Live-Blog Deutschland: Unser Lied für Rotterdam

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Deutschland verzichtet in diesem Jahr auf eine öffentliche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest und hat stattdessen zwei Experten-Jurys „Unser Lied für Rotterdam“ auswählen lassen. Präsentiert wird dieses am Donnerstagabend in der gleichnamigen Sendung, die ab 21:30 Uhr auf ONE läuft und von Barbara Schöneberger moderiert wird. Neben dem deutschen Act für den ESC 2020 werden auch Michael Schulte und Peter Urban zu Gast sein.

Die Sendung „Unser Lied für Rotterdam“ wird zeitversetzt live ausgestrahlt und das bedeutet, dass sie bereits am Nachmittag ab 15 Uhr in Hamburg aufgezeichnet wird. Um 15:45 Uhr (nicht wie ursprünglich angekündigt um 15:30 Uhr) läuft allerdings schon die Sperrfrist ab und die Presse darf über die Inhalte der Sendung berichten – spätestens dann werden unser Star und unser Song für Rotterdam also bekannt werden. Auch auf ESC kompakt werden wir dann natürlich schon den deutschen Act für Rotterdam sowie dessen Lied für den ESC vorstellen.

Trotzdem ist die Sendung „Unser Lied für Rotterdam“ für ESC-Fans natürlich ein muss. Übertragen wird sie von 21:30 Uhr bis 22:30 Uhr auf ONE oder hier im Livestream. Alle wichtigen Geschehnisse in der Sendung werden wir hier livebloggen und Euch außerdem mit interessanten Hintergrundinformationen von der Aufzeichnung am Nachmittag versorgen. Vor, während und nach der Sendung könnt Ihr die Ereignisse wie immer unter diesem Beitrag kommentieren.

Direkt im Anschluss an „Unser Lied für Rotterdam“ diskutieren wir die Neuigkeiten des Tages ausführlich in unserem ESC kompakt LIVE auf YouTube. Auch dort freuen wir uns natürlich auf Eure Kommentare!

Hi there, liebe ESC kompakt Gemeinde. Aus HH City meldet sich Peter – mein erster Liveblog der Saison (die Praxisvertretung für Flo in Norwegen nicht mitgezählt).

Wir* sitzen hier in einem fancy New Work Office (Mindspace) am Rödingsmarkt (schräg gegenüber von den lässigen Frazier Suites) und schauen jetzt gemeinsam „zeitversetzt live“ die Übertragung „Unser Lied für Rotterdam“ aus der Astor Filmlounge, zehn Fußminuten von mir in der Hafencity!

Welcome Everybody!

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*Wir das sind von rechts nach links Flo, Douze Points, Benny und Peter. Ready for a night of „violent things“. Flo, Benny und der Chronist dieses Liveblogs haben heute die meiste Zeit des Tages in HH in der Hafencity mit der deutschen Delegation verbracht. Wir haben Interviews gemacht, photographiert, recherchiert, davon lest ihr viel in den nächsten Tagen.

Barbara Schöneberger eröffnet die Übertragung mit einer einmal mehr beschwingt-witzigen Anmoderation aus der wunderschönen Lobby des High-End-Kinos Astor Film Lounge. Sie trägt ein schwarzes brustbetones Ledertop und einen aufmerksamkeitsstarken hochgeschnittenen quitschgelben Rock. Ein Ensemble, was nur Barbara mit der ihr innewohnenden Souveranität tragen kann.

Die erste MAZ, die folgt, ist ein Rückblick auf Tel Aviv, der in Fremdenverkehrswerbung für die Stadt Rotterdam mündet.

Opener der Übertragung aus dem Kino ist nach dem Abspielen der MAZ Michael „ESC kompakt Favorite“ Schulte mit seinem neuen Song „Keep me up“, begleitet von seinem Keyboarder, stimmstark live vorgetragen.

Etwa 30 Menschen passen ins Kino, darum hat das Ganze was von einem Kammerspiel. Bubble-Insider entdecken viele bekannte Gesichter (meistens die Hinterköpfe) im Publikum.

Es folgt die MAZ mit dem allseits bekannten „Wir erklären ULfR 2020“ Erklärsong von Barbara, dann ruft Barbara ARD Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber auf. Dieser erklärt in didaktisch ansprechenden Graphiken, dass die Zuschauer, in in Deutschland abstimmen, kaum Überschneidungen besitzen mit den internationalen Televotern. Weshalb die 100-köpfige Eurovisionsjury ab April 2019 danach ausgesucht wurde, dass diese das ESC Ergebnis 2019 möglichst zutreffend prognostiziert haben.

Zur internationalen Jury sagt Thomas Schreiber nichts. Mutmaßlich sind Zuschauer jenseits der Bubble auch schon bei der intellektuellen Durchdringung des ersten Jurykonzepts ausgestiegen.

Es folgt der Sky-Dumont-Unwitzig-Video-Einspieler. Der beginnt mit „Sexyback“ von Justin Timberland, das ist – wie wir später feststellen werden – ein Zeichen.

Bennys Mama whatsappt in die Runde, leider nicht zitierfähig. Sie äußert sich sehr dezidiert zur Performance einzelner Protagonisten.

Als nächstes darf Christian Blenker, der neue ARD ESC Teamchef auf die Bühne. Er gibt weitere Details zur Songauswahl. Christian (supersympathisch übrigens heute) wirkt ein bissel wie ein Teilnehmer einer Boyband, die fünfzehn Jahre nach der ersten UK No. One inzwischen Familienväter sind.

Es wird Bilder vom Songwriter-Camp eingespielt, wir entdecken BB Thomaz. Der israelische „Toy“ Composer wünscht Deutschland 2020 beim ESC viel Erfolg.

Jeder neue (und alte) NDR ESC Verantwortliche darf etwas sagen, nun ist die neue HoD Alex(andra) Wolfslast dran. Sie erzählt, dass es sehr schwer war, den Song, der seit dem 12. Dezember 2019 feststeht, geheimzuhalten. Sie hatte übrigens die Aufgabe, dem deutschen Act 2020 die Nachricht zu erbringen, dass beide Jurys sich für ihn entschieden haben.

Es folgt die Weltpremiere des Videos unseres diesjährigen ESC Beitrags:

Der Song groovt, der Song hat tolle Hooks, Ben ist mitreissend, I like. Ein Crossover aus Justin (Bieber/Timberlake), White Soul und gefälligem Kids-Club-Funk. Das in Sofia gedrehte Video ist auf Augenhöhe mit dem internationalen Reportoire, was in dieser Kategorie auf youtube zu sehen ist.

Ben kommt aus Slovenien, mit seinen Eltern die letzten Jahre in der Schweiz gelebt und ist im Januar d.J. nach Berlin gezogen. Ben ist 1997 geboren und nennt Michael Jackson als sein großes Vorbild. Er hat als Boyband-Mitglied (D-Base) schon einmal am slovenischen ESC Vorentscheid teilgenommen (2016). Für ESC kompakt Leser ist er kein Unbekannter, wir hatten ihn in unserem relevant set als potentieller Vertreter Deutschlands 2020 (Link folgt).

Die nächste MAZ ist das Video, auf dessen Basis die beiden Jurys über den Song (und Act) abgestimmt haben. Der Song und auch Ben lagen bei beiden Jurys weit vorne.

Die Kino-Atmo ist schon ein wenig strange, wenn die Totale gezeigt wird. Ein bissel Grimmepreis meets „How to be a popstar“ Doktorantenseminar…

Peter Urban (ist begeistert vom „zeitgemäßen“ Song) und Michael Schulte (ist auch begeistert) gesellen sich zur Barbara und Ben auf die Bühne. „Wenn DER Song nicht im Radio läuft, heisse ich ab sofort Emil.“ sagt Peter Urban.

Hinter dem gemeinsamen Auftritt von Peter Urban und Michael Schulte verbirgt sich eine der wirklich überraschenden News des heutigen Tages, denn die beiden werden die drei ESC Shows im Mai in der ARD Sendergruppe gemeinsam moderieren.

Der nächste Promi ist dran beim Interview-Marathon von Barbara, Boris Milanov hat „Violent thing“ komponiert. Seine ESC Erfolge (von Poli Genova über Cesar „Megasexy“ Sampson bis Chingiz) werden als Snippets eingespielt. Für Equinox wurde er sogar als bester Songwriter des Jahres 2018 ausgezeichnet. Sein größter Erfolg ist „Beautful Mess“ von Kristian Kostov.

Als nächstes wird der Choreograph Marty Kudelka ins Gespräch eingeführt. Er wird die Inszenierung von Bens Song verantworten und auch dafür sind die Planungen weit fortgeschritten.

„Unser Lied für Rotterdam“ neigt sich dem Ende zu. Ben singt seinen großartigen ESC Song jetzt noch einmal accoustic mit Gitarrenbegleitung – und zwar in der ESC Version. Denn ja, es gibt eine ESC-Version, wo er im letzten Drittel stimmlich noch einmal richtig Gas gibt. Im Video hören wir hingegen die konsumigere Radioversion.

So, das war´s, Barbara moderiert ab. Ich bedanke mich sehr für Eure Aufmerksamkeit und wechsele nahtlos in die ESC Livechat Gruppe.

Wir sehen uns also jetzt drüben im youtube Chat.

 

 

 

 


606 Kommentare

  1. Erstmal vorweg : ich finde unseren Song richtig geil …. aber diese Show geht gar nicht ….an „Nicht-Stimmung“ kaum zu überbieten …langweilig… verkopft

    Und jetzt ein Video ??????

  2. Kurzer Kommentar von mir zur Sendung: der Anfangsact hat eigentlich die ganze deutsche Misere gezeigt. Sisters nicht vorhanden, aber Schulte darf nochmal singen. Wer Litauen letztens gesehen hat, weiß, dass Jurijus die Show eröffnen durfte… nur als Beispiel.

  3. Hm, also ich hätte es schöner gefunden, wenn sie jetzt gezeigt hätten, wie Alexandra Wolfslast Ben Dolic die Nachricht überbringt, dass er es geworden ist, man dann ein paar Worte im „Studio“ mit ihm gewechselt und dann das Video gezeigt hätte. Das war jetzt ein bisschen Holzhammer finde ich, schade.

  4. Ich finde, er kommt ein bisschen rüber wie eine Mischung aus Loic Nottet und Eliot. Bin mal gespannt, in welche Richtung es auf der großen Bühne dann letztendlich geht. Ich hoffe in Richtung Loic.

    • An Elliott denke ich auch schon die ganze Zeit (also seit heute Nachmittag). Ich hoffe, das ist kein schlechtes Omen, denn wir wissen ja, welches Schicksal ihn ereilt hat 😬

  5. Diese Schnarchnasensendung hätte man sich einfach ersparen und stattdessen nur das Musikvideo veröffentlichen können. Jetzt ist klar warum das auf diesem Spartensender läuft

  6. So, jetzt endlich gehört und ich formuliere es positiv: sympathischer (internationaler) Sänger und international ansprechende Produktion, absolut tanzbar (pretty nile rodgers).
    Nein, ich mag es nicht, aber es könnte zugegeben Erfolg haben.
    Trotzdem möchte ich einen öffentlichen Voretnscheid mit repräsentativer (im Gegensatz zu erfolgsorientierter) Abstimmung, fürchte jedoch, dass ein diesjähriger Erfolg dem entgegenstehen würde.

    • Das ist angenehm. Auch mal ein guter Love-Popsong, der Spaß macht und keine krampfhafte Message auf Teufel komm raus vermitteln muss…

  7. In guter NDR-Tradition wird der Loser-Act des Vorjahres 100%ig totgeschwiegen und der Neue auf die Bühne gezerrt. Jetzt sagt mir also auch noch Herr Urban, was Groove ist. Oh Mann.

  8. Ich kann die Sendung einfach nicht dauerhaft gucken und schalte immer wieder weg. Ich finde die Machart echt zum Fremdschämen – und nein, das hat nichts damit zu tun, dass ich den Song nicht mögen würde, den finde ich ja sogar ziemlich gut.

  9. Was will denn der Urban machen?! Der macht jedes Jahr Urlaub auf Steuerkosten, natürlich sagt der nur positives über die Beiträge des NDR…

  10. Boris Milanov hat das fantastische If Love Was A Crime und das großartige Beautiful Mess geschrieben? Ja Leute, Volltreffer ❤ Beides meine Top Faves der letzten Jahre…

  11. Benny, ist die Nachricht mit Michael Schulte als Co-Kommentartor jetzt das, worauf wir noch gewartet haben, oder antwortest Du wieder mit „Da kommt noch mehr“? 🙂

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