
Nemo hat in Malmö Spektakuläres geschafft und den Eurovision Song Contest nach 36 Jahren wieder in die Schweiz geholt. Doch nicht nur innerhalb des Heimatlandes von Nemo hat der Sieg große Auswirkungen – auch ein oft unbeachtetes Schweizer Nachbarland könnte sich dadurch endlich an den ESC heranwagen: Das Fürstentum Liechtenstein möchte 2025 sein Debüt geben. Warum das Vorhaben dieses Mal tatsächlich glücken könnte…
In der Vergangenheit haben wir mehrmals über die immer wiederkehrende Absage berichtet, die Liechtenstein dem ESC gegeben hat Man wolle sich „auf die Berichterstattung im eigenen Land“ konzentrieren, hieß es vom (privat geführten) Fernsehsender 1FLTV bis zuletzt. Doch nachdem man jahrelang immer nur den TV-Sender in die ESC-Überlegungen Liechtensteins einbezog, gibt es jetzt von einer ganz anderen Seite Hoffnung: vom (öffentlich-rechtlichen) Radiosender Radio Liechtenstein.
Der hat bereits kurz nach dem ESC 2024 aus Malmö das Thema in sein Programm aufgenommen und zunächst lediglich darüber berichtet, dass St. Gallen den kommenden Wettbewerb in der Schweiz ausrichten könnte. Dazu hat der Radiosender auch Mathias Ulrich eingeladen. Er ist Geschäftsführer des Unternehmens Liechtenstein Marketing und sagte im Interview, dass auch Liechtenstein im Falle einer Austragung in St. Gallen vom ESC touristisch profitieren könnte.
Doch auch eine tatsächliche Teilnahme des Fürstentums für 2025 wurde besprochen. Ulrich bestätigte dabei, dass man ein Projekt, das zur ESC-Teilnahme führen könnte, unterstützen würde. Leiten müsste jedoch jemand anderes dieses Projekt. Auf Anfrage von ESC kompakt erklärte Ulrich anschließend tatsächlich, dass „verschiedene Initianten“ momentan prüfen, wie eine Teilnahme realisierbar wäre. Unterdessen berichtete die Liechtensteiner Presse, unter anderem auch auf Social Media, von einer Liechtenstein-Flagge, die im ESC-Publikum in der Malmö Arena entdeckt wurde.
Ein großes Hindernis sei trotz aller Euphorie aber weiterhin, dass Liechtenstein keinen TV-Sender habe, der der EBU angehört, so Ulrich. Hier kommt nun aber Radio Liechtenstein ins Spiel. Wie das Magazin Liechtensteiner Vaterland berichtet, prüft der Radiosender nun eine mögliche ESC-Teilnahme. Dafür befindet sich Radio Liechtenstein nun sogar in Kontakt mit der EBU und hat den Aufnahmeprozess gestartet. Das ist bereits ein großer Schritt, auf den viele Fans seit Langem warten. In den letzten Jahren hatte der liechtensteiner Fernsehsender 1FLTV schließlich überhaupt nicht mehr versucht, EBU-Mitglied zu werden.
Rückblick: Jahrelange Bemühungen von 1FLTV
Zunächst müssen dabei die vergangenen Bemühungen des (privaten) TV-Senders 1FLTV beleuchtet werden. Bereits seit 2009 war der damalige Geschäftsführer des Senders, Peter Kölbel, immer wieder äußerst bemüht, Liechtenstein zum ESC zu bringen. Jahrelang scheiterte er mit diesem Traum aber bereits an der ersten Hürde: Der Sender wurde mehrmals von der EBU abgelehnt. Die Gründe waren angebliche Fehler im Mitgliedsantrag, ungeklärte Formalitäten und vor allem: fehlende Gelder.
Immer wieder wurden staatliche Förderungen für 1FLTV in Aussicht gestellt, die jedoch nie genehmigt wurden. Der letzte öffentlich bekannte Versuch, in die EBU aufgenommen zu werden, erfolgte 2018. Zumindest hatte Peter Kölbel Pläne, es nochmal zu versuchen, um 2019 beim ESC in Tel Aviv dabei sein zu können, denn in diesem Jahr feierte Liechtenstein sein 300-jähriges Landesjubiläum. Das Kapitel „ESC-Teilnahme“ nahm dann jedoch ein vorzeitiges, trauriges Ende: Kölbel verstarb im Juli 2018 unerwartet und Liechtenstein verlor seinen wohl engagiertesten Kämpfer für die ESC-Teilnahme…
Radio Liechtenstein mit großem Vorteil
Was nun aber für Hoffnung im Fürstenstum sorgt: Radio Liechtenstein wird, anders als 1FLTV, hauptsächlich staatlich finanziert. Als öffentlich-rechtlicher Sender könnte es somit eher finanzielle Unterstützung für eine Aufnahme in die EBU geben. Doch selbst wenn das klappen sollte, bleibt die große Frage: Genügt es, einen Radiosender in der EBU zu haben, um am ESC teilzunehmen? Tatsächlich wäre Radio Liechtenstein schon der 14. reine Radiosender in der EBU, jedoch gab es noch nie ein Land, das ohne Fernsehsender in der EBU am ESC teilgenommen hat.
Vorstellbar wäre deshalb eine Kooperation zwischen 1FLTV und Radio Liechtenstein, damit der ESC im Land eben auch ausgestrahlt werden kann. Genauere Entwicklungen und Pläne hierzu sind bisher aber nicht veröffentlicht worden. Ein Jahr nach dem erfolgreichen Comeback von Luxemburg, einem weiteren kleinen Land in Europa (siehe oben), käme das Debüt aus Liechtenstein aber vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt. Wir bleiben an den Bemühungen des Fürstentums dran und halten Euch auf dem Laufenden.
Denkst Du, Liechtenstein könnte es endlich zum ESC schaffen? Wie könnte die Teilnahme des deutschsprachigen Landes aussehen? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.
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Ich bin sehr gespannt, ob die Aufnahme in die EBU gelingt.
Klingt tatsächlich etwas ernster als die sonst jährlich auftauchenden Sommerloch-Gerüchte. Ich denke dennoch, dass die Hürden als reiner Radiosender in der EBU zu groß sein dürften, um am ESC teilzunehmen. Aber das Vorhandensein von Leuten in Liechtenstein, die eine ESC-Teilnahme anstreben, stimmt mich positiv, auch wenn wir das Land 2025 (noch) nicht beim ESC sehen werden.
Und jährlich grüßt das Murmeltier. Viel Erfolg!
Ok, das ESC-Sommerloch hat wohl damit begonnen.
Bist Du noch nicht auf Lanzarote?
Geht erst am Freitag los, eine Woche wieder in Puerto del Carmen.
Dann kommst Du zurück, wenn es bei mir losgeht. Falls wir uns vorher nicht mehr sprechen, wünsche ich Dir einen wunderschönen Urlaub. 😎
Keine Sorge, ich bin ja noch bis Freitag in Deutschland, vorher gucke ich auf jeden Fall noch mal hier rein. 😉
Andererseits habe ich eine wahnsinnig intensive Woche vor mir. Chef zu sein, frisst das Leben auf, vor allem vor dem Urlaub, wenn man ja alles ordentlich hinterlassen möchte.
So geht es allen beruflichen Einzelkämpfern.
Mach aber nicht zuviel vorher, sonst brauchst Du im Urlaub zu lange, bis die Erholung einsetzt. Naja, wahrscheinlich habe ich leicht schreiben.
Absolut. Meine Freiberuflichkeit würde ich trotzdem freiwillig nicht mehr aufgeben. 🙂
Wenn Du zurück bist, ist bestimmt auch die Teilnahme der Färöer bestätigt.
Schönen Urlaub😎
Cool, war letztes Jahr ne Woche in Playa Blanca und hab mal nen Zwischenstop in Puerto del Carmen gemacht 🙂
Es wäre gut wieder mehr Länder beim ESC zu haben, schließlich haben ja einige Länder freiwillig und unfreiwillig die nicht Teilnahme am ESC beschlossen.
Na, das wäre doch fein.😊
Ich habe ein Herz für kleine Staaten beim ESC, und hoffe wirklich sehr, dass Liechtenstein endlich bald am ESC teilnehmen kann. Viel Glück.
P. S. Würde mich auch wieder sehr über Andorra, Monaco und Bosnien-Herzegowina freuen…
Singt Biggi Bachmann noch?
Lebt Biggi Bachmann noch?
Da habe ich doch jetzt mal bei Wikipedia nachgeschaut:
Heute lebt sie mit ihrem Mann in Chur und betreibt mit ihm seit 1993 die Musik- und Artistenagentur „Musik-Artistenagentur STB Stürzel“.
Na, das klingt doch vielversprechend – dann hat sie ja vielleicht sogar schon eine geeignete ESC-Kandidatin im Blick …
Etwas dürftige Spekulationsgrundlage. Aber OK, tun wir mal so als ob: Wenn sie es zu einem schweizer ESC nicht hinbekommen, dann ohnehin nie. Bei der Bevölkerungsgröße von einem 1/10 Islands müsste das Televoting mangels Mindestgröße wohl wie San Marinos aus einer Vergleichsgruppe berechnet werden.
Das Problem bei SM ist ja nicht die Bevölkerungsgrösse, sondern die Tatsache, dass das Telefonnetz das der RAI ist. Keine Ahnung wie das in LI ist.
Nicht mehr. San Marino hat +378 und Liechtenstein +423 als Vorwahl.
Ist es eben doch. Es gibt ja Mindestteilnahmeanfordeungen. Auch z.B. Montenegros Voting wurde mal rechnerisch ermittelt. Bei unter 40.000 EW und einem Land ohne große ESC-Community bekommst du kein taugliches Televoting hin. Ist auch keine geile Vorstellung, wenn ein Liechtensteiner Voter 200x mehr Einfluss auf das ESC-Ergebnis als hier in D hätte. Unter einem gewissen Level wird’s einfach schräg.
Schräger als fünfköpfige Juries?
Nö .. Juryvoting haben alle Länder. Ein Äpfel/Birnenvergleich
Habe mir heute ein Video angeschaut mit dem Thema „die größten Punkte Unterschiede beim ESC Jury/ televote “ muß sagen , die Jurys haben in der Vergangenheit auch gute Songs soviel Punkte gegeben das die Qualität der Songs gewürdigt wurde was vom Publikum nicht der Fall war.
Bin deshalb strickt gegen die Abschaffung der Jurys. Über eine andere Gewichtung kann man gerne reden, nur maximal bitte 40/60 Jury / Tele bitte.
MmN ist es im Finale gut, wie es ist. In den Halbfinals hätte ich allerdings auch gerne wieder 50/50.
Zudem wünsche ich mir in den Jurys mehr musikalische Expertise und weniger B-Prominenz.
Noch sehr spekulativ aber wenn LI teilnehmen sollte, dann in der Schweiz. Wäre analog zu wie wir Italien wieder reingeholt haben.
Und das sogar zweimal, 1983 und 2011 …
Italien ist unsere große Liebe. Frankreich ist unsere Zweckehe. Am sinnvollsten wäre Spanien, da sind – von den großen Ländern – die meisten Gemeinsamkeiten.
Alles relativ – ich bspw. steh‘ im Prinzip auf kanadische Holzfäller und bin trotzdem bei einem Halbitaliener mit Berliner Schnauze gelandet. Keine Ahnung, wie das passieren konnte …
(Und in Spanien war ich überhaupt noch nie.)
Y entretanto algunos alemanes hablan español….
Mi tambien.
Meine Lieblingsanekdote zu Liechtenstein:
https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/werdenberg-obertoggenburg/historisch-80-mann-rueckten-aus-81-kehrten-heim-ld.1006342
Wie Obertoggenburg? hat jetzt aber nichts mit der Burg und Toggie zu tun?😊
🤣
Daumen sind gedrückt – alles Weitere wird man dann sehen.
Sollte das gelingen, plädiere ich für einen Boykott.
Warum?
Weil es dem Zeitgeist entspricht …
Ich würde mich über weitere deutschsprachige Länder nur freuen, schon allein weil das auch die Chance erhöht, endlich mal wieder einen Song auf Deutsch beim Wettbewerb zusehen, aber selbst wenn das nicht passieren würde, neue teilnehmende Länder? Immer her damit, umso mehr, umso besser! Ich hoffe Radio Liechtenstein und 1FLTV können sich irgendwie einigen und das klappt dann auch mit der EBU. 😀
2025 sind die Chancen für einen deutschsprachigen Song aus Österreich höher als sonst. Aut of Orda haben ihr Interesse am ESC teilzunehmen bekundet.
Ja im Dialekt
klingt gut!
Falls die singen können, haben sie in Österreich bei interner Auswahl keine Chance …
Wenn … ja wenn … würds mich schon freuen, aber stimmt mich auch bedenklich. Die Westeuropäer kommen, die Osteuropäer gehen …
In Finnland beginnen bereits die ersten Planungen für den Vorentscheid UMK! Vom 19. bis 25. August können sich die interessierten Künstler dafür bewerben:
https://www.instagram.com/p/C7vo-_6qMk-/?igsh=c3V6bTA4em0zdzNu
Vielleicht erleben wir das Comeback von Saara Aalto oder Norma John? Könnte mir auch ein Wiedersehen mit Erika Vikman und BESS und Benjamin vorstellen.
Norma John dürften ausgesprochen gerne wiederkommen.
Ich würde mich über eine Teilnahme von Liechtenstein freuen.
Nun, es wäre „putzig“ wenn Liechtenstein am ESC teilnähme. Allerdings ist die Teilnahme der Zwergstaaten nicht sehr nachhaltig, siehe Monaco und Andorra. Mal schauen wann San Marino mit seinen – na sagen wir mal – eher „schrägen“ Beiträgen der letzten Jahre die Puste ausgeht und wann der Vatikan sein Debüt gibt – Halleluja! Allein Malta bleibt von den Zwergen hartnäckig dabei. Mal schauen wie lange Luxemburg Spaß am ESC hat.
(Noch) schön(er) wäre es wenn mit Bulgarien, Rumänien, der Slowakei, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien alte Bekannte wieder mitspielen würden, die jetzt keine ganz offensichtlichen Autokratien sind.
Dafür sind das länder, in denen homo und transphobie in der bevölkerung und den regierungen fast schon normal ist.
Also das haben wir bei den Televotingergebnissen von Conchita doch nun wirklich gelernt, daß zwischen Regierung und Bevölkerung ein himmelweiter Unterschied besteht …
Haben wir bei Aserbaidschan auch gedacht, aber dann gab es von dort 10 Punkte im Televoting und sogar 12 Punkte im Juryvoting für Nemo! Vielleicht sollten wir die Einstellung der Regierungen bzgl. Homo-/Transsexualität nicht immer gleich auch auf die Bevölkerung in diesen Ländern übertragen.
In vielen Ländern ist es auch ein großer Unterschied, ob der Gender Trouble (Judith Butler) auf der Bühne oder im normalen Leben stattfindet. Das kenne ich z. B. aus der Türkei.
Ich weiß, was du meinst. Was ich seit Nemos Sieg so alles an widerwärtigem Zeug gelesen hab, scheint das Thema international noch weiter verbreitet zu sein, als ich dachte. Alleine die Kommentare der (kroatischen) BL-Fans sind so dermaßen daneben, dass ich mir das nicht mehr gebe. Da wird einem schlecht, was unter dem katholischen Deckmantel so geschrieben wird. Leider sind Homo- und Transfeindlichkeit 2024 noch viel tiefer und breiter in unseren Gesellschaften verwurzelt, als ich angenommen hatte. Mich erschreckt das und ja, es macht mich als Hete auch wütend. Weil ich angenommen hatte, wir seien bereits weiter. Regierungen sind noch mal ein anderes Thema.
Ich glaube auch, dass wir mal weiter waren.
Aber in diesen Zeiten der vielfältigen Probleme werden wieder von einigen (mehr werdenden) „Menschen“ die kleineren Gruppen gesucht, bei denen man meint, auf sie herabschauen zu können und sie verächtlich zu machen, um sich besser zu fühlen. Andere Lebensentwürfe ertragen diese Leute nicht und es reicht ihnen nicht, diesen nur gleichgültig gegenüber zu stehen. Nein, sie müssen sie bekämpfen, weil das für sie einfacher ist, als sich den o.g. Problemen zu widmen.
Früher fand ich das alles sehr traurig, inzwischen widert es mich an!
Auf den Punkt. Ich hab auch den Eindruck, dass wir schon mal weiter waren und so einiges wieder „rückwärts“ läuft. Begreifen kann ich das längst nicht mehr.
Wohingegen Liechtenstein an sich – im Gegensatz zu all den „nicht ganz offensichtlichen Autokratien“, in denen Homo- und Transphobie (fast schon) zur Tagesordnung gehört – ja als ungemein moderner, liberaler und weltoffener Staat gilt.
Die Ebu war ist und bleibt wohl eine undurchsichtige Organisation, wenn man sich das so durchliest 😅
Hat Lichtenstein mit irgendein Land Beef? Falls nicht, especially welcome!
Tatsächlich mit Tschechien.
Beef evtl.mit Heidiland,aber es bleibt wohl beim Käseweitwurf
Ein Doppel-Debüt von Liechtenstein und Kosovo fände ich sehr schön. Und vielleicht lässt die EBU ja auch endlich mal Kasachstan rein? Es ist ja in ihrem Interesse wieder über die 40 Teilnehmer zu kommen.
Wir brauchen keinen VE, wir nominieren den Habibi direkt #Köln2026.
Dann lieber Kosovo.
Selenskyy in Asien, Manila und Singapur. Der Otter schwimmt weit.
Ich bin nicht der Ansicht, dass bei der Anzahl der Teilnehmerländer „mehr“ auch stets „mehr“ ist, vor allem wenn Mini-Länder mit weniger als 100T Einwohner teilnehmen.
Irgendwie wird mir da mit zweierlei Maß gemessen – Örnsköldsvik mit 55T Einwohnern hatte sich um die Austragung des ESC 2024 bemüht und wurde von den meisten hier im Forum wegen der geringen Größe abgelehnt aber gleichzeitig sehnt man die Teilnahme Liechtenstein herbei, die weniger als 40 T Einwohner haben.
Das ist die übliche Doppelmoral in diesem Blog.
Sicher, für Länder wie San Marino (oder eben Liechtenstein) wäre die Austragung ein Problem. Aber sie nur deshalb nicht teilnehmen zu lassen, fände ich auch nicht richtig. Wäre ja irgendwie so etwas wie „Diskriminierung“. Ich denke, ihnen geht es ja in erster Linie nicht ums Gewinnen, sondern um überhaupt erst einmal dabei zu sein. So erhält man doch (und sei es nur für einen Moment) internationale Aufmerksamkeit. Sollten sie doch gewinnen, gäbe es sicherlich die Möglichkeit, den ESC im größeren Nachbarland, also im Falle von Liechtenstein der Schweiz oder evtl. Österreich auszutragen, (irgendwo in der Nähe der Grenze. Kann man sich ja gegebenenfalls dann Gedanken darüber machen.🙂
Schlimmstenfalls kann man ja die Austragung auch ablehnen. Monaco hat ja 1971 gewonnen, aber 1972 fand der ESC in Edinburgh (Schottland) statt.
So weit ich weiss, besteht ja keine Verpflichtung, den ESC im Folgejahr auszutragen.😉
Deutschland wäre auch eine Option.
Evtl.in Chur,falls die ne geeignete Halle hätten,liegt genau neben Lichtenstein
Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich…
Das eine ist ein Austragungsort, der vermutlich der Größe der Veranstaltung nicht Herr geworden wäre, da zu wenig Kapazitäten, das andere ist eine Nation, die Interesse bekundet, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
Sollte diese Nation gewinnen, dann ist sie vermutlich auch nicht in der Lage, ein Gastgeber dieser Veranstaltung zu sein. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben: nicht genügend Kapazität, zu geringe Finanzen oder die Sicherheitslage lässt eine Ausrichtung nicht zu. Dann könnte ein anderes Land mit der Ausrichtung einspringen: siehe Monaco 1972, Israel 1980 oder die Ukraine 2023.
Alles ist möglich.
Ich hoffe ja inständig, dass San Marino bald mal gewinnt. Dann würde ich vielleicht doch noch einen ESC in Rossinis Heimatstadt Pesaro erleben. 😍
Ich dachte immer, der ESC würde dann in Valentina Monetta’s Gartenlaube ausgetragen …
Beim zweiten Sieg gerne. 😎
Na ja, so wie aktuell die Vorauswahl ist kannst du da lange drauf warten. Eher wird Benny oder Douze Points zum Papst gewählt. 🤣
Ein interessanter Wetteinsatz! 😉
Die 55T Einwohner beziehen sich allerdings auf die Gemeinde Örnsköldsvik, die beinahe 10 x so groß ist wie z. B. der Landkreis Ludwigsburg. Die meisten Gemeinden in Nordschweden haben ja eine riesige Ausdehnung. In der Stadt Örnskölsvik selbst leben nur etwas mehr als 30T Einwohner. 🤓
Eben, ist in Schweden gar nicht so einfach die wirkliche Einwohnerzahl von Städten zu bekommen da der Großteil der Gemeinden verdammt riesig ist und neben dem Hauptort noch viele weitere Dörfer enthält die sich anders als in Deutschland nicht als Stadtteil verstehen.
Lediglich Stockholm ist easy, die besteht wirklich nur aus der einen Stadt.
Erwarte mir nicht soviel von einer Teilnahme Lichtensteins.
Mit noch nicht einmal 40000 EInwohnern,wird man wohl kaum eigene musikalische Schwerpunkte setzen können:
Und ein zweites San Marino brauche ich nicht unbedingt.
Aber mir soll es egal sein.
Na, vielleicht gelingt es der „neutralen“ Schweiz ja tatsächlich, mit der einen oder anderen Überraschung im Teilnehmerfeld aufzuwarten …
(Erinnert mich gerade an viele coole Erfolge der Alpinen aus Liechtenstein.)
Die Wenzels 🙂
Die Wenzels, die Frommelts, Ursula Konzett, Marco Büchel, Tina Weirather …
Als Kind hab‘ ich die Wenzel-Geschwister mal um Autogramme angeschrieben – zu jener Zeit hatte Petra noch gar keine eigene Karte, hat mir aber einen kleinen pinkfarbenen Zettel mit ihrer Unterschrift mitgeschickt. Sich über Liechtensteiner Erfolge mitzufreuen, fiel einem irgendwie immer leicht.
Ich sehe (anders als bspw. beim Kosovo) nichts, das gegen eine Aufnahme von Radio Liechtenstein in die EBU sprechen würde. Am 4. Juli ist die Generalversammlung, dann sind wir schlauer.
OT
Der ARD-Spartensender One war im Mai so erfolgreich wie noch nie – nicht zuletzt dank des Eurovision Song Contests
https://x.com/DWDL/status/1797593736857403636?s=19
Wer weiß, vielleicht in ein bis zwei Jahren?
OT:
Nordmazedonien hat seine Teilnahme am Junior ESC 2024 bestätigt. Und das, obwohl sie beim großen ESC 2024 nicht mit dabei waren.
https://eurovoix.com/2024/06/03/north-macedonia-junior-eurovision-2024-participation-confirmed/
Das finde ich sehr komisch und merkwürdig. Da ist dem Fernsehsender in Nordmazedonien der Junior ESC wohl wichtiger als der große ESC.
Könnte auch einfach am Geld liegen
Jup. Die wollen eigentlich dabei sein, aber Schweden und die Schweiz sind wohl zu teuer.
Wir könnten hier ja einen Spendenaufruf für MAK starten …
Einen Sponsorenlauf?
Gibt aber 2025 keine Sportgroßveranstaltungen, sollte also Kohle im Etat übrig sein.
Doch die Frauen EM in der Schweiz.
Und deren Übertragungsrechte und Sendeaufwand kosten die Sender genau was?
Das weiß ich leider nicht. Aber die Frauen WM im letzten Jahr hat den Fernsehsendern genauso viel gekostet, wie die Männer WM 2022. Das war aber auch Auflage von der FIFA. Und deswegen haben sich viele Fernsehsender, darunter ARD/ZDF lange gesträubt dem zuzustimmen. Und die 2. Auflage war, dass alle Spiele im Linearen Fernsehen übertragen werden müssen. Auch das war für viele Fernsehsender z.B. für die ARD und ZDF ein rotes Tuch, aber am Ende haben sie unter hohen Druck dem allem zugestimmt, sonst hätten sie nämlich gar keine Spiele der Frauen WM 2023 übertragen dürfen. Aber die UEFA ist da, soweit ich weiß nicht so streng und die Auflagen sind lockerer, aber trotzdem kostet die Übertragung der Frauen EM 2025 den Fernsehsendern etwas, aber wie viel genau, dass weiß ich leider nicht.
Belgiens Sender VRT richtet nächstes Jahr den nationalen ESC-Vorentscheid aus und hat Plattenfirmen angesprochen:
https://eurovoix.com/2024/06/03/belgium-no-public-submissions-for-eurosong-2025/
Einen offiziellen Aufruf an Künstler, sich für drn Vorentscheid zu bewerben, gibt es nicht.
Funfact für alle Spaß mit Flaggen Fans:
Liechtenstein hatte in den 1930er Jahren seiner Flagge ein Krönchen spendiert, weil es sich herausstellte, dass sie identisch mit der Flagge Haitis ist.
Sheldon bist du es ? 🤣
Es gibt sonst so wenige Gelegenheiten, dieses Wissen anzubringen.
Ich fand es interessant und wusste es auch noch nicht.
Vermutlich war die haitianische Flagge zuerst da?
Er ist ein Bavarian
Und ich bin eine Brezel!! 🤣🥨
😄
Hab die Tage erst ein Video zur Flaggengleichheit von Rumänien und Tschad gesehen, da unterscheidet sich der Blauton nur minimal
Ehrlich gesagt, ich ahnte es irgendwie! Ich hoffe Liechenstein ist dabei, Gogogogooo🇱🇮🇱🇮🇱🇮🇱🇮
Ohja, ich hoffe es so sehr.
Ich habe auch letztens noch darüber spekuliert, ob Liechtenstein es nicht in der Schweiz noch einmal mit dem Debüt versuchen möchte, notfalls mit einem bzw. vermutlich dem einzigen öffentlich-rechtlichem Radiosender und falls das nicht geht durch eine Kooperation dieses Senders mit 1FLTV.
Ich weiß nicht, was die Regularien sagen, aber was spricht notfalls gegen eine Teilnahme und Übertragung nur im Radio, gerade im Falle eines so kleinen Landes.
Der Kommentator kann doch genauso die Telefonnummern durchgeben und der Radiosender genauso über das Internet dafür sorgen, dass Zuschauer aus Liechtenstein, die dann über die ARD, SRF oder ORF dabei sind, über die für sie richtigen Telefonnummern informiert werden. Vielleicht könnte man die Telefonnummern auch dort für Liechtenstein zusätzlich einblenden.
Daran sollte es doch heutzutage wirklich nicht mehr liegen, wenn man einen Zwergstaat somit nach Jahren und Jahren des Versuchens endlich irgendwie an Board bekommen könnte und die Teilnahme und Übertragung formell eben durch den Radiosender abgedeckt wären. So viel Flexibilität muss bitte wirklich seitens der EBU vorhanden sein in einem vielfältigen Europa, das eben auch aus so kleinen Staaten besteht, für die man eventuell auch minimal andere Wegen gehen könnte.
Ich drücke wirklich die Daumen! 🥳
Israel nimmt 2025 am ESC teil:
https://eurovoix.com/2024/06/03/israel-eurovision-2025-participation-confirmed/
Ob es einen nationalen ESC-Vorentscheid oder eine interne Nominierung gibt, steht nicht fest .
Ich find das gut aber hoffentlich nehmen das nicht einige Sender zum Grund nicht teilzunehmen.
Das hoffe ich auch, aber genauer gesagt, erwarte ich eigentlich, dass die Rundfunkanstalten und TV-Sender das politische von dem kulturellen trennen können.
Das weder sender, noch fans noch teilnehmende das können, haben alle zusammen dieses jahr eindrücklich bewiesen. Und man muss sagen dass das pre-esc verhalten von KAN auch nicht gross dazu beigetragen hat, die situation zu entschärfen.
Meine naive Erwartung ist halt, dass sie alle das können, wenn dieses „United by music“ nicht nur hohles Gefasel ist.
Hoffen kann ich dann immer noch. 😀
Darüber freue ich mich persönlich riesig! 🇮🇱
Das freut mich sehr,das sie wieder teilnehmen.
Und sich nich durch das Verhalten einiher Axxxxxxxxxx (sowohl Fans als Künstler) nicht entmutigen lassen.
Es wird endlich wieder Zeit, dass man in Deutschland für eine ESC- Euphorie sorgt. Nach zig Jahren von unspektakulären Teilnahmen Deutschlands beim ESC, sehne ich mich nach einem Jahr wie 1998 oder 2004 oder 2010, als man hierzulande dem Finale entgegengefiebert hat. Jetzt muss man verkünden, welche Pläne man für 2025 hat. Bestenfalls einen mehrstufigen Vorentscheid. Natürlich hört sich die Raab- Idee sehr spannend an. So oder so ähnlich würde zumindest bei uns in der Bubble für Begeisterung sorgen. Und nach und nach auf die Gesamtbevölkerung schwappen. Eine interne Direktwahl macht nur mit einem großen Star Sinn. Ich möchte einfach mal wieder ein Jahr erleben, wie es zb dieses Jahr die Holländer und Kroaten durften.
Egal durch welche Fanbrille ich auch schaue, verglichen mit Malmö 2024 kann es im nächsten Jahr nur besser werden.
Ich hoffe sie kriegen das irgendwie hin zu den entsprechenden Deadlines. Ich hoffe auch die EBU und die liechtensteinische Regierung kommen etwas entgegen, denn die Chance Liechtenstein beim ESC begrüßen zu dürfen, wird wahrscheinlich nie wieder so hoch sein wie im kommenden Jahr.
Nur schade, dass Peter Kölbel das nicht mehr erleben darf.
The more the merrier! Wenn die Finanzierung klappt, warum nicht?
Ich wäre sehr dafür.Genauso sollte es Monaco wieder versuchen.Auch die Türkei,Marokko….wäre schön.
Heute um 18 Uhr wird der Sender Radio Liechtenstein abgeschaltet:
https://eurovoix.com/2025/04/02/radio-liechtenstein-ceases-broadcasting-on-april-3/
Der Sendebetrieb hätte durch private Sponsoren weitergeführt werden können, aber das Interesse blieb aus.
Hätte auch zumheutigen Songcheck gepasst: How Much Time Do We Have Left?
Wollte ich auch zuerst dort schreiben, aber dann hätten sich viele wieder darüber aufgeregt.
In einem Interview mit der österreichischen Presseagentur APA hat Regierungschefin Brigitte Haas erklärt, warum es für Liechtenstein so schwierig war, beim ESC Fuß zu fassen. Als Hauptgrund wurde die gerige Größe des Landes genannt – war wohl auch ein Grund, dass keiner den kleinen Sender Radio Liechtenstein übernehmen wollte:
https://eurovoix.com/2025/07/21/liechtenstein-prime-minister-haas-eurovision-participation/
https://www.puls24.at/news/politik/liechtenstein-analysiert-europaeische-integration/425317