
Der „Veröffentlicher“ dieser Leser-Reportage schrieb es bereits mehrfach: Der ESC ist auch deshalb das schönste Hobby der Welt, weil er Menschen aus ganz Europa und auch noch darüber hinaus verbindet. Und man muss für solche Treffen manchmal keine Ländergrenzen oder gar Kontinente überqueren, zuweilen reicht auch schon die Stadtgrenze von Hamburg.
Und nicht nur der ESC als solches verbindet Menschen, auch ESC kompakt tut das. Diese Konzertreportage kam nämlich nur zustande, weil ESC-kompakt-Gastreporter Jonas zuvor an einem ESC-kompakt-Gewinnspiel des Autors dieser einführenden Absätze teilgenommen hatte. Und weil ich das (inzwischen übersendete) Gewinnpackage hatte lange liegenlassen, bot ich an, einen (Achtung, aktueller ESC-Bezug) „Espresso Macchiato“ zu spendieren, sollte Gewinner Jonas einmal Hamburg besuchen.
Erst im Café am Hafen an den Landungsbrücken (sehr empfehlenswert) erzählte Jonas (begleitet von seiner langjährigen Schulfreundin Fimke), dass sie sich auf dem Weg aus (der Nähe von) Bremen in die zweifache Erste-Bundesliga-Stadt Hamburg begeben haben, um Bubble-Heldin und ESC kompakt Songcheckerin 2024 Felicia Lu live auf ihrer „Bittersweet“ Tour zu sehen. So entstand schnell die Idee, dass wir aus dem Treffen auch einen Konzertbericht destillieren.
Selbstverständlich haben wir auch andere ESC-Themen touchiert. Jonas berichtete unter anderem von seiner dramaturgisch ausgefeilten sechsstündigen ESC-Mr.-President-Spotify-Playlist, die sich exzellent für Einsteiger eignet, konzentriert sich Jonas aka Mr. President doch auf die Jahre 1997 ff. Sein All-Time-Favorite ist übrigens Marina Sattis „ZARI“, gefolgt von Nettas „Toy“. Bei „Toy“ hat sich Fimke spontan angeschlossen und „Fairytale“ und „Arcade“ ergänzt.


Wir kamen so ins ESC-Schwärmen, dass wir beschlossen, dem „Espresso Macchiato“ noch ein Zweitgetränk folgen zu lassen (siehe Foto), bis Jonas und Fimke zur Hebebühne in Ottensen (gehört zu Hamburg Altona) aufbrachen.
Hier nun die Konzertimpressionen, die Jonas für Euch aufgeschrieben hat:
Die zweimalige deutsche Vorentscheids-Teilnehmerin Felicia Lu (2017 & 2022), die sich als independent artist mittlerweile einen Namen gemacht hat, machte auf ihrer ersten Headliner-Tour Halt in der Hamburger Hebebühne. Übrigens: nicht nur spielte Felicia damit nur wenige Tage später in der Location, in der ursprünglich (vor der Hochverlegung) auch das Abor & Tynna-Konzert stattfinden sollte. Nein, zufälligerweise tourt Felicia aktuell auch mit ihrem Album namens „Bittersweet“ (zu deutsch „bittersüß“) und teilt sich somit auch den Namen ihres Albums mit Abor & Tynna.

Ich durfte Felicias Auftritt in der Hamburger Hebebühne live erleben und möchte diesen für ESC kompakt dokumentieren. Nach einem sympathischen Kennenlernen mit Blogger Peter im Café am Hafen und einem Spaziergang an der Elbe machte ich mich auf in die Hebebühne, die versteckt in einer Wohnstraße liegt und selbst für lokale Hamburger*innen nicht unbedingt zwingend bekannt ist.
Gerade rechtzeitig bevor Support-Act Anica Russo (Teilnehmerin am deutschen Vorentscheid 2023) die Bühne betrat, fand ich mich im gemütlichen Konzertraum mit ca. 100 gleichgesinnten „Lusern“ (so nennt sich Felicias Fandom liebevoll) und solchen, die es werden wollten, ein. Dabei war das Publikum sowohl im Hinblick auf das Alter als auch auf das Geschlecht sehr heterogen.

Die gebürtige Oldenburgerin Anica Russo eröffnete den Abend mit einem kurzen Medley ihrer Songs, wobei sie vor allem stimmlich überzeugen konnte, wie man einigen staunenden Gesichtern im Raum entnehmen konnte. Natürlich spielte Anica auch ihren VE-Song „Once Upon A Dream“. Auf die vorausgegangene Frage an das Publikum, ob denn auch ESC-Fans anwesend seien, hob gut ein Drittel der Gäste (inklusive mir natürlich) die Hand. Nach einer kurzen halben Stunde verabschiedete sich Anica auch schon wieder von der Bühne und stellte sich für die Zeit bis zum Auftritt von Felicia Lu für Fotos und Fragen zur Verfügung.

Eingeleitet mit einem energetischen Intro der Band betrat Felicia um Punkt 21 Uhr die Bühne und eröffnete den Abend mit den Songs der „Bitter“-EP. Von Anfang an zeigte sich das Publikum in großen Teilen äußerst textsicher, was den Abend über auch keinesfalls nachließ. Großen Applaus erntete Felicia für die Tatsache, dass sie nicht nur als Künstlerin „independent“ arbeitet (also ohne Label und Management) und alle ihre Songs selbst (mit-)schreibt, sondern auch die „Bittersweet“- Tour von vorne bis hinten selbst organisiert.
Felicia nutze auch die Interaktion des Publikums geschickt und dosierte diese genau richtig – etwa, wenn das Publikum gemeinsam Titel wie „Better After You“, „Just Fine“ oder „Bitch“ im Refrain lautstark mitsang. Aber auch Liebhaber von Felicias etwas älteren Titel kamen voll auf ihre Kosten, performte die gebürtige Salzburgerin zum Beispiel auch Songs wie „Numb“ oder „Something Regrettable“, die Leadsingle ihres ersten Studioalbums. Ein besonderer Abend war dies sicher nicht nur für Felicia, sondern auch für Hobby-Schlagzeugerin Marie, die als Gewinnerin einer Aktion mit Felicias Partner MyGroove gemeinsam mit ihr ein Cover von Tom Odells „Another Love“ performte.

Abgerundet wurde der Abend musikalisch von einigen Songs der „Sweet“-EP inklusive einer Zugabe in Form des Songs „We’re All Gonna Die“, der sich Anfang des Jahres in zahlreichen Ländern in den Viral-Spotify-Charts platzieren konnte. Über den ganzen Abend hinweg strahlte Felicia eine große Portion Lebensfreude aus, die sich auch binnen Sekunden auf das Publikum übertrug, und beeindruckte mit ihrer Bühnenpräsenz. So war es ein rundum gelungener Konzertabend in wohliger Atmosphäre, an dessen Ende Felicia und Anica noch für alle Fans und Fotowünsche zur Verfügung standen.

Neben meiner erfolgreichen Fotomission leitete ich die wenige Stunden vorher von Peter und Benny bestellten Grüße an Felicia weiter, die sich sichtlich darüber freute und durch mich ebenso liebe Grüße an die ganze Bloggerschaft sowie die ESC-kompakt-Community ausrichtet. Ein wundervoller Abend in Hamburg voller ESC-Spirit also.

Mit diesen „United by Music“ Worten endet Jonas Konzertreportage. Im Namen des gesamten ESC-kompakt-Bloggerteams möchte ich Felicia nochmal herzlich zurück grüßen, vor allem aber Jonas und Fimke danken, dass Sie uns an ihrem Konzertbesuch haben teilhaben lassen. Und auch die naheliegende Frage, warum ich zwar bei Arbor & Tynna im Grünspan dabei war, nicht jedoch in der Hebebühne, will ich beantworten.

Nun, die Antwort ist ganz einfach: Hamburg feierte in den ersten Oktobertagen das wunderbare alljährliche Filmfest und ich hatte Karten für eine Primetime-Premiere ergattert.

Diese Premiere musste ich aber frühzeitig verlassen, denn am gleichen Abend gab es als Late-Night-Kino-Event das erste Screening des Showgirl-Album-Präsentationsfilms von Taylor Swift und wer mich ein bisschen kennt, weiß um meine Affinität für die zukünftige Mrs. Kelce, die derzeit alle erdenklichen Rekorde sprengt.

Das großartige Savoy mit dem besten Cinena-Serviceteam der Hansestadt hatte zur Premiere auch noch einen eigenen Cocktail namens „Tangerine Twinkle“ entwickelt, der den Feiertag optimal krönte. Und was Taylor betrifft: Bitte hört Euch „Opalite“ an (Song III auf „The life of a showgirl“). It doesn’t get any better.
Warst Du auch schon einmal bei einem Felicia-Lu-Konzert oder vielleicht sogar in der Hebebühne in Hamburg dabei? Wie sind Deine Eindrücke von Felicia? Oder gibt es andere ESC- oder VE-Künstler*inen, die Du dank ihres ESC-Engagements neu für Dich entdeckt hast und deren Konzerte Du besucht hast? Sag es uns in den Kommentaren.
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Vielen Dank für den Bericht und die tollen Fotos, lieber Peter. Hoffentlich wird es Felicia Lu Kürbiß noch einmal beim deutschen Vorentscheid versuchen.
Der Dank gebührt ESC kompakt Leser Jonas 👏
Wow, ich hätte nicht gedacht das Peter ein Swiftie ist. Früher war ich auch mal einer, zu ihrer Countryphase. Sie brachte mich ja neben Lady A (ehemals Lady Antebellum) zur Countrymusik. Mittlerweile bin ihr ich etwas entwachsen, da ich ihre Popsongs nicht so mag. 1989 fand ich aber Mega.
Vielen Dank für den wunderbaren Bericht. 🙂
Anica Russo würde ich aber auch gerne noch mal auf der VE-Bühne sehen. Sie hat mir 2023 wirklich sehr gut gefallen.😍😍😍
Anica Russo hatte im ersten Halbjahr 2025 einen Song veröffentlicht und der Titel ist „Mama“:
Danke für das Video, Matty.🙂
Gefällt mir wirklich ausgesprochen gut.👍 Ganz tolle Sängerin.😍
Da gehe ich mit, eine der interessantesten Kandidaten der letzten Jahre, verfolge ihre Musik immer noch 😀
Ich auch . Hoffe dass sie sich nochmal beworben hat
Das lustige ist, sie hat damals gesagt sie würde nur wieder mitmachen, wenn es Stefan Raab macht (In dem glauben, das würde eh nie passieren) Als es dann soweit war, war sie in einer Zwickmühle, weil ihre Fans druck gemacht haben. Beworben hat sie sich dann aber doch nicht.
Dachte ich mir auch als ich das gelesen habe
Lieben Dank an Jonas und Fimke für den schönen Bericht über Felicia Lu und an Peter für die Veröffentlichung hier.
Finde ich toll,dass Felicia jetzt auch eine Tour spielt,ich fand sie damals gut.
Felicia Lu war für JJs social media Verantwortlich also hat sie sozusagen auch den ESC mit gewonnen 😎
Das klingt nach einem wundervollen Abend – für alle in diesem Artikel beteiligten Personen.
Ich bin in zwei Wochen bei FFTS und Cyan Kicks (als Support) in Bochum. Vielleicht berichte ich ja auch mal in den Kommentaren von dem Konzert 🙂
Nett dass Peter seine Anekdoten auch noch in fremde Artikel unterbringt, nicht böse gemeint.