Not your toy: Netta wollte eigentlich mit „Bassa Sababa“ zum ESC 2018

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ESC-Siegerin Netta wollte ihren Gewinnersong „Toy“ ursprünglich überhaupt nicht beim Eurovision Song Contest 2018 singen. Das hat die Sängerin vorgestern in einem Tweet öffentlich gemacht. Stattdessen war eine frühe Version der von ihr mitgeschriebenen Nachfolge-Single „Bassa Sababa“ ihr Favorit für Lissabon.

„Das war der erste Entwurf von ‚Bassa Sababa‘, das damals einfach ‚SABABA‘ war. In der Nacht, als mir klar wurde, dass ich zum ESC fahre, sah Avshalom (‚Bassa Sababa‘-Mitkomponist Avshalom Avriel; Anmerkung der Redaktion) mich mit entsetztem Blick an und sagte: ‚Netta, du wirst beim ESC sein, und das Lied, das du singen wirst, wird nicht dein Lied sein.“

Wir nahmen ein Hotelzimmer und arbeiteten vier Tage und Nächte ohne Unterbrechung (wir schliefen in Schichten), bis wir unser erstes Baby hatten. Wir schrien vor Glück, als wir hörten, dass es fertig war, waren am Boden zerstört, als es nicht ausgewählt wurde, aber ich bin glücklich darüber, wie sich am Ende alles gefügt hat.

Ich bin froh, dass sich unsere Wege mit denen von Stav Beger (Mitkomponist von ‚Toy‘, ‚Nana Banana‘ und der späteren Version von ‚Bassa Sababa‘; Anmerkung der Redaktion) gekreuzt haben, der nach dem ESC mit uns zusammengearbeitet und dazu beigetragen hat, ‚Bassa Sababa‘ zu dem zu machen, was es heute ist.

Wenn man diese Demoversion von „Bassa Sababa“ bzw. damals einfach nur „Sababa“ mit der von Mitkomponist Doron Medalie gesungenen Demoversion von „Toy“ vergleicht, bekommt man fast den Eindruck, als hätten sich die „Toy“-Komponisten Stav Beger und Doron Medalie von manchen Elementen dieser Demoversion inspirieren lassen, „Toy“ so weiterzuentwickeln, dass der spätere ESC-Siegersong noch besser zu Netta und ihrer Persönlichkeit passte. So wurde „Bassa Sababa“ zwar nicht für den ESC ausgewählt, hat aber trotzdem seinen Beitrag zum ESC-Sieg Israels beigetragen.

Auch „Bassa Sababa“ selbst wurde im Vergleich mit der oben geposteten Demoversion noch einmal deutlich weiterentwickelt und zwar unter Mitarbeit von Stav Beger. Und das mit Erfolg: Das Video zu dem Song kommt auf YouTube mittlerweile auf über 100 Millionen Klicks, auf Spotify wurde der Song mehr als 5 Millionen Mal gestreamt.

„Bassa Sababa“ und „Toy“ sind beide auch auf Nettas erster EP „Goody Bag“ zu finden.

Was glaubt Ihr, hätte Netta den ESC auch mit „Sababa“ gewinnen können?


25 Kommentare

  1. Also ich muss ja gestehen ich find die Demo Version an sich total gut wenn auch sie sich unausgereift anhört, ist halt nur ne Demo. Aber der Flow ist ganz nice.
    Am Ende ist es schwer zu sagen aber ich denk auch dieser Song hätte ein super Ergebnis gebracht.

  2. „Bassa Sababa“ ist ein toller Song, aber damit wären wir 2019 meiner Meinung nach auf Zypern gelandet 😀 Es passt schon alles so (auch wenn sich das im Nachhinein sowieso leicht sagen lässt).

  3. Na ja, mir gefällt ehrlich gesagt weder „Bassa Sababa“ noch „Toy“, ihre Stimme geht mir nach kurzer Zeit auch sehr auf die Nerven.

  4. Völlig egal ob Nana Banana oder Bassa Sababa oder Laber Rababar oder Schick & Schnack,
    wenn Netta singt oder so tut, ist es k…ck.

  5. Netta hat bestimmt nicht gewonnen weil „toy“ so ein super song ist. Sie hat das richtige thema zum richtigen zeitpunkt besungen und hat das mit ihrer grossen bühnenpräsenz auch überzeugend rübergebracht. Mir gings damals schon nach 2x hören, ähnlich wie heuer „uno“, grausam auf die nerven.

    • Geht mir ganz genauso – nur den Song betrachtet ist „Toy“ mE einer der schlimmsten ESC-Siegersongs überhaupt. Aber es war das richtige Thema zur richtigen Zeit und Nettas Persönlichkeit und Bühnenpräsenz waren schon mehr als die halbe Miete für den Sieg in Lissabon – vor allem auch der krasse Gegensatz zum Sobral-Song des Vorjahres (Salvador Sobral war auch reichlich angepisst – das war dann wohl so gar nicht nach seinem Geschmack, dass er ihr den Pokal überreichen musste).

      Bin nur froh, dass sich dieser Elektro-Sound nicht wirklich durchgesetzt hat – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Ne ganze CD mit Songs von Netta wäre aber wohl die reinste Ohrenfolter :-/.

      • Anfangs fand ich „Toy“ erfrischend und gut. Mittlerweile hat er sich bei mir auch ziemlich schnell abgenutzt, vor allem, rein akustisch, ohne Live-Auftritt, gibt er mir gar nichts.
        Eine ganze CD würde ich mir von Netta auch nicht anhören wollen. Dafür ist mir die Stimme auch zu nervig.

  6. Nachdem hier so schlecht über Netta geredet wird, fühle ich mich verpflichtet, mich hier nochmal als großer Netta-Fan zu positionieren!

    • Die einen so, die anderen so.
      Schade, das Wahrheiten gleich verdreht werden.

      Netta ist keine Sängerin. Da muss man kein Gesangs- oder Musikexperte sein. Sie ist eine pure, talentfreie Selbstdarstellerin. Also für die ESC-Spaßfraktion genau das Richtige!

      • Also welche Wahrheiten kann ich denn in meiner Nachricht verdreht haben???

        Netta ist nun wirklich nicht talentfrei. Sie kann singen, vielleicht nicht Adele-mäßig, aber gut genug um einen ESC zu gewinnen (und eine schlechte stimmliche Performance hätten die Jurys hart abgestraft)
        Darüber hinaus ist sie musikalisch sehr begabt, du musst nur mal eines ihren vielen Cover/Remixes auf YouTube anschauen. Das muss einem nicht gefallen, aber es ist klar, dass sowas sehr viel Übung und im besten Fall Talent braucht. Über die Bezeichnung Selbstdarsteller möchte ich jetzt nicht diskutieren, das ist Ansichtssache.

        Abgesehen von Obigen find ich es sehr komisch „ESC-Spaßfraktion“ so als Beleidigung zu verwenden, vielleicht würde dir selbiger auch gut tun

  7. Anfangs war auch Toy mein Gewinner, nach den Proben muss ich aber sagen, dass meiner Meinung nach Eleni einfach die Bühne mehr ausgenutzt hat und nicht so verloren gewirkt hat wie Netta teilweise. Ich hätte es den Zypern (Zyprioten?) gegönnt, weil Fuego schon ein Gewinnersong war und auch sehr radiotauglich (ähnlich wie Euphoria oder Heroes). Und ich kann mich sogar erinnern, dass ich Fuego ein paar mal mehr im Radio gehört hab als Toy.
    Bassa Sababa fand ich auch gut, hätte mir aber mal fast gewünscht, dass jemand anderes mit diesem Song nach Tel Aviv gefahren wäre und Netta nur als Komponistin mitgewirkt hätte. Das wäre dann mal interessant gewesen…. 🙂

  8. Ich beobachte das Vorher-Nachher-Geschehen des ESC seit vielen, vielen Jahren.
    Sehr oft wird ein Favorit im Vorfeld schon als Sieger gekürt. Bei „Toy“ war das auch der Fall. Doch bereits kurz nach dem Finale bzw. Sieg wurde der Gewinnersong von den gleichen Leute zunichte gemacht, statt bei ihrer Haltung zu bleiben. Das gleiche war u.a. bei „Heroes“ und „1944“.

    Schade, dass man so wenig Rückgrat besitzt.

    • Also ich kann nur für mich sprechen: Der Sieg geht nach wie vor für mich in Ordnung, konnte irgendwie mit „Fuego“ noch weniger anfangen. Aber es passiert schonmal, dass sich ein Song relativ schnell abnutzt. Das ist bei „Toy“ der Fall, wobei ich den Auftritt nach wie vor originell finde. Und „Toy“ ist für mich auch der beste Song von Netta🙂.

  9. Dass einige Leute nach zwei Jahren immer noch so viel Frust und Hass schieben.
    Da muss ja am Finalabend 2018 so einiges kaputt gegangen sein.

    PS: Ich finde Netta toll.

    • Na ja, ist „Hass schieben“ nicht ein wenig übertrieben? Warum sollte man jemanden hassen, weil einem der Song nicht gefällt oder der eigene Favorit nicht gewonnen hat? So ernst muss man dieses SPIEL nun auch wieder nicht nehmen.

      • Sorry, war wohl wieder blöd von mir. Manchmal schreibe ich daher…also, ich wollte niemandem zu nahe treten oder verletzen. Tut mir leid, ich habe nichts gegen Netta (warum sollte ich auch), ich finde ihre Stimme nicht sehr angenehm, aber das ist ja Geschmackssache.

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