Melodifestivalen 2021 – 3. Halbfinale: Diese Beiträge sind eine Runde weiter

Während in Norwegen, Finnland und Spanien die Song-Entscheidungen für Rotterdam gefallen sind, wurde in Schweden eine Königin gekrönt – oder besser im Amt bestätigt. Charlotte Perrelli wurde im 3. Halbfinale des Melodifestivalen 2021 direkt ins Finale gesetzt und hat damit die Chance, Schweden zum dritten Mal beim Eurovision Song Contest zu vertreten. Wir haben hier alle Ergebnisse des spannenden 3. Semis in Stockholm für Euch zusammengetragen.

Direkt für das Finale qualifiziert haben sich:

Charlotte Perrelli – Still Young

She did it. Große Freude bei den Ü40-ESC-Aficionados.

Tusse – Voices

Der Swedish Idol Sieger 2019 hat sich mit einem hochprofessionell produzierten Top40-Popradio-Hit und einer sympathischen, wenn auch konventionellen Inszenierung durchgesetzt.

Diese beiden Acts dürfen in der Hoffnungsrunde – in Schweden Andra Chansen genannt – noch einmal antreten:

Klara Hammarström – Beat Of Broken Hearts

Alvaro Estrella – Baila Baila

Sowohl Klara als auch Alvaro sind Mello-Wiederholer. Klara war in 2020 mit ihrem Song „Nobody“ unglückliche Fünfte im zweiten Semi. Alvaro war ungezählte Male als Backgroundtänzer beim Mello dabei, aber auch als Künstler schon zweimal. 2014 war er Sechster im ersten Semi mit „Bedroom“, 2020 dann aber sogar gemeinsam mit Mendez im Finale. Ihr Song „Vamos Amigos“ ist ein Wannabe-Latino-Popschlager, weit besser als das diesjährige „Baila Baila“.

„Beat of Broken Hearts“ und „Baila Baila“ trennen Welten. Klaras zweiter Versuch hat Finalpotential, „Baila Baila“ ist beliebige Gute-Laune-Latin-Kirmesmusik. Klara hätte es verdient, über AC im Finale dabei zu sein, ihr Song ist kraftvoll, eindringlich, mitreißend.

Das heutige Halbfinale kann hier in der SVT Mediathek nachgeschaut werden. Unseren Live-Blog zur Show könnt Ihr hier nachlesenAlle Informationen zum Melodifestivalen 2021 findet Ihr hier. Die Beiträge, die bereits veröffentlicht sind, findet Ihr hier in unserer Spotify-Melodifestivalen-Playlist.

Das letzte Halbfinale steht dann am kommenden Samstag um 20 Uhr an. In dieser Show werden wir unter anderem die Mello Vorjahresgewinner The Mamas wiedersehen. Und Eye Candy Eric Saade, der 2011 in Düsseldorf mit „Popular“ für Schweden einen exzellenten dritten Platz erreichte, wird das Privileg haben, die diesjährige erste Mello-Runde mit „Every Minute“ abzuschließen. Das wird extraspannend, es kommt nämlich zu einer Wiederauflage seines Duells mit Danny Saucedo. Beide sind Lieblinge der schwedischen Boulevardpresse, nicht nur, aber auch, weil sie nacheinander mit der ESC-kompakt-Ikone Molly Sandén liiert waren.

Auch für das vierte Mello-Semifinale bieten wir hier auf ESC kompakt natürlich wieder einen Live-Blog an. Stay tuned!


24 Kommentare

  1. Alles so gelaufen wie erwartet wurde. Keine große Überraschung.
    Mir gefielen aber trotzdem die Songs von Tusse und Klara Hammarström am besten.

  2. Charlotte und Tusse sind verdient im Finale, im Andra Chancen hätte ich statt Alvaro lieber Emil gesehen, denn der hätte es als Debütant verdient gehabt! Es ist für mich unverständlich, daß die Schweden so einen seichten 08/15-Titel weiterwählen und ich hoffe, daß Alvaro in der Ehrenrunde gegen Paul Rey oder die beiden Evas antreten muß und sein Duell verliert.

  3. wie zu befürchten war,hat sich tusse schon an die spitze der wettcharts gesetzt – mal gucken,ob das im laufe der woche so bleibt.

    • Die Wettanbieter haben sich bei Norwegen schon verzockt und das könnte bei Schweden auch passieren. Das Ganze ist mit Vorsicht zu genießen!

  4. Die beiden Finaltitel sind zwei ziemlich dröge Songs – finde aber Tusse und Charlotte Perrelli haben mit Charisma und Willenskraft alles aus diesen mediokren Nummern rausgeholt was noch ging – meiner Meinung nach daher verdient im Finale.
    Warum für den drölfzigsten Latino-Aufguss der Marke „Baila Baila“ immer noch jedes Mal Second Chance drin ist ist mit ein Rätsel. So eine große lateinamerikanische Diaspora gibt’s doch gar nicht in Schweden, oder? Und wenn doch, dann müssten die sich angesichts dieses faden Aufguss doch eher mit Grausen abwenden?

  5. also zumindest teamannabergendahl sollte mit fliegenden fahnen zu teamklara wechseln – ich sehe da sehr viele gemeinsamkeiten. 🙂

    warum werden eigentlich die hoffnungsrundengewinner immer sofort bei youtube veröffentlicht – die direkten finalisten aber nicht?
    warum mauert man da so?
    chancengleichheit?
    ich finde das jedenfalls beknackt.

  6. Voices fand ich am besten und könnte so mein Favorit für 13.3. werden, mal schauen, was Eric und die Mamas nächste Woche (über)bieten 🙂

  7. In Schweden ist die Luft raus. Das Melodifestivalen entwickelt sich überhaupt nicht weiter. Als Show war die Veranstaltung früher jedenfalls unterhaltsamer. Musikalisch gibt es leider überhaupt keine originellen oder mutigen Lieder. Alles ist glatt poliert. Mal mehr mal weniger nett.

  8. Wenn ich an die frech, erotische Charlotte von 1999 denke, die uns damals doch echt positiv geflasht hat und nun sehe wie Sie 2021 optisch irgend einen Traum hinterher hechelt bin ich zwar froh das Sie nicht mehr so grausig wie 2008 aussieht ,Sie mich aber auch musikalisch mich nicht mehr vom Hocker haut.
    Gut, der Song passt zu ihr. Aber mittlerweile finde ich solche „Schwedenlieder“ doch etwas zu eintönig da schnell vergessen und hoffe zwischen all den Windemaschine und Laufbändern auf eine „Neuentdeckung“ jenseits des Mainstream Schweden Pop . Bin gespannt wie es nächste Woche weitergeht.

  9. Es war nun mal bislang das beste Halbfinale. Alle Songs besaßen etwas, was die meisten Lieder der ersten beiden Semis (bis auf Dotter, Avingarna und Danny Saucedo) nicht hatten, nämlich eingängige Refrains.
    Nachdem ich mir nun die 7 Titel nachträglich angesehen habe, muss ich aber sagen, dass die Schweden weitgehend gut entschieden haben. Ich würde nur Charlotte gegen Emil tauschen.
    Meine Reihenfolge:
    1. Alvaro: ja, abgedroschene Latino-ähnliche Musik gab es schon häufig, aber er singt gut, die Show ist nicht zu drüber und es macht gute Laune. Hätte also gerne direkt ins Finale gekonnt.
    2. Tusse: gefällt mir live besser, als im Studioschnipsel. Er könnte bei der Show einen Gang zurück schalten, dann sitzen auch noch die letzten Töne. Zu Recht im Finale.
    3. Klara: bester Refrain des Abends, erinner aber auch an bisschen an Maria Olafs „Unbroken“ 2015, aber deutlich besser gesungen. Zu Recht im AC
    4. Emil: in den Strophen nicht ganz stimmsicher, aber der Refrain ist toll. Hätte gerne ins AC gedurft.
    5. Mustasch: gute Gitarrenriffs, toll treibender Beat, einziger Song mit schwächerem Refrain, hätte trotzdem auch gerne ins AC gedurft.
    6. Charlotte: ich den neuen deutschen Schlager á la Helene und Andrea überhaupt nicht ( Ausnahme Maite Kelly), da dürfte es nicht wundern, wenn ich mit sowas nichts anfangen kann. Ich mag auch Charlottes überkandidelte Art zu singen überhaupt nicht. Der Refrain in des hat Ohrwurm-Charakter, daher ist der Finaleinzug für mich zwar nicht erfreulich, aber nachvollziehbar.
    7. Elisa: für mich die Enttäuschung des Abends. Mit der Agnetha-Fältskog-Gedächtnisfrisur hätte ma eine Stimme mit mehr Sicherheit und Power erwartet. Hatte trotzdem einen starken Refrain, dennoch zu Recht ausgeschieden.

  10. @Peter: Nicht nur Ü40er können von „Still Young“ begeistert sein. Ich bin selbst knappe 30 Jahre alt und habe mich beim ersten Mal hören des 30-sekündigen Snippets direkt in den Titel verliebt. Er verkörpert meiner Meinung nach mehr als alles andere im bisherigen Mello-Line-up Freude an der Gegenwart, Optimismus und Zuversicht. Da ist es mir auch völlig egal, ob man das schon hunderte Male wo gehört hat oder sich die Verfechter der Musik aus der Jetztzeit an dem Titel abreagieren. Charlotte Perrelli steht hinter der Musik, die sie macht. Und das merkt man ihr in jeder Sekunde des Auftritts an. Egal ob der Titel nun von Kempe, G:son oder Boström geschrieben wurde – ihre Melfest-Beiträge haben einen Wiedererkennungswert.

    Den klassischen Schwedenschlager wird es hoffentlich immer geben und ich werde ihn wohl auch in 20 Jahren noch gerne hören. Die Queen of Sweden macht einfach gute Laune! Hat sie Chancen im Finale? Normalerweise nicht. Aber seit Stjernberg’s Sieg aus der AC raus halte ich im hohen Norden nichts mehr für unmöglich. Ich drücke ihr jedenfalls ganz fest die Daumen!

  11. Aja, bevor ich es vergesse: Weiß jemand, wann die Titel auf Spotify und Co. zu hören sein werden? Nach Halbfinale Nummer vier?

  12. little tot für die dotterdamfraktion hier – das video ist erstaunlich zäh. 😀
    der song von charlotte wird an den internationalen jurys mit sicherheit scheitern und dotter bekommt wahrscheinlich von tusse und den mamas einen „sandwich“ verpasst.
    divers ist trumpf,da kannste nichts machen – erwarte von den mamas ähnliches wie von keiino – also den gleichen song leicht variiert noch mal.
    die magie von klara scheint nicht so recht zu verfangen – nicht nur hier (kein like 🙁 ) sondern auch international,obwohl die ersten gut 35 sekunden absolut magisch daher kommen.
    ich hoffe sie bekommt in der trostrunde wenigstens ein faires duell aber bei dem herrn im hintergrund weiß man ja nie so genau.

  13. Voices ist super, kraftvoll, auf den Punkt produziert und Tusse ein optischer Hingucker…Mann oder Frau wer weiß das schon genau. Wenn nicht noch Eric oder The Mamas was großartiges liefern, dürfte Tusse gewinnen. In Rotterdam ganz klar Top 5 wieder. Tusse und Dotter bisher man besten, der Rest ist komplett chancenlos. Wahnsinn wie Schweden wieder liefert! 👍👍👍

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