Spanien verkündet überraschend Teilnehmer: Blas Cantó nach Rotterdam

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Und plötzlich steht der spanische Act beim nächsten ESC fest: Der 27-jährige Sänger Blas Cantó wird die Iberer in Rotterdam vertreten. Erst am Freitag munkelte die Presse darüber, dass die Teilnehmerin von 2014, Ruth Lorenzo, dem spanischen Sender TVE eine Absage erteilt hatte. Den Medien nach wäre dann David Bustamante, Backroundsänger im Jahr 2002 in Tallinn für Rosa, der nächste heiße Kandidat – falsch gedacht.

Am heutigen Samstagnachmittag überraschte der offizielle Eurovision-Account auf Instagram die interessierte Öffentlichkeit mit der Bestätigung des Sängers aus Murcia, der immerhin aus der gleichen Region kommt wie Ruth Lorenzo. Cantó hatte sich bereits im Jahr 2004 für den Junior-ESC beworben und scheiterte damals an der Siegerin des Contests Maria Isabel.

Als Teenie trat er dann der spanischen Boyband Auryn bei, die einige Erfolge auf der Halbinsel verbuchen konnte. Als es still um Cantó und die Boyband wurde, nahm er an der beliebten Sendung „Tu cara me suena“ (Dein Gesicht kommt mir bekannt vor) teil, in der Prominente einander nachmachen. Ehemalige ESC-Teilnehmer wie Rosa (2002), Ruth Lorenzo (2014) oder Edurne (2015) sind keine unbekannten Gesichter der Sendung, die schon immer als „ESC-friendly“ galt. Blas Cantó gewann seine Staffel und veröffentlichte im Herbst 2018 sein jüngstes Album, dass Platz eins der Charts in Spanien erreichte.

Nun vertritt er also Spanien beim ESC. Sein Stil ist definitiv Pop, er singt auf Spanisch und auf Englisch. Auf den sozialen Medien bedankte sich der frisch gebackene ESC-Teilnehmer bereits bei den Fans für die „gute Energie“, er sei sehr glücklich.

Blas Cantós größter, in Spanien mit Platin dekorierter Hit aus dem Jahr 2018 ist mit 65 Mio. Youtube-Klicks „Él no soy yo“ (vom ebenfalls mit Platin ausgezeichnetem Hitalbum Complicado)

Cantós aktuelle Hitsingle „Si te vas“

Blas Canto Beach

Selbstauskunft: Blas Cantó Urlaubsimpression bei Facebook



29 Kommentare

      • Ich meine, da gibt es ja keine Grundlage, warum man das von ihm erwarten könnte… ist halt einfach „Wunschdenken“ und am Ende sind die Fans dann wieder enttäuscht, wenn er doch eine Ballade singt.

  1. Den Spaniern würde ich echt mal einen Erfolg beim ESC gönnen. Mit der Performance haben sie sich dieses Jahr leider keinen Gefallen getan, meiner Meinung nach. Der Song war klasse.
    Ich wünsche ihnen eine glückliche Hand bei der Songauswahl. Stimme und Ausstrahlung hat der Künstler schonmal.

  2. Seit Jahren habe ich mal wieder hohe Erwartungen an Spanien. Die letzten Beiträge waren mMn zurecht so weit hinten.
    Auch, dass er offenbar zu Balladen neigt, gibt mir Hoffnungen, dass er kein Manel oder Miki 3.0 ist, und einen ebenso erwartbaren und pseudo-spaßigen Beitrag „singt“.
    „El no soy yo“ gefällt mir gut. Bitte nicht versauen, spanisches Fernsehen, und ihm ein Despacito reindrücken.

  3. Gute Wahl! Letztes Jahr ist er in einer der OT-Galas als Pausen-Act aufgetreten und da er gerade ganz gut im Geschäft ist, dürfe in Spanien das Interesse vielleicht wieder mal ein bisschen größer sein.

    AURYN waren übrigens 2011, noch vor ihrem großen Durchbruch, beim spanischen VE dabei und hatten u.a. diesen Inbegriff eines Boygroup-Schmachtfetzens im Rennen, den ich als Guilty Pleasure bis heute gerne höre (für Rotterdam darf es aber etwas Moderneres sein 😉 ):

  4. @fabsfab

    Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn Maria den spanischen ESC-Vorentscheid mit „Muerdeme“ gewonnen und sie vor laufender Kamera dann noch den Andreas Kümmert gemacht hätte.

  5. Sehr zweifelhaft ob die Spanier mit dem Typen besser abschneiden. Wie will man in einem Land denn Interesse für den ESC wecken, wenn die Entscheidung wer das Land vertritt, hinter verschlossenen Türen ausgekungelt wird? Ich kann nur hoffen, das sie mit dem Typen ähnlich schlecht abschneiden, wie die Jahre zuvor, sonst können die Spanier sich eine VE auf Jahre hin abschminken.

  6. Hört sich sehr vielversprechend an. Wollen wir mal hoffen, dass RTVE nicht wieder (wie so oft) einen annehmbaren Song mit der Inszenierung völlig ruiniert. Die Spanier hätten ein gutes Ergebnis jedenfalls mehr als verdient.

  7. Hoffentlich gibt es wenigstens eine Show, um seinen Song auszuwählen. Sonst gehen uns im nächsten Jahr noch die Anwärter für den Second-Chance-Contest aus. Georgien wählt den Song ja auch schon intern.

    Ich muss allerdings sagen, Blas‘ sogenannte Hits finde ich eher langweilig. Aber mal abwarten.

  8. Na gratuliere. Eine 2019er Kopie mitsamt Schnarchballade (kann der auch schneller und mit Melodie ??) Wenigstens weiß man jetzt, was der NDR so im Hinterkopf hat und uns servieren wird. Ich ahne übles.

  9. Na ja, so wirklich haut mich das was ich im Netz über ihn gefunden habe nicht um, wirkt wie ein in die Jahre gekommener ehemaliger Boygroupsänger.

      • @Bandido

        Sorry dafür!! Wenn ich irgendwie an Boybands denke dann habe ich meisten so Jungchen um die 20 im Kopf, da ist man mit 27 schon etwas älter. 😉

  10. Gut, dass er – im Gegensatz zu Spaniens letzten 3 tragischen Teilnehmern – Bühnenerfahrung hat. Musikalisch reissen mich diese beiden Songs jetzt nicht vom Hocker, stören aber auch nicht (typisch spanische Radio-Ballade à la Enrique Iglesias prä-Bailando oder Luis Miguel).
    Hoffe, er verzichtet in Rotterdam auf die gebleichten Haare, sieht etwas sehr nach osteuropäischem Unterhaltungsfilmdarsteller aus; besser so (Mans style!):
    https://i1.wp.com/www.hoteleuropasevilla.com/img/textareas/blas-canto-330×4671.jpg

  11. Hätte ich nicht mit gerechnet, find ich hervorragend!
    Endlich mal ein Künstler, den man zumindest für voll nehmen kann! 😀

    ¡Vamos España!

    Das wird großartig in Rotterdamm, der Jahrgang ist schon mal genial gestartet, freu mich riesig!

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