Jeangu Macrooy vertritt den ESC-Gastgeber Niederlande in Rotterdam

Das niederländische Auswahlkomitee hat heute bestätigt, dass Jeangu Macrooy die Niederlande beim Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam vertreten wird!

Laut dem Geschäftsführer des niederländischen Senders AVROTROS und dem Mitglied des Auswahlausschusses Eric van Stade ist Jeangu seit einiger Zeit auf dem Radar. „Das Lied, das er abgeliefert hat, hat uns sofort berührt. Wir freuen uns sehr, dass Jeangu mit uns auf diese Reise gehen möchte!“

Jeangu ist ebenso erfreut über die Nachricht: „Ich fühle mich unbeschreiblich geehrt! Es ist ein wahr gewordener Traum und das Schönste, was mir bisher gelungen ist. Mein Team und ich freuen uns, die Niederlande stolz zu machen! Lass uns gehen!“

Jeangu Macrooy wurde 1993 in Paramaribo in der ehemaligen niederländischen Kolonie Suriname geboren. Der Grundstein für Jeangus Karriere wurde gelegt, als er von seinen Eltern eine Gitarre zum 13. Geburtstag erhielt. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Xillan bildete er damals ein musikalisches Duo.

Der musikalische Ehrgeiz von Jeangu erwies sich als größer als die Musikszene in seiner Heimatstadt Paramaribo und führte ihn 2014 in die Niederlande. Dort traf er den Produzenten und Komponisten Perquisite, der ihn für sein Label Unexpected Records verpflichtete. Von diesem Moment an war Jeangus Karriere in der niederländischen Musikindustrie auf der Überholspur. Er hat seitdem mehrere große niederländische Festivals gespielt, ist ein immer wiederkehrender Gast in Fernsehsendungen und wurde zweimal für einen Edison Award, das niederländische Äquivalent zu den us-amerikanischen Grammy Awards, nominiert.

Jeangu Macrooy ist ein Singer-Songwriter und macht modernen Soul. Er hat bislang zwei Studioalben veröffentlicht, sein letztes Werk „Horizon“ erschien im Februar letzten Jahres. Mitte des Jahres 2019 war Jeangu sogar schon auf Tour durch Deutschland.

Der ESC-Beitrag von Jeangu wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

In den letzten Tagen gab es verstärkt Spekulationen, wer die Niederlande beim ESC im Heimatland vertreten würde. Unter anderem wurde dabei die Singer-Songwriterin Judy Blank gehandelt, Zuletzt war aber auch der Name Jeangu Macrooy gefallen. Dies wurde nun bestätigt. Damit haben wir nach Blas Cantó den zweiten feststehenden Akt für das ESC-Finale.

Der meistgesehene Song von Jeangu Macrooy auf YouTube: „High On You“

 



25 Kommentare

  1. Kleine Fehler: ‚in seiner Heimatstadt Suriname‘ => Land Suriname, Hauptstad Paramaribo und nebenbei eine gute Location für RTL-Sendungen aus der Jungle.

    Eric van Stade ist so euphorisch, dass er glaubt einen zweiten Gewinner zu haben. Sehe ich anders und schließe ich Cornald Maas an: Top 20 ist gut.

    Übrigens geht diese vorzeitige Bekanntgabe aus das Konto von Emma Wortelboer (aus Manderveen), die überdrehte Punkte-bekanntmacherin und Mitarbeiterin von DWDD. Gesternabend entlockte sie Jeangu Macrooy ein so vehementes ‚Nein‘, dass nur ‚Ja‘ die richtige Antwort war.

  2. Ich könnte mir vorstellen, das seine Musik auch beeinflusst wird, von seinen Wurzeln aus Surinam. Klingt interessant. Aber ich könnte mir auch vorstellen, das es wohl wieder eine Ballade für Holland wird. Hoffe aber mal wieder auf was flottes aus Holland.

    • Alle in Holland wissen wohl, das ein weiterer Sieg extrem unwahrscheinlich ist. Kein Gastgeber kam in den letzten Jahren wirklich gut an, was deren Vertreter angeht. Nur Schweden mit 2016 mit Frans auf Platz 5 oder Deutschland 2011 mit Platz 10, waren da die Ausnahmen. Aber meistens gings nach hinten . Ach ja Aserbaidschan 2012 hat noch gut abgeschnitten. Aber ansonsten kam da nicht viel.

  3. Jeangu Macrooy ist nicht der einzige, der aus Surinam kommt und die Niederlande beim ESC vertritt. Gleiches gilt auch für Humphrey Campbell und Ruth Jacott.

  4. Bei eurovision.de heißt es:
     
    „Seit 2014 lebt der Musiker in den Niederlanden. Seine Homosexualität sei ein Grund gewesen, die niederländische Ex-Kolonie zu verlassen und nach Europa zu kommen, sagt Jeangu Macrooy der niederländischen Zeitung „Algemeen Dagblad“. Er habe mit der „Machokultur in Surinam“ wenig anfangen können.“

    • Es wäre mir lieber wenn es bei Eurovision.de heißt: Der deutsche Vorentscheid findet am ….. 2020 statt.

      Kandidaten sind: Rammstein, Helene Fischer, Mark Forster Featuring Lena, Sarah Connor, Sido und Deichkind.

  5. Zusätzlich:

    – Die fehlende Millionen sind da. Sie stammen aus den höheren Werbeeinnahmen auf die NPO-Sender. The show will go on.
    Ich schätze die ESC-Ausgabe 2020 auf 65 Mio: Stadt Rotterdam 15; Produktionskosten der Sendungen 26 und am Ende 24 für die Einsatz der Sicherheitsbehörden und diese letzte Millionen stammen tatsächlich aus dem Haushalt der Regierung. Konnte auch weniger werden, falls der König samt Familie und die Regierung nicht im Publikum sind.

    – Zwar entscheiden die Niederlande seit vielen Jahren intern, seit Waylon sucht man den ultimativen Song und nimmt den Künstler dazu. Es gibt eine extra Bedingung: der Künstler muss den Druck gewachsen sein. Er/Sie bekommt ein Aufnahmeraum um alles zu perfektionieren und erst danach alles andere. Außerdem gibt es ein ordentliches Gehalt um die Einnahmen aus abgesagte Auftritte zu kompensieren, 100% Fokus auf dem ESC zu ermöglichen.

  6. Gar nicht mein „cup of tea“. Und wenn herr van stade sagt, dass das lied berührt, wirds wohl eine südamerikanisch/ kreolisch/karibisch-angehauchte ballade mit einem schuss esc- standartisierung.

  7. Frankreich soll angeblich seinen Teilnehmer für den ESC in diesem Jahr gefunden haben. Es ist ein Mann und sein Name ist Tom Leeb:

    https://eurovoix.com/2020/01/10/france-tom-leeb-selected-for-eurovision-2020/

    Damit hat sich unser Nachbarland nach drei Jahren wieder für eine interne Nominierung (die letzte war Alma, die den 12. Platz in Kiew belegte) und gegen eine Fortsetzung des Vorentscheides „Destination Eurovision“ entschieden.

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