Australia Decides 2022: Das sind die elf ESC-Bewerbungs-Songs aus Down Under

Australia Decides is back. Jude York (Aufmacher) war der Erste, der seinen Song veröffentlicht hat, inzwischen liegen alle elf Tracks inklusive der TikTok-Wildcard vor. Nach einem Jahr Pause wählt SBS Australiens Song für den ESC wieder mit einer öffentlichen Vorentscheidung aus, die am 26. Februar 2022 (um 10:30 Uhr morgens deutscher Zeit) ausgestrahlt wird. Moderieren werden erneut Joel Creasey und Myf Warhurst und es bleibt auch beim 50:50-Tele/Jury-Vote.

Neu in diesem Jahr ist, dass es einen Greenroom geben wird. Als Green Room Host fungiert der Entertainer Dylan Lewis. Montaigne (in 2020 für den ESC nominiert und 14. im ersten Halbfinale in 2021) ist als Intervall Act angekündigt.

Elf Songs stehen zur Wahl, die inzwischen alle verfügbar sind:

Andrew Lambrou – Electrify

Andrew ist 23 Jahre alt und als Singer/Songwriter in Sydney aktiv. Er hat griechisch-zypriotische Familienwurzeln und ist als YouTuber und TikToker erfolgreich. 2015 hat er an „X Factor Australia“ teilgenommen, als Guy Sebastian und der grandiose Chris Isaak in der Jury saßen.

Charley – I Suck At Being Lonely

Charley aka Claire Howell kommt von der Gold Coast, Queensland, lebt aber wie Andrew in Sydney. Sie hat 2016 und 2017 bei „The Voice Australia“ teilgenommen und seit 2020 bei EMI Australia zwei Singles veröffentlicht.

Erica Padilla – To The Bottom

Erica Padilla aus Melbourne hat die TikTok-Wildcard für „Australia Decides“ erhalten. Sie ist 20 Jahre alt und gehört zu den 100 erfolgreichsten TikTokern weltweit.

G-Nation – Bite Me

G-Nation erinnert nicht nur im Namen an K-Pop. Girls Generation ist eine der erfolgreichsten südkoreanischen K-Pop-Girlgroups und G-Nation provoziert bewusst diese Assoziation. Mateja, Taylah, Isla, Rylee, Emma und Alessia heißen die sechs Mädels aus Adelaide, die Dance-Moves und Easy-Pop kombinieren.

Isaiah Firebrace feat. Evie Irie – When I’m With You

Isaiah Firebrcve, mit Aboriginal Wurzeln (sein Vater ist ein Yorta Yorta Mann, seine Mutter eine Gunditjmara Frau), hat Australien bereits 2017 beim ESC in Kiew vertreten – damals noch durch eine interne Nominierung. 2022 kehrt er zurück mit seiner 19-jährigen Gesangspartnerin Evie Irie, einer Singer-/Songwriterin aus New South Wales, die mehrere Instrumente (u.a. Gitarre, Klavier) beherrscht.

Jaguar Jonze – Little Fires

Die in Japan geborene 30-jährige Jaguar Jonze ist eine „Australia Decides“-Rückkehrerin, sie wurde 2020 mit „Rabbit Hole“ sechste. Sie hat in der ersten Welle der Pandemie über Monate einen sehr schweren Corona-Verlauf durchlitten und ist von Anfang an öffentlich damit umgegangen, wodurch ihr auch anstrengende unerfreuliche Social-Media-Erfahrungen nicht erspart blieben. Ihr „Australia Decides“-Comeback ist also eine Rückkehr auf die Bühne in mehrfacher Hinsicht.

Jude York – I Won’t Need To Dream

Jude ist der erste Act, den SBS bekanntgegeben hat. Er hatte sich schon 2020 gemeinsam mit seinem Bruder Ben für „Australia Decides“ beworben, die „Beamish Brothers“ sind aber ganz knapp am Finale vorbeigeschlittert. Jude ist 22 Jahre alt und kommt aus Queensland.

Paulini – We Are One

Paulini Curuenavuli ist die älteste Teilnehmerin im Wettbewerb und eine der bekanntesten Entertainment-Künstlerinnen in Australien. Sie wurde 1982 auf den Fiji-Inseln geboren, kam aber schon als Vierjährige nach Sydney. Ihre Karriere begann 2003 als Teilnehmerin von „Australian Idol“ und sie ist seitdem sowohl als Sängerin als auch als Schauspielerin aber vor allem auch als Musical-Star erfolgreich. Sie hat mehrere No.-1-Hits in Australien feiern dürfen.

Seann Miley Moore – My Body

Seann kommt aus Indonesien und hat wie Paulini viel Musicalerfahrung. Seine Familie lebte zunächst in Thailand und dann in Australien. Seann ist weitergezogen nach London (sein Vater ist Brite), wo er seine „queer liberation“ (wie er sagt). erfahren hat. Er ist 29 Jahre alt und konnte Contest-Erfahrung durch seine Teilnahme an der britischen Version von „X Faktor“ und an „The Voice Australia 2021“ sammeln. Er lebt heute wieder in Sydney und nennt Jennifer Hudson und Jared Leto als seine Vorbilder, also Künstler, die den Crossover-Weg von der Musik zum Film und viceversa gehen.

Sheldon Riley – Not The Same

Auch Sheldon Riley ist in Australien eine starke Stimme für die LGBTIQ+ Community. Er ist 23 Jahre alt und kommt aus Sydney. Er hat 2016 an „X Factor Australia“ teilgenommen und 2020 sogar an „America’s Got Talent“, wo er das Viertelfinale erreicht hat und wo speziell Kylie (Minogue) ihn in ihr Herz schloss. Sein „Not The Same“ gilt als Geheimtipp für das Ticket nach Turin.

Voyager – Dreamer

Voyager ist eine fünfköpfige Rockband, die sich 1999 in Perth gegründet hat. Die Metalband bezeichnet ihren Sound als 80s-infused-Progressive-Rock. Klingt nach ein bissel AC/DC und ein bissel Mötley Crüe mit einem Spritzer Cinderella. Sänger Daniel Estrin stammt übrigens aus Buchholz in der Nordheide.

So, jetzt konntet Ihr alle Künstler von „Australia Decides 2022“ und ihre Songs ein wenig kennenlernen. Ich mag mir den Seitenhieb nicht verkneifen: Von SBS kann der NDR lernen, wie man einen VE tatsächlich mit Vielfalt besetzt. Ok, es ist kein Deutsch dabei, aber dafür dann doch eine deutsche Stimme aus Buchholz / Schleswig-Holstein.

Und jetzt sind wie sehr gespannt, wer Euer Favorit ist.

Australia Decides 2022: Wer ist Euer Favorit?

  • Sheldon Riley - Not The Same (34%, 153 Votes)
  • Voyager - Dreamer (26%, 116 Votes)
  • Jaguar Jonze - Little Fires (8%, 36 Votes)
  • Paulini - We Are One (7%, 32 Votes)
  • Andrew Lambrou - Electrify (6%, 27 Votes)
  • Jude York - I Won't Need To Dream (5%, 24 Votes)
  • G-Nation - Bite Me (5%, 21 Votes)
  • Charley - I Suck At Being Lonely (5%, 21 Votes)
  • Isaiah Firebrace feat. Evie Irie - When I'm With You (2%, 11 Votes)
  • Erica Padilla - To The Bottom (1%, 4 Votes)
  • Seann Miley Moore - My Body (1%, 4 Votes)

Total Voters: 449

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39 Kommentare

  1. Ich finde das Line-Up für dieses Jahr im australischen Vorentscheid eher durchschnittlich, hatte ja von Sheldon Riley einiges erwartet, aber die“Bond-Ballade“ ist eine mit angezogener Handbremse

    • Durchschnittlich, das finde ich auch. Ich habe generell seit drei Jahren den Eindruck, dass Australien ESC-müde geworden ist. Die anfängliche Begeisterung der Teilnahme hat merklich abgenommen, dass kann evtl. auch an der unüberbrückbaren Zeitverschiebung hängen.
      In diesen Sommer werde ich für 6 Wochen in Australien sein und mich u.a. davon selbst überzeugen wie groß wirklich die ESC-Gemeinde ist.

  2. Ich gehe mit Voyager dieses Jahr …..das wäre meine Wahl für den ESC. Ansonsten ist die Auswahl eher mediocre.

  3. Australien kann mich dieses Jahr nicht enttäuschen.
    Not the same,  Suck At Being Lonely, Dreamer und Little frittes sind einfach geil.

  4. Das ist eine viel bessere Auswahl als in den letzten Jahren, wo eigentlich nur ein akzeptabler Song dabei war. Jaguar Jonze finde ich sehr unterbewertet, ansonsten gehe ich mir Sheldon Riley.

  5. Off Topic:

    1) Michael Ben David überlegt, sich vom ESC zurückzuziehen und Israel nicht vertreten zu wollen, da es Unstimmigkeiten mit seinem (musikalischen) Umfeld geben soll.

    2) Montenegro wird ihren Song am 4.März veröffentlichen

    Quelle: eurovoix

  6. Hier entscheide ich mich hier für den Schweden-Disco-Schlager „We are one“. Textlich und musikalisch ist das zwar ganz schön abgelutscht, aber ich bin mit so etwas einfach zufriedenzustellen.

  7. Jude York – I Won’t Need To Dream 7,5/10
    Sheldon Riley – Not The Same 7,5/10
    Voyager – Dreamer 7,3/10
    Erica Padilla – To The Bottom 7/10
    Andrew Lambrou – Electrify 6/10
    Jaguar Jonze – Little Fires 6/10
    Isaiah Firebrace feat. Evie Irie – When I’m With You 5/10
    Charley – I Suck At Being Lonely 4/10
    Paulini – We Are One 3,5/10
    G-Nation – Bite Me 3/10
    Seann Miley Moore – My Body 3/10

    Aber so geht ein Vorentscheid liebe POPwellen

  8. Voyager – Dreamer und Jaguar Jonze – Little Fires halte ich für aussichtsreich.
    Jude York – I Won’t Need To Dream könnte mit einer guten Inszenierung durchaus überraschen.

    Sheldon Riley – Not The Same ist zwar gut produziert,aber mich packt der Song nicht so sehr.

  9. Australien hat ein gutes Angebot für den Vorentscheid, davon kann Deutschland nur träumen (der richtige Begriff dafür ist „Ausschußware“). Am besten gefallen mir die Titel von Voyager, Sheldon Riley und Andrew Lambrou sowie – mit Abstrichen – Jaguar Jonze und G-Nation.

  10. Habe nur mal durchgezappt, das nenne ich radiotauglich. Da tut nichts weh. Fidschi, Japan, Korea… klingt interessant. Die einzige, die mich stört, ist Pauline mit dem blöden Titel We Are One. Diese pseudo-pädagogischen Appelle hasse ich mittlerweile.

  11. Schade, daß Voyager für Australien beim Vorentscheid antritt. Da der Sänger der Band aus Buchholz in der Nordheide stammt, könnte man ja – falls die Gruppe nicht zum ESC fährt – anfragen, ob sie für Deutschland antreten möchten. Dann müßte man nur noch einen Weg finden, den Sieger des deutschen Vorentscheids zu disqualifizieren und es könnte dann doch noch mit einem guten Abschneiden in Turin funzen.

  12. So gerne ich diesen Song für „uns“ deklarieren würde, aber: Buchholz liegt in Niedersachsen, nicht in Schleswig-Holstein. Grüße aus Lübeck

  13. wow, echt, aus Buchholz, ist ja krass. Nur ich glaube nicht, dass die sich für ein langweiliges deutsches Vorentscheid „Event“ hergeben würden. Australia Decides ist in Australien ein richtig wichtiges und cooles event.

  14. Auch Team Dreamer. Dann würde ich zum ersten Mal die Teilnahme von Down Under begrüßen.

    Sheldon kann mich leider nicht begeistern. Vom Song wäre auch „Electrify“ ganz interessant.

  15. Dreamer ist richtig stark! Alles andere enttäuscht doch sehr. Vermutlich wird es aber mit Not The Same der x-te Titel im Duncan Laurence-Style.

    • Der hätte dann mit Polen im zweiten Semi einen starken Konkurrenten, Insofern wäre Voyager klar die bessere Wahl.

  16. Ganz gute und abwechslungsreiche Auswahl in Australien. Voyager würde ich am liebsten in Turin sehen und hören. Aber die hohen Wettquoten für Australien sind meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.

  17. Also Australien hat jetzt auch nicht viel Diversität aber qualitativ gute Songs dabei. Bei der letzten Auswahl fand ich Jaguar Jonze ganz furchtbar heute hat sie mich tief berührt. Welch eine Zerbrechlichkeit ist zugleich in dem Song und in der Stimme. Das ist ganz stark

  18. Dreamer gefällt mir sehr gut, das wäre eine echte Bereicherung für den ESC. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass Australien sich für Voyager entscheidet? Ich will mir nicht zu viele Hoffnungen machen, ich trauere noch immer Rayden nach.

  19. Ich finde den Vorentscheid richtig gut und mag ganz viel: Sehldon Riley höre ich ebenso wie auch Charley schon seit einigen Tagen rauf und runter. G-Nation klingt auch cool (für K-Pop und J-Pop bin ich sowieso sehr empfänglich) und Voyager gefällt mir ebenfalls.

    Ich bin aber ganz klar für Jaguar Jonze. „Little Fires“ hat mich zunächst etwas enttäuscht, ist aber definitiv ein Grower und ganz großartig! Jaguar Jonze verfolge ich schon seit ihrer Teilnahme 2020 und ich mag so ziemlich jede ihrer Veröffentlichungen. Man kann sagen: Ich bin Fan.

    Von „Little Fires“ war ich auch deswegen zunächst enttäuscht, weil sie kurz zuvor zwei andere Lieder veröffentlicht hat, die ebenfalls als ESC-Beiträge durchgegangen wären:
    Da wäre zum einen „CUT“:
    https://www.youtube.com/watch?v=JBB-Hw2k3Ic
    (ich bin mir aber unsicher, ob sie das Video so auf der ESC-Bühne hätte umsetzen dürfen 😅 😁)

    Und zum anderen „WHO DIED AND MADE YOU KING?“
    https://www.youtube.com/watch?v=dIvgk99xBjA

    Ich räume Jaguar Jonze jedoch eher Außenseiterchancen ein, die Konkurrenz ist sehr groß. Aber ich würde es ihr sehr wünschen. Ansonsten soll sie halt nächstes Jahr wieder kommen. 🙂

  20. der anteaser von „not the same“ klang verheißungsvoll – leider kann der ganze song diesen eindruck nicht bestätigen,daher ganz klar team „dreamer“ hier – wäre der mit abstand stärkste rocktitel (soweit bekannt) beim ESC.
    laut buchmacher hat voyager aber keine echte chance.

  21. Wow, Jaguar Jonze gefällt mir mit großem Abstand am besten. Die ruhigen Parts erinnern mich ein klein wenig an ‚Creep‘. Toller Song, wenn auch nicht ganz so stark wie ihr Beitrag von 2020.

  22. Sehr gutes Lineup, ähnlich gut wie Polen.
    Auch die Australier können nicht viel falsch machen und werden diese Mal wieder im Finale landen, egal wen sie auswählen.
    Mein klarer Favorit ist allerdings ist der gut aufgebaute Elektronik-Rock-Crossover von Voyager. Es wäre definitiv die beste Rocknummer des Jahres (zumindest von den bisherigen Veröffentlichungen).
    Danach würde ich noch sehr über Jaguar Jonze, Andrew Lambrou und auch noch Jude York freuen.
    Die Ballade von Sheldon Riley ist mir zu sehr „Arcade“ und catcht mich weit weniger als vergleichsweise Ochman aus Polen. Schlecht wäre aber dieser Beitrag nicht und kommt bei mir auf Platz 5.
    Am lahmsten finde ich das Duett von Isaiah Firebrace feat. Evie Irie, der Rest ordnet sich dazwischen ein.

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