
Bei unserem letzten Streaming-Update Mitte März lag Angelina Mango mit ihrem Sanremo-Siegertitel „La Noia“ noch klar an der Spitze. Und auch einen Monat später verteidigt sich diese Position. Doch dahinter gibt es viel Bewegung – unter anderem machen LADANIVA aus Armenien (Aufmacherfoto) viel Boden gut. Wir blicken heute außerdem auf die Streamingzahlen der Halbfinals und analysieren, welche Acts sich demnach Finalhoffnungen machen können.
Das aktuelle Spotify-Gesamtranking sieht folgendermaßen aus (Stand 20. April, 11:30 Uhr, in Klammern jeweils die Veränderung zur Position aus unserem letzten Ranking):

Einen großen Sprung nach vorne macht Eden Golan mit „Hurricane“ für Israel; gleich 16 Plätze macht sie im Vergleich zu unserem letzten Ranking gut. Auch Marina Satti aus Griechenland macht ordentlich Boden gut und zieht klar in die Top 10 ein. Joost Klein verdrängt Slimane von Platz 2. Für ISAAK geht es drei Plätze nach unten, er steht damit aber immer noch in den Top 15. Positiv entwickeln sich auch Kaleens Beitrag aus Österreich und die georgische Nummer „Firefighter“ von Nutsa. Angelina Mango liegt mit „La Noia“ immer noch klar vorne, gleichwohl „Europapa“ aktuell immer noch etwas mehr gestreamt wird. Der Vorsprung dürfte aber mindestens bis zum ESC-Finale halten.
Und hier die aktuellen YouTube-Aufrufzahlen (ebenfalls Stand 20. April, 11:30 Uhr, in Klammern jeweils die Veränderung zur Position aus unserem letzten Ranking):

Klare Gewinner des Updates sind LADANIVA aus Armenien. Beim letzten Update war ihr Beitrag „Jako“ erst ganz frisch als ESC-2024-Beitrag verkündet. Gut nach oben geht es auch für die kaukasischen Nachbarstaaten: Georgien klettert 11 Plätze nach oben, Aserbaidschan sogar 13 Plätze. Nach unten wiederum geht es für Olly Alexander und seinen Beitrag „Dizzy“ für Großbritannien. Isaak muss ebenfalls vier Plätze abgeben und steht nun auf Platz 18. Auch in diesem Ranking liegt Italien an der Spitze, jedoch nicht ganz so deutlich wie bei den Spotify-Streamingzahlen. Jerry Heil und alyona alyona platzieren ihr „Teresa & Maria“ auf Rang 2.
Nun schauen wir auf die beiden Halbfinals: Wer würde auf Grundlage dieser Zahlen in das Finale einziehen? Dazu zählen wir die Streams von Spotify und Aufrufe von YouTube zusammen.
Für das erste Halbfinale ergibt sich damit folgendes Ranking:

Im ersten Halbfinale hießen die Finalisten demnach: Ukraine, Kroatien, Litauen, Serbien, Finnland, Polen, Zypern, Irland, Slowenien und Luxemburg. Die ersten sechs Plätze haben einen klaren Vorsprung. Der Abstand zwischen Luxemburg auf Platz 10 und Aserbaidschan auf Rang 11 ist noch relativ groß, wird in der Tendenz aber kleiner. Abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt Hera Björk aus Island. Ganz klar vorne sind Jerry Heil und alyona alyona aus der Ukraine.
Für das zweite Halbfinale ergibt sich folgendes Ranking:

Im zweiten Finale wären folgende Länder weiter: Niederlande, Griechenland, Israel, Schweiz, Belgien, Estland, Österreich, Norwegen, Armenien und Tschechien. Schon deutlich knapper als im ersten Halbfinale ist der Abstand zwischen Tschechien und Dänemark auf Rang 11. Georgien macht derzeit ebenfalls Boden gut, genauso wie Albanien, das mit dem neuen Update Lettland überholt. Geringe Chancen auf den Finaleinzug hätten demnach aktuell Malta und San Marino. Auch hier gibt es einen klaren Führenden: Joost Klein aus den Niederlanden. Mit ebenfalls größerem Abstand liegt Marina Satti auf Platz 2 vor Eden Golan aus Israel.
Jetzt seid Ihr gefragt: Wie ordnet Ihr die aktuellen Spotify- und YouTube-Zahlen der ESC-2024-Beiträge ein? Könnte die Halbfinal-Prognose so eintreffen? Und welche der Songs hört Ihr weiterhin am meisten? Schreibt uns gerne Eure Meinung in die Kommentare.
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Ich würde die Zahlen nicht überbewerten, die Hälfte der Streams von Estland kommen von mir.
Hehehe
Natürlich ist das alles Spielerei, aber aus Streamingzahlen Vorhersagen zu treffen, finde ich sehr schwierig. Man sieht ja doch sehr deutlich, dass die Erfolge da meist an der eigenen Landes- bzw. Sprachraumgrenze enden.
Dass Olly bei YouTube so weit zurückliegt hätte ich nicht gedacht. Ich mag Zorra auch.
Und auch, dass so viele Isaak Hören, finde ich überraschend. Aber jedes Mal, wenn ich im Auto eines Bekannten bin, läuft mindestens einmal sein Song im Radio. Schein ein Radioliebling zu sein.😀
Für mich sagen die Zaheln nix aus, weil Hören und Hören+ Sehen + andere Zuschauer*innen etwas anderes ist als die Bubble Hörer*innen
Bei San Remo ist mir „La Noia“ irgendwie ja so gar nicht aufgefallen und hat mich eher achselzuckend hinterlassen. Mittlerweile habe ich diesen Song aber mittlerweile auch definitiv in meiner Top 10.
Geht mir ähnlich. Fand ich bei SR auch nicht so dolle, inzwischen meine Nr. 2
Ich finde ihn immer noch nicht so dolle.
Keine Frage: die Zahlen von Joost fallen besonders auf.
Alles andere kann man erklären und relativieren.
Ich freue mich trotzdem sehr für die interne Erfolge der Big 5 Italien (okay, das war zu erwarten), Frankreich und Spanien.
Ich verstehe den Hype um Italien nicht. So was Besonderes ist das doch nicht. Da gefällt mir Griechenland weitaus besser.
Und ja, ich würde mich freuen, wenn mal ein Partyknüller gewinnt, entweder Niederlande oder Kroatien. Aber leider sind die ja im Aufbau komplett gleich (Lustig, viel Rap, Refrain gesungen, mit Elektrosounds zum Ende, und am Schluss traurig), so dass sie sich die Stimmen wegnehmen.
Und Isaak scheint hier ja nicht völlig unterzugehen.
Ich glaube Italien wird überschätzt. Für einen Platz 10 bis 15 sollte es dennoch reichen.