Melodifestivalen 2023 Quickcheck Vorrunde 4: Bitte verbeugen – ESC-Königin Loreen ist zurück!

Es ist soweit: Am kommenden Samstag betritt die ESC-Königin Loreen zum vierten Mal die Bühne des schwedischen Melodifestivalen, diesmal in der Malmö Arena. Allein diese Tatsache macht diverse ESC-Fans schon ganz wuschig – seitdem aber die ersten Kritiken zum Lied „Tattoo“ positiv bis überschwänglich ausfallen, steigen die Hoffnungen ins Unendliche. Wird Loreen ihrem Favoritenstatus gerecht und hat die Chance, als bisher erste Sängerin den Eurovision Song Contest zweimal zu gewinnen?

Doch soweit sind wir längst noch nicht. Dass das schwedische Publikum nicht einfach alles durchwinkt, mit dem Loreen am Mello teilnimmt, ist spätestens seit 2017 bekannt, als Loreen mit dem engagierten „Statements“ noch nicht mal das Finale des Vorentscheids erreichen konnte. Fanliebling Mariette wiederum gelang bei ihren bisher drei Teilnahmen am Melodifestivalen immer der Einzug ins Finale. Ist sie also vielleicht die eigentliche Favoritin? Oder steht auch den Schweden in diesem Jahr der Sinn nach etwas Rockigem, ein Trend, den man in diesem Jahr in vielen Ländern beobachten kann? Wir werden es bald wissen. Zuvor gibt es aber schon heute einminütige Hörproben der Beiträge, die wir am Samstag hören werden. Wir haben für Euch reingehört und aufgeschrieben, wie wir das Angebot für kommenden Samstag einschätzen.

Hier könnt Ihr Euch die Ausschnitte der vierten Vorrunde anhören.

1. Kiana – Where Did You Go
Songwriter: Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Joy Deb, Linnea Deb

Rick: Eine hochwertige, moderne Produktion. Mich überzeugt Kiana hier sofort und der Song klingt durch seine EDM-Einflüsse wie kein anderer beim diesjährigen Melfest. Erinnert mich vom Instrumental her etwas an Avicii. Total meins. 5 von 5 Punkten.

Manu: Ein interessanter Start – während in der Strophe ein sanft pulsierender Beat Keiras Lied nach vorne treibt, setzen die Beats im Refrain aus und weichen einem immer weiter anschwellendem atmosphärischen Klangteppich. Kianas Stimme klingt ein wenig nach Rihanna. „Under the Stars – that’s where I found you“, im Hintergrund setzt zusätzlich eine bearbeitete Stimme ein. Schließlich mündet der Refrain zwar in einen oft genutzten, bekannten Instrumentalbreak in dem immer wieder die Frage „Where did you go?“ wiederholt wird, aber ich bin durchaus an Board. 4 von 5 Punkten.

2. Signe & Hjördis – Edelweiss
Songwriter: Anderz Wrethov, Jimmy Jansson, Myra Granberg

Rick: Solche Songs hört man bestimmt auf jedem Midsommar-Fest in Schweden. Landestypischer geht’s kaum, dennoch hat der Refrain einen zeitgemäßen Touch. Für internationale Hörer aber eventuell zu „eigen“. 3 von 5 Punkten.

Manu: „Edelweiss“ entpuppt sich glücklicherweise nicht als erneuter Aufguss des 80er-Hits „Bring Me Edelweiss“ – stattdessen wird hier sanft die Gitarre gezupft. Im griffigen Refrain setzen ein stimmiger Rhythmus und folklorische Streicher ein. Das klingt rund und nett und würde bei Florian Silbereisen sicher nicht weiter auffallen. 2 von 5 Punkten.

3. Smash into Pieces – Six Feet Under
Songwriter: Andreas ”Giri” Lindbergh, Benjamin Jennebo, Chris Adam, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Joy Deb, Linnea Deb, Per Bergquist

Rick: Da Linkin Park ja aktuell eine Art Comeback feiern und Songs ausgraben, die sie vor Jahren aufgenommen haben, könnte auch „Six Feet Under“ gerade recht kommen. Ein cooler Mix aus Rock und Mainstream-Sounds. 4 von 5 Punkten.

Manu: Smash into Pieces liefern die obligatorische, melodische Rocknummer mit elektronischen Einflüssen. Klar denkt man auch hier ein wenig an Linkin Park, selbst wenn der Rhythmus im Midtempo angesiedelt ist. Im Refrain branden schließlich sämtliche Instrumente auf, Synthies tragen „Six Feet Under“ empor. Das erfindet das Genre nicht neu, aber mir gefällt’s. 3,5 von 5 Punkten.

4. Mariette – One Day
Songwriter: Jimmy Jansson, Thomas G:son, Mariette

Rick: Mariette reißt mich immer wieder mit. Ich könnte es aber verstehen, falls der Song einigen zu „vorhersehbar“ erscheint. Es klingt halt sehr nach einer Schweden-Produktion, hat aber auch etwas Hymnen-artiges. Muss ich live sehen… 3 von 5 Punkten.

Manu: „One day“ kommt im 1-minütigen Schnipsel etwas harmlos rüber. Ein sehr sanfter Beat weist den immer wieder aufbrandenden Streichern den Weg. Über allem der erzählerische Gesang von Mariette. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass „One Day“ sich im Verlauf der 3 Minuten weiter steigert und schlussendlich eine satte Produktion zum Vorschein kommt. Auch hier bin ich weiter interessiert: 3 von 5 Punkten.

5. Emil Henrohn – Mera mera mera
Songwriter: Emil Henrohn, Jakob Redtzer, Ji Nilsson, Marlene Strand

Rick: Ich glaube, SVT hat sich die besten Songs echt bis zur vierten Vorrunde aufgespart. Obwohl die Nummer auf Schwedisch ist, hat man den Eindruck, Emil direkt folgen zu können. Sehr eingängig… macht Lust auf mehr! 4 von 5 Punkten.

Manu: Emil hat die Haare und Nägel schön. Auch hier sind Streicher zu hören, der Beat ist schneller als bei Mariette und der einsetzende Backgroundgesang verspricht einen großen Refrain… der dann aber musikalisch für mich irgendwie leer in sich zusammenfällt. 2 von 5 Punkten.

6. Axel Schylström – Gorgeous
Songwriter: Axel Schylström, Herman Gardarfve, Jonas Thander, Malin Halvardsson

Rick: So sehr ich Axel als Künstler auch mag – die Nummer klingt wirklich nicht originell. Ich hab direkt das Gefühl, so etwas schon mal gehört zu haben. Zudem sind die Selflove-Lyrics austauschbar und mir persönlich viel zu unkreativ. 2 von 5 Punkten.

Manu: Axel hat diesmal eine Pianoballade im Angebot, die sich im Refrain musikalisch ähnlich öffnet wie es bei „Concrete Heart“ von René Miller der Fall ist. „Your Gorgeous“ scheint textlich wie musikalisch das Rad nicht neu zu erfinden, dürfte aber mindestens in Schweden ein gern gespielter Song im Radio werden. 2,5 von 5 Punkten.

7. Loreen – Tattoo
Songwriter: Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Jimmy Jansson, Loreen, Cazzi Opeia, Peter Boström, Thomas G:son

Rick: Von jedem anderen Act würde mich der Song nicht direkt so begeistern. Aber Loreen klingt schon in dem kurzen Ausschnitt einfach wie für „Tattoo“ gemacht. Sie zieht uns direkt in ihren Bann, wie auch schon zur Euphoria-Zeit. Nicht was man erwartet, aber gleichzeitig genau das, was man erwartet… ich bin gespannt! 4 von 5 Punkten.

Manu: „Tattoo“ beginnt mit einem atmosphärischen Synthie-Klangteppich über den Loreen sanft singt. Langsam erhöht das Instrumental die Spannung, Loreens Gesang wird ebenfalls intensiver, im Hintergrund setzt ein dominierender Beat ein, während ich Gänsehaut bekomme und mich ärgere nur eine Minute des Liedes hören zu können. Loreen is back, keine Frage. Kiana, die die Show eröffnet, dürfte durch das ähnliche Genre die Leidtragende sein, völlig unverständlich, wieso sie in der Vorrunde auf Loreen trifft. Alle anderen dürfen sich aber freuen! Spannender kann ein Songschnippsel wohl nicht sein: 5 von 5 Punkten.

Prognose Rick
Finale: Loreen, Emil Henrohn
Semifinale: Smash Into Pieces, Axel Schylström (Kiana wäre mir aber lieber)

Prognose Manu
Finale: Loreen, Smash Into Pieces
Semifinale: Mariette, Axel Schylström

Was sagt Ihr zu den Snippets der Beiträge für diese Woche? Ist ein/e potenzielle/r Sieger/in dabei? Was gefällt Euch? Was nicht? Und warum? Kommentiert gern unter diesem Beitrag. 

Wir begleiten für Euch das Melodifestivalen 2023 mit einer umfangreichen Berichterstattung. Hier findet Ihr alle Infos zum Wettbewerb und den Shows. Für alle Vorrunden, das Semifinale und das Finale bieten wir darüber hinaus je einen Live-Chat oder einen Live-Blog an.

Allgemeine Infos zum Melodifestivalen 2023
1. Vorrunde: Quickcheck der Beiträge, der Live-Chat, das Ergebnis
2. Vorrunde: Quickcheck der Beiträge, der Live-Chat, das Ergebnis
3. Vorrunde: Quickcheck der Beiträge, der Live-Chat, das Ergebnis


71 Kommentare

  1. Jetzt habe ich wenigstens einen schwedischen Beitrag, den ich mögen könnte! Mariettes Lied gefällt mir vom Snippet her ausgezeichnet gut!!! Ich hoffe, der ganze Beitrag klingt so vielversprechend!
    Loreens Lied ist leider „nur“ okay. Sie hat ne Wahnsinnsstimme (wie immer), aber der Song zündet nicht so richtig bei mir, ist dennoch bei mir auf der Liste an zweiter Stelle von allen Heats.
    Team Marietta! 🙂

    • lasse geht 2023 wohl leer aus aber vielleicht hat man den schnipsel von loreen ja auch nur etwas unglücklich ausgewählt?
      was ich in der minute zu hören kriege,ist mir zu gewöhnlich im sound.
      im vorfeld hatte ich auch noch ein auge auf die rockkapelle geworfen aber den song kannste,so wie es aussieht echt knicken – da greife ich doch lieber in der not zu australien,sofern bei uns die lords vom NDR tatsächlich ausmanövriert werden.🤡
      obwohl…ich fahre ja eh jetzt den trecker. 🚜

  2. Joa, nicht übel. Aber die dritte Mello-Vorrunde war definitiv die Stärkste. Die Vierte wird aber wohl die Spannendste werden, da hier fast alle Songs etwa auf der gleichen Wellenlinie liegen und man nicht vorhersagen kann, wer das Publikum am meisten überzeugen wird.

    Ranking (Auf Grundlage der Snippets):
    01 Mariette: Ja, hier hört man wo es ungefähr hingehen soll. Eine epische Mid-Tempo-Nummer mit sehr schönen Harmonien.
    02 Loreen: Toll gesungen, aber irgendwie noch nicht ganz so überzeugend. Bin gespannt auf die Vollversion und die Performance.
    03 Axel Schylström: Ich hatte mit einer langweiligen Ballade gerechnet und wurde positiv überrascht. Der Refrain ist sehr eingängig.
    04 Kiana: Hier wurde ich etwas enttäuscht. Kein schlechter Song, aber insgesamt gesehen doch etwas zu generisch, altbackenen und einfallslos.

    • Bisschen doof für Ikke: Als Ballade ist das um ein Vielfaches lustiger als das Original.

      Passend dazu sei auch dieses Juwel der deutschen Musikgeschichte empfohlen:

  3. Bei Loreen habe ich das Gefuehl, nach den ersten Sekunden, irgendwann faengt sie an zu schmettern:
    The winner takes it aaaaalllllllll

  4. Ich kann die Begeisterung nur bedingt teilen. Das meiste ist doch ziemlich uninteressant ( einschließlich Marietta).
    Es gibt eigentlich nur zwei Songs die mir gut gefallen :
    der Emil mit den schönen Haaren und dito Nägeln. Hübscher kleiner Schwedenschlager.
    Und natürlich Loreen – finde ich klasse und wäre hinter Frankreich meine Nummer 2 bzw. wenn Frida in Deutschland gewinnen sollte meine Nr. 3.
    Den Rest brauch ich nicht.

  5. Das meiner Meinung nach mit Abstand stärkste „Heat“.
    Ich verstehe diese Aufteilung nicht.
    Loreen darf ich eigentlich gar nicht bewerten, da ich ein riesen Fan von ihr bin und alles gut finde wenn sie es singt.
    Doch was ich bis jetzt lese lieben die allermeisten Tatoo genauso wie ich!
    Der Song soll anscheinend noch an Tempo une Energie zunehmen.
    Freue mich auf Samstag!
    Wenn sie nicht nach Liverpool fährt, dann sind die Schweden einfach nur dumm.
    Entschuldige, aber das ist einfach das klar Beste, dass Schweden zu bieten hat.

    Der Rest in dieser Vorrunde ist auch super, bis auf Gorgeous und Edelweiß finde ich alle Lieder besser als das Meiste, dass wir in den Wochen zuvor gehört haben.
    Vor Allem Mariette und Kiana überzeugen mich.
    Auch wenn sie nichts wirklich Neues zum Mello bringen, doch man muss nicht immer das Rad neu erfinden

  6. ESC-Königin Loreen? Seit wann? Ein One-Hit-Wonder ist sie, sonst nichts. Immer diese künstlichen, gehypten Übertreibungen… tzzz

    • Deswegen ja auch „nur“ ESC-Köngin und nicht Königin des Pop.

      Wenn jemand mit seinem Lied zehn Jahre lang Umfragen bei ESC-Fans mit Abstand beherrscht, kann man sie wohl ruhig mal so nennen.

    • Natürlich muss man die Vollversion von Loreens Song noch abwarten um sich festlegen zu können, aber ich tendiere auch eher zu Marcus & Martinus.

  7. Jimmy „Joker“ Thörnfeldt ist ja gut im Geschäft wenn ich mir seine 5 Beiträge allein in dieser Vorrunde so anschaue.

    • Hier ist den Bloggern anscheinend ein Fehler reingerutscht. Laut Wikipedia ist er in dieser Runde „nur“ an drei Titeln beteiligt, dafür aber in den anderen Runden noch bei den Songs von Paul Rey, M&M sowie Tone Sekelius.

      • Danke für den Hinweis, ist korrigiert. Da ist mir tatsächlich ein Fehler „reingerutscht“

  8. Schweden bleibt sich treu. Alles weichgespült, aber gut produziert. Loreens Stimme und Ausstrahlung reißen zwar noch einiges heraus, aber insgesamt scheinen die Schweden momentan mellomäßig wirklich auf der Stelle zu treten.

  9. Warum ist Loreen ESC-Königin?
    Ich finde die Runde auch nicht besonders stark. Ganz vorne wird Schweden wahrscheinlich in Liverpool nicht mitspielen.

    • Bei dem aktuell eher schwachen Jahrgang denke ich schon, das Schweden auf jeden Fall in Liverpool vorne mitspielen wird.
      Mit Marcus & Martinus oder vielleicht auch Loreen, hätte Schweden sicherlich sehr große Chancen zumindest ihr gutes Ergebnis (Platz 4) aus dem Vorjahr zu wiederholen. Aber auch eine Steigerung wäre durchaus möglich.

  10. Nach den kurzen snippets würde ich hier die beiden Mädels mit “Edelweiss” und Mariette ins Finale schicken.
    Der erste Eindruck von Loreen ist irgendwie lauwarm.
    Und als Gesamtsieger kommen für mich bislang nur M&M in Frage.
    Insgesamt kein starker Mello Jahrgang.

  11. Da der Loreen-Hypetrain schon rollt, habe ich neugierigerweise in den Ausschnitt reingehört.
    Und der klingt wie Mainstream-Radiopop-Matsche, die man dem NDR um die Ohren hauen würde. Für Schweden gelten offenbar andere Maßstäbe.

    Nicht auszuschließen natürlich, dass der Song nochmal abbiegt und mehr ist als dieser Einheitspopbrei. Frage mich ja eh, wie man nach so einem kurzen Snippet und ohne irgendwas von der Bühnenshow gesehen zu haben, schon Voraussagen machen kann.

  12. Loreen klingt wie schon zwanzig Mal gehört.

    Leider ist eine meiner Lieblingsbands Smash into Pieces auch nur mit einem ihrer schwächeren Songs am Start.
    Der jetzige Song kommt nicht an Bangarang, Deadman oder Glow in the dark heran.

    • Gute Musik kann man ruhig mehr als zwanzig Mal hören 🙂
      Mir gefällt’s sehr gut. Überhaupt weiß ich Mellomusik immer mehr zu schätzen, nun, da die Gefahr nicht mehr so groß ist, dass alles beim ESC nach ihr klingt. Es wäre noch viel schlimmer, wenn sie ganz verschwinden würde.

    • Volle Zustimmung. Bin auch ein Fan von Smash Into Pieces, ein Mello-Sieg ist aber denke nicht drin.
      Für die persönliche Favoriten-Playlist reicht es, und ich warte den Rest des Songs noch gespannt ab 😀

  13. Ich tippe mal, dass Kiana direkt auf Loreen trifft, liegt daran, dass man sich Loreen für die letzte Startnummer im letzten Semi aufsparen wollte – und bei Kiana wenig Wahl hatte, weil die erst am Samstag selbst 16 Jahre alt wird.

    • Ich glaube nicht, dass das eine Rolle spielt, Malou Prytz bspw. ist 2019 auch mit 15 im Deltävling angetreten. Relevant ist ja eigentlich nur das Alter am ESC-Halbfinaltag.

      • Oh stimmt, Malou hatte ich gedanklich ein Jahr älter gemacht. Dann hat Schweden da wohl andere Richtlinien als der ESC. Entschuldigt meine Fehlinformation. Bin nichtsdestotrotz aber gespannt, ob Kianas Geburtstag in der Liveshow medial ausgeschlachtet wird. Wäre auch kein ganz zu vernachlässigender Faktor für die Prognose, wie ich finde.

  14. Egal ob Hype oder Hass: der Loreen-Snippet sagt noch nix aus, da er kurz vor der vermeintlichen Explosion im Refrain abbricht. Eine Bewertung ist da schlicht nicht möglich. Ich finde aber auch, dass der Ausschnitt die Erwartungshaltung ins Exorbitante schraubt. Aber: es wäre nicht der erste Song, in dem der Refrain nicht hält, was die Bridge verspricht. Ich hoffe allerdings inständig auf das Gegenteil. Go Loreen!

    • Die vollständigen Lyrics von Tattoo sind ja schon verfügbar. Und so wie es erkennbar ist, endet der Refrain (den man vollständig im Snippet hört) mit „You-ooh-ooh,[…] like a Tattoo-ooh-ooh“. Danach kommt nur eine weitere Strophe mit dem Text:
      „I’m letting my hair down
      I’m taking it cool
      You got my hеart in your hand
      Don’t lose it, my friend
      It’s all that I got“

      Und dann gehts wieder los mit der Bridge und dann wieder Refrain:

      And now violins playing and the angеls crying
      When the stars align then I’ll be there

      • Das kann nach meiner Einschätzung unmöglich der Refrain im Sinne eines klassischen, sich wiederholenden Höhepunkts sein… dann folgt vielleicht ein instrumentaler, wiederkehrender Dance-Break als Klimax?!

  15. Die Vorrunde ist mindestens mal drei Stufen stärker als alle anderen, da frage ich mich schon, was sich SVT bei dieser Aufteilung gedacht hat. Ich bin jedenfalls von fast allen Snippets sehr angetan, aber werde mich wie immer mit der Bewertung zurückhalten.

    • Ich teile deine Meinung, dass dies eine sehr starke Vorrunde ist. Ich glaube aber, dass die Stärke an sich keinen Unterschied fürs Finale machen wird. Denn ein richtiger Siegersong wird selbst im stärksten Heat von allen ins Finale kommen und sich durchsetzen.

      • Klar, die besten setzten sich immer durch. Es werden aber am Samstag wohl Songs ausscheiden, die ich lieber im Finale bzw. der AC gesehen hätte als einiges was sich in den letzten Wochen qualifiziert hat. Das finde ich dann immer etwas schade.

  16. Vielleicht ein Fall von zu hohen Erwartungen, aber für mich hört sich Tatoo sechs Jahre nach dem viel spannenderen Statements wie ein Rückschritt an.
    Überhaupt klingt dieses Aufgebot genauso glattgestriegelt wie die Bärte von Smash Into Pieces aussehen. Aber ist ja auch kein Wunder, wenn der Songwriting-Anteil der immergleichen Debs, Thörnfeldts, G:sons usw gefühlt immer mehr wird.

    Könnte allerdings sein, dass zumindest in dieser Runde einige Credits nicht korrekt sind (Wiki sagt jedenfalls was anderes). @Manu

  17. Hm. Ich warte lieber mal ab, bevor ich meine eigene Meinung wirklich verfestige. Bei Loreen hinterfrage ich gerade, ob ich es wirklich von Snippet her schon so gut finde, oder ob das Loreen-Puffer ist, den ich ihr aufgrund von bisherigen Werken vielleicht unterbewusst geben möchte. Ich sag‘s mal so, das Snippet hat ja genau an einem Punkt angeschnitten, wo es erst danach so richtig losgehen wird, und der Aufbau zu diesem Moment klang erstmal recht vielversprechend und überraschend komplex und doch simpel. Sie verbindet Elemente im Instrumental von Euphoria mit den Strophen von The Winner takes it all, und ein wenig Youniverse ist da auch noch drin. Dieser Mix kommt für mich aber so erstmal ganz gut zu einem neuen, eigenen Sound zusammen, der mich anzieht und hoffentlich in der Vollversion veredelt wird. Es kann aber auch sein, dass ich mir die Begeisterung derzeit einbilde, weil ich Vorschusslorbeeren verteile.

    Mariette klingt schön, für mich etwas zu unauffällig bisher, aber das kann sich ja noch ändern. Axel hat es sich (für mich) mit dem Chorus zerstört, bei dem Strophenausschnitt war ich noch positiv überrascht. Kiana muss ich live sehen, das war zu viel Autotune in der Studioversion. Smash into Pieces klingt irgendwie nicht besonders teuer produziert, hätte mir sonst deutlich besser gefallen. Bei den anderen wollte ich nicht mal die volle Minute hören.

  18. Loreen,ja o.k ,hört sich ganz gut an,aber da warte ich doch lieber den kompletten Song ab.Mariette hingegen überzeugt mich schon in dem Snippet.

  19. Loreen könnte auch das Lied von Ikke singen und ich wäre vermutlich immer noch restlos begeistert. Selbst wenn das komplette Lied am Samstag dann enttäuschen sollte, alleine die Stimme würde es – vor allem live – entschuldigen.

  20. „Selbst wenn das komplette Lied am Samstag dann enttäuschen sollte, alleine die Stimme würde es – vor allem live – entschuldigen.“

    So sehe ich das auch. Das Snippet von Loreen ist das einzigste,was mich gepackt hat.
    Wäre mir in Liverpool 1000-mal lieber als die ganzen Frieda’s und Paloma’s.

  21. Ich würde es cool finden, wenn Loreen das Melo-Finale gewinnt.

    Jetzt weniger weil ich ein Fan von Loreen bin, sondern weil ich es einfach spannend finde, ob die Königin des ESC (ist sie völlig zurecht !) In einem direkten Vergleich mit Marco Mengoni im ESC-Finale besser abschneidet oder gegen ihn das Nachsehen hat.

    Mein Traum wäre wirklich, dass Marco Mengoni 😍 den ESC gewinnt und Loreen in Liverpool irgendwo zwischen Platz 5 und Platz 10 landet. 😀

    • Sorry Timo, ich bin für die „Wachablösung“ im Norden – das heißt für mich Finnland (Käärjä) statt Schweden und auf die im Süden (Spanien statt Italien). Fände ich nur gerecht.

      • „Fände ich nur gerecht.“

        Wenn Spanien gewinnt, dann würde ich mich für Blanca Paloma genauso freuen, als ob Marco Mengoni gewonnen hätte. 😀

        Zum Battle Schweden-Finnland stehe ich wirklich neutral gegenüber, da mir beide Länder gleich sympathisch sind. Hier soll einfach der bessere Song punktemäßig beim ESC weiter vorne landen bzw. gewinnen.

        Gerechtigkeit finde ich in einem Musikwettbewerb etwas fehl am Platz. Beim ESC sollte da eher das Kriterium wer künstlerisch und emotional einen größeren Eindruck hinterlässt ausschlaggebend bei der Punktevergabe sein.

        Aber nix für ungut. Ich weiß was du meinst und irgendwo hast du ja recht. 😀

  22. Die Einteilung der Vorrunden ist dieses Jahr echt für die Tonne. Aus Runde 1 hätte ich eigentlich niemanden gebraucht, hier hätte ich gerne fünf oder sechs weiter. Dadurch könnte es aber auch sehr spannend werden, weil es eigentlich jeder schaffen könnte.
    Mein Favorit aus den Snippets wäre Smash into Pieces, obei ich es etwas schade finde, dass offenbar jeder Rock-Song beim Mello zwingend einen eher flachen Mitgröhl-Schlager-Refrain braucht, da wäre in Zukunft doch mal ein bisschen mehr Mut zur Kante schön.
    „Tattoo“ ist ein guter Song und im diesjährigen schwachen Aufgebot weit vorne mit dabei, mich catcht er aber nicht wirklich. Da fand ich „Paper Lights“, das sie 2015 als Pausenfüller gesungen hat, und generell ihre Songs aus der Zeit wesentlich innovativer. Vor allem dieses „You-uh-uh“ und „Tatoo-uh-uh“ geht mir schon bei ersten Hören auf die Nerven.

    Finale: Loreen, Smash into Pieces
    SF: Axel, Mariette

  23. Loreens Schnipsel hat mir sofort gefallen. Der Anfang erinnert mich gleich an Euphoria. Was mich überhaupt nicht stört. Bin sehr gespannt auf das ganze Stück.

  24. Sorry, aber bin ich der Einzige, der Tattoo als Plagiat empfindet? mir fällt leider der Song nicht ein, aber die Melodie, welche den Refrain einleitet gibt es definitiv schon (ich meinte sogar ein ESC-Song) Helft mir doch mal kurz auf die Sprünge 😀

  25. Interessant ist, dass sich auch gleich schlagartig die Wettquoten zugunsten Schwedens verändert haben. Die haben praktisch mit Ukraine getauscht. Nicht nur die Platzierung sondern auch die Quotenwerte. Da scheint sich was anzubahnen.

    • @lasse Braun: Ich gebe Dir recht, was das „zigmal gehört“ angeht.
      Zur Qualität bringt der Ausschnitt noch nicht genug Aufschluss.
      Trotzdem klingt das für mich vielversprechend.
      Ich bin mir sicher, dass sie das Finale erreichen wird und zu den Topfavoriten auf den Gesamtsieg des Mellos ist.

      Insgesamt aber ein starkes Halbfinale, ein bisschen schwächer als das Dritte.
      Mein persönlicher Favorit ist Smash into Pieces gefolgt von Loreen und Mariette. Auch die anderen Songs sind OK, bis auf Axel Schylström, dessen Ballade im Ausschnitt doch etwas dröge daherkommt.

      • @Gerd Geomax
        natürlich wird sie morgen locker in das finale einziehen aber ob dieser song dann nach dem vermeintlich vorprogrammierten melosieg das zeug zum ESC-gewinner hat?
        ich bin da unter eindruck der 2 schnipsel sehr skeptisch auch weil die konkurrenz in liverpool,insbesondere beim televoting bockstark sein wird.

  26. Bei den Odds gat Schweden die Ukraine vom ersten Platz verdrängt.

    Ich freue mich am Samstag auf Carola, die als Intervallact auftritt. Vor 40 Jahren war sie erstmals beim Melodifestivalen und gewann.

  27. Jetzt sind die Proben-Snippets veröffentlicht und ich muss leider sagen, das ich bei einigen doch etwas enttäuscht war.
    Während Kiana ein schickes Kleidchen trägt, sieht Axel ganz schlimm in diesem Babyblauen-Anzug aus. Loreen hat entsetzliche Krallennägel und Mariettes Performance mit dieser Skateboard-Halfpipe erschließt sich mir auch noch nicht wirklich.
    Alles etwas seltsam, aber vielleicht löst sich das eine oder andere dann in der Show noch etwas auf.

  28. Seit heute liegt Schweden bei den Buchmachern auf Platz 1 vor der Ukraine. Und Loreen ist jetzt klare Wettfavoritin beim Melodifestivalen.

  29. Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen um zu behaupten, dass „Tattoo“, erstens das Melodifestivalen gewinnen wird und zweitens in Liverpool mindestens den 3. Platz belegen wird – Sofern beim Auftritt nicht mächtig was schieflaufen würde.

  30. moin!
    der gesamte auftritt und damit auch der ganze song wurde geleakt – näheres auf eigene gefahr z.b. bei escunited (will niemanden mit verlinkung die vorfreude verderben also ggf. ganz ignorieren!).
    nach betrachtung des gesamten auftritts kommt mir das „“you-oo-oo“ schon sehr dominant vor.
    der song an sich ist m.e. nicht besser wie bessere werke von wiktoria,mariette,klara oder anna bergendahl um im melokontext zu bleiben aber es steht halt der kult loreen drauf und damit scheint es sich für viele abzuheben.

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