
Auf Oslo folgt die etwa 21.000-Einwohner-Stadt Lillehammer – zum ersten Mal in der Geschichte zieht die norwegische Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest, der Melodi Grand Prix (MGP), nach Lillehammer. Am 28. Februar 2026 wird die Håkons Hall, bekannt von den Olympischen Winterspielen 1994, zum Schauplatz der nationalen Vorentscheidung. Veranstalter*innen und Stadtspitze zeigen sich überzeugt: Dieses Finale soll die „historisch beste“ Ausgabe werden.
Bisher scheint der Plan der Rundfunkanstalt NRK aufzugehen. Zumindest berichten die Organisatoren von großem Interesse: Über 1.500 Songs wurden eingereicht – davon schaffen es zehn ins Finale. Neun der zehn Acts stehen bereits fest und werden am 19. Januar 2026 veröffentlicht. Der zehnte Beitrag wird am 26. Januar in einer Radioduell-Runde bestimmt, bei der das Publikum zwischen acht Kandidat*innen abstimmen kann. Dann geht es für alle zehn Acts nach Lillehammer.
Nach früheren Austragungsorten wie Oslo Spektrum, Trondheim Spektrum und H3 Arena in Bærum wählt NRK nun eine der größten Eventhallen des Landes. Die Håkons Hall wird im Alltag für Sport und große Veranstaltungen genutzt und gilt als logistisch gut geeignet für TV-Produktionen dieser Größenordnung. Zu der Wahl sagte Mads Tørklep, Leiter der norwegischen Eurovision-Delegation und Projektverantwortlicher für MGP 2026:
„Das ist eine fantastisch kulturinteressierte Stadt. Eine kompakte, schöne Stadt, die es in der DNA hat, Volksfeste zu organisieren. Und genau das brauchen wir für MGP. MGP ist NRKs Speerspitze, wenn es um neue norwegische Musik geht, und der Wettbewerb ist für die Musikvermittlung von NRK noch wichtiger geworden. In diesem Zusammenhang wollen wir MGP größer machen. Wir hoffen, dass Lillehammer zusätzliche Veranstaltungen beisteuern kann, die das gesamte MGP größer wirken lassen.“
Von Lillehammer erwarte man – beziehungsweise NRK – dabei zusätzliche Angebote und Rahmenprogramme, die die Finalwoche aufwerten sollen. Bereits jetzt plant die Stadt Events im Zentrum, ähnlich wie die belebte Innenstadt während der Olympischen Spiele 1994. Bürgermeister Hans Olav Sundfør freut sich über die Gastgeberrolle – und damit auf eine große Party.
Laut Projektleiter Tørklep wird der MGP 2026 aber nicht nur eine Party, sondern auch der beste Vorentscheid der Geschichte:
„Ich glaube, das könnte das beste MGP der Geschichte werden, wenn ich mich trauen darf, das zu sagen. Vielleicht können wir sogar Eurovision gewinnen mit dem, was du (gemeint ist MGP-Musikchef Tarjei Strøm) da gefunden hast.“
Tarjei Strøm ist erstmals Musikchef und war persönlich für die Auswahl von neun der Finalacts verantwortlich.
Gleichzeitig bleibt der Wettbewerb von politischen Debatten nicht unberührt, obwohl NRK einen ESC-Boykott bisher immer ausgeschlossen hat. Strøm macht trotzdem deutlich, dass die politische Situation auch innerhalb des norwegischen Teams ein Thema ist:
„Das beschäftigt uns alle. Wir sehen die Nachrichten jeden Tag, und Eurovision ist davon nicht weit entfernt. Das ist eines der Dinge, die wir im Blick haben.“
Auf die Frage, wie sehr sich die Künstler*innen mit der politischen Lage auseinandersetzen müssen, sagte Strøm:
„Ich bin sicher, dass die Künstler das in ihre Entscheidung einbezogen haben. Wer bei MGP mitmacht, tut das freiwillig. Bei fast 1.500 Einsendungen kann man davon ausgehen, dass viele bewusst abgewogen haben, wie es wäre, auf einer MGP-Bühne zu stehen.“
Damit ist klar: Am 28. Februar wissen wir, wer auf Kyle Alessandro (Aufmacherbild), den norwegischen Act beim vergangenen ESC in Basel, folgen wird. Glaubt man den Ankündigungen von NRK dürfen die Erwartungen an diesen Act bereits jetzt hoch angesetzt werden. In Basel erreichte Kyle den 18. Platz im Finale.
Freust Du Dich auf den Melodi Grand Prix 2026? Sind Deine Erwartungen an den nächsten norwegischen Act ebenso hoch wie die von NRK? Lass es uns in den Kommentaren wissen!
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Dreifachsieg für österreichische Skihupfer ebendort
Ich freue mich schon auf den Norsk Melodi Grand Prix 2026 und bin gespannt, wer nächstes Jahr in Lillehammer auf der Bühne stehen wird. Vielleicht erleben wir ein Comeback à la Bobbysocks?
Ich hoffe, es kommt zu einem Debüt der österreichischen Skihupferl.
War heute schon😃😆
Betthupferl sind mir viel lieber!
Bettwanzen in Istanbul erst *Horror
Die Skihupferl sind sicher auch fesch im Betterl. Zum VE/Gucken natürlich.
Mein Lieblingsbetthupferl ist er hier:
Muchas gracias !
alle zu dünn
Ne. Alles ausgemergelte hungerhaken. Beim skispringen ist, im gegensatz zum esc, weniger mehr.
Ich hab während meines Praktikums im Stubaital 2008 neben Gregor Schlierenzauer gewohnt. Waren auch die Jahre, in denen ich viel mit Skispringen zu tun hatte. Oft nette Jungs, aber nicht mein Beuteschema. 🙂 Bleib da doch eher bei den Eishockey-Cracks. 😉
„historisch beste Ausgabe“
Oh je wenn ich schon höre wie die eigene Auswahl im Vorfeld in den Himmel gelobt wird ahnt mir nichts Gutes, das hat die Vergangenheit ja leider gezeigt
Aber ich freue mich sehr auf Norwegen, MGP fand ich vor allem 2020, 2022 und 2023 richtig stark
Mein Wunsch wäre Elsie Bay oder Aurora
Ich fasse es kaum, MGP in meiner Geburtsstadt! Malachauen, ob ich an Tickets komme…
Ob uns die Norweger zeigen, wo der Lillehammer hängt?
Bitte Bitte ruf für Mileo an.Er ist der beste!!!!!!!
Schon wieder der beste norwegische Vorentscheid aller Zeiten? Sind die stampfende Hornisse und der rostige Kinder-Ritter denn überhaupt noch zu überbieten?
Hab ich mir auch gedacht 🤣
Zur Zeit ist Norwegen beim ESC wie ein Comic-Strip …
Wie beim Kindergeburtstag eben
So, bei all den beschissenen Weltnachrichten (Friedrich Merzens umkontrollierbares Großmaul, Ukraine-Vernichtungsplan, Belem) hat Alki jetzt Horrornacht angesetzt:
In langsamer Steigerung gibt es :
Psycho , Rosemaries Baby, Invasion der Körperfresser (mit Donald Sutherland, an sich schon gruselig genug), Alien und dann den ESC 2024
Körperfresser sind ganz schlecht fürs Stadtbild. Kyle Alessandro hingegen, Träumchen…
Haha 😀
Nach dem ESC 2024 konnte ich kein Auge mehr zutun und habe mich an meinem non-binären Stofftier festgekrallt 😉
Aber nicht Lumo, oder? Kam ja erst dieses Jahr. 😛
Goleo? 🫣
Oder der Duracell-Hase?
Ich bin auf das „bestes MGP“ gespannt.
Nicht Norwegen, aber Schweden… hat mir eben YT reingespült. Mello, trau dich was! 😛 😉
Mello, trau dich was!
Der war gut. 🤣🤣🤣
Ich geb nicht auf! 😀
Befürchte KAJ war „trau dir was“ bzw Out of the box genug für die Verantwortlichen dort🫣
Das befürchte bzw. schätze ich auch.
@Malge:
Adept haben auch wieder was Neues. 🙂
Yeah.
Waren das nicht auch die Norweger, die letzte Saison gesagt haben, dass sie vier potentielle ESC Siegersongs im Vorentscheid haben?
Ich freu mich
Als BEGEISTERTER Skifahrer und Wintersportfan, wäre ein VE in Lillehammer eigentlich wirklich eine Reise wert 😍🇳🇴
Ich war bereits zweimal in Lillehammer – eine interessante Stadt. Besonders gefallen haben mir das große Freilichtmuseum Maihaugen und Bjerkebæk – das Haus der Literaturnobelpreisträgerin Sigrid Undset gegenüber der Håkons Hall.
Witzig ist zudem die Fernsehserie Lilyhammer …
Sigrid Undset 😍
Lillehammer bzw. Håkons Hall hat übrigens bereits „Eurovision-Erfahrung“, denn dort fand der JuniorESC 2004 statt.
Norwegen schickt fast immer gute Songs, deshalb freue ich mich meistens auf NMGP.
Mein Lieblingsbeitrag aus Norwegen ist Secret Garden aus dem Jahr 1995.
Ich mag den norwegischen Vorentscheid echt gerne und freu mich drauf!:-)😍 Vor allem: er findet erfreulicherweise nicht ( auch noch ) am 14.02.2025 statt! Tusen takk!💖
Norwegen war in den letzten Jahr meistens ziemlich gruselig für mich. Den letzten Spitzenbeitrag gab es 2015 mit „A monster like me“.