
Am vergangenen Samstag hat Eva Marija mit „Mother Nature“ den Vorentscheid Luxembourg Song Contest 2026 gewonnen und damit das luxemburgische Ticket zum Eurovision Song Contest 2026 in Wien gelöst. Eigentlich. Denn relativ bald nach der Show wurden Plagiatsvorwürfe laut – die nun geprüft werden.
Der Vorwurf lautet, dass das von Eva Marija Puc selbst gemeinsam mit Maria Broberg, Julie Aagaard und Thomas Stengaard geschrieben Lied „Mother Nature“ deutliche Ähnlichkeiten zu dem Lied „Keeping Your Head Up“ der britischen Künstlerin Birdy ausweist. Dass es Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden Liedern gibt, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Ob es sich dabei aber wirklich um ein Plagiat handelt und das Lied damit nicht am Eurovision Song Contest teilnehmen dürfte, ist bislang unklar.
Unklar ist auch, was in dem Fall passieren würde, dass tatsächlich festgestellt wird, dass „Mother Nature“ nachträglich disqualifiziert wird. Wahrscheinlich erscheint, dass in diesem Fall der Zweitplatzierte Steve Castile mit seinem Song „Sweet Tooth“ nach Wien fahren könnte.
Zum Vergleich: Hier ist der Beitrag Luxemburgs für den ESC 2026, „Mother Nature“ von Eva Marija:
Und hier das Lied „Keeping Your Head Up“, das Birdy 2016 aus ihrem dritten Album „Beautiful Lies“ ausgekoppelt hat:
„Wir, das Eurovision-Team, nehmen die Diskussionen über mögliche Urheberschaftsverletzungen ernst und wollen transparent damit umgehen. Zu diesem Zweck führen wir unter anderem Gespräche mit der European Broadcasting Union, dem Rocklab, den Komponisten, der Künstlerin sowie der Musikrechtsgesellschaft Sacem.“
„Fest steht, dass der Song ,Mother Nature’ im vergangenen Jahr im Rahmen des Songwriting Camps in der Rockhal von den Komponisten gemeinsam mit der Künstlerin geschrieben wurde und der Song von Birdy in keiner Form als Vorlage diente.“
Wir können gespannt sein, was die Gespräche ergeben, und halten Euch hier auf ESC kompakt natürlich weiter auf dem Laufenden.
Eine gute Sache hat die – etwas nervige, da alljährlich wiederkehrende – Plagiatsdiskussion: Endlich lassen sich Birdy und ihre Werke im ESC-Kontext diskutieren. So sei an dieser Stelle vor allem das 2023 erschienene und etwas verkannte Album „Portraits“ unter anderem mit der Single „Raincatchers“ empfohlen.
Über Eva Marija und ihren ESC-Beitrag „Mother Nature“ haben wir am vergangenen Montag auch bei ESC kompakt LIVE auf YouTube gesprochen (s. unten). Das Video ist weiterhin verfügbar und unser Stream mittlerweile außerdem als Podcast verfügbar.
Was sagst Du? Sind sich „Mother Nature“ und „Keeping Your Head Up“ zu ähnlich? Könnte es sein, dass doch ein anderer Act für Luxemburg zum ESC 2026 fahren darf? Schreib uns Deine Meinung gerne in die Kommentare.
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Ja, klingt ähnlich, mehr aber auch nicht.
Ist doch nur ein Intervall, welches sich immer wiederholt? Das hat auch Birdy nicht erfunden
Als ob es das einzigste geklaute Lied wäre! Ja raus damit. Ich habe auch irgendwo ein geklautes Lied von Andrew Lambrou „Lemonade“ gehört, weiss nicht mehr ob es unter Finnlands Songs ist oder woanders. Auch raus damit
Das reicht mir nicht… Und was Belgien 1996 und Schweden 2001 angeht, da war es am Ende glaube ich klar oder? Das war auch der einzige Fall bei ESC-Songs.
Aber die allermeisten Plagiatsvorwürfe im Bereich ESC sind heiße Luft.
Eva Marija wird an der London Eurovision Party und an Eurovision in Concert dieses Jahr teilnehmen:
https://eurovoix.com/2026/02/08/eva-marijas-first-pre-party-appearances-confirmed/
RTL hat mitgeteilt: Kein Plagiat
Es gibt erfreuliche Nachrichten! Eva Marija darf mit ihrem Wettbewerbstitel „Mother Nature“ beim ESC antreten:
https://www.lessentiel.lu/de/story/mother-nature-plagiatsvorwuerfe-geklaert-luxemburgs-esc-song-bleibt-im-rennen-103503486
Damit können die Vorbereitungen für den ESC für die Künstlerin beginnen.
Es klingt stilistisch gesehen auch nach einem Abklatsch von Aurora.