Vertritt Tom Leeb Frankreich beim Eurovision Song Contest in Rotterdam?

Er soll den ESC wieder nach Frankreich bringen: Tom Leeb.

Nachdem wir bereits darüber berichteten, dass der französische Rundfunk France 2 die Vorentscheidung „Destination Eurovision“ möglicherweise nicht fortsetzen wird, soll nun eine interne Entscheidung getroffen worden sein. Laut der französischen Zeitung Le Parisien wird Tom Leeb Frankreich beim Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam vertreten.

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Nachdem erstmals auch ausländische Kompositionen in den Auswahlprozess eingebunden wurden, hat der französische Rundfunk sich wohl intern aus hunderten von Einreichungen für Tom Leeb entschieden. Tom Leeb ist der Sohn von Michel Leeb, einem bekannten französischen Komiker, der übrigens in Köln geboren wurde.

Als offen ausgegebenes Ziel will Frankreich in diesem Jahr eine Platzierung unter den ersten Fünf erreichen. Nachdem Amir 2016 mit „J’ai cherché“ auf dem 6. Platz knapp daran gescheitert ist, soll es nun also mit Tom Leeb klappen.

Stilistisch fällt bei ihm vor allem seine Akustikgitarre auf, die in den auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichten zahlreichen Akustikvideos hervorsticht. Sein Debütalbum „Recollection“ ist im September vergangenen Jahres erschienen. Seine Musikrichtung lässt sich im Bereich Pop-Folk verorten, gleichermaßen sind aber auch andere Einflüsse, beispielsweise aus dem Rock-Genre, zu finden.

Zuletzt begleitete er zudem die Sänger Tom Jones („Sex Bomb“) sowie Sting. Als Kind war er durch Songs von Frank Sinatra oder Nat King Cole geprägt worden, bevor er sich selbst in New York das Gitarrenspielen beibrachte. Als weitere Inspirationen nennt er Ben Howard, Matt Corby, Bon Iver oder John Mayer.

Durch die Bekanntheit seines Vaters in der Comedyszene hat er bei seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahr 2014 ebenfalls in diesem Genre mitgewirkt und dann auch in einem eigenen Stück namens „Kevin und Tom“ mit dem Comedian Kevin Levy. Zuletzt war er im Stück „Edmond“ zu sehen, welches sogar verfilmt wurde. Nach den Erfolgen als Sänger, Comedian und Schauspieler steht nun anscheinend die nächste große Aufgabe an – der Eurovision Song Contest.

Was haltet Ihr von der möglichen Wahl Frankreichs? Könnte Tom Leeb den ESC endlich wieder nach Frankreich holen?


25 Kommentare

  1. Ist Tom Leeb wenigstens in Frankreich ein populärer und bekannter Künstler? Mir sagt er nix. Und der hätte nicht auch an Destination Eurovision teilnehmen können?

    • Beitrag vom 18. Mai 2020 um 20:42 Uhr:

      ‚Der ESC in Rotterdam war bekanntlich minimalistisch, dank Stromausfall ebenso romantisch, gestaltet. Selbst das wurde überschattet vom Euroclub-Skandal, wo die vierzig Sänger spärlich bekleidet gesichtet wurden beim Rudelknuddeln und Proben für das große ESC-Balladenchor. Die Teilnehmer, mit ihren unheimlich ähnlichen Aussehen, werden nächstes Jahr alle Sendungen sowohl moderieren wie auch alle Pause-Auftritte. Ab Sofort im ESC-Shop erhältlich: einen 40-Wochen Schwangerschaftsplaner, mit auf jeder Seite einen nackten Sänger.‘

  2. Interessante Stimmfarbe, französische Singer-Songwriter gefallen mir sehr gut (Hugo Barriol jet t’aime) und ist auch definitv was fürs Auge, der Tom 😉

  3. Naja, dann wird der Gute doch sicher auf Französisch singen oder nicht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Frankreich einen 100% englischsprachigen Song schicken will und noch weniger, dass sie auf Englisch gewinnen.

  4. Die Stimme mag ich sehr gerne. Aber ich würde gerne einen französischprachigen Song hören. Die Sprache finde ich so toll, und ich finde es auch sehr lobenswert, dass Frankreich (zumindest meistens) seiner Muttersprache treu bleibt. Schau’n wir mal.

  5. Ich bin wirklich der letzte, für den es immer ordentilch Europop auf die 12 sein muss und ein Stück weit gefällt es mir auch, wenn die Beiträge auf das ausrichtende Land zugeschnitten werden (hier also Singer/Songwriter und Country anleihen – vgl. Bergendahl Thread) aber zumindest „Are We Too Late“ ist mir dann doch etwas zu seicht. Auch beim Akzent, in Deutsch ja stets gern genommen (Gruß an Stereo Total), hab‘ ich so meine Schwierigkeiten, wünschte mir (wenig überraschend), er würde französisch singen.

    Dramatisch ist/wäre allerdings der deutliche Schwenk zur internen Nominierung, gerade bei den Big5: letztes Jahr noch durch die Bank Vorentscheide, dieses Jahr womöglich nur noch das altehrwürdige Sanremo.
    Schlimm, schlimm …

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