Tony Marshall ist tot: Wie der Schlagersänger einst fast mit „Der Star“ zum ESC 1976 gefahren wäre

Tony Marshall (bürgerlich Herbert Anton Hilger, geboren Herbert Anton Bloeth) ist im Alter von 85 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Der aus Baden-Baden stammende Schlagersänger hat in seinem Leben mehr als 20 Millionen Tonträger verkauft und galt als „Stimmungsmacher der Nation“. Seine beiden größten Hits „Schöne Maid“ und „Komm gib mir deine Hand“ veröffentlichte er im Jahr 1971. Die Nachrichtenportale sind heute voll mit ausführlichen Nachrufen auf Tony Marshall, wir konzentrieren uns deshalb an dieser Stelle auf den ESC-Bezug des Sängers: Seinen Vorentscheidungssieg und seine Fast-ESC-Teilnahme im Jahr 1976.

Bereits Mitte Januar hat Kollege Douze Points an anderer Stelle aus Anlass des großen Bühnen- und Schlagerabschieds von Jürgen Drews die tragische Geschichte rund dem den deutschen ESC-Vorentscheid 1976, „Ein Lied für Den Haag“, aufgeschrieben. In diesem Jahr traten unter anderem sowohl Jürgen Drews‘ Gruppe Les Humphries Singers als auch Tony Marshall bei der damals vom Hessischen Rundfunk verantworteten Vorentscheidung an. Unter den weiteren Künstler*innen waren etwa Maggie Mae („Applaus für ein totel verrücktes Haus“), Lena Valaitis („Du machst Karriere“), Ireen Sheer („Einmal Wasser, einmal Wein“) und Mary-Roos-Schwester Tina York („Das alte Haus“).

„Ein Lied für Den Haag“ war keine Live-Sendung, stattdessen wurden – kommentiert von Max Schautzer – lediglich vorab aufgezeichnete Auftritte der Beiträge nacheinander eingespielt. Erstmals ausgestrahlt wurde die Sendung am 31. Januar 1976, danach hatten die Zuschauer*innen eine Woche lang Zeit, per Postkarte über ihre*n Favorit*in abzustimmen. Am 18. Februar wurde schließlich das Ergebnis bekannt gegeben.

Tony Marshall gewann mit seinem von Detlef Petersen geschriebenen Lied „Der Star“ die Vorentscheidung deutlich. Insgesamt konnte er 118.250 Zuschauerstimmen sammeln und damit über 20.000 Stimmen mehr als die zweitplatzierten Les Humphries Singers mit ihrem von Ralph Siegel komponierten „Sing Sang Song“.

Tony Marshall war der offiziell gewählte Sieger der Vorentscheidung und damit der Vertreter Deutschlands beim ESC 1976, der damals meist noch Grand Prix genannt wurde. Allerdings währte die Freude nur vier Tage: Dann meldete sich die in München lebende israelische Sängerin Nizza Thobi und gab bekannt, dass sie „Der Star“ schon drei Jahre zuvor öffentlich vorgetragen hatte. Da das stimmte, musste das Lied entsprechend den EBU-Statuten nachträglich disqualifiziert werden. Zum Eurovision Song Contest 1976 in Den Haag fuhren für Deutschland also die Les Humphries Singers und belegten dort den 15. Platz.

Tony Marshall war also nie beim ESC, aber es gilt, was immer gilt: Wer einmal fast zum ESC gefahren wäre, wer einmal an einer Vorentscheidung teilgenommen, ja selbst wer sich nur beworben hat, gehört fest zur ESC-Familie. Für immer.

Ruhe in Frieden, Tony Marshall.


53 Kommentare

  1. Wirklich schade. Wieder eine deutsche Schlagerlegende weniger 🙁
    Ich habe erst durch seinen Geburtstag vor einigen Tagen gelesen, dass er in den letzten Jahren leider ziemlich angeschlagen war. Aber immerhin war er bis ins hohe Alter noch sehr aktiv und gut im Geschäft; das schafft nun wirklich nicht jeder.
    Von „Der Star“ gibt es übrigens auch eine sehr schöne neue Version, die er zusammen mit seinem Sohn aufgenommen hat:

  2. „Der Star“ war ein großartiger Song und er war dann irgendwie sein ganzes Leben auf „Stimmungsschlager“ festgelegt.
    Mach‘s gut Tony 🙋‍♂️

  3. Ruhe in Frieden, Tony Marshall. Dort, wo Du jetzt bist, wirst Du bestimmt keine Schmerzen haben.
    Es gibt keinen Trost, wenn man einen lieben Menschen verliert, die Lücke bleibt. Aber ich wünsche den Angehörigen ganz viel Kraft, die schwierige Zeit zu überstehen

    P. S. Sehr schade, dass „Der Star“ disqualifiziert wurde, ist ein wunderschöner Titel – Im Gegensatz zu diesem blöden „Sing, Sang, Song“.

    • Na ja. Ob das jetzt hätte sein müssen in einer Mitteilung, die Trauer über den Tod von Tony Marshall zum Ausdruck bringt gleichzeitig den nachgerückten ESC-Song der Les Humphries Singers mal so ganz nebenbei abzuqualifizieren, indem „Sing, Sang, Song“ als „blöde“ bezeichnet wird – ich weiß nicht…. . 😪

      • Okay, der letzte Teil vom letzten Satz war in der jetzigen Situation nicht so angemessen, sorry. Sollte auch nur die Qualität von „Der Star“ hervorheben, weniger „Sing, Sang, Song“ abqualifizieren. Bin mir nämlich ziemlich sicher, dass „Der Star“ besser abgeschnitten hätte.

        Les Humphry Singers hatten halt mMn wesentlich bessere Songs, aber ist natürlich auch schwierig, denn es durften ja nur sechs Leute auf die Bühne, ich weiss nicht mehr, aus wie vielen Personen die Gruppe bestand – 20, 30? War also eher schwierig, beim ESC umzusetzen…

      • Timo, ich finde, du tust Gaby damit unrecht, sie hat es doch wirklich nicht böse gemeint.

      • Jetzt übertreib halt mal, Timo.
        Achso, haste ja schon.

        Man kann den Verlust Tony Marshalls betrauern – als Sänger, aber vor allem auch als Mensch hinterlässt er eine Lücke. Das war nämlich, ich kann das beurteilen, ein richtig feiner Kerl.
        Dennoch kann man „Sing Sang Song“ doof finden.
        Jürgen Drews ist übrigens trotzdem ein feiner Kerl und hatte eine tolle Karriere.
        Les Humphries hingegen war wirklich am End in der Schmuddelecke. Stichwort: vorgetäuschter Tod.
        Über das kann man reden und man kann auch heute zu „Schöne Maid“ abschunkeln und trotzdem angemessen um Tony Marshall trauern.

      • @ESC1994:

        Nichtsdestotrotz bleibt alles richtig was ich gesagt habe. Aber Ehrlichkeit und Selbstkritik sind weder deine noch Gabys Stärken. Schade drum.

      • @Timo:
        Und wie äußert sich deine Selbstkritik?
        Erst was schreiben, dann löschen und dann trotzdem nochmal Leute angreifen: wow, das ist echt reflektiert von dir. Glückwunsch.

      • @ Timo
        Na, solange Ehrlichkeit und Selbstkritik deine Stärken sind. Aber das glaubst du wahrscheinlich tatsächlich, oder? Himmel…….

        „Sing sang song“ ist eines der peinlichsten Machwerke, das Deutschland jemals zum ESC geschickt hat. Dafür muss man sich auch nicht entschuldigen, denn hier darf diskutiert werden, denn das hier ist nun mal kein Kondolenzbuch, sondern eine ESC-Fanseite und da ist es absolut legitim, das damals nachrückende Lied eben nicht so toll gefunden zu haben. Das tut der Trauer oder dem Gedenken absolut keinen Abbruch. Dein Gekeife und deine absurden Anschuldigungen anderen Usern gegenüber schon. Null Filter, null Selbstreflexion, aber Hauptsache immer auf Sendung.

      • @Christian W:

        „„Sing sang song“ ist eines der peinlichsten Machwerke, das Deutschland jemals zum ESC geschickt hat. Dafür muss man sich auch nicht entschuldigen“

        Man muss in einer Traueräußerung keinen Vergleich des Verstorbenen zu einer anderen Person / Musikband ziehen, bei welcher die verglichene Musikband als „blöde“ bezeichnet wird. Das verlangt der Respekt und ist auch richtig.

        Als Begründung warum ich dieser Ansicht bin habe ich gesagt, dass Jürgen Drews, der damals Mitglied der Les Humphries Singers war und erst vor wenigen Monaten mit seinen 76 Jahren (?) eine unheilbare Nervenkrankheit öffentlich gemacht hat, bestimmt mehr um Tony Marshall trauert, als wir alle zusammen. Ich bin mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sicher, dass nicht nur Jürgen Drews, sondern auch die anderen Bandmitglieder der Les Humphries Singers gerne ohne derartig mit negativ besetzten respektlose Vergleiche trauern würden.

        Ich bin mir übrigens sehr sicher, dass mit einem derartigen Vergleich Tony Marshall auch nicht begeistert gewesen wäre.

        Zum Schluss noch folgendes: Ja, ich glaube ich kann es mit gutem Gewissen für mich in Anspruch nehmen, dass ich ehrlich und selbstreflektiert bin.

      • @Timo 1986
        “Man muss in einer Traueräußerung keinen Vergleich des Verstorbenen zu einer anderen Person / Musikband ziehen, bei welcher die verglichene Musikband als „blöde“ bezeichnet wird. Das verlangt der Respekt und ist auch richtig”
        Gaby hat lediglich den Song als blöd bezeichnet. Oder meinetwegen indirekt den Gesamten Act. Ist ihre eigene Meinung. Fand ich nicht schlimm

      • Entschuldigung, war gedankenlos von mir. Tut mir leid, es gibt Leute, die können einfach nicht verzeihen, d. h. falsch, mir nicht verzeihen, weil sie mich nicht leiden können. Was ja völlig legitim ist. Deshalb muss man noch längst nicht immer Nachtreten.
        Bevor ich noch mehr Mist schreibe,… tschüss.

      • @Thio mit Bobby:

        „Gaby hat lediglich den Song als blöd bezeichnet“.

        Das stimmt. Das war ein versehentliches Verschreiben von mir, das vermeidbar gewesen wäre.

        Da du mir jetzt nicht erzählen kannst, dass du mein gelöschtes Statement nicht gelesen hast, in welchem ich mich glasklar auf einen negativen Vergleich der beiden in Rede stehenden Songs bezogen habe und auch dasselbe aus meinem ersten Statement hervorgeht. ist ja alle geklärt.

        Denn die Botschaft, dass in einem ersten Beileidsstatement keine negativen Vergleiche gezogen werden, in welchem der Verstorbene besser wegkommt als der Erfolg, Song oder was auch immer einer anderen Musikband – und ein ESC-Song kann man mal als Erfolg bewerten auch wenn die Mehrheit hier auf ESCK wohl was das angeht anderer Ansicht ist – ist auch das korrekt.

        Jedes gegenteilige Verhalten ist ein absolutes No-Go und pietäts- bzw. respektlos. Das gehört sich gegenüber den Mitgliedern und dem Song der Les Humphries Singers einfach nicht.

        Und ich sage es nochmal: Tony Marshall wäre über diesen gezogenen Vergleich der beiden Songs mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alles andere als glücklich.

      • Kann man den „emotionalen Italiener“ und selbstverliebten Blog-Kotzbrocken jetzt bitte endlich mal sperren? Die (nicht erste) Attacke gegen Gaby, noch dazu wie immer in angebliche Rechtfertigungen gekleidet, hat die Grenze mal wieder überschritten.

      • @Timo1986 Nein ich hab den gelöschten Kommentar nicht gelesen und verstehe auch die Aufregung nicht, für mich hat Gaby nichts falsch gemacht.
        @4Porcelli ich finde deine Reaktion jetzt auch übertrieben in deiner Wortwahl. Am Besten wäre es wenn du auf ihn nicht mehr reagierst. Ihr zwei müsst keine Freunde werden aber es tut nicht Not eure Feindschaft hier auszutragen.

      • @4porcelli – Give The Otter wings:

        „selbstverliebten Blog-Kotzbrocken“

        „Die (nicht erste) Attacke gegen Gaby…“

        Wann habe ich hier irgendjemand mal attackiert ? Überhaupt keine Person, niemals. Zu keiner Zeit. Niemand. Auch Gaby nicht. Dich übrigens auch nicht.

        Und wenn du hier mit Grenzüberschreitungen anfängst, dann erinnere du dich mal an deine kriminelle Äußerungen, die du mir schon entgegen geworfen hast, zurück. 🙁

      • War so klar, dass Timo in einem Kondolenzbeitrag Stress anfängt und mit dem Finger auf jemanden zeigt.

      • @Basti:

        „War so klar, dass Timo in einem Kondolenzbeitrag Stress anfängt und mit dem Finger auf jemanden zeigt.“

        Wann habe ich hier auf ESCK irgendjemand mal attackiert ? Überhaupt keine Person, niemals. Zu keiner Zeit. Niemand. Auch Gaby nicht. Dich übrigens auch nicht. 🙁

  4. Du kennst sein Gesicht
    Seinen Namen

    Den Geburtstag weißt du im Schlaf.
    Sein Bild hängt in deinem Zimmer

    Er Iächelt zu dir herab.
    Jetzt sitzt du in dem Konzertsaal

    Auf der Bühne
    Dort steht der Mann

    Von dem du so oft geträumt hast

    Und das Licht geht für ihn an.

    Wunderbar
    Wunderbar
    Wunderbar singt er seine Lieder
    Nur für dich
    So scheint es dir.
    Und du hörst sie immer wieder

    Wunderbar
    Wunderbar
    Wunderbar sind all seine Lieder.
    Noch einmal erklingt die Musik

    Du schaust ihn an und singst leise mit.

    Er ist kein Held und kein König

    Kein Bettler und kein Scharlatan.
    Von allem ist er nur ein wenig

    Drum bist du in seinem Bann.
    Ins Publikum wirft er die Blumen

    Es klatscht und jubelt ihm zu.
    Eine Rose hältst du in den Händen
    Und fühlst dich mit ihm per du.
    Wunderbar
    Wunderbar
    Wunderbar singt er seine Lieder
    . . .
    Aber nichts weißt du von seinem Herzen

    Und du glaubst
    Alles ist wunderbar

    Denn du siehst ihn nur im Glanz der Bühne

    Und dort ist er und bleibt er der Star
    – Der Star.

    Der Song ist aus die Melodie bleibt …Ruhe in Frieden Tony

  5. Ein oft unterschätzter Sänger, dessen musikalische Fähigkeiten von vielen Musikfans (m/w/d) eher selten wahrgenommen wurden, wurde von seinem Leiden erlöst.

    R.I.P. Tony Marshall

  6. Tony Marshall hatte eine tolle Stimme, seine Lieder kamen aber leider selten aus der Schunkel-Ecke heraus. „Der Star“ ist eines, bei denen ihm das geglückt ist. Das hat einen sehr schönen französischen Chanson-Einschlag.
    Ruhe in Frieden!

  7. Er war ein hervorragender Musiker. Oh Gott, ich habe geheult, als „Der Star“ disqualifiziert wurde, geheult vor Enttäuschung. Dieses Lied finde ich heute immer noch sehr schön. Zuletzt sah ich ihn in der Serie „Krause kommt. Eine tolle Folge, die ich nur empfehlen kann.

  8. Ein Schreck in den frühen Morgenstunden, als ich diese Nachrichten gelesen habe. Mit Tony Marshall hatte ich traditionell wenig zu tun, weil ich einfach aus einer anderen Generation als seine Hörer komme. Aber ich habe vor ein paar Jahren dann doch angefangen, seine Musik anzuhören. Okay, sie ist zugegeben, nicht besonders anspruchsvoll, aber genau das ist es, was man manchmal einfach braucht.
    „Der Star“ ist natürlich ganz was Anderes, wirklich ernsthafte Versuche, in diese Richtung zurückzugehen, gab es ja dann nicht mehr. Mit dem Song wäre er auf alle Fälle ein würdiger Vertreter 1976 gewesen.
    Sein bekanntestes Lied ist zwar „Schöne Maid“, aber seinen größten Charterfolg, nämlich einen ersten Platz, hatte er mit „Komm gib mir deine Hand“.
    Ruhe in Frieden.

  9. Danke @Benny für die schönen Worte – ja es ist so – wer einmal Teil der ESC-Community ist der bleibt es – für immer!

    „Der Star“ gehört zu den schönsten Liedern die wir in D jemals für den ESC ausgewählt haben und ist auch eines meiner persönlichen Lieblingsbeiträge.

    R.I.P. lieber Tony Marshall

  10. RiP: Tony Marschall. Seine Songs waren nicht meine Musik, doch fand ich ihn als Mensch immer sympathisch. Schade das er 1976 nicht für Deutschland beim ESC antreten durfte.

  11. 1976 war das erste Jahr, in dem ich etwas vom ESC („Grand Prix“) gehört habe. Warum? Weil ich damals als Kind ein riesiger Fan der Les Humphries Singers war. Allerdings fand ich, dass „Sing Sang Song“ eines ihrer schlechtesten Lieder war. Gut, ich kannte nicht alle, die haben ja damals alle drei Monate entweder eine neue LP mit eigenen Songs oder ein neues Album mit Hit-Medleys anderer Stars rausgebracht (Les bekannte sich in Interviews sehr offen dazu, dass er die Kuh melken wollte, so lange sie noch Milch gibt).

    Wie ich jetzt erst erfahren habe, haben die LHS 1976 sogar eine Cover-Version von „Der Star“ als Hommage an Tony Marshall mit dem sensationellen John Lawton als Hauptstimme (bekannt u.a. als späterer Sänger von Uriah Heep) herausgebracht. Ich war Ende der 70er auch UH-Fan. Und was soll ich sagen? Ich finde die Version mit Tony Marshall wesentlich besser. Der konnte wirklich war und wurde leider total unterschätzt.

    RIP, Tony

  12. Übrigens gibt es heute Abend im RBB-Fernsehen die Sendung „Rex Gildo – Der letzte Tanz“, die um 20 Uhr 15 beginnt. Rex Gildo nahm er als Duettpartner von Angèle Durand am deutschen ESC-Vorentscheid mit dem Titel „Abitur der Liebe“ teil. Neun Jahre später trat er noch ein zweites Mal an.

    • „Rex Gildo – Der letzte Tanz“ hatte ich schon in der Mediathek gesehen und war etwas verwirrt. Mir ist nicht so ganz klar geworden, was Dichtung und was Wahrheit ist.

    • Laut Wikipedia wurde der Song direkt in mehreren Sprachen aufgenommen, weil man sich eine gute Platzierung beim ESC versprochen hat. Veröffentlicht wurde davon wohl nur mal die französische Fassung auf einer Best-Of-Platte, online scheint sie allerdings nirgends verfügbar zu sein.

  13. Auch wenn ich erst jetzt Zeit für meinen Kommentar habe:
    Ich traf ihn am 20.08.2005 persönlich. Karin, ihr Schwiegervater war Cousin meines Vaters, hatte in einem Preisausschreiben der BILD eine Veranstaltung mit ihm gewonnen. Dies wurde ein geplantes Gartenfest in ihrem Stuttgarter Haus, an dem das 100jährige Baujubiläum dieses Hauses, ihre eigene und die Goldene Hochzeit ihrer Schwester gefeiert wurden. Organisatorisch waren sehr viele Vorgespräche notwendig, die überwiegend über Tony’s damaligen Manager, einen Ex-Polizisten („der Mann mit dem Bart“) liefen – Karin, ihr Mann Hans-Peter und ebendieser Manager ‚kamen‘ in der später erschienenen Produktion des SWR-Fernsehens „Tony, Anatevka und die Schöne Maid“ ‚vor‘. 2005 hatte Tony Marschall ja in Frankfurt-Main die Musical-Rolle des Tevje. Darauf wies er mich im Gespräch auch hin, als ich sagte, er wäre mir als eigentlicher Opernsänger Anton Hilger lieber als der Stimmungsmacher Tony Marschall, den er spielen mußte (wie ich in einem gemeinsamen 2022er-Interview von seinem Sohn Marc erfuhr, zudem seit 1966 auf Empfehlung von Bill Ramsey mit Toupet). Seine musikalische Vielfalt – er spielt zudem 4 Instrumente – zeigte er, als er an diesem Samstagnachmittag auf einer Melodica spielte. Außerdem fand ich sowieso widerlich, wie fremde Menschen ihn damals duzten. Mit der damals bereits im Rollstuhl sitzenden Gastgeberin (Diabetes, Unterschenkelteilamputation) kommunizierte er sehr empathisch (seine Tochter Stella ist ebenfalls behindert) per Sie – so hielt es auch ich. Nobel fand ich auch, daß er an diesem Tag für diese Veranstaltung extra die Geburtstagsfeier seiner Frau verlassen hatte.
    Auf dem Pattencover von „Aline“ (1965) ist er übrigens ohne ohne Toupet zu sehen; ebenso auf seinem Wehrpass, einer Requisite in einer als Tony Marschall – Museum fungierenden Gaststätte in Moosbronn – an Grenzweg zwischen württembergischem Bad Herrenalb und badischem Gaggenau

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