Live-Blog: Adriatic Pre Party 2021

Heute Abend fand nach der PrePartyES ein weiteres digitales Fanevent statt, nämlich die neu ins Leben gerufene Adriatic Pre Party des kroatischen ESC-Fanclubs Hrvatski Eurovizijski Klub. Auch wenn das Line-Up etwas reduzierter ist im Vergleich zum spanischen Pendant, sind doch zahlreiche Highlights des aktuellen Jahrgangs sowie einige lokale Gaststars dabei, die die Party sicherlich zu etwas Besonderem machen.

Diese Acts des aktuellen Jahrgangs werden wir heute Abend mit einer Performance sehen:

  • Albina aus Kroatien
  • Anxhela Peristeri aus Albanien
  • Barbara Pravi aus Frankreich
  • Destiny aus Malta
  • Hurricane aus Serbien
  • James Newman aus dem Vereinigten Königreich
  • Jendrik aus Deutschland
  • Lesley Roy aus Irland
  • Måneskin aus Italien
  • Natalia Gordienko aus Moldau
  • Rafał aus Polen
  • Roxen aus Rumänien
  • Samanta Tīna aus Lettland
  • The Black Mamba aus Portugal
  • Vasil aus Nordmazedonien

Außerdem geben sich folgende Gaststars die Ehre:

  • Darija Vračević (für Serbien beim JESC 2019)
  • Lorena Bućan (Dora 2019 und 2020)
  • Tajči (für Jugoslawien beim ESC 1990)
  • ToMa (Dora 2021)

Die Show wird von den Fanclub-Mitgliedern Emily Brewin und Lana Ivić präsentiert. Wir haben die Show an dieser Stelle live gebloggt und Ihr habt die Möglichkeit, die Geschehnisse vor, während und nach der Sendung unter diesem Beitrag zu kommentieren.

Es begrüßt Euch wieder Peter aus dem Hamburger Portugiesenviertel rund um den Michel – zum zweiten PreParty Liveblog 2021 von ESC kompakt.

Die Adriatic Pre Party hatte ich gar nicht so recht auf dem Schirm, aber als die Ankündigung und der LineUp kam, war ich sofort euphorisiert, denn es gibt ein Wiedersehen mit – Atempause -Tajči, die bei meinen All Time Favorites gaaaanz weit vorne mitspielt. Tajči und die Tatsache, dass heute auch wieder Jendrik dabei ist, haben mich spontan entscheiden lassen, Chef Benny anzubieten, diesen Liveblog zu übernehmen.

Außerdem bin ich sehr neugierig, wie sich die Adriatic PP und die spanische PP voneinander unterscheiden werden. Beide eint, dass sie von den heimischen ESC Fanclubs organisiert werden, die Adriatic Party ist aber eine Premiere (was auch einen besonderen Reiz ausmacht, weil der Start mitten in die Pandemiezeit fällt, also viel improvisiert werden muss); wir wissen also noch nicht so genau, was uns erwartet.

Ich begrüße Euch herzlich und starte mit einer kleinen Entschuldigung. Denn bei der PrePartyES am letzten Samstag habe ich meinen Kumpel Manel Navarro nicht erkannt, obwohl ich ihn häufig photographiert hatte, sogar zusammen mit Levina, der er schließlich den Schmach des letzten Platzes in Kiew abgenommen hatte.

Sogar zwei mein selbsterzeugten Lieblingsbilder sind von Manel:

Beide sind bei der LEP entstanden und sollen Ausdruck meines Bedauerns sein, dass ich Manel am letzten Samstag nicht wiedererkennt habe. Aber ich habe ihn ja auch als „unknown participant“ sehr gelobt, wenn ich das recht erinnere.

Jetzt konzentrieren wir us aber auf Kroatien, wo mit mir knapp 800 weitere Zuschauer warten.

Es beginnt mit einer Chips verzehrenden Frau, sie stellt sich als „Co-Host“ Lana vor und vermisst ihre Kollegin Emily. Erfrischenderweise spricht Lana Englisch.

Oooooooooooooooooh, es geht gleich los mit Tajči. Lana sagt, ihr ESC Evergreen „Hajde da ludujemo“ sei immer noch ein „massive hit here in Croatia“. Nicht nur in Kroatien, liebe Lana!!!!

Tajči meldet sich, wenn ich das richtig verstanden, habe, aus Tenessee in den USA. Sie hat einen Guitaristen im Background ihres Wohnzimmers an Start und präsentiert eine Acoustic Version ihres ESC Burners.  Tajči sieht absolut super und ladylike aus (richtig stylish in a Chanel kind of way) und längst nicht mehr so trashy (I mean that lovely) wie in 1990. „Music is what connects us all.“ ist ihr Schlußwort. 12 Punkte

Emily ist da, „I was getting drinks“, entschuldigt sie ihre Verspätung. Lana und Emily sind anscheinend beide daheim und kündigen Serbien, Polen und Albanien direkt hintereinander an.

Die Hurricane Girls legen los – mit einem eigens neu produzierten Video aus einer Art Konferenzraum einer Versicherung mit grauen Stellwänden. Jemand hat ein Klavier in den Konferenzraum geschleppt, dahinter stehen die Mädels in weiß, schwarz, rot und geben alles. Bauchfrei, versteht sich. Das ist sogar live und dafür sehr sehr anständig.

RAFAŁs Clips ist dann die erste Wiederholung, wenn ich das richtig erinnere? In den youtube-Kommentaren tauchen massenhaft Herzen auf, er hat irgendwo in Europa eine gute Fanbase. Mir gefällt sein Song inzwischen etwas besser, das Schönhören seines 80er Fake-Songs klappt.

Anxhela Peristeri folgt und sagt sich selbst an. Ihr Clip scheint mir wieder originär zu sein, sehr schlicht in einem Jeans-Overall steht sie hinter einem blondgefärbten Landsmann am Syntheziser. Die Aufnahme ist so „blurry“, das Anxhela ihr iPhone 6 oder so im Einsatz haben dürften. Mir gefällt, auch der Mann am Klavier gibt alles und pfeift den Song mit. Anxhela singt live und liefert stimmlich exzellent ab.

Lana taucht auf mit einen Glas Weißwein in der Hand. Sie sagt Jendrik als „Hamburger with some extra cheese“ an. Emily ergänzt James, dann kommt Roxen und danach „a little surprise“, wenn man Lana glauben will. Ich schließe mich Lana an und werde ein Glas Weißwein einschenken.

Jendrik taucht auf, wieder in „blurry mobile quality“ aber nur in der Ansage mit einigen serbischen Zeilen. Nice, er hat einen 5-Tage-Bart, der ihm super steht. Sehr sexy.

Der extra produzierte Clip ist auf einem Bootssteg/Badesteg an der Hamburger Außenalster gedreht, wenn ich das richtig einordne. Jendrik hat als Sparringspartnerin „nur“ den Finger dabei, die beiden singen den Song gemeinsam, Jendrik begleitet auf der Ukulele. Wirklich sympathisch, mir gefällt das besser als der aufwändig gemachte Clip letztes Samstag.

Dann kommt James, auch live, die Ansage extra für den Adriatic PP produziert, ansonsten kennen wir sein Studio mit den goldenen Schallplatten und diesem prachtvollen riesigen Flamingo bereits. Wenn ich den Flamingo sehe, werde ich richtig neidisch. James lässt sich wie gehabt am Klavier und mit einem zweiten Musiker an der Guitarre begleiten, das gibt der Acoustic Version von „Embers“ viel Schwung.

Bei Roxen ist der Clip wieder vertraut, die Ansage ist jedoch extra für die APP produziert. Mir fällt auf, dass Roxen eine fantastische Stimme hat, der Song ist eher mittel, denke ich so.

Die von Lana angekündigte Überraschung ist dann die „sneak preview“ auf ein Interview von Emily mit Roxen, dass nächste Woche auf dem yt-Channel des Hrvatski Eurovizijski Klub (HEK) veröffentlicht wird. Diese „sneak preview“ ist so ausladend lang, dass ich mir die Frage stelle, wie episch denn wohl the „full interview“ ausfallen wird. Andererseits konnte ich den Break nutzen, um mir ein Glas Grillo einzuschenken. Cheers, Ihr Lieben! Cheers Lana! Cheers Emily!

Es folgen ToMa, Zweitplatzierte bei kroatischen VE Dora in diesem Jahr. Gut, dass Albina sich durchgesetzt hat.

Der Chef meldet sich: „Manu heisst Manel“. Oops, kein Wunder, warum ich die Bilder in der Mediathek nur mit dem Nachnamen gefunden habe. Es tauchten unter Manu nur Bilder vom geschätzten Co-Blogger auf, der gerade den ESC kompakt ESC fulminant rockt.

Den Auftritt von Lorena (Dora 2019 und 2020) mit „Tower of Babylon“ nutze ich jetzt um Manu aka Manel umzutaufen. Naja, Hauptsache Italien.

Lettland, Nord-Mazedonien und Malta seien alle „super super empowering“ sagt Emily zu dem nächsten Dreier, der jetzt folgt.

Samanta meldet sich live on tape in einem eigens für HEK produzierten Clip in einer Halle im Industrial Chic vor weiß getünchten Mauerwerk. Sie hat wieder ihre drei Backgrounds dabei. Alle sind sehr casual angezogen, Samanta trägt ein Hoodie und kommt sehr sympathisch rüber. Sehr schrill sind ihre quitschgelben High Heels.

Vasil meldet sich mit einer Videobotschaft und singt seinen Song nur an. Er erzählt, dass sein letzter Konzertbesuch vor der Pandemie ein Konzert von Albina (richtig?) am Valentinstag stattfand und schüttet verbal viel Liebe aus in Richtung Croatia. Er schließt mit den Worten „I deserve to be happy.“ Unbedingt, Vasil, lots of love.

Den Clip aus Malta kennen wir bereits von der PrePartyES und ich habe mir leider nicht gemerkt, wie die eindrucksvolle Burg heisst, auf deren Dach Destiny performt, obwohl wir einen sehr schlauen Leser haben, der mir das extra aufgeschrieben hat. Ich reiche diese Info nach, sorry.

Destiny gibt noch eine Zugabe – ein „Mashup“ aus Euphoria, I´m not your toy, Heroes, Loosing Game. Dazu erneut ganz viele Sehenswürdigkeit aus Malta und ein spektakulärer Sonnenuntergang, das Tourismusministerium hat bestimmt was dazugegeben zu diesem opulent produzierten Bonusclip. Ich frage mich, ob wir das alles nächsten Jahr im Mai 2022 vor Ort anzusehen können?

Emilys „Best Reactions“ Video-Highlights aus 2021 folgen. Sie sei erst seit 2020 im HEK, erzählt sie. Well, die Compilation dürfte am ehesten Menschen gefallen, die mit Emily im wahren Leben sehr vertraut sind, z.B. Oma und Opa, Mum and Dad. Sie spricht ein exzellentes Englisch, I give her that.

Ich nutze den Break, um die Zuschauerzahlen zu aktualisieren. Derzeit sind knapp 2.800 youtube-Fans dabei, also etwa ein Drittel der Attendance der PrePartyES. Dennoch ist das ein guter Wert für eine Premiere, für die im Vorwege weit weniger getrommelt wurde.

Ganz schlimm ist der rechtefreie Rhythmustrack, der unter die ausufernden Kommentare von Emily druntergelegt ist, das kennt man sonst nur von „adult entertainment“ movies.

Emily fährt nach Rotterdam, gibt sie bekannt. Ich werde ein Rendevous mit BennyBenny und Douze Points arrangieren, die beiden muss sie einfach kennenlernen.

Natalia folgt (Emily hatte zur Ansage ihre Lippen in Zucker getaucht) – ihren grellbunten Clip kennen wir bereits von der PrePartyES. Natalia kann niemand ihr Status als ESC Ikone nehmen, sie hat mit „Loca“ bereits ESC Geschichte geschrieben. Wird 2021 mehr herauskommen als der 20. Platz? Das dürfte gar nicht so einfach werden, wenn Philip Kirkorov nicht alle PR-Register zieht.

Lesleys Auftritt wird den Zuschauern der PrePartyES auch bekannt vorkommen. Sie hat am gleichen Set aber wohl mehr Songs aufgenommen als „Maps“, denn sie startet mit einem Titel namens „Gold“. „Gold“ ist als Songtitel allerdings schon besetzt ganz aktuell, liebe Lesley, denn es ist es fantastische grandiose Comeback-Hit von Blümchen. Was freue ich mich schon auf das Treffen mit Blümchen in Hamburgs Kult-Restaurant KLINKER! Und ich hoffe, Douze Points wird dabei sein.

Ich frage mich, ob Lesleys Video sich doch von dem von der PrePartyES unterscheidet. In jedem Falle hat sie das Gleiche an. Stimmlich ist sie klasse drauf, sehr dynamisch.

Es folgen Portugal und Frankreich, letzterer is Emilys Lieblingssong. Man kann ihr nicht vorwerfen, sie wäre nicht ausreichend extrovertiert.

Auch den The Black Mamba Clip kennen wir aus Spanien. Das R&B-flavoured Stück groovt wunderbar und der Clip entfaltet beim erneuten Sehen und Hören erst seine ganze Faszination. Top! Einzig der Hut von Leadsinger Pedro Taborda ist albern.

Der Auftritt von Barbara ist im Mood zwar ähnlich wie in Spanien, aber der Clip ist eigenständig und gleichermaßen professionell wie eindringlich und Barbara nimmt sich am Ende Zeit, über die sehr persönliche Entstehungsgeschichte ihres Titels zu berichten. Sie sieht striking beautiful aus mit den schwarzem Haaren und dem Zahnpasta-Werbe-Lächeln.

Der letzte Guest-Star ist Darija Vračević mit ihrem JESC-Beitrag aus 2019. Das Video dürfte Papa mit dem Smartphone im Vollplayback aufgenommen haben (hoch statt quer). Man fragt sich, warum die Adriatic-Organisatoren Darija angefragt haben und sie auch noch als ein Highlight an den Schluß gesetzt haben. Lana scheint dem Song näher zu sein als Emily, vielleicht können wir sie später einmal fragen.

Der vorletzte Song bzw. letzte Song vor Albina kommt von Måneskin. Der Clip ist identisch mit der PrePartyES, aber den kann man auch vierhundertmal ansehen. Auf der rechten Seite drehen die Fans in der Kommentarspalte durch, ein Feuerwerk von Herzen erscheint und ich möchte mich auch festlegen: Das ist nicht nur der beste Big Five/Six Song, das ist der beste Titel im gesamten Wettbewerb. Spektakulär, einzigartig, kreativ, druckvoll, intense im allerbesten Sinne!

Emily und Lana, die ich tatsächlich liebgewonnen haben, sind jetzt sehr euphorisiert und kündigen die „special performance“ von Albina an, die es nur bei der Adriatic Party zu sehen gebe/gibt.

Und wow wow wow wow, was macht sie da? Albina goes Fire Saga präsentiert uns „Husevik“!

Das ist live und das ist gut und sie hat sogar die isländischen Parts drauf. Der Clip ist stylish in s/w, Albina sitzt in einem Designer-Deckenhänger aus Flechtmetall, sehr cool, Cappellini-Style.

Das ist in der Tat ein grandioser Rausschmeisser. Etwas strange ist es trotzdem, dass das Adriatic-Team auf TikTok ganz verzichtet.

Heute habe ich zwei Drittel des Nachmittags an einem Retrospektive-Stück über die Oscars gesessen und herausgearbeitet, warum Molly eine der heimlichen Gewinnerinnen der gefloppten Oscar-Show ist. Das Stück kommt morgen, aber es ist fast Realsatire, dass damit auch mein heutiger Liveblog-Abend schließt.

Allen, die dabei waren, wünsche ich noch einen beschwingten Samstagabend. May The Force Be With You. Euer Peter

 


131 Kommentare

  1. Vasil war nicht gut,sry. Es heißt wohl für Vasil “ I’m sorry zero points“. Destiny gefällt mir wie immer super.

  2. Sie sagt Jendrik als „Hamburger with some extra cheese“ an.

    Paßt ja auch, der Song ist wirklich der allergrößte Käse: schwer verdaulich und selbst für Käsefondue ungeeignet.

      • Den Kalauer hätte ich nicht gemacht, wenn Peter weniger Anglizismen in seinem Liveblog benutzt hätte.

  3. Bei den zahlreichen Popliedern bevorzuge ich Moldau. Aber bei diversen Umfragen hat das Lied eher das Nachsehen.

  4. Diese Version von Maps gefällt mir viel besser , so schön und wieder einmal toll gesungen . Ich drück die Daumen fürs Finale .

  5. Wir begrüßen jetzt auch die Zusehenden eines hochspannenden DFB Pokalspiels hier im Thread. Herzlich willkommen.

  6. Glaube Frankreich wird den Eurovision Song Contest 2021 gewinnen und zu Portugal kann ich nur sagen das es mir nicht gefallen hat

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.