
Die internationalen Jurys, die bei der deutschen Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest 2023 in Liverpool die Hälfte der Punkte vergeben, kommen aus aus der Schweiz, den Niederlanden, Finnland, Spanien, Litauen, der Ukraine, Österreich und Großbritannien. Während diese Info eindeutig ist, wirft die genaue Berechnung der verschiedenen Zuschauervoting-Möglichkeiten weiter Fragen auf.
Am Mittwochnachmittag veröffentlichte die ARD bzw. der NDR auf seiner offiziellen Eurovisions-Website Infos zur deutschen Vorentscheidung „Unser Lied für Liverpool“. Die größte Neuigkeit war dabei die Bekanntmachung der acht Länder, aus denen die Jurys kommen werden. Neben den beiden (weitgehend) deutschsprachigen Ländern Österreich und der Schweiz sind auch die beiden Gastgeber Großbritannien und die Ukraine dabei. Die weiteren vier Jurys kommen aus Westeuropa (Niederlande), Skandinavien (naja, eigentlich gehört Finnland nicht wirklich dazu), dem Baltikum (Litauen) und Südwesteuropa (Spanien). Insgesamt wirkt der mittel- und süd/ost-europäische Raum dabei etwas unterrepräsentiert.
In jedem dieser acht Länder sollen „fünf Personen aus dem Musik- und Show-Business“ ihr Urteil fällen. „In der Show vergeben die jeweiligen Jury-Sprecherinnen und -Sprecher dieser Länder die Punktzahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10 und 12.“ Zusammen stehen sie für 50% der Punkte. Konkret vergeben sie also jeweils 51 Punkte und zusammen dann 408.
Die anderen 408 kommen vom deutschen Publikum. Hierzu heißt es auf Eurovision.de:
Die anderen 50 Prozent der Punkte kommen vom deutschen Publikum und setzen sich zusammen aus Votings während der Show per Anruf und SMS und dem Online-Voting. Die gleiche Anzahl an Punkten, die von den internationalen Jurys verteilt wurden, werden im prozentualen Verhältnis des deutschen Televotings auf die neun Songs verteilt.
Diese Aussage ist nicht wirklich eindeutig. Denn zum einen heißt es, dass das deutsche Publikum während der Show per Anruf und SMS abstimmen kann. Daneben gibt es das Online-Voting, das ja bereits vorher freigeschaltet wird. Im zweiten Satz heißt es aber, dass die Publikumspunkte „im prozentualen Verhältnis des deutschen Televotings“ verteilt werden.
Der Begriff Televoting ist nicht exakt definiert. Nach dem Sprachgebrauch und dem allgemeinen Verständnis (auch von Wikipedia) bezieht sich der Begriff auf ein Abstimmungsverfahren per Anruf oder SMS typischerweise während eines Events bzw. einer Fernsehsendung. Grundsätzlich kann man den Begriff aber auch weiter fassen und online-basierte Abstimmungswege (z.B. per Eurovision-App) ebenfalls berücksichtigen.
Vermutlich soll der Begriff Televoting in diesem Fall auch das Online-Voting mit beinhalten. Dann ist noch aber nicht geklärt, ob jede Stimme (Online, Telefonanruf und SMS) gleich viel zählt. Das könnte man aus verschiedenen Gründen hinterfragen. Am offensichtlichsten ist der Unterschied, dass für Telefonanrufe und SMS Gebühren fällig werden, beim Online-Voting wird das vermutlich nicht der Fall sein. Außerdem basiert das Online-Voting nicht auf der Live-Performance der Beiträge, sondern auf den Liedern bzw. Videos davon.
Persönlicher Kommentar des Autors
Sollten die online abgegebenen Stimmen gleichwertig mit den Telefon- und SMS-Stimmen verrechnet werden, könnte das Ergebnis erheblich durch das Online-Voting verzerrt werden. Bereits beim TikTok-Voting wurden 121.000 Stimmen abgegeben, etwas mehr als die Hälfte davon entfiel auf Ikke Hüftgold. Dabei lief weder die PR für die Show auf Hochtouren, noch die von einzelnen Künstler/innen.
Ein Vergleich: Bei der deutschen Vorentscheidung „Unser Lied für Israel“ 2019, die um 20:15 Uhr ausgestrahlt wurde, wurden insgesamt 374.313 Stimmen abgegeben (255.837 Anrufe, 118.476 SMS) – also nur dreimal mehr als beim TikTok-Voting. Der diesjährige Vorentscheid startet um 22:20 Uhr und dürfte daher weniger Zuschauer/innen haben als die Show 2019. Eigentlich müssten dann auch weniger Telefon- und SMS-Stimmen abgegeben werden als 2019. Schaffen es einzelne Acts bereits im Vorfeld beim Online-Voting ihre Fans zu aktivieren, kann deren Stimmenmenge leicht die Anzahl der Anrufe und SMS während der Show übersteigen – all das nicht auf Basis der Auftritte in der Show.
Gerade aufgrund der fehlenden Erfahrungen mit diesem neuen Verfahren und den schlechten Erfahrungen mit ESC-Online-Votings in den vergangenen Jahren generell wäre der NDR gut beraten, das Stimmengewicht des Online-Votings klar zu reduzieren bzw. in einem vorher festzulegenden Verhältnis herunterzugewichten (zum Beispiel 10 Online-Stimmen = 1 Telefonstimme). Das wäre nicht nur fair gegenüber den Acts mit weniger Fan-Power, sondern auch gegenüber denen, die für ihre Stimmabgabe über Telefon und SMS Geld bezahlen. Ob und wie eine solche Gewichtung der Stimmen Einfluss auf das Endergebnis hat, wissen wir in jedem Fall aber erst hinterher.
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moin!
…der wiwimann geht bald um,der kommt euch holen.
der wi-wa-wutzemann hat ausgedient.
😎
Ich gehe mal davon aus, dass dein Kommentar darauf anspielt, dass Will von wiwibloggs in der Jury sein könnte?
aber sowas von!
ich habe mich aber auch nur von internationalen brettern in dieser derzeit noch rein hypothetischen sache inspirieren lassen.😇
Ich stimme dem Kommentar von Douze Points hier zu hundert Prozent zu!
Außer das Stimmengewicht des Online-Votings zu reduzieren, wäre eine weitere Möglichkeit halt dass man das Online-Voting eben nicht vorab öffnet, sondern -genauso wie das Telefon- und SMS-Voting- nur während der Show.
Eine gute Möglichkeit wäre beim Online-Voting auch, wo wahrscheinlich wieder die „Tally“-Plattform von Digame verwendet wird, dass man sich hier irgendwie verfizieren muss -entweder per E-Mail oder per Handynummer- und das die Stimmabgabe pro Person begrenzt ist. Aus Gründen der Fairness müsste dann natürlich auch beim Telefon- und SMS-Voting die Stimmabgabe pro Person/Handynummer begrenzt sein!
Aber hier ist man halt dann auch ein wenig auf Digame selbst angewiesen, ob die bzw. „Tally“ überhaupt so eine Verifizierungsmöglichkeit anbieten.
Wenn ich mich nicht täusche ,war das abstimmen per telefon auch schon in der Vergangenheit auf 20x begrenzt
Um so fairer wäre es dann auch beim Online-Voting eine Begrenzung, unter Zuhildenahme einer Verifizierungsmethode einzuführen! Nur eine Begrenzung über IP-Adresse -also pro IP-Adresse z.B. nur 1 Vote pro Tag- halte ich nicht für Zielführend.
1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12 … das sind doch aber 51 Punkte pro Jury, also dann 408 Punkte von allen Jurys. Oder habe ich da einen Denkfehler drin?
Wie auch immer … die höhere Mathematik überlasse ich lieber Anderen. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt sogar mir zu viel Spekulatius.
Keinen Denkfehler gefunden!
Stimmt, danke!
Danke für den Hinweis. Da hatte ich fälschlicherweise mit den 7 Punkten gerechnet. Ist korrigiert.
@Benny @DP
Da nicht für.
Bei der Punktevergabe ist ein Fehler drin! Insgesamt vergibt jede Jury nur 51 Punkte, keine 58 wie beim ESC. Das wären dann auch nur 408 Punkte in der Summe. Würde das Publikum dann 464 Punkte vergeben, dann wäre es nicht ausgeglichen.
Gehts darum einen möglichen erdrutschsieg von ikke hüftgold beim onlinevoting zu verhindern? Da findet der ndr, wenn er das möchte, bestimmt elegantere lösungen als die gewichtung kurzfristig noch zu ändern.
Es wäre aber auch zu peinlich, wenn ein klarer televote-sieger von der sonst so geächteten jury verhindert wird
Warum wäre das peinlich. Wenn die Jurys den Televote-Sieger nicht verhindern dürfen kann man sie auch gleich ganz weg lassen.
1.) geht es m.E. darum, dass in der Bubble, wo die Jurys häufig für ihre mangelnde Volksnähe verflucht wurden, nun genau auf diesen Effekt gehofft wird.
2.) hat es natürlich schon einen unschönen Geschmack, wenn der Wunsch des deutschen Televotings von einer rein ausländischen Jury torpediert wird.
Höhere Mathematik? Also, bei der Punkteverteilung kann ein Act von den Jurys mindestens 2,0 % der Punkte bekommen und maximal 23,5 %. Ergibt eine Differenz in Höhe von 21,5 %, Wer also beim Publikumsvoting gewinnt mehr als 21,5 % vor dem Zweitplatzierten liegt, hat sicher gewonnen.
Das ist also klug gedacht, die 7 bei den Punkten auszulassen anstatt die 1. Ansonsten hätte nämlich schon ein Vorsprung von mehr als 17,5 % gereicht.
Jetzt wo du’s sagst fällts mir auch erst auf. Gar nicht mal so unclever.
ja stimmt da hast du recht muss korrigiert werden. Für mich aber unwahrscheinlich dass ein Song durchgehend die 1 bekommt, ausser es gäbe Absprachen. Würde in diesem Falle von einem invaliden Juryergebnis sprechen wollen
Ich denke nicht, das es einen Jury-Sieger geben wird, der durchgehend die Höchstpunktzahl abgeräumt hat und denke auch nicht, das Ikke bei den Jurys letzter wird.
Ich auch nicht. Aber man muss davon ausgehen, wenn man wissen will ab wann es absolut sicher ist. Relativ sicher ist es natürlich auch schon bei weniger als 21,5 % Abstand.
OT
soeben 7 saure schwedendrops via schnipselmenü konsumiert.
brrrr
Uninteressant und überhaujpt nicht aussagekräftig. Am Samstag gibt es die sieben Titel in voller Länge und erst dann ist eine objektive Bewertung möglich! Außerdem ist heute Altweiberkarneval und da hört man sowieso andere Musik.
Gut gesagt Matty!!!
Heute ist Wiewerfastelovend aka Kölle-Armageddon
Schon zu „meiner Zeit“ habe ich angefangen, kein Wiewerfastelovend zu feiern, obwohl es mir Leid tat.
Aber ich war immer gegen die Ballermanisierung des Karnevals (was das Saufen angeht, die Musik wird zum Glück immer noch nicht tangiert)
In diesem Sinne, heute ist Zeit für besinnliche Fastelovend-Lieder.
Kölle, ich vemisse dich!
Oh gott, ich sehe es schon kommen, das der Ikke Hüftgold Deutschland vertritt. Obwohl, gegen den Kroatischen Beitrag, wirkt selbst er wie ein musikalisches Kleinod. Trotzdem will ich ihn nicht als Vertreter Deutschlands. Am liebsten Lord of The Lost oder Patty Gurdy, oder mit einem der anderen Künstler.
Selbst wenn man ihn nicht mag, hat der kroatische Beitrag aber noch eine begrüßenswerte Botschaft, wo bei Ikke nur „Lalala“ ist.
Was nützt die Botschaft, wenn alles andere schrott ist? Jendrik hatte auch eine tolle Botschaft und wurde vorletzter.
Punkt für dich.
Zumindest wird es ziemlich spannend werden, es gibt keinen klaren Favoriten. Jury- und Televoting könnten ziemlich weit auseinander liegen.
Mal sehen was wird, meistens kommt es anders als man denkt.
Wenn ESC Punkteschema bei der Jury, dann sollte es auch das ESC Punkteschema beim Televote/Onlinevote geben.
Ist das so?
Ich kann das hier nirgends rauslesen
Es ist doch klar formuliert. Die Punkte des Televotings werden prozentuell verteilt, also anders als beim ESC.
Das schwedische Modell, das hier angewendet wird, soll ja auch bei 50/50 grundsätzlich das Zuschauervoting bevorzugen, dagegen ist ja nichts zu sagen.
Nur interessant, dass beim Melodifestivalen das „schwedische Modell“ gar nicht mehr benutzt wird. Hier gibt es mittlerweile analog zu 8 Länderjurys auch 8 Televoting-Altersgruppen (bzw. 7 App-Altersgruppen plus ein Televoting), die jeweils 0 bis 12 Punkte verteilen.
Das System ist wunderbar. Einerseits entmachtet es Power-Voting aber auch überrepräsentierte Altersgruppen.
Ich habe das mit dem Online-Voting noch nicht so ganz verstanden.
Findet das nur ausschließlich vor der Show statt oder auch während der Show, also gleichzeitig mit dem Televoting?
Gute Frage… Ich kann mir auf jeden Fall nicht vorstellen, dass die Möglichkeit des Online-Votings auch in der TV-Show beworben wird.
„…während der Show per Anruf und SMS…“
Alex hat sich in eurem Gespräch eigentlich klar geäußert. Sie sah das Onlinevoting ja vor allem als ein Marketing-Akt an, wo beispielsweise die Radiosender schon Tage vor dem VE zum Abstimmen aufrufen könnten. Im Grunde keine schlechte Idee, nur eben nicht durchdacht und geschichtlich auch dumm, denn man war ja froh mit dem Telefonvoting eine zumindest halbwegs sichere Sache zu haben, nachdem Fanclubs beim Abstimmen per Postkarte oft versuchten Einfluss zu gewinnen.
das Online Voting wird wohl vor der Show geschlossen sein. Die wollen ja mit den Televotes bissl Geld verdienen.
Soweit ich weiß darf der ÖRR mit Anrufen kein Geld verdienen. Deswegen ist es bei uns auch so günstig, während es in anderen Ländern viel mehr kostet.
Erstmal löblich den Kommentar so deutlich von den „Fakten“ zu trennen, ich nehme an, das ging vor allem an den NDR, damit dort das Problem erkannt wird. Aber ich denke, dort will man nun nicht mehr von dem Konzept abrücken, auch weil man denkt, dass man diesmal den Fans wirklich viel entgegen gekommen ist und dieses Jahr niemanden ausgeschlossen hat, selbst Ikke nicht.
Leider versucht man dann doch zuviel neues auf einmal. Man vergibt die Punkte beim Zuschauervoting nach dem Verhältnis und macht mit dem Onlinevoting ein neues Fass auf, die Aussage von Alex, dass alle Stimmen gleich zählen sollen, gilt immer noch. Vermutlich wird das schief gehen und der Hass der „ESC-Fans“ wird wieder auf den NDR niederprasseln.
Wie sich ein Ikke auf den nächsten ESC auswirklichen wird, werden wir sehen.
Ikke hat den VE noch nicht gewonnen. Es kann ja auch sein, das viele Rockfans ihre Stimmen an Lord of The Lost geben.
Was Ikke sein Vorteil sein könnte ist, dass es kein zweiten klaren Top-Favoriten gibt.
LOTL, Patty Gurdy, René Miller und auch Frida Gold … da werden sich die weiteren Televoting-Stimmen aufteilen.
Vergleichbar mit der VE Frankreich 2019 mit 8 Teilnehmern.
Bilal Hassani lag bei den Juries nur auf Rang 5 und niemand dachte, dass er noch gewinnt.
Er hatte dann aber 36% im Televoting, der Zweitplatzierte 15%, der Drittplatzierte 14,8% usw.
Und er gewann. Das gleiche könnte ich mir bei uns vorstellen.
LOTL hat hier bei der Esc Kompakt Unfrage 60 % _aller_ Stimmen bekommen. Viel mehr geht nicht. An zweiter Stelle lag Patty. Das mag nicht repräsentativ sein, aber wenn man sich die Views und Likes anschaut auf YT, dann liegen die vorn. LOTL hat halt auch eine Fanbase.
da war „the army of lords“ unterwegs und alle fahren jetzt 🚜.
Bei ESC Kompakt stimmen vlt 1000 – 2000 Leute ab. Bei der VE sind es dann 300.000 oder so. Die Hardcore Fans machen vlt 1- 2 % aus.
Aber du hast Recht, Mark. Wenn es jemand schaffen kann Ikke zu schlagen, dann wohl LOTL !
Es sind nicht mehr 17,5%, sondern 21,5% dadurch dass die 7 Punkte wegfallen.
hatten wir doch schon besprochen: wer als im Voting Erstplatzierte(r) 17,5% Vorsprung vor dem Zweitplatzierten hat, ist VE Sieger. Juryvoting egal.
Ab würde sagen einem Vorsprung von 12,5% könnte es, insbesondere bei einer uneinigen Jury, auch schon reichen trotz der wenigsten Jurypunkte durchzukommen.
Frage ist nun: haben wir es im diesjährigen 9er Feld mit einem gut ankommenden Line-Up zu tun, oder nicht. Sehe da bei einigen Acts grad im Online Voting ohne zusätzliche Promo kaum Chancen gegen bekannte Acts bestehen zu können. 3 Acts haben ja nichtmal eine Plattenfirma, die eventuelle Promo bezahlen und steuern könnte.
Ich finde das einzige Problem beim Online voting ist, dass man nicht auf Basis eines Live-Auftritts bewerten kann. Dass jemand ohne Ende zum Voten animieren kann ist sowohl beim Online voting als auch beim Televoting der Fall. Man muss jetzt aufpassen, dass man das Voting nicht derartig aufteilt nur um dieses mal einen Act zu verhindern.
was heisst denn ohne Ende? So ohne weiteres kann man da doch gar nicht mehrfach abstimmen. Selbst wenn man es könnte heisst das im übrigen noch lange nicht, dass sowas gezählt wird. Man kann zwar behaupten, dass es geht, aber nicht beweisen. Von daher erstmal Fake News.
Es war so gemeint, dass z.B. Ikke ne große Reichweite hat und mehr Leute zum Voten animieren kann als vielleicht weniger bekannte Acts. Daher das „jemand ohne Ende zum Voten animieren“.
tja das Line Up hat aber doch der NDR so bestimmt (bis auf Ikke, da ja nur nach dem Motto, „wenn ihr den haben wollt“). Bekannt gegen unbekannt ist halt so.
Wer unbekannt ist, der muss natürlich aktiver sein, als ein bekannter Act. (u.U. müsste sogar Geld in die Hand genommen werden).
Wer nach Liverpool will, muss wahrscheinlich Ikke schlagen oder ausreichend nah an sein Voting-Ergebnis rankommen.
Habe bislang nicht viel festgestellt, was entsprechende Ambitionen unterstützt. Was ich feststelle ist ziemliche Funkstille. Frida Gold haben zb erst vor einigen Wochen sich gemüssigt gefühlt ein Insta Account aufzumachen.
Vom 30.04. bis 05.05.23 wollen die ne Clubtour machen. Zu der Zeit müssten sie aber mein ich schon in Liverpool sein. Sieht iwie bissl nach halbherziger Bewerbung aus.
Ikke ist da im Vergleich auf seinem Insta aktiver und mit Witz unterwegs.
Wer inaktiv bleibt darf sich nicht wundern. Warum posten denn zb Frida Gold nicht jeden Tag 2mal? ICH weiss es nicht.
Das Problem ist, dass durch das Online-Voting Menschen zum Abstimmen motiviert werden können, die sich nicht mal den Titel von Ikke anhören, es aber irgendwie witzig finden, den zu schicken weil der ESC eh Scheiße ist. Wenn also die BILD oder RTL da einen großen Aufmacher haben, der sich nur auf Ikke bezieht, dann muss man nicht mal abends den VE schauen, sondern kann im Büro online abstimmen.
finde die Formulierung „Ergebnis könnte durch Online-Voting verzerrt werden“ für völlig unbelegt bzw ist so nicht richtig. Würde implizieren, dass, natürlich komplett ohne Beweise anbringen zu können, unterstellt wird, das Online-Voting würde ‚misbraucht‘ werden können.
Fakt ist: das Online Voting dauert nunmal volle 7 Tage, das Televoting nur wenige Minuten. Das Gesamtergebnis der insgesamt über beide Abstimmmöglichkeiten abgegebenen Stimmen ist keineswegs verzerrt, sondern wird eben das Ergebnis sein.
Genau das ist vom NDR so gewünscht.
Es kann einzig festgestellt werden, dass die NDR Leute vllt dem abstimmenden Publikum der Live Sendung ’nicht so ganz übern Weg traut‘ und somit die Live-Leistung zugunsten der Bewertung von Tonaufnahmen entwertet. Das ist keine Verzerrung, sondern wahrscheinlich genau so gewollt.
Kann aber auch sein, dass den NDR Leuten daran gelegen ist einfach eine höhere Beteilungszahl zu erlangen, egal wie.
Übrigens damals 2000, als Stefan Raab zum ESC nach Stockholm geschickt wurde gab es 1,6 Mio Televoter (damals Rekord). Das waren ca 20% bis 25% der damaligen Zuseher. Es gab später aber Jahre als die Abstimmquote sogar unter 10% fiel.
Wer im Online Voting was reissen will, sollte spätestens JETZT aktiv werden. Oder es wird halt geglaubt, dass Ikke beim Online Voting gar keinen Vorsprung rausholen wird. Dann wartet man halt untätig ab. Interessant bei LOTL ist ja, dass die anstatt jetzt endlich mal ne Live Version ihres VE Titels zu bringen, eine neue Single (Video) rausgebracht haben. Von allen anderen hört und sieht man kaum einen Piep.
Das Onlinevoting wird gemacht, um die Radiowellen einzubinden, die dann in der Woche vor dem Vorentscheid auf diesen hinweisen und optimalerweise auch den einen oder anderen Beitrag in diesem Zusammenhang spielen.
Sollen die Sender mal schön morgens auf dem Weg zur Arbeit, wenn sogar seine Fans nüchtern sind, Ikke Hüftgold spielen. Vielleicht bleibt er uns dann als Vertreter erspart.
@funicula
Jump hat letzte 7 Tage Rene Miller 5x gespielt, ein kleiner Schlagersender Ikke Hüftgold 3x, einmal wurde Trong in nem Sender gespielt.
Bin mal gespannt welcher Sender in der Online-Abstimmwoche welchen VE Song wie oft spielen wird. Tippe gerade da in dem Bereich auf Verzerrungen.
Die Songs sind eindeutig unterschiedlich geeignet für die Radioausstrahlung (je nach Musik-Programmausrichtung).
Wäre aber dann schon was unfair, wenn sie Ikke ‚rauslassen‘ würden, oder LOTL, deren Songs ja besonders untypisch für die reichweitenstarken Nicht-sparten Radiosender wären.
Es muss aber auch bedacht werden, dass egal wie Aufmerksamkeit für das Online Voting erzeugt wird das möglicherweise auch den Acts nutzen könnte, die ‚bekannt‘ sind.
Sowie ich es rauslese, wird das Online Voting vor der Show geschlossen werden. War es letztes Jahr nicht genauso?
Bitte, lieber NDR, überdenkt die Geschichte mit dem Vorab-Onlinevoting noch mal gründlich. Es ist nicht Sinn der Sache, einen Act nur anhand von Videos und Audio zu wählen, sondern es zählt das Gesamtpaket, was man ja vor der Show noch gar nicht beurteilen kann. So besteht die erhebliche Gefahr, dass ein Act mit der größten Fanbase gewählt wird, völlig unabhängig von Song und Liveperformance. Die Chance sind einfach nicht gleich verteilt. Es zählt ja letztendlich das Gesamtpaket.
Ihr habt dieses Jahr so gute Ansätze in der VE, macht sie bitte, bitte durch diese Regel nicht wieder kaputt!!!
👍👍👍 Es ist wirklich schade. Man hat sich so gefreut, dass der VE endlich mal divers ist, – und dann das. Vielleicht lernt NDR mal daraus. Dass sie lernfähig ist, hat man gesehen, aber leider hat er das mit dem online-Voting nicht zu Ende gedacht. 🙁
@Thomas O
ich wäre mir da nicht so sicher, dass oft wiederholte Hinweise auf das Online Voting eher den ‚unbekannten‘ Acts nutzen würde. Ich tippe da auf das genaue Gegenteil bzw wenigstens eine wenig spürbare Wirkung 🙂 (besonders bei den Leuten, die unentschlossen auf die Votingseite gehen).
Das online-voting vorab finde ich auch Käse.
Aber wenn die Radiostationen anständig Werbung in der Woche dafür machen fallen auch einzelne Fangruppen nicht so ins Gewicht wie bei der tiktok Abstimmung.
Mal sehen was wird, der Ablauf ist sicher schon fix und fertig eingetütet wenn es vom NDR jetzt so kommuniziert ist.
das ist keine ‚Gefahr‘, sondern es ist nunmal so. Wer bekannt ist hat Vorteile. War im Musikbiz schon immer so.
Wenn man keine anderen bekannten Acts haben will bzw nicht bekommt, dann muss man auf ‚unbekannte‘ Acts ausweichen. LOTL kann man da was rausnehmen, da die ja schon einen gewissen Bekanntheitsgrad haben. Ansonsten kennt ja im Grunde ’niemand‘ die Leute die da antreten (bis auf Frida Gold, aber ist laaang her).
als ob zb annodazumal Stefan Raab gewonnen hätte, weil er unbekannt war…
@Gaby
Ich habe vor zwei Wochen dem NDR geschrieben. Und genau dieses Thema geschildert. Heute kam die Antwort ohne auf meine geäußerten Bedenken einzugehen. Es wurde nur geschrieben das das Voting jetzt wie es durchgeführt wird veröffentlicht wurde. Du hast recht, die guten Ansätze können jetzt durch ein unsinniges Voting zunichte gemacht werden.
Es wäre so einfach. Jury und parallel in der Sendung 15 Minuten Anrufe/SMS und fertig.
Es wird so kommen. Es kam bisher immer so, dass der NDR sich seine guten Ansätze immer wieder selbst durch dumme (!!!) Ideen selbst kaputt gemacht hat. Es war 2004 so, es war 2013 so, jetzt ist es 2023 so weit. Es ist zum Heulen!
Ich gehe jedenfalls fest davon aus und erwarte gar nichts. Online-Voting! Sowas Beknacktes, ganz ehrlich.
Na ja, 2004 hielt sich der Schaden durch Max Mutzkes 8. Platz allerdings in Grenzen. Möglich, dass Scooter noch besser abgeschnitten hätte, aber man weiß es nicht sicher.
Was 2013 kaputt gemacht wurde, verstehe ich nicht. Mit reinem Televoting wäre Cascada gefahren, ohne die Jury wäre Cascada auch gefahren (12 im Televoting hätte mehr gezählt als 12 im Radio-Voting), ohne das Radiovoting sowieso. Oder war der Fehler, sie überhaupt zum Vorentscheid zuzulassen? Das könnte sich natürlich dieses Jahr wiederholen.
Ich schreibe meinen Kommentar einfach nochmal.
Am liebsten möchte ich dieses geplante Voting ignorieren. Ich fürchte weiterhin ein Debakel. 408 Punkte werden je Jurypart vergeben. 8 Punkte hatte Ikke also mindestens auf dem Konto. Es wird sicher kein Song von allen Jurys 12 Punkte bekommen. Somit liegt die Führung vielleicht bei 60 bis 70 Punkten.
Dann werden 408 Punkte anteilig der Prozente des Online/SMS/Telefon vergeben. Somit hätte ein Song mit 30% schon 120 Punkt…merkt Ihr was ….Das Publikumsvoting kann alles über den Haufen schmeißen….also hoffen wir auf enge und ausgeglichene Votings.
Es ist alles nur Spekulation zu diesem Zeitpunkt. Es ist Stand jetzt nicht ausgemacht das Ikke Hüftgold das Televoting gewinnt. Ich möchte ihn nicht für den ESC, aber sollte es dann doch so kommen, dann ist das zwar für das deutsche Ergebniss in Liverpool fatal, aber dann dreht sich die Welt trotzdem weiter. Hoffen wir doch einfach mal nur das Beste.
Und wenn wir uns alle einig sind, das wir Hüftgold nicht wollen, dann votet doch einfach dann, wenn das Online-Voting möglich so oft wie möglich für euren Favoriten. Und ruft dann bei der VE für den Act an den ihr am besten fandet an. So oft wie möglich. Denn je mehr anrufen um so besser ist das für den Act, den man mag.
„Und wenn wir uns alle einig sind, das wir Hüftgold nicht wollen, dann votet doch einfach dann, wenn das Online-Voting möglich so oft wie möglich für euren Favoriten.“
Es wird ja nichts anderes übrig bleiben, obwohl ich mir, ehrlich gesagt, bei einigen Acts, die ich eigentlich gerne mag, unsicher bin, ob sie es live wirklich so gut hinbekommen. Es sind also schon Bedenken dabei, da man ja eigentlich „die Katze im Sack kauft“.
Oh Mann. Letztes Jahr setzte man sich hier im Blog für einen Act ein, der eine riesige Reichweite hatte.
Dieses Jahr wird das Reichweitenprinzip hier von der Mehrheit der Kommentatoren abgelehnt 😳. Kann mir das mal einer erklären. 🙄
Der ESC sollte doch bestenfalls ein Song Wettbewerb sein und kein Fanbase Wettbewerb.
Außerdem muss man sehen, dass Electric Callboy eben auch international eine gewisse Reichweite hatten. Ikke Hüftgold ist außer im DACH-Raum ja nur auf Mallorca bekannt – und da vermutlich eher aus den falschen Gründen.
Kann ich dir erklären: Es kommt eben ganz auf den Song an und dessen internationale Tauglichkeit. Ikke Hüftgold hat eine große Fanbase. Aber eben nur in Deutschland. Bringt ihm beim Vorentscheid extrem viel, international aber gar nichts. Electric Callboy haben auch eine große Fanbase. Diese ist aber bei weitem nicht nur auf Deutschland beschränkt. Das ist ein Act der auch international absolut ankommt. Das bestätigt sich ja teilweise auch dadurch dass auch beim finnischen Vorentscheid schon Käärija mit Electric Callboy verglichen werden. Natürlich kommt ein Act mit großer Fanbase die auch international funktioniert für den ESC eher infrage als ein Act mit großer Fanbase die rein auf Deutschland beschränkt ist
Es geht mir noch gar nicht mal um Ikke Hüftgold. Ich stehe zwar allgemein nicht so auf Ballermann-Mucke, aber auch da gibt es wohl qualitative Unterschiede.
Angeblich soll er ja von „Lied mit gutem Text“ selbst nicht so überzeugt sein. Kann man mir mal erklären, warum er sich dann diesen Song ausgesucht hat? Was für einen Sinn sollte es haben, außer auf sich aufmerksam zu machen???
Also sollte es so kommen, dass Ikke erster bei den Zuschauern ist aber letzter bei den Juries, bekommen wir wahrscheinlich Rene Miller, Will Church oder Anica Russo, die ich normalerweise eher im Mittelfeld bei beiden Juries sehe.
Das würde funktionieren wenn beide Blöcke im ESC Voting Schema laufen….1 Punkt bis 12 Punkte.
Anica Russo.😍
Das Online-Voting im Vorfeld ist schlicht weg Mist. Das verzerrt das Voting. Man sollte, wenn es nach mir ginge, erst entscheiden können, wenn sich alle Acts in der Show präsentiert haben. Das ist auch nur fair.
So wird es zumindest beim Online-Voting mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu kommen, dass fast nur noch für LOTL und Icke gevotet wird. Ersteres um Icke zu verhindern. Die anderen Künstler können im Prinzip schon einpacken, was das Zuschauer Voting angeht. Außer vielleicht Patty. Ich sage voraus, die wird dritte, danach kommt Frida Gold.
Gut, eine unbekannte Größe sind die Jurys.
Es wird daher etwas spannend bleiben.
Bei dem System ist das Ding natürlich für Ikke schon durch. Muss sich keiner was vormachen.
Können wir es nicht einfach hinter uns bringen oder, noch besser, die ganze Farce einfach abblasen und jemanden intern nominieren? Mit diesem ganzen TikTok- und Online-Unsinn ist mir schon wieder komplett die Lust vergangen. Für den ESC braucht man nichts, was als Audiotrack funktioniert oder bereits im Vorfeld eine große Fanbase hat. Man braucht auch nichts, das als TikTok-Schnipsel funktioniert, und ebenso is von Schönhörmaterial nachdrücklich abzuraten. Für den ESC braucht man ein dreiminütiges Paket oder Gesamtkunstwerk, das bei der ersten Begegnung zündet. Sonst fällt man beim Televoting gnadenlos durch. Mein Gott, es kann doch nicht so schwer sein, das zu begreifen …
Nein, deswegen alles abzublasen, nur weil es dir nicht gefällt ist Schwachsinn. Mit internen Nominierungen ist Deutschland selten bis gar nicht erfolgreich gewesen werden. Dann lieber ein Vorentscheid. Das ist die sauberste Lösung. Nur wenn ein Act für Deutschland aus einem Vorentscheid hervorgegangen ist, war man überhaupt halbwegs erfolgreich.
Ich bin nicht dafür alles abzublasen, weil es mir nicht gefällt, sondern weil ich befürchte, dass wir erneut auf eine Katastrophe zusteuern. Vielleicht hast Du meinen Kommentar nicht bis zum Ende gelesen …
Anstatt das Televoting prozentual zu verteilen, könnte man sich doch von den französischen oder spanischen VEs inspirieren lassen: 96, 80, 64, 48, 40, 32, 24, 16 und 8 Punkte, genau wie die möglichen Jurypunkte. Et voilà sind die 21,5% irrelevant 😉 Das wären dann nur 16 Punkte Abstand statt unbegrenzt.
Bei der französischen VE wurde es bisher immer genauso gemacht, wie es der NDR nun auch macht….
Nein, dieses System mit den fixen Televoting-Punkten wurde in Frankreich sowohl in 2021 als auch 2022 angewandt. Nur 2019 wurde prozentual verteilt, nur deshalb hat Bilal gewonnen.
Für mich kann nur Ikke der Sieger des Vorentscheids in Deutschland sein. Nur dieser Titel entspricht dem offensichtlich so schlechten Musikgeschmack der Deutschen. Wohl einmalig in Europa, wenn nicht sogar in der Welt. Mit Ikke ist dieses Jahr die Krönung gelungen: Name und Musik passen schon zusammen und das etwas „schmuddelige“ Auftreten ergänzen sich ideal.
Vielleicht bekommen wir aus Spanien sogar ein paar Punkte und zwar in Vorfreude auf die demnächst wieder einfallenden Deutschen Urlauber, die ihnen zu dieser Musik dann wieder die Promenaden „vollgöbeln“.
Die hatten wahrscheinlich nie einen Ikke dabei 🤣🙈
Auf jeden Fall war es die blödeste Idee vom NDR Ikke überhaupt zu nominieren. Konnten die sich nicht ausrechnen, was passiert? Also eines ist mal klar: gewinnt Ikke, ist riesiger Shitstorm angesagt. Wenn sie schon Ikke nominieren, dann bitte auch gerechterweise 8 andere Acts, die auch eine große Fanbase haben. Dass David gegen Goliat gewinnt, ist nämlich nahezu ausgeschlossen.
Angeblich sollen es ja Musikexperten gewesen sein, die die 6 Tik-Tok-Acts ausgesucht haben. Da stellt sich mir die Frage, wieviel Promille Alkohol im Blut muss man als Experte haben, um Ikke Hüftgold für ein solche Voting zuzulassen? Oder ihn als aussichtsreichen Kandidaten für den ESC anzusehen? So besoffen kann man eigentlich gar nicht sein.
mauve, das wird schon eine Reaktion auf 2022 gewesen sein, wo man dem NDR ja eine Bevormundung vorgeworfen hat. Nun entscheidte also alleinig das Publikum, auch mit dem möglichen Ergebnis, dass uns der Gewinner nicht gefällt. Das kann man dem NDR also nicht vorwerfen, ob Onlinevoting Sinn macht schon
@Organic Banana Natürlich hast du recht, dass man in erster Linie die Idee des Online-Votings hinterfragen sollte. Denn da beginnt ja leider das eigentliche Problem.
Wozu sind die internationalen Jurys eigentlich gut? Bringt es das denn überhaupt? Wie seht ihr das?
Aber mal egal wie es ausgehen wird, vielleicht ist die hysterische Sorge hier ja auch unberechtigt. Aber bin ich der Einzige hier, der dieses Betteln und Flehen an den NDR, er möge es doch bitte anders machen, ein wenig arg peinlich findet?
Da hast du tatsächlich nicht unrecht. Ich verfalle auch gerne ins Jammern…
Das ist so ein europäischer Virus der seinen Ursprung meine ich in Schweden hatte. Irgendwelche ernannten Experten aus verschiedenen Ländern dürfen mitspielen. Gefühlt sind WiWi Blogger immer dabei. Da können wir auch zum früheren ESC Modus 10 Juroren pro Land zurück kehren. Die Auswahl war bis auf die Altersverteilung immer ein Mysterium.
Da fand ich die 100 Köpfige ESC Fan Jury viel zielführender…
Sorry, aber das ist doch alles Kaffeesatzleserei. Solange nicht klar ist, WIE das Online-Voting überhaupt durchgeführt wird, kann man auch keine Prognosen über mögliche Beteiligung und Auswirkung treffen. Einfach mal beispielhaft zwei übertriebene Szenarien:
1) Um für völlige Sicherheit zu sorgen, muss man sich auf einem zentralen Portal registrieren lassen und dabei die Rundfunkgebührennummer (oder wie sie auch heißt) mit angeben. Eine Stimme je Haushalt möglich. Sicheres Verfahren, kein Powervoting möglich – der Datenschutzbeauftragte wird den NDR später verklagen und die ESC-Redaktion feuern lassen, aber man kann ja nicht alles haben. Etwas Verlust ist immer.
2) Das Voten wird besonders einfach gemacht über jeden beteiligten Sender ohne Abgleich, deutsche IP reicht. Plötzlich kann also jeder mit VPN so oft mitstimmen, wie er mag. Daraufhin machen amerikanische LotL-Fans eine große Party mit 40.000 Leuten, jeder stimmt 100 Mal ab und LotL hat 4 Mio Online-Stimmen. Wo bleibt dann Ikke?
Wie gesagt, beides völlig überzogen, aber irgendwie lustig und zeigt die Bandbreite der Möglichkeiten, finde ich …
@togravus ceterum ceterum: Ich mag den Ikke Hüftgold auch nicht und ich finde ihn absolut peinlich für den ESC. Aber von Katastrofe zu sprechen angesichts eines Ukrainekrieges und eines Erdbeben in Türkei und Syrien mit 10 Tausende von Toten, finde ich arg übertrieben. Sollte jemand anderes als Ikke Hüftgold gewinnen, am besten Patty Gurdy oder Lord of The Lost, bin ich superglücklich, sollte Ikke Hüftgold gewinnen, dann passt mir das zwar überhaupt nicht, aber dann dreht sich die Welt auch weiter. Nur das man dann kein gutes Ergebnis erwarten sollte.
Ich finde das Votingsystem ziemlich gut. Ich freue mich schon drauf.
Ach, du kennst das schon? Dann kläre uns doch mal auf… 😉
Eigentlich steht es schon ziemlich genau fest. Wo will man denn da noch große Unklarheiten erkennen?
Das Votingsystem wird doch oben im Artikel erklärt. Und das hört sich sehr vielversprechend an. Das meinte ich damit.
Ich find es grundsätzlich auch immer gut, wenn das Ergebnis bis zum Schluss offen ist.
Was für einen Sinn hat das Onlinevoting? Ich kann keinen herausfinden. Wie kann man nur über die Acts vorab online abstimmen lassen, wo man noch gar nicht deren Liveauftritte kennt. Wie war das noch letztes Jahr mit der singenden Nachtigall, deren Name ich vergessen habe und die selbst den Text vergessen hat.
Jedenfalls werden durch dieses Online Ding Ikke und LotL stark profitieren. Beide haben sicherlich hinter sich eine starke Lobby vereint.
Warum hier nun viele in eine Ikke Panik verfallen, erschließt sich mir nicht. Sollte Ikke wirklich gewinnen, dann wird das jedenfalls beim Televoting Punkte geben. Es gibt genug Beispiele der Vergangenheit, wo solche Acts beim ESC abgeräumt haben.
Jendrik war mit seiner Spaßnummer beim Televoting echt stark…
Jendrik war keine Spassnummer… eigentlich weiß keiner genau, was dieser „Beitrag“ überhaupt war…. aber eines war er sicher: unfreiwillig komisch und ungewollt peinlich bis zum geht nicht mehr.
Das könnte bei Ikke genauso sein.
Kommt halt auf die Performance an. Wäre nicht das erste Mal, dass das die Achillesferse des deutschen Beitrages wäre. Gerade bei dem Genre kann das sehr schnell passieren. Und dann wären wir bei Jendrik 2.0 (wobei ich beide Beiträge mag) ^^
😂 ich fand’s ganz furchtbar. Wie konnte das passieren?
Na, der große Unterschied zu Ikke und Jendrik ist, das Ikke vollkommen freiwillig komisch und vollkommen gewollt peinlich ist.
Jendrik war mutig weil anders ohne dass er zur „Spaß“nummer wurde. iCh fand ihn gut. Peinlich war eher die Reaktion der Bubble hier, die ja immer was Außergewöhnliches forderte und dann doch nicht mochte.
Ich „oute“ mich jetzt mal auch, dass ich Jendrik gar nicht so schlecht fand. Sein Son hatte ne gute Message, für sein Video hat er sich richtig reingehangen, und die Melodie ging mir gut ins Ohr. Ikkes Lied dagegen ist WIRKLICH peinlich. Er selbst selbst noch nicht einmal hinter seinem eigenen Lied – was will er da beim ESC???
Das mit dem „gewollt und freiwllig komisch und peinlich“ passt da auf beide Künstler. Der einzige Unterschied, den ich sehe ist, dass Ikke das schon wesentlich länger macht als Jendrik.
Muss auch zugeben, dass ich Hendriks Song mochte, es hätte auch was Gutes entstehen können, aber die Inszenierung wurde leider total versemmelt. Aber den Song fand ich schon cool, kann ich leider von „Lied mit gutem Text“ nicht behaupten. Das repräsentiert einfach nur auf peinlichste Weise den biertrinkenden grölenden Malle-Deutschen (so wie viele im Ausland uns wahrscheinlich auch wahrnehmen). Ein Offenbarungseid.
Absolut. Habe zufälligerweise bei Youtube seinen Auftritt die Tage nochmals gesehen. Deine Beschreibung ist sehr zutreffend. Es hat auch etwas von Schulabschlussball. Die Schüler der Klasse 12b haben sich eine schöne Überraschung ausgedacht für unser Fest ! 🫣
Schön wie Einige hier schon wissen wie es ausgeht 😉 und Meistens kommt es dann doch anders als wir denken ….. und das ist auch gut so – sollte Ikke gewinnen – haben die Zuschauer es halt so verdient – Egal – Letzter werden wir mit dem Titel auch nicht werden und ich freu mich weiter auf die Auftritte im März und bleibe da gelassen . Glaube eher wir werden da eine Überraschung erleben – wie in anderen Ländern ja grad auch – der ESC stellt sich dieses Jahr wohl total anders dar und ist unberechenbarer geworden – eben nicht wie die Bubble es erwartet. Das macht es für mich wieder spannender
Wie man es dreht und wendet, ganz optimal ist das diesjährige System nicht, und es droht (aus ESC-Fan-Sicht) eine sehr unzufriedenstellende Lösung. Das heißt aber nicht, dass ich das alles dem NDR böse ankreiden wollen würde. (Fast!!) im Gegenteil.
Die internationalen Jurys mit reinzunehmen und diese so zu gestalten wie beim ESC selbst (nur in geringerer Anzahl) finde ich super. Und obwohl es für ein erfolgversprechendes Resultat dieses Jahr vllt. nicht unbedingt förderlich ist, verstehe ich es auch, ein Onlinevoting, welches (wenn ich das richtig verstanden habe) über die Radiosender läuft, zu veranstalten und so die Kooperation und ggf. die Promotion wie letztes Jahr aufrecht zu erhalten. Ich denke schon, dass das wie letztes Jahr zumindest in der breiten Masse die Unterstützung für den deutschen Act erhöhen und damit ggf. Interesse am ESC wecken kann (auch wenn es zumindest letztes Jahr nicht zu erhöhtem Interesse an der Vorentscheidung selbst beigetragen hat). So oder so wird aber damit für zukünftige Jahre die Teilnahme für Künstler hoffentlich attraktiver.
Dass man die Zuschauerpunkte prozentual verteilt hat natürlich Schwachstellen, ich finde es aber insgesamt eigentlich besser so, da es (wenn es nicht gerade Scherzvotes oder Fanbase-überrollen eines bekannten Acts wäre (was so ja nicht unbedingt bewiesen werden kann) schon ein Geschmäckle hätte wenn es passiert wie bei BenFest 2022, wo 70% im Voting nur 5 Punkte mehr ausgemacht hat als 13% der Zweitplatzierten, da es feste Punkte waren. Wie diese 70% zustandegekommen sind, ob jetzt wirklich das ganze Baskenland spamvotes verteilt hat etc., sollte dabei ja eigentlich fast egal sein, denn 70% sind 70% und das sollte man nicht einfach umgehen. Und leider trifft dies dann auch auf Ikke zu, sollte (!) er wirklich das diesjährige Feld komplett überrollen.
Auch das TikTok Voting war eigentlich nicht dumm. Wenn doch nur die Reichweiten nicht wären … 😅 damit kommen wir zum diesjährig größten Problem: Ikke Hüftgold und seine mutmaßlich auch im Online- und Televote starke Followerschaft. Ich sage mutmaßlich, da ich mir selber durchaus gar nicht so sicher bin, dass er da so stark triumphieren wird. Die Gefahr besteht aber.
Der Vorentscheid sollte nicht zum Reichweiten-Wettbewerb werden, aber wie einige hier auch schon schrieben, lässt sich das nicht mal eben so verhindern. Das einzige, was ich mir halbwegs vorstellen könnte, wäre es zu machen wie in Malta und sämtliche Promo den Künstlern zu untersagen und zur Not auch die größten Favoriten rauszuschmeißen, wenn diese dich daran nicht halten. Aber davon halte ich im Endeffekt nichts und finde es auch den Künstlern gegenüber unfair. Bekannte Künstler deswegen nicht zuzulassen geht aber auch nicht, von daher finde ich es schwierig, dem NDR das im Endeffekt anzukreiden. Was ich mir noch vorstellen könnte, wäre alle Künstler gleichermaßen und stark zu bewerben im Vorfeld, indem man sie in ÖR Radio- und Fernsehsendungen einbringt, um eventuelle Eigenwerbung bekannter Acts oder von deren Labels etwas weniger ins Gewicht fallen zu lassen.
Es scheint mir aber so zu sein, dass das ESC-Team nicht genug Gewicht in der internen Rangfolge besitzt, um das mal eben durchzudrücken. Und der ESC hat auch nicht unbedingt den Ruf, viel Interesse außerhalb des Finalabends zu wecken. Sonst hätte A. W. auch letztes Jahr nicht gefühlt ihre beiden Nieren an die Radios verkaufen müssen, damit die VE-Lieder dort gespielt werden.
Es bleibt im Endeffekt eine an sich relativ gut durchdachte Votingsituation, deren Schwachstellen natürlich doof sind, aber auch schwer mit den aktuellen Mitteln auszumerzen sind. Es bleibt nur, zu hoffen, dass es nicht zu einem Sieg von Ikke durch Fanbase kommt, sich einer der Beiträge mit den besten Aussichten qualifiziert, gut abschneidet und dadurch den ersten Schritt zum Wiederaufkommen der ESC-Begeisterung sowohl bei Künstlern, den NDR-Bossen und der allg. Bevölkerung kommt. Wenn sich das dann die kommenden Jahre so weiterentwickeln würde, denke ich, dass auch das Budget nach und nach angehoben wird, die Schwelle für die Promotion der Künstler innerhalb der ÖR sinkt und mehr Gestaltungsfreiheit bei Wolfslast und Co. liegt, welches sie dann hoffentlich weise nutzen und ein gutes Verfahren langfristig etablieren. Das ist aber alles sehr fraglich und die allergrößten Hoffnungen mache ich mir derzeit nicht. Dennoch sehe ich die Entwicklung des NDR-Konzepts dieses Jahr als positiv an, auch wenn mir böses schwant, obwohl die Kritik hier auch durchaus berechtigt ist.
😅 die Kinder haben sich ganz viel Mühe gegeben. Prima. Weiter so.
Man noch eine Frage in die Runde:
Können an der Onlineabstimmung auch ESC Fans aus dem Ausland mitmachen?
Wenn ja, wäre das vl eher ein Nachteil für Ikke
Natürlich gewinnt ein Act auch durch seine Fan-Base. Das war doch beim ESC immer so – und wie sollte es auch anders sein? Nur, bedeutet Fan-Base halt auch nicht immer ESC-Community-Fan-Base… Einige tun hier so, als ob ihnen der ESC alleine gehört und nur sie die „echten“ Fans sind. Alles was darüber hinaus geht ist dann falsch, „zerstört den ESC“ und „hat beim ESC nichts zu suchen“. Eine doch eher sehr eingeschränkte Sichtweise.
Ganz meine Meinung.und ich bin bestimmt kein Ikke.Fan. Leider gibt es aber auf der anderen Seite keinen Act, für den ich bedingungslos schwärme (wie etwa für Spanien). OK, eine schlechte Wahl wären LofL sicherlich nicht.
Viel wird davon abhängen, wie oft man über welchen Kanal abstimmen darf. Televoting ist in der Regel 20 mal pro Anschluss. Wie oft wird das Online-Voting sein? Eine Stimme pro Person? Eine pro Person pro Tag wie beim TikTok-Voting? Das ist auch noch eine Stellschraube, um an der Gewichtung Online vs. Televote zu drehen.
Kann gut sein, dass am Ende gilt:
Onlinevoting = größere Reichweite, dafür weniger Stimmen pro Person
Televoting = geringere Reichweite an einem Freitag Spätabend, dafür mehr Stimmen pro Person
Also ich find das Votingsystem erstmal ganz gut. Die Frage ist nur, ob der Gewinner der Jurywertung dann die Punkte bekommt (also z.B. 127 Punkte) oder ob der Sieger der Jurywertung dann 12 Punkte bekommt, Platz 2 10 etc. Also es maximal 24 Punkte insgesamt gibt, wie es z.B. in Litauen gemacht wird und bei Gleichstand das Publikum entscheidet. Das finde ich eigentlich immer schlau.
Bei den Jurys fehlt einfach der Balkan. Zu westlich gedacht. Und ich hoffe es sind nicht so Witzjuroren wie dem Sieg der S!sters. Was war das für ne Farce.
Zum Onlinevoting: Würde ich eigentlich skippen. Bringt in meinen Augen keinen Mehrwert. Hat aber z.B. damals beim Sieg von Cascada.beim VE auch nichts verändert (da gabs das krasse Voting für LaBrassBanda).
Und ich teile nicht, dass Ikke favorisiert ist. Geht von LOTL aus als Favoriten. Gefolgt von Patty, Ikke und Frida.
Wie kommst du auf Frida Gold? Ich habe mir heute morgen mal die Aufrufzahlen bei Youtube und Spotify angeschaut und addiert. Da lag Frida Gold mit rund 122.000 Aufrufen sehr deutlich auf dem letzten Platz – z.B. 300k Aufrufe hinter Rene Miller, der auf Platz 4 lag (Platz 1 war LotL mit über 1 Mio, dahinter Patty mit 856k und dann Ikke mit knapp unter 600k) . Spricht nicht gerade für viel Interesse, auch wenn man die Zahlen nicht überbewerten sollte – aber hey, andere machen auch gerne Zahlenspielereien… 😀
127 Punkte geht gar nicht, bei den Juries ist 96 das Maximum 😀
Der NDR würde sich damit alles was er sich in dieser Saison aufgebaut hat mit seinem hintern wieder einreißen und die Fans gegen sich aufbringen. Offensichtlich ist deren Mühe und Energie in die Auswahl der Teilnehmer geflossen und der Rest wurde wieder lieblos und nicht durchdacht hingeklatscht.
Gut, dass immerhin die 7 weggelassen wird statt die 1. Dennoch verstehe ich nicht, warum bei 9 Teilnehmern die Bottom 3 immer noch mitgeschleift werden muss. Beim ESC bekommen 10 von 26 Beiträgen Punkte. Ein System in dieser Art wäre meiner Meinung nach viel besser (12, 10, 8, 5, 2, 0, 0, 0, 0).
Stand jetzt gewinnt der Beitrag mit der penetrantesten Fanbase das Televoting. Hoffen wir mal, dass die Lord wenigstens einen guten 2. Platz machen. Wobei: Ist das mit dem ARD-Publikum überhaupt machbar? Oder wählen die nicht eher René Miller? Haben wir dann am Ende 3 Beiträge auf Platz 2 und Ikke fliegt fröhlich davon?
Und an alle, die meinen „man kann das ja noch gar nicht wissen.“ Doch, kann man, wenn man sich mit den Hintergründen des Abstimmungsverfahren und dem Verhalten befasst. Letztes Jahr hat es auch viel Kritik im Vorfeld gegeben, die letztendlich eingetroffen ist (das gleiche Abstimmen der Radios und Team Liebes sehr gutes Abschneiden im Televote). Und hinterher hieß es „ja das war ja auch klar“, obwohl man im Vorfeld das noch abgestritten. An genau dieser Stelle waren wir vor einem Jahr schon einmal, nur dass wir letztes Jahr mit einem blauen Auge davon gekommen sind (was trotzdem den letzten Platz einbrachte).
Viele Länder haben erkannt, dass prozentuale Televotings Probleme mit sich bringen und deshalb gibt es verschiedene Ansätze, das anzugehen. Deutschland geht in die andere Richtung und öffnet dem alle Türen. Selbst beim JESC haben sie das eingesehen und bearbeiten das Online-Voting entsprechend.
Ich sehe das Onlinevoting auch sehr kritisch, weil es nunmal bei einem VE um das Gesamtpaket geht und nicht nur um eine Audioversion. Um das alles genau einzuschätzen, müsste man aber die technischen Details kennen, von daher warte ich nochmal ab.
Das Fanbase-Argument halte ich allerdings so nicht für sinnvoll. Diese Effekte können beim SMS- und Televoting ganz genau so auftreten, zumal zu dieser Uhrzeit bei geringerer Zuschauerzahl. Das ist halt bei so unterschiedlicher Bekanntheit der einzelnen Teilnehmer unvermeidlich.
Was die Verrechnung angeht: Echte Gleichwertigkeit der beiden Komponenten erreicht man im Prinzip nur, wenn man beide in ein einheitliches System umrechnet (bspw. von 1-12, wie in Litauen). Mit Prozentzahlen entscheidet bei großen Abständen immer das Televoting und bei kleinen meistens die Jury (wie in Schweden 2017 und 2018) und mit festen Abständen im Televoting ist ebenfalls die Jury im Vorteil (siehe Benidorm letztes Jahr). Ist aber natürlich auch eine schwierige Entscheidung für die Verantwortlichen, weil man das Ergebnis ja nicht vorher kennen kann.
Kleines Schmankerl: eurovision.de hat die Seite https://www.eurovision.de/news/Fragen-und-Antworten-zum-ESC-Vorentscheid-Unser-Lied-fuer-Liverpool,faq234.html eben aktualisiert. Die Hauptänderung zum Thema Online-Voting, soweit ich das sehen kann sieht so aus: Der Satz „Weitere Informationen zum Online-Voting folgen in Kürze.“ wurde gestrichen. Na dann … 😛
Vielleicht gibts ja dann morgen endlich mal Infos wie das Onlinevoting von Statten gehen soll. Dann kann man ja dann einen neuen Shitstorm starten 😂. Witzig find ich ja die Antwort auf die FAQ Wer das letzte Wort hat bei der Entscheidung wer zum ESC fährt…
Die Frage lautet wer das letzte Wort bei der Entscheidung hatte, welche Songs zum Vorentscheid zugelassen wurden. Nicht wer zum ESC fährt.
Ich finde das mit der großen Fanbase in Deutschland in Bezug auf Ikke im Vergleich zu anderen Acts gar nicht so schlimm wie manch anderer hier. In anderen VE gibt es auch immer Acts, die bekannter sind als andere. Das bedeutet ja nicht, dass die dann auch gewinnen.
Bei uns wird es aber meiner Meinung nach zum Problem: Denn durch das Votingverfahren mit dem Online-Voting hat derjenige mit der größten Fanbase in D nunmal eindeutige Vorteile. Und da kann man dann in meinen Augen auch von Wettbewerbsverzerrung sprechen. Es sagt ja niemand, dass diese Fans dann auch alle brav abstimmen werden, aber die Möglichkeit ist gegeben.
Ich habe mich mittlerweile schon damit abgefunden, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit auf Ikke hinauslaufen wird. Natürlich stirbt die Hoffnung zuletzt, aber das Online-Voting spielt Ikke letztendlich in die Karten. Da muss man sich nichts vormachen. Letztes Jahr hätte ich das wahrscheinlich auch gar nicht so schlimm gefunden, denn es wäre im Vergleich zu den anderen langweiligen Acts irgendwie ja auch ein bisschen erfrischend gewesen, aber der VE in diesem Jahr hat nunmal mehr zu bieten, weshalb es eine verschwendete Möglichkeit wäre.
Aber mal sehen, noch ist der genaue Ablauf des Online-Votings soweit ich das gesehen habe ja nicht festgelegt. Wäre schön, wenn der NDR sich da nochmal Gedanken machen würde, aber ich glaube nicht daran.
Für mich ganz einfach:
Prozentuale Stimmanteile aus dem Online-Voting zu 1/3, Televoting zu 2/3 werten.
Das wäre fair.
Es sind noch 15 Tage.
15 Tage, die man nutzen kann.
Sowohl von den Künstlern als auch vom NDR.
Wer keine PR in eigener Sache macht, ist halt selber Schuld.
15 Tage sollten auch reichen, das Bewertungssystem entsprechend abzupassen, damit auch ja das richtige Lied gewinnt.
Alternativ kann ja auch Barbara S. am Ende irgendeinen Sieger verkünden, das gab‘s auch schon mal.
Der NDR ist mit dem Verbocken in diesem Jahr noch nicht am Ende.
Ich habe da ein ziemlich komisches Bauchgefühl, was das Online-Voting betrifft. Ich befürchte – und das ist nicht so fies meint wie es klingt – dass die Ikke-Fans mächtig die Mäuse glühen lassen werden. Ikke ist eine coole Socke und er könnte uns eines Tages gut vertreten aber bitte nicht mit diesem Song.
Da bei den internationalen Juries Finnland genannt wird: es gibt einen neuen Song von Cyan Kicks, die letztes Jahr am UMK teilnahmen und der heißt „Into you“: