Australiens Beitrag für den ESC 2020: „Don’t Break Me“ von Montaigne

Montaigne hat mit ihrem Song „Don’t Break Me“ die australische Vorentscheidung Australia Decides für den Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam gewonnen. In einem spannenden Voting setzte sie sich als Jury-Favoritin am Ende gegen die Favoritin des TV-Publikums durch.

Bei der Vorentscheidung, die wie im letzten Jahr im australischen Gold Coast ausgetragen wurde, traten insgesamt zehn Acts an. Diese waren aus 600 Bewerbungen ausgewählt worden. Die einzelnen Tracks wurden nach und nach veröffentlicht, wobei die ESC-Interessieren am längsten auf den späteren Siegerbeitrag warten mussten.

Im Vorfeld hatte sich Vanessa Amorosi – auch bei den ESC-kompakt-LeserInnen – als Favoritin herauskristallisiert, allerdings dicht gefolgt von Montaigne. In der Show hatte Jaguar Jonze viele Interessierten mit ihrem polarisierenden Auftritt von „Rabbit Hole“ in den Bann gezogen. Aber weder die Jury, noch die TV-Zuschauer sahen sie so weit vorn.

Nach dem Jury-Voting lag Montaigne also mit 54 Punkten deutlich vor Vanessa Amorosi. Als einziger Mann konnte Dirridi noch einigermaßen mitspielen.

Erst mit der Bekanntgabe des letzten Zuschauer-Votings, nämlich der 60 Punkte für Casey (Montaigne hatte direkt davor 53 Punkte erhalten), war klar, dass Montaigne nach Rotterdam fahren darf. Im Greenroom überreichte ihr Damit In die Trophäe.

Montaigne – Don’t Break Me 

Die in Sidney lebende Künstlerin Montaigne ist eine echte Größe in der australischen Indie-Szene. Montaignes Stimme und ihr Musikstil erinnern an die britischen Sängerin Marina and the Diamonds. Ihr jüngstes Album „COMPLEX“ wurde von Kritikern mit Lob überschüttet – der kommerzielle Erfolg blieb jedoch aus. Außerhalb der Musik beschreibt sich die Sängerin selbst als Aktivistin und setzt sich unter anderem für eine umweltfreundlichere Politik ein.

Im Vorfeld des australischen Vorentscheids sagte die 24-Jährige, dass sie den Song Contest nutzen möchte, um ihre „dramatische und extreme Seite“ ausleben zu können. Der Wettbewerb sei die perfekte Gelegenheit dafür. Zudem vergleicht sie einen Sieg beim ESC mit einem WM-Titel – nur eben in Pop-Musik, den sie unbedingt für ihr Land holen möchte.

ESC-Barometer

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80 Kommentare

  1. Ich fand das live ganz furchtbar. Aber ich nehme an, daran wird bis Rotterdam noch ordentlich gearbeitet. Ich denke aber, dass es heuer erstmals passieren könnte, dass Australien das Finale nicht erreicht.

  2. Ich find „Dont Break Me“ relativ fad, aber das Herumgestolper und die Zwangschoreographie mit Clownskrause gibt dem ganzem dann doch einen leicht subversiven Touch, der mir gefällt. Schade, dass wir das in Rotterdam vermutlich nicht mehr sehen werden. 😁

  3. Zu „Ist ganz furchtbar“ hat es dann doch nciht gereicht, aber dieses Jahr könnte es für Australien wirklich mal knapp mit dem Finale werden. Gesanglich ist da definitiv Luft nach oben und das Staging sollte dringend noch mal von Grund auf neu gedacht werden. Selbst wenn die Jury den Song mag, befürchte ich, im Televoting gibt es dann wieder nur 2 Punkte aus Dänemark und das wars.

  4. Also mir gefällt’s weniger. Für mich war aus Australien bisher nur Isaiah schlechter. Will aber nicht ausschließen, dass der Beitrag samt Inszenierung noch bis zum ESC „growen“ kann. Dazu sind die australischen Beiträge immer in der Lage…

  5. Mein nummer 3 hat gewonnen. Ganz gut! Wenn australien beim staging wieder so ne steigerung hinlegt wie letztes jahr, wird das richtig gut. Ich sag mal bisher das beste feststehende vor spanien, albanien und tschechien.

  6. Australien mags weiterhin ausgewöhnlich. Ich finde das der Gesang sehr ausbaufähig ist. Aber bis Mai wird bestimmt wieder sehr am Australischen Auftritt gearbeitet. Bin gespannt was sich die Australier bis Mai einfallen lassen. Mir gefällt dieser Song ein wenig besser als 2019.

  7. Ich mag den Song sehr gerne, aber ich schließe mich hier auch der Meinung vieler an:
    Das krasse Staging sollte unbedingt überarbeitet werden!
    Wenn sie zwischen den Gruppen-Chorografien nicht so viel rumhampelt (was übrigens auch nicht zum Song passt) wäre der Anfang schon mal getan.

  8. Ich hatte den richtigen Riecher! Gefällt mir viel besser als Kate letztes und Jessica vorletztes Jahr und wird sicher ins Finale kommen! Jaguar Jonze hätte ich ein etwas besseres Abschneiden gewünscht.

  9. Ihren Rekord werden sie dank Jurys wohl behalten. Dann muss halt die Ukraine dran glauben! Nichts regt mich mehr auf, als dass sie noch eine weiße Weste haben (und Russland dafür nicht)

  10. Ich liebe den Song und fand die Performance auch gut. Wenn sie die Inszenierung ändern, hat „Don‘t Break Me“ das Potential dazu, sehr gut abzuschneiden.

  11. Hat doch tatsächlich meine Favoritin gewonnen, das kommt ja nun wahrlich nicht besonders oft vor 🙈. Ich freu mich jedenfalls sehr, auch wenn ich die Performance und das Clown Outfit jetzt nicht so gut finde, aber daran kann ja noch gearbeitet werden. Dass Rabbit Hole nur auf dem vorletzten Platz gelandet ist, finde ich sehr schade und auch nicht nachvollziehbar ehrlich gesagt, da war weitaus schlechteres am Start heute.

      • Ach, stimmt. Das obere Scoreboard war ja nur das vom Juryvoting. Naja, aber schlimm genug, dass die Juries der Meinung waren, sie sei die zweitschlechteste (!) gewesen 🙄.

  12. Oh nee, jetzt hätte fast noch dieses einfallslose Proud gewonnen, Montaigne ist auf jeden Fall besser, obwohl rabbit hole hätte mich aber doch ein bisschen mehr begeistert. Schad

  13. Sie tritt in sehr grosse Fusstapfen nach dem grandiosen Beitrag Australiens vom letzten Jahr – mE war da ohnehin dieses Jahr nix dabei, was KMH einigermassen das Wasser hätte reichen können – am ehesten noch Casey mit ihrem „Proud“ (welche ja auch das Publikums-Voting gewonnen hat). Mir gefällt der australische Beitrag aber dennoch ganz gut – es muss allerdings dringend an der Live-Perfo gearbeitet werden, nicht zuletzt auch beim Gesang.
    Ansonsten bleibt – wie sooft – festzustellen – es war wieder mal ein Beispiel, wie man einen VE trotz 2 1/2 Stunden Länge kurzweilig, lustig und sehr unterhaltsam gestalten kann. Und SBS ist nun auch nicht gerade mit üppigster Finanzausstattung gesegnet – es geht, wenn man nur will!!

  14. Als Finalkandidaten kann man den Australischen Beitrag vielleicht noch sehen, aber als Siegkandidaten? Dafür ist mir der Song viel zu sperrig und nicht eingängig genug.

    • Ohrwurm – gefällt mir sehr. Sehr eingängig. Was mich überrascht, ist daher, dass viele hier schreiben, der Song sei sperrig, intellektuell, etc.

  15. Beim Hören der Studio-Version fand ich den Beitrag für ESC-Verhältnisse noch stark. Dann ging es allerdings immer weiter abwärts. Togravus hat es meiner Meinung nach am treffendsten umschrieben: Pseudokünstlerisch in der Inszenierung. Sehe ich in einer Reihe mit Katerine Duska 2019. Mit „künstlerischer“ Inszenierung vom durchschnittlichen – wenn auch sauber produziertem – Mainstreampop abzulenken, hat schon damals (zu Recht) nur so halb geklappt.

    Wenn Montaigne ihre dramatische und extreme hätte ausleben wollen, hätte sie den Song von Jaguar Jonze singen müssen. So wirkte ihre Bühnenshow jedenfalls als gehörte sie zu einem völlig anderen Song als den, den sie gerade sang. Bis auf das zugegebenermaßen passende Schlussbild.

    Von mir also derzeit leider nur „gefällt mir weniger“.

  16. Ach du Schande, was ist das?? Eine Dame mit blauen Kleidern die sich zuvor ein blaues Ballettutu gemopst singt mir sehr nerviger Stimme während einer Peformance die so aussieht als ob sie gerade aus der nächsten Nervenheilanstalt entfohen wäre.

    Ne Australien, dass ist leider so gar nicht meins. Wird es zwar dank des „Exotenbonus“ den Australien immer noch hat ins Finale schaffen, dort aber hoffentlich abschmieren.

    • Ersetzt bitte „Kleider“ mit „Haaren“ und denkt euch bein „enftlohen“ bitte ein „l“ dazu. Da habe ich leider zu schnell abgeschickt.

  17. Australien hatte in den ersten Jahren eine musikalische Frische mitgebracht; sehr modernen Pop, extrem professionell performt. Nun gleichen sie sich dem mittleren bis unteren Niveau ost- und südeuropäischer Möchtegern Lieder an, die so tun als wären sie ganz toll besonders aber in Wirklichkeit nur proviziell. Schade.

    • Ich seh’s genau andersrum. Die Professionalität der ersten Beiträge empfand ich als langweilig und auch ein bisschen „herzlos“. Seit letztem Jahr hat Australien endlich seine ESC-trashige Seite entdeckt und schickt interessante, originelle Songs. An „Zero Gravity“ reicht der diesjährige Beitrag zwar nicht ran, an „Rabbit Hole“ auch nicht ganz, und der Gesang in diesem Video ist auch nicht so toll (aber ich nehme an, das war der Auftritt zum Schluss, da darf man ruhig ein bisschen falsch singen), trotzdem: Auch dieser Song hat was!

  18. Also für mich ist das ganz furchtbar, aber ich tue mich schwer zu prognostizieren, wie sie im Halbfinale in Rotterdam abschneiden wird.
    1. Gesanglich ist das bestimmt einer der schwächsten Beiträge.
    2. Der Song selbst würde sie vermutlich ins Finale retten.
    3. Bleibt die Frage der Choreografie
    Dass sie damit auffallen wird, ist unbestritten. Ob positiv oder negativ wird sich zeigen. Ich tendiere zu negativ und vermute ein katastrophales Ergebnis ala Conan Osiris

  19. Es ist so lustig mit anzusehen, wie sich das ganze Drama vom letzten Jahr wiederholt . Da haben auch alle schlecht über Zero Gravity geredet und gesagt, dass es schlecht abschneiden würde und im Nachhinein hat es jeder gefeiert. Ich denke, dass sich das dieses Jahr so wiederholen wird

    • @esc.bang

      Also ich weiß ja nicht wen du mit „alle“ meinst die den Song nach dem ESC gefeiert haben, aber ich hasse „Zero Gravity“ immer noch wie Pest.

  20. Würde ich als „Kompromißsiege“ einstufen, der mir so la la gefällt.

    Vergleich mit GR 2019 tut sich auf. Klingt zwar vielversprechend nach „Indie“, aber insgesamt ist es eher „viel Wind um wenig“. Die Performance und der Gesang strengen mich ziemlich an.

    Aber wenigstens keine der Schmalzballaden. Ich werte mal mit 4 von 10 Punkten für Down Under,

  21. Ist nicht meins, hätte aber schlimmer ausgehen können. Mich hat kein Song von Australia Decides überzeugt; am besten gefallen haben mir Jaguar Jonze und iOTA – aber nur musikalisch, nicht vom Auftritt her. Die Auftritte fand ich alle zu schrill und zu überladen – besonders die hektische Kameraführung bei Jaguar hat mich gestört.

    Wie so viele hier hoffe ich nun, dass Montaigne ihren Auftritt (und vor allem ihr Outfit) bis Mai stark optimiert. Aber da bin ich bei Australien sehr optimistisch. Von den bisherigen ESC-Beiträgen aus Down Under hat mir musikalisch kein einziger gefallen, aber bis auf Jessica Mauboy waren alle Auftritte sehr gut inszeniert und deshalb ein Gewinn für die ESC-Bühne. Man darf also gespannt bleiben…

  22. Bin nicht sonderlich begeistert von der Nummer. Und gesanglich echt unterirdisch. Wenn da nicht viel passiert wird es knapp mit dem Finale. Insgesamt ein komisches Ergebnis.

  23. Ich finde es klasse dass eine Künstlerin, die bislang so viele Essays geschrieben hat, die aber nun nur noch wenige lesen wollen, sich noch einmal völlig umorientiert und dabei dann gleich so erfolgreich ist *kalau *langer Bart

  24. Eines ist sicher, Australien wird den ESC 2020 sicher nicht gewinnen.. Live war das wirklich Nonsens, schlecht gesungen und kitschig präsentiert aber es wird Ihnen leider wieder gelingen da Finale zu erreichen…und was mich am meisten stört das ein anderer guter Song dafür ausscheiden muss…aber vielleicht kommt es ja mal anders Hoffentlich

  25. Wenn schon blaue haare, dann unbedingt auch rauchende achselhöhlen….das weckt irgendwie ungute erinnerungen. Aber keine ahnung mehr, woher.

  26. Ist nicht wirklich der große Wurf. In den Strophen singt sie sehr unsicher und der Refrain ist nichts besonderes. Auch sollte sie das Tanzen übedenken, sie kann wohl singen, aber letztlich wurde der Gesang immer schlechter, weil die Atmung nicht mehr stimmte. Könnte dieses JAhr das erste Finale ohne Australien werden.

  27. Also wenn Sie an die Darbietung verändern klarer und auch verdienter Top 10 Platz in Rotterdam.

    Meine Top 4
    1.Tschechien
    2.Australien
    3.Albanien
    ———–
    4.Spanien

  28. Bis zur Bridge geht es gesanglich noch, dann geht ihr ein wenig die Puste aus.

    Ich muß auf 3 von 10 Punkten herunterwerten.

  29. Geht 3 Minuten lang, ist nach 3 Sekunden aber wieder vergessen. Satz mit X für Australien zum sage und schreibe fünften Mal. Aber die Jurys werden es werden wieder richten.

  30. Fassen wir also zusammen, was wir bisher wissen: Fatale Stagings in australischen Vorentscheidungen entwickeln sich zur Tradition 😜

    • Montaigne mit Halstutu und blauen Lockenkopf hat mit „Don’t Break Me“  schon einen bizarren Auftritt hingelegt. Der Song an sich hat was, aber Stimme und alles Drumherum muss drngend überarbeitet werden. Ansonsten muss man um die Finalqualififikation bangen, so unfertig das auf den ersten Eindruck erscheint. Aber die talentierten, wie professionellen australischen Showmanager werden das schon hinkriegen.

  31. Für mich könnte sie auch als Sams durchgehen. Fehlt nur Herr Taschenbier, der sie von der Bühne wünscht. Gesanglich muss sie wirklich nachlegen, ansonsten wird das nichts mit dem Finale. Das Gehüpfe macht es leider auch nicht wirklich besser.

    • Danke für den Vergleich! Jetzt weiß ich, warum mir dieser Auftritt gefällt, denn ich LIEBE das Sams 🙂

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