Una Voce per San Marino: Daniel Schuhmacher unter den ersten Teilnehmer:innen

Bild: Instagram @danielschuhmacher

Während Inselstaat Malta Bewerbungen für den dortigen ESC-Vorentscheid ab heute annimmt, ist man im – noch kleineren – San Marino schon ein Stück weiter. Seit einigen Wochen können sich interessierte Acts aus der ganzen Welt für den Vorentscheid Una Voce per San Marino bewerben. Die ersten 91 Kandidat:innen, die an den Castings Ende Oktober teilnehmen, wurden heute bekannt gegeben.

Bei genauerer Betrachtung fällt da vor allem einer auf: DSDS-Gewinner Daniel Schuhmacher gibt seinen Traum, auf der ESC-Bühne zu stehen, nicht auf und will San Marino 2023 vertreten. Wie er selbst bestätigte, hat er es bereits mehrfach im deutschen Vorentscheid – leider ohne Erfolg – versucht. Am 30. Oktober wird er in San Marino nun vor einer Jury um einen Vorentscheid-Platz kämpfen. Bereits diesen Freitag veröffentlicht er seinen neuen Song „Skin I’m in“.

Lustiger Weise ist auch Sängerin Francesca Monte auf der Teilnehmerliste für die ersten Castings zu finden. Im vergangenen Jahr trat nämlich Francesco Monte noch im Finale des san-marinesischen Vorentscheids an. Ob es da familiäre Connections gibt, ist nicht überliefert. Francesca hat jedenfalls bereits an The Voice of Italy teilgenommen und mehrere Singles veröffentlicht. Bei Una Voce per San Marino versucht sie es zusammen mit Kevan.

Alle 91 Acts, die zwischen dem 28. und 30. Oktober bei den ersten Castingrunden (jeweils im Auditorium Little Tony in San Marino zwischen 11 und 19 Uhr) dabei sind, können hier eingesehen werden.

Bereits „etablierte“ Acts müssen nicht an den Castings teilnehmen und dürfen ihr Glück direkt in einer von insgesamt fünf Vorrunden probieren. Wer genau als „etabliert“ gilt, ist bislang allerdings nicht durchgedrungen. Insgesamt sollen jedenfalls ungefähr 60 Acts bei den Vorrunden dabei sein, von denen es ca. 20 ins große Finale am 25. Februar schaffen und um das ESC-Ticket kämpfen werden.

Die endgültige Teilnehmerliste für die Vorrunden, die dann auch im TV übertragen werden, soll jedoch frühestens im Januar veröffentlicht werden. Bislang sind laut Angaben des Senders SMRTV über 400 Bewerbungen eingegangen; der Großteil davon von Musiker:innen aus Italien. Neben weiteren Bewerbungen unter anderem aus Großbritannien, Deutschland oder auch Norwegen gibt es auch Acts aus Nicht-ESC-Ländern, die sich beworben haben. Demnach sollen Acts aus Luxemburg, den USA oder auch aus den von der EBU suspendierten Ländern Russland und Belarus Bewerbungen eingereicht haben.

Auch aus Albanien erwarten viele Fans Bewerbungen bei Una Voce per San Marino. Insbesondere wegen Festivali-i-Këngës-Dauerkandidat MIRUD: er hat vor einigen Tagen angekündigt, es nicht mehr beim albanischen Vorentscheid zu probieren und dennoch beim ESC 2023 dabei zu sein. Das könnte bedeuten, dass er eine Kandidatur für San Marino anstrebt. Nun hat er auf Twitter sogar einen angeblichen Ausschnitt seines ESC-(Vorentscheidungs?)-Songs gepostet. Was genau das zu bedeuten hat und ob er in San Marino dabei ist, bleibt abzuwarten.

Welcher Act aus der Casting-Teilnehmerliste fällt Dir direkt auf? Deine Meinung sehen wir gerne in den Kommentaren.


44 Kommentare

  1. Ich weiß noch dass ich ihn damals bei DSDS ziemlich langweilig fand und extrem angepisst war dass Sarah Kreuz soo knapp im Finale gegen ihn verloren hat. Finde seine Stimme zwar schon besonders aber irgendwie kann ich sie nicht lange hören bevor sie mir auf dem Keks geht.

    Wünsche ihn viel Glück, er wird es brauchen.

    • @ESC1994
      Der Klang seiner Stimme und auch die Art zu singen erinnert mich bei manchen Liedern sehr an Conchita Wurst (allerdings nicht im Bezug auf Rise like a phoenix) Nervt dich Conchitas Stimme auch?

  2. Hab den Daniel eigentlich schon seit Jahren für Deutschland am Start gesehen. 💖 Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!

  3. Das Etikett „DSDS“ genügte zwar bis heute für mich, um seiner Musik nicht die kleinste Beachtung zu schenken, aber vor seiner ESC-Begeisterung kann ich nur den Hut ziehen. Brächte der NDR nur halb so viel Leidenschaft auf, wäre uns so manches miese Ergebnis wohl erspart geblieben.

  4. Mirud hatte ja letztes Jahr den Text zu seinem Wettbewerbsbeitrag „Për dreq“ verfaßt und ich denke, daß er als Autor an einem der Songs beteiligt ist, mit dem San Marino beim ESC in Liverpool nächstes Jahr antritt, sofern der Künstler, der ihn vorträgt, gewinnt.

    Für den Vorentscheid Una Voce per San Marino haben sich Künstler aus 17 Nationen beworben und aus Albanien war bis zur Bewerbungsdeadline keiner dabei.

    • Hi Maty,
      die Bewerbungsdeadline in San Marino ist erst Ende Januar. Ob sich Acts aus Albanien zum AKTUELLEN Zeitpunkt bereits beworben haben, ist nicht offiziell verkündet worden.
      Es bleibt also spannend 🙂

    • Naja, letztes Jahr hat ja mit Burak Yeter immerhin auch ein international einigermaßen erfolgreicher DJ teilgenommen.

      Finde das sammarinesische System aber echt smart und nachhaltig. Nicht nur können die sich damit ja einen guten Teil ihrer Antrittsgebühren gegenfinanzieren – das Land genießt zumindest in unserer kleinen Bubble auch gleich viel mehr bzw. länger Aufmerksamkeit.

  5. Im Artikel ist übrigens eine Falschinformation. Die 60 Teilnehmer für die fünf Vorrunden werden aus den 91 Kandidaten ausgewählt, die am Casting teilnehmen. Von etablierten Künstlern als Teilnehmer ist nicht die Rede!

    • Hallo nochmal Matty,

      die bisher bekannten 91 Acts sind NICHT alle, die an den Castings teilnehmen. Castings finden nämlich noch bis in den Januar hinein statt. 🙂

      Etablierte Künstler:innen haben – wie letztes Jahr – einen kleinen Vorteil. Dieses Mal werden sie direkt an den Vorrunden teilnehmen, ohne durch die Castings zu müssen, wie es im Artikel steht.

  6. Ich habe Daniel Schuhmacher nur im hier im Zusammenhang mit Vorentscheidungen gelesen. Noch nie Musikstücke von ihm im Radio gehört und in TV-Sendungen gesehen. Im Netz habe ich gerade in einigen Liedern reingehört. Ich kann verstehen, dass er bisher keine große Karriere gemacht hat.

      • Na das ist immerhin ein Hit mehr als die Kandidaten des NDR die letzten Jahre hatten… 😀

      • Für meine Ohren schon einige mehr!
        Aber wo Radiosender genau wie TV keine Songs von DSDS-GewinnerInnen spielen (Ausnahme: Schlager und Schweizer GewinnerInnen), dauert es wohl noch.
        Aber überall ist man so mega schlau, seit Daniel sich da bemüht – passt es besser mit dem letzten oder vorletzten Platz! Etwas seltsam ist das schon – wobei ich den Hamburgern in diesem Jahr doch nein paar Plätze mehr gegönnt hätte!

  7. Gefühlt besteht seine Karriere für mich hauptsächlich aus CSD-Auftritten und der alljährlichen Erwähnung hier im Blog. Ich glaube, seine Chancen auf den ESC standen bei der Wildcard 2013/14 besser. Inzwischen erinnert er mich an Markus Riva. 🙂

  8. Eine Dragqueen mit der ich über den ESC geredet habe, hat mich gefragt: Lis Diva, ist das nicht „wie die Oxa aber von Wish bestellt“? Weiß einer hier, ob das stimmt? Naja, wenn der Song geil ist, soll mir recht sein.

    • Sehr undurchsichtig, das Ganze. Aber wenn am Ende tatsächlich eine Teilnahme Bulgariens steht, soll es mir nur recht sein. Fingers crossed!

    • Angeblich soll ja diese Woche noch die Ankündigung der Teilnehmer erfolgen, dann herrscht wenigstens gewissheit und ruhe 😀

  9. Also ich halte Daniel Schuhmacher noch immer für einen der meist unterschätzten Sänger den wir in Deutschland haben. Wenn er es über „Uno Voce“ probiert versteh ich das und wünsch ihm Glück, ich hätte auch keine Lust mich durch die undurchsichtigen NDR Prozesse zu wühlen…
    San Marino macht das schon bißchen schlauer.

    • Ich weiß noch, als man 2018 das Thema Transparenz ganz groß geschrieben hat und das hat tatsächlich ganz gut funktioniert aber mittlerweile macht man alles lieber wieder im geheimen

      • Naja, diese Transparenz hat letztlich zum „Skandal“ um Natias vermeintliche Wildcard geführt und nicht zuletzt maßgeblich zum ganzen S!sters-Desaster beigetragen.
        Offenheit da, wo es Sinn ergibt, ist richtig und wichtig, zuviel davon führt nach der Erfahrung der letzten Jahre nur zu unnötigen Scherereien. Daher würde ich das inzwischen als Verantwortlicher auch so handhaben.
        Andere Länder machen es ja letztlich auch nicht so. da wird halt irgendwann das VE-Line-up veröffentlicht und fertig.

      • Da geb ich dir grundsätzlich recht. Allerdings finde ich 100% Transparenz dort angebracht, wo seit Jahren die gleichen Personen die Strippen ziehen und das Ergebnis offenbar jedes Mal nur für einen der letzten Plätze reicht.
        Wären die „Hinterzimmerentscheidungen“ gut bzw. erfolgreich hätte glaub ich niemand was gegen eine nicht öffentlich Entscheidung.
        Vielleicht mal das Team beim NDR tauschen, hier findet sich sicher jemand der/die den Job besser macht 😛

  10. Naja, San Marino holt ja bekanntlich auch alles was hablwegs einen Ton halten kann. Wenn er es da nicht schafft sollte er es lassen. Ich frage mich aber, warum hat er es nicht noch mal in Deutschland versucht? Ich halte nix von diesem Länderhopping, wenn der Künstler mit dem Land für das er sich bewerben will, sonst gar nix verbindet.

    • Eine interessante Aussage. Stimmt. Bei Serdat war auch so. Der wusste gar nicht, dass es den Mikrostaat San Marino überhaupt gibt.

      • Hmm … Serhat konnte ja noch nicht mal einen halben Ton halten. Trotzdem: Der war mir sehr sympathisch – und das er beim zweiten Versuch auch (für sammarinesische Verhältnisse) richtig gut abgeschnitten hat, freut mich noch immer.

      • „Say Na Na Na“🎶🎶🎶 😍
        Klar, Serhat hat natürlich sämtliche Töne versammelt, aber ich mag den Song immer noch, war nach „Crisalide“ mMn der beste Beitrag, den San Marino bis jetzt zum ESC geschickt hat.
        Trotz misslungenem Auftritt habe ich mich über die Finalqualifikation sehr gefreut. Ich finde, im Finale war Serhat auch besser.

  11. Tritt Daniel Schuhmacher jetzt mit „The skin I’m in“ für San Marino, also erst mal für den Vorentscheid an? Dann kann ich nur sagen: San Marino 12 points, gefällt mir ausgesprochen gut. Für Deutschland ist das natürlich nicht gut genug…

  12. Ich hätte zwar den Hamburger Jungs einen etwas besseren Platz gewünscht, aber Daniel eben garnicht erst zur Qualifikation zuzulassen ist allmählich wirklich unterirdisch schlecht.
    Daniel war doch schon da im Camp und in England und Schweden zum Songwriting. In dem Jahr hatten da ausl. Experten Daniel schon gratuliert und konnten sich nicht erklären was der Grund war ihn nicht zu nehmen!

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