Frankreich: „Destination Eurovision 2020“ doch noch nicht abgeschrieben

Zukunft ungewiss: In Frankreich bleibt weiterhin alles offen.

Nachdem wir bereits das Aus der französischen Vorentscheidung verkündet hatten, gibt es nun neue Informationen bezüglich des Verfahrens, welches der französische Rundfunk France 2 im kommenden Jahr verfolgen wird. Und entgegen der vorherigen Berichterstattung von Le Parisien ist die französische Vorentscheidung Destination Eurovision doch noch nicht vom Tisch.

Grundlage für die neu berechtigte Hoffnung vieler Fans, dass es doch noch zu einem Vorentscheid kommt, ist ein Artikel der französischen Nachrichtenseite 20 minutes. In dem Artikel werden einige wohl falsch interpretierte Aussagen korrigiert dargestellt. Die Aussage der France 2 Direktorin Alexandra Redde-Amiel, dass man eine interne Entscheidung treffen werde, bezog sich demnach lediglich auf den Auswahlmodus.

Im Gespräch ist nach dem Artikel von 20 minutes allerdings eine mögliche Reform der Vorentscheidung. Möglich wäre ein Format, in dem eine reduzierte Auswahl von Teilnehmern antritt, genannt werden als Zahl drei bis vier Künstler. Somit würde es sich lediglich um eine interne Vorauswahl handeln, aber nicht um eine komplett interne Auswahl des französischen Künstlers sowie des Songs.

Dennoch wird die Option einer internen Auswahl nicht vollständig verneint. Denn es ist weiterhin möglich, dass France 2 diese Option ziehen wird, sollten die Umstände dies ergeben. Sollte der Sender von einem Song und einem Künstler so überzeugt sein, dass er diesen auf jeden Fall nach Rotterdam schicken will, kann es doch zu einer Direktnominierung kommen. In diesem Fall wird – wie bereits in dem von Le Parisien veröffentlichten Artikel – die Entscheidung in einer übertragenen Sendung dem französischen Publikum präsentiert.

Des Weiteren bestätigte Redde-Amiel gegenüber 20 minutes, dass man eine Vielzahl an Songs eingesendet bekommen habe. Hierbei handelt es sich, wie bereits vermeldet, um französische sowie internationale Kompositionen.

Wofür sich der französische Sender France 2 am Ende entscheidet, bleibt also erstmal weiter offen. Fest steht aber: Destination Eurovision ist für nächstes Jahr weder abgesagt noch bestätigt und steht somit weiter als mögliches Entscheidungsformat zur Verfügung. Sollte diese Option gezogen werden, ist es aber wahrscheinlich, dass es Änderungen an dem bisherigen Format mit zwei Halbfinals und einer Finalsendung geben wird. Wir halten Euch hier natürlich weiter auf dem Laufenden.

Was sagt Ihr zu den Plänen des französischen Rundfunks? Sollte France 2 wieder auf Destination Eurovision zurückgreifen oder könnt Ihr der Idee einer internen Nominierung ebenfalls etwas abgewinnen?


12 Kommentare

  1. Es gibt sowohl Vor- und Nachteile für beide Möglichkeiten (Vorentscheid vs. interne Wahl).
    Für uns Hardcorefans bedeutet eine interne Auswahl, dass wir die Wartezeit bis zum nächtsen ESC mit weniger Events (VE) überbrücken müssen. Außerdem haben wir weniger Lieder für den Second Chance Contest. Es ist natürlich immer spannend, den VE beizuwohnen.
    Für den eigentlichen ESC ist es aber völlig egal, wie die Auswahl getroffen wurde. Hauptsache, das Lied ist gut.

  2. Genau wie beim MF wurden auch über Destination Eurovision Lügen hier aufm Block verbreitet; heute zweifellos auch! Eine Schande und dafür bezahlen wir BlockFunkGebühren!

  3. Solange man bei der Direkt-Nominierung ein glückliches Händchen hat ist alles gut. Frankreich ist damit z.B. in den Jahren 1990 bis 1992 sehr gut gefahren – 1991 leider um den Sieg betrogen, aber in allen 3 Jahren verdammt gute Beiträge die sich auch verdient gut platziert hatten.

    Natürlich ist eine VE für uns Fans immer viel reizvoller – erfahrungsgemäss bleiben dabei allerdings die für einen Wettbewerb idealsten Beiträge oftmals auf der Strecke. Ist bei uns in D so und in Frankreich auch nicht anderst.

  4. Selbst eine Kleine VE wäre viel besser als eine interne Nominierung. Das wertet die Teilnahme eines Künstlers merklich ab, wenn er sich bei einer VE gegen andere Konkurrenten nicht durchsetzen musste und alles hinter verschlossenen Türen ausgekungelt wird. Ich kann an einer internen Nominierung überhaupt nix abgewinnen, und wenn sie das größte musikalische Meisterwerk der ESC-Geschichte zum ESC schicken würden.

  5. Ich mache mal kurz einen Schlenker zum JuniorESC! Dort hat Frankreich ja dieses Jahr mit einer internen Auswahl den 5. Platz belegt (im (umstrittenen) Online-Voting sogar den 3.), Vielleicht hat dies den Ausschlag zur Überlegung, die interne Auswahl auch beim ErwachsenenESC zu vollziehen, gegeben, nachdem man beim JESC so ein glückliches Händchen hatte? Obwohl ich natürlich nicht weiß, ob beim JuniorESC das selbe Team im Hintergrund für die Auswahl verantwortlich ist wie beim ErwachsenenESC!

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