Vidbir 2022: Diese Acts haben sich offenbar für die ukrainische ESC-Vorentscheidung beworben

Foto: https://uatv.ua/

Neues aus der Ukraine: Es kursieren erste Namen, die sich für die diesjährige Vorentscheidung Vidbir beworben haben sollen. Dies vermeldete heute das Nachrichtenportal MUZVAR auf seinem Instagram-Kanal.

Die Seite nennt 16 potenzielle Acts, deren Bewerbungen für Vidbir 2022 als bestätigt gelten sollen:

  • Wellboy
  • ROXOLANA
  • hurtom
  • GORIM!
  • Cloudless
  • Michael Soul
  • LAURA MARTI – „НЕЗАЛЕЖНА“ (Unabhängig)
  • SOWA
  • ТОНКА
  • Nazar YA
  • Sophia Ivanko
  • Sofia Shanti
  • Eria – „MAVKA
  • IDXO
  • Uliana Royce
  • Alina Pash

Unter den genannten Namen befinden sich mit Cloudless ehemalige ukrainische Vorentscheidungsteilnehmer: Mit „Drown You Down“ erreichten sie 2020 im ersten Halbfinale den vierten Platz und verpassten damit knapp den Finaleinzug. Vor etwa drei Wochen veröffentlichten sie ihre neue Single „Way Out„. Sophia Ivanko trat für die Ukraine 2019 beim Junior ESC an, dort sang sie „The Spirit of Music„.

Wellboy ist ein in der Ukraine nicht unbekannter Name: Sein Song „Гуси“ (Gänse),  der im Juni 2021 erschien, verzeichnet allein auf YouTube über 17 Millionen Aufrufe. Roxolana veröffentlicht erst seit vergangenem Jahr selbst Musik, gestern erschien die ruhige Nummer „Нова радість“ (Neue Freude).

Dazu gesellen sich nach Information von Muzvar die Band hurtom, der junge Popsänger GORIM! und Michael Soul, der 2019 bereits am Vorentscheid in Belarus teilgenommen hat und dort auf dem vierten Platz gelandet ist. LAURA MARTI nahm an der ukrainischen Ausgabe von The Voice teil und hat mit „НЕЗАЛЕЖНА“ (Unabhängig) bereits einen Song veröffentlicht, der offensichtlich als ESC-Beitrag eingereicht wurde.

Auch die Sängerin SOWA hat vor kurzem einen neuen Song veröffentlicht, die Uptempo-Nummer trägt den Titel „Сова“ (Eule). Die Gruppe TOHKA liefert spannenden Elektrosound wie etwa auf der aktuellen Single „Танцюй зі мною„. Nazar YA liefert modernen Pop, während Sofia Shanti mit ihrer aktuellen Single „Odni“ (Allein) die ESC-Sieger Måneskin auf iTunes von Platz 1 der ukrainischen Charts verdrängte. Von Eria gibt es bereits einen Teaser zu ihrem Song „MAVKA“, der offensichtlich am Vorentscheid teilnehmen wird. Sie stand übrigens auch in diesem Jahr auf der The-Voice-Bühne in ihrer Heimat.

Vom Sänger IDXO gibt es ebenfalls eine musikalische Kostprobe. Uliana Royce konnte mit „Moi pravila“ (Meine Regeln) einen Hit im vergangenen Jahr landen. Und auch die Sängerin Alina Pash veröffentlichte kürzlich einen neuen Titel: „Ivana Kupala“ (Hochsommer) heißt ihr aktueller Song.

Eine offizielle Bestätigung vom ukrainischen Sender UA:PBC, dass sich diese Acts für den Vorentscheid beworben haben oder daran teilnehmen, gibt es bisher nicht. Da jedoch einige der potenziellen Vorentscheidungstitel den ESC-2022-Verweis in den YouTube-Titeln haben, ist es zumindest wahrscheinlich, dass sich diese Songs unter den Einsendungen befinden. Die acht Künstlerinnen und Künstler, die am Vorentscheid teilnehmen, sollen am 24. Januar bekanntgegeben werden. Noch bis zum 10. Januar können sich interessierte Acts über ein Online-Portal bewerben.

Das Format wird in diesem Jahr etwas abgeändert: Statt wie zuvor 16 Acts nehmen in diesem Jahr nur 8 am Vorentscheid teil. Aus den Einsendungen wählt eine professionelle Jury 8 Acts aus. Der Gewinner wird im Finale von Vidbir 2022 aus einem Voting von Jury und Televoting gekürt. Das Datum für die Vorentscheidung ist noch nicht bekanntgegeben worden, das Finale von Vidbir 2022 soll aber im Februar stattfinden.

Was sagt Ihr zu den bekanntgewordenen Acts, die sich für Vidbir 2022 beworben haben sollen? Habt Ihr schon Favoriten oder gibt es noch andere Acts, die Ihr gerne im ukrainischen Vorentscheid sehen würdet? 


15 Kommentare

  1. Drown Me Down ist immer noch einer meiner liebsten Songs aus dem Jahr. <3

    Ansonsten kenne ich noch Wellboy und Alina Pash.

  2. Die Ukraine hat musikalisch so viel Potenzial, die hätten bei 2 Halbfinals + Finale bleiben können.
    Die Kostproben klingen alle gut.
    Ich freue mich so auf das Vibdir!

  3. Ich war mal so frei bei eurovision.de nachzufragen, wie weit sie denn so sind, und warum man nicht mal so nichtssagende Infos wie die Anzahl der Bewerbungen zwischendurch veröffentlicht, hier die Antwort:

    „Hallo liebe Anita,

    vielen lieben Dank für deine Nachricht.

    Wir verstehen den Frust, der alljährlich wiederkommt, denn wie immer sagen wir das, was wir können – und wie immer reicht das vielen nicht aus. Es wird bald Informationen zum Vorentscheid, zum weiteren Vorgehen und zu einer Zahl an Bewerbern geben. Nur ist unser Verfahren in diesem Jahr eben sehr aufwändig, es hängen viele Partner – wie zum Beispiel alle Popwellen – mit drin und die Abstimmung dauert seine Zeit. Außerdem wollen wir unseren ausgewählten Acts Anonymität gewähren, bis sie auch wirklich im Vorentscheid stehen. Und manche Dinge wissen auch wir von eurovision.de tatsächlich noch nicht.

    Klar ist aber: Die besten Acts von allen, die sich beworben haben, stellen sich in einem Live-Auftritt der Jury und die wiederum Besten daraus stehen dann im Live-Vorentscheid zur Wahl. Wir haben viele schöne Ideen und Überraschungen im Kopf – aber aktuell heißt es leider noch ein bisschen Geduld haben.

    Herzliche Grüße und schön, dass wir mit dir einen treuen ESC-Fan haben
    Dein Team von eurovision.de“

    Das ist doch eine liebe E-Mail Antwort! Und ich würde sagen, die Elbphilharmonie wurde auch nicht in einem Monat erbaut. Deutsche Wertarbeit braucht eben so seine Zeit, das verstehe ich ja auch.

    • Nun will ich auch noch so offen sein und meinen Kommentar, der mit der E-Mail beantwortet wurde, hier veröffentlichen:
      „Wann dürfen die deutschen ESC Fans endlich Informationen erhalten. KEINER versteht die Politik des Nichtinformierens. Es werden nur Gerüchte und Unmut geschürt. Dabei, was wäre denn dabei gewesen, wenn man z. B. Anfang Dezember kommuniziert hätte, wie viele Bewerbungen eingegangen sind und wann die nächsten Informationen über den weiteren Auswahlprozess bekannt gegeben werden. So einen riesen Schweige-Bohei machen ist einfach nur frustrierend für alle Fans.“

    • Eurovision.de hat ja damit eigentlich ja auch nichts am Hut. da dort ja nicht die verantwortlichen für den ESC sitzen, die können auch nur sagen, was sie vom NDR an Infos erhalten. und da der Vorentscheid für Anfang März angesetzt ist, rechne ich mit Infos Anfang Februar

  4. snippets von eria (nur instrumental) und sophia ivanko.
    https://www.instagram.com/p/CYPdgF5ArTi/

    klingt für mich extrem verfremdet bei eria hmmm – oben im blogpost fehlt der hinweis,daß eria aka vilna bereits 2018 im finale dabei war.
    die semis wurden wohl primär aus geldgründen gestrichen – vidbir wird ja auch nicht mehr vom alten sender produziert – da gab es eine menge änderungen,kündigungen,neubesetzungen usw.
    das man jetzt intern noch mal von 16 auf 8 runtergeht,ist natürlich keine glückliche idee angesichts der qualität,die dieses land jedes jahr locker auf die beine stellen kann aber wenn keine kohle da ist,muß das wohl sein – drunk groove von MARUV wurde 2018 auch im vorfeld von einer ähm professionellen jury elemeniert.
    und die alte (neue?) 3er jury war keine löbliche idee – da spielten auch interessen von plattenfirmen mit rein,mit denen wiederum jurymitglieder verflechtet waren – LAUD (solider act) war z.b. 2018 jamalas „junge“.
    vilna wiederum bekam bei den jurys kein bein auf den boden und kam direkt auf den grill und wurde nur vom televoting gerettet,trotz exzellenter stimmqualitäten – es ist daher schon möglich,daß eria den cut nicht schaffen wird auch wenn der teaser etwas anderes suggeriert.
    vielleicht hat sie aber auch 4 jahre später bessere verbindungen und weiß intern schon bescheid?

    von den oben verlinken videos gefällt mir hurtom mit abstand am besten – wellboy dafür überhaupt nicht – der rest bewegt sich dazwischen.
    auf alina pash darf man aber besonders gespannt sein – coole ethnobeats?
    ich hoffe ja und das in sehr gut so wie der song im video.
    das hat durchaus go_a qualitäten wenn auch auf leicht andere weise.

    • der mir neue song ballert echt gut rein – apashe ist aber auch für freunde des genre ein absolutes must hear – dub step/drum&bass usw. sehr dynamisch aggressiv daherkommend.
      desweiteren taucht man mit apache in eine ganz andere musikwelt ein – da vermischen ukrainische/russische elektro/EDM-einflüße mit ethnomusik und nicht nur die.
      der song ist wirklich gut – alina wäre schon eine verdammt gute wahl,sofern ihr song das zuläßt.
      anbei noch mal das video im großbild. (wenn gewünscht immer erst den text schreiben und dann 3-4 spalten platz lassen und dahin die youtubeURL kopieren – aber auch nur max. eine URL sonst funzt das nicht und unter der URL kein text oder smiley mehr).

      • angeblich kommen jetzt 10 acts in das finale – basiert aber nur auf einen kommentar. (quelle ist suspilne = ukrainisches radio.)
        anbei noch eine „kunstprobe“ von apashe.
        also visuell interessante videos machen können die gut in der ukraine und russland – das muß man denen wirklich lassen!

  5. der song von eria (aka vilna/forrest song 2018) ist raus – ich hätte mir schon etwas mehr erwartet – solide aber es fehlt das gewisse extra,was der leider nicht berücksichtigte song der lettin hat.
    mal gucken,ob das überhaupt in das finale kommt.
    bei 8 oder eventl. auch 10 finalisten sollten ja auch nicht zuviele ethnonummern dabei sein,weil die sich gegenseitig die punkte klauen.

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