Norwegens Beitrag für den ESC 2024: „Ulveham“ von Gåte

Bild: Julia Marie Naglestad / NRK

Das Finale des norwegischen Melodi Grand Prix 2024 ist vorbei und damit steht fest, wer für Norwegen zum Eurovision Song Contest nach Malmö fahren darf. Die fünfköpfige Band Gåte hat mit ihrem Lied „Ulveham“ in der gerade beendeten Show sowohl das Televoting als auch die Gesamtwertung gewonnen und damit das Ticket zum internationalen Wettbewerb ergattert. Vorausgegangen waren der heutigen Show bereits drei Halbfinale, aus denen sich jeweils drei Acts für das heutige Finale qualifizieren konnten.

Gåte hatten Anfang der 200er ihren Durchbruch und die Band besteht aus den Mitgliedern Gunnhild Sundli, Sveinung Sundli, Magnus Robot Børmark, Gjermund Landrø und Kenneth Kapstad. Schon damals hatten sie großen Erfolg und waren mit spektakulären Liveshows auf Tour. Gåte veröffentlichten zwei von der Kritik gefeierten Studioalben, zwei EPs und einem Live-Album. Zu dieser Zeit verkauften Gåte mehr als 100.000 Alben, landeten direkt an der Spitze der norwegischen Charts und gewannen 2002 den Spellemann-Award als „Bester Newcomer“. Nach dieser Hochphase legte die von der Kritik gefeierte Band eine zwölfjährige Pause ein, bevor sie 2017 ihre lang erwartete Rückkehr feierte. Seitdem hat Gåte wieder mit großem Erfolg Konzerte gespielt und Musik veröffentlicht.

Gåte kombiniert traditionelle norwegischer Volksmusik mit explosivem Rock – so auch in ihrem Wettbewerbsbeitrag „Ulveham“. Zu hören ist hier unter anderem ein traditioneller Kuh-Lockruf. Geschrieben wurde „Ulveham“ von Sveinung Eklo Sundli, Ronny Graff Janssen, Marit Jensen Lillebuen, Gunnhild Sundli, Magnus Børmark und Jon Even Schärer. Weil der Songtext auf einer mittelalterlichen Ballade basierte, mussten Gåte den Text vor dem norwegischen Finale umschreiben, um den offiziellen Regeln des ESC gerecht zu werden..

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117 Comments
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Indigo
Indigo
2 Jahre zuvor

Mir gefällt es ganz gut, sicher im Finale, aber ich glaube, das wird bei den Jurys nur mäßig ankommen.

ESChris
ESChris
2 Jahre zuvor

Mir persönlich ist es zu viel Geschrei.

Aber immerhin haben wir damit bereits den nächsten Gewinner vom ESCC 😉

floppy1992
Mitglied
floppy1992
2 Jahre zuvor
Reply to  ESChris

Da bin ich mir gar nicht so sicher. Hier in den Kommentaren kam „Damdiggida“ eigentlich schon deutlich schwächer an als damals „Monument“.

Steffen
Steffen
2 Jahre zuvor

Was für ein schreckliches Geschrei. Da hilft auch die Landessprache nicht.
2/10

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor

Habe mit „ist so la la“ abgestimmt. Finde es schön dass Norwegen es nach langer Zeit mal wieder in der Landessprache versucht. Der Anfang des Songs gefällt mir auch sehr gut, schafft eine schöne mystische Atmosphäre. Dann jedoch kommt der Refrain wo mir die Sängerin leider etwas zu sehr kreischt. Danach kann der Song die Spannung die vorher aufgebaut wurde leider nicht halten und flacht dann mir persönlich zu sehr ab, unterbrochen nur vom kreischenden Refrain. 😕

Ich denke schon dass es Norwegen damit ins Finale schaffen wird da es definitiv etwas anderes ist was das Land sonst schickt. Dort wird es aber denke ich eher schwierig werden mit der TOP 10 da im Finale ja die Jurys dabei sind und die solche Songs eher ignorieren und außerdem macht da die „Bubble“ weniger Anteil am Televoting aus, könnte mir da vorstellen dass da viele neue Zuschauer das vielleicht ganz witzig zum Anschauen finden werden aber halt mehr nicht. 🤷‍♂️

Dennoch: Danke für die Abwechslung Norwegen. 👍 🇳🇴

Last edited 2 Jahre zuvor by ESC1994
Morph
Morph
2 Jahre zuvor

Trifft nicht meinen Musikgeschmack, aber der Song hat eine gewisse Dramatik, die beim ESC recht gut ankommen kann. Wenn der Beitrag es bis ins Finale schafft, könnte ich mir vorstellen, dass das nicht so schlecht abschneidet.

rainer1
rainer1
2 Jahre zuvor

Wahrscheinlich wird jetzt die gruppe bei den nächsten 100 pk’s darüber lamentieren dass sie sich einen start gut überlegen müssen, falls israel startet. Die werden sicher noch zusätzlich öl ins feuer giessen um ein bisschen aufmerksamkeit zu erhaschen.

Rheez
Rheez
2 Jahre zuvor

Von den drei Beiträgen, die gestern bestimmt wurden, für mich irgendwie noch etwas der Lichtblick. Nicht, dass ich „Zorra“ textlich, von der Message oder auch von der Komposition so gar nichts abgewinnen könnte oder Maltas Song irgendwie eine Vollkatastrophe wäre. Aber irgendwie alles nicht so richtig das Gelbe vom Ei.
Die Beschreibungen von „Ulveham“ wecken in mir auch kräftigere Bilder als die, die das Lied bzw. die gestrige Liveperformance bei mir entstehen lassen kann – aber für mich dennoch „gut“.

Last edited 2 Jahre zuvor by Rheez
SvenEsc
SvenEsc
2 Jahre zuvor

Haben sich in den Tagen zu meinen Favoriten entwickelt und Norwegen hat gut gewählt.
Mir gefällt der Beitrag echt gut und dann noch in Norwegisch passt es perfekt.
Denke, das wird sehr gut laufen 🙂

Gaby
Gaby
2 Jahre zuvor

Hm… Der Song hat ein paar schöne Passagen, aber gerade den Mittelteil, wenn sie so hoch sind hat für mich doch ein ziemliches Nervpotential. Habe mit „so la la“ gestimmt, mit Tendenz zu „gefällt mir gut“.

dirtsa
dirtsa
2 Jahre zuvor

Danke Norwegen!
Ihr habt mir dieses Jahr Gåte geschenkt, und damit einen Act, für den ich „fangirlen“ und beim ESC mitfiebern kann. Absolut fantastisch!
2021 hat mir Finnland so ein Geschenk mit Blind Channel gemacht, letztes Jahr nochmal Finnland mit Käärijä und (ja man höre und staune) Deutschland mit Lord of the Lost, und dieses Jahr ist es Norwegen!
Ja,ja, da kommen noch einige Acts, aber dieser ist definiiv ganz weit vorne dabei!

Dark Side
Dark Side
2 Jahre zuvor

Habe eigentlich schon fest damit gerechnet dass es Margaret Berger macht weshalb es für mich tatsächlich eher überrascht hat ich bin gespannt wo es landet aber Top 10 sind auf jeden Fall drin

Schlippschlapp
Schlippschlapp
2 Jahre zuvor
Reply to  Dark Side

Damit liegt in dieser Abstimmung Norwegen bislang auf Platz 4, ich habe die Stimmen mal umgerechnet. In Führung nach wie vor Frankreich, gefolgt von Luxemburg und Slowenien.

Saintsfan55
Saintsfan55
2 Jahre zuvor

Ich freue mich darauf, Keiino in Malmö zu hören! Wäre doch schwer überrascht, wenn Anti-Isarel-Gate hier über ihren eigenen Schatten springen. Keiino ist darüber hinaus auch Act-technisch ein deutliches Upgrade.

Schlippschlapp
Schlippschlapp
2 Jahre zuvor
Reply to  Saintsfan55

Keiino sollen die gleiche Meinung haben, wie ich lesen konnte.

Freu Dich nicht zu früh. Eher gibt es keinen Beitrag aus Norwegen.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor
Reply to  Schlippschlapp

Du beziehst Dich wohl auf dieses Interview hier: https://eurovisionfun.com/en/2024/02/norway-gate-does-not-agree-with-the-participation-of-israel-in-eurovision-2024/

Man muss KEiiNOs Worte „the situation in Gaza is terrible“ nicht unbedingt so deuten, dass Israel allein daran schuld sei, das sagen sie so nicht. Auch die Äußerung „as things stand now, it will be difficult for Israel to participate in May“ kann als neutrale Einschätzung der Lage gelesen werden und muss nicht als Forderung verstanden werden, dem ESC fernzubleiben.

Der Thoddy
Der Thoddy
2 Jahre zuvor

Gefällt mir echt gut – mehr kann und will ich ohne meine Anwalt nicht sagen.

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor

Gefällt mir ganz gut. Bin mir sicher ins Finale kommt der Song.

elkracho
Mitglied
elkracho
2 Jahre zuvor

Das hätte für Norwegen schlimmer kommen können.
Wenn Erika und ihr oller Rob gewonnen hätten.

Wobei sich mir der Zauber von „Ulveham“ immer noch nicht erschließt.
Denke auch nicht,das der Song in Malmö zum Höhenflug ansetzen wird.
Und KEiiNO kann es ja noch ein viertes Mal versuchen.

Tombär
Tombär
2 Jahre zuvor

Bin zwar Keiino-Fan, aber der Song war mir trotz toller Performance im Vergleich zu den Vorgängern einfach zu billig.
Bei „Ulveham“ kommt so ein mystisches Norwegengefühl auf. Und remember 1995! Schon damals haben die Norweger mit „Nocturne“ einen total außergewöhnlichen Song ins Rennen geschickt und gewonnen. Und bei den Wettquoten scheinen Songs, die aus dem üblichen Rahmen fallen, auch ziemlich beliebt zu sein (Norwegen und Irland mit steigender Tendenz in den Top Ten):
Bei uns hoffe ich deswegen irgendwie auf „Katze“ weil sich die üblichen Schnarchnummern (Ryk, Leona, Max und Wildcard) gegenseitig die Stimmen rauben werden.

Mixx
Mitglied
Mixx
2 Jahre zuvor

Wie von Norwegischen Trollen komponiert… gefällt mir überhaupt nicht!

Wird vermutlich trotzdem auf einem guten Platz landen, denn solche Töne kommen beim ESC ja oft gut an. Weniger Geschrei wäre allerdings meiner Meinung nach mehr.

RichardESC1997
RichardESC1997
2 Jahre zuvor

Norwegen will gewinnen, dass merkt man deutlich. Dieses Jahr wird, das wohl leider nichts. Ich mag den Song wirklich, ich habe auch mit „ganz ausgezeichnet“ abgestimmt. Allerdings fehlt mir hier die Eingängigkeit.

C aus P
Mitglied
C aus P
2 Jahre zuvor

Großartig, großartig! Endlich kein Dance-Pop mehr aus Norwegen sondern ein kraftvolles, authentisches Stück auf norwegisch. Bin wirklich begeistert!

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
2 Jahre zuvor

haben sich die keiinoaner mittlerweile wieder eingekriegt? 😛
und noch was,wer oftmals bei weiblichen gesang vom „schreien“ spricht,sollte sich vielleicht mal ein neues musikspielfeld suchen.🤠

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor

Ich kann durchaus zwischen weiblichem Gesang und Schreien differenzieren; das, was im Refrain von Ulveham passiert, ist bestimmt kein Schreien durch und durch, aber es ist doch ein wenig näher an meiner Vorstellung von diesem als an meiner Vorstellung von Gesang.

Die Schadenfreude (rausgestreckte Zunge) sei Dir ja gegönnt, aber was „einkriegen“ betrifft: Als ich 2019 hier eingestiegen bin, ging es gerade wegen dem Vorentscheidungs-Sieg der S!sters hoch her, da sind die paar Bedauernsäußerungen wegen KEiiNO hier wirklich sehr sanft. Würden KEiiNO-Fans ähnlich vorgehen wie damals die Sisters-Gegner, dann würden sie jetzt u.a. einen Startnummerentrüstungssturm entfachen (Sisters durften damals als Letzte von wohlgemerkt sieben starten – KEiiNO waren am Samstag als Erste dran).

(Nachtrag: Ich habe „Sisters“ jetzt mit „i“ geschrieben, weil sonst nach Absenden nach dem Ausrufezeichen ein Zeilenumbruch erscheint 🙂 )

Last edited 2 Jahre zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
2 Jahre zuvor

du mußt wissen,daß ich oftmals in bestimmten sachen z.b. entscheidungen auch die internationalen reaktionen hier mit einfließen lasse und die waren doch mitunter arg ruppig.
(ähnliches sogar noch heftiger gab es auch vor 2 jahren,als in portugal nicht der favoritenmann am klavier, sondern der mann mit schicken hut samt band gewonnen hatte.)
esc-kompakt ist der deutsche kern der bubble – ich strolche aber auch noch auf den beiden großen ESC-boards,bei wiwi-com und deren kanal und generell viel bei youtube,eben auch wegen der interessanten kommentare in anderen kanälen und sporadisch auch beim twitter rum.
da bekommt man eine menge eindrücke serviert.
generell trenne ich aber eigentlich immer in tisch und bett,deswegen würde ich beim vergleich keiino und s!sters differenzieren – man kann beide fälle nicht so wirklich vergleichen.
keiino war ja co-favorit – die s!sters sicher nicht und auch die gemengenlage war anders z.b. durch den internen einfluss von herrn s..🍻

Ola-Nordmann
Ola-Nordmann
2 Jahre zuvor

Ich mag die Band schon seit langem. Es ist nicht unbedingt eingängig und der Stil ist speziell, aber ich freu mich auf den Auftritt 🙂