
Nach dem gelungenen Auftakt in der letzten Woche und dem zumindest in Teilen überraschenden Ergebnis gehen wir direkt in die Runde zwei. Und da erwartet uns dann auch ein Mello-Dansband-Schlager vom extra für den Wettbewerb zusammengewürfelten Damen-Trio SCHLAGERZ (Aufmacherbild). Können die drei erfahrenen Sängerinnen an frühere Erfolge des Genres beim Mello anschließen und wie steht’s um die anderen fünf Beiträge? Benny und Douze Points haben für Euch reingehört.
Neu ist in diesem Jahr, dass neben den beiden besten Beiträgen, die dann direkt ins Finale einziehen, nur noch der Drittplatzierte Hoffnung darauf haben darf (im letzten Jahr blieben auch die Viertplatzierten im Rennen). Insofern tippen wir am Ende unserer Quickchecks die beiden Finalist*innen und den einen Beitrag auf Platz 3, der nach Vorrunde 5 noch Nachrückerchancen hat.
Hier könnt Ihr Euch die Ausschnitte der zweiten Mello-Vorrunde anhören. Und hier seht Ihr die Acts, wie sie sich bei ihrer Bekanntgabe in Szene gesetzt haben.
1. Nomi Tales – Funniest Thing
Songwriter: Adam Breitholtz, Herman Gardarfve, Jacob Lundahl, Nomi Bontegard, Simon Weidersjö
Benny: Ich weiß noch nicht so genau, wo uns dieser Beitrag hinführen will. Den mystischen Beginn finde ich erstmal sehr interessant, macht als Opener der Show auch durchaus Sinn. Ich fürchte allerdings, dass die Bridge aus der Hörprobe in Wahrheit schon der Refrain war und da nicht mehr viel kommt – und außerdem Klara den besseren Pop-Song hat. 3 von 5 Punkten
Douze Points: Märchenhafter und etwas mysteriöser Auftakt, der das Interesse weckt. Die Stimme ist interessant. Nach und nach kommt der Bass dazu und das Lied nimmt Fahrt auf. Der Refrain fehlt, dürfte aber ganz entscheidend sein, wie gut das Lied ankommt. Nomi Tales ist eine weitgehend unbekannt Künstlerin. Sie bräuchte deshalb auch eine überzeugende Performance. 3 von 5 Punkten
2. SCHLAGERZ – Don Juan
Songwriter: Anna Engh, Mikael Karlsson
Benny: Es wirkt fast innovativ, dass der diesjährige Dansband-Schlager beim Mello von einer dreiköpfigen Frauen-Band kommt und nicht von Herren dargeboten wird. Das Lied selbst hingegen wirkt auf mich in den ersten Sekunden nicht wirklich innovativ, sondern eher wie schon x Mal gehört. 2,5 von 5 Punkten
Douze Points: Back to 50ies und dann auch noch auf Englisch gesungen? Das ist nicht ganz das, was ich gehofft hatte. Am Ende kommen die Damen aber aus dem Dansband-Genre – und genau das liefern sie hier. Geringfügige ABBA-Vibes, kein besonders catchiger Refrain. Für mich geht das nicht auf. 2 von 5 Punkten
3. Erik Segerstedt – Show Me What Love Is
Songwriter: Erik Segerstedt, Mattias Andréasson, Pontus Söderman
Benny: Dieses Lied ist genau das, was ich von Erik Segerstedt erwartet habe: Leider etwas dröge und nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Das war auch sein Beitrag „Hello Goodbye“ 2013 schon, damals hatte er aber immerhin Tone Damli als Verstärkung an der Seite. Ich schätze, das wird nichts, und schaue stattdessen nochmal die gemeinsame „Hello Goodbye“-Probenversion von Erik mit seinem ehemaligen Bandkollegen Mattias Andréasson. 2 von 5 Punkten
Douze Points: Sehr melodischer Gitarren-Midtempopop. Perfekt für die Beschallung von Shopping-Malls. Aber tatsächlich schmeicheln die Melodie und die Stimme das Ohr. Kann Erik die höheren Töne auch live liefern, dann könnte das funktionieren. Das Ende des Refrains geht etwas ins stationpopartige. Das muss nicht verkehrt sein. Insgesamt sehr erwartbar. 3 von 5 Punkten
4. Klara Hammarström – On and On and On
Songwriter: Dino Medanhodzic, Jimmy Jansson, Klara Hammarström, Moa ”Cazzi Opeia” Carlebecker, Peter Boström, Thomas G:son
Benny: Das klingt vielversprechend – ein typischer Klara Hammarström, will ich sagen. Achja und ein bisschen Cazzi Opeia ist auch drin. Ich bin sehr gespannt, wie das Lied weitergeht, dürfte aber DER Mello-Pop-Hit dieser Vorrunde sein. 4 von 5 Punkten
Douze Points: Am Anfang bleiben wir eher in ruhigen Fahrwassern. Der Pre-Chorus baut sich gut auf und gerade als ich dachte, der Refrain würde nicht liefern, legt Klara noch eine Schippe drauf. Ihre Stimme ist dabei top wie immer. Das Genre kann ich nicht zuordnen. Auf Anhieb gefällt mir das aber wirklich gut. 4 von 5 Punkten
5. Fredrik Lundman – The Heart of a Swedish Cowboy
Songwriter: Erik Bernholm, Maja Francis, Thomas G:son
Benny: Der leichte Country-Einschlag ist ja aktuell sehr angesagt und auch in Europa immer beliebter. Das hört man hier. Songwriterin Maja Francis ist übrigens selbst eine empfehlenswerte Vertreterin dieses Genres. Mir gefällt’s erstmal; wie das beim Mello ankommt – I don’t know. 3,5 von 5 Punkten
Douze Points: Melancholischer Country-Pop vorgetragen mit einer geschmeidigen Stimme. Ich bin selber überrascht, wie gut mir das gefällt. Die Schweden haben für dieses Genre ja auch ein Faible. Das kann überall landen – um Finale oder ganz am Ende. Er dürfte sich einen harten Kampf mit Erik Segerstedt um die Stimmen liefern. 3 von 5 Punkten
6. Kaliffa – Salute
Songwriter: Anderz Wrethov, Jakob ”Big Brain” Malmlöf, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Kaliffa Karlsson, Robert Skowronski
Benny: Der Partysong der letzten Woche ist auf dem undankbaren 4. Platz ausgeschieden. Läuft’s für Kaliffa besser? Die Zutaten dafür sind da und in der Halle könnte das gut funktionieren. Ich persönlich bin aber eher kein Fan. 2,5 von 5 Punkten
Douze Points: Jetzt wird getanzt und gefeiert. Das Lied geht nach vorn und versprüht mit den Trommeln die aktuell sehr angesagten Afropop-Vibes. Es erinnert ein bisschen an Medina & Co. Der Pre-Chorus ist top zum Mitsingen. Danach kommen die Trommeln wieder. Klassischer Aufbau im Refrain, der bei solchen animierenden Songs oft sehr gut funktioniert. Mich holt er aber nur bedingt ab. 2 von 5 Punkten
Prognose Benny
Finale: Klara Hammarström, SCHLAGERZ
Nachrücker: Kaliffa
Prognose Douze Points
Finale: Klara Hammarström, Fredrik Lundman
Nachrücker: Kaliffa
Was sagt Ihr zu den Snippets der Beiträge für diese Woche? Ist ein/e potenzielle/r Sieger/in dabei? Was gefällt Euch? Was nicht? Und warum? Kommentiert gern unter diesem Beitrag.
Wir begleiten für Euch das Melodifestivalen 2025 mit einer umfangreichen Berichterstattung. Hier findet Ihr alle Infos zum Wettbewerb und den Shows. Für alle fünf Vorrunden und das Finale bieten wir darüber hinaus je einen Live-Chat oder einen Live-Blog an.
Unsere Artikel zum Melodifestivalen 2025
- Alle Infos zur schwedischen Vorentscheidung für den ESC 2025 in Basel
- Vorrunde 1: Quickcheck, Songs in voller Länge + Videosnippets, Live-Chat, Ergebnis
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Ich höre sie mir morgen an. Bei dem Begriff Country-Pop bekomme ich leider Beyonce Vibes.
Was heißt hier leider, die Frau hat nicht umsonst die ganzen GRAMMYs mit genommen!

Ich bin nicht der größte Beyonce Fan. Ich kann mit ihrer Musik allgemein wenig anfangen
Ich auch nicht….
beyonce steht für mich für diese immer undefinierbarere r&b suppe – diese enthält nur noch spuren vom alte schule hip-hop oder rap.
die amis feiern eh immer die gleiche schleife mit lady gaga,beyonce,taylor swift ect.
mag ja kommerziell alles sehr erfolgreich sein,ist aber musikalisch gesehen schon länger klinisch tot.
für meinen musikgeschmack werde ich bei den amis in verbindung mit popmusik nur in der indieszene fündig z.b. bei sofi tukker.
Ich finde momentan Chappel Roan total spannend, mal sehen in welche Richtung die sich entwickelt.
Sofi Tukker 🫶
Hätte ja nicht gedacht, dass du sowas hörst. Ist das nicht viel zu mainstreamig für dich?! 🤪
sofi tukker macht laune und läßt das becken schwingen aber mainstream? – woof hat immer noch keine 1 million hits gesammelt,sowas macht lady gaga in 12 stunden.😀
Du hast mich schon richtig verstanden, glaube ich.
Und „mainstream“ fängt ja nun wirklich nicht erst bei Lady Gaga an.
Purple Hat hat 12 Mio Aufrufe.
Drinkee 39 Mio Aufrufe.
Forgive Me 6,9 Mio Aufrufe.
Das ist kein Pappenstiel.
Eine kleine nischige Indie-Band ist das wohl kaum noch.
Mir macht ihre Mucke auch Laune, wie du so schön schreibst. 🙂
Nur ist mir eben auch völlig egal, ob das neben mir keiner oder 100 Mio andere denken. Mir gefällt Musik, weil sie mir gefällt, mich berührt, mir etwas erzählt, meine Emotionen spiegelt oder was auch immer.
Ich schätze deine Musikexpertise sehr und finde, gerade weil du oft eher die Underdogs lobst, bringst du eine angenehme Meinungsvielfalt mit in den Kommentarbereich.
Manchmal aber hat deine Wertschätzung für die „abseitigeren“ Songs auch etwas Krampfhaftes. Aber da gibt es noch einen anderen Experten bei dem das vielleicht sogar noch etwas ausgeprägter ist…
Dennoch schön zu lesen, dass du auch so etwas „massenkompatibles“ wie Sofi Tukker magst.
im großen amiland ist die nische halt etwas größer. 🐰
wenn man überlegt,wie alt drinkee schon ist bedeuten 39 millionen hits angesichts der milliarden aufrufe vieler amiacts heutzutage nicht viel.
…ok lasse segelt ab jetzt in den abseitigen musikgewässern – volle kraft voraus! 😀
Aber da gibt es noch einen anderen Experten bei dem das vielleicht sogar noch etwas ausgeprägter ist…
Wer ist das denn?
Morgen kommen die Songs ja in voller Länge, da kann man sich besser ein Urteil bilden.
Ich warte auch bis morgen.
Allein schon von den Teilnehmern, sind Klara und Erik Anwärter auf das Finale, allerdings weiß man seit letzten Samstag, daß es Überraschungen geben kann.
Wenn du lieber auf die bekanntgabe der Dänischen Songs wartest dann drück das Plus ↙
Leider auch dort nicht das Gelbe vom Ei …. 😬
Hey, das ist Clickbait und gehört damit in den Montenegro-Thread. 🤭
Wenn es so weitergeht, kann ich noch Jahre warten, bis mir wieder ein Mello-Song gefällt … aber dafür habe ich ja andere Länder, deren VE mir um Längen besser gefallen. 🧡
Bei mir sind es Kroatien, Portugal und Ukraine.
klara hammarström´s beitrag finde ich- vom ersten eindruck. nicht so stark wie „run to the hills“. aber es scheint schon ein gut gemachter popsong zu sein.
die hörprobe von „funniest thing“ klingt recht vielversprechend…
Also besser als „Run to the hills“ geht ja auch nicht 🤗
Jedenfalls nicht in Sachen Guilty Pleasure 😇🕺
🏃♂️➡️🌄
Der Song der Schlagerz klingt wie eine Mischung aus „Waterloo“ und „La det swinge“.
… und „Dag efter Dag“… 😉
Stimmt!
Ja, eine supergeile Mischung!!! Das wird mein Hit des Jahres 💃💃💃😍
Klingen alle wie schon jedes Jahr da gewesen , die 3 Damen erinnern irgendwie stark an Bobbysocks aus N , Kaliffa klingt wie das Duo Medina , nichts bleibt im Gedächtnis, lediglich der schwedische Cowboy klingt zumindest interessant . Wenn das so weiter geht siegt Måns 100 pro 🤷🏼♀️
Auch in der zweiten Runde wenig Innovatives, aber am Ende reicht ja ein Lied, das für Schweden in Basel startet.
„Funniest Thing“ hat Potenzial und ist aber ehrlich gesagt auch das einzige der sechs Lieder, das ich gern in voller Länge hören möchte.
Von den Snippes gefällt mir Song Nummer 1. Allerdings warte ich auf den Fredag ab.
Das schwedische 5- gang- menü wieder mal mit dem ( geplanten) superleckeren hauptgericht im 5.gang. Dürfte wieder klappen
Das wird sicher toll, grandios, spektakulär und episch! Selbst die Blogger können nur mit Müh und Not 2 Songs rausfischen lol.
Der Begriff „Countrypop“ macht mir Angst. 😱
Furchtbar, auch die englische Band.
Ja finde ich auch. Die haben zwar auch Countrymusik, aber das meiste ist eher Folkgesang. Der Pseudo-Country a la Beyonce mag ich eh nicht, wenn dann sollen sie es richtig machen, wie Post Malone zum Beispiel.
Tja…
mir gefällt kein songschnipsel.
bei schlagerz stand abbas waterloo pate.(was erlauben KI!) 😸
kaliffa ist der wievielte song in der art?
ächz!
und bei frau hammerström bleibt lasse beim „puls“ der gebrochenen herzen. 🤩
Auch wenn ich in Stockholm zu allen Liedern mitsingen werde und auch wenn die Hälfte der Lieder wieder rauf und runter gehört wird auf Spotify: Ich finde es immer wieder schlimm, wie durch die „Quoten“ von Genres die immer gleichen Songs ins Finale kommen. Jedes Jahr gibt es den typischen Dansband Song, den typischen Indie Pop Song ohne Chance, irgendwas mit Country Pop, … und es bleiben 1-2 interessante Songs pro Vorrunde übrig, die dann ins Finale kommen und meistens von den bekannteren Künstlern sind.
Kaum Überraschung irgendwie. Trotzdem alles so gut produziert, dass man es in ein paar Wochen auswendig kann und am den ersten Takten überall erkennt 😉
Alles furchtbar. Das einzige das vielversprechend klingen könnte ist das erste von Nomi Tales wenn der Refrain gut ist.
Ganz furchtbar finde ich den Möchtegern-Cowboy und Kaliffa
Das laaange Warten auf 💙Måns💛 – im Gegensatz zur ersten Vorrunde
hab‘ ich heute allerdings immerhin schon mal einen der sechs Schnipsel
bis zum Ende durchgehalten, und zwar jenen von „Funniest thing“ … 🤗
Erik und Kaliffa gefallen mir — UND::::: SCHLAGERZ !!!!! Wie geil ist das denn… Klar haben wir sowas Ähnliches früher oft gehört, aber das gilt für mich genauso für vieles von dem modernen Zeug. Macht gute Laune, klasse dass die sich sowas noch trauen 😍😍😍
Klaras Song enttäuscht mich etwas, normalerweise mag ich sie gerne hören. Und mit dem Country-Song kann ich so gar nichts anfangen. Tja, die Geschmä… Ach nee sonst muss ich ins Phrasenschwein zahlen…
Ganz eindeutig Funniest Thing!! Da bin ich echt auf die Vollversion gespannt, der Rest catcht mich nicht so.