
Das ikonische 12-Punkte-System ist dieses Jahr 50 Jahre alt geworden. Es wurde 1975 in Schweden nach dem Sieg von ABBA im Vorjahr eingeführt. Damals nahmen deutlich weniger Länder am Eurovision Song Contest teil, weshalb immer wieder die Diskussion aufkommt, ob das System heute noch zeitgemäß ist. Auch über die Frage, ob die Jurys, die 2009 wieder eingeführt wurden, zu viel „Macht“ haben, wird immer wieder kontrovers debattiert.
Deshalb wollen wir im neuesten Artikel unserer Serie Bye Bye Basel verschiedene alternative Varianten der Punktevergabe durchspielen, die besser an die größere Teilnehmerzahl angepasst sind und/oder Jury- und Televoting eine andere Gewichtung geben.
Bei Einführung des 12-Punkte-Systems 1975 nahmen 19 Länder am Eurovision Song Contest teil. Mittlerweile ist die Anzahl der Finalisten deutlich höher (25 bis 26 Finalisten). Das führt dazu, dass Länder im Mittelfeld keine Punkte mehr erhalten, was in früheren Zeiten der Fall war. Damals hat die Hälfte der Länder Punkte erhalten, jetzt erhalten nur 10 Länder Punkte und 15 bis 16 nicht.
Außerdem gab es damals noch kein Televote. Dass Problem, dass (kostenpflichtige) Votes der Zuschauer für Beiträge, die es nicht in die Top 10 des Landes schaffen, vollkommen „vergeudet“ sind, gab es damals also auch noch nicht.
Ein System, das die realen Platzierungen in den jeweiligen Länderrankings besser wiedergibt, wäre die Vergabe von 25 Punkten durch Jury und Televoter. So hätte das Ergebnis des ESC 2025 mit diesem Votingverfahren ausgesehen:
Am Sieger Österreich hätte sich nichts geändert. Israel hätte zwei Plätze verloren, Estland und Schweden jeweils einen Platz gutgemacht. Am meisten profitiert hätte Deutschland, das Platz 8 statt Platz 15 erreicht hätte. Auch für die Niederlande wäre es mit fünf Plätzen deutlich nach oben gegangen. Am stärksten „geschadet“ hätte diese Punktevergabe Griechenland, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich, die jeweils vier Plätze schlechter abgeschnitten hätten.
Bei diesem Votingverfahren würde man allerdings die ikonischen 12 Punkte nicht mehr hören, die zum Markenzeichen des ESC geworden sind. Um diese weiterhin vergeben zu können, könnte man auch über ein System nachdenken, in dem alle Punkte ab 10 Punkten doppelt vergeben werden. Also Platz 1 im Ranking 12 Punkte, Platz 2 und 3 jeweils 10 Punkte, Platz 4 und 5 jeweils 8 Punkte usw. So sähe das Ergebnis des ESC 2025 auf diese Art und Weise aus:
Bei den Top 5 gäbe es in diesem Jahr die gleichen Änderungen wie bei Vergabe von 25 Punkten. Deutschland würde allerdings dann nicht mehr ganz so viele Plätze hinzugewinnen. Der größte Gewinner wäre die Niederlande, der größte Verlierer die Schweiz.
Jetzt könnte man aber auch argumentieren, dass Länder, die es nicht schaffen, irgendwo in der oberen Hälfte eines Länderrankings zu landen, auch keine Punkte verdient haben. Ein Mittelweg wäre hier Ländern bis Platz 13 Punkte zu geben und nicht wie bisher nur Ländern bis Platz 10. Dann würde immer die obere Hälfte eines Länderrankings Punkte einsammeln können. Ein mögliches Verfahren wäre hier die Vergabe von 12 / 10 / 8 / 7 / 6 / 5 / 4 / 3 / 2 / 2 / 1 / 1 / 1 Punkten. So sähe das diesjährige Ergebnis damit aus:
Auch mit diesem System hätte Österreich gewonnen. Estland und Israel hätten allerdings Plätze getauscht. Insgesamt hätte es nur minimale Platzänderungen gegeben, bei vielen Ländern hätte sich gar nichts am Platz geändert und sonst wäre es für die meisten nur einen Platz hoch oder runter gegangen.
Bei allen bisher durchgespielten Votingverfahren hätten Jury und Televoting die gleiche Gewichtung gehabt. Was gäbe es jetzt für Varianten, das Televoting zu stärken? Da aktuell nur die 12 Punkte von der Jury durchgesagt werden und die Televoting-Punkte als Block verkündet werden, könnte man hier auch ohne Probleme ein von der 12-Punkte-Vergabe abweichendes System im Televoting anwenden, ohne dass es den TV-Zuschauern auffallen würde.
Eine Variante wäre z.B. die Televoting-Punkte zu verdoppeln. Damit hätte das Televote eine Wichtung von 67% und das Jury-Voting von 33%. So wäre der ESC 2025 mit dieser Methode ausgegangen:
Israel hätte mit diesem Votingsystem den ESC 2025 gewonnen, zweiter wäre Estland geworden. Österreich hätte punktgleich mit Estland nur Platz 3 erreicht. Besser abgeschnitten hätten Polen, Albanien, Ukraine und Island, schlechter Frankreich, die Schweiz und Italien.
Damit weniger Televotingstimmen „umsonst“ vergeben werden – aktuell ist es ja so, dass die Stimme nichts zählt, wenn der gewählte Act es nicht in die Top 10 des Televotings des Landes schafft – könnte man auch eine Methode in Betracht ziehen, bei denen die Jurys weiterhin 12 Punkte vergeben, die Televoter hingegen alle Punkte ab Platz 10 doppelt. Damit hätte man das Televoting gestärkt, welches dann ca. doppelt so viele Punkte vergeben würde, und gleichzeitig auch das Mittelfeld des Televotings. Mit dieser Art der Punktevergabe wäre der ESC 2025 so ausgegangen:
Auch so hätte Österreich gewonnen. Israel hätte hingegen zwei Plätze schlechter abgeschnitten, Estland und Schweden zwei Plätze besser. Am meisten profitiert hätten Island (plus 6 Plätze) und die Niederlande (plus 5 Plätze). Extrem abgerutscht wäre kein Land, die größten Verluste betrügen 3 Plätze für die Schweiz und Portugal.
Es mag auf den ersten Blick etwas paradox wirken, dass Israel als Televotingsieger bei diesem Verfahren, das die Gewichtung des Televotings erhöht, schlechter abschneiden würde. Das liegt aber vor allem daran, dass es bei den meisten Ländern in den Top 10 bzw. sogar ganz vorne lag, also gar nicht so viel mehr Punkte als mit dem 12-Punkte-System sammeln würde, wohingegen andere Länder aus dem Mittel- und Hinterfeld durch dieses System deutlich mehr Punktzugewinne hätten.
Nach Anmerkungen in den Kommentaren hier noch ein weiteres Votingsystem. Die Vergabe von 12 Punkten durch die Jurys und 25 Punkten durch die Zuschauer. Hier vergeben die Televoter deutlich mehr Punkte (pro Land würden 25 Punkte von ihnen stammen, die Jury hingegen würde nur 58 Punkte vergeben). Da durch die kontinuierliche Punktevergabe allerdings die Abstände zwischen den Beiträgen nicht so hoch sind, hat das Televote am Ende jedoch trotzdem keine Übermacht. Im Gegenteil, dann wäre ein „Runaway Winner“ sogar noch unwahrscheinlicher, sodass es das Televoting wahrscheinlich schwerer hätte den Jurysieger zu „überstimmen“.
Bei diesem System geht es für Estland eine Platz nach oben und für Israel einen Platz nach unten. Sonst bleibt die Top 5 gleich. Die größten Verlierer wären die Schweiz (minus 7 Plätze), Griechenland sowie das Vereinigte Königreich (minus 6 Plätze) und Frankreich (minus 4 Plätze). Die größten Gewinner wären Island (plus 7 Plätze), Deutschland (plus 5 Plätze) und Finnland (plus 4 Plätze).
Noch ein Hinweis zu allen durchgespielten Votingverfahren: weil es zu kompliziert bei der Simulation gewesen wäre, wurde das Rest-of-the-World-Voting weggelassen. Weil dort Israel 12 Punkte und Estland nur 2 Punkte erhalten hat und es zwischen Estland und Israel manchmal extrem eng zu ging, kann das fehlende ROTW-Voting im hypothetischen Voting manchmal auch schon den Platzunterschied zwischen beiden Ländern ausmachen, z.B. ist das beim „12 / 10 / 8 / 7 / 6 / 5 / 4 / 3 / 2 / 2 / 1 / 1 / 1“-System der Fall.
Natürlich sind noch viele andere Votingsysteme vorstellbar. Genauso wie eine Stärkung des Televotings könnte man z.B. eine Stärkung der Jurys simulieren, was hier aber nicht geschehen ist, weil in Diskussionen meist die „Übermacht“ der Jurys kritisiert wird. Und es sind sicherlich auch noch viele andere Punktevergabesysteme vorstellbar, gerade die weitere Aufsplittung unterhalb von 12 Punkten könnte noch variiert werden. Das würde jetzt aber den Rahmen sprengen. Falls Ihr noch Ideen habt, könnt Ihr diese aber gerne in den Kommentaren vorschlagen.
Außerdem gibt es auch noch einige andere sehr gute Vorschläge zur Verbesserung des Votingverfahrens, die sich leider nicht theoretisch durchspielen lassen. Zum Beispiel wurde immer wieder gefordert die Anzahl der Jury-Mitglieder zu erhöhen, sodass der Einfluss einzelner Personen geringer wird.
Ein weiter Vorschlag war, die Televoting-Punkte prozentual zur Anzahl der absoluten Stimmen zu vergeben, unabhängig davon, aus welchem Land sie kommen, so wie es bei vielen Vorentscheiden gehandhabt wird. Wenn ein Beitrag z.B. aus allen Ländern 10% der Stimmen bekommen hätte, dann hätte er in diesem Jahren 215 Punkte erhalten (2146*10%). Dann wäre z.B. eine Stimme aus Deutschland nicht mehr deutlich weniger „wert“ als z.B. eine aus Albanien. Weil hier die prozentuale Verteilung der Anrufe aus allen Ländern nicht bekannt ist, kann man das leider nicht simulieren.
Außerdem hätte dieses Verfahren einen großen Haken: es würde einwohnerreichen Ländern schaden, weil man nicht für sein eigenes Land anrufen kann. Wenn man davon ausgeht, dass in diesem Jahr ca. 193 Mio. Menschen abstimmungsberechtigt waren, hätten nur 110 Mio. für Deutschland stimmen können. Für Albanien hätten hingegen 190 Mio. Menschen voten können.
Welches der vorgestellten Verfahren findest Du am besten? Oder sollte alles lieber beim Alten bleiben? Hast Du noch andere Ideen für ein neues Votingsystem beim ESC? Diskutier‘ gerne darüber in den Kommentaren.
In unserer Reihe Bye Bye Basel bereits erschienen:
- Unser Rückblick auf den Eurovision Song Contest 2025
- Beauty Blender beim ESC 2025 – Erfolg durch Fanbase und Freundschaft?
- Vorbild Basel: Daran können sich künftige ESC-Gastgeberstädte ein Beispiel nehmen
- Bara Bada Basel – Ein Gastbeitrag von Johannes Floehr
- Die Entertainment-Heldinnen von Basel ‒ So hat sich das Moderations-Trio des ESC 2025 geschlagen
- Geht besser: Das sollten künftige ESC-Gastgeberstädte Basel nicht nachmachen
- Wie früher: Drei Tage Eurovision Song Contest 2025 als Fanboy
- JJ mit „Wasted Love“ für Österreich: Sein Weg zum ESC-Sieg 2025
- ESC-Stars hautnah – Wie Wiwibloggs den Wettbewerb auch in Basel demokratisierte
- Tagebuch ESC 2025: Mini-Storys aus meiner Zeit in Basel
- Die Erfolgsserie von Liedern in Landessprache bleibt 2025 intakt – auch Songs mit deutschem Text können „ballern“
- ESC-Fan-Medien auf dem Abstellgleis: Wie die Berichterstattung vor Ort immer schwieriger wird
- Neue Flaggenregelung beim ESC 2025: Ein Balanceakt, der funktioniert hat
- So haben sich Juryvoting und Televoting beim ESC 2025 unterschieden
- ESC 2025: Abstimmung über das beste Prop – Sanduhren, Felsen und eine mobile Sauna
- ESC 2025: Wie ich Sissal am Flughafen in Aalborg traf und meinen Namen vergaß
- Best of ESC-Vorentscheide 2025: Ein ganz persönlicher Rückblick
- Ballade, Partykracher oder Spaßbeitrag – Was möchte Europa hören?
- Die Eröffnungs-, Pausen- und Closing-Acts des ESC 2025
- Luxemburg und die 100%-Serie nach dem ESC-Comeback
- Wie gut haben Wetten, Leser*innen und Blogger*innen das Ergebnis des ESC 2025 vorhergesagt?
- Die Inszenierung beim Eurovision Song Contest – Worauf kommt es an?
- Diese Länder könnten sich nach dem Ergebnis beim ESC 2025 vom Wettbewerb zurückziehen
- ESC 2025: So hat der „Rest of the World“ in den Halbfinalen und im Finale abgestimmt
- Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2025
- Die Inszenierung beim Eurovision Song Contest – Was könnte Deutschland besser machen?
- Wie viele Punkte haben die Beiträge aus 2025 im Vergleich zu den Vorjahres erhalten?
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Juhu, Erster!! 🙂
Ich finde dass aktuelle System hat sich wirklich bewährt, wirklich alle wird man eh nie zufriedenstellen können.
Was ich aber mittlerweile befürworten würde wenn im Semi wieder Jurys mitbestimmen.
Einfach den Gewinner auswürfeln, dann hat jeder gleiche Chancen! XD
Ich finde man müsste erstmal damit anfangen die Halbfinale wieder genauso wie das Finale zu bewerben. Im Moment kommen zu viele Televote gerichtete Beiträge ins Finale, dadurch konzentriert sich das Jury Vote auf zu wenig Beträge und die Jury Vote freundlichen Beiträge die es doch durchs Halbfinale schaffen haben einen klaren Vorteil.
Am besten wäre das Punktesystem, bei welchem Italien jedes Jahr als Sieger hervorgeht. 😀
Italien oder Esa Diva. 😀
Och, das wäre doch auch langweilig. Das wäre ja ungefähr so wie bei Bayern München. Können die sich eigentlich noch richtig über den Meistertitel freuen? Ist doch dann nichts Besonderes mehr…
Du hast ja recht. 😀
Ich habe mich wirklich über die Siege von Nemo und JJ gefreut. 😀
Bin gerade auf dem Italien Festival in Nürnberg. Würde dir hier gefallen. 🙂
Klar, auf jeden Fall. 😀
Wenn du jetzt sagst, dass dir ein paar hübsche Italiener über den Weg gelaufen sind, dass setz‘ ich mich jetzt noch in den ICE und fahre von Hamburg runter nach Nürnberg. 😀
Werd hier seit 1 Stunde mit Gras eingenebelt. Ganz kostenfrei mit inhalieren. 😛
Wird man dann zur Poison Ivy? Da würde sich vielleicht deine Fledermaus freuen. 😜🫣
Ich finde das Voting eigentlich in Ordnung. Nur das Freundschaftsvoting ist hin und wieder nervig. Ich würde das Televoting abschaffen und nur noch per App voten lassen und da auch im ESC Stil, also dann müsste jede Person 10 Länder bepunkten und 20 mal das gleiche Land wäre nicht mehr möglich.
Ergänzend ok, aber abschaffen?? Schon mal daran gedacht dass es auch viele ältere ESC -Fans gibt die digital nicht so fit sind??
Kann mir beides parallel kaum vorstellen. Wie sollte man das dann werten?
Ähm, wie bisher auch?? Televoting und App verrechnen.
Roxy meinte hier wohl den ESC Stil, also dass jede*r 10 Ländern Punkte von 1 bis 12 geben muss. Das wird schwierig übers Telefon 😀
Die Prämisse, dass sich die Teilnehmerzahl seit 1975 so stark verändert hat, würde ich so nicht gelten lassen. Das Entscheidende ist ja die Zahl der Finalisten, und die ist mit 26 jetzt nicht viel höher als die 19 von damals.
Ansonsten halte ich gar nichts davon, die 12 Punkte als ein Markenkern des ESC noch weiter zu verwässern, als es die Reform von 2016 sowieso schon getan hat. Man sieht ja auch ganz deutlich, dass die Veränderungen an der Spitze absolut minimal sind; und diese Mittelfeldplätze halte ich ehrlich gesagt nicht für wichtig genug, als dass man ihretwegen das Votingsystem umschmeißen müsste.
Auch von anderen Gewichtungen von Jury und Publikum halte ich nichts. Entweder man macht es ganz, oder man macht es gar nicht. Bei 33% wäre die Jury mehr Symbolik, das sieht man ja auch beim UMK in Finnland. Ich bin aber auf jeden Fall dafür, dass die Semis und das Finale ein einheitliches Abstimmungssystem haben. Es ist immer noch derselbe Wettbewerb und die aktuelle Regelung ist wirklich nicht logisch.
Nun ja, 26 ist sehr wohl ein großer Unterschied zu 19. Es bedeutet, dass 16 Länder statt 9 keine Punkte bekommen, also fast doppelt so viele.
Ansonsten sehe ich das alles genauso wie du.
Wenn man schon die Jury hat, sollte diese auch mit 50% einfließen. Ansonsten kann man es mit der Jury auch gleich sein lassen.
Dass man an der ikonischen 12-Punkte Wertung etwas ändert, fände ich gar nicht so schlecht. Bei einer mittlerweile großen Anzahl von 25 Teilnehmern im Finale, sind 10 Beiträge, welche jeweils Punkte bekommen halt eher wenig, wodurch gerade die Beiträge, die in jedem Land so in der Mitte landen, unter den Raster fallen. Wohingegen dann eben die Beiträge profitieren, welche gerade durch Nachbarschaftshilfe in gewissen Ländern ganz vorne landen.
Man sollte gewährleisten, dass die Jury wirklich unabhängig und ohne Voreinnahme abstimmt. Okay, wird schwierig. Und die Jurymitglieder sollten aufgestockt werden. Dass es die Jury eben trotzdem mit 50%-Anteil benötigt, sieht man an den von Berenike angestellten Simulationen. Gerade Israel und Ukraine hätten überdurchschnittlich profitiert (und nicht dass ich jetzt etwas gegen die genannten Länder hätte).
Das sage jetzt gerade ich, der sich schon des Öfteren über die Juryentscheidungen geärgert hat.
Als der ESC Anfang der 2000er noch aus nur einer Show bestand haben aber auch so 24-26 Länder teilgenommen und es haben nur 10 immer Punkte bekommen. Da hat es aber seltsamerweise keinen gestört. Und komm bitte nicht mit „damals haben weniger Länder mitgemacht“, gut ein Dutzend Länder scheidet in den Semis aus während die Teilnehmerzahl im Finale praktisch gleichgeblieben ist. 🤷🏻♂️
Dass in den Semis Länder ausscheiden, ja das habe ich schon mitbekommen 😉 Den Vergleich habe ich ja nicht mit den 2000ern gemacht, sondern eher mit den 70-ern (wo ich gerade Teach-In im Bild gesehen habe). Und gestört hat es mich in den 2000ern tatsächlich nicht. Vielleicht war ich da anderweitig beschäftigt und konnte mich mit solch wichtigen Dingen wie Votingsystem noch nicht auseinandersetzen 🙂
Also, ich halte Anpassungen grundsätzlich schon für angebracht:
Mein Vorschlag: Um die „traditionellen“ 12 Punkte auch weiterhin zu hören, bleibt das Juryvoting wie gehabt.
Da ja das Zuschauervoting mittlerweile sowieso nur noch zusammengefasst verkündet wird, kann man dort durchaus Änderungen vornehmen. Deshalb mein Vorschlag: Es bekommen mehr Länder Punkte, als nur die jeweilige Länder-Top-Ten. Das finde ich nicht mehr besonders zeitgemäss. Muss ja nicht jedes Land mindestens einen Punkt bekommen (obwohl… warum eigentlich nicht? Einen Punkt für den 26. Platz und 26 Punkte für den ersten Platz). Wäre auf jeden Fall aussagekräftiger, denn auch für die Songs, die bisher bei den Televotings lehr ausgingen, haben ja Leute angerufen. Fände ich am fairsten. Eine andere Alternative wäre, dass man z. B. wenigstens den TOP 15 (oder TOP 20) Punkte gibt. Wie auch immer… finde es schade, dass alles außerhalb der jeweiligen TOP 10 einfach „hinten runter fällt“, als hätte keiner dafür angerufen…
Ich finde es gut dass man da erst eine gewisse Hürde überspringen muss. Punkte zum Nulltarif bringen überhaupt nichts sondern machen im Gegenteil erst Recht faul weil dann viele Länder meinen „ach ja, schicken wir diesen öden Radiotitel zum ESC, wir kriegen ja garantiert Punkte“.
Na ja, stimmt schon. Auf der anderen Seite, sollte man auch akzeptieren, wenn es Leute gibt, die trotzdem für einen „öden“ Radiotitel anrufen. Ausserdem verloren ist verloren, auch mit… sagen wir… am Ende nur 26 Punkten. Aber man hätte jede Stimme berücksichtigt
P. S.: Kann momentan keine Emojis setzen… denen ist wohl auch zu warm…
Also sei mir nicht böse aber wäre doch auch nur Ergebniskosmetik, da kannst du auch einen Hundehaufen golden anmalen, es bleibt im Prinzip das gleiche.
Wäre immerhin appetitlicher 😉 Also, ich bin für mehr berücksichtigte Anrufe des Televotings.
Ich habe dieses Jahr und in den Vorjahren öfters mit Freunden gesprochen, die total enttäuscht waren, wie schlecht ihre Lieblingstitel abgeschnitten haben.
Musik ist nun mal Geschmackssache.
Für einen ist es ein Hundehaufen oder ein öder Radiotitel und so weiter…
für jemand anderen ist es etwas für die eigene Playlist…
Daher finde ich Null Punkte in der Televoting Verteilung nicht gut.
Deine Freunde waren also enttäuscht weil etwas nicht so gelaufen sit wie sie wollen?? Tja, willkommen im Leben!! 😉
Es geht ja hier nicht darum, dass sie enttäuscht waren… sondern darum, dass sie die Titel mögen, die andere vielleicht als öden Radiopop bezeichnen… 😉
und dafür abgestimmt haben… ihre Stimmen sind weggefallen, da kein Top 10 Platz…
Erst einmal vielen Dank für deine Mühe!
Aber es könnte etwas präziser sein.
Für den Vergleich sind nur die Anzahl der Finalteilnehmer relevant, alle ausgeschiedenen bekommen sowieso keine Punkte mehr. Also findet keine Verdopplung statt, sondern es sind „nur“ 26 im Vergleich zu 19.
Ja, das stimmt, da hatte ich einen Denkfehler.
Gilt prinzipiell aber trotzdem, mit 19 hat halt die Hälfte der Länder Punkte bekommen, jetzt bekommen 10 Länder Punkte und 16 nicht.
Und damals gab es noch kein Televote (bezüglich des Problems das Stimmen für Länder ab Platz 11 einfach „wegfallen“)
Aus Transparenzgründen: ich habe den entsprechenden Absatz angepasst.
Mein Problem mit diesen postulierten Verfahren: die Platzierungen ändern sich minimal. Ich habe es vor einigen Monaten schon mal erwähnt, man hat neue Votingsysteme ins Spiel gebracht, wenn Deutschland mal wieder schlecht abgeschnitten hat. Diese neuen Verfahren hätten die Platzierung aber auch nur minimal verändert. Solche Spielereien dienen nur dazu, sich ein schlechtes Abschneiden schönzureden, weil man mal wieder nicht geliefert hat.
Andersrum: wenn der Titel nicht unter die ersten 10 der Zuschauer kommt, heißt das halt einfach, dass man den Titel nicht so gut gefunden hat. Eine vollständige Durchnummerierung würde zudem der Übersicht schaden. Schon durch das seit 2016 bestehende System ist es mir kaum noch möglich, die Punktevergabe entspannt zu verfolgen.
Ich hatte darüber schon öfter mal meine Meinung abgegeben: Beim Televoting werden die Punkte von 1-25 bzw. 26 vergeben. Es soll künftig nicht mehr möglich sein, daß die Jury (natürlich unfreiwillig) einen Publikumsfavoriten überstimmt.
Dann haben aber die Länder die im Semi ausscheiden einen Punkt mehr zur Verfügung. So ganz gerecht wäre das also auch nicht.
Eine Lösung dafür könnte sein: Alle vergeben 26 Punkte, die Finalisten vergeben für das eigene Land jeweils einen Punkt, und dann für die anderen 25 Beiträge eben 2 bis 26 Punkte.
Mein Problem mit der Grundidee ist, dass zwischen einem 25. und 26. Platz im Televote genauso ein Punkt Unterschied wäre wie zwischen einem 1. und 2. Platz, wobei in letzterem Fall der Abstand bei den Anrufen in der Regel viel größer sein dürfte.
Eine entscheidende Frage beantwortet der Artikel nicht, aber das kann er auch gar nicht: Soll der Zuschauer künftig nur noch eine SMS/einen Anruf pro Telefonnummer tätigen können? Die Daten sind natürlich nicht öffentlich verfügbar, aber diese Frage war so ziemlich das, was dieses Jahr am meisten diskutiert wurde.
Ist eben keine entscheidende Frage.
Wenn wir schonmal bei Gedankenspielen sind, ein Gedankenspiel fehlt mMn noch. Wie wäre das Voting im Finale ausgegangen, wenn nur die Länder, die im Finale sind, gewertet werden? Hat das schon mal jemand ausgewertet?
Kann ich am Wochenende gerne mal durchspielen. Müsste mit meinen Rohdaten recht schnell gehen.
Würde ich aber nicht als alternatives Votingsystem vorschlagen, das wäre ja sehr gemein (und würde auch das Interesse massiv senken), wenn Halbfinalausscheider nicht voten dürften 😳
Oder man wertet die Votings aus den ausgeschiedenen Teilnehmerländern dem ROTW-Televoting bei oder macht dafür einen eigenen Votingblock, wo alle diese Stimmen zusammengerechnet werden und am Ende dann ein zusammengefasstes, eigenständiges Voting von allen ausgeschiedenen Teilnehmerländern entsteht? Oder man rechnet diese Stimmen sozusagen als Jury-Voting des ROTW-Votings zusammen und als Spokesperson dient einer der Hosts oder der letztjährige ESC-Sieger-Act selbst? Damit hätte man dann auch gleich noch ein Jury-Voting mehr?
Hui, man kann es aber wirklich auch übertreiben…. 😉
So sähe das Ergebnis aus, wenn nur die Finalisten abgestimmt hätten:
Danke für die Mühe. 🙂
Danke Berenike für Deine Mühen. Die vorgestellten Varianten hätten nur minimale Auswirkungen. In den meisten Ideen hätte es nichts am Gesamr-Ergebnis geändert. Ob nun Platz 7 oder 10 oder 4 statt 3 ist am Ende Wurscht.
Da kann man es auch beim bisherigen Modell belassen.
Auf jeden Fall fände ich es besser, wenn man für ein Lied jeweils nur eine Stimme vergeben kann. Das würde die Powervotings für ein bestimmtes Land eindämmen…
Wenn man sich endlich dazu durchringen würde , unter allen Anrufern bis zu einem VW Golf, eine Tüte Haribo und einen derb-romantischen Abend mit mir als Preise auszuloben, brauchte man sich über ein gerechtes Abstimmungssystem gar keine Gedanken mehr zu machen
Na, wenn schon eine Tüte Katjes 😉
Habe ich die Sponsoren verwechselt? Tschuligung , aber ich esse das Zeig nur flüssig 😉
Ich bin für die 25 Punkte-Variante, was ich ja auch schon oft vorgeschlagen habe. Ich finde dies ist fairer in der heutigen Zeit bei der Anzahl an teilnehmenden Ländern. Auch wenn wir hierfür die 12 Punkte „opfern“ müssen, aber wer nicht mit der Zeit geht muss mit der Zeit gehen.
Ich meine, das berühmte Beispiel hier ist ja, um jetzt wirklich mal einen Extremfall zu beschreiben: Act A landet bei einem Land, egal ob Jury oder Publikum, z.B. auf den 9. Platz und bekommt damit aus diesem Land Punkte, bei allen anderen Ländern wird Act A aber letzter. Act B dagegen wird bei allen Ländern immer 11., also knapp an den Punkten vorbei. Im Endresultat würde dann Act A besser abschneiden, da er durch den 9. Platz bei einem Land Punkte bekommen hat, obwohl Act B eigentlich insgesamt dann doch erfolgreicher war als Act A.
Vor 20 Jahren haben im Finale aber auch 24-26 Länder teilgenommen und es wurden nur 10 mit Punkten bdeacht. Da war aber seltsamerweise kein so Gejammer.
Ich bleibe jedenfalls bei meiner Meinung: Punkte zum Nulltarif lehne ich ab.
Woher weißt du, dass es da kein Gejammer gab? 😉
Zumindest nicht in diesem Ausmaß.
Ich denke mich zu erinnern dass die Jury wieder eingeführt wurde weil sich ein paar teilnehmende Länder beschwert haben dass sie nicht genug Punkte bekommen weil die bösen Osteuropäer nicht für sie anrufen, und später die Reform um 2016 war glaube ich auch um 0 Punkte im Finale zu vorkommen. Hat beides allerdings nur bedingt den gewünschten Effekt gehabt. Das einzige was wirklich hilft, wenn man nicht letzter werden will ist in der Tat einfach bessere Lieder zu schicken.
Selbst wenn man 1-25 Punkte verteilt muss jemand halt letzter, vorletzter und vorvorletzter werden, ob mit 0 oder 40 Punkten, beschweren wird sich wahrscheinlich immer jemand.
Interessant, dass Deutschland hier bei jedem der möglichen vorgestellten Votingsystem besser abgeschnitten hätte und z.B. Dänemark, Israel und UK fast immer schlechter gewesen wären. Und auch die z.T. großen Sprünge der Niederlande sind spannend.
Danke Berenike. Ich finde es schon schade, dass jeweils nur die Top 10 gezählt wird und alles andere runterfällt. Wenn man das ändern könnte …
Ich bin dafür, mindestens den ersten 13 Ländern Punkte zu geben. Gerne kann man auch 1 bis 26 Punkte verteilen. Schließlich ist die Abstimmung in vielen Ländern nicht gerade billig.
Vielleicht könnte man damit auch eindämmen, dass viele aus taktischen Gründen für einen aussichtsreicheren Beitrag stimmen, weil ihr eigentlicher Lieblingssong sowieso keine Punkte bekommen wird.
Wenn ich wie in Estland weit mehr als einen Euro für eine einzige Stimme bezahlen müsste, würde ich ganz sicher nicht für einen Beitrag abstimmen, der in den Prognosen weit unten steht.
Den Vorschlag, dass man zur Abstimmung wie die Jurys eine Rangliste einreichen muss, finde ich auch interessant.
(Am besten man macht einfach eine Kooperation mit MyEurovisionScoreboard😉)
Und bitte das Rest of the World Voting reformieren oder abschaffen
Das Altersgruppenvoting wie in Schweden wäre bestimmt auch lustig.
Ich halte alles andere als ein 12 Punkte-System bei den Juries für recht großen Quatsch. Ich mag in dieser Hinischt konservativ sein, aber dafür kennt man den ESC nunmal und eine Abwandlung davon wäre in meinen Augen eher eine Baustelle mehr statt weniger.
Wenn man unbedingt etwas machen will, dass vlt weniger die Gefühle anderer Länder verletzt, dann macht doch einfach pro Land die Televoting Stimmen prozentual.
Da jedes Land sowieso 58 stimmen vergibt, könnten diese ja beim Televote aufgeteilt werden. Dann würde der erste nur halt nicht 12, sondern bei 10% eben 5,8 Stimmen bekommen. Und wenn wir dann den Anteil nochmal verdoppel, bekommt ein Beitrag bei 10% eben ungefähr diese 12 Punkte. Dafür wären dann aber mehr Länder beteiligt.
Wenn man den Vorschlag von Berenike nimmt mit 12 / 10 / 8 / 7 / 6 / 5 / 4 / 3 / 2 / 2 / 1 / 1 / 1 hätte man ja weiterhin das 12 Punktesystem
Naja. Dann vergibt man 3 Plätze mehr in der Hoffnung, dass dann auch ja niemand 0 Punkte bekommt? Dann kann man es finde ich auch sein lassen.
Bei dem Modelm von mir könnte man nur natürlich „Probleme“ mit Solidar- oder Nachbarschaftsvotes bekommen. Das sehe ich ein…
Der Charme ist doch, dass davon Songs profitieren, die auch wirklich irgendwo eine Relevanz hatten und nicht Bonuspunkte für’s Nerven geschenkt bekommen. Die Zahl der Nilpointer ist ja schon dadurch reduziert worden, dass getrennt nach Jurys/Televoting abgerechnet wird.
Als relevant kann man aber auch Songs bezeichnen, die zwar beim ESC nicht gut abgeschnitten haben, danach aber sehr erfolgreich sind. Bestes Beispiel dieses Jahr ist bekanntlich Portugal
Ich argumentiere ja mit Votingbezug. Ich verteile keine Bonuspunkte für Charterfolg.
Acts, die am Ende der Votingskala liegen, haben kaum noch messbare Anrufe (bzw. Unterscheidungskriterien) und für Juroren ist es völlig sinnfrei, am Ende so scharf zu selektieren. Dann hat man Songs, die sich alle nicht viel tun, aber wo der eine 5 Punkte (bzw. fünfache Punkte) mehr als der andere bekommt. Mit welchem Recht differenziert man am Ende so stark, aber bei den Topsongs soll im Gegenzug die Differenz marginalsiiert werden? Unlogisch!
Ich persönlich wäre sogar für Punkte von 1 bis 26 zu verteilen. Der Vorschlag mit Punkten nur für die Top 13 wäre halt ein Kompromiss
Am allerwichtigsten wäre es, die Massenvotings via voting App zu verhindern.
Zwei Blogger von ESC insight haben die Probe aufs Exempel gemacht (Bericht vom 20 Mai). Beide Herren zusammen konnten 160 mal abstimmen. Jeder hatte vier Kreditkarten und 20 Stimmen pro Karte waren möglich.
Und alles ganz einfach. Kein Wechsel der Geräte, kein Verschleiern der IP-Adresse, ja nicht einmal eine andere E-Mail-Adresse war notwendig.
Das sollte dann aber auch dauerhaft gelten. Man sollte das nicht nur auf aktuelle Situation beziehen
Danke Berenike, für die Arbeit, die du dir immer machst!
Ich hatte zwar die selben Punktedifferenzen wie Berenike ausgerechnet, würde so einen Vergleich aber immer über mehrere Jahre ziehen. Man ist sonst einfach zu oft in der Versuchung, sich das aktuelle Ergebnis schönzurechnen.
Grundsätzlich bin ich gegen verfälschende Votingoptimierungen und ein 25-Punktesystem. Es macht die Bottomplätze nullkommanull erträglicher. Plus: Exorbitante Zahlenkolonnen bei der Verkündungen sind einfach nur nervig!
„…Es macht die Bottomplätze nullkommanull erträglicher…“
Ich sage es ja, als ob man einen Hundehaufen golden anmalt. Sieht auf den ersten Blick zwar besser aus, ist aber immer noch ein Hundehaufen.
Ich habe vorher keine Kommentare gelesen, also *sign*
Genau. Obwohl ich damals in 2015 vom ESC in Wien nach Hause kommend, einen solchen Haufen in meiner Strasse fotografiert hatte, in dem eine Plastikgabel steckte. Das fand ich originell und schon fast Kunst.
Du hast die Punktedifferenzen schon ausgerechnet? Wäre das nicht besser was für Samstag Abend gewesen? Na ja, Du kannst alternativ auch wieder vor ner Shisha Bar rumlungern.
Von mir kam doch mal der Vorschlag mit den 12/10 …1/1/1 Punkten. Natürlich habe ich das durchgerechnet! 🙂
Und es gäbe natürlich noch andere Stückelungen im 12 Punktesystem. Eine Shisha kann man ja auch unterschiedlich mit mehreren Leuten teilen! Natürlich sind bei Punkteinflation im 25-Punktesystem mehr Änderungen im Ranking möglich. Bei einer Shisha ist der Genuss dann aber begrenzt, wenn man mit zu vielen teilt.
LOL… aber dann könnten zB Jendrik und die s!stärZ auch nen Zug abbekommen.
Hauptsache keine Leute mit zu viel Speichelfluss!
Ich verkneif mir jetzt mal ne bodily fluids Pointe…
Spätestens, wenn man das künstliche Erdbeeraroma durchschmeckt, ist daddeldu.
Daddeldu (Sellcheck hatte zu Daddy Du geändert) klingt irgendwie leicht Arabisch, also cool!
Nicht dass es uns nicht ohnehin schon bekannt wäre, aber der Type-O lässt Rückschlüsse auf dein Chatverhalten zu!
Was machst an diesem lauen Sommerabend?? Habe mir und meiner Mutter wieder nen Sarti Spritz gemacht.
Jetzt trinke ich mal an einem Freitagabend ein Glas Campari Orange. Das mach ich normalerweise nur Samstags. 😀
Du wohnst in Hamburg, bei so einem Wetter kannst du dich auch mal an lokale Sitten anpassen und ein Alsterwasser trinken! 😉
Kein Bier, auch nicht in einem Mixgetränk. 😀
Außerdem habe ich mich Hamburg angepasst. Ich mag Labskaus und liebe Franzbrötchen. 😀
Stimme deiner no beer Regel zu 100% zu, ekelhaft. Labskaus finde ich aber auch schwierig – tatsächlich eines der wenigen Gerichte, die meine Mutter absolut nicht mochte.
Manche Biere sind schon ganz in Ordnung, aber wenn ich die Wahl hätte den Tag mit Bier oder Wein ausklingen zu lassen würde ich immer den Wein nehmen.
Der Geruch ist schon so eklig für mich, finde das ähnlich schlimm wie Broccoli und Blumenkohl.
Brokkoli und Blumenkohl mag ich beides sehr gerne, genauso wie Rosenkohl. 🙂
In der genannten Reihenfolge:
ja, eher-nein, doppel-nein.
Bei Blumenkohl fällt mir immer ein, wie meine Gastmutter, die sonst gut kochte, das mal machte und mein sehr straight-laced Gastbruder, der sich nie über irgendwas beschwerte,sagte „Mom, why are you ruining a good meal with cauliflower?“
Inzwischen geht Blumenkohl für mich etwas besser, also so bei 5-6 Votingpunkten.
Rosenkohl maximal 2 Votingpunkte und Brokkoli sollte ich öfters essen, liegt so bei15-16 Votingpunkten.
Du bist aber auch wie mein Vater und magst mehr oder weniger alles! Ok, er ist mit Haggis aufgewachsen (was ich allerdings auch mag).
Das muss ich dagegen nicht haben, mir wird schon beim Anblick vom Pfälzer Saumagen leicht anders.
Hört sich schlimmer an, als es wirklich ist. Dachte, bevor ich in die Pfalz gezogen bin: „Wie eklig.“ Aber im Grunde ist es ein Rollbraten, gefüllt mit Karotten, Kartoffeln, manchmal auch mit Maronen… Eigentlich total lecker.
Ich hab’s nie gegessen, das klingt tatsächlich gut. Ich hab damit immer diese Kohl-Assoziation, der liebte das ja.
Ne, dann lieber normalen Rollbraten.
Bei uns gibt es heute so Calamari-Ringe mit Salat und Weißbrot.
Lecker 😋 Bei uns gibt es Wurstsalat mit Pommes. Eigentlich wollte ich Bratkartoffeln machen, aber ich habe mir gedacht, heute mache ich es mir mal einfach.
P. S.: Die Emojis funktionieren wieder.😊
Wurstsalat mag ich persönlich nicht so gerne, mag Wurst lieber vom Grill oder aus der Pfanne, in Essig ertränkt muss nicht sein.
Bei mir funktionieren weiterhin keine Emojis, immer wenn ich was einfügen will kommt nur der Link. Aber auch nur auf der Seite.
Ich bin schockiert, dass Du schon zum 2. Mal in diesem Thread sagst, dass Du etwas nicht so gerne isst! Was kommt als Nächstes, wirst Du Nemo‘s Look als unsexy bezeichnen? Oder sagen, dass Esa Diva kein superguter Song ist? Ich bin erschüttert!
Hey, bin immer noch deutlich pflegeleichter als du beim Essen mein lieber Pinguin!! 😉
Und bezüglich den unwürdigen Sieger aus Malmö und Spanien dieses Jahr sind wir uns ja eh einig. 🙂
Ich weiß gar nicht genau, warum Esa diva dieses Jahr mein Hassbeitrag ist, andere wie JJ waren ja noch nerviger. Ich nehme an, es liegt daran, dass Benidorm deutlich bessere Songs hatte und das ganze Ding wie eine Parodie wirkte, wie so oft bei Spanien.
Ich finde es einfach einen völlig in die Jahrge gekommenen und klischeehaften Fernsehgartenschlager der sich in einer Spießigkeit auch noch total cool vorkommt. Ich konnte ja auch mit Nebulossa nichts anfangen, das hatte aber zumindest noch ein gewisses Augenzwinkern, das fehlte hier einfach komplett.
Genau, sie schienen sich total ernst zu nehmen bei der 60er Nummer. Immerhin konnte sie singen im Gegensatz zu der krächzenden Nebulossa. Hat aber auch nicht geholfen. Es gab in den 50ern? 60ern? So Revue-Filme, da hätte das perfekt reingepasst.
Na ja, wirkte wie ein spanischer Fischer-Abklatsch auf Wish bstellt.
Fischer-Abklatsch lolol vernichtend!
Wir werden solche Probleme ja Gottseidank durch die Direktnominierung von Taylor Swift nicht haben.
Mein Wurstsalat ist ohne Essig, das einzig Saure sind ein paar Corchions. Weiterhin Zwiebeln und ein bis zwei Ei (er). Das Dressing besteht bei bei mir aus Sahne, ein Schuss Rapsöl, Senf, Salz und Pfeffer.
Ist alles lecker vor allem Rosenkohl
Dito. Ich warte schon darauf, dass es in den Läden wieder Rosenkohl gibt. Die Norma-Filiale in meiner Nachbarschaft hat diese Woche schon das Regal mit Weihnachtsgebäck voll bestückt, da kann das doch jetzt nicht mehr sooo lange dauern, oder? 😉
Mag alle drei Gemüsesorten auch sehr gerne, wobei ich bei Blumenkohl immer eine Sosse dazu brauche (Butter oder Käse) brauche. Pur ist er mir dann doch etwas zu langweilig.
Beim Labskaus müssen die Zutaten wirklich erste und beste Qualität haben. Viele denke, dass dies irgendso ein Resteessen ist. Das stimmt meiner Meinung nach aber nicht.
Anders ist dies beim Panfisch. Alte Kartoffeln, die jetzt schnell weg müssen, der Fisch, der gestern übrig geblieben ist und schnell eine Senfsauce mit einem Senf vom Billigdiscounter. Schmeckt himmlisch. 😀
Panfish ist cool. Es gibt so Resteessen wie auch einige Aufläufe oder Döner, die gut sind. Eintöpfe nur ab 2. Tag!
Bist eben immer schon ’n Cola-Korn-Pinguin gewesen!
Ich mach übrigens sehr gute Saure – wenn es kein Bier sein soll.
Labskaus .. nunja, nur aus Pflichtgefühl mal gegessen.
Schwarzsauer?
Hm? Bläulich-grüne Saure. (Also nicht Johannisbeere und nicht diese von der bekannten Marke als Saure angebotene).
Also sowas wie battsch nur in Bahrenfeld bekannt. Im Ernst, ich hab den Begriff mal gehört aber nie gehabt.
Und du willst opn dörpn groß geworden sein?
Wodka, Korn, Lemon-Squash, plus einige Ergänzungen.
In Korn-Gläsern getrunken.
Die Leute tendieren – wie schon zu meiner Schulzeit vor 8 Jahren – zu Cola-Rum. Korn ist eher die ältere Generation wie Du.
Von uns beiden tendiere ich doch zu Rum. Du diskutierst doch immer diese Prosecco-Substitute! Aber stimmt schon, dass Bier & Korn früher „Herrengedeck“ genannt wurde.
Herrengedeck, genau! Zum Thema Korn, ich hatte tatsächlich mal versehentlich das niederländische Äquivalent Genever gekauft. Ich wollte eigentlich Bessen/Beeren Genever, der ja ganz lecker ist.
Korn trinke ich pur auch nicht. Obwohl der bei meiner Mom immer noch im Tiefkühler steht. Also muss ich wirklich mal wieder ne leckere Mische machen.
Habe einmal diesen sauren Apfelkorn von Berentzen gekauft. Hui, war interessant.
Ja, die vermarkten das als Saure, ist durchaus trinkbar, aber irgendwie doch was anderes.
Meine Eltern hatten immer Aquavit im Eisfach, ist ja meine ich ähnlich und hat mich auch nicht angesprochen. Ist witzig, wie man manche Sachen so als Shot weghauen kann aber andere gehen nicht.
Ja. Aquavit war eher bei meiner Oma.
In der nächsten Pandemie, wenn Desinfektionsmittel wieder rar sind, einfach guten Gewissens zum hochprozentigen Korn greifen.
Probier mal Sarti, ist fruchtiger und säuerlicher als Aperol, hat aber auch mit 14 % etwas mehr Wumms.
Hört sich gut an. Bei alkoholischen Fruchtgetränken ist der Mix aus leicht süß, aber mit leichter Tendenz zum Säuerlichen für mich besser als irgendso ein süßes Zeug. 😀
Hier kannst du dich etwas schlau machen, da findest du auch das Rezept für nen Spritz.
https://www.sartiaperitivo.com/de-de/sarti-rosa/
Ich muss das Zeug mal probieren. Du sagtest fruchtig – ist aber nicht süßlich?
Laut Etikett Blutorange, Mango und Maracuja. Also ist würde ich schon sagen weniger süß als Aperol.
Aperol ist ja eher etwas bitter. Ich muss mal sehen, wenn‘s da was im Angebot gibt, wie gesagt ich würd ungern ne Fladche kaufen und dann mag ich’s nicht. Die müsste ich dann als Geschenk in die Stadt der Bratwurst-Diva-Lügner schicken.
Bei Lidl gibt es eine Nachmache für 6,99 €, mir und meiner Mutter schmeckt es.
Guter Preis, billiger als in ner Bar. Wie heißt das denn dann?
Die Nachmache heißt „Massari“, findest du im Alk-Regal in der Nähe vom Prosecco und hat einen weißen Deckel. Kostet wie gesagt 6,99 €, der Original-Sarti 17,99 €.
Den Spritz macht man übrigens wie die Variante mit Aperol:
6 cl Sarti
9 cl Prosecco/Sekt
3 cl Sprudelwasser (mit viel Kohlensäure, kein medium)
Das alles in ein Aperol-Glas mit viel Eiswürfeln tun und mit einer Limettenscheibe garnieren.
Ich hasse diese Medium Wasser eh, schmeckt abgestanden finde ich.
So sieht die Flasche aus:
https://www.lidl.de/p/massari-rosa-aperitiv-14-vol/p100390823
Ach ja, Wasser trinke ich nur still.
Danke! Wasser je nach Laune still oder con hat. Heißt Witzigerweise „Selter“ bei uns, obwohl das ja im Süden ist. Die lokalen Marken sind Bismarck und Husumer.
Hatte heute Abend außerdem weili ich da wieder Bock drauf hatte eine italienische Pizza, frisch von der Eisdiele bei uns die auch Pizzen verkaufen. Klassich mit Thunfisch und roten Zwiebeln, richtig lecker war es. Und 11 € für 32 cm ist auch völlig ok, Pizzen in dieser Größe unter 10 € findet man kaum noch, außer ne basic Margherita vielleicht. Obwohl ich ja Tomate und Mozzarella sowie Basilikum total mag habe ich glaube ich noch nie ne Margherita bestellt. Finde das als Pizza irgendwie langweilig, weiß nicht warum.
Pizza und Pasta gehen immer!
Wie findest du den Preis??
Und bist du bei der Pizza eigentlich eher römisch oder neapolitanisch?? Die neapolitanische Pizza ist die mit dem hohen luftigen Rand während die römische generell dünner und knuspriger ist.Mag beides, aber die heute war eher neapolitanisch.
Ich mag eher die Dünnen, darum dann ja auch zuhause Ofenfrische. Ich hab noch nicht gegessen, ich glaub ich ess gleich noch ne Pizza unten. Die machen die auch dünn und knusprig.
Die Ofenfrische hat ja auch einen eher dickeren Rand, von daher ist das schon im Prinzip eher neapolitanisch.
Du kommst eben aus einer reichen Familie, bei uns gab es nur Nordquell!
Hey, wir hatten vor dem Umstieg auf Wasser die Brausen gecancelt. Gibt’s sowas überhaupt noch?
Ich hätte bei Euch gedacht Hella (Zentrale ist ja nur 1 Minute von Dir). Ist Witzigerweise in Berlin sehr beliebt.
Ja, kenne noch Leute, die diese Kisten kaufen.
Stimmt, Hella. War früher aber auch nichts für Preisbewusste.
Ich seh Brause kaum noch im Supermarkt. Kann aber auch an meinem Umfeld liegen. Otter lieben ja Wasser.
Beim Blick in die Minibar aufm Zimmer oder den Friedrichshain Cityshop wirst du auch nicht fündig. Versuchs mal im Getränkemarkt.
Nein, nein Marzahn!
Minibars gibt’s soweit ich erkennen kann kaum noch. Was ok ist, war immer arxxteuer. Mein narzisstischer Kölner Ex hat die immer geplündert und sich dann über die Nachzahlung aufgeregt.
Keine Minibar? OK, du bist auch der schlüpfrige Typ, der lieber den Zimmerservice unter dem Vorwand ruft! Hatte zuletzt in Hotels wenigstens gute Kühlschränke.
Die Kühlschränke sind immer gut. Und ohne das ganze Zeugs kann man da auch gut Sachen aus dem Supermarkt reinpacken.
Wenn sie stattdessen die Automaten in der Lobby aufstellen, um Fantasiepreise abzuziehen, kann ich auch damit leben, finde das ehrlicher.
Mich nervt aber, dass riesengroße TV-Geräte an der Wand hängen, sie sich aber die TV-Einspeisung sparen.
Zumal man ja kein TV mehr guckt. Ich zB nutze nur das Arte Streaming Portal.
Schon klar. Nur die frz. Magazinsendungen. 😉
… ich hatte keinen Bock auf das GoogleTV- Zeugs. Freischaltungen, etc., ich wollte anstellen und fertig, sonst braucht man mir keinen Smart-TV hinstellen, der über USB/HDMI doch nur rumzickt. Zukünftig nehme ich meinen privaten Kram mit.
Mach ich auch so. Ich hatte in der Reha verstärkt TV geguckt, primär weil man dann nicht dauernd auf den Laptop starte.
Die Brause befindet sich im Bad hinter dem Duschvorhang. 😜😜😜🫣🫣🫣🤓🤓🤓
Danke Berenike für die Mühe mit dem auswerten!
Ich persönlich fände es auch gut, wenn das Televoting gestärkt würde und einfach die Punkte 26 bis 1 verteilt werden.
Ich finde es schlicht nicht plausibel, wenn 5 Jury-Mitglieder pro Land die gleiche „Stimm-Macht“ haben wie Millionen Zuschauer. Auch wenn ich Jurys grundsätzlich befürworte.
Zweitens finde ich es auch nicht fair, wenn so viele Zuschauerstimmen einfach verfallen. Auch für die Teilnehmer ist die Verteilung von 0 Punkten aus dem Televoting irgendwie grenzwertig. Da leide ich mit, unabhängig davon, wie sehr ich den Beitrag mag. Ich denke hier gerade an die wunderbare Zoë Më aus der Schweiz dieses Jahr.
Natürlich sind die „Douze Points“ ein Markenzeichen, aber im Juryvoting sind sie ja gut aufgehoben.
Schwierig war für mich immer schon die Gewichtung der oberen Punkte 12 – 10 – 8. Ich würde Abstände von einem Punkt bevorzugen – auch beim Juryvoting. Somit würden Punkte an die ersten 12 Platzierten verteilt. Vorteil wäre dabei, dass die „üblichen“ Juryfavoriten, die bei den meisten Jurys auf den ersten drei Plätzen landen nicht so große Abstände zu den anderen Beiträgen herausarbeiten (siehe z. B. Nemo 2024 mit deutlichen Vorsprung aus dem Juryvoting, bestimmt gibt es noch mehr Beispiele).
Verweisen möchte ich auch auf den vorherigen Beitrag von Berenike, in dem sie feststellt, dass diese Jahr JJ mit vergleichsweise wenig Punkten gewonnen hat. In den vorherigen Kommentaren wurde ofters erwähnt, dass durch die Rechenbeispiele keine großartigen Platzveränderungen entstehen. Das kann aber in anderen Jahren durchaus interessantere Ergebnis-Änderungen haben, z. B. 2024 mit Nemo und Baby Lasagna. Aber das ist nur meine Vermutung und nicht rechnerisch belegt.
Man könnte sich theoretisch auch von der 12-10-8 Punkte Einteilung trennen und eine Skala 12-10,5-10-9,5-9-8,5…. in 0,5 Punkteabständen einführen. Die Abstände zwischen den Acts würden geringer werden, aber es würden mehr Länder Punkte erhalten und Spannung durch knappere Ergebnisse erzeugt werden. Nur ein Gedankenspiel , das die ikonischen12 Punkte beibehält.
Mehr Juroren gab es bereits schon, wurde aus praktischen Gründen abgeschafft.
Knackpunkt bleibt aktuell die Einschränkung auf nur 1 Televotestimme, da offenbar das Mehrfachvoting , publikumsfreundlich eingeführt um die Voter vor Entscheidungskrisen zu bewahren und eine Verteilung der Sympathie auf mehrere Acts zu ermöglichen, missbraucht wird.
Noch mehr Jurymitglieder würden auch die Kosten in die Höhe treiben. Da ist bestimmt kein Land dafür.
Halbe Punkte ist auch ne Idee. Das wird ja zumindest nicht vorgelesen.
Ich bin auch ein Fan des Mehrfachvotings. Wobei ich aus musikalischen Gründen meine Stimmen meist auf etwa 2 bis 4 Beiträge verteile.
Vielleicht ist es ja technisch möglich, dass trotz max. 20 Stimmen nur eine niedrigere Anzahl für einen Beitrag (z. B. max 5 oder 7 (?)) verteilt werden dürfen?
Mir persönlich würde auch eine Begrenzung auf 10 oder sogar nur 5 Stimmen reichen. Deine Vorschläge oben finde ich gut
Aus meiner Sicht ein guter Kompromiss: Wir lassen das Juryvoting so wie es ist, dann bleiben auch die kultigen 12 points. Das Televoting wird komplett nach Anrufen abgebildet und hier würde ich eventuell sogar für den eigenen Beitrag abstimmen lassen. Durch die ganze Diaspora ist das eh schon verwässert und viele rufen für ihr Heimatland an. Und dass Deutschland sich selbst besonders gut bepunktet glaube ich trotzdem nicht 😉 Und selbst wenn man sich dagegen entscheidet, dass man für das eigene Land anrufen kann, könnte man die Stimmern immer noch gewichten.
Dann würde ich das aber wie beim JuniorESC probieren, wo man für drei verschiedene Beiträge abstimmen muss
Ich finde das jetzige Systhem ungerecht.
Ja, man hat sich an die 12 Punkte gewöhnt, das ist klar!
Aber nach 2-3 Jahren hat wahrscheinlich keiner mehr ein Problem, wenn als Höchstwertung 26P vergeben werden würden.
Ich bin Befürworterin des gerechteren Systhems, wo sowohl von den Jurys als auch dem Televotern 1-26P vergeben werden.
Übrigens kann man gar nicht so genau vergleichen was es ausmachen würde, da die Jurys bisher ja nach dem 12P-Systhem gewählt haben und dann ja dem 11.Platz schon keine Punkte mehr gegeben haben.
Ich sehe es nicht als „Nulltarif“ wie hier einige behaupten, denn ein 11. oder 12. Platz oder selbst ein 24. Platz von 26 im jeweiligen Voting sollte durchaus honeriert werden statt einfach auf 0 gesetzt zu werden.
Gewinnen wird man damit nicht, aber ihr alle habt euch ja auch schon dolle über einen 12. Platz oder dieses Jahr 15.Platz gefreut, also das Mittelfeld zählt auch!
Eine seltene Uneinigkeit bei uns. Warum sollte Schr@tt wie Jendrik oder Esa diva Punkte geschenkt bekommen? Ganz unten wären sie (zu Recht) immer noch.
Ich möchte nicht schon wieder das Beispiel mit den angemalten Hundehaufen erwähnen, von daher verweise ich auf meine Kommentare weiter oben.
Glaube auch dass dirtsa immer noch am letzten Platz für das norwegische Gekreische 2024 zu knabbern hat.
An dem letzten Platz und an dem von LOTL habe ich tatsächlich noch zu knabbern! Wahrscheinlich war für mich vor allem 2023 das Jahr in dem ich mir vermehrt Gedanken über ein gerechteres Systhem gemacht habe.
In dem Jahr hätter LOTL davon profitiert in einem anderen Jahr wäre es für den deutschen Beitrag vielleicht schlechter gewesen.
Aber in jedem Fall gerechter.
Hätte hätte Fahrradkette…
Was Schrott ist sieht hier sicher jeder unterschiedlich und ja, vermutlich wäre Jendrik auch damit weit unten gelandet, so what?
Aber dann wäre er gerecht unten gelandet. Manch ein anderer wäre im Mittelfeld gelandet.
Wenn man nur darauf achtet wer gewinnt, dann kann man das jetzge Systhem lassen, aber für alle gerechter wäre ein 25 oder 26 Punkte-Systhem.
Es gibt auch Menschen, die diese Lieder sehr gerne mögen (ich gehöre aber nicht dazu)
Guter Geschmack! Aber es gibt halt vergleichsweise wenige Leute, die die Songs unten mögen. Und das sollte man auch akzeptieren, wenn man den Song auf der 25 mag. Es ist ja ein Wettbewerb.
Eben, es ist nun mal ein Wettbewerb und da gehört auch dazu dass man auf den letzten Platz landen kann. Wer damit nicht zurechtkommt sollte vielleicht beim wöchentlichen Liederabend im Pfarrheim bleiben wo alle Händchen halten und „Kumbaya“ singen.
Es landet doch immer jemand auf dem letzten Platz, auch wenn die Punkte breiter gefächert verteilt werden.
Das ist wie Anwesenheitspunkte, obwohl man trotzdem nur im Halbschlaf rumlungert.
Ich weiß nicht, ob das so zutrifft!
Eventuell ein 11. Platz oder ein letzter macht schon einen Unterschied, finde ich.
Hatte oben schon geschrieben, wieso ich das Spreading am unteren Rand grenzwertig finde.
Welche Argumente rechtfertigen Punkteunterschiede von 5 oder 7 Punkten bei Songs, deren Televoting sich um 0,15% unterscheiden? Warum sollte ich Juroren überhaupt erst in Versuchung führen, durch komplettes Ranking Songs zu canceln? Welche qualitativen Unterschiede gibt es in dem unteren Punktebereich überhaupt? Ne, sorry. Die Punktegießkanne würde nichts besser machen und finde ich nicht zu rechtfertigen.
Manche plädieren ja für das 25 Punkte System. Aber wie wäre es, wenn man halt jede Punktzahl doppelt vergibt? Also einfach 2 Mal 12 Punkte (jeweils an die beiden Top-Favoriten)? 12, 12, 10, 10, 08, 08, 07, 07, 06, 06, 05, 05, 04, 04, 03, 03, 02, 02, 01, 01… zur Not halt 3 Mal 01 Punkt, damit niemand mehr Null Punkte kriegen kann, obwohl ich das mit den 0 Punkten irgendwie auch typisch ESC finde, genau wie die ikonischen Douze Points!
Ne, finde die 12 Punkte sollten schon etwas besonderes bleiben.
Ich weiß nicht, wie viele Menschen es gibt, die an den ESC denken, wenn jemand in welchem Zusammenhang auch immer „12 Punkte“ sagt. Es sind aber bestimmt ein paar hundert Millionen. Also die Idee die 12 Punkte abzuschaffen ist ziemlich absurd. Das wäre so als ob man Coca Cola plötzlich in Flaschen mit grünen Etiketten abfüllen würde.
👍 Für einen kleinen Teil der Menschen sind sie sogar grün!
Mitte der achtziger Jahre hat Coca-Cola ja versucht, die Rezeptur zu erneuern, um dem schwindenden Marktanteil entgegenzusteuern. In Blindtests ist die neue Rezeptur auch gut angekommen, aber als die alte Version in den USA zugunsten der „New Coke“ komplett vom Markt genommen wurde, hagelte es heftigen Protest: Das war eine Veränderung, die viele nicht akzeptieren wollten, Geschmack hin oder her. Schnell ist Coca-Cola zurückgerudert und hat die alte Version als „Coca-Cola Classic“ wieder auf den Markt gebracht. Die neue Variante wurde in kleinen Mengen als „Coke II“ bis 2002 weiter hergestellt, aber nicht mehr groß beachtet. Schade eigentlich, ich fand „Coke II“ viel besser und war froh, dass ich die Variante damals in Chicagoland und Northwest Indiana doch noch recht zuverlässig in einigen Supermärkten finden konnte, bis die Produktion endgültig eingestellt wurde. Das „Classic“ im US-Namen der altbekannten Variante hat sich bis 2009 gehalten.
https://de.wikipedia.org/wiki/New_Coke
Fazit: Man kann Dinge durch Veränderung verschlimmbessern, wenn man die kulturelle Signifikanz des Gewohnten unterschätzt.
In Indiana gibt’s Supermärkte? Ich dachte, alle da ernähren sich durch huntin‘ and fishin‘.
Aber natürlich doch! 🙂 NW Indiana ist ja im erweiterten Speckgürtel Chicagos, der sich an der Küste entlang bis nach Michigan rein hinzieht. Da habe ich meines Wissens niemand gekannt, der jagte oder angelte. Im Vergleich mit rural Central Illinois (wo Nachbarn einen mit hausgemachter Deer-Sausage sprichwörtlich überschütten) denke ich, dass es bestimmt auch in Indiana außerhalb der Ballungsgebiete viel mehr Jäger und Angler gibt.
Deer sausage sounds great!
Das stimmt was Du sagst mit den Ballungsräumen. Ich hab ja länger im Süden gelebt und wenn man Leute traf, die auf huntin‘ oder fishin‘ standen, waren das oft welche, die ursprünglich aus ländlichen Gegenden kamen. Und dann so Businesstypen, die andernorts vermutlich Golf spielen würden.
Nur mal so als Anfrage: was spricht überhaupt dagegen, auch 9 und 11 Punkte zu vergeben? Außerdem, was spricht dagegen, drei Preise zu vergeben? Einen für den Jurysieger, einen für den Televotingsieger und einen für den Gesamtsieger.
Ich hätte nichts gegen beide Vorschläge
OT: Zelenskyy jetzt mit Lesebrille, sieht gut aus.
https://x.com/ZelenskyyUa/status/1956034156632428910
Macht es doch wie beim Junior-ESC: Ein globales Online-Voting, bei dem drei, vielleicht auch fünf Stimmen vergeben werden, auch für das eigene Land (und vielleicht auch noch eine Gewichtung, so wie beim JESC). Dann sinkt auch die Wahrscheinlichkeit für „Zero Points“ und ich muss mich nicht mehr damit rumärgern, dass über die 12 Punkte der Jurys mehr gesprochen wird als über die 12 Punkte, die wir vom Publilum bekommen haben. So wie beim Artikel von Imre Grimm: Über die Tatsache, dass die österreichische Jury nichts für uns übrig hatte, schrieb er: „Das ist schon bitter.“ Dass aber das Publikum 12 Punkte an die beiden Wiener Musiker vergab, darüber steht da nichts. Das ist schon bittersüß, um es mit Abor und Tynna auszudrücken. Oder 2017, da hat Levina mit ihrem „Danke, Irland!“ meine Sehnsucht nach der Veröffentlichung der genauen Wertungen aus dem Televoting noch erhöht. Erst irgendwann nach 2 Uhr kam raus: Es war die Schweiz. Hätte ich dort den ESC verfolgt, ich hätte es erfahren, noch bevor Salvador Sobral und seine Schwester nochmal gesungen haben, dort betonte Sven Epiney nämlich: „Die 3 Punkte für Deutschland kamen also von uns.“ In deutschen Medien hingegen: Irland, Irland, Irland. Aber so gut wie keine Schweiz. Außer noch im SPIEGEL, dort wurde Jury-Präsident Michael von der Heide dazu interviewt. Es wäre überdies noch ein Zeichen für eine Welt ohne Grenzen, und dass die Jahre von „Nur wer teilnimmt, darf auch abstimmen“ vorüber sind. Das gab es auch in den Jahren nach Abschaffung der Relegation, fiel da aber nicht mehr so direkt auf, etwa mit dem Rückzug Armeniens 2021. Klar, mit dem Online-Modell muss man schauen, dass man da möglichst wenig Raum für Manipulationen hat, dieses Gespenst spukte nach der Premiere 2017 durch den Raum, was dafür sorgt, dass der damalige Sieger Russland nicht besonders beliebt ist. Und dafür reichte Platz 6 beim Publikum, so wie letztes Jahr bei Georgien. Aber dafür war er ja bei den Jurys so erfolgreich, dass sogar die Grafik gesprengt wurde. Fast so wie beim Pokalsieg von Kaiserslautern gegen den FC Schönberg 2004: Das Spiel endete 0:15, auf der Tafel stand jedoch 0:9…
Du hast absolut recht
Ich wäre nach wie vor dafür, drei sieger zu küren. Einen jury-sieger, einen televoting-sieger und einen gesamtsieger.
Guter Idee
@Berenike – Vielen Dank für die Berechnung der Alternativresultate.
Mein Vorschlag wäre folgender:
Wenn man will, dass Mittelmäßiges weiter vorne landet, muss man Mittelmäßiges auch bepunkten. Ich für meinen Teil finde, dass Mittelmaß nicht gefördert werden sollte. In dem Sinne – keine mentalen Verrenkungen, damit man Punkte nach unten hin verschleudert. Wer es bei so vielen Ländern, die werten, nicht in die Top 10 schafft, sollte auch nicht auf der linken Seite des Scoreboards landen.
Früher mag es weniger Teilnehmer gegeben haben, aber auch deutlich weniger Schrott. Warum also nur wegen mehr Teilnehmern jetzt mehr Punkte verteilt werden sollen, ist nicht logisch.
Wenn man was verändern will, dann sollte man die Jurywertung in eine A-Note (Qualität des Beitrags) und eine B-Note (Qualität der Darbietung, dh gesanglisch, interpretatorisch und von der Inszenierung her) splitten, ähnlich wie bei Eiskunstlauf. Das würde mehr Transparenz bringen und es gäbe nicht mehr reine Jurybaits, weil auch ein musikalisch schwacher Beitrag bei der Inszenierung bei der Jury punkten könnte.
Eine Idee ist das Anti-Voting (kann man jetzt gut oder schlecht finden) bei dem den letzten 10 Plätzen im „klassischen“ Stil Punkte abgezogen werden. Wer also einmal erster (+12) und einmal letzter (-12) wird kommt am Ende mit 0 Punkten raus. Nachteil: Die Jury kann gezielt die Länder dahin setzen, wo sie hin wollen. So setzt zum Beispiel Aserbaidschan Armenien traditionell auf den letzten Platz und auch wenn es vorher einen Publikumsfavoriten gibt könnten die Jurys diesen gezielt verhindern, die Zuschauer können nur „Bonuspunkte“ vergeben (es sei denn man führt eine zweite Hotline ein, bei der man antivoten kann, wovon ich allerdings nicht ausgehe, weil man ja miteinander feiern will und nicht gegeneinander) immerhin würde in diesem Voting jeder Anruf zählen, weil es ja auch um das abwählen von Minuspunkten geht.
Naja eigentlich sollte es hier nur um die Vorstellung einer eher scherzhaft gemeinten Idee gehen und jetzt habe ich doch so lange geschrieben.
9 und 11 Punkte einführen, Top 12 kriegt so Punkte. Problem gelöst.
Für mich fehlt das interessanteste Modell, was man aber anhand von Berenikes Zahlen leicht berechnen kann:
Jury bleibt alles beim Alten
Televote wird nicht verdoppelt, sondern auf das 25/26-System umgestellt.
Auch hier keine Änderung beim Sieger:
Österreich 258+710=968 1/1/0
Estland 98+779=877 3/2/+1
Israel 60+793=853 2/3/-1
Gewinner
Island +7
Deutschland +5
Finnland +4
Niederlande +3
Albanien, Norwegen +2
Ukraine, Polen, Litauen, Armenien, Luxemburg +1
Verlierer
Schweiz -7
Griechenland, UK -6
Frankreich -4
Malta -3
Portugal -2
Lettland, Dänemark -1
Neben Österreich nur 3 weitere Nationen auf demselben Platz: Schweden 4, Italien 5, San Marino 26
Das hatte ich sogar erst drin, hab es dann aber wieder rausgekickt, weil da die Televoter so viele Punkte mehr verteilen (325 Punkte von Publikum, 58 Punkte von der Jury pro Land)
Da die Abstände dann nicht so groß sind innerhalb des Televotings, hat das Televote dann aber doch irgendwie keine zu große Übermacht.
mit jedem system wäre Deutschland besser gewesen.