
Heute hatten Linda Lampenius und Pete Parkkonen aus Finnland ihre zweite Probe für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien und dabei gibt es große Neuigkeiten: Die Künstlerin wird die Geige live auf der Bühne spielen! Das ist eine kleine Sensation und definitiv ein Novum!
Beim ESC gilt normalerweise die bekannte Regel, dass ausschließlich der Gesang live performt werden darf. Instrumentale Begleitung wird in der Regel vorproduziert eingespielt. Zwar sieht es für das TV-Publikum oft so aus, als würden Instrumente live gespielt, tatsächlich handelt es sich dabei aber um eine inszenierte Performance zum Playback.
Bereits im März hatte der finnische Sender YLE bei der European Broadcasting Union offiziell beantragt, für Linda Lampenius eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten. Nach allem, was heute bekannt wurde, scheint diesem Wunsch nun stattgegeben worden zu sein.
Auf Instagram wandte sich Linda direkt an ihre Fans und die ESC-Community:
„Wir fühlen uns sehr geehrt und dankbar, Teil der Geschichte zu sein. Nach unzähligen Probezeiten, Prüfungen und Diskussionen sind wir stolz darauf, bekanntgeben zu können, dass Linda Lampenius die Gelegenheit hat, live auf der Eurovision-Bühne Violine zu spielen. Es bringt uns unendliche Freude, dass ihr Gesang durch ihre Violine in der größten Nacht der Musik gehört wird.“
Mit dieser Entscheidung schreibt der Wettbewerb ein neues Kapitel und öffnet möglicherweise die Tür für weitere Live-Instrumente in zukünftigen Ausgaben.
Ob die heutige zweite ESC-Probe ausschlaggebend für die finale Entscheidung war oder die Genehmigung bereits zuvor intern feststand, ist bislang nicht bekannt. Auch eine offizielle Mitteilung der EBU inklusive Begründung gibt es bisher nicht.
Aktuell steht der finnische Beitrag „Liekinheitin“ auf dem ersten Platz der Wettquoten und ist damit ein großer Favorit auf den ESC-Sieg.
Freust Du dich über das Live-Geigenspiel von Linda? Wird das Vorteile für den finnischen Beitrag haben? Lass uns Deine Einschätzung in den Kommentaren wissen!
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Sandra Kim blickt zurück auf ihren Sieg beim ESC vor 40 Jahren:
https://youtu.be/y7eLCgecF8E?is=qi0zf61YW6pVit-0
Schöner Clip!
Gut so! Und in Zukunft bitte verpflichtend für alle: Gesang und Instrumente müssen live sein. Ich will wieder mehr echte Künstler:innen auf der Bühne sehen, die ihr Ahndwerk beherrschen, statt irgendwelche Marionetten, die sich hinter Technik, Autotune und KI verstecken.
Autotune ist beim ESC verboten.
Shoutout Griechenland
Das war es dann aber für Songs wie Bangaranga, Cha Cha Cha und Ferto.
Gute und richtige Entscheidung.
Seinen wir ehrlich, den Laien, mich eingegriffen, wäre es sowieso nicht aufgefallen.
#Tampere2027🇫🇮
Finde es grundsätzlich gut, wenn Instrumente live gespielt werden. Zumindest Solo-Instrumente wie eben Lindas Geige sollten Live gespielt werden können. Aber dass es hier eine Ausnahmeregelung gibt ist gegenüber den anderen Teilnehmer schon etwas unfair. Andere wie die Schweiz, Portugal oder Luxemburg hätten ja auch Instrumentale Solis in ihren Liedern…
Schlechte Entscheidung! Entweder für alle oder für keinen….!
Super!
Hoffentlich werden Lead Instrumente damit zukünftig generell live zugelassen.
Unfair finde ich an dieser EBU Entscheidung gar nichts, Finnland hatte die Anfrage sehr früh angekündigt.
Da war für alle anderen Länder genug Zeit das auch zu tun.
Zuschauen und hinterher meckern wenn einem die Entscheidung nicht passt kann man natürlich auch 😉
Der ESC 2026 ist kein Selbstläufer, es brodelt und zischt an allen Ecken. Man setzt nur den Deckel auf und hofft auf Beruhigung. Dann legt man sich wieder so ein dämliches Ei. Es bringt Unruhe und befeuert Kritiker. Warum kommuniziere ich nicht rechtzeitig und öffne die Liveinstrumente für alle.
Wenn Vertrauen zurückgewinnen ein Schulfach wäre, Note 6 setzen.
Macht Linda Lampenius und die Finnen für mich in diesem Jahr maximal unsympathisch.
Vielleicht ist es ihnen erst so spät aufgefallen, dass ne Playback spielende Geigerin als main act zu verkaufen irgendwie dumm ist?
Die Bands aus Serbien, Rumänien und die Violine aus Portugal sollten sich beschweren!
Den diesjährigen EBU-ESC boykottiere ich ab heute. Mögen die Zirkus-Regeln beginnen. Viel Glück.
Bei all den Diskussionen wie schön es wäre, wenn irgendwann die Musik wieder live wäre:
Das Orchester hat man damals u. a. aus Kostengründen abgeschafft.
Selbst wenn man sich dann gegen ein Orchester entscheidet, fallen für die Musiker auf der Bühne wegen zusätzlicher Technik auch zusätzliche Kosten an.
Jetzt da die Austragung ohnehin schon immer kostspieliger wird, wäre es bestimmt problematisch in einer Phase in der der ESC sowieso schon auf wackeligen Beinen steht, noch die Teilnahmegebühr für die Delegationen zu erhöhen. Ich könnte mir vorstellen, dass dann evtl noch weitere Länder aus Kostengründen ausscheiden.
Ich bin jetzt kein Fan der Beiträge aus der Schweiz, Rumänien und Serbien…
ABER ich finde diese sollten nun auch live spielen dürfen!
Ja ja die Bubble. Zuerst wurde gemeckert, weil Gesang der Background- Interpreten nicht mehr live sein muss. Jetzt darf die Finnin live spielen und es wird wieder gemeckert.
Wäre ja auch langweilig, wenn die Bubble nichts zum meckern hätte.😁
#Tampere2027🇫🇮
Finde ich absolut unfair. Dann lasst Lavina, Alexandra, Eva-Marija und co ebenfalls live spielen.
Ich finde ja Live-Spielen eher ein Risiko und kann nicht sagen, ob das wirklich ein Geschenk der EBU ist.
Ansonsten finde ich das „Ungerechtigkeitsempfinden“ im deutschen Diskurs zunehmend wirrer. Wenn Finnland gewinnt, dann hoffentlich aus musikalischen Gründen und aus meiner Sicht hochverdient, aber Geschmäcker sind verschieden.
Was für eine Hysterie hier…
Was wohl tatsächlich passiert ist: Kurz nach der Deadline oder wahrscheinlich schon mit der Deadline Mitte März hat YLE bei der EBU angefragt, ob Linda ihre Geige live spielen dürfte. Dies geschah öffentlich und für alle Delegationen „sichtbar“. Hätte nun jemand auch spielen wollen, hatte man mehr als sechs Wochen Zeit, sich an die EBU zu wenden. Und: Man hätte jetzt bereits Einspruch einlegen können. Die Delegationsleiter treffen sich auch vor dem ESC und dort werden solche Vorstösse diskutiert.
Beim ESC wird in dieser Beziehung auch nichts „kurzfristig“ entschieden, sondern es mussten die Durchlaufproben abgewartet werden, um festzustellen, ob das so technisch umsetzbar sein wird, wie sich beide Seiten das vorstellen. Dies ist nun passiert. Da keine Delegation protestiert, wird diese Ausnahme-Regelung vorher kommuniziert worden sein. Ich konnte jedenfalls nirgends etwas darüber lesen, dass andere Delegationen sich beschwert hätten. Seit 2001 muss jede Kameraeinstellung vorher bekannt sein und darf nicht mehr geändert werden nach der letzten abgenommenen Probe. Da entscheidet man sowas nicht „kurzfristig“.
Hier ist weitaus weniger Verschwörung, als das einige vermuten.
Also ich verstehe dieses Drama nicht. Die Finnen haben schon vor einiger Zeit öffentlich kommuniziert, dass sie angefragt haben, ob Linda die Geige live spielen kann. Das haben die anderen Delegationen auch gewusst. Es hätte also jeder auch eine entsprechende Anfrage stellen können. Da ist nichts heimlich hintenrum gelaufen. Hat man es nicht gemacht, wollte man es auch nicht oder hat es verschlafen.
Dass man erst jetzt das OK gegeben hat, ist auch verständlich. Zuerst muss vor Ort geprobt werden, ob es überhaupt möglich ist.
Daraus jetzt einen riesigen Wettbewerbsvorteil rein zu lesen ist völlig übertrieben. Wie bereits andere geschrieben haben, wenn das Lied nicht gefällt, ruft man nicht an, bloss weil eine blonde Frau da live Geige spielt. Die meisten werden sowieso keinen Unterschied hören. Zudem ist das Risiko für Finnland grösser, dass etwas schief läuft.
Zum Schluss ist es aber doch gut, dass sich der ESC öffnet und etwas testet. Das ergibt neue Möglichkeiten für die Zukunft. Aber in der Bubble ist ja jede kleine Änderung zuerst mal eine Katastrophe…..