Problematischer Banger? Song im serbischen ESC-Vorentscheid 2026 nutzt Jugoslawien-Metapher

Zejna – „Jugoslavija“ Bild: Single-Cover

Erst vor kurzem hat der serbische Sender RTS die 24 teilnehmenden Acts und Songs des Vorentscheides zum Eurovision Song Contest, Pesma za Evroviziju 2026 (PZE), veröffentlicht. Ein Titel, der im 1. Halbfinale am 24. Februar antritt, hat allerdings jetzt schon mehr Aufmerksamkeit auf sich versammelt als alle anderen (und das obwohl mit „Fräulein“ von Brat Pelin sogar ein Song mit deutschem Titel und der sensationellen Zeile „Du bist meine Fräulein“ dabei ist). Die Rede ist von „Jugoslavija“ von Sängerin Zejna (Aufmacherbild) – ein Song, der schon wenige Stunden nach Veröffentlichung Kritik einstecken musste.

„Jugoslavija“ hat auf dem YouTube-Account des serbischen Senders, der alle 24 Vorentscheidtitel hochgeladen hat, aktuell die meisten Aufrufe aller Songs. Auch bei Fanvotings wie auf Eurovisionworld oder hier auf ESC kompakt liegt „Jugoslavija“ vorne. Denn allein ein Song, der Jugoslawien im Titel hat und von Serbien zum ESC geschickt werden könnte, ist erst einmal ein Hinhörer. Glorifiziert der Song den zusammengebrochenen Staat?

Die 39-jährige Zejna Murkić geht mit dem Song ins Rennen um Serbiens ESC-Teilnahme in Wien. Zejna wurde 1986 in Loznica geboren, direkt an der serbischen Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Sie gehört der Gruppe der Roma an – und hat über ihren Stolz darauf auch schon einen Song veröffentlicht. Zejna nahm bereits in den Jahren 2022 bis 2024 jedes Jahr am serbischen ESC-Vorentscheid teil. Am besten lief es für sie 2024, als sie mit „Najbolja“ Platz fünf erreichte. Dieses Jahr war Zejna außerdem Jurorin für Serbien im Luxembourg Song Contest. Dort gab sie der späteren Siegerin Eva Marija mit „Mother Nature“ die Höchstwertung von 12 Punkten.

Ist ein Song aus Serbien, der an Jugoslawien erinnert, nun aber problematisch? Tatsächlich stellen die Lyrics des Songs Jugoslawien erst einmal als etwas Positives dar. Es wird als Metapher für eine Liebe genutzt:

Jugoslavija smo ti i ja,
molitva i nebo,
zlato su i srebro,
nada sam ti poslednja.

Jugoslawien sind du und ich,
Gebet und Himmel,
sind Gold und Silber,
ich bin deine letzte Hoffnung.

Die im Song zu düsteren Loreen-haften Beats besungene Beziehung wird zwar als gegensätzlich beschrieben, „aber so im Sinne von Gegensätze ziehen sich an und brauchen einander“, so sagt es NDR-Journalistin Selma Zoronjić, die selbst Wurzeln auf dem Balkan hat und sich seit Jahren mit dem ESC beschäftigt. Etwas später heißt es im Song auf Englisch: „Don’t destroy. Unite.“ (Zerstöre nicht. Vereinige.) Außerdem wird gesagt, Geld habe die Fähigkeit, Länder kaputtzumachen.

Wie genau „Jugoslavija“ nun interpretiert werden soll, wie ernst oder wie bildhaft, dazu gibt es bislang wenig Handfestes. Sender RTS hat nichts weiter dazu veröffentlicht. Die Sängerin selbst schreibt auf Instagram: „Meine Botschaft ist klar! „Jugoslavija“ ist ein Lied über Frieden, Liebe, Einheit und die eine Rasse – die MENSCHHEIT.“

Der Fan-Account Eurovision Kosovo kritisiert den Song auf X und schreibt, die EBU würde „Jugoslavija“ wegen seiner politischen Inhalte ohnehin nicht erlauben. Laut diesem Account sei alleine die Verwendung des Wortes „Jugoslawien“ politisch. Außerdem könne die „Symbolik von Einheit, Zusammengehörigkeit und ‚letzter Hoffnung‘ […] als politische Nostalgie und ideologische Erzählung über Wiedervereinigung oder als Idealisierung der Vergangenheit interpretiert werden.“

Inwieweit die EBU dieser Argumentation folgen würde, sollte „Jugoslavija“ tatsächlich gewählt werden, ist natürlich fraglich. Gerade weil auch hier ein politischer Kontext wie oft in Songtexten Interpretationssache wäre und man in den letzten Jahren häufig klare Leitlinien, wann ein Titel zu politisch ist, vermissen ließ. Selma Zoronjić erkennt in dem Song nichts Problematisches, was mittlerweile fast überraschend sei für einen Song, der aus Serbien kommt: „Es ist im Prinzip ein Liebeslied, das Jugoslawien im Refrain eigentlich nur erwähnt, um einen Vergleich zu machen.“

Wenn man so will, gab es in Serbiens Vorentscheid vor zwei Jahren sogar noch einen deutlich brisanteren Song: „Gnezdo orlovo“ („Adlerhorst“) von Breskvica wurde 2024 vorgeworfen, einen nationalistischen Text zu enthalten und sich eigentlich darum zu drehen, dass Kosovo ein Teil Serbiens sei. Breskvica erreichte trotz oder wegen des Textes Platz zwei und verlor nur gegen „Ramonda“ von Teya Dora. Musikalisch war das zwar die uninteressantere Wahl – aber zum Wohle aller wohl die bessere. Nicht auszudenken, wäre der ESC in Malmö 2024 politisch geworden.

Was denkst Du über „Jugoslavija“ von Zejna? Ist es ein Song wie jeder andere? Oder sollte die EBU einschreiten, wenn Serbien ihn zum ESC schicken möchte? Lass es uns in den Kommentaren wissen!



Entdecke mehr von ESC kompakt

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

149 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Alex John
Alex John
1 Monat zuvor

Der erste Artikel von Marcel und dann gleich ein kontroverses Thema.

Würde erstmal abwarten, ob der Titel tatsächlich den serbischen Vorentscheid gewinnt.

Häsle
Häsle
1 Monat zuvor
Reply to  Alex John

Mir gefällt der Song ganz gut.
Kann aber die Kontroverse verstehen.
Mich würde interessieren, was die am ESC teilnehmenden Nachbarstaaten Kroatien und Montenegro dazu sagen.

doredo
doredo
1 Monat zuvor

Ja, Metaphern sind so ne Sache.. Eine andere wäre wohl besser gewesen. Vielleicht kalkulierter Skandal? Aufmerksamkeit ist viel wert. Die Grenzüberschreitung liegt da bei jedem anders. Mir ist der Titel auch direkt ins Auge gefallen und ich dachte: schwierig. Die Nähe zu Loreen übrigens auch. (Aufgefallen. Weniger schwierig, nur ein wenig.)

Last edited 1 Monat zuvor by doredo
JoBi
JoBi
1 Monat zuvor

Ein interessanter Artikel von Marcel an seinen „ersten Arbeitstag“. Ich kann momentan schwer beurteilen wie ich den Text finde. Es ist auch nicht mein Favorit im PZE.

lasse braun
lasse braun
1 Monat zuvor

„Musikalisch war das zwar die uninteressantere Wahl“

also zumindest in den letzten jahren hat in serbien immer die musikalisch uninteressantere wahl gewonnen. 😛

Tim
Tim
1 Monat zuvor

Wenn es angeblich nicht um den politischen Begriff Jugoslawien geht, warum verwendet man ihn dann? Kommt mir als Argumentation reichlich dünn vor.

Marvin_Gallus
Marvin_Gallus
1 Monat zuvor

Einen Skandal kann ich da noch nicht erkennen. Aber gute Publicity um vorab des Wettbewerbs im Gespräch zu sein.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Monat zuvor

Unabhängig wovon der Text handelt („Liebe“), die Titelwahl ist offensichtlich, um Kontroverse zu erzeugen. Was gäbe es für einen Aufschrei, wenn Deutschland einen Titel „Das Reich“ oder auch nur „Mein Herz ist Dein Reich“ o.ä. schicken würde. Zu recht.

bertibln
bertibln
1 Monat zuvor

Jugoslawien mit dem dritten Reich zu vergleichen ist etwas hysterisch, findest du nicht?

Teufelchen
Teufelchen
1 Monat zuvor
Reply to  bertibln

Nein. Es wird nicht verglichen. Nur überlegt, was bei uns problematisch wäre.

Meckie
Meckie
1 Monat zuvor
Reply to  Teufelchen

Dann war der Text von Blood & Glitter aber auch bisschen problematisch, wenn man bedenkt, was auf der Welt so los war (Ukraine-Russland und dann über Blut und Tod zu singen, naja).

Finde es etwas übertrieben, aber sie singt ja nicht direkt, wie toll Jugoslawien war. Sie vergleicht eher metaphorisch eine (toxische) Liebesbeziehung mit dem ehemaligen Jugoslawien und besingt den Grund für den Zerfall. Und Kosovo ist eh so ein Thema (rotes Tuch) für sich, besonders in Serbien. Also theoretisch kann man an vielen Songtexten irgendwas hineininterpretieren. Glaube aber eh nicht, dass Zejna gewinnen wird, denn Jury und Televoting wird sie bei ihrem Standing in der serbischen Bevölkerung eher nicht gewinnen können. Aber für den Second Chance Contest 2026 vielleicht was?

Aufrechtgehn
Aufrechtgehn
1 Monat zuvor
Reply to  Meckie

So wurde 1979 ja schon bei „Dschinghis Khan“ argumentiert: wir können doch als Deutsche nicht nach Israel fahren mit der Textzeile „Sie brachten Angst und Schrecken“.

Nils
Nils
1 Monat zuvor
Reply to  Meckie

Der Vergleich, den du eigentlich anstellen müsstest, wäre der mit „October Rain“. Das wurde bekanntlich nicht zugelassen – und da war die Propaganda nicht offenkundig, sondern – wenn überhaupt – sehr kodiert verpackt.

Lillie
Lillie
1 Monat zuvor
Reply to  Meckie

Was hat Zejna denn für ein Standing in Serbien?

Meckie
Meckie
1 Monat zuvor

2003 gab es im Vorfeld des deutschen Vorentscheids schon Diskussionen über Songtexte. Man erinnere sich an Ich Troje und ihren Song im deutschen Vorentscheid und wie sie sich in der Presse vorher rechtfertigen mussten. Was da alles für Müll geschrieben wurde. Zum Glück gab es da noch kein Social Media oder so.

Tobiz
Mitglied
1 Monat zuvor

Wenn der Titel so heißt, ist das nicht „nur beiläufig erwähnt“.

Festivalknüller
Festivalknüller
1 Monat zuvor

Erscheint mir ebenfalls sehr kalkuliert, um Aufmerksamkeit zu erregen und ein bestimmtes „politisches“ Klientel anzusprechen.

Teufelchen
Teufelchen
1 Monat zuvor

Wer der serbischen Sprache nicht mächtig ist, versteht nur das Wort Yugoslavia. Was man durch den Refrain recht oft hört. Und fragt sich, was es damit auf sich hat.

Ich persönlich halte es für unnötig. Es soll einfach provozieren und für Aufmerksamkeit sorgen.

Hoffe der Beitrag bleibt im Vorentscheid stecken.

Last edited 1 Monat zuvor by Teufelchen
Marq
Marq
1 Monat zuvor

Hat nichts beim ESC verloren und wird auch so nicht kommen, da es mehrere EBU-Mitglieder betrifft, die dieser historischen Verklärung wohl kaum zustimmen dürften. Jugoslawien ist schließlich nicht ohne Grund zerfallen.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor

Musikalisch ist das natürlich gar nicht mein Ding, aber die Diskussion über Titel und Text finde ich leicht hysterisch. Es ist ja nicht so, dass Jugoslawien das Herz der Dunkelheit gewesen wäre, und die schrecklichen Verbrechen, die beim Zerfall Jugoslawiens geschahen, sind ja nicht der Idee Jugoslawien zuzuschreiben (friedliches Zusammenleben in einem multikonfessionellen Staat), sondern dessen Gegenentwurf, dem religiös begründeten Nationalismus. Demnach finde ich das Ganze etwas dümmlich und zweifellos schlecht informiert. Andererseits kann es natürlich gut sein, dass man mit der Titel- und Textwahl genau diese Reaktion provozieren wollte. Die spinnen, die Menschen …

Last edited 1 Monat zuvor by togravus ceterum
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Monat zuvor

Jugoslawien wurde halt von dem einen (nicht nationalistisch) zum anderen (religiöser Nationalismus) und gerade in den Ex-YU Ländern wird natürlich letzteres gesehen, von daher finde ich den Versuch, Kontroverse zu erzeugen, ziemlich offensichtlich.
Ich hatte übrigens- wo wir in der Region sind -letztens eine Donau-Doku gesehen und ein großer Teil ging um den kroatischen Abschnitt. Gerade dort ist wohl das ganze Jahr viel Artenvielfalt und recht lange Teile gefrieren im Winter, war mir nicht bewusst. Na ja wie wir sehen, gefriert auch bei uns einiges. Es ist verblüffend, wie viele Eisbrecher wir haben – gerade ja zB in Geesthacht und Hiddensee nötig.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor

Kopački rit ist fantastisch! Ein wahres Paradies für Vögel. Leider wurde das Naturparadies im Krieg auch schwer in Mitleidenschaft gezogen. Als ich erstmals dort war, waren Teile noch wegen Minengefahr gesperrt.

Bei uns ist Frühling. Heute waren 10 Grad. Kein Schnee oder Eis is Sicht.

Micha Knust
Micha Knust
1 Monat zuvor

Bei uns ist tiefster Winter mit Glatteis, ohne Ende!

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Monat zuvor
Reply to  Micha Knust

Furchtbar

Micha Knust
Micha Knust
1 Monat zuvor

Ach, halb so schlimm.
Winter eben.
Ich hab nichts gegen Schnee, die Glätte ist schon doof.
Wie sieht´s bei dir aus?

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Monat zuvor
Reply to  Micha Knust

Ist halt extrem grau and endet nicht hat man das Gefühl.Das dunkle finde ich am schlimmsten.

ESC1994
ESC1994
1 Monat zuvor

Ja, ich auch. Wobei es zumindest momentan tagsüber nicht mehr so kalt ist.

Ach ja, wir haben seit heute endlich wieder Fernsehen!! 🙂

Micha Knust
Micha Knust
1 Monat zuvor

Der Frühling steht in den Startlöchern!

Franny
Franny
1 Monat zuvor
Reply to  Micha Knust

Leider noch sehr tief in den Löchern. Ich sehne mich ja immer nach Frühling und Sommer. Nach diesem Winter noch mehr denn je. Bin einfach kein Typ für Kälte, Dunkel- und Trostlosigkeit.

Freu mich schon darauf, wenn der Bauer die Rösslein einspannt, die Bäume ausschlagen und alle Vöglein da sind. 😀

Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Bäume können auch im Winter ausschlagen. 😉 🤓 😂

http://www.youtube.com/watch?v=ssH1RuDYCTA

Last edited 1 Monat zuvor by Malge1985
Franny
Franny
1 Monat zuvor
Reply to  Malge1985

Hahaha. Stimmt. 😀

Meiner steht übrigens immer noch. Schon recht vertrocknet lässt er die Äste hängen. Also Chris… der Baum. Kam noch nicht dazu, ihn abzuhängen.

Last edited 1 Monat zuvor by Franny
Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Chris der Survivor He is Staying Aliver. 😀

Last edited 1 Monat zuvor by Malge1985
Franny
Franny
1 Monat zuvor
Reply to  Malge1985

Jaaa!

Franny
Franny
1 Monat zuvor
Reply to  Malge1985

Den hier hatten wir ja schon. Cypres… 😀

Last edited 1 Monat zuvor by Franny
Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Ja. 😀

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Ich bin ganz bei Dir !

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Monat zuvor

Ich auch. Kälte und blauer Himmel würde mir ja sogar gefallen. Das weiße Zeug mag ich gar nicht.

Anni
Anni
1 Monat zuvor
Reply to  Micha Knust

Ist nur schlimm für Leute mit Gehproblemen, solche gibt es auch, für die werden extra Geh- und Radwege, Wege zu U-Bahnen etc. nicht freigeräumt, wochenlang.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor
Reply to  Micha Knust

Ich habe gerade Mittagspause in der Sonne gemacht. Hatte nur ein T-Shirt und eine leichte Jacke an. 😎

Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor

Ich komme vorbei. Bei uns Nieselregen bei 0 Grad, schöne glatte Wege und grau grau grau. Immerhin schien gestern mal kurz die Sonne.

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor

Na, ja. Jugoslawien war ja nur dann friedlich und unproblematisch, wenn du auch in diesem leben wolltest. Die Serben haben dann zwar irgendwann angefangen sich einzubilden, sie würden unterdrückt werden, aber am Ende waren es ja u.a. die Kosovaren im Staatsgefüge, die nicht so durften wie sie wollten und Kolonisierungskampagnen unterworfen waren, wie auch die Balten in der Sowjetunion. Dass man da jetzt insbesondere im Kosovo nicht „Hurra“ schreit, kann man also irgendwo verstehen.

Man kann auch am ESC bestens sehen, wer in Jugoslawien eigentlich „die Hosen an“ hatte: Von insgesamt 27 Beiträgen waren 23 in Serbokroatisch und vier in Slowenisch (Allerdings zuletzt 1975). Die ärmsten Landesteile Mazedonien und Kosovo schickten zwar Beiträge zur „Jugovizija“, wurden aber nie gewählt und meist bis ganz nach hinten durchgereicht.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor
Reply to  Christian W

Na, ja. Jugoslawien war ja nur dann friedlich und unproblematisch, wenn du auch in diesem leben wolltest.

Im Gegensatz zu den anderen Ostblockstaeten konnte man Jugoslawien verlassen, wenn es einem dort nicht gefiel. Es kamen ja auch viele nach Deutschland. Man sollte nicht alle kommunistischen Staaten über einen Kamm scheren.

Dueni
Dueni
1 Monat zuvor

Richtig!

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor

Auch Vietnam, China und Laos kannst du verlassen, allerdings macht das ja die politische Situation im Land auch nicht besser. Angenehm ist Autokratie immer nur für die, die den Mund halten und mitmachen.

Wie gesagt: Die Kosovaren wissen schon, warum sie darauf allergisch reagieren.

Nils
Nils
1 Monat zuvor

Stell dir vor, Russland hätte in den 00er- oder 10er-Jahren einen Song geschickt, der die Sowjetunion glorifiziert.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor
Reply to  Nils

In Jugoslawien war auch nicht alles hübsch und fluffig (Stichworte: Goli otok, Sveti Grgur), aber mit der Sowjetunion konnte man das nicht vergleichen.

Nils
Nils
1 Monat zuvor

Es geht mehr um den dahinter liegenden Nationalismus und Imperialismus.

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor
Reply to  Nils

Ist ja nicht so, als ob es nicht versucht worden wäre. Belarus hat’s 2011 gleich zweimal versucht und musste dann den Text doch ändern.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor

Danke für Deine Kommentare in diesem Thread. Jugoslawien galt viele Jahre lang als der Staat mit den größten Freiheiten im so genannten „Ostblock“ (auch wenn gewiss nicht alles „hübsch und fluffig“ war), und die Idee eines Vielvölkerstaats ist mir grundsätzlich lieber als nationalistischer Wahn. Ich habe eine hohe Achtung vor den Menschen dort, die auch im nationalistischen Taumel, der ja schon Ende der 80er begann, und vor allem nach Ausbruch der schrecklichen Kriege Anfang der 90er die Idee von Jugoslawien hochgehalten haben.

Die Botschaft des Liedes „Don’t destroy – unite“ gefällt mir sehr gut.

Last edited 1 Monat zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Christian W
Christian W
1 Monat zuvor

Dass hier die nächste Diktatur romantisch verklärt und mit rosaroter Brille betrachtet wird, war ja zu erwarten.

Die Idee von Vielvölkerstaaten ist halt meistens auch eine Utopie, für die Minderheiten blutig bezahlen. Ob in der Sowjetunion oder Jugoslawien. Es hat eben auch seinen Grund, weshalb fast alle dieser Gebilde krachend zerbrochen sind. Denn selten stellt sich ein, was propagiert wird, nämlich dass alle Ethnien gleichberechtigt sind. Das war weder in der Sowjetunion, noch in Jugoslawien der Fall. Die Idee Jugoslawiens hochzuhalten bedeutete schlussendlich den nationalistischen Wahn eines Milosevic zu unterstützen. Die Ergebnisse aller Unabhängigkeitsreferenden sprechen da ja eine eindeutige Sprache.

Genauso wie man im Fall Sowjetunion Esten, Litauern, Letten und Ukrainer zuhören sollte, sollte man im Fall Jugoslawien eben auch Kosovaren, Mazedoniern und Slowenen zuhören. Für die war Jugoslawien nämlich nicht die Wohlfühldiktatur mit Sommer, Sonne, Cevapcici, sondern aus Belgrad gesteuerte Armut.

Und „Da war’s nicht so schlecht wie anderswo“ ist ja schon immer das schlechteste Argument gewesen.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor
Reply to  Christian W

Milosevic war in der Tat ein furchtbarer großserbischer Nationalist, aber eben kein überzeugter Jugoslawe. Er hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass das Land mit viel Gewalt auseinandergebrochen ist.

Im Übrigen gibt es in neu entstehenden Staaten ja oft auch wieder Minderheiten. Sollen die dann auch einen eigenen Staat bekommen? Ist das Ideal die ethnische Homogenität?

Last edited 1 Monat zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
elkracho
Mitglied
elkracho
1 Monat zuvor

Mir fehlt der Background, um das beurteilen zu können.
Mein Favorit ist der Song eh nicht.
Da ruhen meine vergeblichen Hoffnungen eh auf Trampolina“.

Carlos
Carlos
1 Monat zuvor

mMn hätte der Titel nicht sein müssen. Gerade Serbien sollte bei diesem Thema vorsichtig sein und eine andere Metapher hätte es doch auch getan… Mal abwarten, ob der Sonh gewinnt, dann werde ich mich damit entweder weitergehend beschäftigen oder auch nicht.

Alki Bernd
Alki Bernd
1 Monat zuvor

Das sollten wir für unsere VE gleich nachmachen, etwa so:

„Deutsches Reich, oh Deutsches Reich,
An Dir genest die Welt sogleich
Säumt den Weg auch manche Leich,
macht der Siegerkranz mein Herz ganz weich“

Shamso
Shamso
1 Monat zuvor
Reply to  Alki Bernd

Oh je, bring keine von denen auf verrückt Ideen.

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor
Reply to  Alki Bernd

Performed von der Band AdF feat. Alice W & Björn H

Wendelin
Wendelin
1 Monat zuvor
Reply to  Christian W

Dancebreak Darbietung Beatrix v S.

Franny
Franny
1 Monat zuvor
Reply to  Wendelin

Kopfkino, das ich besser nicht hätte…

dirtsa
dirtsa
1 Monat zuvor
Reply to  Alki Bernd

Hast du dir diesen Text selber ausgedacht, oder ist das ein Zitat?
Als Satire betrachtet: hohe Dichtkunst 😉

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor
Reply to  Alki Bernd

Was hat denn bitte das deutsche Reich mit Jugoslawien zu tun? Wann hat Jugoslawien je andere Länder überfallen?

Amion
Amion
1 Monat zuvor

Warum gab es in den 80ern und 90ern keine wirklichen Skandale beim ESC ?

Erst seit den sozialen Medien gibt es ein Drama nach dem Anderen . Ich schätze die Menschen haben zu viel Zeit .

Ist ja nicht mehr auszuhalten .

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor
Reply to  Amion

Das stimmt ja so überhaupt nicht. Insbesondere in Jugoslawien gab es in den 80ern mehr als genug Drama und verschobene Wertungen usw.

Und auch schon 1979 wurde sich über den Text von Dschingis Khan aufgeregt und ob man denn mit der Textzeile „Und brachten Angst und Schrecken in jedes Land“ als deutscher Beitrag zum ESC nach Israel könnte… Es geht momentan einfach nur schneller.

Bisschenfrieden
Bisschenfrieden
1 Monat zuvor

Der letzte Satz ist der wahre Banger 😃

Frank B.
Frank B.
1 Monat zuvor

Mein Gedanke. 😁
„Nicht auszudenken, wäre der ESC in Malmö 2024 politisch geworden.“

Eine super Pointe.
Ich freue mich auf weitere Artikel von Marcel und wenn das sein Arbeitsverhältnis beim NDR erlaubt auch gerne Gastrollen in ESCK Lives.

Alex John
Alex John
1 Monat zuvor

OT
Der YouTube Link zum Livestream vom Vidbir 2026 am Samstag, 18 Uhr:

https://www.youtube.com/live/24bfHdaWTE4?si=4ie4xhmJUFIqHJWx

Matty
Matty
1 Monat zuvor
Reply to  Alex John
Alki Bernd
Alki Bernd
1 Monat zuvor
Reply to  Alex John

Ich hoffe es gibt genug Strom ! Slava Ukraini!

Alex John
Alex John
1 Monat zuvor
Reply to  Alki Bernd

Bin gespannt, ob es live über die Bühne geht oder vorab aufgezeichnet wird…bei der Lage dort…🥺

Alki Bernd
Alki Bernd
1 Monat zuvor
Reply to  Alex John

Die Menschen leiden entsetzlich…

Aufrechtgehn
Aufrechtgehn
1 Monat zuvor

Was denkst Du über „Jugoslavija“ von Zejna?
Es ist an allererster Stelle mal ein Banger, und ich mag ihn alleine deswegen schon. Was den Text angeht, so lässt der sich – wie es bei guten Songs ja oft ist – aufgrund seiner vagen Unbestimmtheit hervorragend in alle möglichen Richtungen interpretieren. Wenn Zenja selbst ihn als „Lied über Frieden, Liebe, Einheit“ bezeichnet, ist das aus dem Text ableitbar, und daher aus meiner Sicht so zu akzeptieren.

Die Interpretation von Eurovision Kosovo ist auch nachvollziehbar, zumal der von dir erwähnte „Adlerhorst“ genau in die selbe Richtung ging und mit sehr poetischen Worten eine Geschichte erzählt hat, die sich auch als Wiedervereinigungsfantasie deuten ließ. Eine serbische Bekannte von mir, die das Lied sehr mochte, meinte hingegen, der Text spreche eine (sicherlich verklärende) Sehnsucht an eine Zeit an, in der die Menschen die Politiker noch als im Sinne des Volkes handelnd empfunden haben und nicht ausschließlich als machthungrige, gierige und korrupte Selbstbediener wie heute. Gleichzeitig gibt es in Serbien eine starke, studentisch gestützte Protestbewegung gegen die derzeitige Regierung und eine Art von wirtschaftlicher wie politischer Aufbruchsstimmung.

Da Zenja Roma ist und sich wohl auch stark für Minderheitenrechte einsetzt, glaube ich nicht, dass bei ihr serbischer Nationalismus im Vordergrund steht. Es gibt ein Interview mit ihr von der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung, da erzählt sie, dass ihr selbst das Recht abgesprochen worden sei, Serbien beim ESC zu vertreten, weil sie als Roma ja Staatenlose sei. Von daher kann ich mir schon vorstellen, dass die Titelzeile „Jugoslavija“ als Metapher gemeint ist für ein stärkeres Zusammenstehen auf menschlicher Ebene, nicht unbedingt als „wir wollen den Kosovo zurück“.

Das ist natürlich nur meine Interpretation, und ich kann auch komplett daneben liegen. Aber: im Zweifel für die Angeklagte.

Sollte die EBU einschreiten, wenn Serbien ihn zum ESC schicken möchte?

Nein. Der Text ist inhaltlich vage genug, um auch als „unpolitisch“ (was es ja eh nicht gibt, „Ein bisschen Frieden“ war auch politisch) gelten zu können. Außerdem: Kunstfreiheit.

Ulrich_uhs
Ulrich_uhs
1 Monat zuvor
Reply to  Aufrechtgehn

Das sehe ich ziemlich genau so.—–Schön, von Dir zu hören (lesen) lieber… (habe gerade den Namen wieder gestrichen – vlt bist Du ja ganz Inkongnitös hiet…). „Liebevoll bösartig“ hat mir aber auch immer gut gefallen. Gerne mehr Kommentare. Liebe Grüße von einem eher „stillen“ Liebhaber

floppy1992
Mitglied
floppy1992
1 Monat zuvor

Sie singt weder, dass sie Jugoslawien wiederherstellen will, noch lobpreist sie die gute, alte Zeit („Born in Byelorussia, USSR time, crazy and so fine…“), von daher sehe ich regeltechnisch überhaupt keine Probleme.
Der Titel ist mit Sicherheit nicht ohne Hintergedanken gewählt, aber als kalkulierter Aufreger nichts anderes als „Ich komme“ oder „Kant“, nur auf einer anderen Ebene.

Schorschiborsch
Schorschiborsch
1 Monat zuvor

Vielleicht sollte Myle seinen Song in „DDR“ umbenennen. dann wäre ihm noch mehr Aufmerksamkeit sicher 🙂

Jared
Jared
1 Monat zuvor

It’s gonna be D DR, DDR DE DE ERRRR

Anja die Zweite
Anja die Zweite
1 Monat zuvor

Wie auch immer der Text gemeint ist, wenn die EBU ernsthaft daran interessiert ist den Wettbewerb zu entpolitisieren, dann müssen sie das in alle Richtungen tun. Fände es daher nur konsequent, wenn sie hier einschreiten würde. Man muss ja nicht den Song verbieten, sondern vielleicht nur fordern den Text an den betroffenen Stellen anzupassen 🤷🏻‍♀️
Mal davon abgesehen, dass ich das Lied ansonsten sehr uninteressant finde, will man wohl nur versuchen das Lied zu pushen, ähnlich wie Malta letztes Jahr. Finde es aber sehr bedenklich, wenn das jetzt zur Norm werden würde. Wie tief will man sinken, nur damit man noch den Schock-Faktor auf seiner Seite hat?

Micha Knust
Micha Knust
1 Monat zuvor

Geschickt gewählter Aufreger!
Vielleicht muss sie den Titel ändern.
Eden Golan durfte October Rain auch nicht singen – ich
weiß, dass dieser Vergleich hinkt.
Aber sie tritt ja alles andere als nationalistisch auf, und der
Text gibt dieses mMn. auch nicht her.
Sie ist im Gespräch, und ich hoffe weiter, dass mein Favorit
LU – KA mit seinem Beitrag Veruj nach Wien darf!

Jared
Jared
1 Monat zuvor

Nicht auszudenken, wäre der ESC in Malmö 2024 politisch geworden.

Der war gut 😀

Alex John
Alex John
1 Monat zuvor

OT
🇷🇴 TVR hat die Einreichungen von 101 Künstlern und Songtiteln für Seleccia Nacional 2026 mitgeteilt.

Auf der Liste stehen der rumänische Teilnehmer vom ESC 2022 WRS und die Final-Drittplatzierte Bella Santiago aus dem Jahr 2019.

https://eurovisionromania.ro/lista-pieselor-inscrise/

Franny
Franny
1 Monat zuvor

Auch in meinen Augen ist das kalkuliert, um womöglich sogar zu provozieren.
Doch wie auch immer: Der Beitrag fällt so oder so bei mir durch. Musikalisch für mich ein absolut generischer Dance-Loreen-Abklatsch, der prima in die 2010er Jahre passt.

dirtsa
dirtsa
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Ist aus gleichen Gründen auch bei mir unten durch 😉

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

moment mal,die loreen hat sich doch 2023 selbst geklatscht.😺
bei loreen gibt es vor und nach „tattoo“.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Die Geschmäcker sind nun mal verschieden. Für Rock-begeisterte Ohren mag sehr vieles aus dem Bereich Dance gleichklingen, meine Dance-liebenden Ohren hören zwischen „Euphoria“ und „Tattoo“ deutlich mehr Unterschiede als zwischen so manchen ESC-Rock-Beiträgen.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor
Reply to  ESC1994

Danke für Deine Fürsorge, ich bin gerührt 🙂 Nun weiß ich, wo ich suchen muss, wenn ich einmal kaum noch Unterschiede zwischen „Tattoo“ und „Euphoria“ erkennen sollte.

Ich gebe zu, dass man sich beim Refrain von „Jugoslavija“ durchaus ein wenig an „Euphoria“ erinnert fühlen könnte, aber es dürfte nicht gar so viele Songs geben, die überhaupt keine Ähnlichkeit zu irgendwelchen anderen haben.

Franny
Franny
1 Monat zuvor

Natürlich sind Geschmäcker verschieden. Hab ich ja auch so geschrieben.

Ich bin da auch gar nicht so auf Rock fixiert, wie viele hier vielleicht denken. Gerade bei Griechenland haben meine beiden Favoriten z.B. nix mit Rock zu tun. „Ferto“ und „Drop it“ sind zwei Dance-Tracks, die ich täglich rauf und runter höre. Genauso „Viva, Moldova“.

Das Genre spielt bei mir nur eine Nebenrolle. Wenn ein Track mich kriegt und was Besonderes hat, ist mir das völlig egal. 🙂

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Ich entdecke immer wieder mal Favoriten, die wir gemeinsam haben, was mich dann ganz besonders freut. Grundsätzlich ist es gut, wenn das Genre eine Nebenrolle spielt (aber um ehrlich zu sein, gelingt mir das bei bestimmten Genres leider nicht so häufig, da war ich in meinen Anfangsmusikhörjahren unbefangener).

Last edited 1 Monat zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Franny
Franny
1 Monat zuvor

aber um ehrlich zu sein, gelingt mir das bei bestimmten Genres leider nicht so häufig

Ich hab auch Genres, bei denen ein Favorit bei mir eher unwahrscheinlich ist. Aber unwahrscheinlich ist ja nicht unmöglich. 😉

Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Toyota. 🦧

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor
Reply to  Malge1985

🏎️

Franny
Franny
1 Monat zuvor
Reply to  Malge1985

Das hätte ich kommen sehen müssen. 😛

Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Ja. 😀

Franny
Franny
1 Monat zuvor
Reply to  Malge1985
Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Lol.😀

Marko +++ und Hausjury haben eine Meinung ;-)
Marko +++ und Hausjury haben eine Meinung ;-)
1 Monat zuvor

Im Vergleich zu 2025 hat RTS mehr Songs mit einem nationalistischen (Unter)Ton ausgewählt. Jugoslavija ist da nur einen von vielen und wirkt wie eine Schrei nach Aufmerksamkeit, wie Malta letztes Jahr, bedient zugleich die Nostalgier Politiker, die immer noch an einem Großserbien Jugoslawien glauben.

Wie alles in Serbien zur Zeit politischer als vor einem Jahr ist.

Übrigens ruft das Video andere Gedanken auf. Die schwarze – sagt auch vieles über den Song – Kleidung erinnerte uns an den Videos von Damjan Lukić (und irgendwie sind diese Videos auch eine Metapher für die Lage in Serbien: was wirklich passiert, wird bevorzugt unter einem dicken Mantel des Schweigens gehandelt.)

Last edited 1 Monat zuvor by Marko +++ und Hausjury haben eine Meinung ;-)
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor

Jugoslawien ist etwas ganz anderes als ein Großserbien.

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor

Frag mal in Slowenien oder Mazedonien oder im Kosovo. Die werden die dann schon erklären, was sie für Großserbien halten und was nicht.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor
Reply to  Christian W

Interessant, dass Du hier nirgends ein Wort über Kroatien verlierst.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor

Ich stimme Dir zu, dass die Entwicklung Serbiens unter Vucic Grund zu großer Sorge ist, aber das Ganze hat eben nichts mit der Idee Jugoslawien zu tun, sondern mit der Korruption dieser Idee durch serbische Nationalisten nach dem Tod Titos.

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor

Die Idee Jugoslawien war genauso verlogen und realitätsfern wie die Idee Sowjetunion.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor
Reply to  Christian W

„Verlogen“ scheint eine Deiner Lieblingsvokabeln zu sein. Fast alles, was Dir nicht passt, ist verlogen.

Nils
Nils
1 Monat zuvor

Eine absolut unnötige Provokation. Denke mal, das dürfte den Vorentscheid dann wohl auch per Walkover gewinnen. Aber die EBU wird das nie-, nie-, niemals durchgehen lassen – und das weiß RTS natürlich auch.

Warum also trotzdem zum Vorentscheid zulassen? Um Stimmung gegen die EBU zu machen und einen verspäteten Ausstieg zu „rechtfertigen“? Ausschließen würde ich das in Vucics Serbien jedenfalls nicht.

So oder so: Wenn Serbien DAS schicken oder aussteigen sollte, bitte umgehend durch den Kosovo ersetzen.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Monat zuvor
Reply to  Nils

Genau, es ist nun schon öfter so, dass Serbien – nicht nur beim ESC – bei diesem Thema auffällig wird.

ESC1994
ESC1994
1 Monat zuvor
Reply to  Nils

Weil der Kosovo auch so viel weniger kontrovers ist…

Nils
Nils
1 Monat zuvor
Reply to  ESC1994

Länder, die beim ESC noch keine Regelbrüche begehen konnten, kann man auch schlecht vorverurteilen, würde ich sagen. Da hat dann erstmal die Unschuldsvermutung zu gelten.

ESC1994
ESC1994
1 Monat zuvor
Reply to  Nils

Ich bin da lieber vorsichtig und kaufe ungern die Katze im Sack .

Laurine
Laurine
1 Monat zuvor
Reply to  Nils

Die EBU hat schon andere kontroverse, politische Titel durchgelassen (bspw 1944) ich sehe das nicht so dramatisch

Last edited 1 Monat zuvor by Laurine
Nils
Nils
1 Monat zuvor
Reply to  Laurine

„1944“ hätte allerdings, so sehr ich mich über den Sieg bis heute freue, eigentlich auch nicht zugelassen werden dürfen, wenn wir mal ehrlich sind.

Mrn
Mrn
1 Monat zuvor

Ich muss mal meinen Senf dazu geben. Ich bin Kroatin, mir einem Bosnier zusammen, meine bezte Freundin ist Serbin, andere Freunde aus genannten Ländern udn eine Freundin ist Kosovarin.
Wir in Deutschland sehen das etwas anders, für die meisten von uns ist alles das Gleiche. Ich habe schon ein paar dumme Kommentare gehört weil ich mit einem Muslim zusammen bin, sonst ist das alles aber sehr friedlich und auch die Künstler unten arbeiten alle zusammen und supporten sich gegenseitig, es ist auch bei Künstlern wie auch einer Breskvica, Hari Mata Hari oder auch einer Severina ganz normal in allen Ex Jugo Ländern aufzutreten. Sobald „Ej od kad sam se rodio“ läuft sind wir wieder alle vereint. Nehmt es nicht zu eng

Chipedy Chip Chip
Chipedy Chip Chip
1 Monat zuvor

Ich erkenne hier auch eine klare Grenzüberschreitung. Sollte dieser Schmodder gewinnen, gehört er verboten.

Ich verstehe nicht, wie deine Kollegin vom NDR hier kein Problem erkennen kann?
Jugoslawien ist zerbrochen und es sind souveräne Staaten entstanden. Jugoslawien mit der Liebe zu vergleichen und sich danach zu sehnen heist, diese Souveränität der betroffenen Staaten in Frage zu stellen.
Soll sie doch Serbija statt Jugosawia singen und alles ist okay. Aber das tut sie nicht, weil sie weiß, dass sie damit das konservative Volk (und davon gibt es in der Region deutlich mehr als wir hier in DE ahnen) nicht auf ihre Seite ziehen könnte. Erkenne hier auf jeden Fall Kalkül und Politik.

Abgesehen davon ist der Song auch einfach schlecht.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor

„Soll sie doch Serbija statt Jugosawia singen und alles ist okay.“
Nö, das wäre für mich nationalistisch.

„Jugoslawien mit der Liebe zu vergleichen und sich danach zu sehnen heist, diese Souveränität der betroffenen Staaten in Frage zu stellen.“
Ersetze ‚Jugoslawien‘ durch ‚Vereinigtes Europa‘ oder ‚Insieme – Europe, Europe unite‘. Heißt das dann auch, die Souveränität der betroffenen Staaten in Frage zu stellen?

Last edited 1 Monat zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Marq
Marq
1 Monat zuvor

Es ist eher damit vergleichbar, wenn Russland 2027 ein Lied schicken würde, dass die Liebe mit der Sowjetunion vergleicht. Natürlich ist das Nationalismus..Was war denn die Hauptstadt von Jugoslawien?

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor
Reply to  Marq

Wer war der mit Abstand bedeutendste Politiker Jugoslawiens? Tito, ein Kroate.

Und nebenbei, da es hier ja um den ESC geht: Der einzige Grand Prix, den Jugoslawien je veranstaltet hat, fand in Zagreb statt, was bekanntlich nicht in Serbien liegt.

Last edited 1 Monat zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor

Und Titos Mutter war Slowenin.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor

Tito verweilte auch oft im wunderschönen slowenischen Bled, „womit er die Tradition des jugoslawischen Königshauses fortsetzte“ (laut Wikipedia).

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor

… womit ich nicht Königshäuser verherrlichen möchte, sondern nur zeigen, dass das in Jugoslawien anscheinend eine Randexistenz fristende Slowenien zumindest in dieser Hinsicht Beachtung fand, und zwar schon bald nach Staatsgründung 1918.

Chipedy Chip Chip
Chipedy Chip Chip
1 Monat zuvor

Wikipedia wie wir alle wissen, wissenschaftlich sichere Quelle.

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor

Joa, Tito verwandelte das Land nach dem 2. Weltkrieg mit Repressionen und Unterdrückung in ein sozialistisches Land. Menschen wurden auf seinen Befehl hin verfolgt, inhaftiert und gefoltert. Ob der da Kroate war oder peng – vollkommen egal.

Und dass Zagreb den Wettbewerb ausrichtete, lag daran, dass das kroatische Fernsehen die jugoslawische Vorentscheidung 1989 gewonnen hatte, die Milosevic ab 1991 mit Korruption und Betrug mit in den Abgrund riss. Dass vorher allerdings alle Bevölkerungsteile Jugoslawiens gleichberechtigt gewesen wären, sieht man eben auch an den Resultaten der „kleineren“ Landesteile in der „Jugovizija“.

Chipedy Chip Chip
Chipedy Chip Chip
1 Monat zuvor

Du hast leider einfach keine Ahnung und vergleichst Äpfel mit Birnen.

Der Ruf nach Jugoslawien ist ein Ruf nach Groß-Serbien. Dieses gibt es zum Glück nicht. Und so Soll es immer bleiben.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor

Jugoslawien – Apfel; Groß-Serbien – Birne? Oder umgekehrt?

Chipedy Chip Chip
Chipedy Chip Chip
1 Monat zuvor

Jogoslawien Apfel, Europa Birne, Groß-Serbien fauliger Eiersalat.

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor

Du hast dein Weltbild halt einfach seit Ende der 70er nie wieder auf den neuesten Stand gebracht.

Und der peinliche Vergleich mit einem Staatenbund, dem sich Länder freiwillig anschließen können und der als Friedensprojekt seit Jahrzehnten erfolgreich ist mit einer Diktatur, die zuerst Teile seiner Bevölkerung unterdrückt und dann abgeschlachtet hat, lässt halt auch schon wieder tief blicken.

Ich habe aber nichts anderes erwartet.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor
Reply to  Christian W

So so, es war also „Jugoslawien“, das „Teile seiner Bevölkerung abgeschlachtet hat“ – und die Nationalisten aller heutigen dort existierenden Staaten (also vor allem auch die serbischen und die kroatischen Nationalisten) daran gehindert hat, friedliebend dem Guten entgegen zu streben? Ist das Dein Ernst?

„Ich habe aber nichts anderes erwartet“. Ach wie schön ist es doch, wenn man sich als der Richter, als der man sich fühlt und auch immer wieder gibt, in seinen Urteilen bestätigt zu sehen meint.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor

Ich will keineswegs bestreiten, dass es in Jugoslawien, auch als es noch als „freundlichster Ostblockstaat“ galt, Menschenrechtsverletzungen gab und dass zu einem demokratischen Staat doch noch Einiges fehlte. Und natürlich kann auch im Verhältnis der Teile Jugoslawiens zueinander nicht alles gut gewesen sein (um es mal vorsichtig auszudrücken), sonst hätte es diesen Ausbruch der Gewalt so nicht gegeben. Ich will gar nicht bestreiten, dass es da dominante und eher an den Rand gedrängte Teilrepubliken gab (die Aussichten auf größere Mitbestimmung letzterer erschienen mit den nationalistischen Ausfällen eines Milosevic ab Ende der 80er eher schlechter als besser zu werden, von daher sind die danach immer stärker werdenden zentrifugalen Kräfte leider nicht ganz unverständlich). Aber eine schlechte Ausführung spricht nicht gegen die Grundidee, dass sich verschiedene Völker/Ethnien in einem Staat oder Staatenbund zusammenschließen. Das hatte ich eigentlich mit meinem Vergleich gemeint, Internationalismus statt Nationalismus. Und in diesem Sinne kann man doch auch die Botschaft des Songs verstehen.

Last edited 1 Monat zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
rainer1
rainer1
1 Monat zuvor

Für uns oder auch für die serben mag der begriff “ yugoslavia“ kein problem sein. Ich vermute aber dass das zbsp im kosovo oder in bosnien anders aussieht.

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Monat zuvor

hat sich eigentlich schon jamala eingeschaltet? 😈

Franny
Franny
1 Monat zuvor

Bitte nicht!

Laurine
Laurine
1 Monat zuvor

Hab ich schon befürchtet dass der Songtitel Yugoslavia für Kontroversen und evtl ein Politikum sorgen könnte
Und ich kann die Kritik verstehen

Marc Störinger
Marc Störinger
1 Monat zuvor

Für mich eindeutig ein grünes Licht. Der Song und die Message ist gut. Ich glaub das ist nicht mal so gemeint mit letzter Hoffnung usw. Ich hoffe die EBU lässt sie durch wie auch Eva Marija🇱🇺 beide sehen ich in Wien rocken!!!🇦🇹❤️🇱🇺🇷🇸

Thomas O.
Thomas O.
1 Monat zuvor

Im Kontext ist mir die Liebe zur Republik Moldau von Satoshi lieber als die verklärte Sehnsucht nach einem Jugoslawien von Zejna.

Aber deswegen eine Zensur des Textes zu fordern finde ich total überzogen.

Frank B.
Frank B.
1 Monat zuvor

Sehe den Text (zumindest das, was hier zitiert wurde) nicht als justiziabel an, so dass die EBU einschreiten müsste.

Ein geplanter Affront – so wie es hier geschrieben – mag es sein, aber weniger in Marketingsicht (wie bei Kant), sondern weil jemand seine kontroverse politische Meinung aussprechen will.
Für mich klingt es von der Message her eher nach einem jugoslawischen „Europapa“, welches Leute zusammenbringen will anstatt alte politische Ideologien zu verteidigen.
In einem europaskeptischen Land wie Serbien ist das keine Mehrheitsmeinung, daher ist es für mich in erster Linie ein unbequemes politisches Statement und keine reine PR-Taktik.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Monat zuvor

Mal ganz davon abgesehen, was Jugoslawien als Staat und Staatsidee wirklich war und was genau im Text steht und der Text bedeuten soll, aber gerade zu einer Zeit, in der der Imperialismus wieder zu erwachen scheint und Souveränitätsverletzungen an der Tagesordnung sind (looking at you Trump und Putin), ist das als Songtitel zumindest unglücklich.

eurovision-berlin
eurovision-berlin
1 Monat zuvor

Warum sollte man nicht der Meinung sein dürfen, dass Geld vieles zerstört, das Einigkeit eine gute Sache ist etc…? Und warum sollte Serbien nicht den Zeiten des alten Jugoslawien gedenken dürfen? Wem es nicht gefällt, muss es ja nicht hören oder wählen.
Ich finde das Lied gelungen.
Allerdings: Der alte Westen ist bekanntlich der neue Osten, um die Meinungsfreiheit ist es immer schlechter bestellt.

Marq
Marq
1 Monat zuvor

Nur weil der Westen nichts mit den verbrauchten Ideen aus dem historischen Giftschrank anfangen kann? Kommunismus, Sozialismus, Autokratie, Einheitspartei und -staat … Und das klingt doch in den Zeilen an.
Man kann seine Meinung jederzeit kundtun, muss aber mit Gegenwind aus der Zivilgesellschaft selbst rechnen, klar. Der ESC ist aber nicht die Bühne dafür, wenn er unpolitisch bleiben will.

In Vinci
In Vinci
1 Monat zuvor
Reply to  Marq

Der ESC will unpolitisch bleiben? Der war gut, den merk‘ ich mir! Wenn er unpolitisch „werden“ soll dann könntet ihr ja ab sofort mit dem Israelbashing aufhören. Oops, seht ihr selbst,ne😉

Delta
Mitglied
Delta
1 Monat zuvor

Wo ist jetzt eigentlich der nächste Intervision?

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor

Meinungsfreiheit bedeutete noch nie ein Recht auf widerspruchsfreie Rede.

Und es ist schon entlarvend, wenn man sich über Jahrzehnte auch noch für die hinterletzte Terrordiktatur beim ESC erwärmt und dann hier ausgerechnet erzählen möchte, es stünde ja so schlecht um die Meinungsfreiheit in Deutschland.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Monat zuvor
Reply to  Christian W

Ich kenne den User zwar nicht, vor allem nicht über Jahrzehnte, aber es ist schon ein interessanter Diskussionsstil, wenn man auf ach so wertschätzende Weise die „Vergangenheit“ der Diskussionsteilnehmer als „sachliches“ Argument mit einbringt.

Im Übrigen möchte ich (der froh und dankbar ist, dass es um die Meinungsfreiheit in großen Teilen Europas doch deutlich besser bestellt ist als in so manch anderen Teilen der Welt) doch anmerken, dass „immer schlechter“ nicht dasselbe ist wie „schlecht“.

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Monat zuvor

wenn ich mir die lebhafte diskussion hier so durchlese dann kann ich feststellen,daß es den aktivisten niemals an themen mangelt.🐰

Stefanie
Stefanie
1 Monat zuvor

Wenn man Israel am ESC teilnehmen lässt, dass sollte man kein anderes Land für gar nichts mehr verurteilen… Dann dürfen wirklich alle machen was sie wollen.

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor
Reply to  Stefanie

Hier wird nicht verurteilt, hier wird diskutiert.

Verurteilungen überlassen wir dem Tiktok-Palästina-Mob, der noch nie im Mittleren Osten gewesen ist, aber trotzdem alles ganz genau weiß.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Monat zuvor
Reply to  Stefanie

Serbien ist für mich übrigens wesentlich problematischer als Israel. Mich wundert, daß die Harem Girls zugelassen wurden. Dort wimmelt es nur von nationalistischem Geist, auch der Fernsehsender ist auf Vucic-Linie.

JD..
JD..
1 Monat zuvor

Kosovo, Serbien… wie ein paar Kinder, die man immer auseinanderzerren muss.
Nur in Länderform.

Und ja, der „Aufschrei“ ist kalkuliert – oder die Veranstalter sind völlig ahnungslos.

Delta
Mitglied
Delta
1 Monat zuvor

Dass manche Serben den Zerfall Jugoslawiens andere betrachten, als manche Kroaten oder Slowenen ist klar. Ebenso gibt es in den ehemaligen Gebieten wohl auch eine gar nicht so kleine Jugo-Nostalgie.

Der Text dürfte letztendlich unter die Kategorie Kunstfreiheit fallen.

Harald (ehem. Haraldur)
Harald (ehem. Haraldur)
1 Monat zuvor

Der Text interessiert mich bei diesem Banger eigentlich gar nicht. Der Song ist ein echter Kracher. Wirft man Moldau vor, dass sie immer wieder ihr Land ins Spiel bringen?

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Monat zuvor

In Moldau ist die Situation ganz anders, zudem gibt es „Jugoslawien“ bekanntlich schon lange Zeit nicht mehr.

In Chisinau wird man von Putin bedroht, in Belgrad wird ihm der Hof gemacht.

ESCFan2009
ESCFan2009
1 Monat zuvor

Ich will gar nicht so sehr die konkrete politische Situation bewerten, ich empfinde es schlicht als „unnötig“. Es ist einfach ein Störfaktor. Genauso bei „October Rain“, was hier erwähnt wurde. Diese Dreistigkeit, ein Thema ganz bewusst in den ESC reinzubringen, was ewige Debatten auslöst und sämtliche Kommentarspalten vergiftet. Ist mir sofort unsympathisch. Als EBU würde ich da härter durchgreifen und als Sender sowas gar nicht auswählen. Singt einfach über vernünftige Themen ^^

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Monat zuvor
Reply to  ESCFan2009

Genau, einfach über Liebe singen, Fire mit Desire reimen und alles ist gut. 😀

In Vinci
In Vinci
1 Monat zuvor

Interessant, aber mit I Love Belarus, hatte keiner Probleme? Schon interessant wie sich die Zeiten ändern….ich finde den Song mega, klingt wirklich wie Tattoo auf Serbisch … Ich würde eher gerne weiter auf die unsichere Tonleiter der Harem Girls verzichten….