Fünf Jahre nach ihrem letzten Album und fast auf den Tag genau 14 Jahre nach ihrem Sieg mit „Satellite“ beim Eurovision Song Contest 2010 in Oslo veröffentlicht Lena Meyer-Landrut heute ihr sechstes Studioalbum „Loyal to Myself“. Mit den zum Teil sehr persönlichen Liedern geht sie im Juni und Juli auch auf Deutschland-Tour. Start ist am 1. Juni in Leipzig. Tickets sind noch verfügbar – ein Fakt, den die Sängerin selbst öffentlich thematisiert hat.
So lange war bisher keine Pause zwischen zwei Lena-Alben, auch wenn zwischen „Crystal Sky“ (2015) und „Only Love, L“ (2019) bereits vier Jahre lagen. Und selten klang Lenas Musik so ehrlich und persönlich. Nicht ohne Grund trägt das neue Album auch den Titel „Loyal To Myself“. Der Titelsong wurde bereits vor zwei Monaten als Single ausgekoppelt. Er gibt den inhaltlichen Rahmen vor, zeigt aber auch musikalisch, dass Lena sich weiterentwickelt: weniger Charthits, dafür mehr gitarrenlastiger Pop.
Dabei sind die 13 Tracks durchaus vielfältig. Eröffnet und abgeschlossen wird der Reigen mit dem kurzen „Let Me Dream“, das auf Deutsch „Lass mich träumen“ heißt. Dazwischen gibt es unter anderem die neue Single „Good Again“. Das Video startet mit einem Besuch bei einer Therapeutin und einer weinenden Lena. Daraus entwickelt sich ein optimistischer Feel-Good-Song. Andere Songs bleiben ruhiger und spielen mit verschiedenen Genres. Sehr gut beschreibt das die Rezension von Matthias Halbig für das RND.
Mit dem Album verarbeitet die Künstlerin auch ihre Depressionen, mit denen sie immer wieder zu kämpfen hat und die Teil ihres Lebens sind. Ende 2023 hatte sie einen entsprechenden Rückfall, aber auch das Frühjahr 2022 war für sie eine dunkle Phase:
“Ich bin schon immer offen mit meinen Gefühlen und Gedanken umgegangen, weil das für mich zum Künstlerinnensein dazu gehört. Deshalb teile ich das auch zu dem Zeitpunkt, zu dem es sich für mich richtig anfühlt.”
Offen ging Lena auch unlängst damit um, dass der Kartenverkauf für ihre am 1. Juni in Leipzig startende Tour eher schleppend verlaufen ist. Das führte sie auf die hohen Ticketpreise zurück, die sich nicht jeder leisten kann, was andere nicht als eigentlichen Grund sehen. Gleichzeitig stellte sie dabei klar, dass sie mit der Tour nicht wirklich etwas verdienen würde. Verständlich, dass diese Situation auch Selbstzweifel auslöst.
Hoffen wir, dass Lena diese Zweifel bei der Tour wegspielen kann – und sich passend zum Albumtitel selbst dabei treu bleibt. Tickets gibt es unter anderem hier. Im Shop auf Lenas Webseite ist auch allerhand Merch zu finden. Das Album „Loyal to Myself“ kann überall gestreamt werden.
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Das neue Album gefällt mir sehr gut. Lena ist erwachsen geworden.
Lena hat die Zeit genutzt, hoffentlich nicht nur musikalisch.
Ich finde auch, Lenas Songs klingen auf „Loyal To Myself“ erwachsener denn je und es sind viele gute Titel dabei herausgekommen. Intro und Outro erinnern an Imogen Heap und hier ist Lena auch – was ja selten vorkommt – auf Deutsch zu hören. Hört rein! Ich kann es jedem empfehlen, der auf Popmusik steht.
Ob die meisten ihrer aktuellen Fans überhaupt wissen, dass Lena mal beim ESC antrat?
Ja. Satellite ist ja immer im Tourprogramm.
Wg. Meyer-Rudolph (almost from Hanover) wünscht „our“ Lena Meyer-Landrut (Hannoveranerin pur) auch noch „offiziell“ alles Glück für ihre Tour!
Lena hat übrigens ganz bewusst Leipzig als Tournee-Startort gewählt – von Messestaedterin zu Messestadt no. 2.
Haut mich musikalisch nicht richtig vom Hocker, aber ich wünsche Lena alles Gute und hoffe, dass sie ihre Depressionen bald überwinden wird.
Depressionen sind für immer Teil des Lebens. Man kann sie in den Griff bekommen, aber sie lauern immer auf ihre Chance.
Ich konnte mit ihrer Musik nie viel anfangen und das neue Album bestätigt dies auch wieder. Dass sie über die letzten Jahre hinweg kaum noch in den Charts vertreten war liegt meiner Meinung nach an den 0815 Melodien.
Das klingt alles so super austauschbar.
Viel Glück, liebe Lena, für deine Tour!
Wer auch gestern ein neues Album veröffentlicht hat, ist die Siebtplatzierte des ESCs 2024 Angelina Mango. Dringende Hörempfehlung! Auf dem Album befindet sich übrigens auch – vielleicht extra für seine große Fanbase auf ESC kompakt 😉 – ein Duett mit Marco Mengoni.
Hier geht’s zu „poké melodrama“:
„Good again“ find ich richtig klasse:
Endlich ist Lena zurück🙌. Gibt es auch mal was neues von Conchita?🇦🇹
Ich habe das Album ganz Old-School geladen, weil ich es mag, dass Umsatz beim Interpreten und den Komponisten landet. Ich mag es leider nicht, dass Lena ihre Stimme weiterhin elektronisch verfremdet.
Ach ja, am Montag setzen wir uns einfach auf den Balkon und hören das Konzert. Wir wohnen beim Stadtpark
Puh, „I wanna keep it real“ und dann dieses Instagram-Gepose im Video. Es hilft auch nicht, dass die Musik so langweilig ist. Ich weiß, das klingt harsch, aber ich habe gar nichts gegen Lena und wünsche ihr, dass sie mal einen richtigen Befreiungsschlag hinbekommt, musikalisch und auch sonst.
Sorry, aber die Kommentare sind nicht verkehrt
https://x.com/Eddie_1412/status/1797283840169275398
Endweder Lena hat jetzt völlig den Verstand verloren, oder das ist KI.
https://x.com/LiberalMut/status/1797963633567354938
Schade, dass Lena dem ESC einen Song gewidmet hat. Gerade hier so verhältnismäßig viele harsche Kommentare. Und insgesamt nur sehr wenig Aufmerksamkeit.
Ich halte das Album, neben Only Love, L, für ihr bestes. Da ist nichts langweiliges dabei bzw. nicht mehr „langweiliges“ als von vielen anderen Künstlern.
Auch das vermeintliche Gepose ist echt. Emotionen sind ein Teil von Lena und sie ist m.E. in der Hinsicht ehrlich.
Wer sie auf Tour erlebt hat (hier wahrscheinlich niemand) bemerkte schnell, wie toll sie sich auch live entwickelt hat.