Sicherlich lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte: Es ist für Medienschaffende – und insbesondere auch für ESC-Fanmedien – zunehmend schwieriger, direkt von vor Ort über den Eurovision Song Contest zu berichten.
Ein Blick auf die Situation rund um die Proben: Es gab einmal eine Zeit – lang, lang ist’s her –, da durften Medien, egal ob professionell oder Fanmedium, hautnah und nahezu uneingeschränkt vom Eurovision Song Contest berichten. Medien konnten sich frei in der Halle bewegen und die Proben live verfolgen. Und wenn das nicht möglich war, wurden diese zumindest ins Pressezentrum übertragen.
Während der Pandemie wurde es dann sogar möglich, die Proben remote im Online-Pressezentrum zu verfolgen – von überall auf der Welt. Doch seit einigen Jahren – nicht zuletzt durch die Partnerschaft zwischen der EBU und TikTok – wurden die Berichterstattungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Von den Einzelproben gibt es seitdem lediglich offizielle Bilder und kurze Clips.
Weniger Akkreditierungen – weniger Zugang
Hinzu kommt, dass die Zahl der vergebenen Akkreditierungen deutlich zurückgegangen ist. Im Jahr 2011 in Düsseldorf waren noch etwa 2.500 Medienschaffende zugelassen. Im Laufe des folgenden Jahrzehnts pendelte sich diese Zahl bei etwa 1.500 ein. Während der Pandemie sank sie natürlich noch weiter – aber: Seitdem hat man nie wieder die Zahlen von vor 2020 erreicht.
In Liverpool wurden lediglich 1.100 Medienvertreter*innen akkreditiert, in Basel waren es laut eurovision.tv sogar rund 100 weniger. Offizielle Zahlen zur Verteilung zwischen Fan- und klassischen Medien gibt es nicht, aber Fanmedien können sich mittlerweile nur noch für ein Fanmedienkontingent direkt bei eurovision.tv bewerben.
Das sind nur einzelne Beispiele – aber spätestens seit Basel dürfte auch dem Letzten klar geworden sein: Fan-Medien stehen beim ESC derzeit eher auf dem Abstellgleis. Woran ich das festmache? Ich unterteile das Ganze mal in zwei Akte.
Akt I: Abgesondert im Pressezentrum
Bereits in Malmö wurde das Pressezentrum in zwei Bereiche aufgeteilt – einer für klassische Medien, einer für Fan-Medien bzw. sogenannte „spezialisierte Presse“. Die Trennung wurde zwar beschildert, war aber leicht zu übersehen. Für Fan-Medien war weniger als ein Viertel der verfügbaren Tische reserviert – mit deutlich schlechterem Blick auf deutlich kleinere Bildschirme (s. unten).

Das Pressezentrum in Malmö war 2024 noch ein Ort der Begegnung: Nach den Proben wurden die Acts durch das Pressezentrum geführt – manche blieben stehen, gaben spontane Interviews, machten Selfies oder gaben sogar eine musikalische Einlage zum Besten. Man begegnete Künstler*innen ganz selbstverständlich, wie etwa Silia Kapsis, die sich mal eben am Bistro an mir vorbeidrängelte (wir sehen uns, Silia – man trifft sich immer zweimal im Leben). Courtney Act aus Australien bewunderte meinen Selfie-Stick (kein Euphemismus!) und unsere Blogger-Kollegin Berenike durfte Konstrakta treffen.
All das war in Basel schlichtweg nicht möglich. Der Bereich für Fan-Medien war deutlich vom übrigen Pressezentrum abgetrennt – er lag hinter dem Bereich für Pressekonferenzen, abgeschnitten vom Geschehen. Während man in Malmö von überall gute Sicht auf die großen Leinwände hatte, auf denen die Proben und Shows übertragen wurden, gab es im Bereich der Fan-Medien in Basel gerade einmal vier mittelgroße Fernseher.
Zwar tauchten in Basel doch vereinzelt Künstler*innen auf, wie Miriana aus Malta, die mit ihren Gummibällen für Aufmerksamkeit sorgte. Aber solche Momente blieben die Ausnahme.
Geografisch gesehen war das Pressezentrum in Basel nicht einmal weit entfernt von der Halle – es war in der benachbarten Eishalle untergebracht. Trotzdem wirkte die Distanz deutlich größer als in Malmö.
Akt II: Endstation Türkiser Teppich
Wer hoffte, wenigstens am Türkisen Teppich näher an die Acts heranzukommen, wurde enttäuscht. Benny und ich warteten gefühlt zwei volle Sonnentage vor einem schlecht organisierten Einlass, um überhaupt in den Medienbereich zu gelangen. Immerhin konnten wir die Zeit nutzen, um uns mit Kolleg*innen wie Kate von OGAE Rest of the World auszutauschen (liebe Grüße an dieser Stelle!).
Als wir endlich im Pressebereich waren, wurden wir in Sektionen eingeteilt – Fanmedien landeten in Sektion 7 von 7. Gemeinsam mit allen anderen Fan-Medien und Influencer*innen bildeten wir also auf engstem Raum das Ende der Schlange. Wir kämpften um jeden Millimeter und konnten uns schließlich direkt am Teppich positionieren.

Doch trotz der Hitze und stundenlangen Wartezeit kamen kaum Acts bis Sektion 7 von 7. Von 37 Delegationen fanden gerade einmal 11 den Weg zu den Fan-Medien – darunter kein einziges Big-5- oder DACH-Land. Alle Acts, die wir erwischt haben, findet Ihr übrigens im Kurzinterview auf unserem Instagram– und YouTube-Kanal. Für alle anderen war unser Bereich schlichtweg die letzte Station an einem für die Delegationen langen Nachmittag – zu spät, zu müde, zu krank, zu wenig Zeit.
Ein strukturelles Problem?
Nennt mich Verschwörungstheoretiker, aber: Ein abgeschotteter Bereich im Pressezentrum und die letzte Mini-Sektion am Türkisen Teppich? Da kann man nur Absicht unterstellen. Zumal klassische Medien nicht automatisch eine größere Reichweite bei der ESC-Berichterstattung haben als die sogenannten Fan-Medien. Warum also diese Benachteiligung?
Sicherlich tragen einige Fans vor Ort Mitschuld. Wieder einmal tauchten in diesem Jahr unerlaubte Probenmitschnitte im Netz auf. Und in Malmö sorgten einige Fan-Medien durch ihr Verhalten für eine aufgeheizte Stimmung. Leidenschaft gehört zum ESC – wir alle brennen dafür. Aber wenn sie in Wut gegen Delegationen oder Künstler*innen umschlägt, dann überschreitet das die Grenze. Man erinnere sich nur an die heftigen Reaktionen auf Ronelas Proben in Turin – so etwas kann dazu führen, dass Acts ihren Auftritt ernsthaft überdenken.
Ein Appell
Wir von ESC kompakt investieren vor Ort Zeit, Herzblut – und auch einen großen Teil unseres Jahresurlaub. Nicht (nur) zum Feiern und Flanieren, sondern vor allem, um fundiert über den ESC zu berichten und unsere Infos und Eindrücke mit Euch zu teilen. Natürlich verstehen wir, dass es Regeln gibt – und dass sie manchmal verschärft werden müssen. Aber die ESC-Fan-Community ist seit Jahrzehnten ein Zugpferd dieses Wettbewerbs. Wir sorgen gemeinsam für den Hype, die Reichweite, das Herzblut.
Macht es uns bitte nicht noch schwerer, liebe Orga – nächstes Jahr in Österreich.
Jetzt seid Ihr wieder dran, was denkt ihr über die erschwerte Berichterstattung vor Ort? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
In unserer Reihe Bye Bye Basel bereits erschienen:
- Unser Rückblick auf den Eurovision Song Contest 2025
- Beauty Blender beim ESC 2025 – Erfolg durch Fanbase und Freundschaft?
- Vorbild Basel: Daran können sich künftige ESC-Gastgeberstädte ein Beispiel nehmen
- Bara Bada Basel – Ein Gastbeitrag von Johannes Floehr
- Die Entertainment-Heldinnen von Basel ‒ So hat sich das Moderations-Trio des ESC 2025 geschlagen
- Geht besser: Das sollten künftige ESC-Gastgeberstädte Basel nicht nachmachen
- Wie früher: Drei Tage Eurovision Song Contest 2025 als Fanboy
- JJ mit „Wasted Love“ für Österreich: Sein Weg zum ESC-Sieg 2025
- ESC-Stars hautnah – Wie Wiwibloggs den Wettbewerb auch in Basel demokratisierte
- Tagebuch ESC 2025: Mini-Storys aus meiner Zeit in Basel
- Die Erfolgsserie von Liedern in Landessprache bleibt 2025 intakt – auch Songs mit deutschem Text können „ballern“
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Hallo
Danke für deine Eindrücke, Max. Es ist sehr schade, dass es den Fans immer schwieriger gemacht wird Teil des ESC zu sein und gleichzeitig wird das Event ja auch durch die Fans (und euch als unsere Medien) getragen. Vielleicht ändert sich das wieder mit einem neuen Kopf an der Orga-Front der angekündigt wurde.
Also wird 2026 ESCK powered by Burda-Verlag vor Ort mit „echten“ Akkreditierungen berichten?!
„in Malmö … unsere Blogger-Kollegin Berenike durfte Konstrakta treffen.“
Spricht Konstrakta italienisch und leidet Berenike seitdem unter Waschzwang? 😉
Ich finde es grundsätzlich ok, dass die Fanmedien etwas eingeschränkt wurden. Da wurde ja offensichtlich jede noch so unbedeutende Fansite mit Akkreditierungen beglückt.
Die Schilderungen aus Basel klingen aber doch etwas extrem. Ich denke, dass man in Wien wieder freundlicher mit den Fanmedien umgehen wird. Organisatorisch ist in Wien jedenfalls immer alles top.
Leider sind nicht alle Fanmedien so professionell, sachlich und letztendlich auch objektiv wie ESCK. Wenn ich an die vielen hysterischen und unsachlichen YTer etc. denke, die sich als Fan-Journalisten ausgeben, kann ich die EBU echt verstehen. Vor denen müssen die Künstler*innen dringend geschützt werden. Es ist nur schade, dass solch eine nachvollziehbare Maßnahme dann auch ESCK trifft …
butter bei die fische oder den ball flach halten.🦝
Volle Zustimmung. Leider müssen das die Korrekten dann ausbaden. Mich würde ja interessieren, ob die Übeltäter vom letzten Jahr 2025 überhaupt wieder eine Akkri erhalten haben. Müssten an sich dauerhaft ausgeschlossen werden.
Also der Oberbrandstifter Gabe hat zumindest keine Akkri bekommen.
Sehr gut.
ist der jetzt eigentlich nur noch solo unterewegs oder auch noch mit ESCDaily (Matt)? Oder gab es da einen Bruch?
Keine Ahnung, da bin ich überfragt.
Ich bin da meist zwiegespalten und verstehe beide Seiten. Diese Entwicklung gibt es ja nicht nur beim ESC, sondern u.a. auch im Bereich Sport. Ich versuch mal, es verständlich zu erklären:
Durch die Ausweitung und Ausbreitung der Sozialen Medien gibt es immer mehr Menschen, die irgendwas mit Medien oder öffentlicher Berichterstattung zu tun haben. Das fängt bei Bloggern an, geht über Youtuber und hört bei Podcastern auf. Jeder von ihnen möchte eine Akkreditierung. Und vor Ort natürlich die besten Voraussetzungen. Bei internationalen Veranstaltungen häuft sich das Ganze. Denn eben genannte Leute hast du in nahezu jedem Land. Dazu kommen die Journalisten, Redakteure und Reporter, die mit der Berichterstattung ihren Lebensunterhalt verdienen. Ja, diese Menschen gibt es auch noch. Sie arbeiten bei Print- oder Online-Medien, beim Radio oder TV. Und auch die möchten natürlich alle eine Akkreditierung und die besten Voraussetzungen für eine Berichterstattung vor Ort. Doch das geht eben nicht. Die Verantwortlichen müssen aussieben. Dazu kommt, dass jeder Austragungs/-Veranstaltungsort andere Voraussetzungen an Größe und Kapazität hat. Auch bzgl. Plätzen auf der Pressetribüne, im Presseraum oder in der Mixed Zone.
Im Sport ist es so, dass meist maximal ein Redakteur pro Medium akkreditiert wird. Für eine Berichterstattung ist das im Normalfall auch völlig ausreichend. Doch hier geht das Gejammere schon los. Denn der Kollege möchte natürlich auch live im Stadion/in der Halle dabei sein und alle Vorzüge einer Akkri genießen. Und das zieht sich dann über diverse Medien und Presseleute hinweg. Bei besonders beliebten Spielen oder Events erhalten Medien den Vorzug, die in der ersten Reihe stehen. Das sind selten ehrenamtliche Journalisten oder Fanmedien. Ärgerlich, aber nachvollziehbar.
Ich selbst hab auch schon auf eine Akkreditierung verzichten müssen. Andere Male hab ich darum gekämpft. Auf jeden Fall sollte jedem Medienschaffenden (ob nun beruflich oder auf Hobby-Ebene) klar sein, dass eine Akkreditierung keine Selbstverständlichkeit darstellt. Schätzt sie daher umso mehr! Nehmt es bitte auch nicht persönlich, solltet ihre keine oder nicht die Vorzüge anderer Medien erhalten. Natürlich gibt es die sogenannte Vetternwirtschaft. Biste ein Buddy des Pressesprechers, haste natürlich deine Akkri sicher. Mag er dich oder dein Medium nicht, hängt es davon ab, ob er seine Position ausnutzt. Oder trotz allem seriös arbeitet und seine Sypmathien/Beziehungen außen vor lässt. Hinzu kommen Kooperationen mit bestimmten Medien (meist mit regional ansässigen). Dagegen hat man als Außenstehender keine Chance.
Also: So gut ich euren Unmut verstehe, so gut kann ich auch die Hintergründe nachvollziehen. Ob ich damit einverstanden bin oder nicht, ist eine andere Sache.
Noch zur Anschauung: Vor 12 Jahren hatten wir über unser damaliges Online-Medium drei Dauer-Akkreditierungen (für einen Schreiberling, eine Reporterin in der Mixed Zone und einen Fotografen). Seit einigen Jahren bist du dankbar, wenn du pro Medium überhaupt eine einzige erhältst. Nur zur Info.
OT:
Apropos Sport… falls sich jemand für die X-Games interessiert oder ein Skateboard in der Garage hat. Hier der Live-Stream:
U21 Finale gleich.
Und Mario Barth.
Jap!
Nope!
Ich meine, dass Barth erschreckenderweise länger im TV ist, als die Junx gelebt haben.
Leider.
Zugegeben: Die Skater find ich gerade hotter als unsere Rasenhelden. 🙂 (Also die Moves zumindest)
Es ist bizarr, wie lange sich Barth hält. Gerade bei Comedians (das soll er ja wohl sein) nutzt sich der Effekt eigentlich ziemlich schnell ab. Aber RTL-Zuschauer sind genügsam.
Ich finde ihn genauso unlustig wie Oliver Pocher und Jan Böhmermann.
Jan mag ich. Halte ihn mit seinem Format auch für wichtig. Für Oli ist jedes Wort zu viel.
Pocher ist auch noch da??
Dito zu beiden.
Dito! Jan ist ein Guter, zumeist jedenfalls. Oli ist stärker polarisierend.
Mario Barth mag ich schon als Menschen nicht. Aber er hat viele Fans oder Besucher (Zuschauer) seiner Shows.
Bizarr finde ich, dass sich diese Art von Humor allgemein noch hält. Aber den Teil der Gesellschaft, der ihn feiert, muss ich ja nicht verstehen. Möchte ich auch gar nicht. Gerade meine GenX scheint ja besonders drauf gepolt zu sein.
Nicht alle, siehe Titus Dittmann:
https://www1.wdr.de/nachrichten/Titus-Skate-Muenster100.html
Bei beiden Zustimmung. Ich sollte sogar pünktlich zu Hause sein.
Sehr schön beschrieben.
Ich sehe diese „Fanmedien“ eh kritisch. Ja, ich freue mich über Infos, aber ich muss nicht die gesamte Phase jeden Schritt und jede Probe mitverfolgen. Ich war selbst schon bei einem ESC für ein Medium backstage unterwegs und fand es sehr anstrengend. Aus Gesprächen mit anderen Beteiligten (Künstler:Innen und anderen) weiß ich, dass sie es genau so empfunden haben.
Dazu kommt, dass die Schweiz das jetzt zum ersten Mal in der ESC-Neuzeit veranstaltet, also entsprechend wenig Erfahrung hatte. Und aus Sicht der EBU sind diese Premiumevents ja vor allem eines: Teuer! Entweder durch Übertragungsrechte oder beim ESC durch Produktionskosten. Dass die Kooperation mit TikTok (so umstritten die auch sein mögen) für die EBU einen Nutzen hatte und Reichweiten in soziale Gruppen generieren kann, die kein Fanmedium schafft, wird unter Fans etwas beiseite gewischt und überkritisch gesehen. Denn die zusätzliche Reichweite war allgemein ja das stärkste Argument für Fanmedien.
Die Jagd nach dem schnellsten, schrägsten Probenmitschnitt ist für die meisten Fans ohnehin von geringem Wert. Das sorgt meistens nur für Artikel über Auswirkungen auf den Wettanbietermarkt. Aber man tut sich als EBU keinen Gefallen damit, dauerhaft Fanmedien so extrem ohne frei zugängliches Bildmaterial verhungern zu lassen oder mit Krümeln abzuspeisen. Sowas wirkt sich im Nachgang nachteilig auf das Fanmilieu aus, wenn sich der Diskurs auf immer weniger Originalquellen reduziert.
Zustimmung in allem.
Ich mache mir nach diesem Artikel etwas Sorgen, dass der guapo Blog Otter zu Geschichten wie Beauty Blender strafversetzt wird. Es fehlt das hier sicher mögliche überschwängliche Abfeiern der WiWiBlogger.
Letztere sind tatsächlich die personifizierte Pest.
„Soll ich dir mal meinen Selfie-Stick zeigen?“ ist also nicht die zeitgenössische Anmache von heute?
Die nette Form von Dic*-Pics?
Daran habe ich auch gedacht als ich das gelesen habe. 🤣
😉
Was gibt es bei dir heute Abend Feines zu trinken?
Meine Mutter und ich gönnen uns einen Caipirinha. Der schmeckt ihr auch richtig gut, sie ist was so „exotische“ Sachen angeht immer etwas zurückhaltender als ich. Sie kümmert sich da immer um das Crushed Ice, ich zermatsche die Limetten mit dem Rohrzucker im Glas. 😁🍹
Oh, fein! 🙂 Ich bin mit meinem Orangen-Radler sehr einfach unterwegs. Muss auch zugeben, dass mir das Himbeer-Radler besser geschmeckt hat. 😀
Ich bleibe beim „klassischen“ Radler, wobei das dunkle in Weltenburg auch lecker war.
In Salzburg hab ich mal ein Grapefruit-Radler getrunken. Das fand ich auch sehr lecker.
Filarri kommt im Lesergame noch!
Also zur Einordnung: Ich habe Courtney gesehen und sie um einen Gruß für unsere Follower auf Insta gebeten. Danach wollte ich kleiner Fanboy ein Selfie mit ihr und habe dann meinen Selfie-Stick gezückt und ausgefahren – das klang natürlich jetzt auch doof. Als wir dann also standen und ich auf den Auslöser gedrückt habe, ist nichts passiert. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich den Stick nicht eingeschaltet hatte. Ich meinte also zu ihr „I think it might work if I turn it on“, worauf Courtney staub trocken antwortete „yeah you should totally try that“.
„I think it might work if I turn it on“
Du reitest dich immer tiefer rein!
👍
Das mit dem Pressezentrum hatte ich noch gar nicht mitbekommen, das ist schon heftig.
Da kommen mMn zwei Dinge zusammen: Einerseits die Delegationen, die sich irgendwie eingeredet haben, dass der Zugang von Fanmedien zu den Proben für sie ein Nachteil wäre, und andererseits das EBU-Team um Dave Goodman, das die Fanmedien als Konkurrent um Aufmerksamkeit betrachtet.
Ich finde es einfach schade, dass die Fans, die den ESC tragen, von der EBU so behandelt werden. Auch für die Künstler ist es schade. Wie Benny in einem Live sagte, „Weltstar für zwei Wochen“ ist nicht mehr.
Ich habe leider wenig Hoffnung, dass das in Wien besser wird. Der Host Broadcaster hat auf dieses Thema wenig Einfluss, das kommt vom EBU-Management und der Reference Group. (Deswegen hätte mich die Meinung von Alex Wolfslast zu diesem Thema sehr interessiert, aber in der knappen Zeit in den Lives war da keine Zeit für. Zumindest von dieser absurden Drei-Foto-Regel dieses Jahr schien sie in einem von Abors Streams nicht so viel zu halten.)
Ich kann mich sogar noch daran erinnern, ich weiß nicht mehr ob es beim ESC oder beim JESC war, es war jedenfalls noch vor Corona, aber da hat ein Presseteam (ich weiß nicht ob Fan-Medium oder „offizielle“ Presse, auf jeden Fall kein deutschsprachiges), während der Proben, einen YouTube-Livestream vom Pressezentrum aus gemacht. Die Proben selbst hat man visuell nicht gesehen, aber gehört.
Die letzten Jahre hat man den „Probenausschluss“ ja immer TikTok angekreidet, weil die eben hier Exklusivrechte hatten. Dieses Jahr gab es keine Zusammenarbeit mit TikTok bzw. zumindest wurde hier nichts bekannt gegeben und TikTok war und ist auf der offiziellen ESC-Homepage auch nicht unter den Sponsoren zu finden. Klar hat der ESC nach wie vor seinen TikTok-Account, aber die Partnerschaft mit TikTok gibt es eben nicht mehr und somit auch keine Exklusivrechte mehr für TikTok an den Proben. Jetzt wäre es aber natürlich vom Vorteil zu wissen, weshalb es weiterhin einen „Probenausschluss“ gibt. Wegen der EBU selbst, wegen den EBU-Sendern oder doch wegen den Acts? Ich kann mir vorstellen, dass sich eben hier viele nicht schon bei den ersten Proben über die Schultern schauen lassen möchte, aber ist nur meine Vermutung. Wenn dies so wäre, dann wäre dies aber okay und würden vielleicht auch die meisten nachvollziehen können.
Und beim Thema, dass „Fan-Medien“ und „offizielle Presse“ getrennt werden, hat Max im Artikel eigentlich schon fast einen Grund genannt, welcher eben wohl bestimmt auch einer der Gründe sein dürfte. Ich weiß nicht wie das letztes Jahr im Pressezentrum war mit dem Thema Israel, wer hier mehr pro und mehr contra (Thema: Buhrufe) war, aber falls hier die Fan-Medien auffällig geworden sind, dürfte auch dies ein weiterer Grund sein.
Zum letzten Absatz:
Ich sag’s mal so: Wer als Medienschaffender auftritt, sollte sich auch als solcher verhalten und dabei an den Pressekodex halten. Tut man es nicht, ist man halt raus oder bekommt zurecht die Konsequenzen zu spüren. Damit meine ich jetzt nicht unser ESC-Kompakt-Team. Aber eben alle, die es betrifft. Ob nun beim ESC oder wo auch immer.
Bitte vergesst auch nicht den finanziellen Aspekt ! Die EBU produziert nicht gern unentgeltlich Content, mit dem die Fanmedien dann ihre Webseiten füllen und durch erhöhte Klickzahlen Webseitenwerbung in die Welt pusten, an der die EBU nichts verdient.
Schade für euch, aber nach dem was wohl letztes Jahr in Malmö passiert ist leider nicht überraschend. 🙁
Der U21-EM-Cup hat einen gefährlich hohen Glasanteil!
Nemo ist ja sicher nicht vor Ort. 🙂
So ein Cup geht aber durch viele Hände!
Wenn ich richtig gezählt habe:
Deutschland: 7x Goatee, 4x ohne Kinnbart
England: 5x Goatee, 6x ohne Kinnbart
Die englischen Spieler sehen oft sehr glattpoliert aus.
Harvey Elliott passt da nicht ins Schema. Mmhh… 😀
Auch schreckliche Haare, wie der Litauer beim ESC von letztes Jahr. Ich mag Callum Wilson.
Da wollen wir mal hoffen, dass keine Haudraufnummer gewinnt. 😜
0:1, aber ich gehe ohnehin von 10 Toren im Finale aus. 😉
Ja war gerade in der Küche, deshalb ist da ein Tor gefallen. 🫣🫣🫣
Du bekommst Essverbot bis zur Halbzeit!
Mein Essen ist schon im Wohnzimmer. 😀In der Küche brennt aber noch Licht. 🫣
Toilette ist auch tabu!
Das trinken schwitze ich eh aus.
Malge, wo bist du gerade?
Ich habe es gesehen. 😀 Zum Glück war ich nur 5 Sekunden am PC.
Der eine Engländer mit der Kinnmaske erinnert mich an:
Hier 2. Versuch
Vielleicht ein Permanent-Bart-MakeUp?
Geil im Publikum waren die Schlagerpiloten. 🫣🫣🫣
Kennen wir nicht. Das will hier keiner sehen und lesen! 😉
Nein Mister Hurz wurde ausgewechselt. 😕😕😕
Tor für England. 🥳
0:2 🙁
Beschwere dich bei Malge! Der hat wieder gepennt!
🫣🫣🫣
Du, du, du! Böser Malge! Sitz! *Lehrerin-Finger heb*
Ich liege auf der Couch. 😜
… bleibe da, deshalb steht es jetzt auch 1:2!
Ich habe den Torjubel noch mitbekommen. 🥳🥳🥳
Ich muss dich jetzt öfter tadeln. Funktioniert. 😀
Malge der Tadelritter. 😀
… Ritter der Tadelrunde. 😀
😀😀😀
Geiles Tor! 👍
Yeah, Im Augenwinkel, weil ich gerade ein Kommentar geschrieben habe noch gesehen.
Das sollte NoFan2602 zur Ruhe stellen. Er wird ja über die Verschwörung gekeift haben, als wir zurücklagen.
Schiri ist aber Niederländer, kein Schwede.
Ausgleich!!! So schön.
Wenigstens mal keines dieser 0:0/1:0-Finals. Aber in der Vorrunde war es ja schon ein 5:5!
Achtung Deutschland hat kein Elfmeterschießen geübt.
Toll ich war 2 Minuten in der Küche und es ist kein Tor gefallen. 😀
Muss man das gegen England?
Nein. Das ist vermutlich auch der Grund gewesen. 😀
Ich schaue nach dem Spiel vielleicht auch bei den X-Games mal rein. 😀
Sind denn die Schlagerpiloten dabei?
Nö vermutlich nicht. 🙃🙃🙃
Doof.
🫣🫣🫣
Verlängerung: Kein EM-Spiel ohne Tor von Woltemade!
Er hat noch 30 Minuten Zeit um 2 Tore zu schießen für den alleinigen Rekord. Bei einem Tor zieht er mit 2 anderen gleich.
So ne Sch…. da guckt man einmal aus Smartphone und schon Tor. 😱😱😱
Steht dein PC in einem anderen Raum oder warum haben die Engländer wieder getroffen?
Ja und Nein der steht im selben Raum. Der 2.pC im Schlafzimmer, den nutze ich aber nicht. Ich habe dir aber gerade auf deinen Kommentar geantwortet und zack nicht hingeschaut und schon Tor.
England hat gewonnen. What The Hell Just Happened! 🥳
Wie groß ist den Woltemade? Der war ja 3 Köpfe größer als der Engländer. 🫣🫣🫣
Edit: 1,98!!!
Mit Frisur deutlich über 2m!
Hach. So schade. 🙁
Ich fühle mich um 5 Tore betrogen. Das Spiel war trotzdem sehr unterhaltsam.
Tu das. Lohnt sich. 😀
😎 😎 😎
Aww! Die beiden. 🙂
@Malge: Die haben ’ne Stoffschlange. 😀
Oh weh. 😱
In seiner Wohnung muss es extrem fischig riechen!
Mmmh. Lecker. 🫣
Die Bilder von Street Luge sehen Klasse Und verrückt aus, weiß aber nicht ob man dass auf dem Stream sieht. Bei Pro7Fun zeigen die momentan alte Aufnahmen von Street Luge. 😀
Sagt dir Crashed Ice was? Gehörte einige Jahre zu meinem Job. 🙂
Oh ja. Auch klasse. 😀
Oah. Bei uns geht’s draußen ab. So ein Vieh hat gerade einen Vogel angegriffen, der jetzt auf dem Zaun sitzt und total aufgelöst schreit. Im Gestrüpp raschelt’s immer noch. Ist irgendein kleines Raubtier, erkenn es aber nicht.
😮😮😮 Ist ja gerade Geisterstunde. 👻👻👻
Dachte erst, das seien ein paar Besoffene von der Kirchweih.
Ich mach heut Nacht echt kein Auge zu. Diese Geräusche da draußen hören nicht auf. Hoffentlich wird’s bald hell.
Ja nicht mehr lange und es wird hell so kurz vor um 4 herum glaube ich.
Jap. Bis dahin versuch ich rauszubekommen‚ was das für ein Vogel ist.
Gibt es vielleicht eine Vogel-App? Bei den Pflanzen funktioniert, dass sehr gut. Bei den Pilz-App bin ich aber weiterhin skeptisch.
Tadaa!
Interessant. 😀
Ich hab’s schon: Es ist eine Wachtel.
Da gibt es dann Wachteleier zum Frühstück. 🫣🫣🫣
Mein Nachbar hatte mal Wachteln im Schuppen. Vielleicht sind die entlaufen und haben sich bei uns im Garten festgesetzt. 😀
Die Wachtel wachen über euren Garten.
Genau. Und die Wichtel wichen. (Bitte nicht falsch lesen. 😀 )
😀😀😀
Sehe ich da graue Schläfen an Benny? Sieht gut aus!
Worauf du wieder achtest. 😉
Geht es dir gut?? War heute nach Ewigkeiten mal wieder im Freibad. Richtig cool einfach mal wieder im Wasser zu sein und vor allem zu Rutschen!! 😁
Dort war ich:
https://www.das-stadtwerk-regensburg.de/westbad/wasserwelt-attraktionen
Nice!
Wenn ich geh, gibt’s bei uns in der Nähe so ‚nen kleinen See mit Strand. Ist echt geil, sehr naturbelassen mit Pflanzen und Fischen drin. Auch echt groß.
https://www.schenefeld-mittelholstein.de/leben-erleben/freizeit-und-erhohlung/louis
Jetzt weiß ich wo du dein Unwesen treibst. 😉
Im Freibad waren auch viele Südländer (möglicherweise auch Syrer) die dir gefallen hätten. 😁
Daran mangelts da, ist der Kreis nebenan. Die Syrer sind in unserer Kreisstadt.
Die Wasserrutsche im Westbad (also nicht die im Freibad) wird gerade neu gebaut. Die war alt und man hat beim Rutschen jede Naht gefühlt, nach drei Rutschgängen spätestens tat dir der Rücken dermaßen weh. 😩
Das tut ja schon beim Lesen weh. Autsch.
Hat es auch, glaub mir.
Da haste ja noch Glück, wenn du dir nur die Badehose aufreißt… puh.
Da bekommt Aufriss im Freibad ’ne völlig neue Bedeutung…
Boah, der war ja mal soo flach dass er schon wieder lustig war. 🤣
Nicht alles, was flach ist, ist schlecht. 😛
Das zeigt, dass Du mehr Kuchen essen musst, das ist dann Schutzpolster.
Hach. Kuchen. Ich möchte ja ein paar Kilo runter haben. Hab in den letzten Stressmonaten leider bissi zugelegt.
Leider normal. Ich hab die letzten endlich wieder was abgenommen. Fing mit der Reha an weil das Essen so grottig war und danach war ich einfach gewohnt, weniger zu essen.
Die beste Diät ist Liebeskummer. Allerdings eine sehr unangenehme. Und mit dem Alter nimmt man halt auch leider nicht mehr so schnell ab. Zu dagegen geht sehr fix. Und Sport geht halt aus gesundheitlichen Gründen derzeit auch nicht so recht.
Ich habe Anfang des Jahres wegen meiner Lungenentzündung über 10 Kilo abgenommen. Mittlerweile habe ich aber wieder paar Kilo zugenommen.
Das ist natürlich die übelste Diätenform. Und meist ungewollt.
Jap. Ich war froh wo ich wieder was Essen konnte. Das war ziemlich heftig.
Meine Rippenfell- und Lungenentzündung 2015 war auch mit das Schlimmste, was ich bislang hatte.
Ja das Verlangsamen des Metabolismus ist echt ätzend.
Da würde meine Mutter glaube ich Einspruch dagegen einlegen. 🤣
Habe mir heute etwas die Behaarung gestutzt, war schon etwas zu lang, am Rücken mussten die Haare auch weg.
Trimmen ist immer wichtig, sehr gut!
Rückenbehaarung muss nicht sein, aber ganz glatt vorne will ich auch nicht. Habe schon auf gewissen Plattformen Komplimente für die Behaarung bekommen. Natürlich alles jugendfrei… 😗
Ich sag ja trimmen. Sieht am sexiesten aus finde ich, sonst wird’s leicht chaotisch.
Mag es gerne so mittellang. Besonders sexy finde ich ja Haare am Bauch, auch wenn es weird klingt. 😅
Ja aber was ist jetzt mit Benny‘s grauen Schläfen? Und nennt Max ihn Daddy?
Warum soll Max ihn Daddy nennen?? Er sieht mir nicht nach jemanden mit Daddy-Komplex aus?? 😅
Oh je, das geht wieder in eine ganz weirde Richtung!!🤣🤣
Ganz kahl mag ich es auch nicht. Bei keinem Geschlecht. Manche stehen ja auf Babyhaut. Hm. Nee. Trimmen ist auch für mich die Lösung.
Genau. Auch vorne Mitte braucht man nen Patch, ganz ohne sieht zu Pädo aus.
Patch klingt gut. 😀
Hat dir da deine Mama geholfen? 😀 Selbstrasur an bestimmten Körperstellen ist ja so eine Sache.
Ja, da musste sie helfen. So gelenkig bin ich nicht. 🤣
Sehr schön. Ach. Das schafft nicht mal mein Yoga-Buddy. 🙂
Ich hab keine Ahnung, wie Werwolf das macht, ich nehme an, er und sein Bruder machen das gegenseitig. Klingt Strange aber in Nahost entwickeln die Leute bestimmte Techniken, weil sie oft sehr haarig sind.
Ist bei Frauen ähnlich dort. Ich hatte mal in der Werbeagentur eine deutsche Kampagne für ein anti-Damenbart-Produkt gemacht und war überall
Ein totaler Flip, weil die meisten durch ihre Mutter oder Schwester Techniken kennengelernt hatten, die sie easy selber machen konnten. Total gescheiterte Marktforschung.
Ich hatte ja am Mittwoch das Vorgespräch zur Strahlentherapie. Die einzige positive Nebenwirkung: Es könnte sein, dass unter der Achsel keine Haare mehr wachsen. Galgenhumor…
Oh das fänd ich schrecklich ist bei Männern aber auch anders, war das einzige, dass mich bei PARG gestört hatte. War bei uns Gays glaube ich mal so 6 Monate n Trend, dann haben fast alle aufgehört. Abgesehen vom Look war’s ja auch so, dass man unweigerlich irgendwo kleine Schnittwunden hatte, später Deo drauf, echt unangenehm.
Wird doch gar nicht unter den Cruising Hotspots geführt!
Genau, kein Sündenpfuhl!
Sodom und Gomorra
Gibt bestimmt Locations mit dem Namen.
Sodom ist eine Band und haben seit gestern ein neues Album draußen. 😜
Ja. Die sind mir ein Begriff.
Für meinen neuen Wohnsitz ist ein Gewässer auch total wichtig. Entweder gleich in Seenähe oder ein Weiher direkt hinter dem Haus. Träumen darf Frau ja.
In Köln hatte ich den Aachener Weiher 2 Minuten von meiner Wohnung. War sehr schön, viele Entlein im Frühjahr.
Ja. Genau so etwas.
Ich weiß auch immer noch nicht, wo ich hingeh. Ich muss echt mal nach Hause für länger um mich um Zeug zu kümmern, wird natürlich immer wirrer.
Vorsicht, die Erpel machen sich manchmal gemeinsam und gewaltsam über die Entendamen her! Lieber keinen Ententeich!
Oh je, oh je. 🙁
Nun… Ersteinmal danke für diesen begründeten Artikel, in den garantiert viel Zeit und Mühe investiert wurde.
In dieser Angelegenheit bin ich jedoch etwas zwiegespalten, da ich beide Seiten verstehen kann. Zum einen hat man dann nämlich wie Blogger wie euch, die ihre Seele in die Berichterstattung vor Ort stecken wollen, das dann aber nicht in dem Umfang möglich ist, wie ihr es euch erhofft habt oder aus den letzten Jahren gewohnt seid. Da verstehe ich schon den entstehenden Frust hinter dieser Entwicklung und auch das Gefühl, sich auf dem „Abstellgleis“ zu befinden.
Jetzt kommen wir zum Aber.
Vielleicht mag es auch daran liegen, dass ich erst letztes Jahr dazugestoßen bin, aber für mein Empfinden als ESC-Fan, der nicht mit der Berichterstattung zu tun hat, hat der fehlende Content überhaupt nicht gefehlt und ich finde es schon fast etwas seltsam, mir vorzustellen, dass für viele der alteingesessenen ESC-Fans ein kompletter Einblick in die Proben mit allem drum und dran je normal war. Schon die jetzigen Fotos und Videoclips erscheinen mir persönlich ziemlich großzügig, da ich es nicht für selbstverständlich erachte, dass wir so viel von den Proben mitbekommen.
Allerdings ist das ja nur mein persönliches Empfinden als relativ neuer Fan und ich bin auch ganz gewiss nicht in jegliche Art von Berichterstattung involviert wie die ESC-Kompakt-Blogger, weshalb ich auch nur für meine Erfahrungen sprechen kann und es dafür auch zahlreiche Gegenargumente geben könnte.
Natürlich betreffen die Blogger und die Fanmedien solche Regeln deutlich mehr als die restliche ESC-Bubble, aber vor allem bei letzterer würde ich erwarten, dass mal ein wenig mehr Wert auf die Behandlung der Artists und Delegationen gelegt werden sollte, und zwar egal aus welchem Land. Wenn Künstler nämlich nur von einem Interview zum nächsten Rennen müssen und von den ganzen teils sinnlosen Fragen mancher Fan-Medien regelrecht erdrückt werden, kann das auch nicht mit dem Gedanken des Contests einhergehen. Selbstverständlich kann der Kontakt zwischen Artists und Medien auch sehr gesittet und angenehm ablaufen (wie bei ESC Kompakt), aber allgemein die Menge an Interviews ist schon extrem belastend für viele, da die ESC-Zeit schon so mit einer Menge Stress einhergeht.
Nicht zuletzt erfüllen auch einige kleinere Fan-Medien auch schlicht nicht die Qualifikationen, die es für vor Ort braucht und die Stimmung hat dann darunter zu leiden, was dann sowohl die Artists als auch die restliche Fan-Presse ausbaden müssen.
Mein Vorschlag wäre dementsprechend, dass vielleicht ein Kompromiss gemacht werden könnte, bei dem man zum einen die Künstler schont, die Berichterstattung auf einem qualitativen Niveau hält und zum anderen auch den etablierten und verlässlichen Fan-Medien einen Platz beim Contest bietet.
Zum Beispiel die Umstände im Pressecenter könnten mal einer Überprüfung unterzogen werden oder generell einheitlichere und klarere Regeln betreffend der Involvierung der Fan-Medien festgelegt werden, damit klar ist, wohin die Reise in Zukunft geht.
Das ist aber nur meine Perspektive und ich wollte mit diesem Kommentar keineswegs die Äußerungen im Artikel anprangern oder als nicht gerechtfertig abstempeln. Für die aktiv Betroffenen wirkt sich diese Entwicklung klar härter aus als für viele andere aus der Bubble, weshalb ich da die aufkommende Verbitterung nachvollziehen kann.
Hoffentlich kann in Zukunft ein Kompromiss für dieses schwierige Thema gefunden werden. Das hätten alle Beteiligten verdient und würde die Atmosphäre eventuell etwas entschärfen.
Da bin ich bei dir. Künstlernähe ist zwar etwas Tolles, sollte aber halt auch ihre Grenzen haben. Und zwar für ALLE Medienschaffenden.
Ich finde das auch im Sport manchmal echt übergriffig. In der NHL sind ja sogar Lockerroom-Interviews nach dem Training und den Spielen Routine. Sicherlich isses ein Ereignis, in der Kabine neben den besten Spielern der Welt zu stehen/sitzen. Und ja. Als Fan hab ich das natürlich genossen. Aber als Pressemensch. Sorry. Muss ich das echt haben? Seit einiger Zeit bin ich da hin- und hergerissen. Ich bin damals vor der Kabine stehengeblieben und hab die männlichen Kollegen reingelassen. Bis ein ESPN-Verantwortlicher zu mir kam und meinte: „Du musst hier nicht warten. Du darfst genauso rein und dort deine Interviews führen.“ Er ging dann mit mir rein und hat mich den Spielern vorgestellt.
Sicherlich eine unglaubliche Erfahrung. Aber ich stell mir das für die Sportler echt unangenehm vor. Viele sehen das ja als deren Pflicht. Nach dem Motto: Sie verdienen ’nen Haufen Geld und stehen im Rampenlicht, also müssen sie das aushalten. In Deutschland ist das i.d.R. zwar strenger. Doch selbst hier fühlte ich mich oft als zu aufdringlich und hab mich daher immer entschuldigt. Manchen macht es nix aus. Trotzdem sollte die Intimsphäre berücksichtigt werden, was ich sicher ein paar Mal nicht getan hab.
Beim ESC stell ich mir das ähnlich vor. Und da sind es ja noch viel mehr Presseleute als bei einem NHL-Spiel. Die Kabinen der Künstler sind dort für die Medienleute zwar tabu. Trotzdem sollten die Medien nicht die Übermacht erhalten. Natürlich hat man als Teilnehmer auch eine gewisse Verantwortung der Presse gegenüber. Doch wer die ständige Aufmerksamkeit braucht oder möchte, zeigt sich eh von selbst in den Sozialen Medien. Man darf ja auch nicht vergessen, dass der Stress für die meisten (besonders für die Favoriten) schon Monate vorher beginnt.
Der türkisene Teppich wirkte auf mich ehrlich gesagt fast wie eine Fließband-Abfertigung. Da gibt es sicher für alle Beteiligten eine bessere Lösung. Bei internationalen Sport-Veranstaltungen ist es z.B. oft so, dass man als Journalist in der Mixed Zone steht und den Pressesprechern die Spieler mitteilt, die man gerne interviewen möchte. Die Pressesprecher organisieren das dann für einen. Ist es ein besonders begehrter Spieler, muss man ihn sich bei den Fragen halt mit der Medien-Konkurrenz teilen. Andere hat man dagegen für sich alleine. Stell ich mir für den ESC auch so vor.
Man kann Eure Arbeit nicht genug schätzen, gerade auch unter den erschwerten Bedingungen. Vielen Dank dafür.👍
Dass es jetzt nicht mehr jeden Probendurchgang zu sehen gibt und nicht schon vorab dutzende Schnippsel durch Netz abern, finde ich eigentlich recht positiv. Da ist weniger echt mehr. Aber dass die PKs abgeschafft wurden und vor Ort auch keine Begegnungen mehr oragnisiert werden, finde ich auch too much.
Ich kann an mir feststellen, dass mich der ESC immer weniger interessiert. Wie bereits mehrfach erwähnt: Auf mich wirkt er wie eine ideologisch ausgehöhlte Sowjet-Veranstaltung, die formal einen auf Las Vegas machen möchte.
Dass es immer weniger Fan-Beiträge gibt, fällt dabei auch sehr auf. Früher konnte man sich jeden Beitrag, jede Probe und 100 Interviews pro Beitrag auf youtube anschauen, und: Das hat Spaß gemacht. Es gab auch jedes Jahr unter den Stars sog. Ausreißer, die was ganz eigenes hatten, die vielleicht durch Zufall beim ESC gelandet waren. So etwas gibt es nicht mehr.
Ich meine, dass das ungefähr ab 2018 vorbei war. Die Stars erscheinen nun wie Marionetten und leiern alle nur noch die gleichen Phrasen runter, die braven Fans passen sich dem an und stellen immer die gleichen Fragen. Das läuft sich schnell tot.
Bei den Abstimmungen wird seit 2016 offen Druck ausgeübt, betrogen und belogen. Die deutschen Organisatoren werden schon bei der VE gemobbt und lächerlich gemacht. Aber alles schweigt.
Ich hätte ja ab 2020/2021 erwartet, dass die Niederländer (von mir aus mit dem Verweis auf Corona) die Show auf komplett neue Füße gestellt hätten. Kleiner und feiner, von mir aus dann auch mit weniger Fan-Aktivität, aber dafür mehr Niveau in den Shows.
Und dann die Kooperation mit Tictoc. Ist das nicht China? Würde jedenfalls zur eingefrorenen Sowjet-Show passen.
Es ist unglaublich, das ein Event das von öffentlich rechtlichen Sendern veranstaltet wird, so mit Fanmedien umgeht. Was die Herren und Damen von der EBU ja nicht wissen, das in fast allen Ländern des ESC, Gebühren bezahlt wird. Wie kann man von Pressefreiheit labern, wenn man Fanmedien ausschließt? Oder gar so beschränkt?
Amateurmusik trifft auf Amateurjournalismus
Für 2026 und spätere Jahren gibt es mehrere Optionen:
Der Schweizer Sender SSR gab bekannt, daß ab 4. August Wettbewerbstitel für den ESC 2026 eingereicht werden dürfen:
https://eurovoix.com/2025/06/30/switzerland-eurovision-2026-song-submission-window-opens-on-august-4/
Die Bewerbungszeit endet am 25. August um 23 Uhr MESZ..
Oh je. Ob es wirklich an „bösen“ Fanmedien liegt oder nicht einfach an der noch größeren Kommerzialisierung des Events. Es ging ja zuvor jahrelang …
Besser wäre es, wenn die Verantwortlichen die Fan-Medien Vertreter zuvor checken und nur wirklich solche mit Prestige oder Reichweite zulassen oder diese, zuvor Sortierten, wie normale Presse-Vertreter behandeln.
Schade, aber ich liebe eure Berichterstattungen vor Ort und eure Livestreams auf YouTube. Vor allem fühlt man durch eure Berichte und Videos die Stimmung vor Ort.