Proben „Germany 12 Points 2022“: eros atomus – alive

Probe zwei im zweiten Block: Bühne frei für Eros Atomus. Nachdem der Boden der Bühne und des Studios von den Seifenblasenresten von Emily Roberts befreit worden sind, kann gleich die Probe beginnen. Vorab sehen wir auf dem Backgrop eine Fahrt auf einer (amerikanischen) Landstraße. Es gibt viel orange Sonnenuntergangsstimmung und immer mal wieder Flackerlicht.

Die Bühne wird mit Props befüllt. Rechts steht ein Schlagzeug. Links Boxen. Und in der MItte ist ein großer Bilderrahmen. Außerdem gibt’s einen kleinen Bilderrahmen, der bei der Kamera ist. Das kann sicher einen schönen optischen Effekt geben.

Mittlerweile ist Eros auf der Bühne ist – soweit wir das gegen die Scheinwerfer sehen können – ganz in weiß gekleidet. Da scheint es also kein Trick-Outfit wie im Video zu geben. Und er hat eine akustische Gitarre umhängen. Er steht also auf einem Podcast im großen Bilderrahmen. Die anderen Musiker auf der Bühne sind ansonsten komplett schwarz gekleidet.

Der Auftritt beginnt zwei Gitarrenriffs und dann dem typischen Klopf-Spielen auf der Gitarre, dem Lap-Style, den Eros erfunden hat. Das kennen wir ja auch aus dem Video. Ich werde ganz schlimm von Scheinwerfern genervt, die ins Publikum gerichtet sind.

In der zweiten Strophe verlässt Eros das Podest und tritt aus dem Bilderrahmen. Er interagiert auch mit den Musikern (zwei Bassisten, ein Streicher und ein Schlagzeuger). Dann singt und bewegt er sich hauptsächlich am Bühnenrand. Zur Brücke steht er wieder auf dem Podest. Zum Finale nimmt er die Gitarre in die Hände, tanzt und eine Windmaschine wird aufgedreht. Im Schlussbild reißt er dann auch noch die Arme in die Luft.

Der Hintergrund im Bilderrahmen ist immer ein Sonnenuntergang. Die Bewegung kommt eher über die Screens an der Seite und die Scheinwerfer.

In diesem zweiten Durchgang hat Eros darauf verzichtet, aus dem Rahmen zu kommen, sondern ist die meiste Zeit auf dem Podest geblieben. Für die Abwechslung fand ich die erste Variante da interessanter.

Weiterer Durchlauf: Dieses Mal kommt Eros wieder aus dem Rahmen heraus. Deutlich besser und viel dynamischer. Ganz verrückt ging er eben auch einmal auf das Sofa, was links von der Bühne steht – Guildo -Horn-Vibes. Das wird morgen Abend sicher nicht gehen, weil dann da womöglich Leute sitzen werden. Die Windmaschine funktioniert hier wirklich gut. Bei einer kurzen Acappella-Fassung geht Eros wieder auf das Sofa. Kommt das jetzt doch?

Vorletzter Durchlauf. Es bleibt hier dabei: Das Sofa ist dabei und Eros interagiert noch etwas mit anderen Künstlern (der die dunkleren Sofas vor der Bühne sind der Greenroom). Große Schlusspose und wie immer lacht Eros ganz zum Schluss.

Jetzt aber dann wohl der letzt. Wir sind auch begeistert von den sehr passionierten Musikern an den Instrumenten. Die leben ebenfalls den Song. Eros hat einer Frau kurz das Mikro hingehalten bei den Stadion-Tönen. Insgesamt wirkt er aber sehr viel sicherer als am Anfang.

Wir sprechen heute Abend um 21 Uhr in einem ESC kompakt LIVE über die Proben zur Vorentscheidung.


12 Kommentare

  1. Sieht sehr einfallslos aus. Warum da eine Band simulieren muss, verstehe ich auch nicht ganz. Erinnert mich stark an Gregor Hägele.

    • Ich würde nicht einfallslos sagen aber vielleicht etwas zu eindimensional, zieht sich aber so durch. In anderen Vorentscheidungen sehen Künstler aus wie Stars, es gibt Pyro usw… So moderne Techniken wie diese durchsichtigen LED-Wände oder so kommen hier auch nie zum Einsatz oder zumindest mal ein moderner Backdrop. Das ist hier alles immer sehr bunt und freundlich (Mal ein paar Häuschen, Blümchen, Häkchen oder Kügelchen) aber nie was aussagekräftiges (krasse Animationen, ungewöhnliche Farben und Formen…)

  2. Das ist wieder eine typisch deutsche Inszenierung, bei der dann Peter Urban im Mai sagen würde: „Damit konnte keiner rechnen, dass wir auf den letzten Plätzen landen, eros war doch so sympathisch und der Auftritt so schön“. Das stört halt niemanden. „alive“ ist süß, kann man mal im Radio machen und auf der Bühne ist es bestimmt auch nett – es stimmt aber halt kein Juror dafür und niemand ruft für den Song an.

    Ich rechne damit, dass eros sowohl im Online- als auch im Televoting 5 oder 6 Punkte bekommen wird. Wünsche ihm aber, dass die Erfahrung zumindest schön ist 🙂

    • Das ist nicht möglich. Im Online-Voting bekommt er Minimum 45 Punkte (von jeder Radiostation 5) und 5 Punkte im Televoting (Punkte prozentual verteilt) würde bedeuten, dass nur 1,15 % aller Anrufer für ihn gestimmt hätten. 😉

    • Muss aus terminlichen Gründen am Wochenende des Finales nach Hamburg und überlege jetzt, ob ich mir das Elend auf dem Spielbudenplatz nicht sogar in Person geben soll. Falls ja, nehme ich aber definitiv ein „Damit konnte niemand rechnen“-Schild mit.

      Schade, dass man nicht wetten kann, ob Peter Urban den Satz sagen wird. Aber die Quote wäre wohl eh 11 für 10.

  3. Wieso bist du dir da so sicher, dass es ein Sonnenuntergang ist, kann es nicht auch ein Sonnenaufgang sein?

    Ich glaub er wird es morgen am schwersten haben zu überzeugen. Naja mal sehen

  4. Ich bin positiv überrascht – hätte bei dem Song mit weniger gerechnet. Er holt der Beschreibung nach das Maximum heraus, ob das reicht bezweifle ich stark, aber sieht im ersten Moment sehr gut aus, mag ich!

  5. Warum müssen Deutsche immer so meckern? Im TV wirken die Auftritte noch mal anders. Warten wir es doch einfach ab und voten morgen für den Act, der einem am besten gefällt..

  6. Können wir den Vorentscheid bitte in Germany 0 Points umbennenen bis auf die Inszenierung und dem Song von Felicia Lou ist da ja nur Schrott dabei

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