch, dass die Ukraine 2022 ESC-Sieger aufgrund des Songs wurde.
Wir brauchen dringend mehr Jurys, nicht weniger. Die Israel-Gefügigkeit Deutschlands gegenüber Israels trotz massiver Menschenrechtsverletzungen wird im Rest des Kontinents nur noch als extrem grotesk wahrgenommen.
Puh, je später der Abend, desto unangenehmer die Gäste. Hier geht es um den ESC, nicht um das weltpolitische Geschehen.
Es wäre schön, würde es um den ESC gehen. Aber leider ist es offensichtlich, dass sich das Televoting sehr stark vom Weltgeschehen beeinflussen lässt. Entsprechend mehr Macht für das Televote zu fordern, ist ein Sargnagel für den Contest.
Dann habe ich aber den Sinn der ESC-Juries wohl bislang völlig missverstanden.
Hatte Israel tatsächlich nur 12 TV-Punkte erhalten – also nur die 12 aus D?
Für mich sah das anders aus!
„Dringend mehr Juries„: also mehr Juries als Teilnehmerländer: interessante Idee, da lassen wir doch einfach auch die Juries aus Russland, Slowakei, Marokko, Andorra, Belarus, Monaco, Bosnien-Herzegowina, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Nordmazedonien, Moldau und die Türkei wieder mitwerten. Klingt blöd, oder?
Damit widersprichst du dich entweder selbst, oder du bist Verschwörungstheoretiker.
Wenn die massiven Zuschauerstimmen nicht aufgrund des Lieds waren, dann ist es ein Zeichen der Menschen, dass sie Israel (politisch?) unterstützen oder sich mit Israel solidarisieren wollen würden. Das spricht dann gegen deine These, dass Deutschland komplett isoliert dasteht.
Oder… du bedienst halt die Verschwörungsideen, wenn es um Israel/Juden geht. Das ist dann natürlich entsprechend zu bewerten.
Wenn Menschen mit einem Dogma aufgrund politischer Gründe geschlossen hinter einem Land stehen und für dieses Land stimmen, während sich der Rest auf 24 andere Länder verteilt, ist es nicht sehr schwer, am Ende 12 Punkte zu bekommen. Das ist einfache Mathematik.
Diese angesprochende Gruppe muss dennoch eine bestimnte Größe haben, um dies zu erreichen. Und nicht nur in Deutschland, sondern auch in Spanien, Irland, usw
Das ist nicht schwierig – jeder der z.B. rechtsaußen Parteien wählt, hätte große Freude an einem Sieg Israels, einfach nur um es den „Woken“ reinzudrücken. Und das sind pro Land problemlos 10-15% der Bevölkerung.
Schwierig David … Ihre Beiträge, das Thema … wo fange ich an?
Mit einem ersten Eindruck: Dafür, dass Sie sich hier gegen die Politisierung beim ESC stellen (Zitat:Es wäre schön, würde es um den ESC gehen. Aber leider ist es offensichtlich, dass sich das Televoting sehr stark vom Weltgeschehen beeinflussen lässt) , politisieren Sie selbst aber schon reichlich. Und es klingt nach einer absolutistischen Meinung, die Sie für die einzig Akzeptable, Gültige halten (so kommt es bei mir an – wenn der Eindruck verzerrt oder täuscht, pardon). Sie erkennen einerseits auf der einen Seite die >> Israel-Gefügigkeit Deutschlands <<, auf der anderen Seite meinen Sie, für den „Rest des Kontinents“ sprechen zu können. Erlauben Sie mir, aus meiner Arbeit mit Sprache, Rhetorik, Kommunikation eine Erfahrung wiederzugeben: Menschen, die sich zu dazu aufschwingen, für eine große Gruppe sprechen zu wollen, um damit eine besondere Argumenttions-Wucht vorzutäuschen, sind an der differenzierten Auseinandersetzung mit einem Sujet selten interessiert, und häufig schlicht nicht fähig, zu differenzieren, und andere Einstellungen auf sich wirken zu lassen, sich gar damit zu beschäftigen. Das ist mir zu sehr schwarz-weiß. Und so sehr ich Ihre folgende Analyse teile („Wer ernsthaft glaubt, dass Israel das Televoting aufgrund des Songs gewonnen hat, glaubt auch, dass die Ukraine 2022 ESC-Sieger aufgrund des Songs wurde“), so wenig überzeugt mich die Rhetorik ihrer Beobachtungen und Haltungen. Schade .
Außer Mutmaßungen bezüglich der Televote-Vorliebern von AfD Wählern (und ihren Äquivalenten in anderen Ländern) sehe ich hier nichts stichhaltiges.
Ach, es wird schon auch ein wenig am Beitrag von Yuval gelegen haben, mit dem Beitrag von 2007 wären sicherlich nicht so hohe TV-Punkte beieinander gekommen.
Und Stefania mag ich übrigens auch sehr!
Die Juries müssen in der aktuellen Situation definitiv bleiben!!!
Hätte Israel am Samstag gewonnen, wäre das das Ende des ESC gewesen. Dieses Land hat massiv in das Televoting investiert mit Werbung über die Konsulate usw. um dadurch genau diesen Effekt zu generieren den man wollte, Europa steht an der Seite Israels.
Wenn selbst in der Halle die Menschen nicht feiern wenn Israel fast 300 Punkte bekommt, ist das doch ein eindeutiges Zeichen dass hier etwas nicht stimmt.
Bezeichnend finde ich u.a., dass Spanien von der EBU ermahnt wird keine politischen Statements einzublenden, der deutsche Kommentator aber ohne Probleme im Semi und im Finale erzählt, dass Yuval als Überlebende des Hamas Überfalls im Oktober 2023 usw… das ist dann wieder unpolitisch und ok?!
Schon letztes Jahr war es kritisch mit Israel und dieses Jahr hat es sich wieder zugespitzt. Wie lange soll das eigentlich noch so weitergehen?! Das Publikum wird stumm geschaltet, Fake-Applaus eingespielt.
Ich habe den Eindruck, anstatt endlich mal durch zu greifen duckt man sich weg um bloß nicht den antisemitischen Stempel aufgedrückt zu bekommen. Kritik an Israel ist kein Antisemitismus!!!
Die Stimmung in Europa und auch in den Sendeanstalten, das hat man an vielen Kommentaren gesehen, wird immer aufgeheizter.
Deswegen müssen die Juries bleiben, solange insbesondere Israel weiter am Wettbewerb teilnimmt und sich die politische Lage nicht ändert.
Sind die Menschen in der Halle etwa gewählte Repräsentanten? Muss ich mich von deren Meinung abgebildet fühlen?
Yuvals geschichte gehört zu ihrer Biographie dazu und ist ein Fakt, kein Politikum. Denkst du nicht, Yuval Raphael würde sich am allermeisten wünschen, dass dies ihr niemals passiert wäre und deshalb niemals Erwähnung finden müsste? Denk mal drüber nach.
Ich muss dir auch widersprechen – im Gegensatz zu letztem Jahr war die Stimmung dieses Jahr aus meiner Sicht wengier aufgeheizt, da es v.a. keine Künstler gab, die diese federführend aufgeheizt haben.
Und genau diese Ignoranz und Uneinsichtigkeit ist es, weswegen die Toleranz immer weiter abnimmt.
Einer der „spannendsten“ Sätze hier -weil er danach schreit, ihn auf sich wirken zu lassen… Lesen Sie nochmal selbst 🙂 Merken Sie etwas?
Wo ist denn Ihre Toleranz für anderslautende Meinungen? Finde nicht, dass Spaceman Ignoranz und Uneinsichtigkeit gezeigt hat. Er hat das doch sehr sachlich neutral geschrieben. Habe hier auch schon ganz andere „Töne“ vernommen. – Es gibt in Ihrem Ausgangsbeitrag durchaus einige treffende Punkte. Die Kommentierung kann ich nicht beurteilen, weil ich nach dem Anhören des 1.Halbfinals mit dem dt.Kommentator entschieden habe, mir das zu (er)sparen, und danach nur noch den EBU-Livestream über YT gewählt habe. Wunderbar, keine Wertungen und politische Einordnungen, kein öffentlich-rechtlicher Gesinnungsbildungs-Angriff auf mich als Zuschauer, keine unpassenden Scherze mit Selbstdarstellungzweck … pardon, aber so habe ich das leider empfunden, daher die Konsequenz danach gezogen.
Aber mir fehlen Quellen, Erfahrungsberichte, Sie stellen da möglicherweise einfach etwas in den Raum? Waren Sie in der Halle („Fake-Applaus“)?Können Sie die Thesen, die Sie in den Raum stellen, untermauern?
Unter anderem der Kommentar von Graham Norton: Ich weiß nicht was sie am Bildschirm vernommen haben (sinngemäß) , hier sind gemischte Gefühle in der Halle. (in Bezug auf Israel)
https://www.belfastlive.co.uk/news/tv/eurovision-israel-backlash-fake-applause-31667469?int_source=amp_continue_reading&int_medium=amp&int_campaign=continue_reading_button#amp-readmore-target
Dass es Fake Applaus gab und das Publikum stumm geschaltet wurde ist doch ein Fakt, das war übrigens bei allen Beiträgen so.
Gleiches hat man ja in Wien 2015 auch gemacht.
Wo ist der Beleg, dass es fake Jubel gab? Bei Israel war es einfach nur sehr ruhig, weil das Saalmikro leiser gestellt wurde, muss man aber auch bei einem so ruhigen Lied machen
Der Jubel, der nach Israel am TV aufbrandete, war ziemlich klar als ein drüber gelegter Akustikteppich zu hören. Ob aus Vorsicht oder aus anderen Gründen, keine Ahnung. Ob es nötig war, auch keine Ahnung.
Ich war am Montag im Saal und es wurde aus Höflichkeit bei jedem Titel gejubelt. Ok, Israel war im zweiten Semi. Bei einigen wenigen etwas mehr, aber ob das wirkich im TV anders rüber kommt ist die Frage.
ich lese keine Fakten – immer noch nicht, sondern vernehme nur, was Du als Fakt sehen möchtest.
Und zum Thema „Audio Sweetening“: ich kenne einige sehr erfahrene und großartige Sound-Ingenieure … und als Musiker habe ich selbst auch ein gutes Gehör für Sound. Mein Eindruck: Das Publikum ist generell nicht sonderlich präsent im Sound-Mix gewesen. Daher wurde bei allen Beiträgen mit einer Verstärkung gearbeitet, mit Mitteln, die jeder Sound-Engineer einsetzt, um die richtige akustische Atmosphäre dem Anlass angemessen zu erzeugen.
Wenn ich mir die „Besetzung“ der Publikums-Flächen ansehe, dann dürfte es ein ziemlich kompliziertes Unterfangen gewesen sein, das alles vernünftig in akustische Szene zu setzen, auszusteuern.
Viele ganz unterschiedliche Bereiche, größere und kleinere Fanflächen an der und um die Bühnen herum.
Also: alles ganz normale Mittel.
Für die Behauptung(auch des irischen Kommentators) fehlt mir nach wie vor der faktische Beweis.
ich gebe aber gerne zu, dass es mich gewundert hat, wie wenig Proteste aus dem Publikum beim israelischen Beitrag zu vernehmen waren(ich habe keinen einzigen Pfiff o.ä. gehört) – auch nicht bei den Schnelldurchläufen. Es hat mich gewundert angesichts der Berichterstattungen über diverse Proteste und verbale Attacken.
Ich bin gleich ignorant, weil „uneinsichtig“ – gelesen als, weil ich nicht sofort deine Meinung als meine annehme, oder als „die richtige“?
Einen beitrag mit möglichst vielen Doomsday Szenarien zu schreiben und diesen dann als Basis dafür herzunehmen, anderen Leuten ihre Toleranz und Einsichtsfähigkeit abzusprechen – abenteuerlich 🙂
Ich war Samstag live in der Halle und es wurde auch vor dem israelischen Beitrag applaudiert. Keine Ahnung, warum man da also Fake-Applaus einspielen sollte.
Den gab es, und zwar bei allen Beiträgen. Insbesondere bei Israel war es aber sehr auffällig:
https://www.belfastlive.co.uk/news/tv/eurovision-israel-backlash-fake-applause-31667469?int_source=amp_continue_reading&int_medium=amp&int_campaign=continue_reading_button#amp-readmore-target
Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass so etwas gemacht wurde.
Ja in Wien war das so, heute unverständlich (schäm dich ORF), weil die Pfiffe an Russland gingen. Aber ansonsten gibt es keinerlei Belege für diese Aussage.
OMG! Nicht Das schon wieder!
Ich feiere die Jurys mal wieder ganz groß. Die Jurys sind für mich die Retter der ESCs der letzten Jahre.
Gerade dieses Jahr war doch das Juryvoting das diverseste was die Show zu bieten hatte. Der ESC hat doch wirklich ganz andere Probleme.
Kommentar zu ESCkompakt 2025: Schon wieder wurden die User überstimmt – Reduziert die Macht von Douze Points!
(sorry, der musste noch sein, Offensive bewirkt Gegenoffensive)
Da es keine Wahl gab, in der es ihn zu überstimmen galt, ist dein Beitrag sinnlos.
Das Televoting könnte man aus dem ESC-Punktekonstrukt rausnehmen (da man es ja eh nicht so darstellt) und einfach Punkte nach realen Stimmzahlen vergeben. Und da würde ich sogar so weit gehen, dass einfach die Stimmzahlen komplett zusammengefasst werden und nicht nach Ländern getrennt wird. Da wäre es dann vielleicht sogar gerechter, wenn man für sein eigenes Land anrufen könnte. Definitiv gerechter, als wenn 500.000 Malteser genau so viele Punkte vergeben können wie 84 Mio. Deutsche.
Das macht doch gerade den ESC aus, dass kleine Länder auf Augenhöhe mit den Großen sind und sie auch mehr Aufmerksamkeit bekommen! Bei einer prozentualen Verteilung der Punkte wäre ich aber auch, nur dass man die 58 Punkte je Land erstmal inklusive Kommastellen verteilt, dann alle Votings zusammenfasst und dann rundet.
Nein, danke, wenn die Jurys nicht mehr wären würden nur mehr Lieder wie Latte Macciatto gewinnen – nö, das wäre nicht der ESC den ich anschauen kann. Ich bin sogar für Jurys in den Semifinali, damit auch dort Qualität eine Chance hat!
Und bei einem Gespräch wurde ich mit dem Thema konfrontiert und das lese ich nirgendwo, dass Bots Israel die Erfolge im Televoting möglich machen …. Ich kenn mich damit nicht aus, aber wer weiß …
Sie kennen sich nicht aus, wollen aber eine verdeckte Verschwörung erkennen?
Wie haben diese Bots das denn gemacht?
Jurys nicht abschaffen. Sie haben uns oft genug vor furchtbaren Dingen bewahrt wie 2015 oder eben diesem Jahr.
Ich kann nicht verstehen, wie einige hier versuchen, der Titel der Israelin mit „Rise Like A Phoenix“ gleichzustellen, oder – fachlich nicht haltbar – Analogien herzustellen.
Nicht böse sein, aber:
Rise Like A Phoenix hat viel mehr Wucht, Klasse, Eleganz, entwickelt eine ganz andere Sogwirkung, ist gesanglich und kompositorisch anspruchsvoller, intensiv-dramatischer – einzigartig, voller Glanz.
Und auch der diesjährige österr.Siegersong kommt nicht an „Rise“ heran.
Conchita Wurst hat es geschafft, mit einer recht reduzierten Show, für den ganz großen Show-Moment zu sorgen. Da brauchte es keine großartigen „Special Effects“, keine LED-Bombast-Inszenierungen. Nur Conchita, ein Mikrofon ,eine unglaubliche Vocal-Leistung, ein Auftritt, der bei mir immer wieder(jetzt auch, habe es mir gerade wieder angesehen) Gänsehaut erzeugt.
beide Auftritte. Im Halbfinale, im Finale. Und bei beiden Auftritten sind die Menschen in der Halle schon in den ersten Sekunden in Begeisterung versetzt worden.
Hört und seht Euch das nochmal an!
Dann sollte klar werden, dass die oben genannten Vergleiche schlicht hinken.
Sie lassen sich bei dem Vergleich mMn zu sehr vom Technischen ablenken. Mein Eindruck war, dass hier vor allem Paralleln geschalgen wurden zum Thema und Gefühl, den diese Lieder beide transportieren: Hoffnung, Nicht Aufgeben, die Aussicht auf eine bessere Zukunft, sich gegen Widrigkeiten zu behaupten.
Angemerkt sei an dieser Stelle von mir, dass das Lied Rise Like A Phoenix gesungen von Yuval Raphael als klares Politikum gesehen würde, und sogar noch schlimm auslegbar als „Verherrlichung“. Es wird zwar gesungen es ginge nicht um vengance, aber doch um retribution. Zudem warnt das lyrische Ich den Addressaten. Ein handfester Skandal wäre dieser dann doch trotzig-kriegerisch wirkende Song.
War der Hintergrund bei Rise like A Phoenix nicht auch bombastisch?
nein
Sehe ich komplett anders, aber solange ich weiß, dass ich recht habe, dürfen andere gerne anderer Meinung sein. 😉
nice try
Die Jurys sind wichtig und sollen bloß bleiben. Mir würde es aber schon reichen, wenn dort die Platzierung aus dem Durchschnitt errechnet wird.
„Jurys können sinnvoll sein, um groben musikalischen Unfug zu verhindern.“
Jo. Den Jurys steht es aber auch frei, ihrerseits groben musikalischen Unfug zu verzapfen, der eben ihren Kriterien gut entspricht. Wenn jetzt JJs Sieg „grober musikalischer Unfug“ ist, weil der ESC damit einen Gewinnertitel hat, dessen kommerzielle Aussichten bei Null liegen, dann ist das eben so. Und diesen vermeintlichen Unfug haben ja auch nicht die Jurys allein verzapft, denn immerhin wurde JJ auch im Televoting Vierter, fast sogar Dritter. Dass es auch anders geht, zeigt sich ja an an Großbritannien und leider eben auch an der Schweiz, wo das Publikum die zurecht gute Jurywertung auf einen Schlag null und nichtig gemacht hat.
Und ganz ehrlich: Ein Jahr, indem ansonsten Israel aus mutmaßlich vorrangig politischen Gründen gewonnen hätte – und ohne Israel ein schlecht gesungener Spaßbeitrag mit rassistischem Text –, ist jetzt auch wirklich nicht das beste Jahr, um sich über das Gewicht der Jurys zu beschweren. So ist der Gewinner immerhin „künstlerisch wertvoll“ – und wenn er das Paradebeispiel für eine ESC-Eintagsfliege ist.
Um gottes Willen!!!! Wieder wurde bewiesen wie wichtig Juries sind!!!
Die einzigen Länder, die Israel 0 Punkte gegeben haben, sind die Länder in denen man für den Kauf von SIM Karten einen Personalausweis vorlegen muss. 🤔 sicher nur ein Zufall
Können wir bitte aufhören jetzt auch noch im ESC-Kontext mit Falschinfos um uns rumzuschmeißen? Es wird nicht wahrer, nur weil man virale Tweets mit der Behauptung sieht und solchen Schwachsinn weiter teilt. Nimm dir drei Sekunden zum Googeln und schau mal welches Gesetz z.B. in Deutschland seit 1. Juli 2017 gilt und akzeptiere, dass Israel das Televoting gewonnen hat. Dafür braucht man keine Verschwörungstheorien.
Eine Jury, die sogar der dänischen Darbietung von 2025 einmal 12 Punkte gibt, macht sich lächerlich! JJs Song wird bald nur noch den Hardcore-ESC-Fans was sagen, auch den israelischen Beitrag fand ich eher so la la, aber er bekam die höchste Zustimmung across Europe and from the Rest of the World. Demokratie ist von allen schlechten Staatsformen halt immer noch die beste.
Eigentlich wärs doch ganz einfach. Man kürt pro jahr 3 esc- sieger. Einen jury- sieger, einen publikums-sieger und einen gesamt- sieger und jeder wird nach dem voting ausgezeichnet. Im idealfall würde ein act alle 3 preise einheimsen, muss aber nicht.
Vorschlag:
Juryvoting = Nemo-Award
Televoting = Kalush Orchestra -Award
Gesamt= Salvador Sobral-Award
Salvador Sobral-Award 😇😇😇
Besser den Jury-Award nach Mal Retkoceri benennen – den grandiosen, muskulösen Gewinner des FiK 62 (2023/24) mit der begnadeten Götterstimme! 😉
ESCTom hat übrigens auch ein sehr gutes Video zu dem Thema gemacht – die Quintessenz, das Abschaffen der Jury im Semifinale fördert, dass Juryfavoriten gewinnen – er belegt das sehr ausführlich, sehr interessant!
Eine Theorie, die ja auch schon seit Abschaffung der Jurys in den Semis kursiert – und ja, ich denke, da ist was dran, und habe die unterschiedliche Handhabung in Semi und Finale eh noch nie verstanden. Bitte unbedingt rückgängig machen.
Die Jurys hatten in den letzten drei Jahren, wie auch 2016 und 2019 leider zu viel Macht. Loreen hatte beim Televote kein einziges Mal 12 Punkte, Nemo war nur einmal auf Platz 1 und einmal auf Platz 2. Das System ist äußerst ungerecht gegenüber dem Willen der abstimmenden Fans. Und wenn tatsächlich musikalischer Unsinn von den Televotern auf Platz 1 gewählt werden sollte, dann ist es halt so. Auch so eine Diskrepanz wie bei der Schweiz (Jury über 200 Punkte, Tele 0 Punkte) oder Polen 2016 (7/222) zeigt, dass sich dringend was ändern muss. Guter Schlusssatz: Die Macht geht vom Volke aus und nicht von ein paar hundert „Experten“.
Na ja, ist sicher alles eine Geschmacksfrage, aber ich finde, 0 Punkte für den Schweizer Beitrag, ist schon heftig. Der Beitrag war, rein objektiv betrachtet, exzellent dargeboten. Muss man zugeben, auch wenn der Song nicht den persönlichen Geschmack trifft. Das wird von den Zuschauenden aber oft nicht berücksichtigt. Manchmal habe ich den Eindruck, da zählt oft, je lauter und schriller, desto besser. Davon abgesehen, hat eigentlich 0 Punkte kein Act verdient, denn immerhin stecken die teilnehmenden Acts ihre ganze Leidenschaft in den Auftritt, und stellen sich einem Millionenpublikum. 0 Punkte kommt doch einer Demütigung gleich, finde es gut, dass die Gefahr, dank Doppel-Voting deutlich reduziert wurde.
Ich empfand das als sehr traurigen Moment, auch weil Zoe noch unter den letzten 3 war, die den ESC hätten gewinnen können. Und dann die 0. Das war schon heftig.
Wenn JJ tatsächlich der einzige Act ist, der es sowohl bei der Jury als auch beim Televoting in die Top 5 geschafft hat, ist er ein verdienter Sieger. Ich würde die Jurys jedenfalls nicht missen wollen, auch wenn sie sich oft dazu hinreißen lassen, Balladen oder ruhigere Songs hochzuvoten (Stichwort Jurybait), obwohl diese, wie Frankreich oder die Schweiz dieses Jahr vom Televoting vielleicht gar nicht so berücksichtigt werden. Im Endeffekt habe ich nach wie vor das Gefühl, dass die Jurys die Qualität der Songs positiv beeinflussen und damit Talente statt Klamauk fördern und das auch in ihrer Bewertung tun, die Ausnahme bestätigt die Regel und somit verstehe ich dann auch, wenn Länder wie Estland dieses Jahr vorne mitspielen. Irgendwas scheint den Jurys an Tommy Cash aber sowieso zu gefallen, beim Eesti Laul dieses Jahr konnte er die internationalen Juroren ja auch schon überwältigend hinter sich versammeln. Dass die Jurys aber Televoting-Siegern, wie 2022 der Ukraine oder dieses Jahr und letztes Israel, nicht einfach offen den Sieg zuspielen, finde ich völlig in Ordnung. In beiden Fällen waren die Televoting-Stimmen nämlich offensichtlich politisch motiviert und ich finde, da darf dann auch jedes Jury-Mitglied für sich selbst entscheiden, ob man einen politischen Sieg befeuern möchte oder das Land in seiner Rangliste lieber etwas schwächer ranked. Ich verstehe aber auch jeden, der genau das kritisiert, persönlich stört es mich in diesen Fällen aber nicht und wie 2022 gezeigt hat, muss es auch nicht zwangsläufig dazu führen, dass ein Land nicht trotzdem gewinnt.
Auf eurovision.tv > about > rules > voting sind die Jury-Aufgaben gelistet.
Nur der Auftritt während der Juryshows darf bewertet werden, alles andere soll bitteschön ignoriert werden und ein professionelles, unabhängiges, vorurteilfreies Urteil abgegeben werden mittels Ranking.
Das Gesamtpaket wird bewertet, also Song, Stimme, Performance. Das erklärt die Jurypunkten für Tommy Cash, für JJ
Mit 2022 sprichst du was Gutes an: Waren wir damals nicht alle noch heilfroh, dass die Jurys eben nicht die Ukraine an die Spitze setzten, sondern ein Gegengewicht bildeten, dass überhaupt erst die musikalische und kompetitive Integrität des ESC wahrte? Da kann man da auch mit Fug und Recht fragen, warum heute pfui sein soll, was damals hui war.
Beispiel Zoë Më: Als Schweizer bedaure ich ihr Televote-Resultat sehr, kann es aber nachvollziehen und den Entscheid des Publikums akzeptieren. Das kann ich aber nur so gut, weil die Jury als Gegengewicht für ein ausgeglichenes Resultat gesorgt hat. Wenn ohne Jurys der künstlerische Wert kein Gewicht mehr hat, dann bin ich raus.
Ich habe den Eindruck, daß Schweden so langsam seinen Nimbus als Liebling der Juries verliert. Wie seht ihr das?
Findest du? Ich sehe das nicht. Selbst mit einem glattgeleckten Spaßsong wie Bara Bada Bastu sind sie in die Top 10 der Jurys gekommen, letztes Jahr waren sie von Startplatz 1 im eigenen Land auf Platz 8 der Jurys und 2023 haben sie gefühlt jeden 12er bekommen.
Nein. Aber Spaßlieder gewinnen bei Jurys nie. Schon gar nicht wenn sie schlagerhaft sind.
Im Moment ist es noch nicht so… aber ich kann mir vorstellen, dass Schweden im nächsten Jahr nicht wieder direkt auf Platz 1 in den Odds gesetzt werden, noch bevor überhaupt ein Ton vom Song veröffentlicht wird. Welchen Einfluss das auf die Jurys hat… keine Ahnung.
Die Gewichtung der Jurys soll beibehalten werden. Ich bin auch für eine Wiedereinführung in den Semis, um mehr Juryfavoriten ins Finale zu bringen. Wenn man der Ansicht ist, dass nur ein Televotingwinner ein richtiger Gewinner ist, dann kann man die Jurys gleich weglassen. Aber wir wissen aus Erfahrung, dass dadurch die Durchschnittqualität der Songs sinkt. Sicher gab es in diesen Jahren auch ein paar hervorragende Songs, aber eben nicht im Durchschnitt. Dem ESC-Image wäre das nicht förderlich. Sehr schnell käme dann die Forderung nach Wiedereinführung der Jurys auf. Hatten wir alles schon. Zudem, ein Top 5 Platz im Finale ist ja schon ein grosser Erfolg, es muss nicht immer ein Sieg sein.
Am Samstag hat die Jury meiner Meinung nach definitiv das Schlimmste verhindert. Versteht mich nicht falsch, ich bin für einen Teilnahme von Israel und ich finde es gut, dass die EBU nicht auf die Boykottforderungen von gewissen Sendeanstalten eingeht. Aber, es ist für alle, auch für Israel, besser, wenn sie im Moment nicht gewinnen. Die Show hätte im nächsten Jahr nicht dort stattfinden können. Würde sie es, hätten aus Boykott- aber und aus Sicherheitsgründen eine grössere Zahl der Länder ausgesetzt. Würde man wie bei UK/Ukraine eine Co-Produktion in einem anderen Land auf die Beine stellen, zweifele ich, ob man überhaupt eine Gastgeberstadt gefunden hätte. Wer möchte denn schon eine Veranstaltung, bei der man in diesem Fall garantiert mit täglichen heftigen Demonstrationen rechnen muss. Da würden etliche Krawallmacher aus ganz Europa anreisen. Die Sicherheitskosten wären explodiert und die Gastgeberstadt wäre eine Woche negativ in den Schlagzeilen gewesen. Wir wissen, dass sich die Medien dann vor allem auf das stürzen würden. Das würde das Image auf Jahre beschädigen und die Organisation erschweren. Deshalb bin ich überzeugt, dass es für den ESC und Israel besser so ist.
Im Moment also die Gewichtung lassen wie sie ist und damit das politische Voting etwas einschränken. Zudem war JJ von Anfang ein Mitfavorit und in beiden Jurys in den Top 5. Sein Sieg ist also völlig verdient. Jetzt schon von Änderungen sprechen, heisst, dass man seinen Erfolg nicht anerkennt. Das finde ich ihm gegenüber völlig unfair.
Außerdem bin ich mir sicher, das Israel sich sehr über den 2. Platz gefreut hat. Zum Einen, weil es halt ein sehr gutes Ergebnis ist, und zum zweiten, das sie den ESC, in der Situation in dem sich das Land gerade befindet, nicht austragen muss.
Oh, da ist aber jemand sauer. Hat man sich bei Österreich doch so sehr vertippt.
Die Juries sind dazu da, musikalischen Unsinn zu verhindern (zum Beispiel Estland heuer!). Das haben sie getan! Gut so!
Auch wenn Juries manchmal auch Probleme machen – sie sind auch dazu da, Votingmanipulationen geradezurücken! (Gabs übrigens früher bei Türkei, Aserbaidschan etc. regelmäßig. Hat damals niemanden von den Fans gestört. Warum auch, war ja nicht Israel….) Auch dafür haben sie heuer gesorgt. Gut so!
Selbst, wenn sie es nicht immer tun: Juries belohnen Qualität. Auch das war heuer der Fall! Gut so!
Wir brauchen Juries unbedingt!
Auch in den Semis.
PS: Österreich hat gewonnen – live with it.
Es gab auch damals Buhrufe, wenn Aserbaidschan und Türkei sich die 12 Punkte zugeschlagen haben.
Das hab ich nicht gemeint: ich meine die Geschichten mit gratis verteilten Sim-cards, die „Befragung“ von einem Azeri, der für Armenien gestimmt hat durch die Polizei usw.
Übrigens wenn man das Songcheck- Ergebnis der ESC Kompakt Blogger als ESC- Vorhersage nehmen würde, dass lag ja mal total daneben. Der Geschmack der Europäer überrascht ja Gott sei Dank doch immer wieder.
Wenn ich mal träumen darf, dann wünsche ich mir die Abschaffung des ganzen Bewertungssystems und der Halbfinals. Last einfach alle Beiträge performen, uns ne gute Zeit haben und die KünstlerInnen feiern die in jeden Beitrag ihre Energie und ihr Herz legen.
#unitedbymusic
… und in der Schule gibt es keine Noten mehr, und im Kinderfußball/Kindersport keine Sieger/Verlierer – ist das der weitergesponnene Ansatz? (der komplett gegen meine Einstellung dazu ginge)
Das würde eine große Diskussion um das Thema „Leistung“ und „Erziehung“ auslösen.
(Spannend, aber wohl hier der falsche Rahmen)
Nachtrag: also #unitedbyaverage
Das wäre bestimmt eine schöne Sendung, aber langweilig. Wo wäre da die Spannung? Olympische Spiele ohne Siegertreppchen? Ach nee…
Wäre so wie Schaulaufen beim Eiskunstlauf.
Ich finde es so gut wie es ist. Wer das nicht mehr will,muss es sich nicht anschauen. Man stelle es sich nur mal vor, wenn Israel, trotz aller meiner Sympathie für dieses Land, gewonnen hätte. Was wäre dann passiert? Ich kann mir nicht vorstellen wie groß der Autschrei der Judenhasser und Antisemiten gewesen wäre.
Ich bin den Zuschauern dankbar das sie Malta abgestraft haben. Ich bin den Juroren dankbar das sie die Schweiz gerettet haben.
So wie das System ist ist es gut.
Da ist viel Wahres dran.
Und die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Ich bin z. B. den Jurys dankbar, dass sie die gute Gesangsleistung von Remember Monday gewürdigt haben – und dem Publikum, dass es den Song durchfallen ließ.
Genau. Ausgleichende Gerechtigkeit 😊