
Zehn Acts standen für das kommende Vorentscheid-Finale der Ukraine Vidbir 2024 bereits fest. Seit heute gesellt sich noch ein elfter dazu, denn Sängerin ANKA hat das Wildcard-Voting gewonnen. Sie darf mit ihrer Nummer „Палала (Palala)“ am 3. Februar am Vidbir-Finale teilnehmen und kämpft somit als einer von insgesamt elf Acts um das Ticket zum Eurovision Song Contest nach Malmö.
Das ukrainische Fernsehen UA:PBC gab heute bekannt, dass in den vergangenen sechs Tagen über 300.000 Ukrainer:innen am Wildcard-Voting teilgenommen haben. Wie berichtet, konnte dabei online zwischen neun Beiträgen entschieden werden, welcher den letzten Startplatz im Finale bekommt. Mit stolzen 26,78 % aller Votes hat sich ANKA durchgesetzt. Ihr Beitrag (siehe unten) erhielt insgesamt satte 80.944 Stimmen. Die weiteren Platzierungen wurden nicht veröffentlicht.
ANKA nahm erst kürzlich an der ukrainischen Version von The Voice teil. Die heißt in der Ukraine Holos Krainy und befindet sich mittlerweile in der 13. Staffel. ANKA schaffte es hier bis in die Battle-Phase, in der sie kurioser Weise gegen NaYada antrat, die sich in den letzten Tagen auch der Wildcard-Abstimmung stellte, hierbei aber nun den Kürzeren zog. In der Jury der vergangenen Staffel von Holos Krainy saß übrigens auch ESC-2023-Gastgeberin Julia Sanina.
In ihrer siegreichen Nummer vereint ANKA typisch ukrainische Elemente mit modernen Beats und starken Vocals. Die Sängerin spielt in ihrem Song zudem selbst die Flöte. Im ukrainischen Finale muss sie sich unter anderem etablierten Acts wie Mélovin und Jerry Heil stellen, die gemeinsam mit Rapperin alyona alyona atritt.
Das finale Line-Up für Vidbir 2024:
- alyona alyona & Jerry Heil — Teresa & Maria
- ANKA — Палала (Palala)
- Drevo — Endless Chain
- INGRET — Keeper
- MÉLOVIN — DREAMER
- NAHABA — GLASSS
- NAZVA — Slavic English
- SKYLERR — Time Is Running Out
- YAGODY — Tsunamia
- YAKTAK — Lalala
- Ziferblat — Place I Call Home
Die Songs aus der Ukraine werden erst im Januar veröffentlicht. Lediglich ANKAs Nummer kann bereits gehört werden. Die Jury für Vidbir 2024 soll erneut online vom ukrainischen Volk gewählt werden – wie auch in der vergangenen Ausgabe, als unter anderem Jamala als Jury-Mitglied ausgewählt wurde. Beim ESC-Vorentscheid in der Ukraine entscheiden Jury und Publikum dann gemeinsam, wer das Land in Malmö vertreten darf.
War ANKA Deine Favoritin auf die Wildcard? Wen willst Du in Malmö für die Ukraine beim ESC 2024 sehen? Lass gerne Deine Meinung da.
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Sehr gute Wahl.👍
Perfekt. Sie war mit Abstand die beste in diesem Onlinevoting. Sie ist hübsch und hat einen super Song, woran man auch sofort erkennt, dass der aus der Ukraine kommt. Den Gesang kann ich noch nicht beurteilen. Da warte ich lieber auf den Auftritt im Ukrainischen Vorentscheid. Man hat nämlich im bzw. am Tschechischen Vorentscheid gesehen, wie sehr das Musikvideo täuschen kann.
Tönt wie mittlerweile schon 1000 mal aus der ukraine gehört.
Was früher beim ESC die Geige war, ist heute die Flöte
Flöte war gestern, 2024 wird das Jahr der Talharper (Pferdehaar-Harfe)
Einem Instrument der schwedischsprachigen Bevölkerung Estlands.
Wehe die Esten vermasseln uns diese kulturelle Bereicherung für den ESC…
Bei mir stand an erster Stelle Swoiia, aber mir war natürlich klar, dass sie es nicht schaffen würde. Anka war auf meinem zweiten Platz und ich bin durchaus zufrieden mit der Wahl. Bin mal gespannt, wer sich so im ukrainischen VE rurmtummelt!
Das freut mich. Sie war bei der Wildcard meine Nummer 1.
ANKA war nicht meine persönliche Favoritin auf die Wildcard (geschmacklich; für wahrscheinlich hielt ich sie schon), geht aber für mich wirklich super in Ordnung.
Ausgelutschter Murks…
Anka…Folk Pop Geschwurbel. Ganz furchtbarer Song, den sich doch fast kein Mensch freiwillig mehrmals anhören wird. Aber es gibt komischerweise Voter für sowas.
😂😂😆 Was ich mich schon länger frage: bist du eigentlich eventuell so über Ecken entfernt mit Herrn Reich-Ranicki verwandt?
🙂 ich mag ‚persönlich werden‘ hier gar nicht. Hast du etwa was übrig für Folk-Pop Dingerchens?
Nein, Anka war auch überhaupt nicht meine Favoritin, aber deinen Kommentar konnte ich einfach nicht lesen, ohne dabei Reich-Ranickis Stimme zu hören. Sorry, war nicht persönlich gemeint, wenn es dir irgendwie zu nah ging.
ich hab den mal gegoogelt.. der ist doch schon seit 10 Jahren tot und hatte doch mit Pop-Musik, oder Folk-Musik rein gar nichts zu tun.
Als seine TV Karriere 2001 endete war mir noch nicht erlaubt spät abends TV zu schauen…
Immerhin erzeugte seine Sendung grundsätzlich für die dort diskutierten Bücher Verkaufserfolge (unabhängig davon, wie der nen Buch lobte, oder verriss)
Super ‚best of verriss‘ Video mit dem
https://www.youtube.com/watch?v=4JWn_otaaOE
haha
Da der ja aus Polen stammte könnte der eventuell sogar was für östlichen Pop-Folk übrig gehabt haben. 🙂 Wer weiss
Haha, das „Best of Verriss“-Video ist schon pures Gold. Wenn schon so bissige, pointierte Kritik, dann mit Stil 😄 Der Mann war sowieso super, möge er in Frieden ruhen.
Deine ESC-Verrisse sind aber manchmal, wie in diesem Fall bei ANKA, nicht unbedingt minder unterhaltsam und es gibt schon gewisse Parallelen, wie ich finde 😄
In Bezug auf ANKAs Song und deiner Kritik an ihr könnte man aber durchaus auch das Gegenargument der Dame gleich zu Beginn des Videos (ab Sekunde 36) zumindest einmal erwägend anführen 😀
@rheez
folgendes hatte ich zu Anka geschrieben
„und diese Anka mit ihren traditionellen Folk Klängen könnte m.E.n. auch ganz oben mit dabei sein.“
Sie hat sogar gewonnen…
War aber keine sonderlich schwere Übung, die oben verortet gehabt zu haben. Wirklich echt schade für die anderen.
Da gebe ich dir Recht. Sie oben verortet zu haben war durchaus nicht so schwer und das habe ich auch. Obwohl sie nicht meine Favoritin war, finde ich sie und ihren Song dennoch in Ordnung, da zumindest für mich alle Wildcardsongs doch wirklich recht dicht beieinander waren. Schade für alle anderen ist es somit aber in jedemfall dennoch oder sogar gerade deswegen.
fand die Beiträge eigentlich auch musikalisch relativ weit auseinanderliegend.
Gewonnen hat für mich die, die das wenigste Risiko eingegangen ist.
Ich meine sogar, die hat selbst im Finale nicht die schlechtesten Aussichten. 27% im Vote ist recht gut, aber nicht gänzlich überzeugend.
Für mich ist Folk-Pop rumgedingse allerdings einfach überhaupt nichts.
Es gibt zwar viele die für sowas voten, hören es sich dann aber nicht an. Das ist dann schon bissl verlogen. Die voten dafür, und zwar weil es sich andere anhören sollen. Die anderen pfeifen da aber druff.
trevoristos, ich verstehe einfach nicht, was Du immer mit dem „andere sollen das anhören“ hast. Niemand zwingt jemanden, irgend etwas anzuhören, man kann sich auch die VE-Titel, die es nicht zum ESC geschafft haben, anhören, oder man kann den ESC komplett ignorieren, wie es ja schon seit Jahrzehnten Millionen Menschen tun, was ihm übrigens nie geschadet hat.
Das Schöne am Grand Prix oder ESC ist doch gerade, dass man nicht genau 1:1 das abgebildet bekommt, was sich in den Hitparaden oder im Radio-Airplay oder in den Streaming-Listen der entsprechenden Anbieter tummelt, und dass man eben auch von Liedern berührt wird, die normalerweise nicht den eigenen Hörgewohnheiten entsprechen.
Dein idealer Wettbewerb würde wohl aus den meistgestreamten Songs der letzten 12 Monate eines jeden Teilnehmerlandes bestehen (oder meinetwegen aus den Siegern von VEs, die aus den meistgestreamten Songs des jeweiligen Landes bestehen), dafür kann man ja gerne einen neuen Wettbewerb ins Leben rufen, als reiner Studioaufnahmen-Audio-Wettbewerb wäre das vielleicht gar nicht so aufwendig durchzuführen.
@thomas M
also ich kann mir das so am ehesten erklären, gibt aber sicher noch andere Gründe dasja klar. Warum votet man für was, was man sich dann ‚hinterher‘ gar nicht anhört? Is schon bissl schizo oder nicht?
Gründe hat es doch wohl, dass es da ne Diskrepanz gibt. Gibt ja sogar Siegertitel, die ‚danach‘ auf ziemlich taube Ohren gestoßen sind.
Es war viele Jahre lang normal, dass der ESC keine Auswirkungen auf Hitparaden hatte, das heißt aber nicht, dass die Songs später von niemandem mehr gehört wurden. Früher gab es ja auch gar nicht jeden Song als Single zu kaufen, ich habe in meinen ersten Jahren die Grand Prixs auf Audiokassette aufgenommen (zum Glück habe ich irgendwann mal entdeckt, dass es Kabel gibt, mit denen man Fernseher und Kassettenrekorder verbinden kann 🙂 ), und diese Kassetten dann immer wieder gehört.
Heute höre ich die Songs oft unterwegs auf meinem MP3-Player, das wird nirgends gemessen. Nur weil ein Song auf Spotify nicht so oft gestreamt oder auf Youtube nicht so oft geschaut wird (ich habe kein Google-Konto, meine „Views“ werden also nicht gezählt) heißt das nicht, dass er nie gehört werden würde.
Ja früher war das normal ?bzw naja also wenn man genau schaut waren die Siegertitel und nicht selten auch die nationalen Beiträge gar nicht soo unerfolgreich. Wobei ausgerechnet der 89er Sieger der grösste Fehlschlag war ,zusammen mit Celine Dion übtigens) Der wurde nirgends veröffentlicht. Man könnte den selbst, wenn man es wollte nicht kaufen.
Heute ist es ganz anders. Jeder der will kann Songs seiner Wahl streamen. Also jeder der Internet hat (95%).
Ich nehme hier San Remo also Beispiel. Songs mit vielen Votes sind auch viel gehört (zwar nicht deckungsgleich mit den Votes aber es gibt eine relative Korrelation). Beim ESC ist es schon anders.
Mir gefällt das durchaus, aber warum nur so kurz ?
Wir sagen den deutschen Vorentscheid ab uns schicken Anka zum ESC! Hoffentlich kann sie auch gesanglich gut abliefern.
Als ob…