
Wie Maltas Teilnehmerin für den diesjährigen Eurovision Song Contest, Miriana Conte, auf ihrem Instagram schreibt, scheint die EBU nun doch einen Rückzieher gemacht zu haben, und das Wort „Kant“ (auf Maltesischh: singen) in ihrem Song verboten zu haben. Dies ist insbesondere kritisch, da bis zur Deadline für die Einreichung der Songs, dem 10. März, gerade mal noch ungefähr eine Woche bleibt. Am 11. Februar hatte Miriana Conte beim maltesischen Sender TVM berichtet, dass die EBU den Song akzeptiert habe, und dass keine Änderungen am Text notwendig seien.
Zu dem Text und im besonderen zu dem Wort „Kant“, was im Englischen anders geschrieben, aber genauso gesprochen wird und eine vulgäre Bezeichnung für das weibliche Geschlechtsorgan ist, gab es bereits ausführliche Kontroversen. So erzählte zum Beispiel BBC Radio 2 Moderator Scott Mills in seinem Morgenprogramm vom 10. Februar, dass der Song deshalb definitiv niemals vom BBC Radio gespielt werden könne.
Laut TVM News hat ein EBU-Mitglied, vermutlich die BBC, die Entfernung des Worts „Kant“ aus dem Beitrag beantragt. Die EBU hat nun ihrerseits beim Sender PBS, der öffentlichen Sendeanstalt Maltas, die Änderung des Titels und die ganzheitliche Entfernung des Worts aus dem Lied beantragt. Laut TVM News bleiben dem Sender PBS nun auch nur zwei Tage, um bezüglich des Songs eine Entscheidung gegenüber der EBU zu kommunizieren. Ein offizielles Statement der EBU zum Sachverhalt liegt momentan nicht vor.
Miriana Conte filmt laut ihrem Instagram-Post gerade das offizielle Musikvideo für „Kant“. Die Künstlerin wird Malta am 15. Mai 2025 im zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contest vertreten. Das Land konnte sich die letzten drei Jahre nicht fürs große Finale des ESC qualifizieren. Im Jahr 2021 gelang ein Achtungserfolg mit dem Titel „Je me casse“ von Destiny, welcher im ESC-Finale den siebten Platz erreichen konnte.
Was denkt ihr zu der Entscheidung der EBU? Lässt sich „Kant“ in dieser kurzen Frist noch sinnvoll abändern? Schreib uns deine Meinung gern in die Kommentare.
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Ich finde diese zutiefst prüde Bigotterie und den Eingriff in die Kunstfreiheit seitens der EBU skandalös und er verdirbt mir komplett den Spaß an diesem Jahrgang. Zumal ja gar nicht das C-Wort benutzt wird, sondern der Name eines Philosophen. Es gibt in der Tat exakt null Unterschied zu Frau Vikman, und bei ihr wäre eine Zensur genau so skandalös. United by Music, my ass!
Ich würde Malta empfehlen, den offiziellen Titel in „Serving ****“ zu ändern, um die Zensur ganz klar zu machen und beim Liveauftritt das Wort einfach auszulassen. Das übernimmt dann schon das Publikum.
Ich bin echt stinksauer, wenn die EBU damit durchkommt, ist das für mich ein Verrat an den europäischen Grundwerten und das Ende des ESC als kulturell relevantes europäisches Projekt.
Wo genau ist es ein europäischer Grundwert, dass man „F*tze“ so zelebrieren darf? Ihr schnallt irgendwie die Bedeutung dieses Wortes in der englischen Sprache nicht.
du versteht Kunst scheinbar nicht genauso wie die EBU. Es wird nie F*tze gesagt genau das ist das ding. die EBU zeigt einfach nur wie Prüde sie sind indem sie nur an das eine denken können.
Es wird auch gar nicht das F- bzw- c-Wort zelebriert, sondern – abgesehen von der rein phonetischen Ähnlichkeit – der Ausdruck „serving c…“, was wiederum für aggressives Empowerment steht, allerdings noch ein wie es scheint relativ unbekannter Nischenausdruck aus der Drag- und Internetszene ist.
Genau das! ❤️
Bitte schön, was ist an dem Mist aus Malta überhaupt „Kunst“. Regeln sind Regeln. Punkt.
Alles? Musik ist Kunst. Und ob das überhaupt ein Regelverstoß darstellt ist genau die Frage. Das die EBU einfach „ja ist“ sagen kann ohne jegliche rechtliche einspruchsmöglichkeit ist äußerst fragwürdig. Solche Entscheidungen müssen von einer 3. Instanz entschieden Werden und dann mit ausreichend Zeit für Widerspruch und ggf. Abänderung des Songs und nicht „ja äußern könnt ihr euch noch innerhalb von 2 Tagen aber ändern müsst ihr es dennoch … ach und abgabe ist in 6 Tagen“. Nicht aber vom betroffenen Veranstalter. Da entsteht direkt ein Interessenskonflikt. Aber okay mit Interessenskonflikten kennt sich die EBU bestens aus.
Ist das noch Mensch oder schon Sex-Toy?
Och Manno!!!! So macht das keinen Spaß! 🙁
Ach ja, die Briten sind ja bekannt für ihren *ähem* subtilen Neokolonialismus. Verbot der Landessprache (obwohl das Wort ja nur zu 50% mit dem englischen Schimpfwort übereinstimmt) zugunsten der BBC-Zuschauerschaft kommt da natürlich sehr gut.
Mein Vorschlag für nächstes Jahr: 37 Songs auf Englisch, die dann die seltenen Worte happinness, love, unity, freedom etc. enthalten. Freue mich schon auf die kreativen Songtitel „All we need is love“, „Love unites“, „Free love“ usw. 🥱
Aber da hatte die BBC wohl Angst, dass Malta dieses Jahr mit Mirianas originellem Song vor ihnen landet und greift jetzt schnell zu dieser Methode, um nicht in Erklärungsnot geraten zu müssen. Eine Wettbewerbsverzerrung wie sie im Buche steht: desaströse Kommunikation und kaum Zeit zur Änderung. Aber da es sich ja „nur“ um das kleine Malta handelt, halb so schlimm. Das Land soll zwar bloß dabei sein, damit die Teilnehmerzahl nicht so niedrig erscheint, aber eine Gleichbehandlung wäre zu viel verlangt.
Leid tut es mir vor allem für die maltesische Bevölkerung, die im VE einem Song zum Sieg verholfen hat, der so nicht in Basel performt werden darf, und sich so tapfer über Jahrzehnte wieder selbstbewusst der maltesischen Sprache gewidmet hat und nun wieder erleben muss, wie diese vom Englischen unterdrückt wird.
Ganz zu schweigen von der britischen Doppelmoral (Olly Alexanders Auftritt war ja bestimmt familienfreundlich) ist das einfach dämlich und schade.
Miriana, jetzt erst recht! 💃🇲🇹❤️ Hoffentlich wird sich die Halle in Basel „KANT“ aus dem Leib schreien, sodass es in jeder BBC-Live-Übertragung zu hören ist.
Ich bin einfach nur zutiefst enttäuscht von dieser Entscheidung und schockiert ob des Zeitpunkts. 😪
Sehr leidenschaftlich! 🙂
Gut, dass ein bestimmtes Wort für das Hinterteil hierzulande salonfähig ist (Grüße an Shirin David und die Trackshittaz). Sonst hätten wir uns bei „Who the hell is Edgar“ auch schon über Poe beschweren müssen.
Und wo ich das gerade schreibe, singen darf man sh*t beim ESC nicht, aber heißen schon?
klar, muss man verstehen, halbnackte Tänzerinnen in hautengen Outfits oder solche die zb hust..keine Ahnung.. sagen wir.. auf sexy Art Butter stampfen (während ihnen das Dekoltee fast platzt) sind okay (solange dem Male Gaze gefällt), aber bei Wörtern, die eig was anderes bedeuten als man zunächst denkt..da hört der Spaß auf : )))
Exakt das. Da räkelt und feiert sich eine nicht normschöne, starke Frau im sexy Outfit auf der Bühne, reklamiert für sich eine von der heteronormativen Mehrheitsgesellschaft als abwertend gemeinte Bezeichnung als Kampfbegriff – und führt durch einen geschickten Kunstgriff auch noch den Hörer als das Ferkel vor, denn sie serviert ja nur „Gesang“. Da fühlt sich der Moralapostel (völlig zu Recht) ertappt und betreibt umgehend Täter-Opfer-Umkehr, wie es die konservativen Kulturkämpfer halt immer tun. Patriarchat in Reinkultur, es kotzt mich so an!
Du meinst da rekelt sich jemand, in einem viel zu engen irgendwas, wie in einem Stripclub auf dem Boden herum. Als ob es „Me-Too“ und die Sexismusdiskussion nie gegeben hätte und gröhlt noch irgendwelche englische Schimpfworte. Da wundert man sich das die EBU da eingreift?
Ist die EBU/BBC auch für ESC Kompakt verantwortlich, da sind ja auch Wörter wie M*ller, mit-unter, Welt-untergang,…. unter Freigabe erlaubt oder nicht. 😉🙃🫣
Ich wollt’s vorhin schon schreiben. 😀
😀
Morgen wird dann „Ich komme“ verboten. Weil es klar sexuell ist.
Und auch der Milchshake Mann, oder, oder?
Ich finde den Song ja ganz schrecklich. Aber das Vorgehen der EBU ist wirklich mehr als schade. Vor allem, was ist das jetzt für ein Präzedenzfall: Gilt das jetzt für alle Sprachen oder nur für Englische Titel weil lingua franca? Oder auch, wenn ein portugiesisches Wort auf isländisch ähnlich wie ein Schimpfwort geschrieben wird? Was, wenn Schweden mit der emotionalen Ballade „Ett slut för mycket“ mal antreten möchte? (Okay Schwedisch beim ESC ist unrealistisch)
Natürlich spielen die Songwriter mit der Doppeldeutigkeit, but thats art. Mir gefällt es nicht, aber die Kunstfreiheit deswegen einzuschränken finde ich echt überzogen. Dass das dann auch ausgerechnet ne frühere britische Kolonie betrifft, macht es nicht besser. Für Kan’t say it könnte es ein Gewinn sein, das wird jetzt bestimmt ordentlich promoted mit der Berichterstattung darüber.
Estland hatte ja mal „Kuula“, das ähnlich ausgesprochen wird wie „culo“ (italienisch und spanisch für Arsch). Weitere entzückende Übersetzungen gibt es hier: https://www.aufrechtgehn.de/2012/03/estland-that-estonian-cool-a-ee-2012/
Ich glaube ja fast schon, dass man Ott Lepland für dieses Lied heute unschuldig disqualifizieren würde. Obwohl er ja keine Provokation im Sinn hatte.
Aber ich glaube, dass das Miriana Conte überleben wird. Sie hatte ja schon Schlimmeres überstanden mit dem Autounfall am Morgen nach dem Vorentscheid, als sie wegen eines Schocks ins Krankenhaus musste. Negative PR kann ja manchmal auch die beste PR sein.
Natürlich würde man Ott Lepland nicht disqualifizieren, mein Gott. 🙄
No, that’s not art. That’s unnecessary provocation because this sad little song has nothing else going for it.
Englisch ist eine Weltsprache, schwedisch nicht, daher kann man das auch nicht vergleichen.
Ich könnte die Entscheidung verstehen, wenn die BBC nicht selbst immer Anspielungen auf dieses „Thema“ im Laufe der letzten ESC-Jahre gemacht hätte. Es wurde hier schon angesprochen: Letztes Jahr die Performance von Olly Alexander und dann eben dieses „Butterstampfen“ (oder was es auch immer war), was es doch vor zwei Jahren beim ESC gab, welcher eben von der BBC produziert worden ist.
Also um das richtig zu verstehen:
Für die Briten ist es Kinder- und Familienfreunlich einen Softgayporn mit Boxern in einer Weltraumdusche beim ESC aufzuführen, aber wenn Malta aufgrund des Wortspiels „Kant“ singt, was halt wie ein vulgäres Wort bei denen klingt aber es nicht ist auf Maltesisch, ziehen sie die Grenze? 😶
Das ist mies. Hoffentlich finden sie ein anderes Wort das ähnlich klingt oder wo die Betonung leicht anders ist, um das Wortspiel möglichst beizubehalten.
Wenn ich Landpomeranze den Sinn des „Wortspiels“ allmählich richtig verstehe,
dann würde „We don’t wanna put in“ ja auch passen.
Was weiss ich schon, ausser: das hätte man doch direkt bemängeln können (sollen).
„Serving Kategorischer Imperativ“
Was würde wohl passieren, wenn Malta jetzt das Wort „Kant“ nicht ändert, dafür aber den kompletten Refrain (oder das ganze Lied) in grammatikalisch dazu passendes Maltesisch ändert?
Das fände ich sehr charm(k)ant.
Problem ist doch, dass dem internationalen Publikum die Schärfe/ Ausmaß dieses Wortes nicht bewusst ist.
Das ist keine sexuelle Doppeldeutigkeit, das ist ein knallhartes, abwertendes Wort.
Meinem bilingualen Kind hab ich den Song deswegen nicht vorspielen können bisher.
Außerhalb UKs wird das aber sicher schwer zu vermitteln sei.
Wie viele Malteser sind eigentlich bilingual? Englisch ist doch dort ebenfalls Amtssprache.
Nicht wenige auf Malta sollen sogar drei Sprachen sprechen, weil auch Italienisch dort sehr beliebt sein soll, bzw. Italien kulturell sehr einflussreich ist.
Und wenn es nach dem ehemaligen maltesischen Regierungschef Dom Mintoff gegangen wäre, der in den Siebzigern und Achtzigern einen geselligen Umgang mit Gaddafi pflegte, würden die Malteser auch noch Arabisch sprechen.
Danke. Dass das den maltesischen Machern dieses Kleinods nicht klar ist, finde ich bedenklich. Noch bedenklicher finde ich allerdings die geifernden Reaktionen hier. Ignorance is bliss…
Ich würde behaupten, wer auf Social Media unterwegs ist und englisch versteht, kennt das Wort mit c und wie es heutzutage wendet wird, vor allem auf TikTok
Verstehe das Problem nicht. Sie kann doch einfach singen „Serving Kant, Immanuel“.
Aus eben diesem Grund spricht man den Nachnamen des Immanuel ja ander aus. Quasi „Känt“, auch im British English.
Das letzte mal als ich ausgesprochen habe, war es ganz klar Kant. Eigennamen spricht man eigentlich auch immer in Landessprache aus, oder nicht?
Imanuel Känt? Was ist das für ein Blödsinn?
Who the hell is Kant?
Die Lösung ist ganz einfach! Man ersetzt „Kant“ durch „Chant“:
https://dict.leo.org/german-english/chant
Serving Chant!
Ja das ist gut
Das Problem ist – sie will ja, dass es ordinär ist.
Bleibt es weil die Ganze Arena Kant rufen wird.
Wenn ich das richtig sehe, ist das Problem eigentlich, dass die Songwriter ihrer Zeit voraus sind.
Die haben mitbekommen, dass der harte englische Kraftausdruck beginnend in Minderheitenszenen in Verbindung mit dem Verb „serving“ zu einer positiven Empowerment-Konnotation gefunden hat. Und findig wie sie sind, haben sie das mit einem phonetisch gleichklingenden maltesischen Wort verknüpft, das auch noch zu einer Lied- und Gesangs-Thematik passt.
Dumm nur, dass der Slang-Ausdruck jetzt noch nicht verbreitet genug ist, um von Muttersprachlern für eine große Bühne als akzeptabel empfunden zu werden…
„Empowerment“ ist noch so ein überstrapazierter Begriff.
Am Besten wir reden gar nicht mehr. Das eine ist zu vulgär, das andere überstrapaziert, das eine zu woke, das andere nicht woke genug und was ist woke überhaupt für ein schlimmes Wort…
Ich würde mit diesem Begriff nie im Leben positives Empowerment konnotieren, egal wie sehr mich da bestimmte „Szenen“ versuchen würden vom Gegenteil zu überzeugen. Wie oben erwähnt, ist das im englischsprachigen Raum (außer Malta anscheinend) eines der schlimmsten „discriminatory and derogatory slurs“ für Frauen, auf einer Stufe mit dem F-Wort für Schwule.
Sogar auf einer Stufe mit dem N-Word würde ich sagen.
Agreed, die sind alle drei auf einem Level.
Du nicht. Für einige andere scheint der Begriff „serving c…“ aber das neue „Slay, Queen“ zu sein oder sein zu wollen. Und das ist zwar zu den Songwritern, aber ansonsten noch nicht weit genug aus seiner Nische vorgedrungen.
Ich rechne nicht damit, dass sich das durchsetzt, aber wir werden sehen.
Und zu welcher unterdrückten Minderheit gehört sie?
Ich habe weder geschrieben, dass Miriana zu einer unterdrückten Minderheit gehört noch dass die Minderheit unterdrückt ist. Nur dass der selbstbewusst-positiv gemeinte Ausdruck „serving c…“ einer kleinen Gruppe entstammt. Würde die Mehrheit ihn bereits nutzen oder in dieser Form kennen, hätten wir schließlich kein Problem.
Dürfte sie das Wort „Kant“ auch dann nicht singen, wenn sie die ganze Zeile „I’ll do it all the time – serving KANT” auf Maltesisch singen würde?
🎉 Herzlich Willkommen zum ersten Kindergeburtstag der Saison 🎉
Wäre es nicht erst März könnte man eher glauben, dass es sich hierbei um einen April-Scherz handelt! Mir fehlen echt die Worte….Aber positiv: Gott sei Dank, es gibt auch in anderen Ländern eine „Sprachenpolizei“, die Flöhe husten hört, obwohl nicht mal Flöhe da sind! Mit solchen Menschen kann man (zur Not) leben,dass allerdings die EBU diesem Irrsinn auch noch Vorschub leistet und sie unterstützt…?!?
Nee! 🤦🏻♀️
Wenn man Winnetou nicht mehr als Indianer (😳hoffe mein Artikel wird jetzt deshalb nicht blockiert!?) bezeichnen oder beim ESC das F*-Wort nicht benutzt darf, kann man diskutieren…Aber das Wort „Kant“ zu verbieten entbärt wirklich jeglicher Grundlage, da es weder ortographisch noch im textlichen Zusammenhang 0,0 Bezug zu dem Grund hat weswegen das Lied jetzt umgeschrieben werden muss.
Nee! 🤦🏻♀️
Mich würde ja mal interessieren, wie sich die Damen und Herren, die sich mit diesem Anliegen an die EBU gewandt haben, über Immanuel Kant unterhalten! 🤔 Ähm, Immanuel *hust* war ein deutscher Philosoph!?
Nee! 🤦🏻♀️
Wer kennt es nicht, die/der getriggerte Deutsche und das „man darf heutzutage ja gar nichts mehr sagen“
War doch klar, dass das so kommt. Und nein, das ist kein Angriff auf irgendeine Kultur und keine Zensur. Es ist einfach nur logisch, dass dieses Abfeiern des Wortes „F*tze“ in einer Familienshow unterbunden wird, zumal das ja das ganze Konzept dieses peinlichen Machwerks war. Langweilige Provokation.
Da hatten wir gerade den gleichen Gedanken, das Wort mal zu übersetzen😉
Familienshow? … hmmm, naja, eigentlich seit dem letzten Jahr nicht mehr (leider)
Bei Bambie gehts noch, aber bei Ollys Schwulenporn…. war die Grenze überschritten. Da sollte die EBU die Delegationen dringend noch mal erinnern, das der ESC eine Familiensendung ist. Und dementsprechend die Auftritte zu inszenieren sind.
Danke. Endlich mal ein kritischer und reflektierter Kommentar, der den kontext des Aufregers versteht und nicht einfach aus der esc bubnle heraus denkt ‚ist doch geil!!!‘
Ich mag ja das Lied von Malta und muss infantil kichern, wenn sie es singt. Aber man sollte wirklich nicht vergessen, was das Wort bedeutet. Was wäre in den deutschsprachigen Ländern los, wenn ein Lied das Wort F##ze benutzen würde und es halt nur mit V schreibt?Dann würden hier auch viele Sturm laufen.
Nichts das Wort wird in 3/4 aller Genres dauernd verwendet. Man tut hier so als wäre der weichgespühöte ESC Pop 90% der Weltmusik dabei ist das nur ein kleiner Teil des ganzen
Liebe EBU, „ballern“ heißt übrigens laut Wiktionary „übermäßig Alkohol trinken, Drogen nehmen und intravenös Heroin konsumieren“.
Im Kontext des Songs bedeutet es aber offensichtlich etwas anderes.
Nö.
Als ich Kind war, hieß „ballern“ so viel wie Lärm machen und wild spielen.
Im Wehrdienst dann bedeutete es: schießen.
😉
Bei „Baller“ würde schießen im wörtlichen Sinn passen. Sie ballert Löcher in die Nacht und schießt quasi die Sterne ab, die dann auf ihr Dach fallen. Dass sich selbst aus Frust auf der Piste mit Alkohol und Drogen abschießen ist dann eher der übertragene Sinn.
Wer glaubt dass der Song von Drogen handelt, hat nichts kapiert.
komisch mit dem spanischen wort „zorra“ was H*re heisst, hatte niemand ein Problem letztes Jahr. Finde das is klare Doppelmoral – klar es geht um den Gleichklang des Wortes – aber wo kommen wir dahin wenn wir irgendwann alle Lieder verbieten, weil ein Wort auf Landessprache gleich klingt wie ein vulgäres Wort auf einer anderen Sprachen? Würde es auch verboten werden wenn die ganze Zeile auf maltesisch wäre und niemand auf den ersten Blick die Assoziation mit dem englischen c*nt hat?und so kurzfristig diese Änderung mitzuteilen is sowieso unmöglich seitens der EBU.
Wo kein Kläger (in Maltas Fall BBC), da kein Richter (EBU). Die Spanier fanden nichts dabei, Zorra hinzuschicken und der Rest Europas kann größtenteils kein Spanisch.
Oh unterschätze das mal nicht. DIe Briten lernen mittlerweile eher Spanisch als Französisch als 2. Sprache in Italien ist es 3. Sprache in Deutschland verdrängt Spanisch auch das Französische immer mehr. Und selbst als nichtsprachler kennt man durch film, musik und dem internationalen umgang jegliche spanischen unwörter
Aber lernt man diese Bedeutung von Zorra im Schulspanisch? Das wage ich zu bezweifeln. Und bei Nichtsprachlern erst Recht. Nicht jeder schaut spanische Filme, hört spanische Musik und hat internationalen Umgang.
Ne aber wie jeder guter Schüler lernt man als erstes alle beleidigungen egal was der Lehrer dazu sagt. Geht auch eher um einflüsse des Spanischen in Amerikanischen filmen durch die Mexikaner. Was man da schon bei USK12 Filmen zu hören bekommt ist durchaus interessant.
Für mich einfach nur fair. Wenn Isaak kein „shit“ singen darf, dürfen andere keine Ausnahmen bekommen. 🤷♀️
Beste Nachricht heute!!
Unglaubwürdig von der EBU.
Der Finne darf uns letztes Jahr seinen blanken Po präsentieren, Spanien darf über Zorras singen und Kant (SINGEN) soll jetzt schlimm sein?
Das die Beschwerde von BBC (weiß eigentlich jemand, wofür das in einer bestimmten Indrustie steht? VERBIETEN) kommen soll, die letztes Jahr einen halben Schwulenpor** auf der Bühne vorgeführt haben hat auch einen merkwürdigen Geschmack.
Kann man nur hoffen, dass das Publikum Österdahl in der Arena wieder zeigt, was sie von ihm halten. Und hoffentlich lässt Miriana einfach eine Pause hinter „Serving“ so dass das Publikum ordentlich brüllen kann 😉
Wenn Kant auf maltesisch gesungen wird, darf sie das singen mit englischenmText darf sie das nicht.
Eine ziemlich klare Angelegenheit.
Vorschlag: Zischlaut 😉
„Serving cunt“ ist ein gängiger slang in der queeren Community. Dass ausgerechnet der ESC das verbieten, ist ein Skandal.
Ganz ehrlich , ich bin Gay und hab das gefühlt noch nie gehört. Irgendwo stand, dass es mehr aus der Drag Community ist, da hab ich nicht mehr die Connections wie früher.
Ja, ist mehr Drag, stimme ich zu.
Kann auch gut für Malta sein.
Mittlerweile steht es schon in der Bild.
Der maltesische Sender PBS hat deutlich gemacht, daß er am Wettbewerbsbeitrag für den ESC festhält:
https://eurovoix.com/2025/03/05/malta-pbs-in-discussions-on-appealing-ebu-kant-ruling/
Das Verbot des Wortes „KANT“ sieht Keith Chetcuti, der geschäftsführender Leiter des Senders PBS ist, als Zensur und Diskriminierung der maltesischen Sprache.
sehr gute Entscheidung 🥳🥳
Soll sich die EBU erstmal trauen, Malta zu disqualifizieren… Dann stehe ich aber in Genf auf der Matte. 😈😈
Darf die EBU das überhaupt so kurzfristig und vor allem einseitig entscheiden? Welche höhere Instanz gibt es die über Konflikte entscheided? Ich hoffe Malta bleibt hart und geht gegen die Entscheidung vor. Die Skandalösen entscheidungen der EBU häufen sich echt von Jahr zu Jahr.
Das grenzt ja an Wettbewerbsverzerrung dieses mal.
Könnte man nicht einfach immer wenn sie Kant singt, groß das Wort „Kant“ im Backdrop einblenden und darum herum dann etwas kleiner entsprechende Übersetzungen in mehreren Sprachen („chant“, „Gesang“ etc.)?
Denkt hier niemand an „Charisma, uniqueness, nerve and talent“… c.u.n.t.? Ich dachte die Überschneidungen zwischen Fans von Drag Race und ESC sind viel größer.
Meine Erfahrungen mit der Drag-Szene in den USA und UK beschränken sich zwar auf die TV-Sendung „Ru Paul’s Drag Race“ und sehr viel damit zusammenhängenden YouTube-Content: Aber da ist „serving cunt“ und „cunty“ einfach ein Lob voller Bewunderung, wenn man etwas Großartiges, Starkes, Beeindruckendes, Mutiges gemacht, gesagt oder geschaffen hat.
Das heißt, ein abwertend für weibliche Genitalien benutztes Wort wird in diesem neueren Ausdruck mit einer positiven Bedeutung benutzt.
Ich bin überrascht, dass Drag-Slang hier viel weniger angekommen ist als erwartet, gerade beim ESC, der in vieler Hinsicht – und ehrlich positiv gemeint – so wunderbar Drag ist.
EBU, what the phack?
Ach wie schade, mir ist dieser Schwachsinnssong die letzten Tage echt ans Herz gewachsen. Jetzt fehlt ihm komplett die Pointe. Egal, KANT ihr F***en!!!! 😅
Geschrieben wird es anders…aber da sie den kontext englisch singt, ist doch klar, was der Zuschauer hören soll. Das ist ja gerade der witz an dem song titel. Und „ich präsentiere euch meine F*tze“ finde ich keine passende textpassage für eine Familien show! Da kann es die community noch so feiern…seid bitte respektvoll den Kindern gegenüber die diese show auch zu Millionen mit ihren Familien schauen werden!
Und nun kommt nicht mit „kunstfreiheit“… eine internationale familien TV Show hat nun mal mit gutem Recht mindest- Standards, was Niveau und Respekt gegenüber den Zuschauern betrifft
Am besten sollte die EBU mal klarstellen, vor allen Dingen der Finnischen und der maltesischen Delegation, wie man in einer Familiensendung aufzutreten hat. Die ESC-Bühne ist kein Stripclub oder ein SM/Club. Auch sollte man der Australischen Delegation mal ne klare Ansage machen. In sofern sollte das für die Maltesische Delegation ein Warnschuss vor dem Bug sein. Ich fand auch den Auftritt von dem angeblichen Superstar aus UK schon mehr als grenzwertig im letzten Jahr. Die Performance in dem versifften Klo, hatte ja so gar keinen Bezug zum Song.
Bitte wieder Abendkleider und Smokings. Und das Orchester! ❤
Die Spanierin, die Polin, die Tynna für Deutschland ziehen sich auch nicht wie Nonnen an, trotzdem sind sie immer noch geschmackvoll. Und nicht so billig und ordinär wie Malta oder Finnland. Beides gleich schlimm.
Sie kennen bereits alle Outfits für den Mai in Basel auf der Bühne?
Wie kann man einen Stock so quer sitzen haben. Ja toll da singt jemand über den Weiblichen Orgasmus in Latex. Das ist mehr aufklärung als der haufen Pornos auf den Smartphones der jugendlichen. Merkt ihr eigentlich das das kein Problem der Kunst sondern ein Erziehungsproblem eurerseits ist?
Ich kenne Familien, die nur aus Strippern und Stripperinnen bestehen.
Strippernzieher?
Miriana muss ihren Song ändern.
Das kam gerade auf WDR 2.
Ist natürlich bekannt.
Hatte ich aber auch noch nie, das solche Infos dort kommen.
Ganz ehrlich, da ist so wie wenn man ni@@er singen würde, geht gar nicht – auch wenn sich da anscheinend einige DQs empowered fühlen.
Sorry, aber das kannst du jetzt nicht ernsthaft vergleichen. So schlimm das Schimpfwort – was es hier ja gar nicht mal ist – auch sein mag, das auf eine Stufe mit diesem üblen rassistischen, menschenverachtenden und diskriminierenden N-Wort zu stellen, ist einfach total übertrieben und relativiert letzteres.
Rede mal mit n paar Frauen aus zB USA, die fühlen sich da dehumanisiert:
Mag ja sein, aber erstens wird „c*nt“ nicht genannt und zweitens in einem Kontext von selfempowerment. Deshalb ist im Song nichts Beleidigendes zu sehen bzw. finden.
„Wir“ beide teilen auch gerne mal aus oder schreiben über nichthetero-familienkompatible Dinge. Was akzeptabel ist, sollte nicht an subjektiven „Gefühlen“ gemessen werden. Und für mich persönlich gilt hier schon context matters.
OK, Regeln sind Regeln. Letztes Jahr wurde bei Isaak auch eine Vokabel schon im Video gestrichen. Mir ist das mit Kant anhand dieses Songs relativ egal, aber grundsätzlich sind diese EBU-Maßstäbe einfach schräg. Demnach hätten ja schon die österreichischen Trackshittaz mit Woki mit deim popo aus mehrfachen Gründen nicht antreten dürfen. Nicht nur dass sh*t im Namen vorkommt, sondern die Briten haben auch F*ck you in … verstanden!
Der wahre „Skandal“ ist meiner Meinung nach, dass diese Entscheidung so kurzfristig vor Ablauf der Frist bekannt gegeben wurde. Der maltesische Beitrag steht bereits seit einem Monat fest – und erst jetzt kommt eine Reaktion?
Ja, extrem kurzfristig. Wahrscheinlich wurde die Praktikantenstelle gerade erst besetzt, von welcher der „verbotene-Wörter“-Algorithmus gefüttert wird. Malta ist klein, da fällt es vielleicht auch nicht so auf.
Ist die verbotene Wörter Liste nicht – siehe Shit letztes Jahr – von der britischen Regulierungsbehörde Ofcom?
Fand ich auch bizarr – und man fragt sich natürlich, ob es die Debatte gegeben hätte, wenn Schweden den Song so geschickt hätte.
Die Sache ist fûr mich halt, dass FFotze klar ein beleidigender Begriff ist und die meisten Leute wissen halt nicht, dass es auf Drag Race als empowering gilt. Und DQs nutzen den Begriff natürlich schon ewig locker – und er ist hier ja nur wegen des Gimmicks benutzt, hat ja auch super funktioniert, um attention zu whoren (bewusste Wortwahl).
Die anderen beiden Skandalsongs haben so was nicht. Erikas Song wie Olly’s und Nebulossa’s letztes Jahr brauchten alle was, um vom schlechten Gesang abzulenken. Und der Milkshakeman mit seinem Stache – find ich halt sexy. Wenn er schlau gewesen wäre, hätte er das ganze auf Gay gemacht.
Fand es bemerkendwert,das es auf WDR 2 überhaupt ESC-Neuigkeiten gibt.
Finders schockierend, dass Du WDR2 hörst. Außer Bundesliga-Show und jetzt anscheinend ESC läuft da ja nix.
Sag das meinen Arbeitskollegen.
Bin nur das wehrlose Opfer.
Mein aufrichtiges Beileid
WDR2 ist immer noch besser als Antenne Bayern, die kürzen viele Songs ganz grauenhaft zusammen.
Und lassen sie gefühlt 2 mal die Stunde spielen.
Der Sender PBS hat einen Brief an die EBU geschickt und darin noch einmal seine Enttäuschung über die Entscheidung bekundet, daß der Songtext geändert werden muß. PBS bezeichnete das Verbot des Wortes „KANT“ als unfair, unverhältnismäßig und diskriminierend:
https://eurovoix.com/2025/03/06/%f0%9f%87%b2%f0%9f%87%b9-malta-pbs-is-appealing-kant-lyric-changes-ruling/
Die Arbeiten an der Änderung des Songtextes wurden in Angriff genommen.
Da wird aus Kant Chant gemacht und die Halle ruft Kant.
Vorschlag: „La,la,la,la,la,la,la,la,la,la,la,la,la,la,la,la,la… war schon mal erfolgreich – und im Hintergrund der derzeitige Text oder die Malteser blenden den als Untertitel ein.
Ja! Diskriminierung!
Zensierung
Wo ist das Meinungsfreiheit?
Warum durfte Spanien letztes Jahr ganz laut ZORRA ZORRA ZORRRRRAAAA schreien? (Ich liebe die spanische Sprache und den Auftritt, aber, wenn man mit sowas anfängt, soll man auch konsequent bleiben). Zorra=Luder, Schlampe, Prostituierte (laut Leo Wörterbuch).
Warum durfte Irland letztes Jahr einen exorzistischen und sartanistischen Mist zeigen? Das war aus meiner Sicht Religionsbeleidigung.
Ich finde es eigentlich kacke, wenn man wegen allem meckert und nach Fehlern und Skandalen sucht. Aber, wenn die BBC und EBU so spielen….
Genauso kann ich als Deutscher mit Deutsch als Muttersprache rumheulen und mich beschweren, dass Finnland ganz ganz vulgär (*hier sarkastisch weinerliche Stimme einfügen*) Sachen rum brüllt, die auf meiner Sprache unhöflich sind (wie „serving Kant“).
Das ist Diskriminierung gegen Malta und die maltesische Sprache. Warum soll die englische Bedeutung über der maltesischen stehen? Gerade weil es anders geschrieben wird und die EBU es zunächst genehmigt hat und jetzt sooo kurz vor Einsendeschluss, dank der BBC, diesen Drecksmove macht.
Und Israel darf einfach weiter machen….Unglaublich
Das finde ich persönlich ja familienunfreundlicher als so ein bisschen laszives Po-Gewackel. Von der irischen Show hätte man als Kind Alpträume bekommen können.
Ganz genau!!!
Aprospos F*tze: Die Italiener haben ja noch einmal Glück, dass sie „voce“ nicht mit Vogel-V und C wie Cäsar aussprechen…. Eine F…. für San Marino…
Wobei eigentlich auch schade: „Ich mach’s die ganze Zeit, ja, ich mach’s die ganze Zeit, zeige voce!“
Was hätte Immanuel Kant dazu geschrieben? 😀
Unbestätigten Gerüchten zufolge soll der Titel des malteschischen ESC-Beitrages von „KANT“ auf „Conte“ geändert werden:
https://eurovoix.com/2025/03/09/malta-kant-to-conte/
PBS hat sich dazu noch nicht geäußert.
Die Briten sollten eine Reisewarnung für Berlin-Touristen ausgeben, um zu verhindern, dass sie bei einem Spaziergang durch die Kantstraße traumatisiert werden
Am besten den ganzen Beitrag und vor allem diese „Sängerin“
Ironie: Diese „Sängerin“ muss unbedingt teilnehmen! Es ist so toll, zum K…