
Ralph Siegel (Aufmacherbild) ist offiziell krebsfrei. Der 78-Jährige hat damit die heimtückische Krankheit bereits zum vierten Mal besiegt. Ein unfassbarer Erfolg: Nach einem langen und schwierigen Kampf sind alle Metastasen aus seinem Körper verschwunden. Der Komponist, der Deutschland den ersten Sieg beim Eurovision Song Contest bescherte und so oft wie kein anderer mit Beiträgen daran teilgenommen hat, freut sich dass er weiter „schöne Lieder schreiben“ kann. Vielleicht ja auch wieder für den ESC?
Gegenüber der BILD-Zeitung sagte Ralph Siegel sichtlich erleichtert:
„Ich bin krebsfrei. Auch die Metastasen sind weg. Meine Ärzte sagen, es sei wie ein Wunder … Ich bin unglaublich dankbar – Gott, meinen Ärzten und meiner Frau Laura, die immer an meiner Seite war. Jetzt kann ich mich wieder der Musik widmen, die mein Leben ist.“
Zum vierten Mal in seinem Leben musste Ralph Siegel sich einer Krebsdiagnose stellen. Erst im September hatte der 78-Jährige bekannt gegeben, dass er erneut an Prostatakrebs erkrankt sei. Die Metastasen, die seinen Körper durchzogen, verursachten nicht nur immense Schmerzen, sondern führten sogar zu einem Bruch des fünften Brustwirbels. Selbst diese schwere Diagnose entmutigte Ralph Siegel nicht. Mithilfe einer kombinierten Hormon-Entzugstherapie und dem Wirkstoff Darolutamid gelang es den Ärzten, die Wachstumsaktivität der Krebszellen zu stoppen.
„Alle drei Monate erhielt Herr Siegel eine Spritze mit Trenantone und täglich Tabletten“, erklärte sein behandelnder Internist, Prof. Dr. Michael Weis, von der Klinik Neuwittelsbach mit Siegels Genehmigung der BILD-Zeitung. Das Ergebnis dieser intensiven Behandlung ist nun mehr als erfreulich: Am Montag, nach einer dreistündigen Untersuchung, verkündeten die Ärzte die erlösende Nachricht, dass keine bösartigen Zellen mehr nachweisbar seien.
Dieses Jahr endet somit für Ralph Siegel und seine Ehefrau Laura mit Erleichterung und Dankbarkeit. Die schwere Last, die die Krankheit mit sich brachte, ist vorerst von seinen Schultern genommen. Nun kann er sich mit neuem Elan auf das konzentrieren, was er am meisten liebt: das Komponieren von Liedern. Siegel zur BILD:
„Alle bösen Krebstierchen sind weg. Ich bin so dankbar. Jetzt kann ich noch schöne Lieder schreiben.“
Eines oder mehrere davon könnten auch den Weg zum Eurovision Song Contest finden – oder zumindest in die entsprechenden Vorentscheidungen. Hier war der Komponist in den letzten Jahren sehr umtriebig und es wäre überraschend, wenn Ralph Siegel nicht die aktuellen ESC-Entwicklungen im Blick hätte – einschließlich der Bewerbungsmöglichkeiten für internationale Komponisten wie ihn.
Mit seinen Beiträgen zum ESC hat sich Ralph Siegel einen Platz in der Geschichte des Wettbewerbs gesichert. Kein anderer Komponist hat öfter an Europas größtem Musikwettbewerb teilgenommen. Hits wie „Dschinghis Khan“ (1979) oder „Theater“ (1980) sind unvergessene Klassiker. Der Höhepunkt seiner Karriere war jedoch ohne Frage 1982, als Nicole mit dem von Siegel komponierten „Ein bisschen Frieden“ die ESC-Krone nach Deutschland holte.
In den letzten Jahren blieb der große Erfolg bei diesem Wettbewerb aus. Trotz seines Engagements und seiner Liebe zur Musik schafften es Siegels Werke nicht mehr, vordere Plätze zu erreichen. Dennoch blieb er seinem Herzensthema treu und reichte weiterhin Beiträge ein – wann immer es seine Gesundheit erlaubte.
Daneben hat er sich auch mit Musicals musikalische Denkmäler gesetzt. 2015 feierte das Stück „Johnny Blue“ in Brno Premiere, das auf dem gleichnamigen Song basiert, der 1981 von Lena Valaitis beim Eurovision Song Contest präsentiert wurde. 2021 folgte die Uraufführung des Musicals „Zeppelin“ in Füssen. Dieses erzählt die Geschichte des berühmten Luftschiffkonstrukteurs Ferdinand Graf von Zeppelin. 2022 gab es eine erste Premiere von „’n bisschen Frieden“ in Duisburg. Die überarbeitete Version „Ein bisschen Frieden – Summer of Love“ feierte dann wiederum in Füssen 2023 seine erste Saison.
Würdest Du Dir wünschen, dass Ralph Siegel noch einmal beim ESC antritt? Und in welchem Land hätte er über einen Vorentscheid oder eine interne Auswahl wohl die besten Chancen, zum ESC zu kommen? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
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Ich würde mir ja wünschen, daß Ralph Siegel einmal einen ESC-Beitrag schreibt, der
nicht wie speziell für den Wettbewerb konstruiert wirkt, sondern von persönlichen
Befindlichkeiten erzählt, bspw. von Erfahrungen und Ängsten bei einer Krebserkrankung.
Auf etwas in dieser Art warte ich eigentlich schon seit Jahren vergeblich …
Meine eigene Ralph-Siegel-Bilanz:
🇱🇺 LUX 1974 – nicht in meinen Top Ten.
🇩🇪 GER 1976 – in meinen Top Ten.
🇩🇪 GER 1979 – in meinen Top Three. 🥉
🇱🇺 LUX 1980 – in meinen Top Ten.
🇩🇪 GER 1980 – meine Nummer 1. 🥇
🇩🇪 GER 1981 – in meinen Top Ten.
🇩🇪 GER 1982 – in meinen Top Ten.
🇱🇺 LUX 1985 – nicht in meinen Top Ten.
🇩🇪 GER 1987 – in meinen Top Ten.
🇩🇪 GER 1988 – in meinen Top Ten.
🇩🇪 GER 1990 – nicht in meinen Top Ten.
🇩🇪 GER 1992 – in meinen Top Three. 🥉
🇩🇪 GER 1994 – nicht in meinen Top Ten.
🇩🇪 GER 1997 – nicht in meinen Top Ten.
🇩🇪 GER 1999 – in meinen Top Three. 🥉
🇩🇪 GER 2002 – nicht in meinen Top Ten.
🇩🇪 GER 2003 – knapp nicht in meinen Top Ten.
🇨🇭 SUI 2006 – nicht in meinen Top Ten.
🇲🇪 MNE 2009 – nicht in meinen Top Ten.
🇸🇲 SMR 2012 – nicht in meinen Top Ten.
🇸🇲 SMR 2013 – in meinen Top Three. 🥈
🇸🇲 SMR 2014 – in meinen Top Ten.
🇸🇲 SMR 2015 – in meinen Top Ten.
🇸🇲 SMR 2017 – nicht in meinen Top Ten.
Vorentscheidungsbeiträge von Ralph Siegel, die
ich zum internationalen Finale entsandt hätte:
🇩🇪 1982 – „Peter Pan“ / Paola
🇩🇪 1985 – „Die Glocken von Rom“ / Heike Schäfern
🇩🇪 1992 – „Wir seh’n uns wieder“ / Lena Valaitis
🇩🇪 1994 – „Mister Radio“ / MeKaDo
🇩🇪 1997 – „Engel“ / All About Angels
🇩🇪 2000 – „I believe in God“ / Corinna May
🇩🇪 2005 – „A miracle of love“ / Nicole Süßmilch und Marco Matias
Generell würde es mich freuen, wenn er beim ESC noch einmal die Top Ten
erreichen könnte, weil das einfach ein verdient würdiger Abschluss wäre …
Heike Schäfer natürlich, nicht Heike Schäfern.
Der Sieg von Nicole 1982 ist doch Beweis genug, das ihr Lied das Richtige war und nicht Peter Pan.
Ich freue mich sehr für Ralph Siegel,dass er jetzt gesund ist und das soll auch so bleiben für viele weitere Jahre.
Er kann auch gerne nochmal Songs für den ESC schreiben, wenn er das unbedingt möchte.Ob diese dann den Zahn der Zeit treffen und der Mehrheit gefallen,das weiß ich nicht.
Ich wünsche ihm auf jeden Fall alles erdenklich Gute.
Ich schließe mich genau deiner Meinung an, liebe Rusty!
Mensch, dass freut mich aber, dass Herr Siegel den Krebs besiegen konnte. Alles Liebe und Gute.😊💐
Viel glück herr siegel und auf noch ein paar gute und gesunde jahre.
Für mich ist ralph siegel einer der hauptprotagonisten der guten, alten “ grand prix eurovision de la chanson- zeit“ Soviele tolle songs die ich bis heute sehr mag: theater, jonny blue, dschinghis khan, papa pinguin oder die wind- songs. Merci dafür
Ich akzeptiere das mal als Entschuldigung für Eure Punktevergabe 😜. Das einzige Mal, wo es eine erregte Diskussion über den ESC in der Familie gab, sogar meine Oma regte sich auf.
Na ja. Aus heutiger sicht vielleicht schon. Damals war für mich “ making your mind up“ aber schon der völlig verdiente sieger.
Aber die 0 punkte für theater und 0 für jonny blue wurden damals sicher nicht aus musikalischen gründen gegeben. Es war halt eine zeit, in der bei uns die deutschen ( d schwoobe) sehr unbeliebt waren. Habs als halber deutscher zum teil sehr leidvoll miterlebt.
Das hat sich aber mittlerweile zum glück sehr geändert
Ist ganz witzig, wie sich das geändert hat. Früher ging man klar von 0 Punkten aus CH und A aus, heute gebt Ihr uns beide oft Punkte, wenn keiner sonst das tut. Hopp DACH!
Das ist falsch. Es gab Punkte aus der Schweiz für „Theater“, nämlich ganze sieben.
Stimmt.
Good news. Ich könnte mir vorstellen, dass der Wille, es noch mal zu versuchen, Siegels Lebenswillen stärkt. Bonne Chance!
Natürlich sollte er wieder und zwar mit einem deutschen Schlager für Deutschland. Auch Björn von ABBA sagte nach den vielen Misserfolgen Deutschlands in einem Interview: „Deutschland solle wieder mit deutschem Schlager mitmachen“. Und dafür gibt es nur einen: Ralph Siegel
Herzlichen Glückwunsch,
an Ralph Siegel zur überstanden Krankheit. 🙂
Er kann gern weiterschreiben, ob ich dann die Lieder mag, ist halt eine andere Frage.
So sehe ich das auch. Alles Gute an Siegel! Aber er muss sich musikalisch der Zeit anpassen, um uns von einem möglichen Beitrag zu überzeugen.
Wird es in diesem Jahr überhaupt noch irgendwelche Hinweise bezüglich Chefsache geben? Vermutlich erst Januar, wenn überhaupt …
Glückwunsch übrigens auch an Douze Points und die Blogger von ESC-Kompakt. 🥳🥳🥳👏👏👏🫶🫶🫶
Ihr habt einen Artikel noch vor Schlagerprofis.de über Ralph Siegel geschrieben. Die sind nämlich meistens in solchen Schlagerartikeln die ersten.
So die MDR Schlagerwelt hat jetzt nach ESC Kompakt auch einen Artikel über Ralph Siegel geschrieben.
https://www.mdr.de/meine-schlagerwelt/ralph-siegel-gewinnt-kampf-gegen-krebs-100.html
Das ist doch mal eine Nachricht, die Hoffnung gibt, nicht nur für Ralph Siegel, sonder für alle die an dieser schlimmen Krankheit leiden. Ich wünsche ihm noch viele Jahre, ohne diese Kämpfe, die so an den Kräften zehren. Letztlich führen einem schwere Krankheiten immer vor Augen, wie fragil alles ist und von heute auf morgen alles anders sein kann, dass überhaupt nichts selbstverständlich ist und wir in diesem Wissen sorgsam mit uns und allen um uns herum umgehen sollten😇
Es ist eine perfide Krankheit, hab meine Mutter und zwei Großeltern daran verloren. In der Zeit hat sich leider – im Vergleich zu anderen Krankheiten – letztendlich wenig in der efficacy der Behandlung geändert. Der Durchbruch ist ausgeblieben, es gibt meist nur lebensverlängernde Maßnahmen.
Das heisst dann für dich das gleiche wie für mich. Vorsorge, vorsorge, vorsorge.
Regelmässig alles untersuchen lassen
Yo… Angesichts der Familiengeschichte ist Krebs fast schon die Best Case Option, Demenz ist ja auch noch im Angebot 😖. Meine Großeltern väterlicherseits sind früh gestorben, haben beide Kette geraucht.
Bin auch schwer geschlagen in dieser beziehung. Mein mami ist drei wochen vor dem esc1981an brustkrebs gestorben. Darum kann ich “ io senza te“ bis heute nicht hören ohne das ich emotional durchgeschüttelt werde. Unser vater ist zwar alt geworden aber auch mit lungenkrebs gestorben. 4 meiner 8 brüder haben bis jetzt die diagnose krebs überstanden wie auch eine nichte und ein neffe. Schlechte gene sag ichbimmer.
Sorry, I feel with you. Es liegt tatsächlich oft in der Familie. Darum war es so seltsam, als meine Mom die Diagnose, sonst waren die Fälle alle väterlicherseits.
Auch nicht einfach. Habe meinen Vater vor 4 Jahren verloren (wurde aber immerhin 91!), und meine Mutti hat es seit 8 Jahren mit der Lunge (war keine Raucherin) und lebt seidem mit einem Tracheostoma (ca. 8 Stnden ohne Beatmung). Das ist nicht immer einfach für uns und man lebt mit vielen Ängsten, aber ich mache es gerne, da sie im Leben immer für uns da war.
Du schriebst ja letztens, dass du wegen deiner mom umgezogen warst, hatte ich – also ursprünglich wegen Vater. War gut so, man zehrt immer noch, aber ich hätte mir nie vergeben, wenn ich sie alleine gelassen hätte.
Ja das stimmt, es ist sehr oft – je nach Verlauf und Art, ein Kampf gegen Windmühlen. Mein Vater starb vor nunmehr 20 Jahren an chronisch lymphatischer Leukämie – wir konnten ihm damals das Leben aufgrund alternativen Methoden noch um etwa 3 Jahre verlängern, am Ende wurde dann das Leiden immer grösser und es war eine Erlösung für ihn dass er gehen konnte – danach kam dann sofort im Anschluss der Schlaganfall meiner Mutter und der darauffolgenden Demenzerkrankung bis sie letzlich nach 13 Jahren als quasi 91 jähriges „Baby“ verstarb , das Siechtum war dabei durch die vielen Jahre noch um Längen schlimmer als bei meinem Vater – weshalb ich die Demenz als die noch fürchterlichere Krankheit empfinde als Krebs – aber das ist wohl den Erlebnissen geschuldet, die all die Jahre mich und meine Schwester geprägt aber nie resignieren haben lassen.
Ach,ESCforEternity,das mit deiner Mutter hattest du ja schon mal geschrieben, dass dein Vater auch an einer schlimmen Krankheit verstorben ist,wusste ich nicht.
Da habt ihr schon richtig viele Leidensgeschichten durchstehen müssen.Trotzdem schön,dass du ein so lebensfroher Mensch bist🤗.Ich glaube,jeder hat seine Päckchen zu tragen,wichtig ist,dass man sich nicht dabei verliert und resigniert.So komisch es sich auch anhört,aber oft erfährt man
durch solche Leidenszeiten erst recht die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu schätzen. 😏
Genau Rusty😌, du sagst es – man darf sich bei all dem Leid nicht selbst verlieren. Im Nachhinein betrachtet denkt man sich oft, wie man das alles geschafft hat und vor allem auch Beruf und Partnerschaft dabei gerecht zu werden. Die Sicht auf die Dinge und wie man sie wertet, ändern sich in der Tat. Dankbarkeit und eine gewisse Demut, dass wir da sein dürfen spielen eine grössere Rolle. Und du sagst es natürlich, jeder hat sein Päckchen zu tragen, für manch einen sind sie zu schwer alleine, nicht jeder hat aber das Glück, dass ihm dabei jemand hilft.
Und der weitere Punkt, den du ansprichst ist ein wichtiger Anker – die Lebenfreude und die positive Grundeinstellung zum Leben, ohne sie geht es definitiv nicht😇 Ich drück dich und im Mai dann auch wieder live in Basel😉😘
😘
Du hattest also auch den Doppelschlag Krebs/Demenz. Und ja, Demenz war schwieriger, vor allem, wenn er kurz realisierte, was los war. Das letzte, was er zu mir sagte war „will nicht mehr.“ Paar Wochen später war ich dann im Krankenhaus und es war klar, auch von der Art der Ärzte wie sie sprachen, dass das erlösende Ende fast da ist. Ich Hannahs also geküsst, seine Hand gehalten und gedacht „Do you want to leave?“ (er ist in Schottland aufgewachsen). Und kurz danach drückte er meine Hand = yes.
Da haben wir wirklich eine ähnliche Geschichte hinter uns. Aber das dein Dad das zumindest noch artikulieren konnte ist fast so was wie ein Geschenk. Meine Mutter konnte sich im letzten Lebensjahr in keiner Weise mehr ausdrücken, weder durch ein Wort, noch durch einen Händedruck, sie presste nur noch die Augen zu, wohl das letzte Zeichen, wenn man sich auf den Weg macht und mit den irdischen Dingen abschliessen will. Die schlimmste Zeit mit ihr waren aber (wie bei euch auch€ die Phasen wo sie realisierte was mit ihr passierte, die Agressionen gegen alles und jeden waren schwer zu ertragen, aber es war ihr einziger Weg um das rauszulassen😢
Das klingt sehr schwierig, Hugs. Es ging relativ schnell, die „Papa ist tütelig“ Phase stürzte ins Bodenlose, als er ins Krankenhaus musste, er war dann völlig verloren, ist wohl nicht untypisch.
Die Aggressionen warm furchtbar, er hat sie irgendwie alle gegen meine Mutter gerichtet, was wohl auch nicht untypisch war. Das erstaunliche ist, wie viele Leute jemanden nahes mit Demenz haben. Man ging mit ihm
In irgendeinen Laden und es erkannte jemand immer den Gang, die Bewegungen und sie teilten ihre Geschichte. Ich seh das seitdem auch immer.
Oh, die Geschichten machen mich sehr betroffen. Sind sehr schlimme Erfahrungen, die ihr beschreibt, mitansehen zu müssen, wie eine geliebte Person sich schleichend verändert. Das tut mir sehr leid.😘
Danke liebe Gaby, weisst du, wenn ich darüber schreibe, hoffe ich auch, dass vielleicht auch Leser dabei sind, die zur Zeit vielleicht ähnliches erleben und damit immer wieder an ihre Grenzen kommen. Wichtig ist dabei, seinen Humor nicht zu verlieren – auch Galgenhumor hilft, lachen über absurde Situationen z.B. , in die man durch die Krankheit kommt. Einfach nicht aufgeben, Dinge die einem Kraft geben, wie die Musik oder den Sport um so mehr zum Abschalten in den Alltag mit einbauen, damit man nicht selbst am Ende auf der Strecke bleibt, was dann auch für den Erkrankten das Schlimmste wäre, was passieren könnte.
Eine sehr gute Einstellung.🤗
Wenn es schnell ging dann hattet ihr noch Glück im Unglück – manchmal spüre ich jetzt noch die Last der vielen Jahre auf meinen Schultern – aber ich gewinne langsam Abstand dazu und atme wieder freier. Hugs back to you😘
Das Problem bei uns war, das dann alles zusammenkam Demenz, Corona, Krebs. Mein Vater war dann im Heim, das erste war Rotes Kreuz, für mich eine verbrecherische Organisation. Etc etc. man zehrt immer noch.
Nur all zu verständlich, wenn das alles ZUSAMMEN über einem herreinbricht, ist ist es kaum mehr zu handeln, nur eines davon wäre schon Belastung genug.
Danke, ja, Du kennst es. Ich bin glaub ich die Jahre erst „richtig erwachsen“ geworden. I don’t like it.
Bei mir sind es im Februar dann fünf Jahre seitdem mein Vater nicht mehr da ist, Darmkrebs. Es geht momentan einigermaßen, hin und wieder tut es aber immer noch weh und ganz wird es auch nie verschwinden.
Was mir immer hilft, dein Vater ist Teil von dir – auch wenn er physisch nicht mehr da ist, lebt er in dir weiter – manchmal hilft das gegen den Schmerz😘
War Dein Vater oder Deine Mutter schwieriger für Dich?
Bei mir ist es umgekehrt – da ich vom Gemüt her immer mehr mein Papa war & bin, fehlt er mir nach nunmehr 20 Jahren viel mehr als meine Mutter – wir verstanden uns ohne viele Worte und er hat immer in sich selbst geruht. Meine Mutter dagegen war sehr dominant, eigentlich ja wieder das Klischee bei einem schwulen Sohn, was bei uns ja auch zutraf,
nur dass ich eben nie das Muttersöhnchen war😅 Irgendwie war durch diese Charaktereigenschaft das Verhältnis zu ihr eher komplex. In der Demenz hat sich das dann sogar noch verstärkt und ist in einer gewissen Bösartigkeit gegipfelt, was mir am meisten zu schaffen gemacht hat. Ich habe die Flüche von ihr noch heute in den Ohren. Aber ich muss mich dann immer wieder in die Gegenwart zurückholen, denn es ist vorbei.
Ja, das war bei uns anders. Die Dynamik zwischen uns 3en änderte sich auch immer wieder. Mein Vater war ja Kapitän, also waren wir bis zur Einschulung auf dem Schiff. Dann ging’s a Land und mein Vater meistens auf See, da kam dann eine gewisse Entfremdung und ein ganz enges Band mit meiner Mutter. Wenn ich aus der Schule kam, ging ich immer zuerst in die Küche, um ihr (fast) alles zu erzählen, mein Vater war weg oder las die Zeitung, war von daher aus der Unterhaltung raus. In der 3. Zug meine Oma zu uns, was die Dynamik noch mal veränderte.
War auch eher ein Papa-Kind, er ist schon recht früh verstorben, mit 54 Jahren, da war ich gerade 21 Jahren und noch nicht mal mit der Ausbildung fertig.
Was mir heute noch zu schaffen macht: Ich war ein schwieriges Kind, was vor allem die Schule betraf, er hat es nie leicht mit mir gehabt, und ich habe mich noch nicht mal dafür entschuldigt, bzw. er hat noch nicht mal mitbekommen, dass ich meine Ausbildung beendet habe, und auch recht zügig danach einen Job bekommen habe. Mit den Schuldgefühlen muss ich halt leben…
Das tut mir auch sehr leid Gaby😥, da warst du ja wirklich noch sehr jung und „reif“ ist man mit 21 im Grunde einfach noch nicht. Mach dir bitte keine Vorwürfe und Schuldgefühle schon gar nicht – du bist ein so lieber Mensch und das wusste dein Papa. Auch ich habe für vieles länger gebraucht als andere, das ist aber typbedingt und in deinen Genen, die dir deine Eltern mitgegeben haben., festgelegt. Meine Mutter machte sich z.B.als ich Kind war, immer grosse Sorgen wie ich durch meine viel zu sensible Art durchs Leben kommen soll – das absurde daran war dann aber letztlich, dass SIE selbst die grösste Prüfung für mich war, wie ich dieses Leben schaffen soll. Sicher wollte sie das nie und doch ist es so gekommen. Ich will dir damit sagen Gaby, es ist Schicksal und wir haben wenig Einfluss, wie alles kommt und wie bei euch alles kam, ist mit nichten deine Schuld. Ich drück dich ganz fest, lass alles heilen und geh behutsam mit dir um, dein Papa wünscht sich das schon so lange😇
Vielen Dank, ESCforETERNITY, für Deine lieben Worte. Habe auch lange überlegt, ob ich mich hier offenbaren soll. Habe eigentlich mit niemandem darüber gesprochen, war schon eine Überwindung für mich.
Wenn man sehr sensibel ist, ist man natürlich auch in gewisser Weise angreifbar und sehr verletzlich. Kann die Sorgen Deiner Mutter schon ein ganz kleines bisschen verstehen. Aber auf der anderen Seite ist es auch eine große Gabe, die man sich auf jeden Fall bewahren sollte. Mal davon abgesehen, das jeder Mensch anders ist, und ein Recht darauf hat, so akzeptiert zu werden, wie er ist. Wünsche Dir alles Liebe und Gute.😘
Danke liebe Gaby, manchmal tut es auch gut etwas rauszulassen und sich mit Leuten auszutauschen, die nicht im unmittelbaren Umfeld sind, weil man das dann auch mal einfach so stehen lassen kann ohne weiter darauf angesprochen zu werden. Ja, du sagst es, Sensibilität macht AUCH verletzbar, aber sie hat auch viel Gutes, eben dass man die schönen Dinge im Leben intensiver wahr nimmt und dem Egoismus und der Rücksichtslosigkeit auf dieser Welt etwas Positives entgegensetzen kann. Alles Liebe auch für dich😘
Tut es nicht, was ja ein Zeichen für eine gute Beziehung ist. Meine Mutter war schwieriger, wir waren sehr eng und mein Vater war ja schon vorher irgendwie weg, weil er den Verstand verloren hatte. Ich roch noch 6 Monate lang ihr Parfum im Haus, irgendwelche Gerüche in der Küche, etc.
An Weihnachten denke ich immer sehr viel an ihn.
Weihnachten ist bei mir 100% meine Mutter, super Dekos, Baum, Kekse. Mein Vater fand es eher blöd. Ich hab Weihnachten deshalb mental völlig abgestellt und Quartier mich 1 Tag bei Freunden ein, die das auch blöd finden. Wir essen und reden dann und spielen Spiele. Dieses Jahr wollte ich eigentlich für Hanukkah zu meiner Freundin nach Chicago aber ist dieselben Tage wie Weihnachten und die Anreise wär ein Alptraum. Wir zoomen dann einfach wieder mit unserem Freund in Pittsburgh.
Freue mich dennoch schon auf die Feiertage, muss nur noch morgen und am Montag in die Arbeit. 🙂
Das kommt immer auf den Arbeitsplanung an, wenn Du M-F arbeitest, ist das natürlich gut – wobei mir/uns m 2. W-Tag die Decke immer auf den Kopf gefallen ist. Ostern und Pfingsten genau so aber dann hat man mehr Licht und besseres Wetter, also besser.
Lieber Ralph Siegel,
wenn Sie jetzt nach dem vierten Mal sich wieder ein Krebsleiden zuziehen, dann muss ich als großer ESC-Fan wirklich mit Ihnen schimpfen. 😀
Daher ist meine ausdrückliche Aufforderung an Sie von nun an: Gesund bleiben – und zwar dauerhaft !!! 😀
So, und nun möchte ich Ihnen noch etwas zu ihrem historischem ESC-Vermächtnis sagen: Mein Lieblings ESC-Song von Ihnen ist „Johnny Blue“ von Lena Valaitis (ESC1981). Meine beiden Lieblingssongs aus den vielen deutschen Vorentscheide von Ihnen sind „Ich hab‘ Angst“ von Dorkas Kiefer (Ein Lied für Lausanne aus dem Jahr 1989) sowie „Miracle of love“ von Nicole Süßmilch und Marco Matias (Deutscher Vorentscheid 2005).
Da ich davon ausgehe, dass Sie noch weiterhin so richtig Bock auf den ESC haben, möchte ich Ihnen meine Ermutigung aussprechen es nochmal zu versuchen.
Am besten mit einer Ballade, die ganz klar in Richtung Hymne geht und von einer Frauen-Powerstimme à la Gracia, Sandra Nasic (Frontfrau der Guano Apes) oder Helene Fischer gesungen wird.
Um Ihr beratungsresistentes Image mal wieder in die Richtung eines Teamplayers zu lenken empfehle ich Ihnen einen gleichberechtigten angesagten Co-Produzent (m/w/d), wer auch immer das sein mag, sich an Ihre Seite zu holen. Nicht weil Sie ein schlechter Komponist / Produzent sind, sondern weil es sich bei Ihnen als „Vertreter der Nostalgie“ hervorrganed machen würde, wenn Ihnen ein gleichberechtigter Partner der heutigen Zeit unterstützend zur Seite steht.
Und jetzt ran an die Arbeit. 😀
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Timo1986 („Emotionaler Italiener“ sowie leidenschaftlicher Musik- und ESC-Liebhaber in Personalunion)
Co-Produzent 🤔🤔🤔 Alf Igel alias Stefan Raab! 😀
„Johnny Blue“auch mein liebster Siegel-Song und zwar mit Abstand.
Erstmal ist es schön zu lesen, dass Ralph Siegel den Krebs, bereits zum vierten mal, besiegt hat.
Ich sag jetzt mal was klassisches zum Thema ESC-Teilnahme, nämlich, dass er auf sein Herz hören soll, was dieses zum Thema erneuter ESC-Teilnahme sagt.
Von mir aus kann Ralph Siegel gerne wieder teilnehmen und natürlich am liebsten für Deutschland. Was hat er zu verlieren? Nichts! Was haben die deutschen ESC-Fans und der NDR zu verlieren? Nichts! Wenn er in einem Land nicht in den Vorentscheid kommen sollte, wird es niemand erfahren, außer Ralph berichtet selber darüber. Vielleicht hat er ja hier eine Bewerbung für „Chefsache“ eingereicht? Wer weiß!
Natürlich freue ich mich für Siegel, daß er seine Krankheit überwunden hat.
Ansonsten ist er für mich schon immer ein eher schwieriges Thema, da ich mit relativ vielen Beiträgen von ihm nichts anfangen kann (manche sind auch „No-Gos“, insbesondere in den Vorentscheidungen).
Sorry, ich brauche ihn nicht mehr als Komponisten für uns, bei allem Respekt. Meinetwegen kann er aber mal gerne in der ESC-Jury sitzen.
Mir ist schon aufgefallen, daß „Siegel-Groupies“ unter den Fans mit „Ich hab Angst“ (gesungen von Dorkas bei der VE 1989, sie wurde Dritte) eher ihre Probleme haben, die das aber mögen, die normalerweise eher zu seinen Kritikern gehören. Trifft auch auf mich zu.
Muss ehrlich sagen, ich mag die Songs am liebsten, die Herr Siegel nicht für Deutschland geschrieben hat, z. B. Luxemburg 1980 und San Marino 2013.
Hm… wobei ich ja ehrlich zugeben muss, dass ich mittlerweile den Song von Nicole Süßmilch und Marco Mathias (deutsche VE 2005), den er unter einem Pseudonym geschrieben hat, richtig gerne mag. Wäre vielleicht doch die bessere Wahl gewesen als dieses blöde „Rund and hyyyde“. Zwar kein Siegersong, aber doch angenehm zu hören. Aber ich glaube, da haben viele Leute sich die Finger wund gewählt, nur um „Miracle of love“ zu verhindern…
Sorry, das war mir viel zu schmalzig…
Ja, das stimmt. Im ersten Moment dachte ich auch so. Aber klang in meinen Ohren weit weniger nervig, und gut gesungen haben die beiden auch.
Ja, ich würde mich sehr!! freuen, wenn Ralph Siegel nochmal einen Titel für den ESC schreibt. Er war damals teils seiner Zeit voraus, seine Lieder waren sehr kompakt überlegt; besonders hervorzuheben aus meiner Sicht sind Songs (Dorkas – Ich hab Angst/leider in der VE gescheitert, Mekado – Wir geben ne Party, K.Ebstein -Theater, Harmony Four Tingel-Tnagel-Mann/leider in der VE gescheitert sowie Caro Pukke /Grün Grün Grün). es gibt noch viel mehr Songs die gut waren– ER hat den richtigen Impuls…
„Grün, grün, grün“ fand ich leider ziemlich daneben.
Zu „Ich hab Angst“ habe ich mich schon positiv geäußert. Leider war es nur im falschen Jahr. Hätte ich lieber gehabt als die schrecklichen Gardens zuvor und jedes Jahr Siegel ging halt auch nicht.
Wünsche ihm gute Gesundheit und mehr Gelassenheit!
Er taucht mit seinen Kompositionen regelmäßig in meiner Playlist auf.
Bedauere es heute noch, dass Johnny Blue nicht gewonnen hat.
Und mein guilty pleasure ist eindeutig Lou’s Let’s get happy, let’s be gay!
Fand es leider etwas würdelos, wie er sie nach ihrem sehr fröhlichen Auftritt niedergemacht hat.
Genau so wie ein Jahr zuvor Corinna May…
Sorry, gerade das Machwerk von 2002 hätte niemals passieren dürfen. Das war musikalisch ganz übel.
Das schon, aber wie er sie klamottentechnisch verunstaltet hat war ganz alleine seine Schuld.
Ein Barhocker wäre auch besser gewesen.
Sie hatte ihre Nervosität einfach nicht im Griff.
Absolut !
Vielleicht hat auch ihre spezielle brille zum flop beigetragen?
Da war alles schlecht. Es funktioniert ja schon nicht, wenn jemand nur wegen „Mitleid“ gewählt wird. So war es damals wohl.
Sehe ich auch so, dass Corinna May singen kann, hat sie ja schon vorher bewiesen, der Song 2002 war einfach nichts für sie. Da sie verständlicherweise motorisch eingeschränkt war, hat man ihr ein paar wild umherhopsende Mädchen auf die Bühne gestellt. Der ganze Auftritt war einfach nicht rund. Zur Corinna hätte eine schöne Ballade gepasst.
Ich freue mich für Herrn Siegel das er den krebs ein weiteres mal besiegt hat und wünsche ihm für die Zukunft nur das Beste. Allerdings finde ich auch, das er sein Leben jetzt genießen sollte und sich nicht mehr mit dem ESC belasten sollte. Denn sowas ist ja auch nicht ohne Anstrengung verbunden. Außerdem so eine Krebsbehandlung kostet auch sehr viel Kraft. Zunächst sollte jetzt Erholung auf dem Programm stehen.
Das freut mich für ihn.