Melodifestivalen in Schweden: Trotz enormen Erfolgs entscheiden nur noch vier Personen über die teilnehmenden Acts

KAJ – Bild: Instagram @eurovision

Trotz aller Kritik gerade internationaler Fans war das Melodifestivalen, die schwedische Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest, in den letzten Jahren ein Erfolgsgarant. 2023 holte die Mello-Siegerin Loreen als erste Frau überhaupt den zweiten ESC-Sieg für das Land. In diesem Jahr spielten KAJ (Aufmacherbild) ebenfalls ganz vorn mit. Trotzdem wird nun aus Auswahlverfahren der Acts für den Vorentscheid geändert: Nicht nur der Durchschnittschwede hat dabei nichts mehr zu melden – die Jury insgesamt ist nur noch Berater. Welche voraussichtlich 30 Acts im nächsten Jahr antreten dürfen, liegt allein in der Hand von vier Personen des schwedischen TV-Senders SVT.

Ab Montag, den 18. August, bis zum 22. September 2025 können Beiträge für das Melodifestivalen 2026 beim schwedischen Fernsehen eingereicht werden. Die genauen Regeln für den Wettbewerb hat der Sender SVT nun veröffentlicht. Im letzten Jahr waren 2.794 Bewerbungen eingegangen. Auch in diesem Jahr strebt man daraus wieder eine Auswahl von 30 Songs an, die dann im Frühjahr 2026 beim Wettbewerb antreten dürfen. Dabei hat man sich verschiedene Wunschquoten gesetzt: So soll etwa ein Drittel der 30 Beiträge hauptsächlich auf Schwedisch vorgetragen werden. Außerdem sollen die Hälfte der Songs ausschließlich oder zumindest anteilig von Frauen geschrieben worden sein.

All das klingt recht vertraut. Allerdings verweist SVT in seiner E-Mail, die auf die veröffentlichten Regeln des Wettbewerbs verweist, auf die Einführung eines neuen „Auswahlteams“, das aus vier Personen bestehen soll. Die stammen alle aus der Redaktion des Melodifestivalen. Sie verfügen über unterschiedliche Kompetenzen und Erfahrungen und entscheiden werden mit gleichem Stimmrecht entscheiden, welche 30 Beiträge am Wettbewerb teilnehmen werden. Die vier sind Karin Gunnarsson (Wettbewerbsproduzentin), Viktor Berglund (Wettbewerbsproduzent und Verantwortlicher für die Abstimmung), Lotta Furebäck (Produzentin) und Daniel Edvardsson (Produzent).

Anders Wistbacka, der Projektleiter für das Melodifestivalen, sagt zu der Neuerung:

„Wir haben den Auswahlprozess überprüft und verbessert, um ihn weniger anfällig und transparenter zu machen. Durch die Einbeziehung weiterer Personen in die Entscheidungen glauben wir, dass wir ein noch stärkeres Teilnehmerfeld erreichen und näher an unser Publikum herankommen können.“

Tatsächlich hat diese Änderung eine erhebliche Auswirkung auf den Auswahlprozess der 30 Mello-Beiträge. Bisher hatte immer eine vergleichsweise bunt zusammengesetzte Jury ein Mitspracherecht. An dieser waren auch immer Durchschnittsschwed*innen beteiligt. Letztere sind laut Recherchen des Aftonbladets in diesem Jahr gar nicht mehr am Auswahlprozess beteiligt. Tatsächlich haben aber auch die verbleibenden „Radio- und Streamingprofis“ nur noch einen beratenden Status. Denn letztlich entscheiden die vier oben genannten Personen.

Tobbe Ek vom Aftonbladet arbeitet in seinem Artikel hierzu heraus, dass die ursprüngliche Idee der breiten Bevölkerungsbeteiligung bei der Auswahl der Songs schon schnell nach der Etablierung des neuen Melodifestivalen-Formats 2002 reduziert wurde. Erst gab es Joker, die der Produzent Christer Björkman auswählen durfte – und die sehr oft zu Hits wurden oder ganz und gar das Mello gewannen wie Lena Philipsson und Malena Ernman. Tatsächlich konnte über die Zeit Björkman das halbe Mello-Startfeld selbst besetzen, die andere Hälfte ergab sich aus der Auswahlarbeit der Jury.

Karin Gunnarsson, die seit 2017 parallel mit Christer Björkman gearbeitet hat, kennt dieses Verfahren nur zu gut. Und die Erfolge von Loreen 2023 und KAJ 2025 gehen ganz wesentlich auf ihre Arbeit zurück. Denn – ähnlich wie in Deutschland – bewirbt sich nicht jeder Künstler proaktiv beim Melodifestivalen. Gerade bekanntere Acts müssen von ihrem Potenzial überzeugt werden. Das haben Christer Björkman und Karin Gunnarsson immer wieder getan.

Die Vierer-Gruppe ist überzeugt, mit ihrer Arbeit ein noch besseres Starterfeld für das Mello 2026 zusammenstellen zu können. Das sagte zumindest Anders Wistbacka zu Tobbe Ek:

„Die kurze Antwort lautet, dass wir die Entscheidungen selbst treffen wollen. Es ist das Programm von SVT, also sind wir es, die über den Inhalt unseres Programms entscheiden. Die Jury ist für uns extrem wichtig, und wir werden ihre Bewertungen sehr genau berücksichtigen, aber sie wird nicht über 15 der Songs entscheiden.“

Wer genau am Melodifestivalen 2026 teilnehmen wird, erfahren wir voraussichtlich wieder Ende November, Anfang Dezember. Dann lässt sich auch besser beurteilen, ob es der Vierer-Gruppe gelungen ist, ein breites und vielfältiges Starterfeld zusammenzustellen, das letztlich auch an die (ESC-)Erfolge der Vorjahre anknüpfen kann.

Wie findest Du die Änderungen bei der Auswahl der Acts für das Melodifestivalen 2026? Denkst Du, dass so eine kleine Gruppe bessere Entscheidungen treffen kann als eine breit zusammengestellte Jury? Lass es uns in den Kommentaren wissen. 



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38 Comments
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Matty
Matty
8 Monate zuvor

Danke und es war die richtige Entscheidung

Last edited 8 Monate zuvor by Matty
Malge1985
Malge1985
8 Monate zuvor

Hängt das von der Platzierung ab, wieviele Personen verantwortlich sind?

Platz 4 = 4 Personen
Platz 1 = 1 Person?
Platz 9 = 9 Personen?

🤔🤔🤔🫣🫣🫣😜😜😜

Nils
Nils
8 Monate zuvor

„Außerdem sollen die Hälfte der Songs ausschließlich oder zumindest anteilig von Frauen geschrieben worden sein.“

Nächstes Jahr also weniger G:sson, Wrethov und Thörnfeldt, dafür mehr Deb und Barker.

Jorge
Jorge
8 Monate zuvor
Reply to  Nils

Haben sicher Cousinen, die man pro forma beteiligt..

Anmey
Anmey
8 Monate zuvor
Reply to  Nils

Die Regel gibt es schon ein paar Jahre. Manchmal führt dass dazu, dass Interpretinnen Alibi-mäßig noch Komponistencredits kriegen. Wahrscheinlich werden Komponistinnen aber tatsächlich öfter zu den Songwriting-Sessions eingeladen, bei denen mittlerweile fast alle Mello-Songs entstehen, und dann hätte SVT sein Ziel schon erreicht.

Alki Bernd
Alki Bernd
8 Monate zuvor
Reply to  Nils

Das ist dann der Doppel:doppelpunkt G:sson:in. Wenn unsere Kulturmutter Weimer aus der BLindenstraße in seinem heroischen Kampf gegen gegenderte Windmühlen das bloß nicht mal spitz kriegt

Timo1986
Timo1986
8 Monate zuvor

Off-topic:

Der italienische Radiosender Radio 105 berichtete gestern, dass Carlo Conti großes Interesse habe, Tiziano Ferro für das Festival di Sanremo 2026 als teilnehmenden Sänger in den Musikwettbewerb zu holen.

Radio 105 beruft sich hinsichtlich dieses Gerüchts auf die gestrige Ausgabe von Vanitiy Fair.

Es ist in Italien allgemein bekannt, dass Tiziano Ferro hypergroße Panik hat, mit einer schlechten Platzierung beim Sanremo-Festival abzuschneiden.

Deswegen hat Tiziano Ferro auch in der fünfjährigen Ära von Amadeus diesem immer wieder eine Absage erteilt als Sänger sowie als Teil eines Producerteams beim Sanremo-Festival teilzunehmen.

Für das Festival di Sanremo 2025 hat es dann Carlo Conti geschafft Tiziano Ferro als Songtexter für das Canzone von Massimo Ranieri „Tra le mani un cuore“ mit ins Boot zu holen. Der Song selbst wurde u.a. von Nek komponiert.

Wenn man Carlo Conti einigermaßen kennt dann ist einem klar, dass er sich nicht damit zufrieden gibt Tiziano Ferro lediglich als Songtexter für einen Sänger in ein Sanremo-Festival zu integrieren. Carlo Conti ist Profi, ehrgeizig und hartnäckig. Deswegen wird Carlo Canti nach meiner Einschätzung alles daran setzen, Tiziano Ferro als Sänger nächstes Jahr beim Festival di Sanremo mit dabei zu haben.

Insofern könnte an diesem Gerücht schon etwas dran sein.

Mit seiner CD „Rosso relativo“ sowie der darin enthaltenen Single „Perdono“ erreichte Tiziano Ferro Anfang der 2000er Jahre in vielen Charts Europas mindestens die Top 3 Platzierung.

Mein persönliches Lieblingscanzone von Tiziano Ferro ist „Il conforto“ aus dem Jahr 2016 in einem Duett mit Carmen Consoli.

Hier folgender Link dazu:

https://youtu.be/0H-WHLI8YNg?feature=shared

Alex John
Alex John
8 Monate zuvor
Reply to  Timo1986

Das wäre toll.
Seit er 2004 bei den MTV EMA in Rom zum Abschluss der Show mit dem Publikum zusammen ‚Sere Nere‘ gesungen hat, bin ich Fan von ihm.

Nils
Nils
8 Monate zuvor
Reply to  Timo1986

Vor ein paar Wochen zufällig zum ersten Mal seit Jahren wieder „Perdono“ gehört. War schon echt ein gutes Lied und lief doch zurecht im Radio rauf und runter. Dass das sogar Platz 2 in den deutschen Charts war, hatte ich nicht auf dem Schirm. Krass.

Malge1985
Malge1985
8 Monate zuvor
Reply to  Timo1986

🎶🎶🎶 Rosso Relativo🎶🎶🎶 😎😎😎

Matty
Matty
8 Monate zuvor
Reply to  Timo1986

Was hat das mit dem Melodifestivalen zu tun?

Rusty
Mitglied
Rusty
8 Monate zuvor
Reply to  Timo1986

Das wäre eine super Nachricht 🙂.

Alex John
Alex John
8 Monate zuvor

Die Wettbewerbsbeiträge sollten wenigstens unter den gleichen Voraussetzungen wie beim ESC aufgeführt werden.
Dass der Backgroundgesang schon seit längerem vom Band kommen darf, finde ich schon schlimm beim ESC.
Aber beim Mello hört sich nahezu bald alles nach Vollplayback an.

Bin dafür, dass bei allen Vorentscheiden und beim ESC wieder live auf der Bühne gesungen wird, sowohl die Backgrounds als auch die „Protagonisten“.

Ich will hören, wenn einer sehr gut singen kann und auch wenn es einer nicht kann.

4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
8 Monate zuvor
Reply to  Alex John

100% Zustimmung, die Paradebeispiele für‘s de facto lip-syncing waren ja Bejba und Andrew Lambrou (der immerhin andere Vorteile hatte). Wo holt Zypern eigentlich nächstes Jahr seinen Act her, Kanada or Neuseeland.

Last edited 8 Monate zuvor by 4porcelli - Help the🦦 save his people United24
Alex John
Alex John
8 Monate zuvor

Wo der jeweilige Vertreter des Landes herkommt ist mir relativ egal, Hauptsache der Song und die Stimme sind gut.

Die krassestesten Beispiele dafür, dass der Background komplett den Gesang übernommen hat, waren Griechenland 2009 und Aserbaidschan 2016.

Nils
Nils
8 Monate zuvor
Reply to  Alex John

Vergesst mir Benjamin Ingrosso nicht.

ESC1994
ESC1994
8 Monate zuvor
Reply to  Nils

Als Schweden mit gerade mal 21 Punkten im Televoting abgespeist wurde musste ich so lachen damals, die vielen 12er (natürlich auch von der deutschen Jury) kann ich immer noch nicht nachvollziehen.

Nils
Nils
8 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Fand das Lied eigentlich super und das Staging sogar phänomenal. Aber zu sehen, wie die Backings alles stemmen, damit der Kotzbrocken seine Macho-Nummer durchziehen kann … nee, da war der Ofen aus. Ohnehin hatte ich bei dem ganz, ganz schlimme Andrew-Tate-Vibes, noch bevor ich den Namen Andrew Tate jemals gehört hatte.

Die Klatsche im Televoting fand ich damals richtig gut.

ESC1994
ESC1994
8 Monate zuvor
Reply to  Nils

Für mich ging da da Live-Feeling komplett flöten, wirkte mehr wie in abgefilmter Videoclip, ist ja auch der Schweiz dieses Jahr ganz böse auf die Füße gefallen.

Jorge
Jorge
8 Monate zuvor
Reply to  Alex John

Mir würde schon reichen, die heimlichen live Stimmmitschnitte zu den Songs der Mello-Acts zu leaken. Obwohl das von Fans sicher noch als originelle Idee gefeiert werden würde.

Laurine
Laurine
8 Monate zuvor
Reply to  Alex John

Ja, das Mello ist aber viel mehr als nur ein ESC Vorentscheid. Das Mello ist in Schweden größer als der ESC selbst und spielt dementsprechend nicht nur nach ESC Regeln sondern auch nach eigenen Regeln.
Aber ich stimm dir voll zu, ich will auch 100% Livegesang

Festivalknüller
Festivalknüller
8 Monate zuvor

Es müsste nicht „Trotz“ sondern wohl eher „Wegen des Erfolgs“ wird eine 4er Jury über 15 der 30 Beiträge entscheiden.
Unter den ausgewählten Songs die bisher in die Vorrunden kamen waren meist nur 4-5 wirklich esc-taugliche und gleichzeitig spitzentaugliche Acts pro Jahrgang. Diese dürften wohl auch nur 4 Leute unter den Kandidaten herausfinden können. Spart zudem Ressourcen und unterbindet überflüssiges Mitspracherecht von eher fachfremden Gruppierungen.
Die restlichen 15 werden ja wohl weiterhin über das SVT-Team ausgewählt.

Last edited 8 Monate zuvor by Festivalknüller
Herr Haque
Mitglied
Herr Haque
8 Monate zuvor

Trotz enormen Erfolgs entscheiden nur noch vier Personen über die teilnehmenden Acts

Überschrift und Fließtext beißen sich ein wenig, finde ich. Im Artikel wird kräftig darauf eingegangen, dass von Christer Björkman oder Karin Gunnarsson ins Spiel gebrachte Acts in der jüngeren Vergangenheit recht erfolgreich waren. Hingegen habe ich im Artikel nichts über erfolgreiche Acts gelesen, die von Jury oder demoskopischen Bewertungen ins Teilnehmerfeld eingebracht wurden – also das, was mich die Überschrift als eigentliche Argumentation des Artikels vermuten lässt. Anders Wistbacka wird ja zitiert mit, „Durch die Einbeziehung weiterer Personen in die Entscheidungen […],“ was für mich sogar ein wenig danach klingt, als sollten „Beitrags-Entdeckungen“ einzelner ProduzentInnen – egal, wie sehr man in der Vergangenheit damit punkten konnte – zukünftig dem gesamten Team aus vier Beteiligten vorgelegt werden, um Risiken von Alleingängen etwas abzufedern.

Die vier Mitglieder des Auswahlteams werden sich am Erfolg der Song-Auswahl (und dementsprechend auch am aus dieser ermittelten ESC-Beitrag) sowie an der Publikumsreaktion auf Melodifestivalen messen lassen müssen. Wenn sie ihre Entscheidungen, wie angekündigt, von den Rückmeldungen der Jury informieren lassen, sehe ich kein großes Problem, die angekündigten Quoten für die Zusammensetzung des Beitragsfeldes finde ich auch okay: Die angedachte Vorgehensweise muss halt vorher allen potenziellen Beteiligten gegenüber klar kommuniziert und dann eingehalten werden.

Christian W
Christian W
8 Monate zuvor

Rider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix. 🤷🏼‍♂️

roxy
roxy
8 Monate zuvor

„Trotz des enormen Erfolgs entscheiden nur noch vier Personen ….“
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich verstehe die Überschrift nicht.

jo2602
jo2602
8 Monate zuvor

Klingt danach als ob man in Zukunft Beiträge wie Bara Bada Bastu verhindern will. um nur noch aalglatte Mucke, wie sie ja von Mans Selmerdoof und Konsorten produziert werden, zuzulassen. Anscheinend das Gejammere der sogenannten ernsthaften Musiker nach dem Finale gewirkt zu haben.

Anmey
Anmey
8 Monate zuvor
Reply to  jo2602

Das ist doch wenn dann das genaue Gegenteil. KAJ wurden von Karin Gunnarsson persönlich eingeladen und wären von der jetzt entmachteten Jury wohl nie reingenommen worden.

Anmey
Anmey
8 Monate zuvor

Um das richtig einzuordnen müsste man halt wissen, welche Songs in den letzten Jahren von der Jury ausgewählt wurden und welche von der Redaktion bzw. wie die jeweils abgeschnitten haben. Ganz ohne Grund wird das jedenfalls nicht geändert worden sein.

funtasticc
Mitglied
funtasticc
8 Monate zuvor

Ehrlich gesagt ist es mir völlig egal, wie Schweden und die anderen Länder ihre Interpreten ermitteln. Jedes Land hat andere Methoden und die Schweden sind mit dem Mello ja bisher ziemlich erfolgreich. Warum also sollten sie das ändern?

Allerdings hat man dieses Jahr gesehen, dass sich schon etwas geändert hat… da gab es mehr Auswahl an Liedern, die man sonst nicht so hörte und das wurde mit dem Sieg von KAJ ja auch belohnt. Schweden sollte diesen etwas abgeänderten Weg weitergehen, sonst verschwinden sie irgendwann aufgrund des immer gleichen Schweden-Pop in der Versenkung und sind nicht mehr das Maß aller Dinge.

Da steht für mich Deutschland mehr im Fokus.
Und vier Personen waren es ja auch erstmal beim Raab-Format, zumindest bei den Shows. Wer da vorher bei den 3000 Bewerber entschieden hat, weiß ja keiner… zumindest ich nicht.

Aber dieser Weg sollte auch weiter beschritten werden, wir haben ja gesehen, dass eine deutsche VE auch mehr Zuschauer anziehen kann als in den Jahren zuvor.
Dieses Jahr waren die Gründe dafür sicher RTL und Stefan Raab, aber es gibt sicher auch andere Zugpferde, die ein ebenso großes Interesse am VE wecken können.
Wenn allerdings Stefan Raab weitermachen dürfte, hätte ich nichts dagegen, da er wirklich ein guter Talentscout ist. Nur das Abstimmungsverfahren sollte dringend geändert werden, das hatte was von Unfairness mit einem Hauch von Korruption (freundlich ausgedrückt). Da wäre die „Gefahr“ natürlich groß gewesen, dass Feuerschwanz tatsächlich gewonnen hätte ziemlich wahrscheinlich gewesen, dafür hätte es hinterher nicht so großen Trouble gegeben.
Aber eine bekanntere Band gegen 23 Nonames antreten zu lassen war eben unfair. Und Feuerschwanz vor dem großen Finale dann noch auszusieben hatte für mich diesen Korruptionscharakter.

Bin jetzt abgeschweift vom eigentlichen Thema.
Das Mello steht in Schweden im Vordergrund… ich denke, weniger mit dem Hintergrund ESC als mehr für die TV-Unterhaltung. Der ESC-Hype beginnt da erst nach der Ermittlung des Siegerbeitrags. Und das ist der Unterschied zu Deutschland… wir können halt keine Musikshows außer Silbereisen und Zarella.

4porcelli - Help the🦦 save his people United24
4porcelli - Help the🦦 save his people United24
8 Monate zuvor
Reply to  funtasticc

Ich fand es – jenseits aller Kritik – beim VE toll, dass man mal keine biedere Silbereisen/Giovanni Musik zur Prime Time hatte, und es hat dann ja auch mit der Quote geklappt, ist also schon ein Verlangen danach da.
Bei den verbleibenden „großen“ Shows scheint auch nur noch wenig Musik zu laufen, das war ja früher ein Standard-Teil. Mir ist völlig unklar , wie diese ganzen Sendungen 3 Stunden laufen können ohne Musik mit anscheinend nur Gelaber oder in Schönebergers Fall Gekreische. Verpasste Chance. Es müssen ja nicht Weltstars sein wie bei Wetten dass aber bei dem Talk Shows, die Freitags bei den Dritten laufen könnte man locker 1-2 regionale Acts einplanen.

funtasticc
Mitglied
funtasticc
8 Monate zuvor

Jepp, das seh ich ganz genauso. Und ich weiß auch bei den Senderverantwortlichen nicht, warum sie der Meinung sind, dass Musiksendungen erfolglos seien… es gibt ja ein paar, nur werden die dann zu ganz später Stunde auf irgendwelchen dritten Programmen gezeigt. Oder es sind Zusammenschnitte von Liedern aus den 70ern.
Mir jedenfalls würde eine Sendung, die Newcomer vorstellt, sehr gut gefallen.

Rusty
Mitglied
Rusty
8 Monate zuvor

Ich denke um Schweden brauchen wir uns keine Sorgen machen😉.

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
8 Monate zuvor
Reply to  Rusty

😁👍🏻

Syndrom
Syndrom
8 Monate zuvor

Also solange das Voting im Melodifestivalen letztendlich nicht so verändert wird is alles gut! Hatte ehrlich gesagt aber auch kein Plan wies davor war

Matty
Matty
8 Monate zuvor

KAJ führt die Charts mit den am meisten gestreamten ESC-Songs von diesem Jahr an:

https://www.instagram.com/p/DNfF604zqn4/?igsh=YTN4dnc3MWdpZmRu

Abor und Tynna auf dem fünften Platz.

Matty
Matty
7 Monate zuvor

Heute haben mit Ida-Lova, Lovad und Lancelot sowie Dragqueen Elecktra vier ehemalige Melodifestivalenteilnehmer neue Songs veröffentlicht und vielleicht sind sie nächstes Jahr wieder mit von der Partie.

Matty
Matty
7 Monate zuvor

Heute hat die Sängerin Sylvia Vrethammar Geburtstag! Sie nahm insgesamt fünfmal am Melodfestivalen teil, zuletzt vor 12 Jahren und schied in der Vorrunde aus. Sie wird 80 Jahre alt. Hier ihr Auftritt von damals:

Matty
Matty
7 Monate zuvor

Heute hat DJ Bo Martin Erik Eriksson – besser bekannt als E-TYPE – Geburtstag. Er nahm vor 21 Jahren am Melodifestivalen teil und belegte den fünften Platz. Er wird 60 Jahre alt.