
Das nicht allzu seltene schlechte Abschneiden von Deutschland beim Eurovision Song Contest führt jedes Jahr aufs Neue zu der Frage: Woran hat’s gelegen? War die Stimme zu dünn, war die Song-Auswahl nicht mutig genug, mag Deutschland einfach niemand oder war das Lied schlichtweg nicht geeignet für den ESC? In der Diskussion um die Ursache kommt immer wieder auch das Thema Inszenierung auf. Selten bis gar nicht konnte Deutschland in den vergangenen Jahren mit einer Inszenierung aufwarten, die wirklich für Furore gesorgt hat.
Sicherlich ‒ eine gute Inszenierung macht aus einem schwachen Beitrag keinen guten Beitrag. Dennoch kann eine schwache Inszenierung aus einem eigentlich mittel guten bis guten Beitrag einen weniger guten Beitrag machen kann. Wenn uns das Visuelle langweilt oder das Bild keine Einheit mit dem Lied bildet, dann wirkt sich das auf unseren Gesamteindruck aus. Das Auge hört bekanntlich mit… Ausführlicher habe ich das vor kurzem bereits hier aufgeschrieben.
In unserer Serie „Bye Bye Basel“ nehme ich die diesjährige Inszenierung Deutschlands unter die Lupe – und schaue auch zurück auf frühere Shows, um zu überlegen, was künftig besser laufen könnte.
Während dem Auftritt von Abor & Tynna mit „Baller“ war einiges los auf der Bühne. Ein Cello hat geleuchtet, es gab in der Tat Tänzer*innen, sowie einen Jacken-Wurf, eine Club-Szene und eine riiiiiesige Boom-Box, die explodiert ist. Für mich zählt dieses Staging zu den besten, die Deutschland seit den frühen 2010er-Jahren auf die Bühne gebracht hat. Durch verschiedene kleine Szenen, wie die Interaktion zwischen den Geschwistern, mehrere Positionswechsel der beiden, Tynnas Interaktion mit dem Publikum oder das auffällige violette Licht kam Abwechslung in die drei Minuten. Außerdem wurde endlich mal wieder groß gedacht. Oft hat man das Gefühl, das Deutschland bescheiden daher kommen möchte, mit einer Inszenierung, die bloß nicht zu pompös wirken soll.
Verantwortlicher Creative Director für Deutschland war in diesem Jahr wieder Marvin Dietmann. Marvin Dietmann scheint in Deutschland einen Dauerauftrag zu haben. Auch 2024, 2023, 2022 und 2017 choreografierte der Österreicher den deutschen ESC-Auftritt. In all diesen vier Jahren landete Deutschland auf einem der hinteren Plätze. Natürlich ist daran nicht allein Marvin Dietmann Schuld. Aber schaut man auf die anderen Beiträge, die Dietmann designed hat, lässt sich zumindest die Behauptung aufstellen, dass er kein Erfolgsgarant ist.
In diesem Jahr war Dietmann beispielsweise für die Inszenierungen von Irland, Australien und Armenien (mit-)verantwortlich. Irland und Australien schafften es nicht einmal ins Finale. Armenien erreichte im Finale nur Platz 20. Als es der Österreicher Vincent Bueno 2021 nicht ins Finale schaffte, hagelte es in der österreichischen Presse Kritik an Dietmann. Von einer Bühnenshow, die „an Langeweile nicht zu überbieten ist“, war da unter anderem die Rede. Im selben Jahr schaffte er es mit Kroatien, Estland und Tschechien ebenfalls nicht übers Halbfinale hinaus und mit Spanien landete der Creative Director auf auf dem drittletzten Platz.
Die Liste könnte noch weiter geführt werden mit vielen weiteren Beiträgen. Darunter befinden sich aber natürlich auch einige Beiträge, die es ins gute Mittelfeld geschafft haben und Dietmanns größter Erfolg mit „Rise Like a Phoenix“ soll hier auch nicht unterschlagen werden. Allerdings stellt sich bei einer so geringen Erfolgs-Ausbeute, gerade in Kombination mit Deutschland, die Frage, warum man nicht einfach mal etwas anderes probiert. Es heißt schließlich nicht: „Never change a losing team“.
Dass es andere Optionen gibt, muss nicht mehr erwähnt werden. So sind zum Beispiel die Namen Sergio Jaén und Sacha Jean-Baptiste schon des Öfteren gefallen. Jaén konnte in diesem Jahr mit der Inszenierung zu „Wasted Love“ und im Jahr davor mit dem Staging zu „Doomsday Blue“ von Bambie Thug glänzen. Die Schwedin Sacha Jean-Baptiste zauberte bereits erfolgreiche Choreografien zu „Tout l’Univers“, „Fuego“, „Beautiful Mess“ oder „Love Wave“.
Nachdem wir einen Blick auf die Personalfrage geworfen haben, schauen wir uns doch einmal an, was sich Deutschland von anderen Ländern abschauen kann und wo in Sachen Inszenierung in den vergangenen Jahren die Mängel lagen. Ich bin fest davon überzeugt: Eine herausragende Inszenierung braucht nicht viel – im Gegenteil. Oft gilt: Weniger ist mehr. Viel zu oft betrachte ich eine Inszenierung von Deutschland und habe das Gefühl, dass man nach dem Prinzip „viel hilft viel“ vorgeht und einfach mal alle Bühnen-Elemente und Scheinwerfer in die Choreografie mit einbezieht. Das wirkt oft unüberlegt und führt lediglich dazu, dass die Bühne hell erleuchtet ist. Welche Scheinwerfer gerade leuchten ist in diesem Moment egal, da sie sich alle gegenseitig aushebeln. Kein Licht-Element kann richtig wirken, weil die ganze Halle lichtdurchflutet ist. Besonders gut kann man das sehen, wenn man sich zum Beispiel Levinas Auftritt 2017 anschaut. Durchgehend erleuchtet ein grelles Weiß die ganze Bühne. (Nahezu) Alle Licht-Elemente leuchten den ganzen Auftritt über.
Andere Länder haben mit ihren Inszenierungen schon oft gezeigt, wie es auch gehen kann. Das Paradebeispiel ist in diesem Fall Barbara Pravi, die im Jahr 2021 mit ihrem Song „Voila“ den zweiten Platz erreicht hat. Eine Frau, ein Scheinwerfer und eine Kamera haben in ihrem einfachen, aber kongenialen Zusammenspiel eine Inszenierung erschaffen, die das Publikum in ihren Bann gezogen hat. Drei Minuten lang hat uns ein einziger weißer Scheinwerfer klar gemacht, wem wir gerade zuhören sollen und auf was unser Blick gerichtet sein soll. Ein weißer Scheinwerfer stach aus einem tiefen Schwarz hervor und kreierte einen scharfen Kontrast. Ein einziger Scheinwerfer entfaltete seine ganze Kraft, ohne gegen andere Scheinwerfer konkurrieren zu müssen. Die Kamera war dazu in einem ganz bestimmten Winkel eingestellt, sodass ein sonderbares und völlig neues Bild kreiert wurde.
Auch der Franzose Slimane stand lediglich auf einem weißen Streifen, der aber seine volle Wirkung entfalten konnte, weil alle anderen Lichter aus waren. In diesem Jahr hat auch die Schweiz diese Art der Inszenierung angewendet. Durch ein paar wenige Lichter und eine besondere Kamera-Perspektive wurde rund um Zoë Më eine intime und magische Stimmung geschaffen. Hervorheben möchte ich auch eine Inszenierung aus 2014. Sanna Nielsen hat ihr „Undo“ in einem Kreis aus weißen Scheinwerfern performt. Wenige Scheinwerfer, die einzlen auf der Bühne standen und durch ihre ungewöhnliche Positionierung ein starkes Bild kreiert haben.
An das Problem, dass bei deutschen Inszenierungen oft die ganze Halle gleichmäßig ausgeleuchtet ist, schließt sich nahtlos ein weiteres an. Statt eine durchdachte Choreografie zu entwickeln, wird meist lediglich ein Bühnenbild kreiert. Die Verantwortlichen denken sich eine Grundstimmung für die Bühne aus, die sich dann im Verlauf des Liedes kaum oder nur minimal verändert. Während des Liedes ist oftmals keine klare Trennung zwischen den einzelnen Lied-Elementen zu erkennen. Besonders gut lässt sich das wieder an Levinas Auftritt beschreiben. Während den Strophen und auch während den Ruhe-Phasen des Songs sieht das Bühnenbild 1:1 so aus wie im Refrain.
Das gleiche gilt für Lord Of The Lost 2023. Die Strophen unterscheiden sich visuell so gut wie gar nicht vom Refrain. Der einzige Unterschied besteht darin, dass ein paar mehr Scheinwerfer im Refrain zum Einsatz kommen. Ebenfalls gut zu erkennen ist das bei Jamie-Lee und ihrem Auftritt im Jahr 2016. Während des gesamten Liedes ist es zu keiner visuellen Veränderung gekommen, bis die Halle zum dritten Refrain ein wenig heller wurde. Auch der dramaturgische Verlauf des Lieder bleibt oftmals auf der Strecke. Der erste Refrain sieht idenentisch aus zum dritten Refrain. Eine Steigerung findet nicht statt.
Das machen anderen Ländern häufig deutlich anders. Ein gutes Beispiel dafür ist die Performance von Cornelia Jacobs zu „Hold Me Closer“ für Schweden 2022. Angefangen wird hier mit einem Close Up, das in einer fast vollständig dunklen Halle eine intime Atmosphäre kreiert. Als nächstes leuchtet nur ein grüner Kreis vor dem sich Cornelia bewegt. Eine Abgrenzung zur zweiten Strophe findet dadurch statt, dass jetzt einzelne Lichter in der Halle leuchten und der Kreis weiß wird. Im letzten Refrain wechselt die gesamte Stimmung in ein Rot und es kommen immer mehr Scheinwerfer hinzu. Das Bild, das wir sehen, verändert sich von Moment zu Moment.
Wenn bei Deutschland eine Steigerung im dritten Refrain stattgefunden hat, bestand sie meistens nur daraus, dass einfach alle Scheinwerfen zum Einsatz gekommen sind, die die Halle zu bieten hatte. Das war beispielsweise bei Malik Harris der Fall. Gleiches gilt für den Auftritt von ISAAK.
An dem Auftritt von Isaak lässt sich ein weiteres Problem festmachen. Innerhalb der einzelnen Song-Parts kommt es zu keinerlei Hervorhebungen. Markante Lied-Elemente, wie beispielweise das Geräusch in ISAAKs Refrain, das sich wie ein Elefant anhört, oder die Laser-Geräusche bei Lord of The Lost oder auch die „Uuuuuh“-Background-Stimmen bei den S!sters, finden keinerlei Ausdruck in der (Licht-)Performance.
Schaut man sich, im Gegensatz dazu, den Auftritt von alyona alyona & Jerry Heil 2024 an, sieht man, wieviel Inszenierung in drei Minuten passt, ohne sie zu überladen. Jeder Song-Teil hat seine eigene bildliche Verkörperung. Auch bei Kroatiens „Rim Tim Tagi Dim“ hat jedes Element im Song seine klare visuelle Abgrenzung.
In Perfektion haben wir das ganze bei „Euphoria“ erlebt. Dort spielt das Licht-Design mit den verschiedenen Licht-Elementen der Halle. Mal sind die Lichtquellen breit gestreut und erstrecken sich über die gesamte Halle, mal sind nur wenige Scheinwerfer direkt hinter Loreen an. Während bei dem Wort „Euphoria“ mehrere Scheinwerfer-Reihen blau und weiß leuchten, sind es im Verlaufe des weiteren Refrains nur sechs Scheinwerfer, die weiß leuchten, während das Licht bei den Worten „Up,up, up up, up“ flackert und so weiter…. Nicht nur Strophe und Refrain sind durch die Licht-Stimmung klar voneinander zu unterscheiden, auch jeder Abschnitt, jeder Satz, jede musikalische Besonderheit und teilweise jedes Wort werden einzeln in Szene gesetzt.
Und dann wäre da auch noch die Sache mit den Kamerafahrten. Immer wieder müssen wir feststellen, dass Deutschland mit Kamerafahrten arbeitet, die wenig abwechslungsreich und statisch sind. Oft werden Totalen oder Halbtotalen eingesetzt, die lange bestehen bleiben und sich wiederholen. Das wirkt sich auf die gesamte Inszenierung aus, die dadurch undynamisch und wenig abwechslungsreich wirkt. Man muss sich nur einmal Armeniens „Love Wave“ von 2016 anschauen und daneben irgendeinen der deutschen Auftritte legen und es wird einem bewusst, wie viel man mit so einer Kamera eigentlich machen kann und wie viel eine dynamische Kamerabewegung ausmacht.
Von herausragenden Ideen, wie wir sie zum Beispiel mit dem Kreisel bei Nemo, mit dem Sturm bei JJ oder mit dem Strichmännchen bei Måns gesehen haben, ist Deutschland meilenweit entfernt. Das muss aber auch nicht unbedingt das Ziel sein. Das Ziel muss es sein, eine Inszenierung zu haben, die nicht einfach nur da ist, weil sie da sein muss. Es braucht eine Inszenierung, die das Publikum durch Abwechslung, Überraschung und Dynamik unterhält. Es braucht eine Performance, der man drei Minuten lang gerne zuschaut.
Was ist Deine Meinung zu den vergangenen deutschen Inszenierungen? Was ist gut gelaufen und was sollte verbessert werden? Schreib uns Deine Meinung gerne in die Kommentare.
In unserer Reihe Bye Bye Basel bereits erschienen:
- Unser Rückblick auf den Eurovision Song Contest 2025
- Beauty Blender beim ESC 2025 – Erfolg durch Fanbase und Freundschaft?
- Vorbild Basel: Daran können sich künftige ESC-Gastgeberstädte ein Beispiel nehmen
- Bara Bada Basel – Ein Gastbeitrag von Johannes Floehr
- Die Entertainment-Heldinnen von Basel ‒ So hat sich das Moderations-Trio des ESC 2025 geschlagen
- Geht besser: Das sollten künftige ESC-Gastgeberstädte Basel nicht nachmachen
- Wie früher: Drei Tage Eurovision Song Contest 2025 als Fanboy
- JJ mit „Wasted Love“ für Österreich: Sein Weg zum ESC-Sieg 2025
- ESC-Stars hautnah – Wie Wiwibloggs den Wettbewerb auch in Basel demokratisierte
- Tagebuch ESC 2025: Mini-Storys aus meiner Zeit in Basel
- Die Erfolgsserie von Liedern in Landessprache bleibt 2025 intakt – auch Songs mit deutschem Text können „ballern“
- ESC-Fan-Medien auf dem Abstellgleis: Wie die Berichterstattung vor Ort immer schwieriger wird
- Neue Flaggenregelung beim ESC 2025: Ein Balanceakt, der funktioniert hat
- So haben sich Juryvoting und Televoting beim ESC 2025 unterschieden
- ESC 2025: Abstimmung über das beste Prop – Sanduhren, Felsen und eine mobile Sauna
- ESC 2025: Wie ich Sissal am Flughafen in Aalborg traf und meinen Namen vergaß
- Best of ESC-Vorentscheide 2025: Ein ganz persönlicher Rückblick
- Ballade, Partykracher oder Spaßbeitrag – Was möchte Europa hören?
- Die Eröffnungs-, Pausen- und Closing-Acts des ESC 2025
- Luxemburg und die 100%-Serie nach dem ESC-Comeback
- Wie gut haben Wetten, Leser*innen und Blogger*innen das Ergebnis des ESC 2025 vorhergesagt?
- Die Inszenierung beim Eurovision Song Contest – Worauf kommt es an?
- Diese Länder könnten sich nach dem Ergebnis beim ESC 2025 vom Wettbewerb zurückziehen
- ESC 2025: So hat der „Rest of the World“ in den Halbfinalen und im Finale abgestimmt
- Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2025
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Erst einmal sollte Deutschland sympathische Interpret:Innen schicken.
Na ja, das ist ja nun Ansichtssache…
Mal davon abgesehen, dass es schon oft genug hieß „Aber der Künstler/die Künstlerin sind doch supersympathisch“ – hat aber auch nicht mehr Punkte gebracht.
Ausserdem ist es immer noch ein Songcontest, kein „Moralcontest“.😉
Genau, charismatisch ist wichtiger als das so oft bemühte „super sympathisch“. Sympathisch freut mich beim Bäcker, aber kommt auf der Bühne meist nicht rüber.
Moral? Was hat Sympathie mit Moral zu tun?
Charismatische Acts, die sehr gut professionell singen und auf den Punkt live abliefern können, wären für 2026 schon mal ein guter Anfang! Televoters rufen für jemanden an, den sie sympathisch finden, der passabel live singt und der auf der Bühne eine gewisse Magie ausstrahlen kann. Gepaart mit einem ansprechenden Staging und Live-Performance. Gesamtpaket muss stimmen. Song, Performance, Act – diese drei Faktoren müssen stimmen, dann klappt es auch mit einem Platz unter den ersten 10 oder in einem sehr starken Jahrgang unter den ersten 15. Conchita hätte meiner Meinung nach auch dann gewonnen, egal wie das drumherum gewesen wäre. Isaak hat durch das Staging etwas an Punkte vom Televoting gewonnen, aber das lag besonders an seiner Stimme und dem Gesang. JJ hat bei Televotern nicht so gut abgeschnitten, weil manche auch das Staging vielleicht nicht richtig verstanden haben, denke ich, aber für den Sieg reicht es heutzutage ja schon, wenn man eben die Jury vollends überzeugt. 2025 hatte Deutschland ein besseres Staging als sonst davor, aber da hätte man noch mehr rausholen können. Generell finde ich es aber auch sehr schwierig, wenn mehrere Länder immer auf die selben paar Namen setzen. Man konnte 2025 sehr gut erkennen, wo Sergio seine Prioritäten wählte. Man vergleiche nur mal z. B. alle Acts, für die er 2025 für Staging usw. zuständig war. Es ist mehr als offensichtlich, dass die ganze Kreativität zu 80 Prozent allein ins Staging von Österreich floß. Aber der Rest wie Finnland, Tschechien oder Zypern war ja mehr oder weniger eher ein Schnellschuss. Hauptsache schnell noch die Kohle eingesackt. Selbst in den sozialen Netzwerken hat er ja fast nur Österreich im Vorfeld beworben und abgefeiert. Dabei gibt es so viele kreative Menschen auf der Welt. Davon würden meiner Meinung nach sicher mindestens die Hälfte auch ein tolles Staging hinkriegen, wenn sie nur mal angefragt bzw. engagiert worden würden. Warum man in Deutschland auf Dietmann setzt, verstehe ich auch nicht? Gibt es da 10- Jahresverträge oder arbeitet Dietmanns Verwandtschaft vielleicht irgendwo beim NDR? 🤔 Schließlich gewann ja Kaleen die interne Österreichische Auswahl 2024 auch nur, weil Dietmann gerüchtehalber selbst eines der Jurymitglieder war.
Dietmann ist Kaleens Freund.
Genial fand ich in Sachen Licht und Laser die Inszenierung von Air, dem Mellobeitrag von Marcus & Martinus
Herzlichen Glückwunsch zur Silberhochzeit der Reihe „Bye Bye Basel“. Auf zur goldenen Hochzeit. 🙂
Du meinst zur Sibereisenhochzeit.
Stimmt passt eher beim deutschen Beitrag. 😀
You’ve sparked my interest in this topic.
Nice to hear 😊
Gefallen mir seit Malmö 2024.
This topic is usually confusing, but you made it simple to understand.
Also unsere Deutsche Bühnenshow in diesem Jahr war wirklich Überragend. Da hat man sich in diesem Jahr wirklich Gedanken darüber gemacht. Und man hat richtig viel Geld dafür in die Hand genommen. Diese Überragende Bühnenshow haben wir aber nie im Leben Marvin Dietmann zu verdanken, sondern hauptsächlich Stefan Raab. Ohne diese Überragende Bühnenshow wären Abor & Tynna wahrscheinlich noch viel weiter hinten gelandet und hätten nie im Leben 3 Mal die magischen 12 Points bekommen. In diesem Jahr hatten wir die mit Abstand beste Bühnenshow der Deutschen ESC-Geschichte und endlich ein Überragendes Gesamtpaket. Ich hoffe, dass der SWR daran anknüpft. Aber das sind wohl bloß Wunschgedanken.
Fand die Inszenierung auch klasse.
Mich würde aber echt interessieren wie das ausgesehen hätte, wenn die Boombox wie ursprünglich geplant in die Höhe anstatt in die Breite gegangen wäre und man einen dreidimensionalen Vorhang verwendet hätte.
Aber das war mit dieser 50 Jahre alten Halle ja leider nicht möglich.
Überragend höchstens für deutsche Verhältnisse, im internationalen Vergleich war das auch eher Mittelfeld.
Von den Inszenierungen der letzten zehn Jahre haben mir von Deutschland nur drei ganz gut gefallen, und zwar 2018, 2024 und 2025, was mit den Plätzen Vier, Zwölf und Fünfzehn goutiert wurde.
Das sehe ich genauso. 2018 war wirklich super und sehr emotional. Ich sehe mir die heute noch gerne an. Weil man in Lissabon keine LED Wand hatte, wurden die Bilder auf eine halbrunde Leinwand projiziert. Und die Steigerung, von der im Bericht die Rede war, war auch gegeben. 2024 und 2025 passierte auch was auf der Bühne. In den anderen Jahren war das nicht der Fall, das setzte die ARD auf den Salvador-Sobral-Effekt, aber der funktioniert nur mit einem starken Lied.
Wenn man bei Platz 12 und 15 von goutieren sprechen kann.
2024 und 2025 habe ich an den deutschen Inszenierungen eigentlich nichts auszusetzen. Waren gut und durchdacht (mMn).👍
Aber es stimmt schon: Meistens sind die Inszenierungen der ganz große Schwachpunkt bei den deutschen Beiträgen. Mir geht es ja nicht darum, dass er überladen daherkommt, aber stimmig und harmonisch sollte er sein.
Wenn ich die die Beiträge seit 2015 Revue passieren lasse: Ann-Sophies Auftritt begann damit, dass sie uns anfangs den Rücken zugewandt hat. Wirkte schon einmal abweisend. Außerdem waren die Scheinwerfer zu dominant. 2016 hatte auch nicht wirklich etwas gepasst. Jamie-Lees knallbuntes Outfit zu einem recht düsteren Song.
Hier hätte sie passend zu ihrem Manga-Outfit einen fröhlicheren Song wählen sollen (vielleicht in Richtung K-Pop). Oder aber zu den Song, den ich eigentlich ganz schön fand, ein geheimnisvolleres Kleid bzw. Gewand, möglichst weiss. Hätte sich gut von dem dunklen Hintergrund abgehoben. Auch 2017 war – ohne Worte. Da singt eine blonde, von Teint her recht helle Frau in einem grauen Kleid vor grauen Hintergrund einen Song vor perfekten Leben. Habe ich überhaupt nicht verstanden. 2018 war gut inszeniert, das hat wohl auch maßgeblich zur guten Platzierung beigetragen. 2019 – okay – das Lied war jetzt auch überhaupt nicht mein Geschmack, aber die Inszenierung aus der Vorentscheidung fand ich wesentlich ansprechender (und wäre wahrscheinlich auch eher in Erinnerung geblieben. Hätte vielleicht den einen oder anderen Punkt noch eingebracht (aber ich glaube, viel mehr wäre es trotzdem nicht geworden). 2021 – hm… Den Song fand ich eigentlich sogar ganz witzig (in audio), aber hier hat leider auch nichts gepasst – weder der Gesang, noch das Staging. Diese komische Hand… das war nicht witzig, sondern einfach nur albern.
2022 fand ich den Song eigentlich ganz schön, mir ist aber auch klar, dass man nicht viel mehr hätte rausholen können. Hier hätte ich vor allem ein etwas anderes Outfit gewählt, nicht diesen „Schlabberlook“. Eventuell hätte man auch die Strophen (mit dem Rap-Part lichttechnisch anders darstellen können als den Refrain.
2023 – naja, ich fand in der Tat, dass sich Lord of the Lost nicht genug vom Hintergrund abgehoben haben. Beides rot, wirkte auf dem Bildschirm nicht so schön.
Möchte aber betonen, dass ich keine Expertin auf dem Gebiet bin. Ich gebe einfach meine persönlichen Eindrücke wieder.🙂
Bei Anne Sophie lohnt es sich die Performance von der VE mit der beim ESC zu vergleichen, und das sind welten. Bei der VE stand da eine fröhliche junge Frau auf der Bühne, die locker ihren Song vortrug. Warum da beim ESC plötzlich Fräulein Rottenmeier, die einen auf Sexy macht, auf der Bühne stand, ist ein Rätsel. Trotzdem hätte sie damals keine 0 Punkte verdient. Da waren andere Songs schlechter. Das sie eine tolle Sängerin ist, hat sie dann bei The Voice bewiesen. Ihr auftritt gegen 2 andere Teilnehmer bei dem Song „Stand Up“ ist schon fast legendär.
Da gebe ich Dir wohl Recht. Die VE-Performance war wesentlich lässiger und sympathischer. 0 Punkte ist für jeden Künstler oder Künstlerin hart. Das wünsche ich echt niemandem.
Sehe ich genau so, das kann ich mir bis heute nicht erklären, wie man den Auftritt so ins Negative verändern konnte 🤷🏼♀️ Im VE hat es wirklich Spaß gemacht, ihr zuzusehen und hören sowieso.
Levinas Auftritt 2017 gehört zu den schlimmsten Auftritten, die ich je beim ESC gesehen habe! Als dann auch noch die Haarsträhne nicht mehr halten konnte, war jegliche Hoffnung im tiefen mausgrau erstickt.
Da wurde praktisch nix getan, um den Zuschauer den Song schmackhaft zu machen. Die ganze Inszenierung erinnert mich an den Witz: „wie sieht die Flagge von Ostfriesland aus? Weißer Adler auf Weißem Grund.“ Der Hintergrund Grau, das Kleid Grau, und so soll dann ein „Perfect Life“ aussehen? Ach im übrigen für diesen Murks war auch Marvin Dietmann verantwortlich.
Dazu lag sie auf dem Fußboden. In Kontrast dazu lag Hovig auf demselben Boden, flog aber durch‘s All.
Das war der einzige Move den sie gemacht hat. WOW. Bei einem flotten Song wie Perfect Life braucht es Tänzer und etwas mehr Farbe im Bühnenbild.
Hab den Song irgendwie nicht als flott in Erinnerung. Eigentlich hab ich gar keine Erinnerung muss ich zugeben
Das Wischen des Bühnenbodens mit seltsamen Räkelbewegungen hat hoffentlich bald mal ausgedient. Finde das furchtbar unästhetisch und unsexy.
Gestern war übrigens Tag des Bodenwischens. 🫣
https://www.kuriose-feiertage.de/wisch-den-fussboden-tag/
Lol. Gleich mal ein Zusammenschnitt aller wischenden ESC-Acts. 😛
Ganz furchtbar, wie dieser Nude Look und die Bodies bei Frauen.
Oh ja.
Ist doch irgendwie praktisch, wenn das Bühnenboden fegen, die Künstler übernehmen, da haben die Bühnenarbeiter weniger arbeit.:)
Auch wieder wahr. 😀
Das Staging kam direkt aus dem Loriot-Sketch mit der Farbberatung.
Wieso konnte dann darüber keiner Lachen? Auch stellt sich mir die Frage, angesichts der vielen Misserfolge die der Dietmann hatte, frage ich mich warum immer wieder so viele Nationen den wollen. Vielleicht weil sie glauben, mit dem seine Inszenierungen gewinnen wir garantiert nicht? Oder ist er besonders günstig, im Vergleich zu anderen Bühnendesignern?
Es war für mich der schlimmste Beitrag der deutschen ESC-Geschichte, schlimmer noch als Jendrik oder Sisters. Ein eiskaltes Produkt ohne Seele oder Charisma. Ganz furchtbar.
Dazu fand ich Levina auch als Person so aufregend wie eine leeres DIN-A4-Blatt. Im Jahr darauf war die bei den Songchecks und gefühlt alles was sie zu sagen hatte war „oh das ist schön“ oder sowas.
Ja, wirkte wie eine Top Model Tussi auf mich.
Für ein Top Model war sie zu dick.
Ich fand Lets get happy und Miss Kiss Kiss Bang viel schlimmer.
Sehr guter Artikel und sehr gute Beispiele, um das Ganze zu belegen.
Danke, das freut mich 😊
Fand die Inszenierung dieses Jahr weniger stimmig als bei Isaak, aber es bleibt der Eindruck, dass Dietmann sich mittlerweile auch für Deutschland zumindest etwas mehr Mühe gibt. Zudem war es dieses Jahr auch relativ egal – Tynna ist so charismatisch, dass es um sie herum nicht viel Zinnober, sondern lediglich etwas Dramaturgie braucht.
Was mir aber immer wieder auffällt: Die meisten anderen Länder wissen die Bühne und ihre technischen Möglichkeiten wesentlich besser zu nutzen oder haben wirklich überraschende Konzepte. Diesbezüglich war die diesjährige Verpuffung in der Boombox aus deutscher Sicht bereits das Highlight der letzten Jahre. Das ist eine wirklich, wirklich dürftige Bilanz. Hat aber vielleicht auch was damit zu tun, dass Deutschland immer erst sehr spät aus den Startlöchern kommt und womöglich dann die Zeit für ausgefeiltere Backdrops und Inszenierungen fehlt.
Wenn aber selbst das kleine Luxemburg es ohne viel Geld schafft, seinen Beitrag allein durch die Inszenierung auf ein neues Level zu heben, ist die deutsche Einfallslosigkeit eigentlich ein Armutszeugnis.
Ich fand die Inszenierung von Luxemburg in diesem Jahr mega. Hätte deutlich mehr verdient als Platz 22.
Ich finde gerade an den Beispielen die Giulia rausgesucht hat, erkannt man, dass man eigentlich gar nicht so viel mehr auf die Bühne bringen muss. In erster Linie braucht man ein gutes Konzept und wie du schreibst, dass man die technischen Gegebenheiten voll ausnutzt. Dass man ein Kamerabild erzeugt, was so noch nicht da war oder einfach immer schön wirkt wie Licht/Schatten/Spiel mit Farben und Kontrasten.
Lettland hat mich damit dieses Jahr sehr gekriegt. Das war zwar zum Ende hin auch etwas schnell erzählt, aber die erste Minute hat sich so festgefressen in mein Hirn, dass ich die Inszenierung noch positiv im Gedächtnis habe. Schweiz und Luca Hänni mit dem vielen Rot, Tänzern und der Perspektive genauso. Red Sebastian im genauen Kontrast dazu war auch irgendwie zu statisch mit der Kamera und hatte zu wenig Kontraste irgendwie.
Bei uns in diesem Jahr waren meine Highlights tatsächlich hinter der Boombox, wo sie die Treppe runtergeht mit dem Clubähnlichen, und dann vorne wo sie den Rock wegwirft. Die explodierende Boombox hab ich auch nach dem dritten Mal schauen kaum wahrgenommen und die Interaktionen waren nett, aber nicht mehr.
Ich frag mich halt auch, wie gut es ist die Künstler:innen tatsächlich so intensiv einzubinden wie Alex das in den Interviews mit euch immer betont hat. Ich verstehe das es nett ist, wenn sie sich wohlfühlen, aber für sie ist das ja alles neu, sie kennen eine Bühne von Auftritten und normalen Fernsehstudios – aber der ESC ist nochmal komplett was anderes. Das sollte man wirklich eher wie so ein Musikvideo handhaben, was in einem Rutsch und ohne Schnitte durchgezogen werden muss. Beautiful von Christina Aguilera lässt grüßen 😅.
Hoffe, dass der SWR nicht wieder bei Null anfängt mit der Lernkurve und dass wir, trotz gutem Bühnenbild dieses Jahr, nächstes Jahr endlich Mal wieder jemand neues als Art Director bekommen. Es wird Zeit.
Die fehlende und passende künstlerische Umsetzung eines Songs auf der Bühne ist in Deutschland natürlich auch den Senderverantwortlichen zu zuschreiben.
Wer meistens Talkshowgäste auf dem Sofa und bestenfalls mal Roland Kaiser und Mayte Kelly im Studio abfilmt, hat wenig Erfahrung für eine große ESC-Bühne zu inszenieren . Dass man sich dann Unterstützung von jemanden holt, der der Langenweile entspricht, ist die konsequente Folge der vorhandenen Betriebsblindheit.
Die diesjährige Inszenierung lässt allerdings für die Zukunft mit den neuen Verantwortlichen vom SWR hoffen. 🙏
Ich vermute aber, dass den meisten Anteil an der Inszenierung Stefan Raab und Abor & Tynna selber hatten
Kaleen hat auch eine wichtige Rolle gespielt.
Wer weiß, auszuschließen ist gar nichts. Sie musste sich ja noch rächen, nachdem ihr in Malmö, der Sieg geraubt wurde 😉
Ich kann mir aber ehrlich vorstellen, dass von ihr die Idee mit den Tänzern von ihr kam
Deutschland könnte den besten Bühnenregisseur engagieren um den Song zu inszenieren, es gibt halt Länder, die mögen Deutschland nicht. Da kann man nix machen. Egal wie gut die Künstler oder die Inszenierung ist. Damit muss man sich halt abfinden.
Ich kann dieses „keiner mag uns“ Gejammer nicht mehr hören. Das trifft nun wirklich nicht zu. Tatsache ist, dass wir sehr oft todlangweilige Lieder mit total uncharismatischen Leuten schicken.
Ich mag mich auch.
Naja das stimmt so nicht. Die letzten Jahre profitiert Deutschland beim ESC und es gibt durchaus „politische“ Punkte. Die letzten beiden Jahre gab Israel uns 10 Punkte und die Ukraine 1×7 Punkte und dieses Jahr sogar 12 Punkte
Welche Länder sollen denn das so sein?
Und wie erklärt man sich dann Erfolge wie den vierten Platz in Lissabon oder den Sieg 2010? Dieses AfD-Mimimi ohne jegliche Fakten zu liefern nervt.
sonst fällt der nix ein, außer die Afd-Keule zu schwingen? Ausnahmen bestätigen die Regel. Man will halt das die Big 5 dabei bleiben, deswegen gibt man ihnen manchmal ein Bonbon, um dann wieder in den Trott von den Vorjahren zu verfallen. Das war bei Deutschland so, das war bei UK so und das war bei Spanien so. Italien ist ein Ausnahmefall, wegen der Diaspora.
Irgendwelche Beweise für deine Behauptungen?? Wenn nicht brauchst du dich nicht wundern dass dich fast jeder hier für nen Verschwörungsspinner hält.
Immerhin ist er heim RU-Thema auf der richtigen Seite.
Das Wort „Spinner“ verbitte ich mir. Aber du hast ja sowieso ein Problem damit, andere Meinungen zu akzeptieren und du tust jeden gleich beleidigen, der ne andere Auffassung hat als du. Das ist bei dir chronisch. Zuviel ich weiß können wir hinschicken was wir wollen, aber hat Deutschland in den letzten Jahren, auch wo wir gut abgeschnitten, jemals viele Punkte zum Beispiel aus Griechenland bekommen? Oder aus Frankreich, Italien, UK,
War natürlich klar dass du irgendwann wieder unter neuem Namen dein Rumgemotze verbreitest, escfrust05.
Ob ich motze oder nicht, entscheide ich, da brauche ich dich nicht um Erlaubnis zu fragen. Vielleicht etwas weniger anmaßend sein, würde dir ganz gut tun. Denn so wichtig, wie du dich machst, bist du nicht.
Aber du oder was?? 😉
Nee, ich halte mich nicht für wichtig und hetze gegen andere.
„deswegen gibt man ihnen manchmal ein Bonbon,“ – wie läuft das ab? Verabreden die anderen Länder sich irgendwo auf einem Darknet Channel wer dieses Jahr gepusht werden soll und die Leute schreiben sich dann heimlich untereinander SMS, dass man doch bitte mal wieder für UK, Spanien oder Deutschland anrufen soll? Das klingt sehr anstrengend. Ich bleibe bei dem einfachen Gedanken, dass sowohl Michael, Sam oder Chanel einfach gute Acts waren, die die Punkte ehrlich verdient haben :).
*gähn*
Wenn die Big 5 gut abschneiden, bringen sie halt auch gute Acts wie Michael, Chanel oder (auch wenn ich den Song nicht mag) Sam Ryder. Italien und Frankreich bringen halt immer Qualität.
Bezüglich Frankreich stimmt das nur bedingt, in den letzten Beiden Jahren hatten sie Balladen dabei, die bei der Jury gut angekommen sind, aber das war aber auch mal deutlich anders. Bei Italien habe ich das Gefühl, die könnten auch jemand hinschicken der das Alphabet auf italienisch rückwärts rülpst, die würden immer Top 10 erreichen. Was an dem Lied von diesem Jahr so toll gewesen sein erschließt sich mir nicht, das war total langweilige Grütze. Mit der schwächste Beitrag aus Italien seit langem und dann kriegen die Platz 5. Unfassbar.
Dass der Italien-Beitrag langweilig ist, dachte ich vor der Show auch. Aber die Idee mit der Übersetzung, die Mundharmonika, die Emotionen generell.. bei mir ist er damit sogar auf Platz 5 der besten Italien-Acts vorgerückt, nach der langen Pause. Er kommt für direkt hinter Diodato, Maneskin, Raphael Gualazzi und Angelina Mango.
Für mich war Italien heuer auch ein richtig starker Beitrag!
Wenn dir Grütze zu langweilig ist, kannst du noch ein paar Brombeeren oder mehr Heidelbeeren reintun.
Ein wichtiger Punkt jenseits des Stagings, der im Artikel immer wieder mal auftaucht ist, wie hilfreich es ist, charismatische InterpretInnen zu haben. Slimane, Pravi und MM x sind da beste Bespiele es passierte (Gottseidank) relativ wenig auf der Bühne. Dieses Jahr war D da auf einem guten Weg, Tynna war irre charismatisch und sexy. Hätte auch gut gepunktet ohne Boombox und Bela Lugosi. Wir haben hier aber oft die Tendenz zu Isaak/Kümmert Typen oder Mädels aus gutem Hause. Slimane oder PARG zB wären bei uns nie durch einen VE gekommen. Das trifft aber durchaus auch auf die gesamte Deutschpopszene zu, scheint was kulturelles zu sein.
Charismatische Künstler findet man aber nicht bei irgendwelchen No Names. In diesem Jahr hat sich ein Tim Bendzko beworben, der erst gar nicht zum Vorentscheid zugelassen worden ist. Wenn schon ein bekannter Künstler sich bewirbt, dann sollte man ihn zumindest zum Vorentscheid zu lassen.
Dann sollten sich die bekannten Künstler:innen aber mit der Songauswahl ein bisschen mehr Mühe geben. Fand den Bendzko-Song mehr als belanglos…
Habe den Song von ihm nicht gehört. Allerdings hätte man ihn allein vom Namen her, schon mal nominieren können, damit noch mehr Leute einschalten. Ob er dann die VE gewonnen hätte, steht natürlich dann auf einen anderen Blatt. Das wäre besser gewesen, als irgendwelche Künstler aus dem UK zu holen.
Das sehe ich halt ein bisschen anders. Ein bekannter Künstler ist längst kein Garant für Erfolg. Es sollte mMn in aller erster Linie um die Musik gehen. By the way: Im Moment könnte ich mir bei keinem in Deutschland bekannten Künstler (oder Künstlerin) einen nennenswerten Erfolg beim ESC vorstellen. Es gibt hierzulande sicher großartige Talente, diese sind aber eher regional bekannt (oder sogar bis dato eher unbekannt).😉
Bendzko ist aber kein gutes Beispiel für charismatisch. Der hat wieder diesen eher unappetitlichen Kölner Schluffi-Look und würde in Frankreich oder Italien nicht durch die Tür kommen.
Mit welcher Berechtigung denn? Wieder so ein Kommentar ohne faktischen Sinn, aber mit viel Empörung dahinter.
Ich habe halt ne andere Meinung als du. Punkt. Wenn schon ein bekannter Künstler Deutschland vertreten will, dann sollte man ihn zumindest im Vorentscheid auftreten lassen. Dann muss man sich auch nicht wundern, das kein bekannter Künstler für Deutschland antreten will.
Bei der Auswahl auf Tänzer achten, die sich geschmeidig zum Rhythmus bewegen können und wissen, wann der Song vorbei ist, wär so’n Tipp.
Wir brauchen hier keine Tänzer, wird sind nicht in Miami oder Halstenbek-Krupunder.
Da bin ich deiner Meinung. Ich finde dieses Rumgehampel bei den meisten Beiträgen total absurd und meist unpassend. Hat meist gar nix mit dem Song zu tun. Mich stößt das eher ab, als dass ich es gut fände. Mit einem guten Beitrag braucht man diese nervige Zierde nicht. Macht den Song eh nicht besser.
Ich hatte gesehen, Du hattest es noch zum Bardenfest geschafft, yeah! Freut mich!
Geht es dir gut?? Habe mich heute nach Ewigkeiten mal wieder an Sudoku versucht. No way, ich habe dafür einfach keine Nerven!!
Geht mir genauso, das wirkt auf mich wie diese ganzen Rankings hier eher stressig.
Wie ist das Wetter bei Euch? Hier war‘s heute recht gut aber die ganze Zeit wechselhaft. Offensichtlich gibt’s Global Warming aber gefühlt wird das Wetter seit 10/12 Jahren immer schlechter, Wacken war auch wieder Regen und Matsch 😞
Regnerisch und wechselhaft, wird aber im Laufe der Woche wieder sommerlicher.
Habe gestern auch wieder einen Cosmo gemacht. Muss glaube ich aber nächstes Mal einen Eiswürfel mehr in den Shaker tun, war gestern doch etwas sehr sprittig.
Genau, ich mag wie gesagt immer so leicht pink.
Ich finds ganz im Ernst toll, dass Du das alles mit Deiner Mom Machst. Deine und meine hätten sich super verstanden.
Hm, weiß nicht so genau. Meine Mutter braucht da immer etwas bis sie mit anderen Leuten warm wird.
Heute gab es nach dem Hähnchen gestern was vegetarisches. Hier das Rezept falls du mal Ideen suchst.
https://www.gutekueche.de/gruene-bohnen-auflauf-rezept-13026
Oh. Danke. Muss dringend ein Glas Bohnen verarbeiten. Perfekt. 😀
Ist zwar eigentlich Low Carb gedacht das Rezept, aber wir haben noch etwas Kartoffeln reingetan für die Sättigung. 😉
Das geht in Ordnung. Kartoffeln müssen auch weg. 😀
Das klingt sehr norddeutsch, meine war da sehr ähnlich. Sie hatte auch den Instinkt, den ich wohl geerbt hab, dass man sofort wusste, wenn sie jemanden sch.., fand. Mein Vater war ganz anders (wäre übrigens sein Geburtstag heute), der kam immer sofort mit allen klar. Ich bin da in der Mitte, ich reagier immer auf meine Reaktion zu den Leuten aber schalte wenn ich die nicht mag auf technokratisch, was gerade in D die wenigsten stört.
Sie ist aber aus Schlesien, auch wenn Vorfahren wohl aus dem Raum Berlin stammen.
Ach ja, hast du das Rezept gesehen?? 😉
Ne, ich bin ja im Hotel und so cool die Bros am Empfang auch sind, die werden ich wohl kaum in die Küche lassen!
Wir hatten viele schlesische Flüchtlinge als ich aufgewachsen war, die Mutter meines besten Freundes war aus Schlesien (wobei sie sich eigentlich nicht dran erinnerte, sie war da ja sehr jung).
Das Rezept war ja auch eher für später falls du mal was kochen willst. 😉
Wird noch dauern. Ich geh diese Woche noch hoch wegen Blaubeeren. Aber ich werd wahrscheinlich nicht ins Haus gehen, sondern bei Werwolf bleiben . Ist immer noch alles sehr schwierig.
Ja. Hab mich noch aufgerafft. 🙂 War eine gute Entscheidung. Hab in dem Gedränge zwar erst meinen Buddy nicht gefunden (wie ging das früher ohne Handy), hat dann aber nach ein paar Missverständnissen doch noch geklappt. Neben der Band La Boum war Paula Carolina der Act, auf den ich mich am meisten gefreut hab. Ist schon ’ne tolle junge Frau mit einer unglaublichen Ausdauer und Energie. Hatte ich schon erwähnt, dass sie seit zwei Jahren meine Hauptfavoritin für den ESC ist? 😛
Gegen 22:30 Uhr hat es dann angefangen zu regnen. Die wippenden Regenschirme vor der Stage sahen allerdings sehr lustig aus. 😀 Ist schon eine irre Atmosphäre, wenn die ganze Nürnberger Altstadt mit Musikern und Leuten voll ist. Es ist auch die Ausnahme, dass die Gastro im Außenbereich bis 1 Uhr geöffnet haben darf. Sonst ist um 23 Uhr draußen dicht. Ein paar phobische Nachwehen (dank Corona) hab ich noch bei solchen Menschenmassen. Aber es ist viel besser geworden.
Danach sind wir noch auf mein Drängen hin in unsere Stammkneipe. War noch rappelvoller als sonst eh schon. Hat sich aber gelohnt. Während mein Buddy netterweise ein Radler bei Barkeeper Max für mich bestellt hat, spürte ich hinter mir Blicke. Kennt ihr das Gefühl? Als ich mich umdrehte, stand ein total knuffiger Mitdreißiger hinter mir und lächelte mich an. Hab dann erfahren, dass er der Sohn des Kneipenbesitzers war. Sollte öfters dort auftauchen. 😀 Er musste dann auch ein paar Mal an mir vorbei. Und dank Platzmangel ging das ohne Körperkontakt nicht. 😛 Leider mussten auch alle anderen Typen an mir vorbei. So viel physische Nähe hatte ich sehr lange nicht mehr. Lol.
Super! Gerade bei Outdoor Events kann’s wens warm ist total cool sein, wenn man man nass geregnet wird!
Zum Thema Corona-Nachwehen – psychologisch ja aber ich hatte halt Glück, dass ich an der Küste war. Das erste echte freie Gefühl hatte ich aber, als ich nach dem 2. Lockdown in Amsterdam war und alle zwanglos zusammen an den Tuschen saßen. Das war schon sehr befreiend. Bars machten meine ich so um Mitternacht dicht, aber das war‘s. War cool.
zwei Tage später …
Keine Tänzer? Du bist so ein Klischeedeutscher! 😉 Oder wie mir mal ein ESC-Fan beim dt. VE sagte: „Sowas kann Aserbaidschan machen, ich will das nicht.“
So ein richtiger Dancesong, so wie Zypern, Spanien oder Moldawien mal einen hatte, gab es für Deutschland doch nie. Vielleicht sollten wir es mal damit probieren. Aber wer singt so ne Art Musik in Deutschland?
Ich dachte da an Baller in Basel, als man die Tänzer trotz Musikende einfach verpeilt weiter hampeln ließ.
Thema Kamera-Arbeit:
Beim ESC wird wohl schon seit längerem u.a. CuePilot genutzt. Die posten manchmal Beiträge die damit produziert wurden.
Hier mal einer meiner Lieblingsbeiträge, „Dark Side“ von 2021 (Achtung, Facebook): facebook.com/watch/?v=482249399700494&vanity=cuepilot
Gerade der Übergang nach 2:25 min gehört mMn zu den Besten.
Hier auch der Auftritt zu Tattoo:
Trotz der guten Inszenierung in diesem Jahr mit interessanten Props und insgesamt spannendem Konzept, war auch in diesem Jahr die Kameraführung maximal ausreichend.
Ich verstehe zum Beispiel bis heute nicht, warum man für eine gefühlte Ewigkeit diesen schrecklichen Trägerbalken oder die Hallendecke filmt. Und die Explosion am Ende war ja auch absolut schlecht von der Kamera eingefangen.
Einfach die Kamera den Schweden verantworten
Wäre ein Möglichkeit
Die Probleme des NDR mit der Inszenierung sind ja hinlänglich bekannt und diskutiert. In den letzten beiden Jahren war das aber anders, deswegen weiß ich nicht, ob das jetzt der richtige Aufhänger ist. Wovon ich jedenfalls nichts halte, ist dieses sich Einschießen auf die Person Marvin Dietmann, als wenn daran alles hängen würde.
Grundsätzlich gibt es kein Patentrezept für eine gelungene ESC-Inszenierung. Ich würde auch nicht sagen, dass es immer „Abwechslung, Überraschung und Dynamik“ braucht.
Ich denke auch nicht, dass es an Dietmann liegt. Ist allgemein im deutschen Fernsehen ein Problem
An wen sonst, er war für alle Inszenierungen beim ESC für Deutschland verantwortlich in den letzten Jahren. Und nur einmal kam man mit ihm in die Top 10. Und das war 2018. Also eine Erfolgsbilanz sieht anders aus.
Wobei 2018 die Inszenieriung meine ich vor allem auf Michael zurückging.
War die Inszenierung von Baller nun gut oder schlecht? Deutschland erreichte bei 26 Teilnehmern nur Rang 15. Also ein sehr mittelmäßiges Ergebnis. Kam der Song bei den Zusehern nicht gut an und die Inszenierung hat schlimmeres verhindert? Oder war es umgekehrt und die Inszenierung hat viel kaputt gemacht?
Grundsätzlich bin ich der Meinung Deutschland muss endlich mal wieder konkurrenzfähige Lieder zum ESC schicken. Das gelingt einfach nicht und fast alle Länder sind hier einfach viel besser aufgestellt.
Ich finde das Baller schon ein guter Song war. Endlich mal wieder auf Deutsch. Sehr modern. Es liegt halt an Europa.
Ich bin mir sicher, dass der SWR für Vanessa Mai (feat. Baby Lasagna) nächstes Jahr beim ESC 2026 in Wien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Sergio Jaén für die Bühnen-Inszenierung vertraglich verpflichten wird. 😀
Ich hoffe sehr dass du Freunde hast die dir zu Seite stehen, bei den vielen Alk den du konsumieren musst um auf diesen Quatsch zu kommen. 😉
Und natürlich P. Hansa als Moderator… 😛
An Philipp Hansa als ESC-Moderator habe ich keine Zweifel. 😀
Da muss Marko aber erst seine Angetraute fragen, ob er mit der feschen Vanessa featuren darf. 😀
Ist Baby Lasagna verheiratet ? Ich habe keine Ahnung.
Bin halt auf die beiden gekommen, weil Vanessa Mai halb Schwäbin / halb Kroatin ist. der Vater kommt aus Kroatien und sie spricht auch fließend die Sprache.
Ja. Seit knapp einem Jahr. Mit seiner Dauerverlobten Elizabeta (keine Ahnung, ob man sie so schreibt).
Schön, dass hier der Auftritt von Iveta aus dem Jahr 2016 gewürdigt wird.
Da hat alles gepasst: Stimme, Song, Outfit, Staging und die Schnitte.
Was für eine aufregende Frau… um ein Haar wäre ich für drei Minuten hetero geworden, dank ihrer LoveWave!
Iveta hatte wieder dieses Body-Problem, finde ich einfach unsexy. Ist wie Tangas bei Männern für mich (womit ich jetzt nicht Deinen Klamottengeschmack kritisieren will).
Ladies bitte JLo oder la Hunziker.
Ich als Hetero finde so einen Body auch nicht attraktiv
Ja ganz schlimm. Man sieht’s ja auch in den Kommentaren hier . Egal ob hetero oder homo, Es sagt eigentlich keiner dass zB Sissal dieses Jahr oder Kaleem letztes Jahr toll aussahen. Es wirkt halt billig.
OmG. Da werden Erinnerungen wach. Wir waren damals 17 und zusammen auf Ibiza im Urlaub. Meine beste Freundin, zwei Best-Buddies (männlich) und ich. Eines Tages liefen wir an so einem Straßenautomaten vorbei, in dem es so billige Tangas gab. Andi wirft Geld rein und holt so ein hässliches Ding raus. Mini-Ausführung und giftgrün. Abends im Hotel ging es los. Wir hatten ein Apartment mit zwei Schlafzimmern. Plötzlich kamen die wildesten Schreie aus dem Jungszimmer. Andi hatte das Ding anprobiert und kriegte sich nicht mehr ein vor Lachen. Natürlich musste er uns das Teil angezogen präsentieren… es war so schlimm. 😀
Wie schlimm?? Musstest dir die Augen mit Seife auswaschen?? 😉
So schlimm, dass ich den Anblick nie vergesse.
Ich merk gerade, wie zweideutig dieser Abschnitt ist…
Denk an was schönes, irgendjemanden du du heiß findest.
Da hab ich schon jemanden. 🙂 Und der trägt keine Tangas. 😀
Nemo? Bist Du sicher?
Ähm… nein. Nope. Nein.
MARKO?😜
Ausnahmsweise nicht. 😀 Außer der Typ von der Kneipe heißt so. Ich muss das rauskriegen. 😛
Und: Der Wuschel-Tattoo-Sänger von HDS. Wie kann so ein hotter Kerl nur Karl heißen? Muss da immer an meinen Opa denken. Gott oder wer auch immer hab ihn selig. Ich stell mir das gerade vor… du bist bei der Sache und musst den Namen deines Opas… ach je. 😀
Ich würde an Leon Goretzka denken. Oder neulich habe ich auch ein spicy Video von David Boreanaz (Bones) gesehen.
Jaa, sehe ich auch so, phänomenaler Auftritt 😊
Die beste deutsche Bühnenshow hatte wohl Lena 2011.
Der Lichtdom und das zersplitternde Glas am Ende waren groß!
Absolut!
Ich denke, dass man sich am Gewinner 2019 orientiert hat. Bei Duncan gab es ebenfalls die minimalistische Einsatz von Licht für ein maximales Ergebnis.
(Hm, so eben noch mal gesehen und wieder Gänsehaut.)
Vorweg: Als ich die Inszenierung Deutschlands im Jahr 2025 das erste Mal im TV-Bild gesehen habe, war ich wirklich happy! Giulia hat es schön beschrieben: Es gab verschiedene Szenen, es wurde in den drei Minuten nie langweilig, das war ein riesiges Plus gegenüber den Vorjahren. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, dass ich je SO gebannt war, als ich die deutsche Performance das erste Mal in Gänze gesehen habe. Schon in der Halle (ich war bei der ersten Rehearsal vor Publikum) fand ich es super toll!
Ich habe, so wie in den vergangenen Jahren auch, dann nach dem Finale den Auftritt zigfach auf YT geschaut und muss mit einigen Wochen Abstand feststellen: Man hat definitiv Potenzial liegen lassen, was mich traurig macht. Gerade Tynna hat eine Ausstrahlung, die sie wegen der von Giulia erwähnten, oft totalen Kamerafahrten, nicht vollkommen ausspielen konnte. Die erste Strophe auf und unter der Treppe, die geniale Club-Szene und Tynnas Gang über die Bühne zu Abor fand ich wirklich sau stark umgesetzt, während ich nicht verstehen kann, wieso man vor dem nächsten Refrain, so super total geblieben ist, denn hier verändert der Song ja bei der Einleitung des Refrains kurzzeitig seine Stimmung. Ein starker Blick von ihr in die Kamera ist da aus meiner Sicht unabdingbar, aber man hat stattdessen auf die heiss geliebte Supertotale gesetzt, nun ja…
Gerade im Vergleich zu den wirklich extrem detailliert inszenierten Auftritten Österreichs oder Finnlands fällt Deutschland dann doch etwas ab. Ich würde mich aber riesig freuen, wenn der SWR so weiter macht wie dieses Jahr.
Du hast es perfekt beschrieben
Ich hoffe doch sehr, das der SWR schnellstmöglich ein besseres Ergebnis als Platz 15 erreicht. Denn es ist zwar ein mittelprächtiges, aber noch lang kein gutes Ergebnis. Bei mir beginnt ein gutes Ergebniss, aber Platz 10 aufwärts.
OFF TOPIC
Gerüchten zufolge soll Angelina Mango 2026 zum Sanremo zurückkehren und dort ihr Comeback feiern, nachdem sie aus gesundheitlichen Gründen unter anderem ihre Tour absagen musste.
Wenn das stimmen sollte, würde mich das sehr freuen. La Noia war einer meiner Lieblingsbeiträge von 2024 und eine frische moderne Abwechslung zu den klassischen Männerballaden, die wir sonst von Italien kennen
Hier:
https://esc-kompakt.de/esc-family-neuheiten-top-40-neues-von-cascada-barbara-pravi-sam-ryder-und-alvan/
Deutschland hatte dieses Jahr die beste Inszenierung. Und das unbefangene Liedchen hätte gewinnen können, wenn… wenn…
Ahahah und ich erinner mich an die Automaten!
Ich hatte vor 7? 8? Jahren n Date mit nem Typen in CPH, wir chatten auf der Couch gechillt, er sagt er will sich kurz umziehen. Ich denk “cool, er zieht die Chaps an.” Er kommt zurück in einem Borat Mankini! Auch dieses Limettengrün, schwarz oder weiss w
ev etwas tolerierbar gewesen.
Hahaha! Jaaa! Genau diese Dinger. 😀
Das ist der beste und wichtigste Beitrag, den ich jemals hier gelesen habe!
Ich habe über 30 Jahre als Choreograph gearbeitet und viele europäische Meistertitel geholt. Ich flippe jährlich aus, wenn ich Dietmanns „Arbeit“ sehe. Diese ist völlig dilettantisch!
Auch das positive Beispiel Conchita war inszenatorisch nicht herausragend. Herausragend war hier nur Conchita selbst!
Alle Beispiele im Artikel sind hervorragend analysiert und zusammengetragen, vielen Dank dafür!
Das freut mich sehr zu hören 😊
Die Inszenierung von Conchita die hier immer als Argument pro Dietmann hervorgekramt wird, kann ich nicht nachvollziehen. Conchita hat nicht wegen der Inszenierung von Dietmann gewonnen, sondern trotz ihm. Viel mehr lag es an der herausragenden stimmlichen Performance von Conchita Wurst, das sie 2014 gewonnen hat.
Der erste Punkt bei der Inszenierung ist der Termin des Vorentscheides. Wenn man den früh ansetzt, bis spätestens Mitte Februar, dann hat man genügend Zeit eine gute Inszenierung zu entwickeln. Man hat vielleicht sogar Zeit, sich den Creative Director passend zum Beitrag auszusuchen. Je weiter man den VE in Richtung März legt, umso wichtiger ist es, dort bereits (fast) fertige Inszenierungen zu haben, die dann maximal noch etwas Feinschliff benötigen. Also nicht son Billigkram wie 2023. Macht einen späteren Vorentscheid natürlich teurer, deshalb würde ich die erste Option bevorzugen.
Ansonsten gibt es kaum Patentrezepte. Natürlich muss die Kamera dicht beim Künstler bleiben. Totalen und Halbtotalen sind vergeudete Zeit. Der Kameraausschnitt muss gefüllt sein, dazu muss man ggf. die Bühne klein machen, wie man es mit ISAAKs Zimmer gemacht hat. Sowas kann man aber auch wie im Artikel beschrieben mit dem Fokus der Scheinwerfer erreichen. Und man muss sich aus den Möglichkeiten der Bühne die Dinge raussuchen, die einem helfen.
Am schlimmsten in diesem Jahrzehnt fand ich die Inszenierung von LotL. Wir haben da eine Band die durchaus weiß, wie man Energie auf die Bühne bringt und stellen die auf ein Gerüst. Von diesem kalten Rot im Backdrop ganz zu schweigen.
Die Inszenierung von ISAAK war gar nicht schlecht, am Anfang die Bühne klein gemacht. Hintenraus hätte ich die Backis dichter an ISAAK platziert, so war da doch sehr viel leere Bühne zu sehen.
Bei Abor & Tynna gab es natürlich das Problem, dass man Abor mit einbinden musste. Vielleicht ist man deshalb auf die Boombox gekommen, die meiner Meinung nach eine schlechte Idee war. Am Anfang steht Tynna da oben ziemlich alleine herum, dann muss sie langsam die Treppe herunter, was überhaupt nicht zur Dynamik des Songs passt, zumal da auch der Textteil mit dem Trottoir für eine Text-Bild Schere führt. Und hintenraus muss man wieder auf einen großen Bildausschnitt gehen, damit Abor da oben mit eingefangen wird. Ich fand es auch sehr schade, dass der Teil aus dem VE, wo Tynna sich selbst filmt bzw. die Kamera ganz dicht an ihr Gesicht ranholt es nicht zum ESC geschafft hat. Der kam echt gut.
deleted
Entschuldige, ja da war ich im falschen Tab 🙂
Kannst du deinen Kommentar nicht auch einfach mit dem Zahnrad löschen?
Das Zahnrad sehe ich zwar, aber da steht nur bearbeiten, wenn ich darauf klicke, von löschen finde ich da nichts.
Sieh an, bei mir gibt es immer „bearbeiten“ und „delete“. Hängt vlt mit WordPress zusammen, hätte ich nicht gedacht…
wieder was gelernt. 😀
Was könnte Deutschland besser machen?
Eine einfache Frage mit einer vielschichtigen Antwort:
– alle beteiligten Rundfunkbeamten aus der Debatte und Entscheidung konsequent ignorieren bzw. ausschließen
– einen Nachhilfekurs in Kameraführung absolvieren
– einen Nachhilfekurs in Lichtführung absolvieren
– früher beginnen mit der Entwicklung der Inszenierung
– das komplette bisherige kreative Personal in die Wüste schicken und neue engagieren
Das würde vielleicht helfen.
Aber auch nur vielleicht.
Der SWR wird genauso weitermachen wie der NDR aufgehört hat, und außerdem haben ja gerade erst die Sommerferien in BaWü begonnen, darauf muß man natürlich Rücksicht nehmen.
Es gibt noch keine Hoffnung auf Besserung.
Endlich mal wieder ein relevantes Thema hier, vielen Dank dafür! 😀
Auf die Inszenierungen der letzten Jahre gehe ich mal nicht ein, da ist schon viel Richtiges geschrieben worden.
Nachdem ich die Reactions bei youtube nach dem 2. Halbfinale gesehen habe, ist die Inszenierung dieses Jahr international sehr gut angekommen. Die von vielen gewünschte Clubszene wurde gut umgesetzt, der direkte Kontakt zum tanzenden Publikum wurde geliefert und das Bühnenbild mit der Boom-Box ist auch gut angekommen. Einzig die letzten Szenen waren im Gegensatz dazu ziemlich einfallslos… die Explosion der Boom-Box wurde zwar wahrgenommen, hätte meiner Meinung nach aber besser gefilmt werden können (dass Abor z.B. die Explosion mit seinem Cello ausgelöst hat, war überhaupt nicht zu sehen). Und dass Tynna danach einfach zu den Tänzern zurückgegangen ist fand ich auch etwas einfallslos nach der gelungenen Inszenierung.
Alles in allem war es aber sehr gut und wirklich die beste Inszenierung Deutschlands seit Jahren.
Die Inszenierung war wie ein gelungenes Video von dem Song.
Und da komme ich an einen Punkt, wo alles meiner Meinung nach schief gelaufen ist… das Video.
Wenn eines nicht gut, sondern richtig schlecht gelaufen ist, war es das offizielle Video zu „Baller“.
Wie konnte man nur auf die Idee kommen, zuallererst einfach nur den Originalauftritt vom VE zu veröffentlichen?
Der krankheitsbedingte schlechte Gesang wurde eben auch international wahrgenommen. Der Song kam bei youtube gut an, Tynnas Charisma ebenfalls, aber wenn die Stimme versagt, wird das ebenfalls wahrgenommen und entsprechend bewertet. Danach war klar, dass es schwierig wird, einen der vorderen Plätze zu erreichen.
Normalerweise gehöre ich zu den Menschen, die sagen, dass auf dem Platz gespielt wird… das hat sich in diesem Jahr geändert.
Internationales Aufsehen wird doch durch die Promo erreicht, das hat man bei Finnland mit dem Mikrofonständer, bei Malta mit den Hüpfbällen und bei Schweden mit der Sauna gesehen… das waren alles Alleinstellungsmerkmale, die über die Bubble hinaus wahrgenommen und promotet wurden.
Belohnt wurden ebenfalls das gute Video von JJ.
Es ist irgendwie klar, dass bei einem Teilnehmerfeld von 24 Interpreten beim VE nicht jeder ein vollkommenes Video bringen kann, aber den Originalauftritt zu nehmen hätte bei keinem Teilnehmer dieses Jahr etwas gebracht. Selbst Lyza mit ihren Astronauten hätte da nichts reißen können.
Bei Lena war das noch anders, die musste im Anschluss an den VE damals noch in der Nacht ein Video drehen, in dem ihr gesamtes Charisma zur Geltung gebracht wurde und dann direkt auf eurovision.tv eingestellt wurde.
Das ist dieses Jahr versäumt worden… Deutschland wurde nach dem offiziellen Video ignoriert und erst mit gelungenen Auftritt beim 2. HF wieder beachtet… aber da war es zu spät.
Der Song selbst und der Auftritt beim ESC kamen sehr gut an, nicht umsonst war der Song in vielen Ländern anschließend in vielen Ländern in den Charts.
Das hätte auch schon vorher der Fall sein können… wenn die Promo besser gelaufen wäre. Die wurde aber allein den beiden Interpreten überlassen und dass Tynna in der Zeit krank war, hat leider auch nicht geholfen, aber für Krankheit kann keiner was.
Da hätte von Seiten der Verantwortlichen viel mehr passieren müssen.
Also nach der VE ist vor dem ESC… und da hätte geballert werden müssen. Mit dem Schuss am Schluss… dieser gelungenen Inszenierung.
Wobei Lenas Video damals auch quasi der VE-Auftritt war, wurde ja direkt danach auf der Bühne gedreht. Ich weiß noch, dass damals alle deswegen gemeckert haben, aber das Konzept wurde bis zum ESC durchgezogen. Dieses Jahr war alles wesentlich chaotischer.
Stimmt. 👍
Aber es war die Studioversion, das war schon auch entscheidend. Und der ganze Bandschnickschnack wurde weggelassen.
Damals hat Raab klar die Richtung vorgegeben: Deutschland verzichtet auf eine (übertriebene) Choreographie. Lena soll einfach auf der Bühne die stinknormale Lena sein. Ohne irgendwelchen Schnick Schnack. Die Fans haben überwiegend dieser Idee zugestimmt. Jetzt ist wieder alles anders und die meisten Fans fordern „perfekte“ Choreographie. Dabei bekommt es Deutschland einfach nicht hin, konkurrenzfähige Lieder zum ESC zu schicken. Bevor man sich Gedanken über eine Performance macht, sollte man erstmal an der Schraube „starke Lieder finden“ drehen.
Das „viel ist viel“ fällt mir bei den Inszenierungen von Marvin Dietmann sehr oft auf! Sei es jetzt beim ESC oder beim JuniorESC. Ich will dies jetzt überhaupt nicht bewerten, sondern es ist halt einfach eben etwas was mir halt auffällt. Man muss sich nur die Inszenierungen von Deutschland seit 2022 anschauen. Dort ist immer etwas auf der Bühne „los“. 2022 diese „Heimstudio-Atmosphäre, 2023 das Gerüst von LOTL und der Einsatz von Feuer, 2024 eigentlich ebenfalls ein Gerüst und Einsatz von Feuer und 2025 eben diese überdimensionale Boom-Box.
Bühnen Bild,, Outfit aber nicht zu viel, Musik soll noch im Focus sein
Das stimmt so nicht, 2024 landete Deutschland nicht hinten. Gut, beim Publikum konnte Isaaks brennendes Wohnzimmer nicht punkten, bei den Jurys sah es schon anders aus.